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Sonntag, 9. September 2007, 23:31

Autos in 1/24 und 1/25

Guten Tag zusammen,

zunächst etwas zu meiner Person: Ich habe seit Kindestagen 1/87er Autos gesammelt; das eine oder andere Diorama gebaut und natürlich die obligatorischen Airfix-Flieger; ein bisschen Durchblick habe ich also.

Was mich jetzt anlacht, sind amerikanische (Strassen)-Autos der 40er, 50er und 60er Jahre im "grossen" Masstab... Im Ebay-Shop mms von Martin Sauer gibts' ja einiges; der gute Mann hat auf meine Anfrage wegen der Lackierung mit "echten" Autolacken prompt geantwortet und mir dieses Forum empfohlen; das war sehr nett.

Vieles ist durch eifriges Lesen schon klar geworden, gerade was das Lackieren angeht.

Und doch noch einige Fragen an die erfahrenen Bastler in diesem Masstab:

1. Welchen soll ich als ersten kaufen; oder besser, welchen nicht? Also, von wegen Schwierigkeitsgrad, Passgenauigkeit usw.

2. Wie sind denn die Bausätze von AMT oder Revell generell; sind die zu meistern, oder doch eher was für alte Hasen? Leider kann man hier keinen Bauplan von AMT Autos 'runterladen...

3. Warum fahren die einen in 1/24 und die anderen in 1/25? Wenn man ein Auto in beiden Größen baut, fällt das sehr auf?

4. Und noch eine Frage zu Händlern, die sich auf diese Autos spezialisiert haben; der mms bei Ebay ist sicher sehr gut; aber das berühmte "alles aus einer Hand" wäre mir schon wichtig; und überhaupt eine Übersicht, was am Markt ist...selbst die AMT Ertl Seite ist da nicht sooo übersichtlich...

Über Tipps der Autobauer freue ich mich sehr! Und dafür schon einmal Danke!
...früher waren die Autos schöner...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mr. USA« (9. September 2007, 23:40)


Beiträge: 505

Realname: Patrick

Wohnort: tiefschder Südwesten

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Mittwoch, 19. September 2007, 18:33

Hallo Carsten,

das ist ja eine ganze Menge auf einmal... Ich als 1/24 Autobauer will mal auf Deine Fragen eingehen:

1. Lässt sich nicht so leicht beantworten, da es hier kein richtig oder falsch gibt. Wenn Du auf alte Ami's stehst, bist Du bei Revell und vor allem AMT und auch Monogram schon richtig - nur hapert es bei allen dreien nicht selten mit der Passgenauigkeit. Gerade ältere oder neu aufgelegte Kästen sind da manchmal nicht so dolle.
Wenn Du 1 oder 2 Kästen zum Üben suchst, würde ich es in erster Linie vom Preis abhängig machen, und nicht gerade mit einem Deiner Schätzchen anfangen.
Ein guter Indikator beim Schwierigkeitsgrad sind die "Skill's" oder "Level" Angaben bei manchen Herstellern - einfach mal auf den Kasten schauen. AMT und Revell machen es beide, auch Monogram.

2. Zu meistern sind die denke ich mal alle - generell gehören Autos in dem Masstab nicht zum Anspruchsvollsten, was der Markt hergibt. Schau mal in die Bausatzvorstellungen hier im Forum, da findest Du bestimmt die ein oder andere Inspiration - teilweise auch mit Bildern von Bauplänen.

3. Die verschiedenen Massstäbe sind Händlerphilosophie - Die einen haben sich auf 1/24 eingeschossen, andere auf 1/25. Die Unterschiede sind minimal, deswegen habe ich keine Bedenken, Modelle beider Masstäbe zusammen in einer Vitrine auflaufen zu lassen.

4. Mit der Übersicht wird's schwer - zu häufig werden Serien und einzelne Modelle auf den Markt gebracht, dann eingestampft und wieder aufgelegt.
Ich halte es mittlerweile so, dass ich die Modelle, die mich interessieren, gezielt suche - egal wo, meist aber im Netz.
Vom "alles aus einer Hand" würde ich abraten - warum auch? Gerade bei Händlern schadet es nicht, Sortimente und Preise zu vergleichen und sich dann das vermeintlich Beste beim Einzelnen rauszupicken.
Eine Markenbindung habe ich nicht - ich halte mich bevorzugt an die japanischen Hersteller, dazu Revell, AMT und Monogram. Was aber nicht heisst, dass ich andere prinzipiell ächte... Einzig von Kleinserienherstellern lasse ich die Finger, da hier das Preis/Leistungsverhältnis oftmals einfach nicht stimmt.

Viele Grüsse
Patrick

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Donnerstag, 20. September 2007, 14:00

RE: Autos in 1/24 und 1/25

Hallo Carsten :wink:

Zuerst einmal Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum. Deiner Ansicht, "früher waren die Autos schöner", kann ich nur zustimmen. Leider dürfen sich unsere heutigen Auto-Designer keine schönen Formen mehr einfallen lassen.

Nun zu Deinen Fragen:

Was Patrick schreibt ist richtig. Von mir nur noch einige zusätzliche Bemerkungen.

1. Bei den Schwierigkeitsgraden von 1 bis 5 bei Revell handelt es sich um die Anzahl der Bauteile. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ein Bausatz mit 150 Einzelteilen manchmal schwieriger sein kann, als einer mit 250 Teilen. Wenn man natürlich die Bauzeit aufgrund der unterschiedlichen Bauteile auch als Schwierigkeit ansieht, dann ist das meiner Meinung nach am Thema vorbeigedacht.

Nehmen wir z.B. einen Heller-Autobausatz ( die User mögen mir das Ausschreiben des Names Heller verzeihen - es geschieht nur zu Lehrzwecken ), der ist grundsätzlich schwierig, weil nichts zusammenpasst. Da ist dann modellbauerisches Können gefragt und natürlich viel Zeit und Geduld. Die Detaillierung der Teile ist überwiegend klasse, nur sind die Teile meistens leicht verzogen. Ähnlich ist es bei den AMT-Bausätzen. Die Formen sind uralt und dementsprechend sehen dann die Gussäste aus. Entgraten, Spachteln und Schleifen ist Tagesordnung. Unter uns - einfach zusammenkleben kann ja jeder.

Ausschlaggebend ist meiner Meinung nach das handwerkliche Können der einzelnen Modellbauer. Nicht jeder handhabt die Pinzette gleichgut wie ein Anderer. Es gibt halt nun mal Grobmotoriker und Feinmotoriker - wichtig ist, es macht Spass - und warum soll es nicht auch unter den Modellbauern Masochisten geben. :lol:

2. Unter www.fotki.de findest Du auch Baupläne von AMT-Bausätzen. Ansonsten ist doch bei den Bausatzvorstellungen eigentlich immer eine ausreichende Beschreibung nebst Bildern von den Gußästen. Und wenn das nicht reicht, dann frag bei dem Verfasser nach - denn auch hier geht alles nach dem Verursacher-Prinzip :abhau:.

3. Ich denke, Deine Frage war eigentlich, warum stelllt der eine Hersteller in 1:24 und der andere in 1:25 her.
Die amerikanischen Bausätze ( AMT, Ertl, MPC, Lindberg, Hubley usw. ) sind überwiegend in 1:25. Die restlichen Hersteller ( Revell, teilweise Monogram, Fujimi, Tamiya usw. ) produzieren in 1:24.
Die 1:22,5, 1:20, 1:16, 1:12 und 1:8 Bausätze lassen wir mal ausser Acht, die kommen von fast allen Herstellern - jedoch ist die Auswahl auf eine geringe Anzahl von Originalen beschränkt.
Nun zum Größenunterschied:
Ein Originalauto von 4 m Länge ergibt ein Modell in 1:24 von 16,7 cm.
Ein Originalauto von 4 m Länge ergibt ein Modell in 1:25 von 16 cm.
Wer die Originallänge der Fahrzeuge, oder den Maßstab nicht kennt, dem fallen die 0,7 cm nicht auf. Und da nicht alle Fahrzeuge gleichlang sind, fällt es noch weniger auf.
Die Modelle meine Classic Oldtimer aus den 30-er Jahren sind im Schnitt zwischen 21 und 23 cm lang - und der Ford Oldtimer aus der gleichen Zeitepoche bringt es auf 16 oder 17 cm. Also 1:24 und 1:25 passen eigentlich immer nebeneinander.

4. Eine Übersicht, was am Markt ist, bekommst Du nur, wenn du mindestens ein Jahr lang alle Angebote in ebay systematisch katalogisierst. Sehr viele Bausätze sind überhaupt nicht mehr im offiziellen Handel bei einem Händler zu bekommen ( er hat meisstens nur die aktuellen Neuheiten ). 3/4 meiner Auto-Bausätze sind von ebay, weil es heutzutage kaum Wiederauflagen von ihnen gibt. Bei den Cadillacs und Duesenbergs von Monogram gibt es keine Wiederauflagen - da ist man froh, wenn bei ebay mal ein Dachboden- oder Kellerfund auftaucht, oder ein Sammler bietet sie wegen Hobbyaufgabe an. Oftmals sind sie auch angefangen, bis man gemerkt hat - holla, die sind ja kompliziert, das kostet ja Zeit - nix mit 10 Teile zusammenkloppen, Farbe draufklatschen und fertig.
Auf manchen Bausatz habe ich bei ebay 2-3 Jahre lang gewartet, bis er erschwinglich war, denn die reinen Bausatzsammler haben in der Zwischenzeit die Preise total unrealistisch gemacht. Jeder ist halt auf seine Art und Weise bekloppt :D.

Ich hoffe, Du hast jetzt genügen Hintergrundmaterial, um Deine eigene Linie zu finden. Falls Du noch Fragen hast, melde Dich.

Gerd :wink:
:verrückt: Gefährlich ist`s den Leu zu wecken, vergänglich ist des Tiger`s Zahn.
Doch der schrecklichste aller Schrecken ist der Modellbauer in seinem Wahn
:verrückt:
Im Bau: Immer noch Mehrere :nixweis:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »glueman« (20. September 2007, 14:05)


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Samstag, 1. Dezember 2007, 01:17

Jau, jau , nach drei Monaten bin ich wieder da.....erstmal Dank für eure netten Antworten. Hat etwas gebraucht; Umzug, Basteltisch einrichten, Werkzeug besorgen....aber nun liegt er vor mir:

Ein Ford Thunderbird Convertible von 1956; ein Kit von AMT; "Fabolous Fifties"-Serie; nach dem Karton zu urteilen, eine aktuelle Neuauflage. Made in China.

Jetzt gehts' los mit der Recherche; dem Bauplan liegen null Bemalungshinweise bei. Also keine Farben für den Motor, den Motorraum, dem Innenraum....nüscht!

Im Forum gibt es den Baubericht des AMT 58'er Thunderbird; daran kann ich mich gut orientieren. Silber, Gun Metal, Anthrazit und Schwarz habe ich auf jeden Fall schon mal gekauft...

Hier weitere Fragen:

Farbe des Unterbodens?
der Auspuffanlage?


Ihr merkt, ohne jegliche Farbangaben ist das garnicht so einfach....

Für eure Tipps schon mal dankeschön!
...früher waren die Autos schöner...

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Sonntag, 2. Dezember 2007, 17:09

....Ich antworte mir mal selbst; ich habe einfach mal angefangen. Alle Motorteile per Pinsel mit Humbrol Acryl Gun Metal; Unterboden und Innenteile auch per Pinsel mit Glasurit Acryl aus dem Baumarkt... das macht schon mal Spass...

die Karosserie mit Grundierung und einem blassen Gelb wie auf dem Karton kommt als nachstes; mit Sprühdosen....wolln' ma schau'n....
...früher waren die Autos schöner...

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Sonntag, 2. Dezember 2007, 17:14

....Ich antworte mir mal selbst; ich habe einfach mal angefangen. Alle Motorteile per Pinsel mit Humbrol Acryl Gun Metal; Unterboden und Innenteile auch per Pinsel mit Glasurit Acryl aus dem Baumarkt... das macht schon mal Spass...

die Karosserie mit Grundierung und einem blassen Gelb wie auf dem Karton kommt als nachstes; mit Sprühdosen....wolln' ma schaun'...
...früher waren die Autos schöner...

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Mittwoch, 5. Dezember 2007, 01:23

Und weiter mit meinen ersten Schritten: Der Unterbau ist tatsächlich fertig; die Bauanleitung ist eine echte Nummer: bis man herausgefunden hat, wie z. B. der Auspuff zwischen Boden und dem darüberliegenden Rahmen verbaut wird...Gottogottogott! Und die Enden der Auspuffanlage an den Motor bringen...fummelig, das!

Aber ich will nicht meckern; das Ganze macht ja Spass. Jetzt geht es an den Teil, den man hinterher auch sieht....die Inneneinrichtung.

Leider habe ich keine Digital-Kamera; für Verbesserungsvorschläge eurerseits wäre das schon hilfreich....
...früher waren die Autos schöner...

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Mittwoch, 5. Dezember 2007, 02:05

Hallo Carsten :wink:

Na also, wer sagt`s denn. Einfach mal anfangen - genau die richtige Einstellung.

Mach Dich nicht verrückt wegen der Farbangaben in den Bauplänen. Es ist nur ein Vorschlag.

Schau Dir Bilder von den echten Fahrzeuge an, das hilft dann weiter.

Und wenn Du gar nicht mehr weiterkommst, nicht ins Knie beissen. Über die Persönliche Nachricht hier im Forum kannst Du jeden von uns erreichen. Wir lügen Dir dann schon die Taschen voll. :abhau: :abhau:

Gerd :wink:
:verrückt: Gefährlich ist`s den Leu zu wecken, vergänglich ist des Tiger`s Zahn.
Doch der schrecklichste aller Schrecken ist der Modellbauer in seinem Wahn
:verrückt:
Im Bau: Immer noch Mehrere :nixweis:

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Donnerstag, 6. Dezember 2007, 23:32

....auf jeden Fall ist das eine doch sehr fummelige Angelegenheit. Ich kann die Sammler von Fertigmodellen gut verstehen (ich bin ja auch einer...)

Ich glaube, bis so ein Bausatz fertig gebaut richtig gut aussieht, muss man richtig investieren; vor allem an Geduld....100 Bausätze bis zum ersten richtig gelungenen Modell...

Im Augenblick bin ich etwas abgegessen; von den ganzen Motordetails sieht man gar nichts mehr....und das Amaturenbrett ist auch ein richtiger Themenbereich....

Aber das Ding ist fertig....jetzt gehts' an die Bemalung der Karosserie....schauder! Hoffentlich geht alles gut! Bei all dem Gefrickele bis jetzt....

Schön, das ab und an mal jemand antwortret...
...früher waren die Autos schöner...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mr. USA« (6. Dezember 2007, 23:36)


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Freitag, 7. Dezember 2007, 13:23

wenn du farbdetails zu den motoren suchst, dann bist du bei den verschiedenen suchmaschinen im www immer richtig. dort gibts ja auch bilder. einfach das gesuchte fahrzeug eingeben und dann die passenden bilder anschauen.
weil jeder US- fahrzeughersteller hat seine eigene motorenfarbe. die wechseln über die jahre, aber für jedes baujahr gibt es nur eine begrenzte farbmöglichkeit.

ich greife auf das thema 1/24 vs. 1/25 nochmal auf.
wenn du nicht gerade das selbe fahrzeug in den beiden maßstäben nebeneinander stellst, kommen beide maßstäbe miteinander klar.
es gibt den dodge monaco in 1/24 von Yodel und in 1/25 von AMT.
nebeneinander sieht man sofort den größenunterschied.

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