Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Wettringer Modellbauforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

  • »madmax58706« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Realname: Thomas B

Wohnort: Menden(Sauerland)

  • Nachricht senden

1

Montag, 9. Februar 2015, 10:00

T34/76 von Tamiya

Hallo Allerseits,

ich habe eine Frage zu Bemalung.
Ich habe mir ein günstiges Modell (Tamiya T-34/76) zu übungszwecken gekauft ( noch unterwegs mit Hermes :nixweis: ) und möchte es endlich mal vernünftig bemalen.
Mein Plan sieht so aus:

1. Zusammenbauen :abhau:
2. Grundieren mit Tamiya X01(Schwarz)
2.2 Leichter, dünner Film mit XF63 (German Grey)
2.3 Anschießend wird Rostbraun in zufälliger Weise aufgesprüht.
3. Auf die Grundfarbe des Stahls möchte ich Heavy Chipping Fluid auftragen. FRAGE: 1 Sprühlage oder besser mehrere?
3.2 FRAGE: Ist hier auch die Haarspray -Technik anwendbar?
4. Danach soll von AK (Farbset Russian Green-Wargames Serie) , also AK 4BO Base, dann Modulation mit Light Base usw., usw. aufgetragen werden.
5. Darauf soll das Chipping-Prozess beginnen
6. Danach würde ich eine schützende Lage(n?) Klarlack auftragen.
FRAGE: Welcher Klarlack? Ich benutze den von Revell Aqua. Denn ich möchte gerne Streaking -Effekte einfügen und mit Verdünnung verwischen. Folgen
sollen kleine Tupfen Ölfarbe die ebenfalls mit Verdünnung vermischt werden sollen. Von Wash ganz zu schweigen. Meine Befürchtung ist, dass die Verdünnung
durch die Klarlack-Sicht geht und die Grundfarbe angreift und verwischt.
7. Falls alles fertig bemalt ist, soll darauf noch eine Schicht Klarlack? Wenn ja, welcher?


Fragen über Fragen eines Anfängers. Ich hoffe auf Eure Unterstützung.

Schöne Grüße aus Sauerland

Thomas

PS: Stug ist noch in Arbeit, kommt noch :ok:
Hoffnungslos optimistisch

2

Montag, 9. Februar 2015, 11:28

Oh, da hast du dir aber was vorgenommen.

1. ist ok.

2. ist auch ok.

2.2 was willst du mit german grey? diesen Schritt kannst du dir sparen.

2.3 ist ok, kann man aber bei der Schwammtechnik weglassen, mehr dazu im Punkt 3.

zu 3 und 3.2 Chippin Effects oder Haarspray ist egal. ABER: eins hab ich festgestellt zu wenig ist Mist, zuviel aber auch. Die richtige Dosierung wirst du kaum beim ersten mal hinbekommen. Für kleine Chips auf jeden fall einen Zahnstocher benutzen. Finde eh, das hier ein Chipping mit dem Schwamm oder dem Pinsel besser wäre, weil du keine großflächige Abtragung der Deckfarbe machen möchtest.

4. Achtung - die Wargames Serie hat andere Farbtöne als das normale Russian Modulation Set! Besser dieses verwenden.

5. Kannst du dann bei der Chippingtechnik mit Schwamm und Pinsel weglassen.

6. Klarlack auf Acrylbasis verwenden (z.B. Revell Aqua) und 48 Std. Trocknen lassen, das gilt übrigens auch für die Grundierung. Für alle anderen Farbschichten reichen 24 Stunden.
Die Verdünnung (auf Nitro Basis) macht dem Acryllack gar nix. Darfst nur keinen PUR Verdünner verwenden. Feuerzeugbenzin oder jeder Ölfarbenverdünner eignet sich sehr gut.
Nochmal die Reihnfolge des Alterns: Filter, Fading, Pin Wash, Streaks, Dreck und Pigmente. mit jeweils 24 Stunden Trocknungszeit dazwischen, da passiert nichts.

7. Kannst du machen, muss aber nicht. Wenn ja dann wieder Acryl.

3

Montag, 9. Februar 2015, 14:07

Schwarze Grundierung finde ich suboptimal für 4BO. Ich würde hellgrau oder dunkelgelb wählen.
Heavy Chipping Fluid ist für minimale Lackabplatzer ungeeignet. Das taugt für runtergewaschene Wintertarnung oder starke Rosteffekte. "Worn Effects" wäre hier das Mittel der Wahl. Zwei deckende Schichten genügt.
Klarlack grundsätzlich Satin. Öleffekte und Pin Wash sind auf matter Basis nicht möglich. Ich nutze mit Ausnahme von Figuren überhaupt keinen klaren Mattlack.
Bunte Dots aus Ölfarbe mit Verdünner verwischen ist ein Filtereffekt (dezente Farbvariation ganzer Flächen/Panels) . Ein Filter sollte vor einem Streaking (Laufspuren) und dem Pin Wash (Betonung von Vertiefungen) erfolgen.
Metalleffekte (Kettenabrieb/Werkzeuge) sollten als allerletztes gemalt werden. Überlackieren mit Klarlack tötet Metalleffekt. Dasselbe gilt für Pigmente.
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

  • »madmax58706« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Realname: Thomas B

Wohnort: Menden(Sauerland)

  • Nachricht senden

4

Samstag, 14. Februar 2015, 08:48

Hallo,

danke für eure Tipps! Ich habe mir in der Zwischenzeit einige Videos von Mig
angeschaut und werde versuchen die Infos zusammen umzusetzen. Das Modell ist aber
noch nicht da und ich versuche mich seit Donnerstag an einen anderen Projekt.
Mit, Spachteln, Schleifen, Grundierung auftragen, Farbe mischen und bemalen.
Die Scala ist 1:1 und die Typenbezeichnung lautet Badezimmer, zur Freude meiner
Frau :) :D .
Schöne Grüße aus Menden
Thomas
Hoffnungslos optimistisch

  • »madmax58706« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 238

Realname: Thomas B

Wohnort: Menden(Sauerland)

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 26. Mai 2015, 11:35

Ende

Hallo, nach langer Abstinenz stelle ich das fertige Projekt dar.
Schöne Grüße

Thomas


Hoffnungslos optimistisch

6

Mittwoch, 27. Mai 2015, 15:34

Hast du irgendwelche der oben beschriebenen Techniken verwendet? Schaut nämlich nicht wirklich so aus.

Das Farbbild ist zu einheitlich, der Lack stumpf und matt, weshalb auch die Decals silbern. Auf der ersten und fünften Laufrolle fehlt die Farbe der Gummibeschichtung, ebenso am Bug-MG.
Bautechnisch befinden sich die Handläufe am Turm vor den seitlichen Sichtschlitzen. Historisch passen die Streifen der Berlinoperation aus dem April 1945 nicht zu einem 1943er Modell.

Vielleicht kannst du aus meinem halbfertigen 34er Anleihe ziehen. Dieser ist nämlich ziemlich exakt entlang der oben genannten Vorgehensweise lackiert:


Hau auf jeden Fall den Mattlack in die Tonne. Das ist der natürliche Feind jedes Alterungseffektes, weil Wash, Streaking und Fading darauf nicht funktionieren.
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

Werbung