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Montag, 18. Februar 2019, 22:50

IJN Haruna von Fujimi, 1:350

Mahlzeit allerseits!


Quelle: Wikipedia gemeinfrei

Ein riesiges Projekt eines kleinen Landes mit riesigen Ambitionen..

Anfang des 20ten Jahrhunderts, Japan hatte gerade die russische Flotte vernichtend geschlagen und England hatte mit der Dreadnought eine ganz neue Ära im Kriegschiffbau eingeläutet, wollte die japanische Marineführung weiter ganz vorn mitspielen. Dazu brauchte man natürlich modernste Schiffe, und davon ganz viele.
Zuerst sollte es eine Klasse von vier Schlachkreuzern nach britischem Muster sein. Das Typschiff der Klasse, die Kongo, wurde in England geordert, und zwar nach dem Entwurf der britischen Lion-Klasse, allerdings mit schwereren Kanonen. Statt 12 Inches (30,5 cm) 14 Inches (35,6 cm), womit die Schiffe dann lange Zeit ernstzunehmende Gegner waren.
Während die Kongo also fertiggestellt wurde, baute Japan seine Werften aus, so dass die übrigen Schiffe der Klasse in Japan gebaut werden konnten, mit einem Jahr Versatz zum Typschiff. Die Kongo wurde 1913 in Dienst gestellt, die Hiei 1914, Haruna und Kirishima 1915.

Im ersten Weltkrieg spielten sie, mangels feindlicher Schiffe, kaum eine Rolle, nur die Haruna wurde von einer Mine vermutlich deutscher Herkunft beschädigt. Ansonsten war der Krieg eher eine ausgedehnte Einsatzerprobung.
Danach fing man an, die Schiffe nach den Kriegserfahrungen auch der anderen Flotten zu modernisieren.
Die Torpedonetze fielen weg, der Rumpf bekam seitliche Torpedowülste, neue Kessel mit Ölfeuerung, zwei statt drei Schornsteine, verstärkter Panzerschutz vor allem der Decks, neue Feuerleit- und Entfernungsmessgeräte, eine Bordflugzeuganlage, ein sehr umfangreicher Umbau, der ein paar Jahre dauerte und nach dem die Schiffe vom Schlachtkreuzer zum Schlachtschiff umklassifiziert wurden. Und als er fertig war, folgte erstmal ein Umbau...
Das Heck wurde verlängert, leistungsfähigere Kessel und Turbinen wurden eingebaut, die schwere 8 cm- Flak wurde durch 12,7 cm ersetzt, die Mittelartillerie dafür teilweise ausgebaut, danach sprach man dann von schnellen Schlachtschiffen. Tatsächlich stieg die Geschwindigkeit von 26 kn auf beachtliche 30.5 kn, schnell genug, um Flugzeugträger zu erkortieren.

In der Zeit zwischen den Kriegen waren die Schiffe also fast mehr im Dock als im Wasser, dafür waren sie dann aber bei Kriegsbeginn ,obwohl ein Vierteljahrhundert alt, durchaus eine ernstzunehmende Macht.
Meist wurden sie paarweise eingesetzt, zur Eskorte der Trägerflotte oder von Landungsflotten. Ende 1942 gingen dann bei den Kämpfen um Guadalcanal erst die Hiei und einige Tage später auch die Kirishima verloren, beide nach zahlreichen Artillerietreffern.
Eine Schwachstelle war wohl die Panzerung des Rudermaschinenraumes, die dann bei den übrigen Schiffen mit Beton notdürftig verstärkt wurde. Ausserdem wurde eine Notrudereinrichtung angebracht und auf dem unteren Deck fast alle Bullaugen zugeschweißt. Dazu kamen weitere Flakgeschütze und erstmals Radar.
Zahlreiche Einsätze brachten zwar kaum Erfolge, verliegen aber glimpflich, weil etliche Bomben und Torpedos das Schiff knapp verfehlten. Wirklich sehr knapp.
Die Glückssträhne endete im Juni 1944 mit einem Bombentreffer, der u.a. den Propellerwellenbock backbord aussen beschädigte. Ein Reparaturversuch im Dock blieb erfolglos, es traten starke Vibrationen auf, weil das Schiff aber für die Schlacht um die Phillipinen gebraucht wurde, wurde die Welle kurzerhand ausgebaut und das Schiff mit drei Propellern und einer Höchstgeschwindigkeit von noch 25 kn in den Einsatz geschickt.
Die Schlacht um die Phillipinen war für Japan ein furchtbares Debakel, die Haruna zählte aber zu den wenigen glücklichen Überlebenden, auch hier gingen wieder etliche Bomben und Torpedos knapp vorbei.
Auf dem Rückweg nach Japan wurde dann auch das Schwesterschiff Kongo von einem U-Boot versenkt, während die Haruna mehrfach torpediert und verfehlt wurde.
Dafür lief sie dann, fast schon zuhause, auf Grund und schlug leck, was eine mittelgroße Reparatur des Rumpfes nötig machte.
Und als diese Reparatur fertig war, hatte sich die Brennstofflage so sehr verschlechtert, dass die gesamte Flotte unbeweglich war. Die Schiffe wurden in der Nähe von Kure verankert und teilweise getarnt, wurden aber immer wieder Ziel von Luftangriffen. Haruna wurde im März 1945 beschädigt und im Juli 1945 dann solange bombardiert, bis sie nach etlichen Treffern im flachen Wasser auf Grund ging und aufgegeben wurde. Immerhin blieb ihrer Besatzung das Schicksal so vieler japanischer Soldaten erspart, sinnlos geopfert zu werden.

Das Modell

Eigentlich sind mir diese Fujimi-Bausätze ja zu teuer, diesen habe ich aber schon vor einiger Zeit relativ günstig in der Bucht geschossen. Dazu kamen dann im Laufe der Zeit noch zwei Ätzplatinen von Aoshima für deren Kongo-Klasse, aber die Teile sollen wohl auch hier verwendbar sein, da bin ich ja ziemlich respektlos. Dazu gibt es gedrehte Messingrohre für die Hauptgeschütze (Fujimi) und ein Holzdeck von Hunter.
Eher wenig Zubehör, aber Fujimi-Bausätze sind ja nicht nur teuer, sondern auch gut. Viele Plastikteile sind so fein gegossen, dass es gar nicht nötig ist, sie durch Ätzteile zu ersetzen.

Laut Fujimi stellt der Bausatz den Bauzustand 1944 dar, nach intensivem Studium der Chronik auf Combinedfleet.com ordne ich das aber eher bei 1943 ein, mit nur einem Radargerät und nur 34 Rohren leichter Flak. Das genaue Datum ist mir dabei ja gar nicht wichtig, aber ich will möglichst keinen Bauzustand haben, den es so nicht gegeben hat. Ist besonders bei IJN-Schiffen sowieso schwierig, die Japaner hatten es wohl nicht so mit der Dokumentation. Na ja, wird schon werden...

Unboxing im Zeitraffer:









Los gehts!



Gut zu sehen die zugeschweißten Bullaugen, aufbohren war diesesmal flott gemacht.



Reichlich stabile Spanten, auf dreien werden auch gleich die Schartenblenden für die Sekundärgeschütze drehbar aufgesetzt.



War arg fummelig, das alles zusammen zu bekommen..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

2

Montag, 18. Februar 2019, 23:46

Moin Jochen,

mein Interesse hast du. Wo sind die Stühle?

Interessant das die Kongo´s auf dem Lion Typ basierten. Von den Lions hat es ja, u.a. aus Vertragsgründen, keine Einheit zu einer zwoten Kriegsverwendung geschafft. Dabei finde ich diese Umbauten von WW I Veteranen im zweiten Weltkireg immer wieder interessant. Wie wo Baden und Hindenburg 1939 ausgesehen hätten?

Grüße

Joerg
Ricke-racke mit viel Tücke
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Zitat: Jochen (Golfkilo)

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3

Dienstag, 19. Februar 2019, 00:32

Ich bin auch dabei. :ahoi:
LG,
Peter

4

Dienstag, 19. Februar 2019, 05:36

Gude,

da guck ich doch auch gern zu.
Als Weiterentwicklung der "splendid Cats" wirklich schöne Schiffe mit interessantem Aufbau und Geschichte.
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5

Dienstag, 19. Februar 2019, 07:32

Wenn noch ein Platz frei ist setze ich mich gerne dazu.
Japanische Schiffe sind einfach schön :)
Grüße
Micha

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6

Dienstag, 19. Februar 2019, 07:50

Servus
Eine ausführliche Geschichte zur Einleitung des Bauberichts :ok:
Ehrlich gesagt kannte ich den Pott nicht... wer sagt da noch das Modellbau nicht weiterbildet :D
Hatte allerdings schon nach deiner Ankündigung gegoogelt... musste einfach wissen was mir wieder vor das Sehrohr kommt :)
Jetzt freue ich mich auf deine SHOW :five:
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

7

Dienstag, 19. Februar 2019, 07:57

Kein Atempause, Geschichte wird gemacht...

In gewohnter Weise kommt nach Fertigstellung des einen Schiffes gleich das Nächste...ich nehm dann mal Platz.
Gruß, Olaf

Bau eingestellt Zerstörer Mölders 1:100 scratch
Abgewrackt Zerstörer Z-17 1:350
Fertig: Hachette U96 1:48, Academy Graf Spee 1:350, VIIc 1:350

8

Donnerstag, 21. Februar 2019, 20:42

IJN Haruna - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Immer schön, wenn man in der Anfangsphase so schnelle Erfolge sieht...



An einem Wellenbock war eine Sinkstelle zu spachteln (weiß), hat aber alles prima gepasst.



Die kleine Nase unterm Bug gehört zu der Minenabweisern (Paravane), die Löcher mussten zwar selbst gebohrt werden, aber bei fast allen Modellen fehlt das Teil ganz.
Ich glaube zwar nicht, dass man so wertvolle Einheiten jemals in minenverseuchten Gewässern eingesetzt hat, aber die Einrichtungen waren bei allen Schiffen vorhanden.



Mal probeweise die Decks eingelegt, mit Kleber werden die Spalten verschwinden. Über die Fuge zwischen den Decksteilen kommt sowieso noch ein Flakunterbau, ausserdem ja das Echtholzdeck.



Rumpfunterteil in Revell 37 Ziegelrot, Oberteil Tamiya XF-75 Kure Gray, und dann zum Schutz erstmal eine Lage Klarlack.



Das später angebaute Flugzeugdeck war mit Linoleum belegt, Tamiya XF-79. Bin immer froh, wenn diese Flugzeugrangierschienen bemalt sind, hier war es ja überschaubar.



Trockenzeiten überbrücke ich ja gern mit Kleinkram...



25 mm Flak Typ 89 in Drillingslafette. Dazu kommen dann noch 8 Zwillinge, für ein Schlachtschiff im Jahr 1943 sehr wenig leichte Flak. US-Schiffe hatten da das Dreifache..
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-Otto von Bismarck

9

Donnerstag, 21. Februar 2019, 21:06

Wieder ein Super- Modell!
Besonders die Silhouette hat es mir angetan.
So sollte ein Schlachtschiff aussehen!
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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10

Donnerstag, 21. Februar 2019, 21:13

Sehr sauber lackiert. Ein guter Start...... :ahoi:
LG,
Peter

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11

Donnerstag, 21. Februar 2019, 22:53

Servus
Geht ja wieder mal dahin bei Dir :rrr:
Das Ziegelrot steht dem Nippon-Krieger gut! Keine Flaks in Messing?
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

12

Freitag, 22. Februar 2019, 13:12

Dank euch!

Ray, der Grund für meine Auswahl war diesesmal der: Es sollte mal wieder ein richtiges Schlachtschiff sein, und zwar eines, dass nicht nur so heisst, sondern auch so aussieht. :ok:

Gustav, diesesmal gibt es sowieso kaum Messing, die Aoshima-Ätzis sind aus Neusilber...Ein paar typische Kandidaten für Ätzteile sind bei diesem Bausatz tatsächlich so fein gegossen, dass ich die Originalbausatzteile verwenden werde. Neben der leichten Flak sind das z.B. die Scheinwerfertürme und die Schornsteingitter. Treppen, Lotplattformen und Kranrollen habe ich noch in der Post, aber auf leichte Flak, die es von verschiedenen Zubehöranbietern als Einzelbausätze mit bis zu 20 (!) Teilen gibt, habe ich dann doch verzichtet, aus Kosten- und Nervengründen...
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

13

Samstag, 23. Februar 2019, 14:51

IJN Haruna - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Weiter ging es mit dem Deck.



Zuerst achtern. Plastikteil passt gut, Holzdeck ist eine getreue Kopie.



Auch Fehler sind mitkopiert..



So muss das.



Die Bauweise ist extrem stabil, schlachtschiffgerecht!



Schartenblenden, Kranunterbau und Lüfter müssen in einem Zug mit dem Oberdeck montiert werden, etwas fummelig.



Ein kleiner Spalt zwischen Aufbau und Holzdeck wird mit Revell 314 kaschiert.



Leider bleibt dieser Spalt zwischen den Decksteilen, Rumpf zu lang oder Decks zu kurz, angesichts des Bausatzpreises eine Frechheit.



Das Holzdeck überdeckt zwar die Spalte, ist aber auch um dieses Stück zu kurz.



Der Spalt ist allerdings geschickt platziert, wird nachher vom Flakunterbau verdeckt.



Also das Holzdeck entsprechend zerschnitten..



..die Fugen am Decksrand verspachtelt, geht mit Vallejo und Silikonspachtel schnell und sauber,..



..und die Deckstücke aufgeklebt, mit unsichtbarer Dehnungsfuge.



Sieht doch schon ganz gut aus!

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14

Samstag, 23. Februar 2019, 19:27

Hi Jochen
Da ist man mal ein paar Tage nicht da und schon gibt es was neues von Dir....KLASSE!!! :ok: :ok:

Bin auf jeden fall wieder dabei. ;)

15

Mittwoch, 27. Februar 2019, 23:06

IJN Haruna - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Ich habe mich erstmal um den Punkt gekümmert, der mir Bauchschmerzen machte, nämlich noch immer der Spalt im Deck bzw. die Anpassung des Brückenaufbaus darüber. Habe also erstmal die untere Hälfte des Brückenaufbaus gebaut.



Rohbauteile nebst Holzdeck. Bis hierher ist die Form noch ziemlich britisch.



Das ist die schön gemachte Unterseite des Flakbalkons vor der Brücke.



Mal lose zusammengestellt.



Und zusammengeklebt mit den ersten Details und dem ersten Stück Aoshima-Reling. Passt, jedenfalls mit sachter Gewaltanwendung..



Ab dieser Höhe sind dann nur noch halb offene Plattformen übereinander gestapelt.



Das sind Bausatztreppen, zu deren Ersatz hat mir der Postmann vorgestern einige Ätzplatinen gebracht.



Viel besser..auch wenn es amerikanische Treppen sind, japanische waren grad nicht lieferbar. Bisher gab es aber keine Abstossungsreaktionen.



Sicherungen für die Treppenschächte aus Meterware.



Sieht dann so aus. Die seitlichen Ohren sind Peilnocken, die eigentlich auf Bodenhöhe sein müssten..



..habe sie also abgesägt, tiefer angeklebt und mit einem Ätzteilrest abgestützt.



Kein Modell ohne zweckentfremdete Leiter, das sind die Takelbänke für die Signalflaggenleinen. Konkrete Referenzen habe ich dazu nicht, aber so oder so ähnlich muss es gewesen sein.



Und noch was hat mir der Postmann gebracht, Einzelrelingstützen. Nachdem ich das ja beim Tsesarevich eher rustikal aus 0,3 mm Messingdraht gemacht habe, hier nun die endgültige Nervenkillerversion..



Soweit montagefertig, diese Verglasung wird mich dazu nötigen, die traditionelle Klarlackdusche als allerletzten Arbeitsschritt ausfallen zu lassen. Denn der Raum ist nach hinten zwar so offen, dass ich die Scheiben vernebeln würde, aber nicht so offen, dass ich eine Abklebung wieder entfernen könnte. Also muss ich diesesmal abschnittsweise vorgehen.



Und die Auflösung des Spannungsbogens: Alles ist an Ort und Stelle, der Spalt ist nicht mehr sichtbar, die weiteren Anschlüsse passen, Operation gelungen. Uff...
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Realname: Gustav Stefan

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16

Mittwoch, 27. Februar 2019, 23:40

Servus Du Schlafloser :D
Krasse Fortschritte... wie immer begeistert ich bin :sabber:
Das die Bausatztreppen für Dich ein „Don‘t Go“ sind ist schon klar... da baust du Ami-Treppen ein? Admiral Kurita dreht sich im Grab :abhau:
Scherz beiseite... Sagenhaft wie das Alles wieder passt!
Klarlackdusche: warum hast die Fenster nicht danach eingebaut?
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

17

Donnerstag, 28. Februar 2019, 08:10

Moin! Die Details und vor allem auch die Winzigkeit der Ätzteile sind faszinierend. Hut ab, wer die Geduld hat das zu verarbeiten. Was etwas störend wirkt, ist dass die Aufbauten an manchen Stellen mit deutlichen Kanten, Spalten und Versatz zusammengebaut sind. Und ich glaube du wirst es auch nicht mehr korrigieren, da die Teile bereits lackiert sind. Ich kenne das Original nicht und bin mir jetzt nicht sicher ob das so sein muss. Das wäre aber auch der einzigste konstruktive Kritikpunkt den ich mir nach einigem zögern erlaube anzubringen. :ok:
Schöne Grüße,
Simon

www.birocco.com

18

Donnerstag, 28. Februar 2019, 11:07

:ok:
Ricke-racke mit viel Tücke
in die Phenix eine Lücke...
Zitat: Jochen (Golfkilo)

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19

Donnerstag, 28. Februar 2019, 12:49

Dank euch!

Gustav, die Fenster müssen im Zuge des Zusammenbaus rein, weil sie auch von oben durch überkragende Deckel abgedeckt werden, werde das beim nächsten Schwung Fotos verdeutlichen.

Simon, ich weiss, welche Kanten du meinst, schön, dass du das kritisierst. Ist aber im Grunde der Geschichte des Schiffes geschuldet, die ganze Konstruktion der Brücke wirkt etwas zusammengestrickt, und genau das war sie auch.
Ursprünglich ein freistehender Dreibeinmast mit nur wenigen kleinen Plattformen, kamen von 1923 bis 1944 praktisch jedes Jahr irgendwelche Anbauten dazu, ohne das Bestehendes entfernt oder angepasst wurde. Typisch japanische Bauweise.
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20

Samstag, 2. März 2019, 20:20

IJN Haruna - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Es ging munter weiter, zwischendurch immer etwas Kleinzeug:



Ein eher lieblos gestaltetes Ruderboot, dass ich kurzerhand abgeplant habe, mit Zigarettenpapier mit Streifenmuster. Weiss bleiben japanische Planen nämlich sowieso.
Beim Holzdeck dabei diese Ätzplatine mit Seiltrommeln und Decksluken.



Zahnstocher und 0,7 mm Poly-Rundstab mit Garn umwickelt...



..ergeben schöne Seilrollen. Diese und die Klappdavits an der Aufbauseite sieht der Bausatz seltsamerweise nicht vor. Immer wieder gut, eine umfangreiche Kramkiste zu haben.



Wo ich schonmal Kleinzeug aufs Vordeck geklebt habe, auch gleich zahlreiche Lüfter und Poller angebracht, sowie die Ankerkette, die, fertig brüniert und in realistischer Grösse, dem Bausatz beilag.



Die Stopperketten sind geätzte Ankerketten aus der Kramkiste, zwar flach, aber in richtiger Größe.



Noch ein Ärgernis: Der Aufbau ist überkragend gebaut, und die darunterliegenden, sichtbaren Decksteile haben keine Plankengravur. Bausatzfehler. Und weil das Holzdeck eine getreue Kopie des Bausatzdecks ist, genauer der gravierten Bereiche, fehlen die Teile unterm Aufbau.



Um das mit Farbe zu kaschieren, ist es zuviel. Also stückeln...
Zuerst einen rechtwinkligen Ausschnitt in Deck, entlang der Plankengravur, und ein Reststück sauber eingepasst.



Mit dem superspitz gespitzten Bleistift ganz sachte Plankenmuster aufgezeichnet..



..und die Stücke eingesetzt. Zuletzt noch die Plankenstösse aufgezeichnet..



..fällt fast nicht mehr auf. Bin froh, dass ich das retten konnte, solche unnötigen Probleme ärgern mich aber.

Na ja..



Weiter mit dem Brückenaufbau, die oberen Ebenen im Rohbau.



Der totale Durchblick!



Auch die Unterseiten sind gut gestaltet.

Zwei Decks noch, dann ist die Brücke fertig!
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21

Samstag, 2. März 2019, 20:32

Jau, das typische Chaos der japanischen Schlachtschiffe.
Fuso ist da na nochmal die Steigerung von...

Deck gut gerettet. Da kann man sich schon schwarzärgern bei solchen Fehlern. So billig sind die Bausätze ja nicht...

Beste Grüße,
Björn
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22

Samstag, 2. März 2019, 20:44

Fuso ist sowieso ein schiffbaulicher Alptraum...
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23

Samstag, 2. März 2019, 20:52

Die Fuso wurde auch sehr schnell versenkt.
Aber die Bewaffnung war schon beeindruckend: 6x35,56cm Zwilling...

Das mit den Brückentürmen haben sie aber echt eisern durchgezogen - auch wenn´s noch so chaotisch wirkte. Naja, Form follows function...
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24

Sonntag, 3. März 2019, 08:03

Servus Jochen
Du hast aber ganz schön Fahrt drauf... macht Spaß Dir zuzuschauen :ok:
.. das mit den Fensrern ist mir jetzt klar wie Lack, könnte man dennoch zwischendurch mit KL Lackieren.. ich muss da meine Airbrush öfter anpatzen..
Schöne Fotos, Ich finde die Japse-Pötte interessant... die Aufbauten sollten dem Gegner wohl ängstigen.. :D ..
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25

Sonntag, 3. März 2019, 11:32

Moin Jochen,

der Fehler mit dem Deck ist ja wirklich ärgerlich. Glückerlicherweise konntest Du dieses Problem lösen.

Mit diesen zusätzlichen Holzdecks wird richtig Kohle gemacht, da könnte man erwarten das solche Fehler nicht passeren.
Eigentlich erwarte ich vom Zubehör, egal was oder woher es kommt, eine Aufwertung des Bausatzes.
Das Deck wird, so schauts für mich aber immer wieder aus, nur eingescannt und dann ohne ausreichende Kontrolle geplottet.

Der Haruna Turm schaut juut aus. :ok: Man stelle sich vor, wie das Schiff bei starken Seegang rollt und stampft. Da macht der Aufenthalt soweit über der Wasserlinie keinen Spaß mehr. :cracy: :grins:
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Zitat: Jochen (Golfkilo)

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26

Sonntag, 3. März 2019, 14:30

Vielleicht sollten sich die Gegner über die Schiffsarchitektur auch totlachen..

Gustav, das mit dem Klarlack finde ich inzwischen gar nicht mehr so dramatisch, denn bessere mechanische Beständigkeit der Farbe ist bei dem Filigranzeug sowieso kein Thema, und das wegschminken der Kleberflecken geht auch mit dem Pinsel. Ist halt mehr Arbeit, auch weil man immer etwas übersieht. Man muss öfter ran, aber da ich abschnittsweise vorgehe, ist nochmalige Kontrolle der vorherigen Abschnitte schon Routine.

Jörg, Qualitätskontrolle ist tatsächlich ein düsteres Kapitel, nicht nur bei den Holzdecks. Manche Bausatzhersteller verzichten inzwischen offenbar auch auf Testbauten, bei Dragon-Modellen ist ein Zusammenbau nach Anleitung oft schlicht unmöglich, und auf dem Karton sieht man keine Modellfotos, sondern CAD-Grafiken.
Die japanischen Hersteller sind da eigentlich besser, insbesondere Tamiya macht solche Fehler einfach nicht, aber auch die hierzulande weniger bekannten liefern normalerweise solide Qualität. Daher auch meine Enttäuschung über die Fehler des Bausatzes, bei Trumpeter hätte ich das achselzuckend übergangen.
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27

Dienstag, 5. März 2019, 21:30

IJN Haruna - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Zeit, Lust und ein herausforderndes Modell, was will man mehr? Kuchen! :abhau:

Die Pagode ist fast fertig:



Die Spiere an der Rückseit muss später diverse Antennen tragen, die teilweise über die gesamte Schiffslänge gehen. Habe sie also aus 0,5 mm Stahldraht gemacht und mit Ringösen von meiner neuen Lieblingsätzplatine befestigt.



Trockenprobe der letzten beiden Etagen. In meiner realen Nachbarschaft steht ein zehnstöckiges Hochhaus, das sehe ich jetzt mit ganz neuen Augen..



Ja, es gibt ihn wirklich: Der Dreibeinmast, um den herum die ganze Geschichte gebaut wurde, hier ist die Reihenfolge aber umgekehrt, die tragende Struktur kommt zuletzt.



Und an der Rückseite kam später diese Stütze dazu, nebst den Signalrahen. Die Löcher waren nur angedeutet, also war Fleissarbeit gefordert..



Und Takelpunkte für die Signalleinen. Hatte überlegt, deren Blöcke mit Ringösen darzustellen, das war mir dann aber doch zu fummelig. Also wieder Leiter zweckentfremdet..
Anbauen und takeln werde ich die aber noch nicht, weil ich darunter noch eine Laufbrücke über den Aufbau mittschiffs anbringen muss, und um die anzubauen, muss erstmal selbiger Aufbau möbliert werden.

Also Ortswechsel:



Schornstein Nr.2, fast original aus dem Bausatz, nur die Dampfrohre aufgebohrt. Bei den Aoshima-Ätzteilen gibt es auch Schornsteingitter, diese sind aber kaum feiner als die Plastikteile, bei denen mir aber die Form besser gefällt.



Kleiner Aufbau zwischen den Schornsteinen, mal probeweise mit Einzelstützen eingezäunt. Bei so ungleichmässigen Formen hat man mit Meterreling die Stützen nie da, wo man sie braucht, so ist besser.



Die Kanone darauf wird wohl für Leuchtgranaten gewesen sein, ist jedenfalls keines der üblichen japanischen Geschütze.



Plattform zwischen Brücke und Schornstein.



Um die 14 (!) Füße gleichzeitig in ihre Löcher im Deck stecken zu können, habe ich diese mit einem kleinen Kegelfräser leicht aufgeweitet, ist so noch fummelig genug.



Scheinwerfertürme aus jeweils vier Gitterteilen.



Unterbauten für die Leitgeräte der Mittelartillerie..



..und die Leitgeräte selber, die durch diesen Laufsteg miteinander und mit dem Brückenturm verbunden sind.



Alles mal lose zusammengestellt, Teile müssen in der Reihenfolge, wie ich sie gebaut habe, auch montiert werden. Der Spalt zwischen den Hauptdeckshälften zeigt sich hier ein letztes mal, zwischen Brücke und Laufsteg klafft eine entsprechende Lücke, die ich irgendwie zumogeln muss.
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28

Dienstag, 5. März 2019, 21:52

Dafür gibt es keine Superlative mehr, sorry.
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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29

Dienstag, 5. März 2019, 22:31

Hallo Jochen,

ein starkes Modell, was du da baust! Diese schwimmenden japanischen Pagoden finde ich immer wieder faszinierend. Da werde ich gerne beim weiteren Bau zusehen.
_______________
Viele Grüße,
Stefan.

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30

Mittwoch, 6. März 2019, 07:38

Da sitz ich bei meinem Frühstückskaffee und glotzte auf deine neuen Bilder... Jochen, ganz ganz großartig :love:
Ich würde das Hochhaus in der Nachbarschaft gegen den HarunaTurm eintauschen... optisch :grins:
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1/350, 1:350, Fujimi, Haruna, IJN, Schlachtschiff

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