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  • »Senjorlossi« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 5. März 2019, 22:58

HMS Dreadnought in 1:700 von Trumpeter

Moin Leute,

nach einer schöpferischen Pause, in der ich mich um andere Dinge gekümmert habe, kribbelt es mir in den Fingern für ein neues Projekt:

HMS Dreadnought (Bauzustand 1915) im Maßstab 1:700 von Trumpeter


Den Bausatz habe ich schon seit längerer Zeit im Regal liegen, und jetzt will ich ihn endlich einmal angehen. Ich habe bisher noch nichts von Trumpeter gebaut, aber was man vom Ansehen der Spritzlinge sieht, macht schon einmal einen guten Eindruck: Sehr fein gegossene Details, schön dünne Materialstärken und bei der Trockenprobe passen Rumpf, Deck und vorderer Aufbau völlig nahtlos ineinander. Das macht Hoffnung auf einen angenehmen Bau ohne allzu große Nachbearbeitungen. Der Rumpf ist in der Wasserlinie getrennt. Somit lässt sich das Modell als Vollrumpf- oder Wasserlinienmodell gestalten. Ich möchte das Schiff in Fahrt auf dem Wasser darstellen. Da dabei auch Teile des Unterwasserschiffs sichtbar sein werden, werde ich den Rumpf ein Stück unterhalb der Wasserlinie trennen.



Zusätzlich habe ich das entsprechende Ätzteile-Set von Eduard geholt. Im Bausatz selber liegt auch bereits eine kleine Ätzteilplatine bei, aber Eduard bietet hier erheblich mehr Teile. Zur Zeit noch auf dem Postwege zu mir befindet sich ein passendes Holzdeck von Flyhawk. Als ich den Bausatz gekauft habe, gab es das noch gar nicht. Jetzt habe ich zufällig gesehen, dass es verfügbar ist, und natürlich gleich zugeschlagen.



Wie gesagt möchte ich das Schiff auf einer kleinen Base darstellen. Dazu habe ich ein Stück Spanplatte aus dem Baumarkt besorgt. Der erste Schritt wird sein, hier eine Wasseroberfläche zu modellieren. Dies möchte ich gerne machen, bevor ich den Rumpf anmale oder mit Details versehe.



Das wäre es schon für heute. Alles Weitere dann, sobald es erste Ergebnisse zu berichten gibt. :)
_______________
Viele Grüße,
Stefan.

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Realname: Oliver

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2

Mittwoch, 6. März 2019, 06:20

Die Mutter aller Dreadnought`s.
Da freue ich mich über den Baubericht :five:
"Wenn es blutet, können wir es töten." :!!

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Realname: Gustav Stefan

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3

Mittwoch, 6. März 2019, 07:30

Servus Stefan :hand:
Ich komme bei deinem Projekt auch an Bord.. So viele Ätzteile in diesem Maßstab? Respekt... da bin ich gespannt!
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

4

Mittwoch, 6. März 2019, 07:53

Guten Morgen!

Fein, da schau ich gern zu !

Hofi

5

Mittwoch, 6. März 2019, 08:37

Da bin ich auch dabei!


Im Bau:
80-Kanonen Linienschiff Bucentaure 1:150
74-Kanonen Linienschiff Redoutable 1:150

6

Mittwoch, 6. März 2019, 09:20

Dann hol ich mir mal einen Stuhl und Popcorn.
Gruß, Olaf

Im Bau Zerstörer Mölders 1:100 scratch
Abgewrackt Zerstörer Z-17 1:350
Fertig: Hachette U96 1:48, Academy Graf Spee 1:350, VIIc 1:350

7

Mittwoch, 6. März 2019, 11:27

Mahlzeit!

Das schau ich mir an, dann kommen mir meine 350er immer so schön gross vor!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

8

Mittwoch, 6. März 2019, 14:55

Bin ich zu spät? Geht es schon los? Hat er schon angefangen? Rückt mal ein bisschen zusammen bitte, ich bin auch dabei ...
Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


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9

Montag, 11. März 2019, 12:22

Hallo zusammen!

Schön, dass ihr dabei seid! Hier herrscht ja reges Interesse. Sehr schön, das freut mich! Dann mal herzlich willkommen!


Inzwischen ist das Holzdeck eingetroffen. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich damit arbeiten lässt. Es ist ja das erste mal, dass ich so etwas benutze. Es wird mir hoffentlich einige graue Haare ersparen, die ich bekommen hätte, wenn ich das Deck mit seinen vielen winzigen Details per Pinsel bemalt hätte.




Außerdem habe ich die Base schon einmal in Grundzügen hergestellt. Dazu habe ich Toilettenpapier und verdünnten Holzleim verwendet: Die Holzplatte habe ich abschnittsweise mit Holzleim bestrichen und dann Stücke von Toilettenpapier darauf gelegt. Durch die Feuchtigkeit ergibt sich dabei schon einmal ein Wellenmuster, das produktionsbedingt immer in der gleichen Richtung verläuft. Um ein gleichförmiges Wellenbild zu erhalten, muss man die Stücke also am besten immer in der gleichen Richtung auflegen, dann hat man bereits ein gutes "Grundmuster" von kleinen Wellen, wie man es auch in der Realität erwarten würde. Mit einem angefeuchteten breiten Pinsel habe ich dann die Oberfläche weiter geformt und größere Wellen "zusammengeschoben". Auch die Stoßkanten zwischen zwei Papierstücken kann man so ganz gut verwischen. Das ganze habe ich mehrmals hintereinander gemacht, so dass am Ende drei oder vier Lagen Papier übereinander lagen. Damit lässt sich auch schon das grundlegende Wellenbild des Schiffs formen. Den Grundriss des Rumpfes hatte ich zuvor angezeichnet und beim Papierwellen-machen ausgespart.


Nachdem der Holzleim getrocknet war, habe ich die eigentlichen vom Schiff erzeugten Wellen, also die Bugwelle und die seitlich aufgeworfenen Wellen, mit Milliput geformt und angeklebt. Anschließend wurde die ganze Basis zweimal satt mit weißer Farbe gestrichen. Das gleicht verbleibende Lücken und Unebenheiten aus und füllt die noch sichtbaren Prägespuren des Papiers auf. So sieht das ganze jetzt aus:



Um die Wellen, besonders die aufgeworfenen Bugwellen, anpassen zu können, habe ich Überwasser- und Unterwasserschiff miteinander verklebt und anschließend unterhalb der Wasserlinie wieder auseinandergesägt. Ich möchte das Schiff in der Kurvenfahrt darstellen, deshalb war es nötig, den Rumpf nicht genau waagerecht, sondern leicht geneigt zu trennen. Für das Trennen habe ich eine geätzte Säge von Tamiya benutzt. So sitzt der Rumpf jetzt auf der Basis:



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Viele Grüße,
Stefan.

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10

Dienstag, 12. März 2019, 10:18

Ich bin gespannt wie sich der Bausatz anlässt und nehme mal auf der Tribüne Platz

11

Samstag, 5. Oktober 2019, 14:51

Ahoi Matrosen,
ich bin neu hier und hätte gleich mal eine Frage:

Kann man diesen Bausatz ( Dreadnaught, Trumpeter, 1:700)
auch ohne die Ätzteile bauen? D. h. liegen auch entsprechende Plastikteile bei?
Hab zwar schon vieles gebaut, aber 2 linke Hände und wenig Geduld.
Und ich habe noch nie Ätzteile verbaut...

Szentistvan

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12

Dienstag, 15. Oktober 2019, 23:25

Hallo Szentisvan,

biite entschuldige die verspätete Antwort! Ich bin zur Zeit noch in meiner üblichen Sommer-Modellbaupause und gucke deshalb hier nur gelegentlich rein. Warum habe ich eigentlich keine Benachrichtigung über einen neuen Post bekommen...? Na egal.

Was deine Frage angeht: Bei diesem Bausatz geht es nicht ganz ohne Ätzteile. Im eigentlichen Bausatz sind zwar nur zwei kleine Platinen mit wenigen Teilen dabei, aber einige davon braucht man definitiv, weil es keine alternativen Spritzguss-Teile gibt. Andererseits sind die Teile hier wirklich nicht kompliziert. Also eigentlich ein gutes Einsteigerprojekt. Einzig kniffelig dürften die Gitter über den Schornsteinen sein, aber die könnte man wohl auch einfach weglassen, ohne dass es dem Modell optisch schadet.

Wenn es also nur um die mangelnde Übung geht: Einfach ausprobieren und üben! Dafür ist dieser Bausatz bestimmt nicht schlecht. Und für die Ätzteile braucht man erst mal nur ein scharfes Skalpell, ein paar dünne Pinzetten, feines Schleifpapier und Sekundenkleber. Gibt es alles für kleines Geld im Modellbauhandel, wenn man es nicht sowieso schon hat. Und je nach Adlerauge noch eine Kopflupe, die gibt es ab 10 Euro zum Beispiel im Baumarkt.

Also nicht abschrecken lassen, sondern einfach ran!
:ok:
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Viele Grüße,
Stefan.

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13

Montag, 20. Januar 2020, 00:57

Hallo liebe Leute,

höchste Zeit, hier mal wieder weiter zu schreiben! Tatsächlich hat die Dreadnought-Werft nach ausführlicher Sommerpause schon seit einiger Zeit wieder geöffnet. Allerdings muss ich gestehen, dass ich bisher versäumt habe, von den einzelnen Arbeitsschritten Fotos zu machen. Deshalb kommt hier einfach mal der jetzige Stand der Dinge...

Beginnen wir mit der Base.

Die hat bereits ihre grundsätzliche Farbe bekommen. Verwendet habe ich grüne und blaue Acrylfarbe aus dem Künstlerbedarf. Dargestellt werden soll die Dreadnought ja in der Kurvenfahrt. Für das Wellenbild habe ich mir diverse Fotos aus dem Internet zum Vorbild genommen. Wenn der Rumpf auf der Base befestigt ist, werde ich noch kleinere Ergänzungen mit weißer Farbe machen. Außen herum kommt noch ein dünner Rahmen aus Holz.

Hier mal der Rumpf grob aufgesetzt, damit man sich ein ungefähres Bild machen kann:



Hier der Rumpf. Bis jetzt habe ich das Oberdeck und das erhöhte Backdeck aufgeklebt. Seitlich sind die Stangen für die Torpedonetze angebracht. Die Netze selber befanden sich 1915 soweit ich weiß bereits nicht mehr an Bord und fallen somit auch am Modell weg. Außerdem wurden einige Lukendeckel aus dem Ätzteilset von Eduard angebracht.





Nachfolgend die bisher erstellten Teile. Alles in allem nicht sehr spektakulär. Allerdings ist es aufgrund des Maßstabs schon eine ziemliche kleine Angelegenheit. Die Ätzteile von Eduard passen sehr gut. Das einzige echte Problem hatte ich bisher mit der Reling auf dem Dach der Brücke. Hier sind extrem kleine Winkel und Bögen erforderlich, um der Form des Dachs zu folgen.



















Hier noch eine Neuanschaffung:

Ein neues Holzdeck, diesmal von ArtWox. Bei dem ursprünglich gekauften Holzdeck hatten sich bei der Passprobe erhebliche Probleme ergeben. Nach einigem Suchen habe ich dann festgestellt, dass das Holzdeck nicht die Materialstärke der aufgeklebten Aufbauten berücksichtigt. Das ist natürlich Blödsinn, denn die Aufbauten sollen ja nicht auf das Holzdeck aufgeklebt werden. Eine manuelle Anpassung habe ich probiert, aber irgendwann aufgegeben und stattdessen lieber noch einmal ein paar Euro für das Deck von ArtWox investiert. Ob das am Ende besser passt, weiß ich allerdings noch nicht.

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Viele Grüße,
Stefan.

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14

Montag, 20. Januar 2020, 07:29

schöner Baufortschritt, sieht schon mal gut aus

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15

Donnerstag, 6. Februar 2020, 01:06

Hallo,
vielen Dank!


Und wieder ein kleines Update:

Der Rumpf und die kleineren Baugruppen wurden mit schwarzer Farbe grundiert und anschließend mit Hellgrau (beides Vallejo Air Color) gebrushed. Anschließend habe ich noch mit leicht aufgehelltem Grau die Seitenflächen und die Oberseiten der Kleinteile aufgehellt und die ganze Sache für die weitere Bearbeitung mit einer Schicht Klarlack (Future) geschützt.





Hier die Kleinteile. Im Augenblick sieht alles noch ziemlich steril aus. Aber ich hoffe, dass ich mit ein wenig Washing da noch ein etwas "Leben" hinein bekomme. Die Details an den Geschütztürmen und den Beibooten habe ich mit einem feinem Pinsel gemalt. Ebenso die weißen Streifen am oberen Rumpf. Die beiden Kompass-Säulen auf dem kleinen Aufbau und auf der offenen Brückendeck haben außerdem eine goldfarbene Haube erhalten.



Angstgegner Nr. 1 bei dem Bau: Die Gitter über den Schornsteinen. Diese sind aus zwei Ätzteilen hergestellt und hatten mir echte Sorgen bereitet, ob ich sie einigermaßen sauber montiert bekomme. Ich habe die Teile jeweils zuerst mit einem kleinen Tröpfchen Weißleim grob fixiert und in Position gebracht, und dann mit Sekundenkleber fixiert. Das ging am Ende viel besser als ich befürchtet hatte.




Hier ein Detailfoto von einem der oberen Decksteile. Die Eduard-Ätzteile ersetzen Plastikteile aus dem Bausatz. Leider sind sie etwas anders geformt als die Originalteile, so dass beim Aufkleben des Holzdecks Anpassungen fällig werden...




Die Brücke ist soweit fertig gestellt. Das offene Deck habe ich mit Echtholz versehen und die Kompass- und Peilsäulen auch jeweils mit ein wenig Gold verziert. Von vorne sieht man auf dem Bild ein paar Kleberspuren. Im Original ist das Teil allerdings so klein, dass zumindest ich davon nichts erkennen kann.






Und nun kam Angstgegner Nr. 2: Das Echtholzdeck, diesmal von Artwox. Bei der ersten Variante hatte ich, wie schon weiter oben geschrieben, erhebliche Passprobleme. Das war bei diesem Deck zum Glück überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, es passt wirklich sehr gut und lässt sich sehr gut aufkleben. Lediglich dem Kleber habe ich nicht wirklich getraut. Frisch verlegt kleben die Teile sehr gut, aber ich würde mich sehr ärgern, wenn im Laufe der Zeit die Klebekraft nachlassen würde und sich die Holzteile abheben würden. Aus diesem Grund hatte ich vorab mit ein paar Restteilen experimentiert und diese einmal mit Klarlack, und einmal mit verdünntem Weißleim auf ein Stück Plastik aufgeklebt (also klebende Unterseite auf eine mit Lack bzw. Leim eingestrichene Fläche). Beides hält nach dem Trocknen bombenfest und hat überdies den Vorteil, dass die Decksteile nicht beim ersten Kontakt mit dem Untergrund ankleben, sondern noch verschiebbar sind, so dass sie genau in Position gebracht werden können. Danach habe ich sie nur noch entlang der Kanten und Durchbrüche angedrückt - fertig.

Sieht doch schon ganz gut aus...


Ein Problem hat das Artwox-Deck allerdings, welches ich nicht rechtzeitig erkannt hatte: Am Bug fehlen die Ablaufflächen für die Ankerketten! Dies habe ich allerdings erst festgestellt, nachdem ich das Deck schon aufgeklebt hatte. Ausschneiden ging also nicht mehr... Stattdessen habe ich die Konturen der Ablaufflächen mit Bleistift angezeichnet und diese dann mit dem Pinsel aus der Hand in Hellgrau ausgemalt. Jetzt sieht man eigentlich keinen Unterschied mehr. Bilder davon gibt es dann beim nächsten mal.

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Viele Grüße,
Stefan.

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16

Donnerstag, 6. Februar 2020, 07:42

Sauber, nur die Reling auf der Brücke ist nicht so doll. :D

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17

Sonntag, 9. Februar 2020, 01:09

Das stimmt. In der Großaufnahme sieht die Reling zum Fürchten aus. Bei der Montage hat sie mir mit ihren ganzen Knicken und Winkeln auch einiges Kopfzerbrechen bereitet. Zum Glück ist das Teil so winzig, dass man in Natura nichts mehr davon erkennt. ;)
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Viele Grüße,
Stefan.

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18

Sonntag, 9. Februar 2020, 10:01

Bei solch komplizierten Formen kann es sich lohnen, die Reling zu teilen und jedes Teil separat zu bearbeiten :rolleyes:

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19

Montag, 10. Februar 2020, 21:09

Hallo Stefan,

find ich gut, dass hier mal ein BB in 1:700 kommt. Höchsten Respekt vor dieser Winzlingsarbeit. Ich werde dir auch weiter gerne über die Schulter schauen!

Was ist das übrigens für eine Knetmasse zum Fixieren der Kleinteile. Hab ich schon öfters in BBs gesehen...

Mit besten Grüßen

Harald

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20

Montag, 10. Februar 2020, 22:48

Hallo Harald,

vielen Dank für das nette Lob. :) Das graue Zeugs nennt sich "Blue Tac" und ist, wie richtig erkannt, eine Art klebrige Knetmasse. Ich habe das Paket über den großen Internet-Versandhandel mit "A" bestellt. Von Uhu gibt es das aber auch unter dem Namen "Patafix" im gut sortierten Baumarkt oder Schreibwarenhandel bei den Klebstoffen.
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Viele Grüße,
Stefan.

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21

Montag, 10. Februar 2020, 22:51

@ Hans-Jürgen,

grundsätzlich hast du sicher Recht, was das Teilen der Reling angeht. Hier ist das aber nicht so einfach möglich, weil ja die Länge der einzelnen Abschnitte und die Position der Relingsstützen genau auf den jeweiligen Montageort angepasst sind. Nach und nach ankleben und mit der Pinzette in Form biegen geht eigentlich schon recht gut. Man darf halt nur nicht zu genau hinschauen. :lol:
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Viele Grüße,
Stefan.

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22

Samstag, 15. Februar 2020, 22:18

So Leute, es ist wieder Zeit für ein paar neue Bilder vom Baufortschritt:

Das mittlere Aufbaudeck hat jetzt auch sein Holzdeck bekommen. Hier bin ich nochmal etwas anders vorgegangen. Ich wollte das Deck in aller Ruhe anpassen und probelegen können, ohne dass es direkt am Untergrund festklebt. Darum habe ich die klebende Unterseite zunächst mit Klarlack lackiert. Nach dem Trocknen hatte das Deck seine Klebekraft verloren, und ich konnte es problemlos zur Probe auflegen und sichergehen, dass alle Ausschnitte passgenau waren. Verklebt habe ich es dann mit verdünntem Weißleim.


Wie schon weiter oben geschrieben lässt das Artwox-Deck die Ablaufflächen der Ankerketten nicht frei. Da ich dies erst nach dem Verlegen des Decks bemerkt habe, habe ich diese Bereiche mit Bleistift vorgezeichnet und dann aus der Hand mit dem Pinsel ausgemalt. Ich denke, dass das Ergebnis seinen Zweck erfüllt:


Die Ankerketten habe ich aus mit Weißleim verstärktem Nähgarn nachgebildet. Zwar lag dem Artwox Deck eine Metallkette bei, jedoch war diese für den Maßstab viel zu groß. Ich finde, dass die Faden-Lösung ziemlich glaubhaft aussieht.


Im nächsten Schritt kamen die größeren Aufbauteile hinzu: Schornsteine, diverse Aufbauten und die aus Ätzteilen bestehenden Halterungen für die Beiboote (mittschiffs sowie beiderseits unmittelbar vor dem achteren Schornstein). Ebenfalls hinzugefügt: diverse Kleinteile wie leichte Kanonen, Scheinwerfer und ein Stück gebogene Reling am achteren Ende des Aufbaus.


Hier noch zwei Detailbilder der Mittelaufbauten.




Überdies haben Rumpf und Aufbau ein Washing mit Vallejo Light Grey Wash bekommen, um Details herauszuarbeiten und den "fabrikneuen" Look der Lackierung aufzubrechen.
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Viele Grüße,
Stefan.

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23

Samstag, 15. Februar 2020, 23:08

sieht sehr ordentlich aus, und hat eine schöne Holzfarbe :ok:

24

Sonntag, 16. Februar 2020, 11:54

Mahlzeit!

Schaut gut aus, für den Maßstab schöne Details. Du könntest noch die Kohlenluken (die vielen dunklen Kreise im Deck) in Grau oder Schwarz ausmalen, diese waren aus Metall.
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25

Sonntag, 16. Februar 2020, 17:23

oder Lukendeckel anbringen(z.B. aus 0.2 mm Sheet) :pfeif:

Beiträge: 378

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26

Sonntag, 16. Februar 2020, 18:59

Kann mich den anderen Posts nur anschließen: Sieht sauber aus!

Bleibe dran!

Harald

27

Montag, 17. Februar 2020, 07:22

Moin Stefan,

wirklich ganz großes Kino was Du hier in diesem Maßstab zeigst :ok: :ok:

Ingo
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Lord Nelson


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28

Montag, 17. Februar 2020, 10:23

Hallo,

Ich habe mal eine Frage: wie hält der Weißleim auf dem Polystyrol, der kann da ja nicht einziehen? Braucht der nicht einen porösen Untergrund? :huh:

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29

Freitag, 21. Februar 2020, 05:07

Moin zusammen!

Vielen Dank für die netten Kommentare! :)

Für die Kohleluken habe ich sogar Ätzteile hier. Die waren bei den beiden Holzdecks dabei. Ich muss mal schauen, ob ich die noch anbringe, oder ob ich nur die Kreise auf dem Deck mit einem Tropfen Farbe einfärbe.

Was den Weißleim angeht: Der muss nach meiner Erfahrung nicht unbedingt einziehen. Ein bisschen Struktur auf dem jeweiligen Untergrund kann aber sicher nicht schaden, um die Haftung zu erhöhen. Aber grundsätzlich trocknet der ja mehr oder weniger volumenerhaltend. Teile, die keiner großen Belastung ausgesetzt sind, kann man damit ganz gut verkleben.


Zurück zum Bau:

(Vorab bitte ich um Entschuldigung, dass es heute nur ein paar qualitativ nicht so schöne Handybilder gibt. Aber ich hatte meine Kamera nicht griffbereit.)

Das Modell hat seinen Gefechtsmast bekommen. Den einzupassen war leider eine größere Fummelei, als ich es gedacht hätte. Offenbar reicht die Dicke des Holzdecks aus, dass die Länge der beiden schräg nach vorne gehenden Stützen nicht mehr genau passte. Hier war also ganz vorsichtiges Kürzen angesagt. An der Hinterseite des Hauptmastes ist noch der Kranausleger für die Beiboote dazu gekommen. Die Decks haben ihre Relings aus dem Eduard Set bekommen, außerdem wurden noch einige Details wie Kanonen auf dem Vor- und Achterschiff hinzugefügt. Den Gefechtsmast habe ich schon vor der Montage mit Perlon-Schnur verspannt, weil ich befürchtete, dort nachher nicht mehr vernünftig dran zu kommen.


Die motorisierten Beiboote waren ja schon länger fertig gebaut. Sie haben noch ein weißen Streifen an der Deckskante und ein dunkelgraues Unterwasserschiff spendiert bekommen. Beides mit dem feinen Pinsel aus der Hand gemalt.




Die restlichen Beiboote wurden mit der Airbrush lackiert und dann per Hand verfeinert. Abschließend kam noch ein Tropfen dunkles Vallejo-Wash zur Anwendung, um die Tiefenwirkung des Innenlebens zu verstärken.




Nächster Schritt: Brückenaufbau aufgesetzt und die großen Geschütztürme hinzugefügt...


...Beiboote auf die Halterungen aufgesetzt...


...und noch ein wenig Verspannung angebracht.


Damit ist der Bau soweit abgeschlossen. An den Ankertaschen habe ich noch mit Acrylfarbe dezente Rostspuren angebracht. Abschließend habe ich das Modell komplett mit einer Schicht Mattlack überzogen, um etwaige Klebstoffspuren zu kaschieren. Es fehlen jetzt noch die Flaggen, die dem Bausatz als Deckals beiliegen.
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Viele Grüße,
Stefan.

30

Freitag, 21. Februar 2020, 09:18

Wie die Vorschreiber schon angemerkt haben, schönes sauberes Modell mit tollen Details.
Toll auch das es geätzte Teile für die Oberlichter gab. Die 1:350er Lord Nelson/Agamemnon ist diesbezüglich leider viel einfacher gestrickt.


Im Bau:
80-Kanonen Linienschiff Bucentaure 1:150
74-Kanonen Linienschiff Redoutable 1:150

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