Hallo liebe Zuschauer,
erstmal muss ich sagen, dass ich mich zunächst bezüglich der Baureihenfolge an den Plan halte. Dennoch weiche ich manchmal ab oder versuche Baugruppen parallel zu bauen.
Dies kann daran liegen, dass ich gerade eh am lackieren bin, gerade das passende Werkzeug in der Hand habe, eine fixe Idee umsetzen will, etc....
Aber vor allem daran, dass ich noch keine Erfahrung im PKW-Bau habe und mir nicht immer alles richtig zusammenreime.
Zum Thema Farben bei mir (wichtig für eventuelle Tipps):
Ich hab mit Revell Aquas angefangen, dann Schmincke Aero getestet und bevorzuge derzeit Vallejo Model Air. Ich baue derzeit in der Küche und möchte weder chemische Lösungsmittel noch Gestank, auch wenn sich damit meist bessere Ergebnisse erzielen lassen. Bis zur Karosserei sollte ich einen Airbsuhkurs absolviert haben (Heinz Wagner/modellbaufarben.de) wenn die Gesundheit es zu lässt. Wenn nicht und/oder wenn es nix wird, dann wird sie eben mit der Dose gemacht. Aber eigentlich ist mein Anspruch dies mit der Airbrush zu machen.
Hier ersteinmal klassisch die ersten Schritte des Motors:
Damit fängt die Anleitung an, also auch ich. Ich habe die ersten 4-6 Teile zusammen, genau so weit wie es auch einfarbig bleibt um erst mal airbrushen zu können. (Und JA ich hätte noch ein weiteres Bauteil dran machen können: übersehen)
Zur Farbe: Revell Aluminium Metallic 99.
Zum Auftrag (Airbrush): Ich dachte erst, dass das mit dieser Farbe schwierig wird, aber habs einfach mal probiert:
- pi mal Daumen 6-7 Tropen Farbe (die war SEHR DICK) mit 1 Tropfen Airbrush Flow Improver von Vallejo und 3 Tropfen Verdünnung (Vallejo) im Napf angerührt und ab in die
- Gun (Fengda 183, 0,5er Düse, nehm ich gern für Experimente).
- Druck ca 1,8 bar
Ich werde meistens meine verwendete Rezeptur mit angeben. Diese ist für
gewöhnlich experimentell und NICHT die Endstufe meiner Erfahrung! Aber
natürlich sage ich obs passt oder nicht
Ergebnis:
Die Farbe wird (wie so oft bei mir) beim brushen leicht "körnig" eher so in Richtung Pulverbeschichtung, gerade bei Metallicfarben, ABER für Alu-GUSSteile ist das super realistisch. Für Blechdarstellung natürlich ungeignet.
Wenn man schon dabei ist, dann brusht man andere, gleichfarbige Dinge mit:

Das Differential, auch gut geworden. Die Wellen bekommen eine andere Farbe!
Und nun noch den Mitteltunnel. Hier passt die Farbe bzw. die Oberflächenstruktur nicht so ganz, aber was will man machen?

Ich werde bestimmt noch eine besseer Möglichkeit finden (AQUA-basiert!!) aber dieses Modell soll sich ja eben nicht in tausend Experimenten verlieren sondern fertig werden.
Zur besseren Handhabung habe ich oben, auf den später nicht sichtbaren Teil ein Stück Gussast geklebt. ICH kann ruhig schlafen wenn ich weiß, dass nach der Entfernung irgendwo unter einem verklebten Teil irgendwo ein Lackmangel ist

Erstens sieht man es NIEMALS, und zweitens weiß ich wie echte Autos an "unsichtbaren" Stellen aussehen
Auch die Reinigung der Pistole war super einfach, lediglich 3-4 mal Wasser hinterherspülen wegen der Metallpartikel war erforderlich.
Was ich besser hätte machen können:
- Die Abdeckung am Motor nicht vergessen (an der Getriebeglocke)
- mehr gleichfarbige Teile mit lackieren. Aber es war eiegntlich nur ein schnelles Farbexperiment und ich glaubte ehrlich gesagt nicht an Erfolg

- Die Teile sind auch NICHT grundiert (aus dem gleichen Grund).
So, nun zur Bodenplatte.
Ich habe diese schon mal angefangen weil ich mehrere Baugruppen parallel baue um Wartezeiten zu überbrücken und schneller voranzukommen. Außerdem wollte ich was in der Hand haben
Grundierung:
- 30 Trofen Vallejo Surface Primer 73.600 in weiß (hab noch Teile eines Hubschraubers mitgrundiert, deshalb so viel)
- 2 Tropfen Vallejo Nato-Schwarz (damit man die weiße Grundierung auf dem weißen Plastik besser sieht färbe ich Grundierung stehts ein)
- 3 Tropfen Flow-Improver (gerade die Grundierung trocknet sonst sehr schnell auf Modell und Airbrushdüse
- 8 Tropfen Verdünner.
--> Ließ sich gut spritzen, AB gar nicht eingetrocknet, trotz kurzer Unterbrechungen bis 5 Sekunden, Modell nach 2-5Minuten grifftrocken und nach 30 Minuten ganz.
AB: Fengda-Grundierungs-Arbeitstier mit 0,5er Düse und 2 bar Vollgas.
Eine kurze Ansprühschicht und nach 2-3 Minuten gleich die Deckschicht. Wobei die bei mir nicht immer 100% deckt.
Farbe: Vorgeschlagen ist Schwarz seidenmatt. Ich hab selbst was gemischt:
- 90 Tropfen Vallejo Nato schwarz/teerschwarz (war halt da)
- 20 Trofen Vallejo Polyurethane Gloss Varnisch 26.650 (Klarlack)
- 14 Tropfen Flow Improver (71.262)
- 30 Tropfen Thinner
--> Das Ganze hat dann in der Pistole auf Anhieb gepasst.
Zunächst hab ich mit dem Pinsel die konkaven Kanten und Vertiefungen gemacht, und an diesen Stellen zuviel aufgetragene/vom Pinsel geflossene Farbe mit Toilettenpapierecken aufgesaugt.
Dann eine dünne Schicht gebrusht und dann ne "normale", deckende.
Nach einer Stunde hab ich nochmal geschaut und einige nicht ganz gedeckte Stellen gefunden und nachgebrusht.
Nach einer weiteren Stunde habe ich nochmal ne finale Schicht drauf gelegt.
Das Ganze durch die gleiche Gun gejagt, weil die eh schon in Benutzung war, mit etwas reduziertem Druck von 1,5 bar (ca. 7-10cm Entfernung)

Anmerkung: Die weißen Stellen dort sind weg, das Bild ist aus der Mitte des Lackierens, nach der ersten Deckschicht, die sonstige Optik entspricht aber dem Endzustand.
Das Ergbniss gefällt mit eigentlich sehr gut, obwohl die Oberfläche hier eigentlich rauher sein dürfte, je nachdem ob es Plastikabdeckungen sind oder eben der klassisch rauhe aufgesprühte "Teer"unterboden.
Aber so isses und so bleibts
Auch hier hätte ich die erst soeben entdeckten Abdeckklappen mitmachen können. Aber wenigstens hab ich noch von der Farbe übrig
Das wars.
Als nächstes gehts mit kleinen Motoranbauteilen weiter (da fehlt aber erst mal EISEN-Farbe) und Bodenklappen werden gelackt, des Weiteren nach Bauplan.
FEUER FREI und beste Grüße
Andreas