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Donnerstag, 4. Dezember 2025, 13:11

Anfängerfehler- bitte beurteilt meine ersten Gehversuche...

Hallo zusammen,


ich habe meine ersten Schritte mit der Airbrush hinter mir. Allerdings bin ich nicht ganz zufrieden. Da es viele Variablen gibt, bitte ich um eure Rückmeldung:


Das Bild mit dem weißen Rahmen zeigt den Primer:
Er ist fleckig:
Ich habe versehentlich mit Wasser statt mit Verdünner gearbeitet. Das wird wahrscheinlich dazu beigetragen haben. Aber war die Farbe zu dünn? Kann man das aus dem Farbmuster schließen?


Das Bild mit dem blauen Rahmen zeigt den Farbauftrag in Dunkelgrau.
Ich finde ihn "dick". Hätte ich mehr verdünnen müssen und 2 mal arbeiten?
Die Pistole hat nach 4-5 Minuten Tröpfchen "geschossen". Das war am Anfang nicht der Fall. Wie kommt sowas? ich habe nichts verändert, während des Sprühens kamen die Tröpfchen aus der Pistole.
»MichaelHH123« hat folgende Dateien angehängt:

2

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 13:48

Mahlzeit!

Zuerst etwas ganz allgemeines: Deine Bilder werden nur als Link angezeigt. Das liegt daran, dass sie zu groß sind. 1000x1000 Pixel, 500kB ist eine gute, forumskompatible Größe. Ein Programm dafür findest du hier: jpg-compessor.

Zu deinem Problem: Der Primer sieht tatsächlich so aus, als ob sich Primer und Verdünner nicht vertragen hätten. Und die graue Farbe ist tatsächlich viel zu dick, die Details sind ja regelrecht abgesoffen. Also Farbe mehr verdünnen und nicht in einem Gang deckend sprühen sondern zwei- oder besser dreimal eine dünne Lage. Eine spuckende Pistole liegt meist an zu dicker Farbe und/oder zu niedrigem Luftdruck, manche Farben neigen aber auch wenn man alles richtig macht dazu, nach einiger Zeit die Düse zu verkleistern. Dann hilft nur, die Pistole kurz zu reinigen. Für viele Farben gibt es sogenannte Retarder, die die Aushärtung verzögern, oder sonstige flussverbessernde Mittelchen. Das kann helfen. Wichtig ist jedenfalls, dass Farbe und Verdünner zueinander passen. Bei neuen Kombinationen immer erst an Abfällen testen!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

3

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 14:49

Danke für die Rückmeldung.

Da ich den Verdünner vom selben Hersteller wie die Farben nutze, sollte das Problem gelöst sein.
Ich werde etwas stärker verdünnen, und dann auf 3 Farbschichten abzielen- bin gespannt auf das Ergebnis!

4

Donnerstag, 4. Dezember 2025, 17:34

Moin,

Jochen hat schon das wesentliche gesagt. Zwischen den dünnen Schichten muss auch nicht zwingend eine lange Warte- oder Trockenzeit sein. Bei Modellen in deiner Größe (ich vermute 1:72 oder so) würde ich langsam einmal um das Modell herum lackieren. 3 - 5 Minuten warten, dann die nächste Schicht. Wenn die Schichten dünn genug sind, trocknet das ratzfatz.

Thema Tröpfchen: Um ein Verkleistern der Düse zu verhindern, jage ich zwischendurch immer wieder Verdünner pur durch. Einfach direkt in den Halter (wenn er einen Tank darunter hat ;) ) oder sonst in einen Becher, einen Lappen, etc. Das hilft nicht bei allen Farben, aber bei vielen. Die, die zu arg verkleistern, nutze ich einfach nicht mehr.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

5

Freitag, 5. Dezember 2025, 00:57

Hallo Michael,
um den Problemen wirklich auf die Schliche zu kommen:
Welche Farben verwendest Du?
Welche Airbrush und welchen Kompressor?
Mit wieviel Druck sprühst Du?
Hat der Kompressor einen Wasserabcheider?
Ist die Düse wirklich fest auf der Airbrush und ist deren Dichtung Ok? Bei Undichtigkeit spuckt sie z.B. auch.

Gruß
Alex

P.S.: viele Farben bekommst Du problemlos mit Backofenreiniger entfernt: Spray in eine verschließbare Plastiktüte sprühen, Modell rein, nochmal was drauf sprühen und am nächsten Tag die angelöste Farbe mit einem Borstenpinsel oder Zahnbürste runter schrubben. Nach dem gründlichen trocknen kannst Du es mit der Lackierung nochmal probieren.

6

Freitag, 5. Dezember 2025, 09:36

Guten Morgen,

bei meinem Equipment werdet ihr die Hände überm Kopf zusammenschlagen- alles No Name.
Warum? Ich spiele 1/144 Tabeltop mit meinem Sohn, wollte das Grundieren und den ersten Anstrich erleichtern. Und dafür reichen die Sachen aus. Daher glaube ich, dass das "Finetuning" wichtig ist.

Farbe:
https://www.amazon.de/dp/B0FFG8K1FB?ref=…_fed_asin_title
Sie ist an sich gut- mit dem Pinsel kein Problem. Das Thema ums Verdünnen habe ich schon im Blick

Airbrush:
https://de.aliexpress.com/item/100500910…ayAdapt=glo2deu
Ich sprühe mit 28 PSI, das läuft gleichmäßig. Einen Wasserabschneider hat er m.M. nicht, ich glaube er hat gar nichts....

Zur Pistole kann ich aber nichts sagen. Sie ist einfach, aus Metall und die Dichtungen sitzen. Zum testen starte ich immer mit Wasser auf einem dunklen Papier- das läuft sauber und "fein".
Aber vllt. kann ich die Pistole durch ein solides Anfängergerät ersetzen.

7

Freitag, 5. Dezember 2025, 16:47

Jetzt bin ich überrascht.
Ich habe den Primer stark verdünnt.
Der Sprühnebel war gut.

Aber es bilden sich sofort diese Tropfen. Siehe Bilder.
Liegt vllt. doch an der Farbe?
Ich habe jetzt erstmal abgebrochen...
»MichaelHH123« hat folgende Datei angehängt:

8

Freitag, 5. Dezember 2025, 17:08

Moin,

[..] Zum testen starte ich immer mit Wasser [..]
Das könnte eine Ursache sein.

Wasser kommt bei mir nur zum Reinigen in die Gun. Wenn da noch Reste drin sind, auch minimale Reste die man nicht sieht: Wasser + Verdünner + Farbe/Primer = :S

Nimm ein paar wenige Tropfen vom Verdünner, das geht genauso zum Testen.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

9

Freitag, 5. Dezember 2025, 22:52

Mahlzeit!

Nichts gegen Billigairbrush, ich nutze bis heute nichts anderes. Ich male damit keine filigranen Bilder, sondern lackiere Flächen, selten mal einen Verlauf. Dafür ist mein 50€-Gerät völlig ausreichend. Es kommt eben darauf an, was man damit machen will, Stichwort "Bedarfsgerechtigkeit".

28PsI sind knapp 2bar, das reicht, daran liegt´s nicht.

Eine noch nicht in Betracht gezogene Möglichkeit ist auch chemische Unverträglichkeit zwischen Primer und Untergrund, entweder durch Produktionsrückstände oder durch das Material selbst. Versuchsweise das Modell mit Brennspiritus abwaschen, um Ersteres auszuschließen. Kein Spülmittel o.Ä. benutzen, das enthält oft Silikone, was die Sache verschlimmert. Wenn nichts davon hilft, anderen Primer testen. Oder Primer weglassen und direkt Farbe drauf, anschließend Klarlack. Bei so kleinen Flächen, die nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind, kann man das machen.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

10

Montag, 8. Dezember 2025, 08:30

Moin,
sowas ähnliches habe ich durch Zufall am Wochenende herausgefunden:

Wir haben einen Karton angesprüht, um den Farbstrahl zu testen. Das lief soweit problemlos, die Kartonflächen ließen sich gut besprühen.
Und dann habe ich über einen Aufkleber gesprüht: Dort bilden sich Tropfen, die Farbe sammelt sich genauso, wie auf den Modellen. Ich denke, es liegt dann ggf. doch an der Farbe.

ich werde noch einen Test machen und verschiedene Untergründe nebeneinander legen, diese dann direkt mit dem selben Strahl besprühen.

Es bleibt spannend...
»MichaelHH123« hat folgendes Bild angehängt:
  • 20251207_094024.jpg

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