Da ja nun doch der Wunsch nach möglichst vielen Bauberichten geäußert wurde, von einigen Kapitänen, z.B. aus dem Ruhrpott,
werd ich mal was dazu schreiben, was ich gerade im Bau habe.
Von den Anfangsphasen hab ich zwar keine Bilder, eigentlich wollte ich ja keinen BB schreiben, aber ich denke mal, das ist auch garnicht so sehr
interessant. Zu zeigen, we der Bausatz zusammengesetzt wird, überlasse ich den anderen. Ich lege meinen Fokus hier mehr auf die Technik, als auf das
Modellbauerische. Davon gabs ja bei meiner Haveldampferflotte genug, dafür aber weniger Technik.
Und deshalb steige ich mal mittendrin im Bau ein.
Erstmal kurz zur Vorgeschichte:
Bei unserem letzten Bonsai-Treffen Anfang September hatte ich schon mal den Rumpf mitgebracht und er stieß auf ein breites Interesse. Ich denke mal,
nächstes Jahr werden so vier bis sechs dieser Modelle da sein. Damit nicht alle gleich aussehen (sicher, kleine Unterschiede gibt’s immer irgendwo) , möchte ich mein Modell ganz anders
gestalten.
Und da hab ich ein wenig gebrainstormt. Was kann ich machen, was lohnt sich, was ist überhaupt möglich.
Das Einfachste ist zunächst mal die Farbgebung.
Wenn man sich mal im Hamburger Hafen umsieht (Fotos tun’s auch), dann
stellt man fest, dass es da drei wesentliche Farbschemen gibt:
1. Das typische blaue von Fairplay
2. Das traditionelle schwarze von Bugsier
3. Das moderne orangene von KOTUG.
Und dafür hab ich mich dann entschieden.
Also: Rumpf über Wasser orange, unter Wasser grün, Aufbauten orange / weiß, Deck grau.
Die Lackierung hab ich inzwischen vorgenommen.
Dann zur Technik, was ich mir so voegenommen habe:
Der Antrieb soll natürlich über die Schottelantriebe erfolgen.
Steuerung durch Drehen der Schottel und durch unterschiedlichen Lauf der Schrauben.
Das funktioniert bei meiner „Ferch“ schon ganz prima.
Bugstrahlruder ist deshalb nicht notwendig (schade).
Die Schottel hab ich ja in einem anderen Thread schon mal kurz vorgestellt.
Und dann sollen noch ein paar Sonderfunktionen rein. Licht- na klar.
Aber was sonst noch?
Bei Ausstellungen und Vorführungen kommt es immer ganz gut an, wenn man mal in der Gegend umherspritzt (auch mal kleine Kinder nassmacht. Die freuen
sich immer darüber). Also muss ein Feuerlöschmonitor ran. Ein guter Platz für das Strahlrohr ist oben am Mast. Da das aber mit dem Mast aus dem Bausatz nicht
geht, hab ich eine eigene Konstruktion aus PS gebaut. Die ist dann auch mit dem Steuerhaus verbunden.
Als ich das Ganze mal aufeinander stellte, rutschte das Steuerhaus mit dem Mast zur Backbordseite rüber. Ich betrachtete das und fand, das sieht eigentlich ganz
witzig aus. Das werde ich so bauen. Aber was mach ich dann mit der Steuerbordseite?
Die Idee war dann, dort eine Kran hinzustellen. Ich hab eine Kran aus einem anderen Bausatz (weiß nicht mehr welchen) gefunden, da mal hingestellt,
hat mir aber nicht so sehr gefallen. Ich hab dann einen besseren Platz dafür auf dem Achterdeck gefunden.
An der wieder frei gewordenen Stelle hab ich dann einen Kran in Form eines Fischnetzgalgens hingestellt. Das sieht bedeutend besser aus.
Nun will ich das Ding auch beweglich machen. Irgendeine Last damit bewegen. Ich hab z.B. noch die Taucherglocke von der Calypso. Vielleich nehme
ich auch etwas anderes, weiß ich noch nicht so genau.
Was ich sonst noch so mache, wird sich zeigen. Das bekomme ich sicher noch die eine oder andere Idee. Auf
jeden Fall wird nun kein reiner Schlepper mehr, sondern eher ein universelles Arbeitsschiff für den Hafen.
Die Jungs von Revell, die sich so viel Mühe mit dem Bausatz gegeben haben, mögen es mir verzeihen, dass ich Ihn jetzt so „verunstalte“.
Und so sieht mein Modell zur Zeit aus. Alles erstmal nur lose aufeinandergestellt.
Um ins Innere zu kommen hab ich das Deck recht groß ausgeschnitten.
Vorne dran sind Steckverbinder, die zum einen den Strom für die Funktionen in den Aufbau bringen und zum anderen auch
den Aufbau festhalten. Hinten rastet das Deck ineinander ein.
Die Pumpe für die Wasserspritze ist auch schon drin. Wieder die bewährte Art der etwas abgeänderten Luftpumpe aus einem Handgelenk-Blutdruckmessgerät.
So siehts von unten aus.
Vorne die beiden Löcher sind die Ansaugöffnungen der Wasserpumpe.
Dann ist da noch eine kleine Flosse am Heck. Die ist einfach nur dazu da, dass der Rumpf besser im Ständer steht und nicht nach vorne rutscht.
Ja soweit erstmal. Nun beginnt der für mich größte Spaß, die Technik. Ideen hab ich schon einige. Mal sehen, was daraus wird.
So, und nun seid Ihr dran….

, Ronald