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  • »Patrick_487« ist der Autor dieses Themas

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Samstag, 14. Dezember 2013, 14:20

Betriebsbesichtigung bei Revell in Bünde am 13.12.2013

Betriebsbesichtigung bei der Firma Revell in Bünde am 13.12.2013

Es war endlich soweit die Betriebsbesichtigung bei dir Firma Revell stand an.


Nach gut 2 Stunden Zugfahrt erreichte ich Hannover, dort wurde ich vom Henning (Der H) am Bahnsteig abgeholt und wir holten uns erstmal fix ein Mett Brötchen und einen Kaffee to go. Danach ging es dann mit dem Zug weiter nach Bünde.

Dort waren wir dann gegen 09:40 Uhr und warteten auf Lutz (Lutz-Bikes), er nahm uns vom Bahnhof mit zu Revell.
Für einen Kaffee hatten wir aber noch genug Zeit.

Bei Revell angekommen wurden wir auch schon von Stefan (Wettringer) und Ulli Taubert begrüßt. Ulli gab uns als erstes einen Einblick zur Geschichte von Revell. Danach ging es in 2 Gruppen (wir waren 31 Mann) los mit der Betriebsbesichtigung.

Ich war mit Stefan in der Gruppe die von Ulli geführt wurde und unser Rundgang fing in der Versandabteilung an, wo die ganzen Sendungen für die einzelnen Länder zusammen gestellt wurden.
Unter anderem waren schon vorbereitete Sendungen für Süd-Afrika, den USA und Hong Kong an Beschriftungen zu erkennen (nur Sendungen mit Modellbau Artikeln).

Einen kleinen Abstecher haben wir noch in das Lager gemacht wo die Bausätze für Testbauer und gebaute Modelle die in den Läden oder auf Messen gezeigt werden, gelagert werden.

Vom Versand aus ging es kurz durch den Werksshop (diesen besuchten wir am Ende der Führung) in die wohl mit Wichtigste Abteilung X.

Hier bearbeiten 3 Mitarbeiter(innen) die Ersatzanfragen und Reklamationen, welche entweder per Mail, per Brief oder per Telefon ankommen. Dort wird dann anhand der Bausatznummer geprüft wo die Teile eingelagert sind. Danach werden diese rausgesucht und für den Versand vorbereitet. Anzumerken ist, das jede Anfrage 7€ kostet (Intern), also ist es wirklich sehr positiv das die Ersatzteile oft positiv verschickt werden. In seltenen Fällen fallen Versandkosten an.

Weiter ging es in die Produktionshalle, dort standen neben einen Teil der Druckwerkzeuge noch 2 Spritzgussdruckmaschinen, diese werden für Prototypen und Testshots verwendet. In Bünde werden noch die Bauanleitungen und Kartons gedruckt.


Die Herstellung der Bausätze erfolgt schon seit Jahren in Polen. Dorthin gehen ganze Lkw´s mit den Werkzeugen, Bauanleitungen, Kartons und dem Rohmaterial. Die Decals bezieht Revell über einen Hersteller aus Italien.

Nach dem Besuch der Produktionshalle ging es wieder zurück in den Werksshop, wo jeder fleißig einkaufen konnte. Auch ich habe mir ein paar Bausätze gekauft.

Unter anderem den RB8 S. Vettel, einen 39er Chevy Coupe Street Rod, die BR 43 2er Set und noch einen Ätzteilsatz für den London Bus und das alles gerade mal für 50€.

Weiter ging es zum Abschluss in den Konferenzenraum wo uns in einem Vortrag über die Entstehung eines Modells, von der Idee bis zum fertigen Bausatz alles in einer Powerpoint-Präsentation gezeigt wurde.

Als Beispiel wählte Ulli hier den Trabant 601. Dieser war damals 1990 zum ersten Mal zur Wiedervereinigung innerhalb von 4 Monaten herausgebracht worden.
Dort mit Plastikrädern und ohne Motor, da hierfür die Zeit nicht reichte.


20 Jahre später zum Jubiläum Mauerfall wurde der Trabant 601 s nochmals herausgebracht, hier stand mehr Zeit zur Verfügung und es konnte der Trabant richtig gescannt werden und daraus ein 3d Modell erstellt werden. Danach erfolgte davon ein Testmodell im Maßstab 1/8 wo auch alle Teile nachgebildet waren die dann später am 1/24er Modell zu finden sind.

Vom Testshot bis zum fertigen Bausatz vergehen dann nochmal ca. 3 Monate bei kleinen Modellen, größere können auch länger dauern. Jenachdem wieviel geändert werden muss. Auch wird hier jedes Modell dem Lizenzgeber vorgestellt und von diesem abgenommen. Die Entwicklungskosten beim Trabant 601s lagen ungefähr bei 100.000€.

Vom Trabant 601s gibt es auch ein Sondermodell "Mauerfall" was im Rahmen der Leipziger Modell, Hobby & Spiel von Leipziger Grafittikünstlern gestaltet wurde. Das 1:1 Modell wurde dann zu Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe versteigert. Besitzerin ist sogar eine Mitarbeiterin von Revell, die sich in den Trabant bei der Fahrt nach Berlin zum Fotoshooting von verschiedenen Fachzeitschriften gefahren wurde.

Die Stückzahl vom "Mauerfall Trabant 601s" beträgt 1989 Stück und zu jedem Modell gibt es ein Zertifikat.

Der Vortrag von Uli ging nahtlos in eine lockere Gesprächsrunde über wo jeder seine Fragen stellen konnte. Übrigens ein paar Dinge für 2014 wissen wir schon und es wurde uns auch schon ein Modell gezeigt. Hier blieb aber selbstverständlich die Kamera aus.

Die Zeit verging wie im Fluge und es war schon nach 16:00 Uhr, wo dann das ganze beendet wurde. Zum Abschluss gab es für jeden noch ein kleines Weihnachtsgeschenk in Form des Bausatzes vom "Trabant 601s", wofür sich hier jeder rechtherzlich bedankte.

An dieser Stelle ist mein Ausflug nach Bünde zu Ende und ich wurde vom Lutz zusammen mit Henning zum Bahnhof gefahren.

Jetzt zum Abschluss nochmal ein Riesengroßes Dankeschön an Stefan der das ganze Organisatiert hat, aber auch ein großes Dankeschön an Ulli Taubert und seinem Kollegen Daniel Pasternok für die Führung und dem wunderschönen Vortrag.

Und hier jetzt noch ein paar Bilder von der Betriebsbesichtigung.


Wir sind an der richtigen Adresse angekommen.



Begrüßung durch Uli Taubert und die Einleitung mit der Geschichte zur Firma Revell.



























Hier sieht man einen Teil der Werkzeuge wo diese gelagert sind.




In den Tüten im Regal ist von jedem Werkzeug der erste Spritzling gelagert, um neue Spritzlinge zu überprüfen wenn wieder gedruckt wird und dort kann man auch sehen ob das Werkzeug noch stimmt.







Soldaten, vermutlich im Maßstab 1:72 die zum Test gespritzt wurden.



Hier sieht man eine der beiden Spritzgussdruckmaschinen die bei Revell noch stehen.

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Samstag, 14. Dezember 2013, 14:31

Weiter geht es mit Teil 2 der Bilder...

Hier seht ihr die zweite Spritzdruckgussmaschine.





Hier seht ihr in der Mitte der Maschine das aktuelle eingebaute Werkzeug.






Hier jetzt ein paar Bilder die direkt im Werksshop entstanden sind.














Beginn der Präsentation zur Entstehnung von einem Modell.



Der "Trabant RS 600 Rennpappe" wurde gerade mal mit einer Stückzahl von ca. 2500 Stück aufgelegt.



Der 09.11.1989 wohl mit das wichtigste Ereigniss in der Deutschen Geschichte.



So das war mein kleiner Bericht zur Betriebsbesichtigung. Somit bekommen auch die, die nicht mit waren einen kleinen Einblick zur Firma Revell.


es grüßt Patrick :wink:

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Samstag, 14. Dezember 2013, 16:27

Hallo Patrick,

eine gute Zusammenfassung unseres tollen Ausflugs! Mir hat der Besuch bei Revell auch sehr gut gefallen, dafür erst mal ein herzliches Dankeschön an Stefan für die Organisation! :ok: Ich habe mich bei Revell sehr herzlich willkommen gefühlt, die äußerst freundliche und offene Atmosphäre während des gesamten Besuches war klasse - vielen Dank an Ulli Taubert und Daniel und die Revell-Mitarbeiter! :ok:

Schöne Grüße
Henning
Kritik ist Lob an jemandem, dem man mehr zutraut

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Samstag, 14. Dezember 2013, 19:18

Danke Patrick für den tollen Bericht und den Fotos. Ich wär gerne dabei gewesen. Aber so zu lesen und die Fotos zu sehen war auch schon interessant. Ich freue mich tierisch auf den 1:12 großen 69´Camaro Z28 der Januar 2014 kommt, aber das ist Revell USA. Arbeiten Revell Deutschland und Revell USA eigentlich sehr dicht zusammen ? Oder jeder für sich ? Ich glaube wenn ich dagewesen wäre hätte ich mir den 1:16 Vw Karman Ghia im Shop gekauft.
Wie ist das mit den Zinkdrückgußmodellen von Revell, macht Revell keine mehr ? ...warum ?
dake für die antworten meiner Fragen im vorraus.
Grüße
Christian

5

Samstag, 14. Dezember 2013, 19:30

Mir ist der Besuch leider verwehrt geblieben, daher vielen Dank für deinen Bericht.

Gruß, René

6

Sonntag, 15. Dezember 2013, 08:51

Hallo Patrick

Danke für deinen Bericht. Du hast den Tag sehr schön zusammen gefasst, mir bleibt eigentlich nix zu ergänzen :ok: . Auch mir hat es dort sehr gut gefallen. Sehr schön war auch dort so viele alte Bekannte aber auch neue Gesichter zu sehen. Also unter den Besuchern meine ich.
Auch der anschließende Besuch in dem Automuseum in Melle war klasse :ok: . Wer da nicht mit hin konnte, hat echt was verpasst.

Gruß, Torsten

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