Die ENTERPRISE NX-01 hat mich von Anfang an interessiert und direkt nach Herauskommen des gigantischen 1/350 Modells von Polar Lights habe ich es mir gekauft. Leider ist es bei einem Umzug schwer beschädigt worden. Das bedeutete, dass ich mir ende letzten Jahres bei ebay günstig das Modell neu ersteigert habe (und außerdem die kaputte Version umgebaut habe - doch dazu in einem anderen Post mehr).
PL hat hervorragende Vorarbeit geleistet, das Modell für eine Beleuchtung vorzubereiten und die habe ich genutzt. Doch zunächst mussten andere Dinge vorbereitet werden.
Die NX-01 hat ein ausgeprägtes Aztec-Pattern, also den Aufbau der äußeren Hülle aus verschiedenen Metallplatten, die in Nahaufnahmen besser als bei allen anderen Serien zu sehen war. Bei dem Modell der NCC-1701-D von AMT wurde dieses Pattern durch Erhebungen sehr gut dargestellt, leider hat PL diese Möglichkeit trotz des günstigeren Maßstabs nicht genutzt und das Schiff ist, bis auf die gröbsten Linien, komplett glatt.
Es gibt zwar im Internet diverse Quellen für Schablonen um dieses Muster aufzumalen, aber das war mir nicht gut genug, da man so nur eine zweifarbige und vor allem zweidimensionale Oberfläche erhält. PL hatte auf seiner Homepage hochauflösende Bilder des original CGI-Modells veröffentlich nach denen man die Bemalung vornehmen kann.
Um eine realistischere Oberfläche zu erhalten habe ich die Verbindungslinien aller Metallplatten anhand der Bilder mit einem Skalpell in die Oberfläche geritzt.
Die Untertasse out-of-the-box
Bearbeitete Untertasse:
Nach der Fertigstellung der Linien habe ich gesamte Schiff von innen zunächst schwarz und dann chromfarben lackiert um gleichzeitig für Lichtundurchlässigkeit und Reflexion zu sorgen damit das Licht der Dioden später gut verteilt wird.
Anschließend erhielt die Außenseite des Schiffes eine alumiumfarbene Grundlackierung, man kann schön den Effekt des eingeritzten Aztec-Patterns erkennen:
Der nächste Schritt bestand darin die einzelnen Metallplatten zu bemalen. Hierzu habe ich Auliminiumfarbe von Runde zu Runde abgedunkelt und anhand der Vorlage die verschiedenen Legierungen auf die entsprechenden Platten aufgemalt.
Bis man schließlich zu einem vorläufigen Endergebnis kommt:
Nun ging es an die Verkabelung. Die LEDs wirken im Helen noch nicht sehr eindrucksvoll...
...im Dunkeln und zusammengesteckt für einen Test dagegen schon eher:
Noch immer sind die Einzelteile nur zusammengesteckt aber mehr und mehr Lichter kommen zusammen, die Impulsantirebe und die Deflektorschüssel, die die Wand gegenüber erhellt:
Lichttests der Warpgondeln:
Nach dern erfolgreichen Lichttests wurde alles verklebt, verspachtelt und an den notwendigen Stellen nachgemalt. Die Aufkleber waren natürlich ein gewisser Kampf, allein aufgrund ihrer Vielzahl. Am Ende erhält man aber:
Mein Fazit des Modells:
Trotz der leider nicht genutzten Möglichkeit die Oberflächenstruktur des Schiffes auszuarbeiten ist das Modell im Großen und Ganzen hervorragend verarbeitet. Auch die Möglichkeiten der Beleuchtung sind schon toll vorbereitet, es sind fast keine zusätzlichen Bearbeitungen nötig.
Nur an einigen Stellen waren vom Hersteller keine Beleuchtungen vorgesehen, so zum Beispiel bei den drei Lichtern um die Brücker herum, hier habe ich kleine Löcher gebohrt und mit Glasfaserkabeln gearbeitet die das Licht wie kleine Lampen nach außen leiten. An allen anderen Stellen, muss ich sagen, bin ich was die Durchdachtheit angeht begeistert. An allen Stellen an denen LEDs direkt nach außen zeigen (zum Beispiel bei den blinkenden Positionslichtern) hat man für die Löcher schon von Werk aus mit Standard-LED-Maßen gearbeitet, so dass man diese im Grunde nur noch einstecken muss. Hier habe ich mit einfachen Blink-LEDs gearbeitet auch wenn diese nicht den exakten Rhythmus vorweisen (was mir bei meinen youtube-Videos schon vorgeworfen wurde).
Allerdings solltedie Beleuchtung nur ein Zusatzgoodie sein, ich habe mehr Wert auf die generelle Optik gelegt.
Die Erfahrungen der Beleuchtung (dies war mein erstes eigenbeleuchtetes Modell, die Bandai-Modelle zähle ich da nicht mit, da hier alles schon komplett vorbereitet war) waren sehr interessant, und werden mir bei meinen aktuellen Projekten, DEFIANT, RUNABOUT und Maquis-Fighter (hier werden Beschreibungen folgen) definitiv nutzen.
Ich bin dankbar für jede Kritik.