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Mittwoch, 28. März 2018, 19:28

HMS Dreadnought von Trumpeter in 1:350

Hallöchen liebste Wettringer,

da ich bei meinem Enterprise-Projekt derzeit in Recherche-Arbeit feststecke brauche ich mal etwas Abwechslung auf dem Basteltisch. Die Bauberichte vom Jochen (aka Golfkilo) haben schon seit einiger Zeit mein Interesse an den etwas älteren grauen Pötten geweckt. Fand ich die Kriegsschiffe der Prä-WK2-Ära anfangs irgendwie immer pummelig und unförmig, kann ich diesen Rumpfformen doch mehr und mehr abgewinnen. So kam es, dass sich in den letzten Wochen zwei neue Bausätze in mein Modell-Lager geschlichen haben: Die USS New York (BB-34) und (heute eingetroffen) die HMS Dreadnought. Ich möchte den vorliegenden Bausatz größtenteils Out of Box bauen, einige Ätzteile liegen schon bei. Lediglich ein Holzdeck von Flyhawk und gedrehte Rohre von Masters wurden mit dazu geordert. Da aber leider nicht die komplette Reling dem Bausatz beiliegt, werde ich da später noch Abhilfe zukaufen. Von weiterer Detaillierung werde ich bei diesem Modell absehen, da der Bausatz an sich schon eine sehr hervorragende Detaillierung hat und mir es bei diesem Modell vor allem darum geht, verschiedene Alterungstechnik zu erlernen (entsprechendes Material und teilweise auch Literatur habe ich auch schon besorgt). Den Baubericht selbst möchte ich etwas kompakter halten, da ich derzeit durch eine Fortbildung nur wenig Zeit habe, an dem Bericht zu schreiben, ich möchte die Zeit lieber fürs Basteln nutzen. Über eine rege Zuschauerschaft freue ich mich aber natürlich trotzdem sehr :P



Zum Schiff selbst brauch ich, denke ich, nicht mehr allzu viel sagen. Die HMS Dreadnought ist wohl den allermeisten Marine-Enthusiasten ein Begriff, hat sie doch den Schlachtschiffbau im beginnenden 20. Jahrhundert quasi über Nacht revolutioniert und alle anderen Kriegsschiffe ad hoc deklassiert. So kommt es, dass man die Kriegsschiffe dieser Zeit heute in Pre-Dreadnoughts und Dreadnoughts klassifiziert, fortentwickelte Klassen (wie z.B. die USS New York) werden oft auch als Super Dreadnoughts bezeichnet.
Ausschlaggebend für die Dreadnoughts war der Verzicht auf die Mittelartillerie zugunsten einer aufgewerteten und standardisierten Hauptartillerie (auch "all big gun one caliber" genannt) Die daraus resultierende Turmanordnung ermöglichte es den Schiffen, mit dem Großteil der Artillerie simultan zu feuern, so können bei der HMS Dreadnought je Breitseite 4 von 5 Türmen gleichzeitig auf das selbe Ziel feuern.
Damit erstmal genug zur Geschichte des Schiffs, los geht es mit dem Bau.

Wie fast immer, werden zuerst die Rumpfhälften miteinander verklebt. Um den Rumpf zu stabilisieren werden zuvor noch ganze 7 Hilfsspannten eingesetzt.



Leider sind die Rumpfhälften etwas verzogen, sodass ein etwa 5mm breiter Spalt am Kiel bleibt.



Dieser muss unter einigem Kraftaufwand zusammengedrückt werden während der Kleber anzieht.
Den fertigen Rumpf lasse ich so nun erstmal über Nacht trocknen ehe es dann morgen mit dem Deck weiter geht.

Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und wünsche allen interessierten Mitlesen genauso viel Spaß beim Mitverfolgen wie mir beim Bau. Die Dreadnought ist mal was völlig anderes als meine modernen Schiffe die ich sonst auf dem Tisch habe und ich bin derzeit mit großer Vorfreude und Enthusiasmus dabei, hoffentlich verfliegt das nicht zu schnell, sollte sich der Bau dann doch wieder in die Länge ziehen :D :D

Beste Grüße,

Robin

2

Mittwoch, 28. März 2018, 23:56

Mahlzeit!

Na, da hast Du dir ja ein schönes Projekt ausgesucht, ein echter Meilenstein, auch wenn die politische Bedeutung des Schiffes sicher viel größer war als die militärische (ein einziger Feindkontakt..).

Schöner Bausatz, wie auch die New York (ich habe die Texas), bin gespannt, was Du draus machst. Das mit dem ooB-Bau klappt aber sowieso nicht... Mir fallen da z.B. direkt die geschlossenen Brückenfenster ein.
Wünsche also gutes Gelingen!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

3

Donnerstag, 29. März 2018, 09:58

Moin Moin,

ich bin auch dabei und wünsche viel Spaß....

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


4

Donnerstag, 29. März 2018, 13:40

Ich begrüße euch ganz herzlich und freue mich, dass ihr dabei seid.

Nachdem gestern die Rumpfhälften verklebt wurden habe ich heute die Klebenaht verspachtelt und zum Trocknen weg gelegt.



In der Zwischenzeit habe ich mich dann an dem Zusammenbau des ersten Schornsteins gemacht. Dieser besteht aus insgesamt 7 Plastik- und 5 Ätzteilen. War eine ziemliche Friemelei und der Sekundenkleber wollte mal wieder überall halten, nur nicht dort, wo er sollte :bang:
Daher sind die Verklebungen leider etwas unsauber...naja, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen :D







Beim probeweisen Auflegen des Holzdecks hat sich dann ein unerwartetes Problem mit selbigem gezeigt. Leider sind die Flyhawek-Holzdecks wohl so zugeschnitten, dass man sämtliche An- und Aufbauten erst nach Anbringen des Holzdecks montieren soll, denn das Holzdeck bietet keinen Platz für vormontierte Aufbauten, zur Veranschaulichung des Problems mal zwei Bilder:





Nun gibt es die Möglichkeit, das Holzdeck, wie wohl vorgesehen, auf das unmontierte Deck zu kleben und anschließend alle Aufbauten auf das Holzdeck zu bringen, was sicher Probleme in der Passgenauigkeit mit sich bringen wird bei komplexeren Aufbauten.
Oder Möglichkeit zwei besteht darin, die Ausschnitte für die Aufbauten im Holzdeck zu vergrößern, also mit einer scharfen Klinge an allen betreffenden Kanten 1 - 1,5mm abzutragen, hier wird das Problem wohl darin bestehen, dass ich es nicht 100%ig exakt hinbekomme und schließlich kleine Spalten zwischen Holzdeck und Aufbauten haben werde.
Eure Meinung dazu würde mich mal interessieren, wie würdet ihr vorgehen?
Achja, das Artwort-Holzdeck hat laut Produktbilder nicht diese Probleme, dort sind die Aufbauten im Zuschnitt berücksichtigt. Für die 1907er Version der Dreadnought ist das Holzdeck aber leider nicht mehr verfügbar, ich habe nur die 1918er Version gefunden, sonst hätte ich wohl einfach das Artwort-Holzdeck gekauft. Eine Probe bei meiner USS Missouri zeigt, dass auch dieses Holzdeck besagte Probleme hat, es scheint also bei den Flyhawk-Holzdecks so üblich zu sein...ziemlich blöde Sache.

So schnell wird der Enthusiasmus wieder gebremst :bang:

5

Donnerstag, 29. März 2018, 15:11

Mahlzeit!

Ja, so schnell kann es gehen...ärgerlich. Statt das Deck weiter auszuschneiden, würde ich die Aufbauten etwas flacher schleifen und draufsetzen, erstmal ein paar Kerben in der richtigen Tiefe als Markierung einfeilen und dann den Rest abschleifen (Schleifklotz, nicht Dremel!). Oder einfach so draufkleben, dann stimmt die Höhe der Aufbauten über Deck, war wohl der ursprüngliche Gedanke bei Flyhawk, dafür ist die Gesamthöhe dann zu groß. So oder so, die Materialstärke des Decks ist immer irgendwo zuviel...

Der Schornstein sieht doch gut aus, die kritischen Stellen werden ja sowieso schwarz.
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-Otto von Bismarck

Beiträge: 3 343

Realname: Franz Holzhauser

Wohnort: Bad Hönningen

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6

Donnerstag, 29. März 2018, 17:47

ich finde den Schornstein auch in Ordnung,
sehe keine unsauberen Klebestellen...
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





7

Mittwoch, 4. April 2018, 22:10

Servus liebe Wettringer,

ich habe mich heute ein wenig mit der Problematik des Holzdecks auseinander gesetzt. Ich denke, ich habe mich nun für einen Mittelweg entschieden. Da das Vorderdeck einen ziemlich blöden Spalt an einer sehr auffälligen und ungünstigen Position erzeugt, wie auf dem folgenden Foto zu sehen, habe ich mich dafür entschieden, den Ausschnitt für dieses Bauteil im Holzdeck zu vergrößern, sodass ich das Vorderdeck zuvor montieren kann.



So muss ich auch nicht das gesamte Holzdeck zum Lackieren des Rumpfs abkleben, sondern kann es dann später einfach auf den fertig lackierten Rumpf aufbringen. Das spart jede Menge Tamiya-Tape und Zeit :D

Ich habe zuerst das Holzdeck aufgelegt und ausgerichtet, dann das Vorderdeck darauf gelegt und ebenfalls passend ausgerichtet. Anschließend die Kontur mit einem penibelst gespitzten Bleistift auf das Holzdeck übertragen:



So konnte ich dann die Anpassung mit einer neuen, scharfen Klinge sauber abtrennen:



Eine Passprobe erwies sich als recht anständig, der Spalt ist relativ klein geblieben und das Holzdeck passt nun sehr gut an das Vorderdeck.



Selbiges konnte anschließend mit dem Rumpf verklebt werden. Da dieser Bereich beidseitig von einigen Details umgeben ist, war hier ein vorsichtiges Verspachteln nötig. Ich habe dafür eine Methode angewandt, die ich so im Baubericht der Enterprise bei Florymodels.co.uk kennen gelernt und auch bei meinem Enterprise-Projekt schon ausprobiert habe.
Der Spalt wird mit einer kleinen Wulst Vallejo-Spachtel belegt, die Masse dabei vorsichtig in den Spalt gedrückt. Anschließend kann die überschüssige Spachtelmasse mit einem leicht feuchten Q-Tip (Wattestäbchen) vorsichtig abgewischt werden. Dabei nicht zu viel Druck aufwenden um nicht die Spachtelmasse wieder aus dem Spalt zu ziehen. Bei größeren Spalten kann man diese Methode auch mehrfach durchführen um den Spalt komplett aufzufüllen, jeweils ein bisschen Trockenzeit dazwischen.
Diese Methode eignet sich für viele unzugängliche Spalten oder wo ein Schleifen aufgrund von Details möglichst vermieden werden soll.


Der verspachtelte Spalt. Die Kante muss noch etwas entgratet werden, aber der Spalt ist aufgefüllt und alle Details erhalten geblieben.

Zuletzt trennte ich noch das Holzdeck für das Vorderdeck in zwei Teile, da hier noch Bordwände verbaut werden müssen, die ich vor dem Lackieren auch noch verspachteln und verschleifen will.







Das waren auch schon die Fortschritte des heutigen Tages.

Beiträge: 3 343

Realname: Franz Holzhauser

Wohnort: Bad Hönningen

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8

Donnerstag, 5. April 2018, 08:27

:respekt: :ok: :ok: :ok:
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





9

Sonntag, 29. April 2018, 14:19

Spachteln, Schleifen,Grundieren, Spachteln, Schleifen,Grundieren ,...

Hallöchen liebste Wettringer,

ich möchte mich auch mal wieder melden, auch wenn es leider nicht allzu viel zu verkünden gibt...ich übe am Rumpf der Dreadnought derzeit das Versäubern von großen Nähten :D ich versuche die Kielnaht mal wirklich unsichtbar zu bekommen, teste dazu verschiedene Spachtelmassen und Schleifpapiere und grundiere anschließend drüber...das nun schon im dritten Durchgang, mal sehen ob die Naht jetzt weg ist :D
Da das aber alles ein bisschen eintönig ist beschäftigte ich mich nebenbei auch noch mit anderen Projekten, die ihr auf meinem Arbeitsplatz sehen könnt (sorry für die miese Qualität, habe leider noch keinen vernünftigen Bildkompressor für macOS gefunden)...ja, nennt mich Projekt-Messi :D



Hier verstecken sich:

- HMS Dreadnought 1:350 (Trumpeter)
- Radarschüssel der E2 Hawkeye 1:144 (Revell)
- Resin-Cockpit für die F-14A Tomcat 1:48 (Tamiya)
- M1 Abrams 1:72 (Trumpeter)

Grüße, Robin

10

Sonntag, 29. April 2018, 17:17

Mahlzeit!

Na, Dich hat´s ja voll erwischt...
Aus den Lackierhaltern könnte man noch prima einen Milenium Falken bauen oder ein Zylonen-Basisschiff.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

11

Sonntag, 6. Mai 2018, 20:27

Du bringst mich auf Ideen...so ein Falke wäre doch was :D :D

Hatte ich nicht irgendwo am Anfang geschrieben, die Dreadnought wird ein weitgehender OOB-Bau? Hattest du, lieber Jochen, nicht irgendwo geschrieben, das wird schwierig? :!!
Nun, ich hab dummerweise einen Gutschein von einem Modellbau-Shop bekommen und hab den dann doch gleich in zwei Eduard-Ätzteilsätze für die Dreadnought investiert :abhau:



Die Reling musste eh sein, da dem Bausatz keine beiliegt. Aber der zweite Eduard-Satz bügelt ein paar grobe Stellen des Bausatzes schön aus, also konnte ich da auch nicht widerstehen.
Die Dreadnought war dann nun endlich mal fertig mit Spachteln und Schleifen und hat nach einer weiteren Schicht Grundierung ihren ersten Lack bekommen.



Der Wasserpass und ein bisschen Pre-Shading in Flat Black. Dann ging es los mit einer ersten dünnen Schicht Schiffsbodenfarbe III Rot 5 (RAL 8013)



Die nächstens Tage folgen weitere Schichten, bis das Ergebnis hoffentlich irgendwann gefällt.
Bilder gibt es jetzt bei mir übrigens hoffentlich wieder in besserer Qualität, da ich den guten alten JPEG Compressor auf meinem MacBook zum Laufen gebracht habe. Erstaunlich, dass ein so kleines Tool doch die effektivste und beste Methode zum zielgenauen Verkleinern der Bilder ist. :verrückt:

Beste Grüße, Robin

12

Sonntag, 6. Mai 2018, 21:34

Mahlzeit!

Da sind sie ja, die offenen Brückenfenster...
Gute Entscheidung mit den Ätzteilen. Anscheinend wurde sogar berücksichtigt, daß die Reling auf dem Backdeck nur zweizügig ist, schön gemacht.
Bin gespannt, wie sich das Preshading auswirkt, mach lieber nicht zuviel, 1907 war das Schiff noch neu.
Kennst Du die Story vom Dreadnought-Streich? Hab mich gut amüsiert...Klick
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
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-Otto von Bismarck

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Sonntag, 6. Mai 2018, 22:33

Kennst Du die Story vom Dreadnought-Streich? Hab mich gut amüsiert...Klick


:lol: eine schöne Anekdote

14

Montag, 7. Mai 2018, 19:35

Soooo...der Unterwasserrumpf ist fertig. Nach 7 dünnen Schichten scheint das Pre Shading nur noch sehr subtil durch, mir fast ein bisschen zu subtil, aber wie Jochen schon richtig anmerkte, 1907 war die Dreadnought noch ziemlich neu...weiter gehts die nächsten Tage mit der Gestaltung des Überwasserschiffs.


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Montag, 7. Mai 2018, 20:42

Mahlzeit!

Sehr schön geworden, Respekt!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

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Montag, 7. Mai 2018, 22:37

Einfach geil, dieses Modell!
Bisher ganz toll gebaut.
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

17

Freitag, 11. Mai 2018, 23:12

Guten Abend werte Modellbaufreunde :wink:

vielen Dank erstmal für die lobenden Worte. Das motiviert natürlich ungemein und so geht der Bau derzeit auch recht "zügig" für meine Verhältnisse voran.

Die Tage habe ich mich meiner Furcht gestellt und den zweiten Schornstein gebaut. Die Ätzteil-Vergitterung ging dieses mal dann doch erstaunlich gut von der Hand, Übung und Praxis ist viel Wert..



Wie angekündigt habe ich mich weiterhin dem Überwasserschiff gewidmet. Dieses bekam eine weiße Grundierung (macht sich auf grauem Plastik einfach besser als graue Grundierung und lässt auch die Farben etwas kräftiger "leuchten") in mehreren dünnen Schichten. Nach zwei Tagen Durchtrocknung machte ich mich dann heute an das Pre-Shading des Überwasserschiffs. Auch hierbei macht sich die zunehmende Übung bemerkbar und das Airbrushen geht mittlerweile deutlich besser von der Hand. Ich habe mir dazu in letzter Zeit viele Videos und auch Modellbau-Literatur zu Gemüte geführt, das war wirklich hilfreich um die Zusammenhänmge zwischen Verdünnung, Abstand und Luftdruck besser zu verstehen. Genug geschwafelt, hier nun der Rundgang um das Schiff mit Pre-Shading:















Erfreulicherweise kam heute auch die Lieferung der Farben für die Dreadnought, denn mit Erschrecken stellte ich diese Woche fest, dass das "Dark Sea Gray" garnicht in meinen WWII-Camouflage-Sets von AK enthalten ist, da es sich nur auf die US Navy bezieht. Geplant ist auch beim Überwasserschiff eine Lackierung in vielen dünnen Schichten mit verschiedenen Farbtönen um eine abwechslungsreiche Schattierung zu bekommen. Die Dreadnought ist schließlich eigentlich "nur" das Versuchsobjekt für diverse Techniken bevor ich sie an meinem Großprojekt CVN-65 umsetze.

So viel erstmal von meiner Werft...bis die Tage ^^

18

Samstag, 12. Mai 2018, 11:08

Hallo Robin, ein schönes Projekt. Ich finde deine Bemalungstechnik sehr interessant. Nach welchen Kriterien setzst du den Untergrund für die dunklen Schattierungen? In gleichmäßigen Abständen oder abhängig von der Rumpfform bzw. den Aufbauten? Beste Grüße Klaus
Fertig: Französische Fregatte auf der Basis des Krick-Bausatzes President, Flying Fish von 1860, American Beauty - Schoner sind schöner

19

Sonntag, 13. Mai 2018, 10:53

Einen schönen Sonntag allen Schifflebauern,


Hallo Robin, ein schönes Projekt. Ich finde deine Bemalungstechnik sehr interessant. Nach welchen Kriterien setzst du den Untergrund für die dunklen Schattierungen? In gleichmäßigen Abständen oder abhängig von der Rumpfform bzw. den Aufbauten? Beste Grüße Klaus


Hi Klaus, die Schattierungen setze ich primär an den Konturen des Rumpfes an, auf großen Flächen dann aber auch zusätzliche Elemente (wie hier die horizontalen Streifen am Rumpf) um die großen Flächen etwas aufzubrechen und abwechslungsreicher zu gestaltet.


Was gibt es zu berichten? Es gibt gute und schlechte Tage, gestern war (zumindest aus modellbauerischer Sicht) ein eher schlechter Tag. Die Überwasserschiff-Lackierung ist mir leider nicht so schön gelungen wie ich es mir vorgestellt hatte. Den Hauptton Dark Sea Grey habe ich in einem Verhältnis von 5:3 verarbeitet (5 Teile Farbe auf 3 Teile Verdünner). Das erwies sich leider als noch zu wenig verdünnt um das Pre-Shading gut zu erhalten. Bereits die zweite Schicht Lack war dann fast komplett deckend und das Pre-Shading kaum noch zu sehen. Das anschließende Abtönen mit Mittelseegrau im 1:1-Verhältnis lies die Schattierung dann leider beinahe gänzlich verschwinden, sodass der Rumpf nun eintöniger ist als ich es gern gehabt hätte. Ich hoffe, das durch ein dezentes Washing und mit Filtern später noch etwas verbessern zu können.













Als richtiggehende Katastrophe erwies sich dann allerdings das Holzdeck. Bisher las ich in Foren immer davon, dass die Verarbeitung absolut simpel sei...einfach Trägerpapier abziehen und Holzdeck passend aufkleben. Ich weiß jetzt nicht ob ich einfach zu grobmotorisch vorging oder ob die Flyhawk-Holzdecks wesentlich fragiler sind als die Artworx-Decks oder ob nur mein Holzdeck so zickig war...jedenfalls sah sich das Deck beim Ablösen des Trägerpapiers permanent dazu genötigt, das Holzdeck zu zerreißen, sehr gern an Kanten von Aussparungen für Oberlichter oder ähnliche Decksaufbauten. :motz: Leider konnte ich das Deck nicht an allen Stellen dazu überreden, dies sein zu lassen und so riss es mir an 3 oder 4 Stellen doch sehr großflächig auf bzw. rissen ganze Teile ab. Sehr ärgerlich ist die Beschädigung direkt am Bug, da sehr auffällig. :bang: :bang: :doof:





Nunja, das Deck klebt nun wie Hunne auf dem Rumpf und ist kaputt. Was würdet ihr jetzt machen? Mein erster Lösungsansatz sieht vor, die abgerissenen Bereiche nun mit einer Lackierung nachzubessern. Das wird die Schäden zwar nicht unsichtbar machen, aber bei grober Betrachtung vielleicht zumindest etwas abmildern. Ob es Sinn macht, ein neues Deck zu kaufen und das kaputte komplett zu entfernen und zu ersetzen?! :hey: Von Artworx ist leider keins mehr zu bekommen, bliebe also nur Ersatz von Flyhawk.
Mal schauen was mein erster Rettungsversuch so für Ergebnisse liefert, ein erster Anstrich mit Wood Deck Brown ist gemacht:





Deprimierte Grüße,

Robin

Beiträge: 361

Realname: Knut

Wohnort: im Sachsenland

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20

Sonntag, 13. Mai 2018, 11:50

Hallo Robin,

das mit den Preshading ist nur etwas ärgerlich (hätte wahrscheinlich einen etwas dunkleren Grauton angemischt und die Effekte im Nachgang gesetzt). Aber das mit den Holzdeck ist ja echter Mist. Das fehlenden Holz an den Seitengeschützen sieht man wahrscheinlich am Ende kaum noch aber vorne an den Ankerklüsen sieht das echt Kacke aus. Sind die Holzstücke nicht vielleicht doch erhalten geblieben (oder hast du nicht noch Reste, vielleicht auch von Ebay) und du kannst sie nachträglich noch einkleben (geht an den Ankerklüsen wahrscheinlich fast spurlos). Ich glaube alle Lackierversuche werden dort kein zufriedenstellendes Ergebnis bringen.

Gruß Knut

21

Sonntag, 13. Mai 2018, 14:30

Hallo Robin, danke für die Antwort. Mit Plastikmodellbau habe ich mich noch nicht beschäftigt, und deshalb kenne ich Artworx-Decks nicht. :doof:Aber, wenn sie denn aus Holz sind, kannst du dann nicht die Lücken mit einzelnen Holz-Planken ausfüllen und verschleifen? Beste Grüße Klaus
Fertig: Französische Fregatte auf der Basis des Krick-Bausatzes President, Flying Fish von 1860, American Beauty - Schoner sind schöner

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Sonntag, 13. Mai 2018, 14:52

Ich bin kein Freund solcher Holzdecks. Und das nicht nur, weil ich finde, dass sie sehr heikel zu verarbeiten sind. Darüber hinaus glaube ich, dass sie die Optik eines Schiffsdecks nicht gut wiedergeben. Die Plankenstöße finde ich zu prominent und den Holzton falsch, weil zu gelb. Ich bin der festen Überzeugung, dass man auf einem gut gravierten Kunststoffdeck mit Farbe und verschiedenen Techniken einen wesentlich naturalistischeren Eindruck erzielen kann.
Ich würde zum Entfernen raten.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

23

Sonntag, 13. Mai 2018, 16:26

Mahlzeit!

So ein Ärger, da ist wohl nicht mehr viel zu retten. Mein Rat ist abreißen und pinseln, die bessere Oberfläche einer Airbrushlackierung fällt beim Deck ja nicht ins Gewicht. Auch wenn ich Schmidts generelle Ablehnung von Holzdecks nicht teile, in diesem Fall könnte ich auch leichten Herzens darauf verzichten, denn die optische Schwachstelle ist immer der Rand, insbesondere an den Durchbrüchen für irgendwelche Deckseinbauten, wovon es hier ja reichlich gibt. Allein die Kohlenluken!

Was das verschwundene Preshading betrifft, davon wird das Modell sicher nicht langweilig (nur schade um die Arbeit), mir gefällt der Rumpf so ganz gut. Du kannst ja zum Ende hin noch etwas Washing betreiben (herrlich, diese Anglizismen sogar beim Kitbuilding) und ein paar Ablaufspuren anbringen, das sollte zusammen mit der umfangreichen Torpedonetzanlage für genügend Auflockerung der großen Flächen sorgen. Wie gesagt, das Schiff war neu!

Kopf hoch, Rückschläge gehören dazu...
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
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-Otto von Bismarck

24

Mittwoch, 23. Mai 2018, 00:14

Guten Abend liebe Wettringer,

vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten nach dem letzten Bericht. Ich hab mich letztendlich dazu durchgerungen, ein Ersatz-Deck von Flyhawk zu bestellen um zumindest den Bugbereich auszubessern. Das beschädigte Holzdeck zu entfernen war eine wirkliche Tortur, wenn das Deck mal irgendwo klebt, dann will es da auch bleiben :cursing:



Nach einiger Gewalt war es dann halbwegs geschafft und das Deck wieder holzfrei. Ein paar kleinere Reste Kleber ließen sich allerdings nicht so ohne weiteres entfernen. Mit Isopropanol ließ sich der Kleber zwar gut anlösen und dann wegwischen. Aber an bereits lackierten Stellen wollte ich das nicht machen um den Lack nicht durch das Isopropanol zu beschädigen.



Als das neue Holzdeck ankam, musste erstmal wieder zugeschnitten werden, was am Bugteil aber nur drei kleine Schnitte bedeutete. Als Vorlage nutzte ich das Trägerpapier des alten Holzdecks.



Um nun ein Reißen des neuen Decks zur vermeiden überlegt ich mir, wie ich die einzelnen Planken stabilisieren könnte. Dazu klebte ich Paketband auf die Oberseite des Holzdecks. Nun konnte ich den Trägerfilm langsam und sehr vorsichtig ablösen, was durch das Paketband auch deutlich einfacher funktionierte. An ein paar wenigen neuralgischen Punkten neigte das Deck zwar noch immer zum Reißen, aber nun mit Vorwarnung konnte ich den Trägerfilm auch an diesen Stellen behutsam ablösen.



Nachdem das Trägerpapier vollständig abgezogen war konnte ich nun das Holzdeck samt Paketband auf das Modell aufbringen. Bis auf eine kleine Welle im Deck am vordersten Oberlicht konnte ich das Holzdeck halbwegs störungsfrei aufkleben. Es ist weit weg von perfekt, aber allemal besser als ich jemals ein Holzdeck lackieren könnte.



Diese Baustelle nun mehr oder weniger gemeistert, konnte ich mich den Geschütztürmen widmen. Da meine gedrehten Rohre von Master Models eigentlich für die Zvedza-Dreadnought gedacht und dort, entgegen dem Trumpeter-Bausatz, keine Blastbags (mir fällt grad keine deutsche Übersetzung ein) vorgesehen sind, entschied ich mich, die Öffnungen am Turm mit Spachtelmasse zu verschließen und sie später schwarz zu lackieren. Leider fiel mir dieser Unterschied zwischen beiden Bausätzen erst auf nachdem ich die Ober- und Unterseite der Türme miteinander verklebt hatte, sonst wäre die Bessere Lösung sicher gewesen, eine Kunstruktion zur Aufnahme der Rohre in den Turm zu bauen und die Geschützöffnung offen zu lassen.
Weiterhin wurden die wirklich schönen Panzerdächer vom Eduard-Ätzteilsatz auf die Türme geklebt und die Entfernungsmesser drauf montiert.



Die Spachtelmasse ließ ich dann erstmal 4 Tage durchtrocknen bevor ich schließlich die gedrehten Geschützrohre einbaute.



Danach habe ich noch die Leitern samt Geländer zwischen die Geschützrohre gebaut, das war mal wieder eine ziemliche Fummelarbeit :thumbsup:





Und schließlich, da ich eh grad mit Ätzteilen beschäftigt war, habe ich letztendlich noch die Schornsteine mit den Ätzteilen aus dem Eduard-Satz komplettiert, allerdings habe ich keine Ahnung, wofür diese "Seile" an den Seiten da sind, Prä-WK2, ist nicht grad mein Spezialgebiet :doof:



Das war es auch schon für heute. Nebenbei bastle ich noch weiter an meinem kleinen 1:72er M1 Abrams, der hier zwar eigentlich nix zu suchen hat, aber mir beim Modellbau mal eine wirklich willkommene Abwechslung zu den ganzen Schiffen ist :kaffee:



So viel von mir für heute.

Grüße, Robin

25

Mittwoch, 23. Mai 2018, 07:33

Moin,

sehr schöne Fortschritte die Du zeigst und Glückwunsch zur gelungenen Deckamputation :ok:
Als Vorlage nutzte ich das Trägerpapier des alten Holzdecks.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das aufzuheben, bei mir wäre es beim aufklaren in die Pütz gewandert :D

keine Blastbags (mir fällt grad keine deutsche Übersetzung ein)

Rohrhosen ;)

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


26

Mittwoch, 23. Mai 2018, 08:33

Mahlzeit!

Gute Idee mit dem Paketband. Wie dick ist eigentlich so ein Flyhawk-Deck? Die von Artwox haben 0,21 mm.

Diese Seile am Schornstein waren wohl zur Stabilisierung (machen da eher wenig Sinn), es gab aber auch noch diagonal nach außen gespannte. Und, richtig, das deutsche Wort für blastbags ist Rohrhosen und nicht, wie mal bei ebay zu lesen, Explosionstaschen :lol: .
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

27

Donnerstag, 15. November 2018, 14:27

Servus liebe Mitstreiter,

nachdem die Sommerpause schon eine ganze Weile vorbei ist hat es nun auch die Furchtlose mal wieder auf meinen Basteltisch geschafft. Hier steht die Herstellung der 12-Pfund-Geschütze an:


Quelle: Wikipedia


Die Bausatzteile sehen schon gar nicht verkehrt aus, einzig das Rohr lässt natürlich eine Mündung vermissen.



Die passenden Geschützrohre sind allerdings im Dreadnought-Rohrset von Master enthalten. Aber vorsicht: Da das Set für die Zvedza-Dreadnought konzipiert ist, stimmt die Anzahl der Rohre nicht. Der Trumpeter-Bausatz für die 1907er Dreadnought sieht 29 Geschütze vor, im Rohr-Satz von Master sind allerdings nur 26 Rohre enthalten. Ein zweiter Rohrsatz für die fehlenden drei(!!) 3"-Rohre ist deshalb nun auf dem Weg zu mir :bang: Falls jemand die 12" Mark X Rohre für die Dreadnought-Türme braucht, kann derjenige sich gern bei mir melden.

Die Plastik-Rohre wurden abgetrennt, das Rest-Bauteil mit Feile verschliffen, dann mit glühender Nadelspitze die Bohrung vorgekörnt und schließlich mit 0,4mm-Bohrer gebohrt und die Rohre mit Sekundenkleber eingesetzt.





Das erste Drittel ist erledigt:



Edit: Nun seh ich grad auf dem Foto, dass ich bei einigen Geschützen das neue Rohr hinten angesetzt habe :verrückt: :bang: naja, die werden dann in den Aufbauten versteckt, da gucken dann eh nur die Rohre raus und den Rest sieht man nicht. :doof: :doof:


Beste Grüße,
Robin

28

Donnerstag, 15. November 2018, 16:20

Servus Robin!

Irgendwie ist mir Dein Baubericht bis jetzt komplett entgangen, obwohl ich das Schiff selbst gebaut habe.

Schaut sehr gut aus, das mit den Geschützen ist ärgerlich, aber mit Sicherheit kein Problem!

Hofi

29

Sonntag, 2. Dezember 2018, 22:10

Einen guten Abend verehrte Mitleser :party:

An der Dreadnought gehts derzeit recht zügig voran für meine Verhältnisse, ich bin modellbauerisch auch hochmotiviert zur Zeit 8o dafür leidet die Motivation, Fotos zu machen und die Bauberichte fortzuführen derzeit leider etwas, ich werde zumindest hier wohl in Zukunft etwas zusammengefasster berichten.
Nun, was ist passiert? Die Massenfertigung der 12-Pfünder wollte noch abgeschlossen werden, machte dann auch irgendwann richtig Spaß nachdem ich ein bisschen Übung darin hatte. Hier das grundierte Kollektiv:



Die 12-Pfünder wurden anschließend in Engine Grey von Vallejo lackiert und danach noch mit Dark Steel Pigmenten behandelt um ihnen einen metallischen Look zu verleihen.
Danach ging es an die Endfertigung der Hauptartellerie. Hier waren noch Ätzteilreling sowie die 12-Pfünder zu montieren und kleine Farbakzente zu setzen.





Weiter ging es dann mit der Lackierung und dem anschließenden Einbau einiger Kleinstteile für das Brückendeck sowie dem Bau der Gitterstruktur über diesem. Die fertigen Schornsteine sind nur locker eingesetzt um beim weiteren Aufbau des Brückedecks nicht im Weg zu sein.





Beste Grüße, Robin

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