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Mittwoch, 31. Dezember 2014, 05:10

Revell Boeing 737-800, 1:144, Ethiopian Airlines

Hallo Leute,
nachfolgend möchte ich gerne allen Interessierten mein aktuelles Modellbauprojekt vorstellen:

Es handelt sich um den Bausatz der Boeing 737-800 von Revell in 1:144, dargestellt in den Farben der äthiopischen Fluggesellschaft "Ethiopian Airlines", und mit ein paar zusätzlichen Teilen verfeinert.

Ethiopian Airlines ist die nationale Fluggesellschaft Äthiopiens und eine der großen und rennomierten Airlines Afrikas mit einer sehr modernen Flugzeugflotte. Sie ist Mitglied in der Star Alliance und hat eine gute Sicherheitbilanz. Ethiopian betreibt eine ganze Reihe Boeing 737 NGs, wovon eine Maschine leider vor einigen Jahren nach dem Start in Beirut verunglücke und ins Mittelmeer stürzte. Für die gewählte Lackierung habe ich mich aus verschiedenen Gründen entschieden: Zum einen finde ich die Farbgebung einfach sehr ansprechend. Darüber hinaus finde ich das Land einfach faszinierend (wie den Afrikanischen Kontinent allgemein). Und nicht zuletzt fühle ich mich aus familiären Gründen mit dem Land verbunden. Somit fiel die Wahl der darzustellenden Maschine nicht schwer.


Geplant war der Bau eigentlich als kurzes "Zwischendurch-Projekt", um die Wartezeit für ein anderes Vorhaben (außerhalb des Modellbaus) zu überbrücken. Aus verschiedenen Gründen hat sich der Bau dann letztlich aber doch länger als gedacht hingezogen, so dass ich jetzt schon fast ein halbes Jahr an dem Flieger werkele. Das allerdings immer wieder mit großen Unterbrechungen. Aber was soll´s, ich habe es ja nicht eilig. Außerdem habe ich mich, als ich bereits die Decals so gut wie fertig aufgetragen hatte, entschlossen, die Lackierung komplett wieder zu entfernen und alles neu zu machen, so dass ich zwischendurch fast wieder bei Null angefangen habe. Aber dazu später mehr. Da der Bau schon recht weit fortgeschritten ist, kommen die ersten Schritte in etwas schnellerer Abfolge.

So, genug geplaudert! :)
Hier kommen erst einmal die Bestandteile des Projekts:

Der Revell-Bausatz mit Decals für Air Berlin (alte Lackierung) und Sobel-Air




Von links nach rechts:
Ätzteile von Extra Tech für die B737-800, der Decal-Bogen für die Ethiopian Airlines Livery von Draw Decals, und ein Doppelsatz Fahrwerksbeine von Scale Aircraft Conversions. Alles bezogen vom Niederländischen Luchtvaart Hobby Store am Flughafen Amsterdam.




Hier noch mal der Decal-Bogen mit den abweichenden Decals für die Ethiopian-Variante. Dazu kommen noch eine ganze Menge Decals vom eigentlichen Revell-Bogen (Wartungshinweise etc).




Die Ätzteil-Platine im Detail. Hierauf zu finden sind u.a. Triebwerksschaufeln, ein neues Innenleben für die Fahrwerksschächte, Fahrwerksklappen mit Mechanik sowie Mechaniken für das Fahrwerk selber.


So viel zur Vorbereitung, im nächsten Schritt geht´s an die Praxis!
:D
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Viele Grüße,
Stefan.

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2

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 17:21

Hi Stefan.

Na, dann laß uns nicht zulange auf die Baubilder warten :D . Hab heuer selber eine Revell 737 gebaut, der Kit kanns ganz schön in sich haben, wenn mans genau nimmt. Hast du vor das Hauptfahrwerk zu kürzen und die Triebwerke auszurichten, oder siehst du über das zu hoch stehende Fahrwerk hinweg.


Schönen Gruß
Daniel
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3

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 19:28

Hallo Daniel!

Stimmt, an dem Bausatz gibt es tatsächlich einiges zu korrigieren, wenn man es drauf anlegt. Die äußere Form der Triebwerke ist ja auch nicht ganz korrekt. Diese sind im Original weniger oval als hier dargestellt. Die Bausatz-Triebwerke würden eher an eine -400 passen.

Nach einigem Lesen hier und in diversen anderen Foren habe ich mich für folgende Änderungen entschieden:

- Ätzteile
- Fahrwerksbeine aus dem Zubehörhandel (wobei ich noch nicht überprüft habe, wie die von der Länge sind)
- Anpassung der Winglets
- ein paar Änderungen an den Triebwerken (Winkel, Exhaust Pipe und Einlauf), wobei ich die äußere Form aber nicht verändert habe. Das war mir zu aufwendig.

Als nicht-Profi in Sachen Modellbau reicht mir das erst einmal. :smilie:


Ich wünsche allen hier einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr!
Stefan.
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Viele Grüße,
Stefan.

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4

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 19:53

OK, dann mal los:

Angefangen habe ich mit den Fenstern.


Leider liegen dem Bausatz keine Klarsichtteile für die Fenster bei, außer dass man wahlweise klare Decals über die Fensteröffnungen ziehen kann. Von der Idee halte ich aber nicht viel. Zum einen sehe ich die Gefahr des Einreißens, außerdem weiß ich nicht, ob das Material nicht mit der Zeit vergilbt und dann unschön aussieht. Außerdem stellt sich die Frage, ob sich Fenster aus Decal-Folie sauber genug an die Rundung des Rumpfes anpassen.

Da außerdem der "Ethiopian"-Schriftzug auch über die Fenster verläuft, bot es sich an, die Fensteröffnungen zu verschließen und mit den Decals aus dem Zusatz-Bogen darzustellen. Damit lässt sich auch gleich die Lage des Fensterstreifens korrigieren, denn der liegt bei dem Modell einen Ticken zu tief.


Verschließen der Fensteröffnungen von hinten mit Sheet-Streifen.






...sieht doch schon ganz gut aus. Anschließend wurden die Löcher mit Spachtel aufgefüllt und verschliffen. Leider habe ich vergessen, ein Bild davon zu machen.
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Viele Grüße,
Stefan.

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5

Mittwoch, 7. Januar 2015, 22:35

Huh, die Tage um den Jahreswechsel waren etwas stressig, deshalb komme ich heute erst dazu, hier weiter zu machen.

Als nächstes kamen die Gear Bays dran. So weit kein großer Akt. Die Verkleidungen bestehen jeweils aus zwei Teilen. Beim Hauptfahrwerkschacht kommen noch die Kabel als separates Teil darüber.




Lackiert sah es dann so aus:




Nächster Schritt: die Tragflächen...






Der Hauptfahrwerksschacht fügte sich sehr gut in die Tragflächenwurzel ein. Keine Passprobleme mit den Rumpfschalen. Da hatte ich irgendwo auch schon mal was Negatives zu gelesen. Aber hier gab es keine Probleme.
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Stefan.

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6

Mittwoch, 7. Januar 2015, 22:50

Erste Passprobe...






Fazit: Hinten passt es schon ganz gut, aber vorne ist der Übergang zwischen den Teilen nicht wirklich flüssig. Es gibt eine Stufe, und der Winkel der Teile passt auch nicht wirklich. Da ist Nacharbeit fällig!

Noch etwas Gewicht in die Nase - das sollte wohl reichen!

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Stefan.

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7

Mittwoch, 7. Januar 2015, 23:11

Änderungsbedarf besteht bei diesem Kit auf jeden Fall bei den Winglets. Die sind out of Box nämlich zu kurz und zu breit.



Also habe ich sie oben gerade abgeschnitten und mit einem Stück Sheet verlängert und schmaler geschliffen. Et voilà:



Dann aus Papier eine Schablone erstellt und ein passendes Gegenstück für die andere Seite erstellt:



Schon deutlich besser, wenn ihr mich fragt. Form und Länge sind jetzt zwar eher Pi mal Daumen, aber auf jeden Fall näher dran am Original als die ursprünglichen Bausatz-Winglets. Die Teile gibt es auch als Zusüstsätze, aber auf die Schnelle waren keine zu bekommen, und ich hatte keine Lust zu warten. Außerdem wollte ich es mal selber ausprobieren. :)
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Stefan.

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8

Sonntag, 11. Januar 2015, 13:34

Die nächste - und etwas größere- Baustelle sollten die Triebwerke werden.

Dort gibt es eine ganze Reihe an Verbesserungsmöglichkeiten. Zunächst einmal hat Revell den Treibwerken die falsche Unterseite anmodelliert. Diese ist bei der 737-800 nämlich deutlich weniger abgeflacht als z.B. bei den -300er oder -400 Baureihen. Ganz rund sind sie aber auch nicht, deshalb habe ich davon Abstand genommen, sie anzupassen. Ich hatte Sorge, dass ich dort die Gravuren nicht entsprechend fein nachgemacht bekomme. So ist es jetzt nicht ganz "scale", aber dafür bleibt der charakteristische "737-Look" erhalten. Damit kann ich gut leben.

Was ich dagegen ändern wollte:

- Triebwerksschaufeln aus Ätzteilen
- den kleine "Flügel" an der Innenseite durch ein Ätzteil ersetzen
- Öffnen des Triebwerks von hinten und Austausch der "Tailpipes" duch selbstgemachte Teile
- Auffüllen der Triebwerkseinläufe
- Anpassen des Winkels gegenüber der Tragfläche. Out of Box "kippen" die Triebwerkszellen nämlich deutlich nach oben.

Letzteres Problem hab ich versucht zu lösen, indem ich den Triebwerkspylon (also die Aufhängung an der Tragfläche) nach hinten zunehmend abgeschliffen habe. Hierdurch kommt die Vorderseite des Triebwerks nach unten. Da die Teile jetzt natürlich nicht mehr so zusammenpassten wie vom Bausatz vorgegeben, entstanden größere Spalten zwischen Flügel und Triebwerksaufhängung, die ich nach dem Zusammenbau mit Spachtel gefüllt habe.


Hier mal die Ätzteile für die Triebwerksschaufeln:


Das war eine ganz schöne Fisselsarbeit, kann ich euch sagen! Die Ätzteil-Schaufeln passen genau auf das Gussteil. Zum Ankleben muss aber jede Schaufel einzeln in den entsprechenden Winkel gebogen werden. Das habe ich auch so gemacht und dann alle Schaufeln nacheinander mit Sekundenkleber fixiert. Das Ergebnis wirkt dann schön plastisch mit schönen scharfen Kanten. Leider liegt das Teil nachher so weit innen im Triebwerk, dass man kaum etwas davon sieht, zumal dort auch kaum Licht hinein fällt.
Im Nachhinein wäre es vermutlich viel einfacher gewesen, die einzelnen Schaufeln zu trennen und separat aufzukleben! Da bin ich aber während der Arbeit gar nicht drauf gekommen. :rolleyes:


Was mir nicht so gut gefiel war auch der hintere Teil der Treibwerke. Der ist komplett geschlossen dargestellt, was so natürlich nicht stimmt.


Deshalb habe ich diesen Bereich aufgebohrt und die Tailpipes (das sind die dünnen Rohre, die hinten aus dem Triebwerk herausschauen) selbst neu gebaut. Und zwar habe ich dafür zwei Messingrohre unterschiedlichen Durchmessers ineinander geklebt. Den Übergang von dick auf dünn habe ich zunächst verspachtelt und dann das ganze Teil in meine Mini-Bohrmaschine eingespannt und mit Schleipapier plan "gedreht".


Im Endergebnis sah das dann so aus:


Die Platte am inneren Ende des Endstücks habe ich mit eine pasenden Bohrung versehen, durch die die Metallröhrchen durch gesteckt werden. So können sie von der Länge genau angepasst und dann verklebt werden.

Hier mal ein Bild vom Ergebnis nach dem Lackieren. Wenn man genau hinschaut, erkennt man auch die Triebwerkseinläufe, die ich mit Spachtelmasse so weit aufgefüllt habe, dass sie rundum bis an die Triebwerksschaufeln heran reichen.



Nach dem Zusammenbau kam von außen noch der kleine Flügel als Ätztel dran. Das Revell-Teil wäre deutlich dicker gewesen...



So sah das Endergebnis dann nach dem Lackieren aus. Entlang der Kanten und der Gravur-Linien habe ich mit der Airbrush ein schwarzes Pre-Shading aufgebracht und dann mit Weiß drüber lackiert. Die Lippen habe ich separat lackert und erst danach angeklebt.
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9

Sonntag, 18. Januar 2015, 21:40

Beim Zusammensetzen von Rumpf und Tragflächen zeigte sich dann noch eine Merkwürdigkeit:

An der Tragflächenwurzel befindet sich eine Kante, die dort nicht hingehört. Irgendwie ist der Ansatz der Flügel am Rumpfteil deutlich zu dick geraten. Um den Versatz besser erkennen zu können, habe ich ihn mit blauem Stift nachgezeichnet. Das erleichtert das Abschleifen:



Nach dem Schleifen sieht es schon besser aus.





Auf der Unterseite wurden ebenfalls die Übergänge zwischen Rumpf und Tragfläche abgemildert:





Unschwer erkennbar ist, dass mir in diesm Stadium ständig die Antennen abgebrochen sind... X(
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Stefan.

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10

Sonntag, 18. Januar 2015, 21:53

Danach ging es an´s Lackieren:

Grundert wurde mit Revell-Grundierung aus der Sprühdose. Anschließend habe ich ein Pre-Shading mit grauer Farbe aufgebracht. Ich hatte die Befürchtung, dass schwarz zu stark durchscheinen würde und unnatürlich wirken könnte:




Danach habe ich den Rumpf komplett weiß gebrusht (Tamiya Acryl). Die Landeklappen und Kanten der Höhenleitwerke und Winglets habe ich zu diesem Zeitpunkt mit Silberner Farbe per Pinsel lackiert. Die einzelnen Segmente habe ich dabei jeweils leicht unterschiedlich abgetönt. Letztlich war ich mit dem Ergebnis aber dann doch nicht ganz zufrieten. Richtig gerade Linien habe ich mit dem Pinsel einfach nicht hinbekommen. Zudem wirkten die unterschiedlichen Silbertöne auch irgendwie unnatürlich. Letztendlich habe ich dann später die für diese Teile vorgeshenen Deckals aus dem Revell-Deckalbogen benutzt. Das sieht deutlich besser aus. Aber dazu später mehr...

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Stefan.

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Sonntag, 18. Januar 2015, 22:41

Hi Stefan!

Schöner Baubericht!
Auch alles sehr anständig und sauber bis hierhin.

Werde dein Bb. weiter verfolgen, da mir genau der selbe Bausatz auch noch bevorsteht.
Allerdings ganz konserativ... nein eher konsequent im Air-Berlin Kleid, wie auf der Schachtel!

Schön weitermachen... :ok:

Gruß Mike

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Freitag, 30. Januar 2015, 18:00

Hi Mike!
Vielen Dank für das Lob! Als Air Berlin hätte sie mich in der neuen Lackierung gereizt. Die finde ich schöner. Aber leider gibt es dafür keine Deckals. :( Na egal. Was ich mir noch zusätzlich geholt habe ist ein Deckalbogen für eine Lufthansa 737-Classic in der Frachter-Variante. Vielleicht mache ich daraus bei Gelegenheit mal eine fiktive Lufthansa Cargo 737-NG. 8)
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Viele Grüße,
Stefan.

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13

Freitag, 30. Januar 2015, 18:53

So, weiter mit dem aktuellen Bau:

Nach dem Lackieren habe ich der Maschine noch eine Schicht glänzenden Klarlack (Acryl, aus dem Baumarkt) verpasst, dann ging es an die „Dekorierung“. Dazu ein paar Erklärungen:

Der Draw-Deckal-Bogen beinhaltet nur die Deckals, die für die Ethiopian-Variante benötigt werden. Dazu kommen noch ein paar Teile wie die Türen und Cockpitfenster, die auf beiden Deckalbögen (Revell und Draw) vorhanden sind. Und einige wenige Teile, z.B. die Frachtraum-Luken sind nur auf dem Draw-Bogen als vollständige Teile vorhanden. Revell liefert da nur den Schließmechanismus und die silberfarbene Unterkante der Luken als Deckal, die Umrandung gibt es nur als Gravur. Das Gros der Beschriftungen, Warnhinweise und Symbole müssen vom Revell-Bogen genommen werden. Glücklicherweise liefert er diese Teile in Varianten für dunkle und helle Lackierungen (sprich in weißer und schwarzer Schrift), so dass man hier frei in der Farbgebung ist.

Man muss sich also entscheiden, wie man vorgeht und welche Details man mit welchen Deckals darstellen will. Was die Deckalbögen selbst angeht, weisen diese schon gewisse Unterschiede in der Qualität auf:

- Die Revell-Deckals sind sehr fein und detailliert gedruckt, so kann man mit der Lupe zum Beispiel die winzigen „No Step“ Schriftzüge für die Oberseite der Tragflächen lesen. Dafür ist die Deckalfolie selber recht dick. Alle Deckals sind als einzelne Schiebebilder ausgeführt, man muß sich also nicht so viel Mühe mit dem Ausschneiden machen.

- Die Draw-Deckals kommen auf einer zusammenhängenden Trägerfolie daher. Man sollte also möglichst passgenau ausschneiden, um keine unschönen Ränder zu produzieren. Dafür ist die Folie wirklich dünn und passt sich mit etwas Weichmacher super an den Untergrund an. Selbst wenn man weiß, wo man suchen muss, muss man schon genau hingucken, um nachher die Kanten noch erkennen zu können. Dafür sind etwas unschärfer gedruckt, wie ich finde.


Eine unerfreuliche Feststellung kann ich hier schon mal vorweg nehmen:
Und zwar passen die Draw-Deckals nicht immer passgenau auf die Gravuren des Revell-Modells. Ok, sie sind ja auch nicht ausdrücklich nur für dieses Modell gemacht worden. Allerdings hat das zur Folge, dass bei den Türen, Frachtluken und auch den Overwing-Exits (Notausgängen) die Gravuren teilweise deutlich neben Deckals liegen, was natürlich ziemlich besch... aussieht!

Unterm Strich hat das dann im weiteren Verlauf dazu geführt, dass ich die Lackierung komplett erneuert habe. Aber hier erstmal ein Eindruck von der Arbeit:





Das sieht jetzt noch ziemlich wellig aus, schmiegt sich beim Trocknen aber wirklich perfekt an den Untergrund an. Ein Problem war, dass ich beim ersten Versuch die Folie passgenau an den Fenstern entlang ausgeschnitten habe. Dadurch wurde sie über einen langen Bereich sehr schmal, was dazu führte, dass sie bem Verschieben in mehrere Teile zerrissen ist. Die Fenster dann wieder genau auf eine Linie zu bekommen, war eine ziemliche Fummelei. 8| Beim zweiten Durchgang habe ich dann dazu gelernt, etwas großzügiger geschnitten und das Deckal mit massig Wasser quasi an Ort und Stelle "geschwemmt". Das ging dann prima.
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Stefan.

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14

Samstag, 31. Januar 2015, 01:31

Jo, und dann kam, wie schon erwähnt, der große Bruch:


ALLES auf ANFANG!


Nachdem ich alle großen und ca. 2/3 der kleinen Deckals angebracht habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich das Modell neu lackieren und verzieren werde.


Was war passiert? Ich war schlicht und einfach mit dem Ergebnis, das ich vor mir liegen hatte, nicht zufrieden. Und zwar aus mehreren Gründen:

- Die Fensterreihen waren auf beiden Seiten nicht auf gleicher Höhe. Von vorne gesehen wirkte das einfach störend.

- Die Cockpitscheiben lagen nicht passend auf, besonders auf der rechten Seite. Auf dem obrigen Bild kann man das erkennen.

- Wie schon erwähnt, sind die Deckals von Draw Deckals nicht deckungsgleich mit den Gravuren von Revell. Dadurch ergaben sich Probleme bei den vorderen und hinteren Türen, den Notausgängen und den Gepäckluken.

- Zu spät war mir aufgefallen, dass die Tragflächen und Höhenleitwerke nicht weiß, sondern hellgrau sein sollten.

- Allgemein war ich mit der Oberflächenqualität der Lackierung nicht wirklich zufrieden. Sie war mir insgesamt noch zu uneben, trotz der Glanzlack-Schicht, die bereits darüber lag.


Endgültig abgenommen wurde mir die Entscheidung dann, als ich versucht habe, ein Detail an den einem der Höhenflossen nachzulackieren und dabei mit einem Stück Klebeband direkt die gesamte Farbe samt Grundierung abgezogen habe! Und das, obwohl ich schon kaum haftendes Band bzw. Post-Its benutzt habe. :huh:

Also fiel der Entschluss:

Alles runter und neu machen!


Das Fiasko mit dem Höhenleitwerk hat mir außerdem gezeigt, dass ich mit der Oberfläche des Modells offenbar nicht sorgfältig genug umgegangen bin. Zwar habe ich alle Teile vor dem Bauen mit Wasser und Spülmittel entfettet, aber trotzdem haftete die Farbe nicht richtig am Untergrund.

Beim zweiten Durchgang habe ich mir dann zur Angewohnheit gemacht, bei der Arbeit am Modell grundsätzlich Einweghandschuhe zu tragen, damit keinerlei Fingerabdrücke (Fett, Talg etc.) auf die Oberfläche gelangen können. Außerdem wurden alle Teile gründlich geschliffen, gewaschen, grundiert und dann nochmals angeschliffen. Und um es schon einmal vorweg zu nehmen: Der Aufwand lohnt sich wirklich! Ich habe später mit jeder Menge Klebeband auf dem Modell gearbeitet, und nicht ein Quadratmillimeter Farbe hat sich mehr gelöst!

Eine freundliche Nachfrage bei Revell bescherte mir innerhalb von ein paar Tagen einen neuen Deckalbogen als Ersatz für die schon benutzten Schiebebilder. Dafür ein aufrichtiges "Danke schön" von hier aus nach Bünde! :wink: Die Ethiopian-Deckals musste ich allerdings neu bestellen. Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich noch einen zweiten Ätzteil-Satz geordert, so dass ich jetzt alle Zusüst-Teile für einen zweiten Flieger hier liegen habe.


Leider habe ich von dem Endzustand vor dem Entlacken kein Bild mehr gemacht...
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Stefan.

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15

Samstag, 31. Januar 2015, 02:02

Nach einem Tipp hier aus dem Forum habe ich mir zum Entfernen der alten Lackierung eine Flasche

Propylenglykolmethylehter

vom Künstlerbedarf im Internet bestellt. Kostenpunkt für den Liter unter zehn Euro. Was soll ich sagen – das Zeug ist echt teuflisch gut zum Entlacken! Ein Teil des Fliegers mit einem Pinsel mit dem Zeugs eingestrichen, eine Minute wirken lassen, und schon lässt sich die gesamte Lackierung mitsamt Grundierung mit einem Küchentuch einfach runter wischen. Hammer!

Innerhalb von einer guten Stunde habe ich auf diese Weise das komplette Modell entlackt und wirklich gründlich gereinigt. Angenehmerweise stinkt das Zeug auch nicht so höllisch wie manch anderes Lösungsmittel. Trotzdem sollte man es natürlich nur in gut durchlüfteten Bereichen anwenden! Da aber ist es echt unschlagbar.

Hier das Ergebnis nach einer Stunde Arbeit: Ein quasi jungfräuliches Modell.





Der Kunststoff wird übrigens in keiner Weise angegriffen und erscheint unter dem Lack praktisch wie frisch aus dem Karton. Einzig einige Klebeverbindungen habe ich vorsichtshalber nachgezogen, weil sie sich teilweie gelöst hatten. Wobei ich jetzt nicht sagen kann, ob das von dem Lösungsmittel kam oder davon, dass ich den Rumpf während des Entlackens ständig an wechselnden Stellen angefasst und entsprechend belastet habe.



Vor dem erneuten Lackieren habe ich dann die Gelgenheit genutzt, um noch ein paar Verbesserungen durchzuführen:

Zunächst mal habe ich aufgrund der zuvor gemachten Erfahrungen mit den nicht passenden Deckals die Gravuren der Türen, Gepäckluken und Notausgänge zugespachtelt. Sie werden jetzt nur noch durch Deckals dargestellt. Lediglich die Unterkanten der Türen und Luken habe ich frei gelassen, damit ich eine Referenz für das Ansetzten der Deckals habe. Außerdem habe ich die Fenster noch einmal sorgfältig verspachtelt und verschliffen, so dass die Seiten des Flugzeugs jetzt wirklich glatt sind.

Außerdem hatte ich mir überlegt, die Pitot Tubes (also die Staurohre am Bug) mittels Kupferdraht darzustellen. Dazu habe ich Löcher an den entsprechenden Stellen in den Bug gebohrt, in die ich später abgewinkelten 0,3 mm Draht geklebt habe. Im Endergebnis war das aber immer noch deutlich zu dick und wirkte nicht stimmig (eher wie Kuhhörner oder so etwas). Aus diesem Grund habe ich die Rohe letztendlich mit dem Seitenschneider wieder abgeknipst. Jetzt sind nur noch die Ansätze als leicht erhabene Teile übrig, was für meinen Geschmack viel besser aussieht.

Hier die Borhungen für die Drähte:


Am Übergang zwischen dem Klarsicht-Teil und dem Rumpf habe ich bei dieser Gelegenheit auch noch einmal Hand angelegt und die hier noch bestehende Kante mit etwas Spachtelmasse entfernt...
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Stefan.

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16

Dienstag, 5. Mai 2015, 23:02

Okay, Leute. Weiter geht´s.

Erst einmal Entschuldigung für die lange Pause. Aber in der letzten Wochen bin ich einfach zu wenig an den PC gekommen. Jetzt hoffe ich aber, dass ich den Thread hier schnell weiterführen kann.


Nach dem Entlacken kam zuerst eine neue Schicht Grundierung mit anschließendem Pre-Shading in Dunkelgrau auf den Rumpf. Schwarz habe ich mich nicht getraut, weil ich befürchtet habe, dass es zu stark durchscheinen könnte.

index.php?page=Attachment&attachmentID=242538


Als nächstes wurden der Rumpf weiß und die Tragflächen und Höhenruder mittelgrau gebrushed. Der Farbton auf den Tragflächen ist mir im Vergleich mit Originalfotos nicht ganz gelungen. Im Original tendiert die Farbe zu einem noch helleren blau-grau. Aber noch einmal neu machen wollte ich es jetzt auch nicht mehr. Also habe ich es gelassen wie es war.












Details auf der Unterseite:
Die Kabel in der Gear Bay muss ich später noch einmal mit Farbe nachziehen. Die silberfarbenen Triebwerkseinlässe habe ich hier schon per Pinsel neu lackiert.

index.php?page=Attachment&attachmentID=242533

»Senjorlossi« hat folgende Bilder angehängt:
  • comp_20141130_140549.jpg
  • comp_20150104_180704.jpg
  • comp_20150104_181014.jpg
  • comp_20150104_181037.jpg
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17

Dienstag, 5. Mai 2015, 23:09

Irgendwas stimmt hier nicht...

... hier herrscht irgendwie Kuddelmuddel mit den hochgeladenen Bildern. Wie bekomme ich die unteren Bilder denn wieder weg? Kann da vielleicht mal ein Mod drauf schauen?

Vielen Dank,
Stefan.
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Dienstag, 5. Mai 2015, 23:24

Zeitgleich habe ich schon einmal die Klappen für Bug- und Hauptfahrwerk zusammengebaut. Eine ziemliche Friemelei waren dabei die großen bzw. "unteren" Klappen für die Hauptfahrwerke. Diese Teile müssen mehrfach in sich gebogen und an die Form der Tragflächenwurzel angepasst werden. Dabei haben die Ätzteile in der Mitte eine Art "Perforierung", die praktisch unweigerlich zum Bruch des Teils führt, sobald man es bearbeitet. Diese Gestaltung verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Kann mir jemand von euch erklären, wofür diese Sollbruchstelle gut sein soll? :?:





Die oberen, kleinen Klappen der Hauptfahrwerke bestehen jeweils aus zwei Teilen. Einmal die Klappe selber und dann eine Halterung mit den beiden "Armen".

Die Bugfahrwerksklappen müssen ganz leicht an die Rundung des Bugs angepasst werden. Jede Klappe hat außen zwei kleine und in der Mitte ein großes Scharnier, die jeweils aus zwei aufeinander geklebten Hälften bestehen. NATÜRLICH flitschte mir beim Bau eines der kleinen Scharniere weg und verschwand auf Nimmerwiedersehen unter meinem Tisch. :motz: Aus 0,3er Messingdraht habe ich versucht, einen adäquaten Ersatz zu formen.





Sämtliche Teile sind hier zum Lackieren auf ein Stück Klebeband gestellt.
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Stefan.

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19

Mittwoch, 6. Mai 2015, 21:35

:ok: Das sieht spitze aus. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Zitat

"Destiny is not a matter of chance - it is a matter of choice. It is not a thing to be waited for - it is a thing to be achieved."
(William Jennings Bryan)

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Donnerstag, 21. Mai 2015, 21:52

Ich ...

... finde es einfach nur Klasse, welche Mühe Du Dir mit dem Anstrich gibst.
Grüße aus Krefeld, Rolf :ok:


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Freitag, 22. Mai 2015, 07:51

Hallo und vielen Dank!
Dauert "leider" noch ein bißchen, bis es hier weiter geht, da ich mich gerade im Urlaub befinde. Der Flieger ist schon längst fertig, aber die Bilder habe ich nur zu Hause auf dem PC abgespeichert.

Einen schönen Gruß aus der Sonne und bis bald!
Stefan :smilie:
_______________
Viele Grüße,
Stefan.

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22

Samstag, 23. Mai 2015, 17:48

Na, ...

... wünsche ich Dir einen erholsamen Urlaub.
Grüße aus Krefeld, Rolf :ok:


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Sonntag, 24. Mai 2015, 19:53

Danke danke!

Die Operation "Erholung" verläuft nach Plan. Und das beste ist : von der Dachterrasse unseres Ferienhaus aus kann ich genau auf den Flughafen von Nizza gucken. Wenn das nicht cool ist, weiß ich auch nicht!
8)
_______________
Viele Grüße,
Stefan.

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24

Montag, 25. Mai 2015, 12:35

Wenn ...

... Du dann wieder zu Hause bist und mit dem Flieger anfängst, biste wieder mit den Nerven fertig. :lol:
Grüße aus Krefeld, Rolf :ok:


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25

Donnerstag, 4. Juni 2015, 13:40

Hallo Leute!

Urlaub ist rum (leider, leider), aber wenigstens haben wir das schöne Wetter aus Südfrankreich mitgebracht.



Dann will ich hier mal wieder etwas schreiben:

Als nächstes habe ich mich um die Fahrwerke gekümmert. Ich hatte ja die zusätzlichen Fahrwerksbeine als Zurüst-Teile gekauft in der Hoffnung, dass diese vielleicht detaillierter wären als die Bauteile aus dem Revell-Kit oder vielleicht von vorne herein die richtige Länge aufweisen. Leider habe ich mich da geirrt. Tatsächlich handelt es sich ganz offenbar um reine Metall-Abgüsse der Revell-Teile ohne jede weitere Detaillierung. Eigentlich finde ich sie sogar eher die schlechtere Wahl, denn sie haben mehr Grat als die Plastik-Bauteile und ob sie sich besser verkleben lassen, wage ich auch zu bezweifeln. Da traue ich einer reinen Plastik-Plastik-Verklebung fast mehr Haltbarkeit zu. Stabilität kann bei dem relativ geringen Gewicht des Modells eigentlich auch kein Argument für Metall sein, und Ersatzteile bekommt man ja von Revell selber problemlos. Also - reine Geldmacherei oder was?

Hier mal die Revell- und Extratech-Bauteile im direkten Vergleich. Wer Unterschiede findet, darf sich ein Eis holen...





OK, somit fiel die Wahl relativ schnell auf die original Revell-Teile, verfeinert mit ein paar Ätzteilen. Hier sind sämtliche Bauteile für das Fahrwerk vor dem Zusammenbau:



Sorry für die schlechte Bildqualität, die Komprimierung für das Forum hat dem Bild wohl nicht so gut getan...


Das seitliche Führungsgestänge der Hauptfahrwerke ist im Bausatz deutlich zu dick geraten. Daher habe ich diese Teile so dünn wie möglich geschliffen, bevor sie von beiden Seiten mit den entsprechenden Ätzteilen beklebt wurden. Nach unten hin habe ich sie spitz auslaufen lassen, damit die Ätzteile im weiteren Verlauf (also im abgewinkelten Teil, auf dem unten stehenden Bild rechts zu sehen) direkt aufeinander liegen.

Der Baumstamm auf dem Bild ist ein Zahnstocher...




Hier noch ein Bild nach dem Bekleben mit den Ätzteilen. Im Bereich des Ansatzes an der Tragfläche (im Bild unten) wäre sicher noch mehr Feinarbeit drin gewesen. Aber da man diesen Bereich später praktisch nicht mehr sehen kann, habe ich es so gelassen.



Beim Hantieren mit Ätzteilen und sonstigen Kleinteilen habe ich es mir angewöhnt, mit einem Stück Malerkrepp oder sonstigem nicht zu stark klebenden Klebeband zu arbeiten. Das verhindert relativ sicher das Wegfliegen oder Runterfallen der Winzlinge. Geht auch prima beim Lackieren.
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Viele Grüße,
Stefan.

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26

Samstag, 6. Juni 2015, 00:48

Weiter geht es mit den Hauptfahrwerksbeinen. Wie schon erwähnt kommt die Revell-737 etwas "hochhackig" daher, will sagen: Die Fahrwerksbeine sind zu lang, wodurch das Modell im Stand zu sehr nach vorne geneigt ist. Fast so, als würde es gerade eine Vollbremsung durchführen. Vielleicht hat sich Revell hier Zeichnungen zum Vorbild genommen, die das Fahrwerk im entlasteten Zustand, also völlig ausgefedert, zeigen?

Egal, auf jeden Fall wollte ich dieses optische Manko beheben. Dazu habe ich aus beiden Fahrwerksbeinen jeweils ein kleines Stück herausgetrennt. Im Bild sieht man rechts das Original, und links das zerteilte Pendant mit dem fehlenden Stück.





Beim anschließenden Zusammenkleben habe ich versucht, die Teile auf möglichst gleiche Länge zu bringen, damit die Boeing nicht später im Stand Schlagseite bekommt. Letzte Ungleichheiten lassen sich durch Schleifen des oberen Teils (Klebestelle mit der Tragfläche) beseitigen.



Hier die beiden fertig gekürzten Fahrwerksbeine. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die Achsen auf der Innenseite jeweils einen anderen Durchmesser aufweisen als auf der Außenseite. Dies dient dazu, dass man die Reifen nicht versehentlich vertauscht anklebt. Bei der 737 ist das wichtig, weil die jeweils äußeren Reifen auf der Außenseite eine verkleidete Felge haben. Die 737 hat ja keine vollständigen Fahrwerksklappen, sondern die äußeren Reifen schließen den Fahrwerksschacht nach unten ab. Von daher die möglichst stromlinienförmige Verkleidung der Räder.



Und hier zusammen mit dem Bugfahrwerk. Die dreieckigen Federteile sind out of Box deutlich zu dick geraten. Sie wurden mit der Feile vorsichtig dünner geschliffen





Hier noch einmal alle Teile des Fahrwerks vor dem Lackieren: An den Beinen und dem Führungsgestänge des Hauptfahrwerks wurden jeweils Ätzteile angebracht. Am Bugfahrwerk kommt noch ein kleiner Scheinwerfer, der sich zwischen den Rädern befindet, hinzu.





Und so sieht es nach dem Lackieren aus. Die Reifen wurden per Hand mattwschwarz gepinselt. Die Felgen erhielten ein ganz leichtes Washing mit dunkler Farbe, um die Strukturen etwas besser herauszuholen. Die Fahrwerksbeine und -streben sind im Wesentlichen weiß mit silbern abgesetzten Teilen. Im Original sind dies die beweglichen Teile der Fahrwerksfederung und am Bugfahrwerk die Verkleidung für die Lenkung. Ebenso wurden die Gelenke, dem Original entsprechend, mit silberfarbenen Punkten dargestellt.





Leider habe ich in meiner Begeisterung vergessen, Bilder von den zusammengebauten Fahrwerken zu machen. :roll:
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Viele Grüße,
Stefan.

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27

Freitag, 12. Juni 2015, 00:56

Fast fertig...



Bevor ich die letzten Kleinteile, also Fahrwerk und Fahrwerksklappen, angebaut habe, kamen jetzt wiederum die Deckals zum Einsatz. Verwendet habe ich sie in der schon weiter oben beschriebenen Mischung aus Revell- und Silk-Deckals. Im Grunde gibt es hierzu nicht viel zu erzählen. Beide Varianten lassen sich mit handwarmem Wasser und etwas Deckal-Weichmacher (von Revell) problemlos aufbringen. Als Lehre aus meinem ersten Versuch (siehe oben) habe ich dieses mal einen etwas großzügigeren Streifen um die Fensterreihe stehen lassen. Das hat sich bezahlt gemacht, denn dieses mal ist nichts gerissen und die Fenster liegen auf beiden Seiten wirklich absolut auf einer Linie. Hierbei war allerdings ein wenig Geduld gefragt. Zunächst habe ich die Deckals mit jede Menge Wasser grob an die Richtige Stelle "gespült" und dann nach und nach richtig positioniert. Dazwischen immer wieder einmal Wasser nachgeben. So kann man sich langsam an die korrekte Position herantasten ohne Gefahr zu laufen, dass das Deckal reißt. Zum Schluß ganz vorsichtig mit Q-Tips oder Papiertüchern das überschüssige Wasser absaugen.

Nicht verrückt machen lassen darf man sich von den Wellen, die die Silk-Deckals (vor allem die großformatigen wie Fensterreihe und Logo auf dem Seitenruder) am Anfang schlagen. Beim Trocknen passen sich die Deckals perfekt an die Oberfläche an und die Wellen verschwinden vollständig.

Wie bereits erwähnt, habe ich dieses mal die vorderen Landeklappen mit den Revell-Deckals dargestellt. Das ist bei den inneren Klappen eine ziemliche Friemelei, weil diese Teile aufgrund der Aussparung für die Landescheinwerfer eine recht komplizierte Form haben, aber irgendwann sitzen auch diese korrekt.

Die beiden Klarsichtteile der Landescheinwerfer an den Tragflächenwurzeln habe ich mit Weißleim angeklebt. Der wirkt leicht Spaltfüllend und trocknet klar aus.



Von dem Anbringen der Deckals habe ich keine Bilder gemacht. Ist aber auch nicht so spannend. Dafür habe ich mich entschlossen, die feinen Strukturen der Tragflächen durch ein Washing mit schwarzer Wasserfarbe etwas besser zum Vorschein zu bringen. Die Wasserfarbe setzt sich recht gut in die feinen Rillen ab und lässt sich nach dem Trocknen auf den erhabenen Flächen mit einem feinen Tuch wieder abwischen. Dafür darf das Tuch selbst aber nicht feucht sein, es reicht ein ganz leichtes Anhauchen der Oberfläche vor dem Abwischen. Mit einem feuchten Tuch würde man sich die Farbe sofort wieder aus den Rillen herausputzen.



Sieht aus wie eine elende Schweinerei, funktioniert tatsächlich aber recht gut! Gleichzeitig erhalten die grauen Tragflächen durch die minimalen Reste von Farbe, die nach dem Abwischen noch dort verbleiben, etwas mehr Struktur. Dadurch wirken sie nicht so leblos und künstlich.



Als vorletzten Schritt habe ich dann die Fahwerke und Klappen montiert. Beim Bugfahrwerk ging das völlig easy, lediglich bei den Hauptfahrwerken hatte ich einige Probleme mit der Positionierung der seitlichen Verstrebungen. Das wollte irgendwie nicht richtig passen. Vielleicht hatten sich durch die angebrachten Ätzteile dort irgendwelche Maße minimal verschoben. Ich weiß es nicht. Nach einigem Fluchen habe ich aber auch diese Teile irgendwann korrekt positioniert bekommen. Jetzt mussten nur noch an jedem Bein zuerst die "großen" Fahrwerksklappen (die mit den Rundungen) auf die Fahrwerksbeine und dann die "kleinen" rechteckigen außen davor angebracht werden.



Als letzten Arbeitsschritt erhielt der Flieger mehrere Lagen Glanzlack, um die Deckals und die Lackierung zu schützen.



Fertig! :)
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Viele Grüße,
Stefan.

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28

Freitag, 12. Juni 2015, 01:50

Statt großer Worte kommen hier einfach ein paar Bilder des fertigen Modells. Ich hoffe, es gefällt euch!














Die Trangflächenwurzel von unten. Hier hat sich ein Fehler eingeschlichen: Der rote Streifen auf dem Rumpf ist zu weit hinten. Tatsächlich müsste er auf einer Höhe mit den Streifen auf den Triebwerken sein und unmittelbar hinter den Lufteinlässsen für die Klimaanlagen entlanglaufen.



Das Hauptfahrwerk von hinten. An den Verstrebungen sind leider ein paar Klebstoff-Reste sichtbar. X( Außerdem würde ich beim nächsten mal die Kanten der Fahrwerksschächte dünner schleifen. So sind sie viel zu Dick. Im Original sollten sich hier Gummilippen als Dichtung befinden.














Und damit möchte ich diesen Baubericht abschließen. Ich hoffe, dass ihr ihn etwas interessant fandet.

Mein persönliches Fazit zu diesem Modell:

Der Bau hat viel Spaß gemacht und war für mich als nicht so erfahrener Modellbauer sehr lehrreich. Was als Projekt für ein paar Wochenenden gedacht war, hat sich letzten Endes über ein gutes dreiviertel Jahr hingezogen. Das allerdings mit großen Pausen.

Wie schon erwähnt habe ich noch einen Satz Ätzteile und Deckals für eine Lufthansa Cargo Variante. Vielleicht besorge ich mir dafür noch originalgetreue Triebwerke und Winglets aus dem Zubehörhandel. Was mich unheimlich reizen würde wäre, den Flieger mit ausgefahrenen Landeklappen und Vorflügeln darzustellen, oder vielleicht auch mit geöffneter Ladeluke. Aber das liegt noch ein weiter, weiter Ferne...
»Senjorlossi« hat folgendes Bild angehängt:
  • comp_20150425_161224.jpg
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Viele Grüße,
Stefan.

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