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Elektronik: AIDA Beleuchtung

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Freitag, 15. März 2019, 22:24

AIDA Beleuchtung

Hallo,

ich bin neu hier beim Modellbau und habe ein paar Fragen zur Elektrotechnik.

Zuerst möchte ich mein Vorhaben erläutern.
Ich habe von Revell die Aidastella gebaut und habe jetzt irgendwie Spaß am Modellbau entdeckt.
Bin auch recht zufrieden mit dem Modell fürs Erste Mal, ok beim lackieren kann ich mich sicher noch etwas steigern.

Jetzt möchte ich das Modell gerne nochmals aufbauen, aber diesesmal gleich mit Beleuchtung.
Habe mir schon dafür ein paar SMD-LEDs 0603 geholt und ein Netzteil von 12V 1000mA.
Mit Reihen- und Parallelschaltung habe ich mich schon eingelesen.

Ich würde jetzt immer so 2-3 LEDs in Reihe schalten und dann alles Parallel mit Widerstand usw.
Jetzt hätte ich vor die LEDs mit 0,15mm Kupferlackdraht zu verbinden, bin mir aber unsicher ob so ein dünner Draht 1000mA ab kann.
Normalerweise dürfte so ein hoher Strom ja bei 2-3 LEDs in Reihe nicht fließen, oder habe ich hier einen Denkfehler?

Gruß
Markus

2

Samstag, 16. März 2019, 09:32

Hi Markus,

bei egal wie vielen LEDs in Reihe darf max. 20 mA fließen, weil eine LED in 0603 in der Regel nur für max. 20 mA ausgelegt ist. Du brauchst in jedem parallel Zweig einen Widerstand, um den Strom zu begrenzen.

Um den Gesamtstrom dann zu bestimmen, musst du die Ströme von jedem einzelnen parallenen Zweig addieren. Wenn man davon ausgeht, dass pro zweig 20 mA fließen (kann dir aus Erfahrung sagen, dass das schon viel ist und die LEDs da echt hell sind, wahrscheinlich reichen 10 mA auch schon locker), kannst du bei einem 1000 mA Netzteil 50 Zweige betreiben. Bei 3 LEDs pro Zweig sind das 150 LEDs. Die 1000 mA fließen dann in den Zuleitungen vom Netztiel zu den Zweigen. Da wäre ich etwas Vorsichtig mit Lackdraht. Ich hab jetzt keine genauen Zahlen im Kopf, aber du könntest hier einfach dünne Litzen nehmen, die haben schon einen vielfachen Querschnitt des Lackdrahtes und packen dass dann auf jeden Fall.

Wenn du allerdings weniger parallele Zweige verbaust, dann fließen natürlich auch nicht die vollen 1000 mA, sondern weniger.

Ach ja, ich würde nicht unbedingt das Netzteil voll auslasten. Etwas Reserve ist nie verkehrt.

Beiträge: 129

Realname: Konstantin

Wohnort: Taufkirchen

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3

Samstag, 16. März 2019, 09:48

Wie Jurij beschrieben hat sind das bei 1 A eine Menge LEDs. Der Lackdraht in den einzelnen Zweigen kann das ab. Gibt Tabellen im Netz. 1 A als Dauerlast auf einem 0,15mm Lackdraht würde ich aber nicht machen
Deswegen Jurijs Hinweis bzgl. der Verbindung zum Netzteil. Ja, vom Netzteil ins Modell mit normaler Litze.
Ggfs. je nach Größe des Modells dann mehrere Verteilerpunkte setzen.
Erst ab dort den dünnen Lackdraht.

Da ich keine Reihenschaltungen nutze wegen Ausfallrisiko hatt ich alles parallel verschaltet und dementsprechend 2 Verteilerpunkte in meiner Voyager gesetzt, um nicht von überall durch das ganze Modell zu müßen.

Ich würde aber zu 0,25mm Lackdraht raten, der 0,15mm ist schon sehr fein. Rein vom Handling.
0,15mm hatte ich in meiner Voyager neben 0,25mm auch verbaut.

Tipp: Nimm für Plus und Minus verschieden farbigen Lackdraht, hilft beim Übersicht behalten.

Und ja, das Netzteil ruhig ne Nummer größer auslegen.

4

Sonntag, 17. März 2019, 10:25

Hallo Markus,

kann mich den beiden nur anschließen.
Wenn Du nicht selbst berechnen magst, ich nutze gerne den folgenden Rechner https://www.spaceflakes.de/led-rechner/

Was die Dimension des Netzteils angeht, kannst Du ca 1/3 als Reserve betrachten. Sprich bei 1000mA kannstvDu 666mA an Last nutzen. Dann kannst Du sicher gehen dass das Netzteil durchhält.

Zum Kabelquerschnitt hab ich zwar keine Tabelle zur Hand, aber für die Hauptzuleitung würde ich keinen Lackdraht verwenden. Litze aus dem Modellbahnbereich reicht vollkommen aus. Wenn Du Dir die Leitung vom Netzteil anschaust, bekommst Du gut ein Gefühl dafür, welchen Querschnitt Du nehmen solltest.

Bin gespannt wenn Du über Deinen Bau berichtest.

5

Sonntag, 17. März 2019, 19:47

12V ist meiner Meinung nach arg überdimmensioniert. Leds brauchen i.d.R. max. 3Volt.
Sprich, man muss reichlich Spannung über die Vorwiderstände in Wärme umwandlen...
Best Regards
Torsten
www.scaleautofactory.com

The difference between genius and stupidity is that genius has its limits - Albert Einstein

Beiträge: 419

Realname: Ronald

Wohnort: Berlin-Lankwitz

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6

Montag, 18. März 2019, 13:03

12 V ist schon ganz gut. Dann eben doch 3 LED's hintereinander in Reihe schalten. Das macht im Endeffekt eine einfachere Verdrahtung.
Ganz wichtig ist, die Polung der LED's zu beachten.

Die 603-er haben auf der Rückseite meistens ein aufgedrucktes grünes T . Dabei muss der Querbalken immer an in Richtung Puspol verdrahtet werden. Und vom Längsbalken des T der einen LED zum Querbalken der nächsten.
Und noch einen Praxistip: Bei der Bestimmung des Widerstandes solltest Du nicht von den vollen 20 mA ausgehen, die die LED's abkönnen. Das ist am Ende viel zu hell und wirkt unnatürlich. Bei 3 bis 5 mA leuchten die LED's hell genug.

Bei 3 in Reihe geschalteten LED's und einer Spannung von 12 V sollte der Widerstand so um die 1 Kiloohm liegen. Kann auch mehr oder weniger sein, da kommt es rein elektrotechnisch nicht drauf an. Du solltest da ruhig ein bisschen experimentieren und die richtige Größe herausfinden. Je größer der Widerstand, umso dunkler das Licht. Und die Wärmeentwicklung im Widerstand ist zwar theoretisch vorhanden, praktisch aber kaum spürbar.


Nochwas zu dem Lackdraht: ich verwende meistens 0.1 mm. Das reicht elektrotechnisch vollkommen aus. Und dann mache ich immer einen Knoten in den Draht, der an der Plusseite angeschlossen werden soll. So vermeide ich Verpolungen.Viel Erfolg, :wink:, Ronald
Thema: Sonstige: Fahrgastschiffe auf Havel und Spree
Meine Flotte: RC: Bonsai Flotte (meist 1:200)
Baubericht :RC: Fischkutter

7

Montag, 18. März 2019, 19:18

Hallo,

vielen Dank für die hilfreichen Tipps.
Ich werde für die Plus und Minus Seite zwei verschiedene Farben nehmen.

Das Netzteil werde ich nicht voll auslasten.

Jetzt werde ich erstmal ein bisschen das Löten üben...die 0603 LEDs sind wirklich winzig.

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