Ein Scout Car in der aufgehenden Morgenröte eines Herbsttages in der Bocage 1944.
Wenn es auch bei den Amis aus dem aktiven Aufklärerdienst inzwischen zurückgezogen wurde, so konnte man es immer noch vereinzelt bei rückwärtigen Einheiten und MP finden. Franzosen und Russen benutzten das leichte Aufklärungsfahrzeug auch weiterhin in vorderster Front.
Das Modell ist von ESCI in 1/72 und ich habe es – Festtage sei Dank - endlich geschafft, es auf einen kleinen Vignettensockel zu setzen.
Die herausstehenden Radnaben an den Vorderrädern weisen darauf hin, daß das Fahrzeug nicht permanent allradgetrieben war, sondern über Freilaufnaben verfügte, die bei Bedarf auf Allrad umgestellt werden mußten. Das schont Getriebe, Reifen, spart Sprit und vereinfacht das Lenken auf der Straße. Wer schon mal versucht hat, einen allradgetriebenen Lastwagen mit zugeschalteten Vorderrädern und möglichst noch Diffentialsperre ohne Lenkkraftunterstützung radierenderweise auf gut griffigem Untergrund um die Ecke zu lenken, der wird das nachvollziehen können.

Über die Grabenüberschreitwalze ist ja schon an anderer Stelle gesprochen worden, daher brauche ich hier nicht mehr auf Details eingehen.
Eine Sache noch zu den Sichtverhältnissen des Fahrers unter Panzerschutz: bei heruntergeklappten Blenden ist die Sicht deutlich eingeschränkt und die lange Motorhaube stört auch etwas bei der Sicht auf die Straße vor einem. Trotzdem kann man immer noch mehr sehen, als z.B. beim SdKfz 251 – besonders gegenüber der „D“-Version, die seitlich nur noch die Sehschlitze gehabt hat.
Christmas Greez, Arne.