Hallo Zusammen
Nachdem ich jetzt schon ein gutes halbes Jahr dabei bin, soll´s jetzt mit meinem ersten Baubericht losgehen. Objekt der Begierde ist der Chevy Nova aus dem Film "Death Proof". Im Film ist es ein 71er Modell, ich verwende das 69er Modell von Revell. Der Unterschied in den Baujahren beschränkt sich auf kleine Details wie Rückleuchten. Aufgrund großer Beliebtheit wurde diese Karosserievariante von 1968 bis 1972 fast unverändert angeboten.
Mit dem Modell hab ich bereits zwischen Weihnachten und Neujahr angefangen, zwischendurch befand es sich auch mal ein paar Monate in der berüchtigten "Warteschleife". Der Bausatz ist in meinen Augen erste Sahne, ich habe keinerlei Passprobleme gehabt und die Detaillierung ist durchweg gut. Einer der besten Muscle-Car-Bausätze aktuell.
Oliver(Rockinroller) hat hier ja schon sehr gut vorgelegt mit seinem Modell, mal schauen wie das bei meinem Modell alles so hinhaut. Das wird hier aber keine Kopie, als Referenz dient mir nicht der Baubericht sondern die Bilder vom Originalfahrzeug und Filmszenen. Ich habe den Käfig in manchen Details anders aufgebaut und auch sonst werde ich versuchen eigene Akzente zu setzen. Die Türen lasse ich zu, ansonsten hab ich mir keine Grenzen gesetzt. Ich muss hier ja auch meinem Pseudonym gerecht werden. Wenn ich mich schon "Stuntman Mike" nenne, muss bei diesem Modell auch was kommen...
Also los geht´s. Hier erstmal ein paar Bilder vom Käfig:
Der Käfig wurde aus Plastruct-Rundprofilen mit 2,4mm Durchmesser aufgebaut und besteht aus 34 Rohrstücken. Der Käfig ist nicht mit der Wanne verklebt, kann also zum Lackieren abgenommen werden. Mit diesen Rohren lassen sich prima Käfige bauen. Sie lassen sich leicht in Form bringen und sind schnell angepasst. Das "stählerne" Armaturenbrett entstand aus Sheet-Material und diversen Kleinteilen, teilweise aus der Restekiste, teilweise scratch gebaut. Das originale Armaturenbrett wurde abgespeckt und wird später hinter dem neuen Teil sitzen.
An der Vorderachse wurde die Lenkung gangbar gemacht. War kein großer Akt, bringt aber viel Leben in die Bude. Es muss an den Querlenkern nur wenig verändert werden. Nur die Aufnahme für die Radachse wegschneiden, gerade schleifen und oben und unten ein Loch bohren. Dann die neuen Achsschenkel bauen und mit einem Stück Büroklammerdraht versehen. Dieser sitzt dann in den Löchern und schon ist das Ganze beweglich. Die Anlenkung zum Lenkgestänge ist mal ein 1/72 Flugzeugfahrwerk gewesen, von irgend nem Warbird. Das nun relativ leblose Lenkgestänge wird später noch mit einem kleinen beweglichen Hydraulikzylinder aufgewertet. Quasi für die Servolenkung. Die Federn sind als massiver Zylinder ausgeführt. Ich hab sie entfernt und werde da noch richtige Federn einsetzen.
Am hinteren Unterboden war ich auch schon fleißig. Die Schalldämpfer aus dem Bausatz wurden ihrer Rohre beraubt, sie werden mit dem Material ersetzt aus dem schon der Käfig entstand. Die Endstücke sind bereits fertig, der Teil zum Motor hin wird später gemacht. Da stecken jetzt nur Reststücke drin. Die Hinterachse sieht mit dem Stabi und den Traction-Bars schon ordentlich grobschlächtig und brutal aus, da steh ich total drauf. Um diese geile Optik noch zu verfeinern, habe ich an den hinteren Blattfederaufnahmen die "flexiblen Distanzstücke" nachgebildet. Ich habe einfach den angegossenen Klotz weg geschnitten und vier kleine Sheet-Stücke drangeklebt. Diese Distanzstücke dienen nicht der Höherlegung sondern geben der Blattfeder Spielraum zum federn. Das ist original so. Die vordere Aufhängung ist starr, die hintere beweglich. Das muss so sein weil eine Blattfeder beim Einfedern "länger" wird, also der Abstand der Lagerungspunkte vergrößert sich.
Im Motorraum wurde der linke Innenkotflügel entfernt und der rechte mit dem Skalpell bearbeitet. Auf den Referenzfotos war zu sehen, dass dort ein Teil rausgeflext wurde. Die Teile sind im Original auch nur verschraubt und haben keine tragende Funktion. Also weg damit. Oliver hatte ja Passprobleme unter der Motorhaube, ich habe hier keine Probleme. Ich vermute, das hat mit meinen modifizierten bzw. fehlenden Innenkotflügeln zu tun. Scheinbar habe ich den "Störfaktor" weg geschnitten. Vielleicht hat sich bei Olli auch wegen dem verklebten Käfig der Unterboden verzogen, keine Ahnung woran das liegt...
Hier noch mal das Ganze im zusammengesteckten Zustand:
Zum Lackieren kann das ganze komplett wieder zerlegt werden, also nicht wundern dass schon Räder dran sind. Ich muss ja auch gucken, dass nachher alles flutscht und die Räder ordentlich im Radhaus stehen.
Das ist jetzt also der aktuelle Stand der Dinge und ab hier geht´s dann ganz langsam weiter. Bis hierhin hab ich ja auch schon ein halbes Jahr gebraucht... Als nächstes stehen die Innentüren auf dem Programm. Das wird auch wieder so ne Fummelei...
Ich hoffe, dass euch das Modell soweit gefällt und freue mich über Fragen, Kommentare oder Kritik. Die Bilder sind jetzt nicht grad der Knaller, weitere Detailbilder folgen dann bei Tageslicht.
Also dann...Adios