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Montag, 11. Juni 2018, 23:38

Chinesisches Panzerschiff Ting Yuen in 1:350

Mahlzeit allerseits!


Quelle:Wikipedia gemeinfrei

Der Traum eines Admirals sind Schiffe, die in der Lage sind, jedes andere Schiff zu zerstören und dabei immun gegen deren Waffen, davon dann möglichst viele. In diesem Fall waren es 2, für mehr reichte das Geld nicht, aber die waren allem überlegen, was schwamm...

Wir schreiben das Jahr 1881, der europäische Imperialismus ist auf seinem Höhepunkt, als die chinesische Regierung, gedemütigt durch immer neue Zumutungen der aggresiven Europäer, beschließt, sich eine konkurrenzfähige Flotte zuzulegen. Da man selber, als technisch rückständige traditionelle Landmacht, soetwas nicht bauen konnte, wurden die Schiffe in England und in Deutschland gekauft. Von der Vulcanwerft in Stettin kam dabei der Kern der neuen Flotte, die beiden Panzerschiffe Ting Yuen (oder Dingyuan, Ting Yuan, Tingyüan sowie einige Schreibweisen, die meine Tastatur nicht hergibt) und Chen Yuen.
Es handelte sich um eine Weiterentwicklung der deutschen Sachsen-Klasse, etwas kleiner, mit stärkerer Maschine und dickerer Panzerung, vor allem aber schwereren Kanonen. Die hochmodernen Krupp-305mm-Kanonen hatten zwar langsame Schussfolge, aber verheerende Wirkung und eine Reichweite von fast 8 Kilometern. Treffen konnte man allerdings auf solche Distanzen damals noch nicht...
Eigentlich waren es reine Dampfschiffe, für die weite Reise von der Ostsee ins gelbe Meer hatten sie aber eine prächtige Hilfsbesegelung, außerdem einen damals modernen massiven Rammbug. Insgesamt ein recht kurioses Aussehen.
Die Schiffe wurden 1881 bestellt und noch im gleichen bzw im nächsten Jahr vom Stapel gelassen, Ausrüstung und Erprobung dauerten dann allerdings 3 Jahre. Und als sie endlich bereit zur Ablieferung waren, zankte Frankreich sich gerade mit China um Vietnam, so das Deutschland die Ablieferung hinauszögerte, bis Frankreich seine Ziele durchgesetzt hatte...auch wenn sich die europäischen Mächte untereinander spinnefeind waren, gegen die anderen hielt man zusammen.
Ende 1885 konnte China die Schiffe endlich in Dienst stellen und unternahm damit ersteinmal Repräsentationsreisen nach Korea, Japan und Indonesien. Allerdings verlor die Regierung schnell wieder das Interesse am ganzen Flottenprojekt, so das die Schiffe, als es 1894 zum Krieg gegen Japan kam, in sehr schlechtem Zustand waren. Kaum Granaten vorhanden, Teile der Ausrüstung geklaut und verkauft, das Schwarzpulver mit Kakao gestreckt, die Besatzung, sofern überhaupt anwesend, schlecht ausgebildet---so kann man, bei aller individueller Tapferkeit, keine Schlacht gewinnen. Das Treffen mit der an sich unterlegenen japanischen Flotte geriet dann auch zum Fiasko für die Chinesen, während die Japaner kaum Verluste hatten, wurden die chinesischen Kreuzer gnadenlos zusammengeschossen. Nur die beiden Panzerschiffe, denen keine Kanone etwas anhaben konnte, entkamen fast unversehrt in ihren Stützpunkt. In Sicherheit waren sie da aber nicht, der Stützpunkt wurde eingeschlossen, die Ting Yuen bei einem Torpedobootangriff beschädigt und danach, vor der Kapitulation der restlichen Flotte, selbstversenkt. Das Schwesterschiff übernahmen die Sieger, die es noch fast 20 Jahre in Gebrauch hatten.

---Ende des Admiralstraumes---

In China ist das Schiff heute recht bekannt, es gibt eine Replika, der Welt größter Nachbau eines historischen Kriegsschiffes, und verschiedene Bausätze, von denen ich mir natürlich den 1:350er rausgegriffen habe. Hersteller ist Bronco, sonst nicht für Schiffe bekannt, es gibt nur diese Panzerschiffe und, aus dem gleichen Krieg, den Elswick-Kreuzer Chih Yuen. Auch mit einheitlicher Schreibweise wären diese Namen noch sehr verwirrend..Sind schön gestaltete Bausätze, bei der Ting Yuen konnte ich bislang auch keine nennenswerten baulichen Unterschiede zu den wenigen Originalfotos und den weit zahlreicheren Fotos der Replika finden. Nur bei der Farbgebung herrscht einiges Wirrrwar, im wesentlichen werde ich mich aber wohl an die Vorgaben des Herstellers halten.

Bausatzvorstellung habe ich ja schon gemacht, hier noch das Zubehör, das ich verwenden werde:



Ätzteilsatz von Voyager, recht günstig zu haben, es kam mir vor allem auf die Wanten an. Diese sind durchaus maßstäblich und haben sogar durchhängende Webleinen, etwas, das ich sicher nicht selber hingefummelt kriege.

Und jetzt das Zubehör, das ich nicht verwende:



Das sind die Geschützrohre des Bausatzes, gut genug, um keine gedrehten Metallrohre haben zu wollen.



Holzdeck von Hunter, schön gemacht, mit geätzten Kohlenluken, leider stimmt die Farbe gar nicht. Original war viel dunkler, Richtung Teak/Mahagoni/Revell 84. Das wird dann auch die Hauptfarbe werden.

Geht also in Kürze los mit dem Bau...



..erstmal will ich aber noch dieses Takelagemonster vom Tisch haben.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

2

Dienstag, 12. Juni 2018, 07:05

Moin Jochen,

schönes Schiff, ich (inkl. meiner Flohkiste :D) bin dabei...

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


3

Dienstag, 12. Juni 2018, 07:23

Hallo Jochen,

Freu mich auf den Bau.
Wirst Du das Deck beizen oder streichen?
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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4

Dienstag, 12. Juni 2018, 09:45

Servus
Klar, auch für mich eine Beobachtungspflicht...
Das Bordflugzeug wird aber groß ! :D
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

5

Dienstag, 12. Juni 2018, 09:51

Moin Jochen,

dein Projekt gefällt mir! :thumbup:


Zitat

Auch mit einheitlicher Schreibweise wären diese Namen noch sehr verwirrend
Ting Yuen bedeutet "ewiger Friede" bei der Schwester trifft es die englische Übersetzung besser "striking from far away"

Grüße

Joerg


Im Bau:
80-Kanonen Linienschiff Bucentaure 1:150
74-Kanonen Linienschiff Redoutable 1:150

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6

Dienstag, 12. Juni 2018, 10:08

Da simmer dabei, dat iss priiima...
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





7

Dienstag, 12. Juni 2018, 15:56

Cooles Modell. Da schau ich auch mal direkt zu.
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8

Dienstag, 12. Juni 2018, 20:03

Interessante Einleitung und sehr schönes Modellbauprojekt.

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Realname: Knut

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9

Dienstag, 12. Juni 2018, 20:41

Hallo Jochen,

ich bin als Zuschauer auch wieder dabei!

Aber ich will auch den fertigen Flieger sehen!!!

Gruß Knut

10

Dienstag, 12. Juni 2018, 22:50

Mahlzeit!

Freue mich über so reges Interesse, das spornt mächtig an.
Ich werde mal schauen, ob ich das Holzdeck eingefärbt kriege, würde es schon gern verwenden, auch weil beim Plastikdeck die Plankenstöße fehlen und die Fugen dafür recht prominent graviert sind. Die Replika zeigt da eine gleichfalls braune Dichtmasse, sieht aus wie schnödes Silikon. Aus einiger Entfernung wirkt das ganze Deck dann schlicht braun, ohne sichtbare Struktur.
Das Holzdeck zu beizen oder sonstwie zu lasieren könnte problematisch werden, weil die Dinger oft eine versiegelte Oberfläche haben. Von diesem Hersteller habe ich aber noch keines verarbeitet, Versuche starten morgen.
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-Otto von Bismarck

11

Mittwoch, 13. Juni 2018, 09:02

Könntest du mir eine Bezugsquelle für die Ätzteile nennen? Ich überlege, die TY als Hintergrundmodell für eines meiner Fotodioramen zu bauen. Da könnte ich mir jetzt einiges von dir abschauen. ;)
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

12

Mittwoch, 13. Juni 2018, 13:00

Ich hab sie vom Sockelshop, da sind sie aber derzeit nicht am Lager. Hersteller ist Voyager Models, nennt sich Blue Star Admirals, Produktnummer ist BSP35007 .
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13

Mittwoch, 13. Juni 2018, 13:18

Nachdem mich Dein letztes Werk so begeistert hat bin ich als (noch?) Nicht-Schiffsbauer auch wieder dabei.
Freue mich drauf Dir zuzusehen. :)
Gruß
Micha

Beiträge: 4

Realname: Stephan Heider

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14

Mittwoch, 13. Juni 2018, 17:06

Ein schönes und interessantes Projekt, dass ich interessiert mitverfolgen werde.
Bei mir steht das Schwesterschiff, die Chen Yuen (ebenfalls von Bronco), demnächst auch auf dem Plan. An den Ätzteilesatz von Voyagermodels ist leider wirklich schwer dran zukommen. Ich suche auch schon seit einiger Zeit nach diesen.

Schöne Grüße
Stephan

15

Mittwoch, 13. Juni 2018, 17:40

Willkommen an Bord auch den jüngst dazugekommenen...da hatte ich ja, wie es scheint, wirklich Glück mit den Ätzteilen.

Glück hatte ich auch damit, daß Holzdecks von Hunter, im Gegensatz zu denen von Artwox, offenbar keine wasserabweisende Beschichtung haben.



Genau so hatte ich mir das gewünscht, perfekt. Umbra aus dem Schulwasserfarbkasten, manchmal ist es so einfach...
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16

Mittwoch, 13. Juni 2018, 17:52

Aber bei der Dübelung wird's dann schwierig... :D
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





17

Mittwoch, 13. Juni 2018, 17:56

Gar nicht, dafür habe ich doch zum Formationstanz dressierte Flöhe. Die lasse ich ihre Aufwärmrunde auf einem Schreibmaschinenfarbband machen und ab auf´s Parkett...
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18

Mittwoch, 13. Juni 2018, 22:24

Du kennst aber auch wirklich alle Tricks...
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





19

Donnerstag, 14. Juni 2018, 21:05

Was hast Du Dir denn da wieder für einen Pott angelacht?
Schaut aber recht interessant aus, da werd´ich mir mal das Hockerchen zurecht stellen
und zuschauen :ok:


LG Heinz
Leute hetzt euch nicht ab, ihr kommt noch früh genug zu spät! ;)


Fertig: Golden Star, Seehexe,

20

Freitag, 15. Juni 2018, 21:24

Ting Yuen - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Baustart...



Holzdeck komplett gefärbt, mit reichlich Wasserfarbe eingepinselt und den Überschuss abgewischt, gefällt mir gut.



Von hinten sieht das so aus, gut mit Farbe durchtränkt, werde also auch an den Rändern keine Probleme kriegen.



Sämtliche Ätzteile abgeflämmt, aus 3 Sätzen, nur den Überblick behalten...Bei den Riemen ist Voyager wohl ein Fehler mit dem Maßstab passiert (1:144?), die Dinger sind größer als die Boote. Macht aber nix, hab genug in der Kramkiste.



Das ist die bislang cleverste Art der Wasserlinienoption, keine sichtbare Naht, leicht abzutrennen und durch den Zwischenboden auch noch stabil. Den Schmidt wird´s freuen..



Die achteren Luken sind formenschlußbedingt ziemlich verwaschen...



..von diesen anderswo vorgesehenen Ätzteilen (Nr. 21) hätte man ruhig ein paar mehr beilegen können. Irgendwas finde ich immer zu meckern.



Passgenauigkeit bislang in Ordnung.



Am Ladegut für den Flugzeugtransportprahm sind noch ein paar Restarbeiten zu machen.



Ankerketten aus dem Ätzteilesatz (oben) und vom Holzdeck, letztere gefällt mir besser. Alternativ waren die Ketten abgeschäkelt und damit unsichtbar, weiß noch nicht, wie ich das darstelle.
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-Otto von Bismarck

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21

Samstag, 16. Juni 2018, 09:50

Hhmmm, ist der Doppeldecker wirklich im richtigen Maßstab?
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





22

Samstag, 16. Juni 2018, 12:55

Kannst du ein wenig zum Ätzteile Abflammen sagen ? Das hört bzw liest man ja eher selten ... ich finde unterschiedliche Modellbautechniken toll.

Machst du es um eventuelle Lackreste zu entfernen um dann leichter brünieren zu können ?
Oder ist es im Sinne vom Durchglühen um die Teile leichter biegsam zu machen ? Oder beides ?

Verwendest du einen Brenner aus dem Lebensmittelbereich ... um zum Beispiel Creme brulee herzustellen ?
Wie lange und nach welcher Technik machst du das ? Mit der Zange in der Luft oder auf einer Steinunterlage ?

Hast du einen optischen Vergleich wo du sagst "jetzt ist die ideale Temperatur erreicht" ?
Also zum Beispiel wenn es sich dunkel verfärbt oder auch rötlich wird ... bei so hauchfeinen Teilen dürften entsprechende Temperaturen bis kurz vor dem Schmelzpunkt ja innerhalb von Sekunden erreicht sein ... und wie sind deine Erfahrungen dazu ?

ich weiß ... die Neugier ... aber da tauchen einfach viele Fragen auf ...
Danke
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

23

Samstag, 16. Juni 2018, 14:37

Mahlzeit!

Franz, der Kapitän war Big-Scale Modellbauer, 5:1. Miniaturisierung war 1885 noch nicht angesagt...Nee, im Ernst, das Flugzeug ist 1:72, mein Standardmaßstab für die fliegenden Kisten. In 1:350 ist da das Angebot so begrenzt..

Markus, das abflämmen ist eine Präventivmaßnahme, um eventuelle Schutzlackreste aus der Produktion zu entfernen, die dazu führen würden, daß Kleber und Farbe schlecht haften. Ich verwende dazu einen sogenannten Karamellisator aus dem Textildiscount, leistet mir auch sonst als Gelegenheitslötlampe gute Dienste und ist für 3 Euro erstaunlich langlebig. Ich halte die Bögen mit der Zange senkrecht, damit sie sich nicht verziehen (Steinunterlage könnte ich auch mal versuchen, gute Idee), und arbeite dann in Kreuzgängen, eher nach Gefühl, besser zu wenig als zu viel. Ein verfärben oder gar glühen vermeide ich dabei, meist ist mir das Material sowieso eher zu weich als zu hart. Wellige Reling sieht nicht aus.. Teile, die wirklich gebogen/gerollt werden müssen, wie hier die 3 Blechstreifen für die Mastkörbe, werden noch einmal gesondert weichgeglüht oder direkt durch Teelichtalu ersetzt, das ist besser zu bearbeiten.

Stichwort Brünierung: Meist werden die Teile ja grau, womit das ausscheidet, hier bietet sich aber bei den Wanten eine Ausnahme an. Die sind so filigran, daß auch hauchdünne Farbe schon eine Beeinträchtigung wäre. Und zumindest bei der Replika sind sie komplett schwarz.
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-Otto von Bismarck

24

Samstag, 16. Juni 2018, 16:44

Moin Jochen
deine Modellauswahl mal wieder super . Schaue Dir wie immer über die Schulter :ok:

Heiko

25

Samstag, 16. Juni 2018, 19:09

Gude Jochen,

viel Spaß mit den Ätzis. Schade. Ich hatte mich schon auf Webleinenknüpfen in dem Maßstab gefreut :baeh:
Webleinen und Wanten sind übrigens zum besseren Schutz geteert. Daher die Farbe.
Man könnte ja noch über abgetretenen Teer usw. disutierten. Wurden die Taue dann heller? Und wie sah wohl die Mannschaft aus?

Beste Grüße,
Björn
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26

Samstag, 16. Juni 2018, 19:46

Hallo Jochen, hallo Björn,

ich denke mit abgetretenem Teer war da nix, die Webleinen waren ja meines
Wissens in der Regel ungeteert...
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





27

Dienstag, 26. Juni 2018, 22:16

Ting Yuen - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Mein allererstes Selfie!
Durch einen Handybedienungsfehler beim anfertigen ernsthafter Modellbaufotos sah ich plötzlich das:



Das also sehen meine Schiffe, während sie gebaut werden! :abhau:

Zurück zu wichtigen Dingen.



Schlingerkiele und Schraubenwellen passten fugenlos, ein Hoch auf den computergestützten Formenbau!



Die Teile für den durchgehenden Decksaufbau, merkwürdigerweise mit nur backbord angespritzten Rettungsringen. Ich habe sie abgeschabt, zum einen glaube ich nicht, daß 1885 schon flächendeckend welche angebracht waren, zum anderen sind sie so nur schlecht sauber zu bemalen. Wenn ich darüber noch was finde, kommen geätzte aus der Kramkiste dran.



Das ist der achtere Abschluss mit angespritzter Heckzier, ähnliche Drachen finden sich auch am Bug.



Gibt es alternativ auch als Ätzteile, besser, nämlich gar nicht, zu bemalen, aber nicht so schön plastisch, werde ich nicht verwenden.



Das ist im wesentlichen schon der ganze Rohbau.



An Bug und Heck waren ein paar kleine Spalten zu verspachteln, mit der Acrylpampe von Vallejo und einem feuchten Wattestäbchen ging das schnell, sauber und ohne Kollateralschäden.

Habe dann ausgiebige Studien zur Farbgebung und damit einhergehend zur Baureihenfolge betrieben, folgendes Resultat:
Unterwasserschiff mennigerot, Wasserpass weiß, Rumpfoberteil, Aufbauseiten und gepanzerter Kommandostand schwarz, Aufbauten ab Höhe Bootsdeck und alle Boote (inclusive der Torpedoboote) weiß, Masten, Schornsteine und Lüfter gelb. Nur welches Gelb? Die Bauanleitung meint Gelb eben, z.B. Tamiya XF-3, die Replika zeigte da erst ein sattes Holzbraun, dann ein blasses Hellbeige, Modellfotos zeigen alle möglichen Zwischentöne...wenn mir kein schlagender Gegenbeweis unterkommt, werde ich wohl ein etwas ins Ocker abgetöntes Gelb verwenden, gefällt mir am besten. Ist ja kein Postdampfer..

Als erstes wird also weiß lackiert, airbrushreinigungsfaul, wie ich nunmal bin, werden jetzt also zunächst weiß zu machende Teile gebaut.



Geschützabdeckungen, von Türmen will ich da noch nicht reden, mit geätzten Luken aus dem Bausatz. Schön gemacht, allerdings wäre eine Markierung der Position schon hilfreich gewesen.



Das sind die Davits aus dem Bausatz..



..und das die aus dem Voyagersatz, gut gemacht und nach weichglühen der Blechstreifen auch gut zu bauen.



Ist schon ein Unterschied..

Jetzt sind noch die Torpedoboote zu bauen, Modelle für sich, und dann wird der Luftpinsel geschwungen.
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-Otto von Bismarck

28

Mittwoch, 27. Juni 2018, 07:57

Schöne Fortschritte.

Der Unterschied bei den Davids ist der Hammer!

Man bedenke immer den Maßstab-ein Hoch auf die Ätzteile.

Beim Drachen dagegen kann ich Deine Entscheidung gut nachvollziehen, die Ätzteile nicht zu nehmen.
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Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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29

Mittwoch, 27. Juni 2018, 11:25

Servus,
ich bin auch bei Euch... die Ätz-Drachen sind Schrott....
Die Davits... besser geht wohl nicht !! :love: ...die Kunststoff-Echsen kriegst Du schon hin... :)
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
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30

Freitag, 6. Juli 2018, 23:01

Ting Yuen - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Jahreszeitlich bedingt war die Werfttätigkeit zuletzt eher bescheiden, aber immerhin:



Anker und Ketten werde ich geborgen darstellen, also Ketten unsichtbar und Klüsendeckel zu. Macro zeigt mal wieder jede Menge Fusseln..



Das sind die Torpedoboote, bei einem fehlte das angespritzte Ruderblatt. Ersatzteil liegt auf dem Pfennig, war mal ein Quarkbecher. Die Dinger aus tiefgezogenem Polystyrol haben Materialstärken von 0,1 bis 0,4 mm, für viele Zwecke etwas dabei.



Stichwort Thermoplaste im Alltag: Für die winzigen Schornsteine kann man statt Spritzenkanülen oder sündteurer Messingröhrchen auch gezogene Wattestäbchen verwenden. Die Apotheke hatte schon zu...



Schornsteine kommen aber sowieso erst nach dem lackieren dran, so kann ich nämlich in deren Löcher noch einen Zahnstocher als Lackierhalter stecken.



Auf dem Dach des gepanzerten Fahrstandes (hatten die S-Boote 50 Jahre später nicht!) sieht der Bausatz tatsächlich geätzte Positionslaternen vor, die Lampen selber habe ich mit Gussastschnipseln dargestellt.

Apropos Positionslaternen: Am Schiff selber habe ich keine gefunden, nicht am Modell, nicht in der Anleitung und auch nicht auf Fotos der Replika. Kann mir kaum vorstellen, das bei Bedarf Tranfunzeln in die Wanten gehängt wurden, immerhin hatte das Schiff, Gipfel der Modernität, sogar eine elektrische Anlage.

Schmidt, Hilfe!

Damit ist alles, was weiß wird, vorbereitet, zwischenzeitlich ist auch schon das Unterwasserschiff errötet, Luftpinsel marsch!



Tarnung stand noch nicht zur Debatte...



Ein Spass wird noch, den Wasserpass sauber abzukleben, diese senkrechten Strukturen (Wasserauslässe?) sind da arg hinderlich.

Soweit erstmal..
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-Otto von Bismarck

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