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1

Dienstag, 24. September 2019, 22:14

SS..FRANCE.. Elegance trifft Performance.. im Maßstab 1:200

Hallo und guten Abend liebe Modellbauer und Mitleser,

heute Abend möchte ich euch mein neues Projekt vorstellen. Den Bau der SS FRANCE im Maßstab 1:200. Die Schiffskonstruktion, so die Spanten, der Bug, das Heck sowie das Ruder sind im Original 1:200 nicht mehr vorhanden. Somit werden diese aus den, mir vorliegenden Plänen, nachgebaut. Alles für die Aufbauten ist da und in einem guten Zustand. Die France wird ein RC fähiges Standmodell werden. Ausgerüstet mit Soundmodulen, Dampferzeugern für die Schornsteine, einige bewegliche Rettungsboote sowie Ankerketten die beweglich sind. Und noch einiges mehr.

Ich hoffe sehr auf eure Mithilfe bei diesem Riesenprojekt mit immerhin 1.60m länge.

Für diese Größenordnung habe ich mir Platz bei meinem Sohn in seiner Werkstatt erlungert, weil meine Kapazitäten zuhause nicht ausreichen.
Allein schon die Nachkonstruktion der Spanten des Buges und des Hecks werden, durch ihr sehr schnittiges Design, eine echte Herausforderung werden.
Aber das soll micht nicht davon abhalten eine Grand Lady zu bauen, mit der mich unglaubliche Erinnerungen verbinden.Aber davon später mehr.
Ich hoffe, ihr seid mit dem Bau einverstanden, begleitet mich und gebt mir nützliche Tips und Tricks.
Holger
Ich habe die France von 1980 bis 1999 begleitet und glaube einiges über das Schiff zu wissen.
Und die große , französische Dame, ist für mich immer die France geblieben.Auch wenn sie nachher anders hieß.


Das eleganteste Passagierschiff der Welt



Hier schon als Norway, aber auf der Werft blieb Sie die ganzen Jahre die "France"
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

2

Dienstag, 24. September 2019, 22:25

Da bin ich dabei.
Existiert das Modell schon, und Du restaurierst sozusagen und rüstest auf?
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

3

Dienstag, 24. September 2019, 23:56

Die fehlenden Parts

Hallo Ray,
danke für deine Teilnahme, freut mich sehr
Zu deiner Frage.:

Die SS FRANCE wurde von mir als Baukasten der Firma Steingraeber/ New Marquette erworben. Zu einem ordentlichen Preis. Ich glaube, diesen Bausatz gibt es so nicht mehr. Im Internet ist einer noch in den USA zu bekommen. aber teuer. Ansonsten habe ich nichts gefunden, außer der eine oder andere hat noch einen im Keller.Der könnte mir mal Kurz die Spanten ausleihen, um sie bei mir zu kopieren. Das würde für mich mindestens 100 bis 150 Arbeitsstunden an Zeit sparen. Denn in dem von mir erworbenen Baukasten fehlen nämlich exakt diese Teile. Also der Kiel, das komplette Spantengerüst, der Bug, das Heck, das Ruder. Ansonsten vollständig.




Also werde ich zunächst, wenn nichts anderes eintritt, aus dem Bauplan 1:200 heraus neue Spanten konstruieren.

Die Pläne sind nicht schlecht. Seht selbst.:






index.php?page=Attachment&attachmentID=408789



Viel mehr Sorgen machen mir der Bug und das Heck mit ihrem außergewöhnlichen Gesamtdesign.

Hier mal ein Bild meiner Zukunftsängste eines anderen Erbauers.






Nun ja , einige Probleme kommen sicher noch.

Probleme sind dazu da, sie zu lösen, oder. Das macht doch auch den Reiz im Modellbau aus.
Guts Nächtle
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

4

Mittwoch, 25. September 2019, 09:11

Mahlzeit!

Ein schönes Schiff mit Geschichte...
Geschichte scheint wohl auch der Bausatz zu haben, angefangen und aufgegeben. Aber mit diesen Plänen dürfte es wohl möglich sein, die fehlenden Teile exakt nachzubauen.
Ich wünsche dazu gutes Gelingen!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

5

Mittwoch, 25. September 2019, 15:17

Hallo Jochen und liebe Mitleser,
ich glaube auch das es eine bewegende Geschichte zu dem Bausatz gibt.Der ursprüngliche Versuch das Spantengerüst zu bauen scheint irgendwie mißlungen zu sein,
Wie auch immer, es ist wohl auf den Grund der Geschichte versunken.
Vielen Dank auch für deine Beteiligung.
Ich habe gerade überlegt, das ich in meinen Baubericht, der nach allen Vorbereitungen wohl am Samstag beginnen wird, eine Bauzeitanzeige mit einbauen werde. Bin mal gespannt, wie lange ich für diesen Bau insgesamt benötige. Eine Unfall-Frei anzeige wird erst dann mit eingebaut, wenn es den ersten Unfall auf meiner Werft gab.
Ein unglaublicher Vorteil dieses Forums ist, das einem geballte Kompetenz zur Seite steht. In meinem Fall ist es z.b Ray als Schiffbau Ing. der mir , wenn ich die Spanten dann verkorgst hab, hoffentlich mit Rat und Tat zur Seite steht.Und natürlich alle anderen auch?

Aber lange Rede, kurzer Sinn. Muß noch Holz und einige Dinge mehr besorgen, damit es am Samstag losgehen kann.
Hier noch einmal ein Bild einer fertigen France eines anderen Erbauers. Gibt schon einiges her. Ein tolles Design :ok:

Bis dann


Holger





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Beiträge: 198

Realname: Jan

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6

Mittwoch, 25. September 2019, 20:50

Das ist ja mal ein schöner Dampfer... Auch wenn ich eher auf Segelschiffe stehe werde ich deinen Baubericht mal verfolgen - vor allem bin ich auf den RC Einbau gespannt.

Jan

Beiträge: 154

Realname: Christian

Wohnort: Kevelaer

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7

Mittwoch, 25. September 2019, 21:40

Hallo Holger.

Werde mich hier auch mal zusetzen, wegen Interesse an RC und weil die France ein wirklich schönes Schiff ist. Als klassisch-eleganter Liner ein angenehmer Anblick als die heutigen unförmigen Kreuzfahrtkisten.

Grüße,
Christian

8

Mittwoch, 25. September 2019, 23:09

Hallo noch einmal,
hallo Christian, schön das du auch dabei bist. Verfolge, als stiller Beobachter, auch dein Projekt. Mega Aufgabe für die ich dir die Geduld bis zur Fertigstellung wünsche. Da heißt es ja alles, aber auch alles auf den Maßstab zu rechnen und herzustellen. Aber wenn es denn fertig ist , ein Unikat :ok:

Ich fang mal mit meinem, noch vor Baubeginn, ersten Problem an, auf die der eine oder andere bestimmt eine Antwort weiß.
Wie ihr schon gelesen habt fehlt an diesem Bausatz die komplette Rumpfkonstruktion, die ich nun erst einmal nachbauen will.
Ich habe das Französisch mal durch den Übersetzer laufen lassen.
Die Spanten sollen eine Stärke von 5mm haben, das Material ist CTP, laut Übersetzer Pappelsperrholz.

19 Spanten sind zu bauen.
Alle müssen einen Mindestabstand zueinander von 67 mm haben, so das ich verfügbare 6mm Pappelhölzer nicht verwenden kann, um den den Abstand zwischen den Spanten nicht zu verfälschen.

Im übrigen auch noch schön teuer. Hier mal ein Zeichnungsausschnitt.




Ich habe mich daher umgesehen, und im Internet 5mm Birkensperrholz, dreilag gefunden.
Nun wäre meine Frage hierzu, bevor ich was bestelle.
Welche Unterschiede ergeben sich, vorausgesetzt es ist abgelagertes Holz, hinsichtlich eines möglichen verzugs der Spanten beim Verleimen, und ist es härter oder weicher als Pappel.?
Ich habe Pappel schon als sehr weiches Material in Erinnerung.
Oder sind die Unterschiede nicht so groß.
Vielleicht hat jemand eine Antwort. Möchte die France, gerade bei der zu beplankenden Länge von ca 1.60m nicht schon gleich verziehen.
Oder eine andere Idee?
Lieben Gruß
Holger
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Beiträge: 154

Realname: Christian

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9

Mittwoch, 25. September 2019, 23:34

Also ich habe jetzt nicht wirklich viel Erfahrung, ja bisher nur einen Rumpf gebaut. Aber ich sehe keinen Grund, warum du nicht das vorhandene 6mm Holz verwenden kannst. Wichtig ist doch die Summe aus Abstand und Spantendicke sowie die Position der Spanten, damit nachher die Länge und Form stimmt. Mit 6mm Spanten und 66mm Abstand hast du im Endeffekt das gleiche Ergebnis. Dickere Spanten bedeuten aber mehr Aufwand beim Straken.

Und fürs Beplanken musst du das Spantengerüst eh auf einer Helling fixieren, sonst verziehen sich ggf. auch 6, 8 oder 10mm Sperrholz.

Ich glaube Birke ist schwerer und somit stabiler als Pappel, dürfte aber bei der Dicke egal sein.

10

Mittwoch, 25. September 2019, 23:38

Moin Holger

wunderschönes Schiff. Tolles Projekt .Da setz ich mich auch dazu. Viel Spaß :thumbsup:

Heiko

11

Donnerstag, 26. September 2019, 09:51

Moin Heiko, Christian und allen Mitlesern,
Dein Diorama Heiko" Gelegenheit macht Diebe" ist schon bald Serienreif. So ähnlich dann wie die alten Folgen von Sherlock Holmes aus den vierzigern. Toll anzusehen, und erst die Idee. :idee: Einfach klasse!!
Christian, vielleicht war es Müdigkeit das ich nicht selbst auf die Idee gekommen bin. :schlaf:

Heute morgen fällt mir das wie Schuppen von den Augen. Und klar, so wirds gemacht.
Im übrigen habe ich gerade noch einmal recherchiert.
Birkenholz entspricht dem gleichen Stamm der Pappel. Beide sind mit fast identischen Eigenschaften ausgestattet. Und warum hab ich nicht gestern nachgesehen? Keine Ahnung :cracy:




Aber ich habe noch ein ernstes Thema auf dem Herzen.

Abnahme der Spantenkonturen von der Vorlage/Plan und Übertrag auf die Sperrholzplatte.

Zunächst gehe ich mal davon aus, das der Plan insgesamt den Maßstab 1:200 darstellt. Alles andere wäre fatal. Bei einigen Modellbausätzen ist dem nämlich nicht so und es werden unterschiedliche
Maßstäbe dargestellt. Also, nachgemessen und für gut befunden. Alles 1:200.


Ich schick jetzt noch einmal die Pläne der Spantenkonstruktion als Grundlage mit.












Wie man erkennen kann treten die Außenrisse der Spanten im Verlauf unten/oben konkav zur mitte leicht zurück.Um diese beim Übertrag vom Plan auf Holz zu berücksichtigen habe ich folgendes vor.

Mehrere Papierkopien des Spantenplanes herstellen
Kopien des Spantenplans auf die Holzplatte auflegen und fixieren
Mit Rundkopfstecknadeln den betreffenden Spant am Außenriss in folge zu penetrieren um so den Originalverlauf zu folgen.
Entfernen der Papiervorlage
Nachzeichnen mit spitzen Bleistift
Vorsichtiges aussägen mit Dekupiersäge
Vergleich mit Spantenplan

Da auf dem Plan die Außenrißlinien sehr eng beieinander liegen, ist das für mich eine Lösung.
Oder habt ihr andere Ideen.

Mal eben Spanten nachbauen ist dann doch nicht ganz so einfach wie es scheint

Lieben Gruß
Holger
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12

Donnerstag, 26. September 2019, 10:52

Mahlzeit!

Mach doch einfach so viele Fotokopien/Ausdrucke des Spantenplanes, wie es Spanten gibt und schneide dir daraus für jeden Spant eine eigene Schablone. Ist einfacher..
Wenn du den Plan vor dem Ausschneiden entlang der Mittellinie faltest, musst du die Kontur nur einmal schneiden und hast exakte Symmetrie.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
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-Otto von Bismarck

13

Donnerstag, 26. September 2019, 11:18

Hallo Jochen,
jupp, die Idee gefällt mir um einiges besser als meine.Würde auch den Aussenriß um einiges sauberer anzeichnen können.
Klasse , Danke
Holger :ok:
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Donnerstag, 26. September 2019, 16:03

Servus Holger!

Wunderschönes Schiff, ich darf Dir über die Schulter schauen!

Hofi

15

Donnerstag, 26. September 2019, 20:34

So wie Jochen geschrieben hat, hätte ich es auch gemacht.
Die Spantabstände kannst Du der Seitenansicht oder dem Wasserlinienriss entnehmen.
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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Realname: Christian

Wohnort: Kevelaer

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16

Donnerstag, 26. September 2019, 22:06

Bei mir habe ich die Papierspanten mit einem Bastelskalpell und Stahllineal ausgeschnitten. Damit komme ich z.B. besonders bei längeren Geraden besser zurecht als mit der Schere. Dann habe ich die Vorlagen vollflächig auf das Holz geklebt und daran entlang mit der Säge ausgeschnitten. Das spart zumindest den Arbeitschritt des abzeichnens mit dem Bleistift ein. Vollflächige Verklebung deshalb, damit beim aussägen nichts verrutscht.

Nachteil ist, die Spantenvorlagen sind nicht wiederverwendbar und gehen auch nicht unbedingt rückstandsfrei vom Holz ab. Aber da die später ja eh nicht mehr zu sehen sind egal.

17

Freitag, 27. September 2019, 00:12

Hallo zu später Stunde, hallo Hofi,liebe Mitleser,
ich freue mich sehr das Du ein Interesse am Bau hast . Denn ich kann sicher jede Hilfe brauchen, die sich mir bietet.Und im gegensatz zu meiner Schebecke, bei der ich eine Menge , auch wirklich historische Fehler gemacht habe, kann ich hier bei 0% starten und 100% erreichen. Auch aus diesem Grund freue ich mich wirklich für jede Unterstützung. Danke für euer erscheinen :hey:

Hei Christian, Jochen,Ray und alle Mitleser,
so wirds gemacht
War vorhin im Copy Shop um das nochmalige Plottern der beiden Originalpläne der Gesamtansicht für Morgen zu verhandeln. Diese großen Pläne leiden jetzt schon durch mein dauerndes draufstarren. Also besser
noch mal Plottern.
Dabei werden dann zusätzlich von den Spantenplänen DIN A4 Abzüge hergestellt und auf 210g starken Kopierpapier gedruckt. Hat den Vorteil das es schon , fast wie Pappe, stark ist.
Ich denke mal das sich die Spantenriße exakter ausschneiden lassen, man kann besser auf dem Holz fixieren und besser anzeichnen.

So und für die Nacht gibt es noch ein paar Ansichten, in deren farblichen Verlauf mein Vorgänger schon eingezeichnet hat, was verbaut wurde und heute wohl in Alang auf dem Schrottplatz liegt und nicht mehr zu finden ist.







So, jetzt aber ab in die Heia, muß um 5.30 hoch.
Guts Nächtle,
wie man im Norden zu sagen pflegt.
Holger
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18

Freitag, 27. September 2019, 06:50

Moin Holger,

Ein tolles vorhaben, welches du da auf Kiel gelegt hast und noch dazu von einem der schönsten, sowie elegantesten Linern, die es je gab.
Viel helfen, werde ich dir zwar nicht können, aber zuschauen werde ich auf jeden Fall!


LG Bernd
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man Müde wird. :wink:

Was es sonst noch von mir gibt, findet ihr << Hier >>

19

Freitag, 27. September 2019, 09:01

Moin Holger

wenn man die Pläne sieht bekommt man nen Mörder :respekt: bei dem was du dir vorgenommen hast .

Heiko

20

Samstag, 28. September 2019, 10:48

Guten Morgen euch allen, hallo Bernd und Heiko,
jedes Modell für sich, egal wie es gebaut wurde, hat Respekt verdient. Ob im historischen Modellbau, bei den Dioramen, Figuren, Militär usw. Es wird immer einige geben, die über außergewöhnliche Fähigkeiten und handwerkliches Geschick verfügen. Denen schaue ich, ich denke wie alle anderen auch, gerne über die Schulter.
Und bisher habe ich nur davon profitiert. Ist so meine kleine Meinung.

Danke fürs dabeisein.
Und Heiko, du hast schon recht, die Nummer ist nicht ohne, aber nichts zu anderen Modellen, deren Bau ich hier verfolge.

Jetzt zu euren vorherigen Vorschlägen, die ich beherzigt habe, und die einen guten Eindruck machen.

Gestern habe ich zunächst mal die Vorlagen für den Spantenbau kopieren, und auf 210 g Papier bringen lassen. Danach schon einmal die Werkstatt meines Sohnes okkupiert und meinen Arbeitsplatz für die France vorbereitet. Bilder kommen dazu auch noch.

So, und dann habe nach euren Vorschlägen eine symmetrische Spantenvorlage für zunächst einmal den hinteren Teil des Schiffes hergestellt. Nur einmal zur Probe. Und mit dem knicken der Mittellinie ergibt sich eine absolute Symmetrie. Ein paar Bilder.





















So, muß ein paar Vorbereitungen treffen,zb. das Kielholz kaufen, dann gehts weiter
Bis später euch allen
Holger
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21

Samstag, 28. September 2019, 21:52

Bauzeit 2 Std Unfallfrei 2 Std

So,und guten Abend liebe Mitleser,
die Vorbereitungen zum Start des Baus der SS FRANCE sind nahezu abgeschlossen.
Warum diese Eile fragt sich der eine oder andere. Nun, in Bremen beginnen ab Mittwoch die Herbstferien. Und da ich mich noch nebenbei mit der Entwicklung von Jugendlichen bis zum Abitur beschäftige, habe ich dann auch Ferien. Und kann mich somit meinem Modellbau widmen.
Heute ist der Start zum Bau der" France" erfolgt
Die Werkstatt wurde eingerichtet, die ersten Linien gezogen, der Kiel schon mal angelegt,
Zunächst mal die Werkstatt, in der ich für das nächste Jahr Quartier bezogen habe. Bei der Größe des Projektes schon ein "Muß "an Verlässlichkeit.

Ein,zwei Bilder













Zunächst einmal wurde die Arbeitsfläche mit Zeichnungspapier ausgelegt und mit Heftzwecken befestigt, um die Kiellinie des Schiffes im rechten Winkel anzuzeichnen.Der Untergrund ist eine 25 mm OSB Platte, die absolut maßhaltig ist.

Im rechtwinkligen Abstand von 30 cm wurde die Kiellinie gezogen und probehalber die Kielschweine aufgelegt.









Und das wars schon für heute abend, aber das Rad dreht sich weiter.
Vielen Dank fürs vorbeischauen und bis Morgen
Holger
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22

Sonntag, 29. September 2019, 07:11

Moin Holger,

Für einen „nicht Schiffebauer“ sind das sehr interessante Ausführungen, deiner Arbeiten und wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, sieht das alles sehr durchdacht aus.


LG Bernd
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man Müde wird. :wink:

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23

Sonntag, 29. September 2019, 23:54

Hallo ,

Schickes Kreuzfahrtschiff und ambitioniertes Projekt. :ok: Der Baukasten wird Dir die Arbeit sicher um Einiges erleichtern wenn ich alleine an die vielen Fenster denke. Wenn Du nichts dagegen hast, schaue auch ich Dir beim Bau zu.

24

Mittwoch, 2. Oktober 2019, 21:35

Hallo, liebe Mitleser , hallo Modellbauer,
die Problematik mit den nicht vorhandenen Spantenkonstrukt hatte ich einleitend ja schon beschrieben.
Nun ist in den letzten Tagen hierzu auch einiges passiert.
Der letzte Stand der Dinge war das vorbereiten einen Zeichnungsunterlage um den Spantenplan darauf zu kopieren.

Das ist inzwischen geschehen.




Ich habe die gesamte Unterkonstruktion der France auf maßstabsgerechte 1:200 übertragen, um so auch später den gesamten Plankenverlauf perspektivisch besser steuern zu können und somit auch das straken zu vereinfachen. Auch gibt die Konstuktionzeichnung ein bißchen mehr Sicherheit. Die grundlegende Frage war ja, ist der Plan als solches mit seinen Einzelelementen wirklich maßhaltig?
Abweichungen davon hätten natürlich sofort katastrophale Auswirkungen auf die Gesamtgeometrie des Schiffes.

Also lieber vorsichtig daran herangehen, hab ich gedacht Nur mal an einem Beispiel. Zunächst einmal die Original Spantenzeichnung zum Thema




Wie ihr sehen könnt, haben die Aussparungen zum Kiel die gleichen Abstände. Aber eine davon, die von mir in Rot bezeichnete ist wesentlich kürzer als alle anderen. Die Frage, die ich mir hier insgesamt stelle ,ist folgende.
Ist diese Zeichnung insgesamt eine Konstruktionszeichnung oder eine perspektivische Zeichnung ? Was auch wiederum massive Folgen für die Geometrie hätte.

Daher meine Vorsicht. Vielleicht schaut ihr euch das mal an.

Aber es ging weiter.
Nach fertigstellung der Zeichnung habe ich die Baurichtung verändert.
Da ich über keinen Baukasten Bug oder Heck verfüge, habe ich mir Spant 10 als Hauptspant ( hat das weiteste Außenmaß) genommen und baue zunächst Richtung Spant 19, also zum Bug.
Desweiteren habe ich noch einen Hilfskontruktion erbaut um das ausrichten zu erleichtern.
Spant 10 und 11 wurden versuchsweise in den Außenrissen hergestellt und probehalber auf den Kiel gesetzt um den Spantenverlauf zu visualisieren.
Ich glaube, es ist der richtige Weg um diesen Rumpf nachzukonstruieren.
Zumindest, das was mir einfiel.
Bessere, oder auch andere Anregungen werde gerne angenommen.

Und das bevor ich den Rumpf versemmel, bei der größe stellt sich die direkte Wahrheit erst später heraus.. Und zwar bei den Decksmaßen.

Hier mal der Baufortschritt












Also, im Moment siehts noch ganz gut aus. Mal abwarten was die Tage noch bringen.
Danke fürs mitmachen und zusehen
Holger
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25

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 20:38

Hallo und guten Abend liebe Mitleser,
auch heute Abend einen kleinen Baufortschritt.
Meine Bedenken von gestern hinsichtlich der Rumpfgeometrie haben sich weitestgehendst relativiert. Nach ewigen Messungen Rumpf zu Plan hab ich einfach mal angefangen zu bauen.

Ich glaube jetzt auch zu wissen, wie die Aussparungen zu ihren unterschiedlichen Höhen kommen.
Die Dame hängt!
Und dann fiel mir auch wieder ein, warum ich in den unteren Decks immer das Gefühl hatte bergauf zu laufen.

Gut zu sehen und auch nachzumessen auf den mir vorliegenden Plänen.
Die höhe der in den Kielaussparungen der einzelnen Spanten gleichen so die von Mittschiffs in Richtung Bug und Heck verlaufenden ansteigenden Höhenverhältnisse wieder aus.

Die Plangrundlage und der Spantenverlauf









Anhand der im Hintergrund zu sehenden Zeichnung und gut zu erkennen am Decksverlauf sowie der Bullaugen in den unteren Decks ergibt sich eine nach Bug und von der Mitte aus auch bis in den Heckbereich ein asymetrischer Decksverlauf.

Ich habe zunächst die Spanten in Richtung Bug hergestellt um die Rumpfgeometrie zu prüfen. Das geschah nach dem original Spanterrissplan.
Auf den Bilder ist der Spantenverlauf gut zu sehen, allerdings sind diese zunächst nur probeweise aufgestellt. daher noch diese Unregelmäßigkeiten.

Aber insgesamt bin schon einmal mit der Kontur und den Maßen zufrieden.








Geht also weiter.
Herstellung der restlichen Spanten von 0 bis 8 .
Danach nochmaliges vermessen des Rumpfes und Herstellung der Innenaussparungen.

Tschüß für heute und bis zum nächsten Baubericht
Holger
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26

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 20:43

Gewissenhafte Vorbereitung + handwerkliches Können = ordentliches Ergebnis :ok:

Wozu braucht man da noch die original Spanten? ;)
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

Beiträge: 2 456

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27

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 21:27

Hallo,

ich habe mir mal deine Überlegungn hinsichtlich der Spanten durchgelesen, Der Kiel läuft im Bereich der achteren Spanten , das heißt hinter den Schiffsschrauben nach oben, das Deck in diesem Bereich ist gerade , was meinst du mit " die Dame hängt" . Im vorderen Bereich verläuft die Decklinie etwas nach oben. :wink:

28

Donnerstag, 3. Oktober 2019, 23:31

Hallo liebe Mitleser, hallo Hans Juergen,

vorab sende ich dir einmal eine offizielle Version der Schiffs und Kabinensektionen der Reederei.



Und wenn ich dem Schiffsverlauf folge und die damit auch im zusammenhang stehenden unterschiedlichen Höhen der Bullaugen in Deck E/ D also den Personaldecks korreliere sowie meine persönlichen Erinnerungen dazu mit einbringe, komme ich zu dem Schluß, das der Decksverlauf asymetrisch verlaufen ist. Mit einem leichten Schwung von Mitschiffs ausgehend.
Ich gerne morgen noch einmal anhand der Zeichnungen darauf ein. Diese sind aber in der Werkstatt.
Aber ich müßte mich schon sehr irren, denn wie gesagt, ich hatte immer das Gefühl bergaufzugehen.
Schon interessant.
Gehen wir einmal davon aus, das die Bullaugen in allen Decks immer auf dem gleichen Höhenniveau angebracht waren, ich sag mal in Augenhöhe. Bei mir wären das etwa 1.70m. Und ich vergleiche hierzu die Anordnung der Bullaugen auf Fotos und meinen Zeichnungen, so bin ich zu dem Schluß gekommen, das von Mittschiffs aus gesehen in Richtung Bug, aber auch in Richtung Heck, die Deckslinien leicht nach oben verlaufen. Aber warum man das so gemacht hat, müßte mir dann ein Schiffbauer beantworten können. Aus Stabilitätsgründen? Würde mich doch sehr interessieren!
Ich schau aber noch einmal genau nach, bevor ich ich mich hier hierzu endgültig äußere. Bin für jede Aufklärung zu haben.
Eine äußerst interessante Einlassung deinerseits, dankeschön.
Ich freue mich allerdings auch über Rays Beitrag, der mir zeigt das ich auf dem richtigen Weg bin.
Denn ich habe ja noch einiges vor mir mit der Lady, und bin für jede Beitrag eurerseits empfänglich.
Leider sind es nicht so viele.
Bis Morgen dann und mehr dazu
Gute Nacht euch allen
Holger
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29

Freitag, 4. Oktober 2019, 10:03

Hallo und guten Morgen euch allen,
das hat mir dann doch keine Ruhe gelassen. Warum, hab ich mich gefragt, gibt es diese nach oben laufenden Decksform?
Eine mögliche Erklärung wäre vielleicht folgende.
Aber zunächst einmal damit im Zusammenhang stehende Historie.
Die.. SS. FRANCE.. wurde bereits am Anfang der 1950 Jahre im Auftrag der Compagnie Generale Transatlantique als Ersatz für die damals schon älteren Modelle " SS Ile de France" und " SS Liberte
durch die französische Werft Chantiers de lAtlantique in St Naziere konzipiert.

Die SS Liberte war eigentlich ein Deutsches Schiff, nämlich die.. SS Europa.., die nach dem verloren Krieg der Reederei als Ersatz für die zerstörte ..SS Normandie.. zugesprochen wurde

Bis zum Aufkommen der..SS France.. war sie das Flaggschiff der Reederei.

Hier mal eine Aufnahme der SS Europa, gemeinsam mit der SS Bremen in Bremerhaven aus den 30er Jahren








Zur damaligen Zeit 1950 stand die Reederei im direkten Konkurrenzkampf vor allem mit der englischen Cunard Line, die einen 75000t Neubau plante( vermutet) und die " RMS Oueen Mary " sowie die "RMS Queen Elizabeth " im harten Transatlantikgeschäft betrieb.
Schon damals, also etwa 1952/53 hätte man mit dem Bau des Schiffes beginnen können.
Seine, zur damaligen Zeit revolutionäre Bauweise sowie die Ausstattung an Technik hätten das Schiff schon zu einem ernstzunehmenden Gegner der Cunard Line gemacht.
Nicht mehr in herkömmliche Spantenbauweise, sondern nach dem Vorbild der amerikanischen Liberty Schiffe in Sektionsbauweise, die in mehreren Produktionswerften aus ganz Frankreich hergestellt werden sollten, hätten Bauzeit und Baukosten minimiert.


Dennoch hat sie die stolze, damalig nicht wenige, 80 Millionen US Dollar gekostet.

Doch dazu kam es zunächst einmal nicht. Davon aber später mehr.
Die France war demnach für den Nord Atlantikverkehr gedacht und sollte sein Geld mit vor allem mit Auswanderen und schnell Reisenden vor allem nach New York verdienen.
Die Rumpfform war also dem harten Wetter des Nordatlantik angepasst und die Bugschanz sehr weit hochgezogen.
Aufgrund der Geschwindigkeit, bis zu 35 Knoten oder 64 km/h und der zu erwarteten Stürme, vor allem in den Wintermonaten, mußte eine äußerst stabile Bugkonstruktion gewählt werden Das würde für mich zunächst mal den steilen Decksverlauf Richtung Bug erklären. Nämlich Konstruktionsbedingt um den unglaublichen Wellenhöhen und dem dahinter stehen Wellendruck auf den Schiffskörper standhalten zu können.

Eine Erklärung für den Bugbereich?










Für den Heckbereich hätte ich auch eine, für mich plausible Erklärung anzubieten.
Es ist schon ein Unterschied ob ich ein Schiff betrete, das ebenen Kiels im Dock liegt, oder aber mit seiner gesamten Gewichtsverteilung ,hier immerhin 64000 BRT , im Wasser liegt.
Auf ebenen Kiel hat die Schiffsform dann einen leicht ansteigenden verlauf richtung Heck. Während, wenn sie im Wasser liegt. diese durch die Unterschiedlichen Gewichtsverteilungen wieder
aufgehoben wird.

Bin mir nicht ganz sicher, aber ich stelle das mal zur Diskussion.











Daher könnte es tatsächlich sein , das ich bei ebenen Kiel, im Dock, immer sozusagen Bergauf gelaufen bin.
Was haltet ihr davon?
Plausibel, oder sehe ich das falsch?

Lieben Gruß und schönen Tag
Holger
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30

Freitag, 4. Oktober 2019, 21:31

Hallo und guten Abend euch allen,
auch heute ist so einiges an der SS France gearbeitet worden und der Schiffbauer hat gute Fortschritte gemacht.

Zunächst einmal wurden alle Außenkonturen des Spantengerüstet fertiggestellt. immerhin 19 an der Zahl.









Nachdem alles noch einmal nachgemessen wurde, habe ich mich an die die Herstellung des Spants 10, der ja mein Hauptspant ist, gemacht und die Kiellinie ausgerichtet und mit einer 2,5 mm Spax Schraube auf die OSB Platte gemeinsam mit einem 66 mm langen und 10X10 mm Buchenholz verleimt und fixiert. Die Schrauben, die hinter jedem vierten Spant durch die Kiellinie geschraubt werden, bleiben bis zur vollständigen Herstellung des Spantenaufbaus und der noch zu erfolgenden Versteifung und werden vor dem Beplanken entfernt. Natürlich werden dann auch die Löcher wieder verspachtelt.











Danach ging es an die Fertigstellung von Spant 10 in seiner endgültigen Form und das messen von höhen und Seitenabständen im Vergleich zu den doch sehr genauen Planunterlagen.

Ich habe mir in der Gesamthöhe 3mm mehr eingerechnet, falls später noch irgendwelche Komplikationen mit den Decksaufbauten sein sollten.




Daraufhin und als ich keine weiteren bedenken mehr hatte, wurde Spant 10 ausgerichtet, auf die Kiellinie gebracht, vermessen, verleimt und befestigt. Hierzu unterstützend wurden zwei Leistenplanken von 10X3 mm direkt neben den Kiel gelegt, um so maßhaltige Beplankung gegen den Kiel zu gewährleisten.

















Alsdann wurde auch Spant 11 fertiggestellt um so einerseits die Maßhaltigkeit von Spant zu Spant, die Seitenausrichtung , die höhenausrichtung sowie das Gesamtbild zu kontrollieren.




Nun ist meine Überlegung, ob ich nicht schon während des Spantenbaus vor dem befestigen der Spanten schon dem Schiffsverlauf nach Straken sollte?
Einerseits deswegen, weil es doch einfacher ist , jeden Spant an den vorherigen anzulegen. Andererseits bräuchte ich das Schiff vor dem Beplanken nicht hin und her zu bewegen.
Mal.sehen wie es geht.


Danach wurde auch dieser fixiert, verleimt und damit in seine endgültige Position gebracht.




















Und zum Schluß muß ich noch die 1 Franc Münze aus dem Jahre 1966 in den Rumpf einbauen als kleiner Glücksbringer auf all ihren Reisen



So das wars für heute, euch allen einen schönen Modellbauerabend
Holger
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