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Maßstab 1:48 F/A-18C Hornet Hasegawa

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  • »44man« ist der Autor dieses Themas

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Realname: Johannes

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1

Samstag, 24. August 2019, 17:29

F/A-18C Hornet Hasegawa

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch meine kürzlich fertiggestellte F/A-18C Hornet von Hasegawa vorstellen.



Nachdem ich mich mit dem Bau der Cougar irgendwie mit dem „Jetfieber“ angesteckt habe, konnte ich nicht widerstehen, als mir der Bausatz recht günstig in die Hände gefallen ist. Über die Hornet von Hasegawa gibt es reichlich zu lesen. Von meiner Seite kann ich sagen, dass es sich um einen guten Bausatz mit ausgezeichneter Detaillierung handelt, der aber aufgrund der Form des Vorbildes ein bisschen komplexer geraten ist, und an manchen Stellen ein wenig Vorsicht verlangt. Ebenfalls liegen, wie bei Hasegawa leider üblich, keinerlei Außenlasten bei, sodass man sich hier selber helfen muss. Zu Glück hatte ich noch Raketen aus einem alten Italeri-Kit übrig, sodass ich diese verwenden konnte. Zusätzlich habe ich einen Resin Schleudersitz von Pavla verbaut, der meiner Meinung nach eine sehr stimmige Figur macht und gleichzeitig überraschend günstig ist.



Für die Lackierung habe ich diesmal AK Real-Color-Acrylics verwendet und bin von diesen Farben absolut überzeugt. Momentan sind sie in Österreich zwar nur direkt über den Hersteller erhältlich, das dürfte sich aber in absehbarer Zeit ändern. Von der Verarbeitung sind sie durchaus mit Gunze Farben vergleichbar, allerdings trocknen sie ein bisschen langsamer, sodass sie eine deutlich glattere Oberfläche bilden. Gealtert wurde wie immer mit Ölfarben.
Ich lasse jetzt mal die Bilder sprechen und freue mich wie immer über eure Kommentare.























Liebe Grüße
Johannes
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Johannes

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2

Samstag, 24. August 2019, 20:09

Hi Johannes.

Sehr schöne Legacy-Hornet hast du da auf die Beine gestellt, toll, dass du eine graue "Standard"-Maschine gebaut hast. :ok: Die Seitenansicht gefällt mir besonders, so mit drei Tanks macht die Hornet schon was her.
Die Lackierung und Alterung wirken sehr gut, nicht zu viel, nicht zu wenig. Allerdings sieht´s aus als ob du den Haubenrahmen und die Räder bei der Alterung ein wenig vernachlässigt hättest ;) .
Einziger wirklicher Kritikpunkt wären die Hauptfahrwerksräder, die stehen doch arg schief, vielleicht läßt sich das ja noch richten, schadet der super Gesamtoptik ein wenig.


Schönen Gruß
Daniel

P.S.:
Ein Punkt ist mir noch aufgefallen, ist dir aber möglicherweise bei deinen Modellen egal, dann ignorier es bitte einfach.
Die Beladung mit den AIM-9 u. AIM-120 paßt nicht ganz. Die AIM-120 gehören an Startschienen, nicht direkt an die Pylone, hier mal ein Bild mit AIM-/. Meist tragen die Hornets die AIM-120 aber ohnehin an Doppelstartschienen oder an den Lufteinläßen. Bild
Die Sidewinder passen so eigentlich auch nicht an eine Navy-Maschine, es sind, den Leitflächen nach, entweder AIM-9J,-N od.-P. Diese waren nur bei der Air Force im Einsatz und gingen Hauptsächlich in den Export.
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3

Sonntag, 25. August 2019, 15:39

Hallo Daniel, Danke für deinen ausführlichen Worte! :hand:
Die F-18 macht meiner Meinung nach eine besonders gute Figur im Low-Vis Shema, deswegen hab ich mich auch gegen eine buntere Maschine entschieden und bin ziemlich glücklich mit dem Ergebnis :)

Das mit dem Fahrwerk ist so ein Ding, bei meinem Bausatz war ein Fahrwerk aus Weißmetall dabei, welches gut verarbeitet ist und dem Modell einen sichereren Stand verleiht. Der Radsturz der Räder wird, so wie ich das bisher verstanden habe von den Zapfen am Fahrwerk festgelegt. Wie ich das verändern kann, hab ich noch nicht ganz durchschaut. Offenbar stehe ich mit Fahrwerken ein bisschen auf Kriegsfuß. :doof:

Bezüglich der Bewaffnung hab ich damit gerechnet, dass meine kleine Schummlerei schnell auffällt. Ich habe beim Stöbern in meiner „Ersatzteilkiste“ die Sidewinder und AIM-120 Raketen gefunden. Sie stammen, aus einem alten F-16 Kit von Italeri, was den „Army“ Ursprung der Raketen erklärt. Ich wollte die Hornet nicht unbewaffnet lassen, aber auch nicht wieder online Raketen von Eduard bestellen. Also hab ich die vorhandenen Raketen verwendet. Sind aber nur ganz leicht angeklebt, also kann ich das ändern, sobald mir die passenden in die Hände fallen. Jetzt muss ich nur noch überlegen, wo ich die erwähnten Startschienen herbekomme. Und ich werd mich wohl ein bisschen in die Materie einlesen müssen. Wenn da jemand eine Lektüreempfehlung hat, freu ich mich sehr. :)

Lg
Johannes
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4

Sonntag, 25. August 2019, 17:24

Hi Johannes.

Wenns an den schiefen Zapfen am Weißmetall-Fahrwerk liegt, nächstes Mal vorsichtig versuchen gerade zu biegen, oder die Löcher in den Reifen aufbohren und mit dickflüssigem Sekundenkleber in gerader Stellung verkleben. Bei 1:48ern würd ich aber ohnehin die Bausatzfahrwerke verwenden, die Weißmetallteile sind ja auch nur nachgegossene Bausatzteile und gewichtsmäßig spielts in dem Maßstab eher noch keine Rolle.

Literaturempfehlung bezüglich Außenlasten kann ich dir keine geben, allerdings findet sich im Internet zu fast jedem Thema etwas, ich beginne immer mit einem Vorbildfoto in der gewünschten Konfiguration und versuche dann, über die einzelnen Außenlasten alles wichtige zu "ergooglen".
Über die Sidewinder hat z.B. Wikipedia einen, für den Modellbauer sicherlich ausreichend genauen Artikel mit allen Versionsunterschieden.

Alternativ zu den AIM-120 würden sich auch noch Mk.82 Bomben anbieten, die gingen einzeln und ohne Adapter an die Pylone. Bild


Schönen Gruß
Daniel
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5

Dienstag, 27. August 2019, 13:33

Hallo Johannes, auch mir gefällt Deine Hornisse ausgesprochen gut. Sehr schöne Lackierarbeiten und gelungene Alterung/Verwitterung. :respekt: :dafür:

Beste Grüße David :wink:

  • »44man« ist der Autor dieses Themas

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6

Mittwoch, 28. August 2019, 12:25

@Daniel:
Veielen Dank für deine Antwort, hab mal wieder einiges gelernt :hand:

@David:
Danke für die Blumen! :D
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Johannes

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7

Dienstag, 10. September 2019, 20:37

Hallo Johannes :wink:

da kann ich mich David nur anschließen :respekt:

Viele Grüße
Flo
„als wenn ein Engel schiebt“ (A. Galland über den ersten einsatzfähigen Düsenjäger der Welt)

Keep calm and support the Lions!

8

Dienstag, 22. Oktober 2019, 08:31

Kannst du die Lackierung etwas näher erörtern?
Wie hast du gealtert (Material und Methode)?

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9

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 12:11

Hallo PaladinX!

Bei der Lackierung gehe ich eigentlich immer gleich vor, deswegen hab ich mich da kurzgefasst. Im Prinzip kann mann es in die folgenden Schritte einteilen:
Lackierung:
1) Ich grundiere immer mit Tamyia Grundierung aus der Dose.

2) Preshading mit in Schwarz, entlang der Panellinien und an großen Flächen auch Zufällig (marbeling → Ganz feine Linie im Zufallsprinzip über die ganze Fläche)

3) Die eigentliche Lackierung erfolgte mit AK-real Acrylics und zwar light ghost Gray unten und dark ghost gray oben. Das natürlich in so feinen Schichten, dass das Preshading noch zu sehen ist.

4) Vor den Decals kommt der obligatorische Überzug mit Glanzlack, nach den Decals wird ebenso mit Glanzlack versiegelt.

Altern
Beim Altern bin ich selber kein Experte, bisher fühle ich mich nur mit Ölfarben wohl, alles andere hab ich bisher nie verwendet. Ich verwende Ölfarben von „Abteilung 502“, die sind zwar nicht billig, allerdings kommt man mit den Tuben ewig aus und sie sind sehr fein Pigmentiert, wodurch das Ergebnis meiner Meinung nach besser ausfällt als mit meinen alten „billigen“ Ölfarben.

1) Zuerst geht es darum die Panellinien zu betonen und dem ganzen Flieger einen generellen „Verdreckungsgrad“ zu verpassen. Dafür wird das komplette Flugzeug mit einer Schwarzen bzw. Grauen (je nach Lackierung) Ölfarbenbrühe eingepinselt. Nachdem die Brühe angetrocknet ist, also leicht matt aussieht, wird mit einem Taschentuch solange „Saubergemacht“, bis der gewünschte Effekt übrig bleibt.

2)Im Fahrwerksschacht habe ich braune Ölfarbe verwendet. Selbes Schema wie oben, aber weniger saubergemacht.

3)Um Ölspuren zu simulieren (Wie im vorletzten Bild) wird ein kleiner „Tupfer“ pure Ölfarbe aufgebracht und dann mit einer Wischbewegung in Flugrichtung (!) verschmiert. Das klappt bei mir irgendwie nur bei jedem zweiten mal, glücklicherweise kannst du die Ölfarbe aber, wenn es schiefgeht mit Terpentinersatz Rückstandsfrei entfernen.

Das ist das, was mir jetzt spontan einfällt, wenn ich irgendwas vergessen hab, einfach fragen.

Liebe Grüße
Johannes
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Johannes

10

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 21:42

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. :respekt:

Bezüglich des Washings - wo hast du Graue und wo Schwarze Ölfarbe verwendet?

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11

Freitag, 25. Oktober 2019, 11:48

Da hab ich mich falsch ausgedrückt.
Je nach Lackierung verwende ich schwarze oder graue Ölfarbe für die Betonung der Panellines. Je dünkler die Lackierung, desto dünkler das Washing.
Bei der Hornet hab ich Dunkelgraue Ölfarbe verwendet, weil mir bei schwarzer Ölfarbe der Kontrast zu stark vorgekommen wäre. Aber das liegt natürlich ganz an dir, je nachdem, wie „gebraucht“ dein Flieger am Ende aussehen soll :)

Liebe Grüße
Johannes
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Johannes

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