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Sonntag, 16. Februar 2020, 20:51

Amerikanischer Lotsenschoner 1868; Planbau im Maßstab 1:50

Ahoi Modellbaugemeinde,

Im Juli 2015 hatte ich parallel zum Zeesboot mit dem Bau eines weiteren Modells begonnen.
In einem benachbarten Modellbauforum bot sich die Gelegenheit in ein Gruppenprojekt einzusteigen. Dieses Projekt, vom erfahrenen Modellbauer Robert Volk aufgelegt, zeigt den Bau des Modells und auch die Herstellung von Bauteilen in Holz und Metall Schritt für Schritt. Das von Herrn Volk selbst gebaute Modell ist im Technikmuseum zu Berlin ausgestellt.

Da ich hier keine Werbung machen möchte, vermittle ich, bei Interesse ebenfalls dort einzusteigen, gern den Weg dahin. Schreibt mir einfach eine PN.

Gebaut wird ein Zweimast - Gaffelschoner im Maßstab 1:50.
Natürlich war mir bewusst, dass ich meine verfügbare Zeit nun auf beide Modelle verteilen musste und es langsamer voran gehen würde. Gleichzeitig entsteht aber auch die Möglichkeit mal zu wechseln wenn es hier und da nicht werden will. Ich zeig Euch also hier mehr oder wenige im Zeitraffer den Bau bis zum aktuellen Stand.
Alles beginnt mit einem Plan. Diese Plan- und Bauunterlagen beschafft konnte es im Prinzip losgehen. Das tat es aber nur schleppend, da das Zeesboot die verfügbare Zeit mehr beanspruchte, denn es hat ja immer Prio1.

Die Helling

Es geht los mit dem Bau einer Helling.



 Eine multifunktionelle Helling hatte ich nicht. Das Zeesboot ruhte auf einem eigens dafür hergestellten Mallengerüst, welches nicht weiter verwendbar sein würde. Also musste ich eine neue bauen. Inspiriert von der im Projekt vorgestellten Helling baute ich zunächst folgende Basis:









Auf eine 25 mm Multiplexplatte (950 mm x 400 mm) wurden 12 mm Multiplexsegmente aufgeleimt. Multiplexplatten sind, so die Werft trocken ist, verzugsfrei und liegen in der Stärke satt auf. In die Zwischenräume wurde je eine Profilschiene verschraubt. Diese schließt bündig mit der Oberfläche ab. 









In diesen Schienen können diverse Stützwinkel montiert werden. Diese werden mit einer Maschinenschraube M5 und Flügelmutter mit der Schiene verbunden und ermöglicht den Einsatz in der Querachse an 4 Positionen und an beliebiger Stelle. 











Später werden U-Schienen aus Aluminium für einen Messgalgen hier ihren Halt finden.



Der Rumpf




Auf das Hellingbrett wurde die Auflage für den Rumpf mit dem Winkel für den achterlichen Fall (Schiff liegt achtern tiefer) montiert. Somit war der erste Schritt fertig. 







Mit den ausgedruckten Schablonen für die Bauspanten und das Mittelbrett aus 6 mm Birkensperrholz konnte das Spantgerüst aufgebaut werden. Für eine sehr gute Stabilisierung des Spantgerüstes insbesondere des Mittelbretts sorgen zwei Vierkantstäbe 10 mm x 10 mm, welche durch Aussparungen in den Bauspanten entlang der Kielwasserlinie (KWL) verbaut werden. Das Mittelbrett verzieht sich bis zum Schließen des Rumpfes nicht mehr.






An der engsten Stelle ist mir natürlich als erstes das Heckstück weggebrochen.

Die Ausschnitte für die Niedergänge, die Masten und die Ruderplicht habe ich im unteren Bereich schon vorab ausgesägt und nur oben einen kleinen Steg stehen gelassen. So konnte ich diese Teile nach dem Verleimen der Spanten mit dem Mittelbrett und den Verstärkungsleisten einfach herausbrechen und die Kanten versäubern.











Bis bald..... :ahoi:
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



Im Bau: Zeesboot 1:20 um 1920 und HMS VICTORY 1:78
Fertig: Galeone SAN FRANCISCO 16. Jh. 1:90

2

Montag, 17. Februar 2020, 07:37

Moin,

ich bin dabei. Die Universal-Helling ist .... Genial!

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


3

Montag, 17. Februar 2020, 10:33

Faszinierend. würde Spoocky wohl sagen. ;) Ich bin wohl nicht ganz up2date. Über Kopf wird scheinbar gar nicht mehr gebaut?
Andreas

aktuell im Trockendock: Rumpfbeplankung bei der Fregatte Berlin

4

Montag, 17. Februar 2020, 20:53

....... Ich bin wohl nicht ganz up2date. Über Kopf wird scheinbar gar nicht mehr gebaut?.......

Andreas, das Zeesboot wurde auf Kopf beplankt und das hier.... na schauen wir mal.....

Vorbereitung des Rumpfes zum Beplanken

Aus zahlreichen Baukästen bekannt ist ja die sogenannte „Erstbeplankung“ meist aus Lindenholzleisten bestehend. Diese ist allgemein nicht sehr belastbar.
Eine sehr gute Alternative dazu ist das Auffüllen aller Spantzwischenräume mit Sperrholzresten, durch die ein sehr stabiler Rumpfkörper und damit eine ideale Basis zur Beplankung entsteht.
Das Aufzeichnen sowie das Fixieren der Plankengänge ist somit ohne Probleme möglich.

Zum Auffüllen des Rumpfes legte ich die zugeschnittenen Pappelholzplättchen stufenförmig bis zur Deckskante aufeinander. Sie gehen, respektive der Aussparungen, bis zum Mittelbrett. Ich versprach mir davon etwas mehr Masse und Stabilität im Rumpf.
Wichtig dabei ist ein genügender Überstand für das anschließende Straken und Schleifen.







Für das Schleifen macht es sich dabei bezahlt, wenn man die Außenseiten der Bauspanten mit einem schwarzen Edding behandelt um zu vermeiden, dass zu viel Material weggenommen wird. So sollte ein schmaler Strich stehenbleiben.







Das ständige Überprüfen der Rundungen mit einer Strakleiste offenbarte Unstimmigkeiten, welche dann mit etwas Spachtelmasse überarbeitet werden konnten.









Gut zu erkennen auch die Balkenbucht (Krümmung des Decks), welche durch die Bauspanten vorgegeben wird.

Es folgte die Anpassung des Spiegels. Der Strak am Spant Nr. 5 hat am Übergang zum Spiegel einen sanften „Knick“. Nicht viel, aber doch ist er da. Mit einer Pappschablone ging es dann Schritt für Schritt.

Anzeichnen - Schleifen - Prüfen ............









Die Öffnung für das Ruder noch eingebracht…und die Basis zum Beplanken war soweit fertig.

Bis bald :ahoi:
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



Im Bau: Zeesboot 1:20 um 1920 und HMS VICTORY 1:78
Fertig: Galeone SAN FRANCISCO 16. Jh. 1:90

5

Dienstag, 18. Februar 2020, 15:55

WOW :love:
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


6

Dienstag, 18. Februar 2020, 16:04

Wow ... ernst jetzt ? Seit geschlagenen 5 Jahren enthältst Du uns das vor ! ! ! ! ! !
Gute Idee mit der Multihelling ... Kommt richtig gut.

Welcher Lotsenschooner ist denn das Vorbild ?
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

7

Dienstag, 18. Februar 2020, 22:45

..........Welcher Lotsenschooner ist denn das Vorbild ?..........

Es ist der Lotsenschoner "Phantom" welcher im New Yorker Hafen seinen Dienst tat.

Der Kiel



Der Kiel des Schoners besteht aus drei Teilen. Die Verbindung dieser untereinander erfolgte mit Z-Laschungen.
Die Laschungen wurden grob mit der Fräse und anschließend mit feinsten Schlüsselfeilen angearbeitet und schließlich auf einer Glasscheibe liegend verklebt. 







Durch eine 3x1mm Leiste, welche innen auf den Kiel geklebt wurde, entsteht dann die „falsche Sponung“ mit der man sich das aufwendige Ausarbeiten ersparen kann.
Dies um so mehr, wenn der Rumpf gekupfert werden soll.





Die kleinen lustigen Klammern hatte ich zufällig am Grabbeltisch entdeckt. Die sind eigentlich zum Fixieren von Pflanze gedacht, eignen sich aber sehr gut auch im Schiffsmodellbau.
Besonders bei engen Radien sind die Kleinen super.









Das schaut doch schon gut aus. Ganz fertig ist er noch nicht, der Hecksteven braucht noch etwas Fürsorge.
Der Kiel wurde dann am Rumpf mit Zahnstochern verstiftet.







Im nächsten Schritt waren die sichtbaren Schanzkleidstützen zu fertigen.
Die „Stummelchen“ der Bauspanten waren mir da nur anfänglich bedingt hilfreich, da zwischenzeitlich auch einige abgebrochen waren.
Es genügte aber um mit einer Leiste die Führung aufzunehmen. Letztlich habe ich sie kurzerhand alle entfernt und mich langsam herangetastet.
Erst zwei dann vier usw. bis dann alle dran waren. Die Ausklinkenden wurden mit dem Skalpell erstellt. Wichtig hierbei die lotrechte Ausrichtung zur Helling/KWL.










Es folgte Als nächstes das achtere Schanzkleid und die Ruderplicht.
Der Rundbogen des Schanzkleides am Heck wurde aus aufeinander verklebten Hölzern erstellt und dannn mit dem Rund- oder Tonnenschleifer in Form gebracht.



Die Ruderplicht, ein hölzerner Rahmen um den Ruderstand herum, habe ich aus 3 Lagen Birnenholzfurnier 0,3mm laminiert.
Zunächst wurde das Inn der Plicht auf ein 12 mm starkes Stück Multiplex übertragen und mit der Dekupiersäge ausgesägt. Dabei entstand mit dem Restmaterial eine 3-teilige Form





Das in Streifen geschnittene Furnier wurde mit Weißleim benetzt und in der Form zu einem Rahmen mit einer Öffnung für den Niedergang gepresst.





Nun konnte mit dem Bau der Decks begonnen werden.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



Im Bau: Zeesboot 1:20 um 1920 und HMS VICTORY 1:78
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9

Dienstag, 18. Februar 2020, 22:57

Megatoll! Klasse Handwerk!
Let go your shank painter, let go your cat stopper!
Haul up your clewgarnets, let tacks and sheets fly!

10

Mittwoch, 19. Februar 2020, 09:41

Die Formverleimung von Bauteilen ist ja quasi Originalbau in Reinkultur ;) Man sieht aber immer wieder schön, dass der Bau eines Details nur dann möglich ist, wenn erst das entsprechende Werkzeug gefertigt wurde. Was wiederum mehr Zeit in Anspruch nehmen kann und dann wird es vielleicht sogar nur einmal benutzt.

:ok:
Andreas

aktuell im Trockendock: Rumpfbeplankung bei der Fregatte Berlin

11

Mittwoch, 19. Februar 2020, 10:02

Toll erklärt - die falsche Sponung :ok:
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

12

Mittwoch, 19. Februar 2020, 13:31

ModellbauKUNST!
Einfach nur schön :love:
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


13

Donnerstag, 20. Februar 2020, 19:02

Ahoi zusammen und weiter geht's......

Vorschiff- und Achterdeck

Die Decksflächen des Rumpfes waren gut vorbereitet für das direkte Beplanken, dennoch hatte ich mich entschieden das separat ausserhalb des Schiffes zu machen. Es lässt sich einfach besser an Details arbeiten.
So wurden zuerst Schablonen aus Papier gefertigt. Dann aufs Holz (1mm) übertragen und ausgeschnitten.
Von aussen nach innen wurden zuerst die Konturen der Schanzkleidstützen für den Wassergang, welche auch die Aufwendigsten waren, abgenommen. Danach folgten die Leibhölzer, welche aus mehreren Teilen zusammengefügt wurden.
Schließlich dann die Decksbeplankung.








Für Wassergang und Leibhölzer habe ich mich für dunkle Birne/Elsbeere entschieden um einen schönen Kontrast zu erhalten. Die Beplankung besteht aus Ahorn. Die Fischung wurde mit dem Skalpell ausgearbeitet.
Die Darstellung der Kalfaterung habe ich mit einem schon etwas trockenen Edding gemacht. Das Holz saugt dann nicht so.









Dem Decksbeam - der Übergang vom Vor- zum Achterdeck - gönnte ich ein kleines Profil mit einem selbst hergestellten Zieheisen.











Noch den kleinen Absatz für die Achterdecksplanken mit der Fräse und dann entsprechend der Deckskontur gebogen und eingeklebt.





Nach dem Vorschiffdeck war nun das Achterdeck herzustellen. Um die Plankenverjüngung von 4 mm am Decksbeam auf 2 mm am achteren Schanzkleid in einer einigermaßen stimmigen Symetrie herzustellen begann ich außen, also an den Auflangern. Immer eine steuerbord und eine Backbord arbeitete ich mich bis zur Schiffsmitte vor. Dort liegt die größte Plankenbreite und ein Ausgleich eventueller Abweichungen kann da optisch am einfacher erfolgen.

Den Achterplichtrahmen hatte ich vorab auf der Decksschablone mit einem Klebestift fixiert. Anschließend wurde das Leibholz, wieder mit dunkler Elsbeere angepasst, wobei etwas mehr Material für die Fischung belassen wurde.
Als alles ringsherum fertig war wurde der Leibholzrahmen abschließend verklebt. Die Herstellung der Fischung erfolgte dann Planke für Planke wieder mit dem Skalpell.


Parallel wurden auch die Aufdoppelungen (Decksverstärkungen) und die Leibhölzer der Anker- und Mastbetingen sowie anderer Decksöffnungen auf beiden Deck`s gebaut. 








Zuerst wurden die Leibhölzer auf dem Deck angezeichnet und ausgeschnitten. Die Form dann auf Papier übertragen und die kleinen Leibhölzer für die Poller (etwas breiter als Soll) angepasst. 









Letztlich wurden die Teile dann in die Ausschnitte eingepasst. 





Für die Kalfaterung der kleinen Teile nahm ich, wie bei den Decksplanken auch, einen schwarzen Edding. Nachdem alle Teile eingeklebt wurden, wurde das Deck schön plan geschrubbt.















Jetzt kommt noch das Dübeln und etwas Finetuning.

Bis bald :ahoi:
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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14

Donnerstag, 20. Februar 2020, 20:47

ein feine, saubere Holzarbeit. Birne ist ein tolles Material. Wenn ich Ahorn genommen habe, störte mich manchmal diese "gekachelte" Maserung.

Eine Frage. Immer wieder sieht man diese Variante der Kalfaterung mittels Farbe, in verschiedenen Varianten, auch Monfeld schlägt es vor. Nur aus interesse, warum eigentlich (schon) bei 1:50 so filigran mit derart feinen Linien?
Andreas

aktuell im Trockendock: Rumpfbeplankung bei der Fregatte Berlin

15

Freitag, 21. Februar 2020, 14:12

Servus!

Ich bin jetzt erst auf den Baubericht gestoßen, was soll ich sagen, einfach wunderschön und erstklassige Handwerkskunst!

Hofi

16

Freitag, 21. Februar 2020, 20:48

Danke @hofi

@Andreas

.......Nur aus interesse, warum eigentlich (schon) bei 1:50 so filigran mit derart feinen Linien?.....

Nun, bei 1:50 wäre die Kalfaterung bei 0,2 mm wenn man 10 mm real annimmt. Sicher kann man das mit Karton o.ä. hinbekommen, hab ich auch ausprobiert.
Nach meinem Empfinden ist die farblich gestaltete Plankenkante aber schon sehr deutlich; mehr würde zu sehr auftragen.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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17

Sonntag, 23. Februar 2020, 19:35

Hallo zusammen,

es geht weiter mit dem Dübeln und Montieren der Deck`s.

Ob man die Holzdübel in den Decksplanken darstellen sollte wird immer wieder diskutiert. Dazu ist zu sagen, dass diese Holzpfropfen auf unseren großen Vorbildern auch sehr unterschiedlich zu sehen sind. Von daher gibt es keine Vorgabe und jeder Modellbauer soll das für sein Schiff selbst entscheiden. Wenn man das macht, wäre aber auf Größe und Dominanz zu achten.

Ich habe hier am Schoner mal die Wachsmethode versucht. Ich hab einfaches Möbelreparaturwachs hergenommen und dieses in die vorgebohrten Löcher kalt mit einem kleinen Spatel eingedrückt.
Es geht natürlich auch, wenn man das Wachs erwärmt. Vom Farbton her würde ich eher dazu raten es dezent zu halten.
Das Wachs links vom Spatel ist zwar realistischer, aber dann am Modell kaum zu sehen.
Das Wachs rechts gefiel mir besser, ist einen Tick dunkler und aus ca. 0,5 m noch zu sehen.



Bei den dunkleren Leibhölzern und dem Wassergang nahm ich dunklere Farben. Erst beim Ranzoomen wird der Kontrast deutlicher, mit etwas Abstand ist es recht harmonisch.





Zum Vorbohren kann man sich eine Bohrschablone machen oder eben anzeichnen.



Das Vordeck hat ca. 2 Stunden in Anspruch genommen; und so bin ich vorgegangen…….





....das Wachs eindrücken und den Rest abtragen





....mit Stahlwolle 0000 polieren und abpinseln und fertig

und das ganze Deck



Zur Abwicklung des Rumpfes mussten die Decks fest verbaut werden









Im Gesamteindruck ist die Dübelung sehr dezent, aber sie ist da....

Bis bald :ahoi:
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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18

Sonntag, 23. Februar 2020, 19:58

jetzt ist auch gut die Wirkung der Kalfaterung zu erkennen, gefällt mir sonst sehr, was du da zeigst. :ok:
Andreas

aktuell im Trockendock: Rumpfbeplankung bei der Fregatte Berlin

19

Sonntag, 23. Februar 2020, 20:02

Hallo,

also das Deck sieht ja Hammer aus! Hast Du die ganzen Löcher händisch da reingebohrt? Ich frage darum da die alle so perfekt platziert sind, kein einziges mal aus der Reihe - Wahnsinn!
:respekt:

Jan

20

Sonntag, 23. Februar 2020, 20:51

Hallo Jan @spaceduck

ja, alle Bohrungen snd mit dem Handbohrer gemacht.
Vorab angezeichnet und dann mit dem Bohrer an einer Führung (Leiste, Lineal etc.) mit 2-3 Drehungen an- und dann durchgebohrt. Das macht sich ausserhalb vom Modell wesentlich besser.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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21

Montag, 24. Februar 2020, 07:28

:love: :love: :love:
Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


22

Montag, 24. Februar 2020, 11:00

Servus!

Einfach wunderschön!

Hofi

23

Freitag, 28. Februar 2020, 18:32

Das sieht so bestürzend professionell aus wie man es von dir nicht anders erwartet hätte!
Da ich selbst demnächst womöglich ein ähnliches Projekt vor der Brust habe, habe ich ein paar Fragen. Gleich die erste lautet: welche Materialstärke hast du bei dem Pappelsperrholz zum Auffüllen der Spanten benutzt, und kannst du die empfehlen?
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

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Freitag, 28. Februar 2020, 20:12

Ahoi Schmidt,

ich habe den Rumpf mit 6 mm Pappelsperrholz gefüllt. Bei kleineren Modellen wird dünneres Material besser sein.
Wichtig ist, dass es sich gut schleifen lässt. Bei Buchensperrholz wird das zur Tortur. Birke und Pappel sind gut zu bearbeiten.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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Freitag, 28. Februar 2020, 20:59

Weiter ging es mit der Rumpfbeplankung

Ich ging von einer realen Plankenlänge am Rumpf von 4 - 6 m aus. Die Kielplanke, mit der ich begann, hat ca. 21 reale Meter von Steven zu Steven und war sicher nicht aus einem Stück.
Daher hab ich sie aus zwei Teilen gebaut. Sie ließ sich dadurch auch besser an den Steven einpassen.




Wie ihr seht, ging es hier nach einer Pause von fast zwei Jahren weiter.

Da ich mir mit Beginn der Beplankung nicht sicher war, ob ich die Beplattung des Rumpfes mit Kupfer machen werde, habe ich ihn möglichst ansehnlich mit Holz belegt.
Die Kielplanke wurde nun auf beiden Seiten, mittschiff`s 4 mm und an den Steven 8 - 11 mm breit, eingesetzt.







Zur Abwicklung der Beplankung wurden die Plankenmarkierungen in Form von Papierstreifen mit den gemittelten Plankenbreiten angebracht.
Mit diesen Markierungen gelingt es ein gleichmäßiges Plankenbild, insbesondere beim Einlaufen an den Steven zu erreichen.



So ging es dann nach der Kielplanke wechselseitig auf beiden Seiten weiter.
Mit dem ständigen Konturenwechsel auf dem Rumpf war es manchmal schon spannend die richtige Kurve zu kriegen.
Durch Butten und verlorene Gänge, welche sich wunderbar aufzeichnen lassen, schafft man es am Ende aber doch ganz gut.













Nachdem die Beplankung an beiden Seiten den Achtersteven erreicht hatten wurde der Spiegel beplankt und grob geformt, so dass die Rumpfplanken darüber gelegt werden konnten.
Dann ging es weiter bis zur Deckslinie. Die überstehenden Enden am Spiegel und der Rumpf wurden überschliffen.













Nun ging es an die zweite Hälfte und die Beplankung wurde bis zur Deckslinie geschlossen.



Bis bald :ahoi:
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Gruß Matthias



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Freitag, 28. Februar 2020, 21:18

Eine Augenweide! Mit welchem Material, Holz und Maße, beplankt du?
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

27

Freitag, 28. Februar 2020, 21:43

Das Rohmaterial für die Planken sind vorkonfektionierte Leisten aus Birne/Elsbeere in der Breite von 4 mm und einer Stärke von 1 mm. Nach dem Schleifen sind es noch 0,6 mm ; also 3 cm am Original - kommt in etwa hin :D
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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28

Freitag, 28. Februar 2020, 22:11

Sauberes Handwerk. Schön das du so ausführlich berichtet hast, sehr gut nachvollziehbar. Auch das mit den Papierstreifen nehm ich in meine Todoliste auf, denn die Tage geht's bei mir auch los.
Andreas

aktuell im Trockendock: Rumpfbeplankung bei der Fregatte Berlin

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Sonntag, 1. März 2020, 20:02

.......Für die weiteren Arbeiten am Modell wurde eine neue Helling hergerichtet, welche die Planken durch aufgeklebten Filz schützt. Diese trägt das Schiff so, wie es auch im Wasser liegt, also achtern tiefer.
Die Helling wurde dann wieder auf dem Kugelkopf montiert. Dieses Tool gewährleistet eine absolut feste Position und ermöglicht neben der vollen Kreisdrehung einen Schwenkbereich der Z-Achse von 180 Grad sowie eine Höhenverstellung von knapp 300 mm.





Im nächsten Schritt wurde das Schanzkleid auf beiden Seiten ebenfalls mit Leisten der Stärke 1 x 4 mm erstellt. Das Schanzkleid erhielt dann auch die Speigatt`s auf beiden Deck`s.







Die äußere Abschlussleiste an der Deckslinie, eine Art Barkholz, läuft direkt formvollendend und schlüssig in den Heckkranz ein.
Dann ging es an die Reling. Mit vorab erstellten Schablonen aus Karton wurde alles auf das Holz übertragen. Das Schablonieren war vom Allerfeinsten……









…..aber am Ende passte es dann ganz gut. Hier erstmal nur gesteckt.



Bis bald :ahoi:
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Gruß Matthias



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30

Sonntag, 1. März 2020, 20:20

Tolle Bilder!
Die Stecknadeln erscheinen riesig!
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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