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1

Sonntag, 20. November 2016, 11:40

Farbenhorror oder nur ein Fehler zwischen den Ohren?

Hallo,
als Fingerübung mache ich gerade ein BMW Z3 Coupé für meinen Sohn fertig. Der sollte schwarz werden. Die Karosserie ist aber blau lackiert. Also habe ich die Karosse angeschliffen, entstaubt und entfettet. Genommen habe ich dann einen ansich super Glanzlack aus der Sprühdose für Autos. Allerdings bildeten sich schlagartig Farbinseln und kleine Kreise ohne Farbe. Nach 3 Tagen habe ich den Lack dann mit Bremsflüssigkeit eingepinselt und den Farbauftrag entfernt und dabei auch den darunter befindlichen Rest der herstellerseitig aufgetragenen Farbe entfernt. Dann wieder entfetten und neuer Farbauftrag mit Revell Nr. 7 schwarz glänzend per Pinsel, um zu sehen, was dann passiert. Es passierte auch etwas. Der Lack verlief wunderbar, so dass ich mit etwas Nacharbeit sogar eine super Oberfläche hinkriegen würde. Nur: die Farbe trocknet nicht. Dazu: Die Farbe ist relativ neu und wurde auch gut geschüttelt und aufgerührt. Was ist da los?

2

Sonntag, 20. November 2016, 13:52

Mahlzeit!

Das erste Problem hört sich schwer nach Silikon (Cockpitspray?) an, aber ist jetzt ja belanglos.
Wie lange ist das Schwarz denn schon drauf? Revell-Glanzfarben trocknen sehr langsam, auf Metall noch langsamer. Aus welchem Material ist denn die Karosse? Ist grundiert?
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

3

Montag, 21. November 2016, 09:22

Die Karosse aus dem Bausatz war ja von vornherein lackiert. Was Revell da sonst noch veranstaltet hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Danach habe ich sie "nackt" gemacht und nicht grundiert. Der schwarze Lack ist heute noch immer klebrig. Wenn sich das nicht ändert, gibt es wieder eine Kur mit Bremsflüssigkeit. Danach würde ich es dann mit Aqua-Farben versuchen.

4

Montag, 21. November 2016, 10:09

Schwarzer Revell Glanzlack aus der Dose bleibt klebrig, wenn mans damit zu gut meint. Habe vor 2 Jahren mein erstes Modell damit satt eingenebelt, immer schön druff, viel hilft ja viel. Das ist immer noch klebrig.
Im Bau:

HMS Victory 1:84 (DeAgo) 15,8% | HMS Victory Querschnitt 1:72 (DeAgo) 63% | Schlachtschiff Bismarck 1:200 (Hachette) 15% | Soleil Royal 1:70 (DeAgo) 16,4%
Citroen 2CV 1:8 (DeAgo) 56% | Lamborghini Countach 1:8 (DeAgo) 45%
Panzerkampfwagen VI Tiger 1:16 (Hachette) 8,5% | Grumman F14-D Super Tomcat 1:32 (Hachette) 27,5%
JNR Class D51 1:24 (DeAgo) 64% | Bayerische S 3/6 1:32 (Eaglemoss/OcCre) 20%

5

Montag, 21. November 2016, 11:23

Darf ich mal fragen, womit du das Modell entfettet hast, diese Kreise, deuten doch auf Fettrückstände hin.

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7

Montag, 28. November 2016, 22:43

Hallo Werner,
ich nehme für's Entfetten eine weiche Zahnbürste und die gute Scheuermilch von DM.
Kostet nicht viel und reicht für etliche Modelle.
Mit der weichen Zahnbürste kommst du auch in die Sicken hinein und hat bei mir noch keine neuen Kratzer verursacht.
Aber wie die Igel, Schöööön vorsichtig! :lol:
Das geht ohne Kraftaufwand.
Nur hinterher gut unter klarem laufenden Wasser abspülen und die Reste abbürsten und einen Tag von selbst trocknen lassen.
Und damit du dir mit den Fingern nicht wieder neue Fettabdrücke draufsetzt, zur weiteren Bearbeitung ungepuderte Einmalhandschuhe benutzen.

Viel Erfolg.
Viele Grüße
Willie

Man ist niemals zu alt, um Neues zu lernen.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

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Chevy G20 Van in 1:25 nach realem Vorbild

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8

Dienstag, 29. November 2016, 09:36

Das werde ich demnächst machen. Ich habe erst einmal den ganzen Mist erst mit Bremsflüssigkeit behandelt, die aber bei der Revell-Lackierung nur Schmodder produziert hat. Also Abkratzen mit diversen Hilfsmitteln (z.B. Messer), dann nacharbeiten mit feinem Schleifpapier und Einweg- Nagelfeilen und Polierern. Jetzt ist alles runter und auch Kratz- und Schleifspuren sind nicht mehr zu sehen. Nachdem ich keine Zeit hatte, den nächstgelegenen Laden, der immerhin 30 KM weg ist, anzufahren, habe ich mir erst einmal Aqua-Farben bestellt. Dann geht es weiter.
Werner
:wink:

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9

Dienstag, 29. November 2016, 11:59

Hallo Werner,
dann nimm das nächste Mal Dowanol zum Entlacken.
Du wirst überrascht sein, wie gut das damit geht. :)
Die Bezugsadresse hast du ja schon bekommen.
Viele Grüße
Willie

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10

Montag, 12. Dezember 2016, 11:57

Ich mache dann mal hier weiter, um das Forum nicht unnötig zuzumüllen.
Die Karosse habe ich ganz gut hinbekommen, schleifen und spachteln. Dann habe ich MrHobby schwarz genommen und mit Wasser 1:1 verdünnt. Dann habe ich meine Airbrush in Betrieb genommen. Genau, das Teil, weswegen ich mich am 22.01.2012 erstmalig ans Forum gewandt habe. Mit der dazwischengeschalteten Scheibenwaschanlage vom Käfer funktioniert das ganz gut. Die Luft kommt gleichmäßig und nicht pulsierend. Auch die Pistole tut, was sie tun soll. Der Luftdruck wird bei 1 - 2 bar liegen, mehr nicht. Trotz der geringen Leistungsfähigkeit des Kompressors bleibt der Luftstrom schön gleichmäßig.
Das Ergebnis ist insgesamt am Ende schon mal nicht schlecht, ganz besonders deswegen, weil ich erstmals mit Aqua-Farben arbeitete. Allerdings ist der Glanzgrad nicht so toll. Er geht etwas ins seidenmatt. Mein Fehler oder abhängig von der Farbe? Mit lösemittelhaltiger Farbe wollte ich nicht arbeiten, weil das bei dem kleinen Raum zu sehr stinkt.
Ich muss dann wohl ein bisschen polieren. Nur, was soll ich nehmen? Die Politur aus der Tube, die ich noch habe, ist eindeutig zu grob. Ein Probestück, das ich gemacht habe, zeigte mir das. Ebenso ein Lackreiniger aus dem Kfz.-Bereich. dass ich so etwas wie Micro-mesh brauche, ist mir schon klar, kann ich mir heute besorgen. Aber das Finish? Womit? Ich habe noch so ein Set, mit dem man Kunststoff aufarbeiten kann, mit Poliermittel und Finisher. Käme das in Betracht oder ist das schon der Holzhammer?
Werner :wink:

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11

Montag, 12. Dezember 2016, 18:30

Warte mal!

Wenn du jetzt das Polieren anfängst, dann rubbelst du dir die ganze Farbe wieder runter! Dir fehlt Klarlack! Nur mit Basislack kommst du nicht an ein Finish mit Klarlack ran! (V.a. bei Revellfarben!)

Eine Schicht Basislack, etc. schleift man an, dass die nächsten Schichten besser haften!

Als Klarlack solltest du einen Lack auf Acryl- oder Wasserbasis nehmen. 2K sollte auch gehen, ist aber mit Sicherheit für ein Modell zu teuer! Auf gar keinen Fall einen Dosenklarlack aus dem Baumarkt!

Spontan würde mir Vallejo-Klarlack für die Airbrush einfallen. Eigene Erfahrungen habe ich damit zwar nicht, aber wohl mein Cousin (Militärmodellbau). Er braucht ihn als Untergrund für die Decals und fährt damit ziemlich gut.

Ich hoffe ich konnte zumindest ein weing helfen!

MfG Paul
"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." (Henry Ford)
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12

Montag, 12. Dezember 2016, 19:25

Aber sicher hat das geholfen! Eine zwischenzeitliche Lackierung mit etwas weniger verdünnter Farbe brachte schon mehr Glanz. Nun muss ich mir aber neue Farbe besorgen, denn lösemittelhaltiger Klarlack auf MrHobby (Alkohol und/oder wasserverdünnbar) geht ja nicht.
Werner

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13

Montag, 12. Dezember 2016, 21:16

Genau, das könnte man noch sagen: Glanz braucht auch ausreichend Lack. Man kann einen nochsoguten Klarlack haben, aber wenn die Schicht zu dünn ist, wird nie ein ordentlicher Glanz dabei rauskommen.

Ja, wegen Klarlack musste mal selber schauen. Ich habe seit kurzem (ein Modell damit lackiert) den 2K-Klarlack von Glasurit, bin bis jetzt auch zufrieden damit. Der sollte auch gehen, aber ist halt teuer.

MfG Paul
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Freitag, 16. Dezember 2016, 09:39

Und dann gleich noch einmal eine Frage: Ich habe hier einen neuen Dealer aufgetan. Der hat im Angebot Aqua-Farben von Revell und von Italeri und meint, die Italeri-Farben seien etwas besser als die von Revell. Stimmt das?

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15

Freitag, 16. Dezember 2016, 20:26

Keine Ahnung! Ich habe noch nie mit diesen Farben gearbeitet! Auch so liest man sehr sehr weing über die Farben von ITALERI.
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Montag, 19. Dezember 2016, 13:45

Ich habe sie jetzt ausprobiert und komme damit nicht zurecht. Ich hatte sie 1:1 verdünnt, so wie die MrHobby. Ging gar nicht, viel zu dick. Nach wesentlich mehr Verdünnung sah es dann so aus, als wäre da Kohlensäure drin. Allerdings ließ sich der Kram noch schnell abwaschen. Weitere Versuche brachten kein anderes Ergebnis, außer, dass sich die Pistole schon nach Sekunden zusetzte. Also habe ich meine alte Badger Single Action rausgekramt. Auch damit wurde es nichts. Bei beiden Pistolen habe ich auch mit dem Druck experimentiert. Das ist so ein kleiner von Conrad, der so um die 13L liefert, bei max. 2,9 bar. Weder bei Direktanschluss, noch bei Anschluss über den Scheibenwaschbehälter mit Reduzierventil, den ich noch von früher habe, wurde das etwas. Ich habe mir jetzt MrHobby bestellt.

Dazu noch eine Frage: MrHobby kann man ja mit Wasser oder Alkohol verdünnen. Wirkt sich das auf die Verarbeitung aus? Wenn ja, wie?
Werner

17

Montag, 26. Dezember 2016, 16:48

Euch allen ein frohes Weihnachtsfest!
Zwischenzeitlich ist mir die Herumwurstelei mit den Aqua-Farben zu doof geworden. Also habe ich mir eine frische Revell-Farbe (Enamel) genommen und mit Terpentinersatz verdünnt. Das Ergebnis auf Mr.Hobby als Untergrund war super! Kein Anlösen oder sonstige Fehler. Dazu ein super Glanzbild.
Von ganz früher weiß ich noch, dass die Glanz-Enamels schon ihre Zeit zum Trocknen brauchen. Mit Terpentinersatz als Verdünnung wird das noch mal deutlich mehr. Jetzt, nach mehr als 24 Stunden, ist die Farbe noch lange nicht durchgetrocknet. Dann bleibt das Teil eben die Woche über liegen, was soll's.
Parallel dazu habe ich noch eine Mustang-Karosserie mit Baumarkt-Grundierung versehen und nach 1 Tag Trocknungszeit ebenfalls schwarz gespritzt. Das selbe Ergebnis, ein super Glanz. Aber eben auch die Trocknungsverzögerung.
Hinzu kommt, dass beim Spritzen mit Terpentinersatz auch der Geruch lange nicht so aufdringlich ist, wie mit Nitro.
Ich hätte mir wahrscheinlich auch Aqua-Klarlack glänzend kaufen können. Aber nachdem schon mit Aqua-schwarz-glänzend das Ergebnis eher trübsinnig war, habe ich darauf verzichtet.
Meine restlichen Aquas werde ich eben da verbrauchen, wo matt oder seidenmatt gefragt ist. Meine Erfahrung derzeit ist die, dass ich mit Aquas Geruchsbelästigung vermeide, dafür aber bei Glanzfarben so viele Zugeständnisse machen muss, dass ich in diesem Bereich lieber auf Enamels zurückgreife.
Meine diversen UH 1D werden mit RAL6014 (neu) seidenmatt gespritzt (Sprühdose). Hab ich mir abfüllen lassen. RAL6014 "neu" deshalb, weil in der Anfangszeit RAL6014 einen leicht bräunlicheren Ton hatte und das erst in den 60ern geändert wurde.
Dazu noch die Frage: wie geht eigentlich "dekantieren", ohne dass man die Umgebung zu sehr einnebelt?
Werner
:wink: