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61

Donnerstag, 11. Juli 2013, 12:32

ich weiß :) ging mir ja auch nur um das schwarz, und war ein scherz
Viele Grüße :ahoi:
markus
(der Captain)

62

Dienstag, 16. Juli 2013, 11:50

So, leider mal wieder zu fast nix gekommen diese Woche. Die Karronadenrohre sind nun alle abgedunkelt. Ockerfarbene Lafette habe ich ausprobiert, aber das sieht mir zu hornissenhaft aus. Da die letzten Bände der Romane so um 1815 spielen und schwarze Karronadenschlitten etwa ab 1820 gebräuchlich wurden, wie hier erwähnt wurde, finde ich schwarz vertretbar. Mit der allzufeinen Chronologie hat man es ja eh nichtin miner Profession.
Etwas habe ich mit den Blöcken für die Takelung herumgespielt, darum ging es ja eigentlich bevor wir (durchaus segensreich) in die Farbenlehre abgedriftet sind. Das soll nun so werden:



Durch eine einzige 1,5mm Bohrung, statt wie vorher zweier 1mm Löcher kann ich die Gesamtgröße noch etwas verringern und insgesamt sehen die Dinger weniger murkelig aus. Das von Mamoli beigegebene Takelgarn ist weicher und geschmeidiger, als das vorher verwendete und somit tatsächlich mal geeigneter.
Zum Vergleich noch mal die vorige Version. Mr. Masstab neigt sich jedenfalls zur neuen Variante. Geht das so? Wnn ja, dann mach ich mich dran, das ganze Arrangemang ungefähr 50 mal zu produzieren.


63

Sonntag, 25. August 2013, 00:07

Nicht dass ich die Diskussion um die Farbe der Kanonenrohre (und die Bemalung der Karronaden) nochmal neu starten will, aber ich habe bei O´Brian nun mehrfach die Erwähnung von schokoladenbraun gestrichenen Kanonen gelesen. Und zwar auf der Lively, der Boadicea und der Leopard. Da sich O´Brian sein ganzes Leben mit der Materie beschäftigt hat und eigentlich keinen Grund hatte sich das aus den Fingern zu saugen scheint es da wohl doch mehr Variation gegeben zu haben. Und die Surprise, die ich baue ist j nun mal seine Phantasie Surprise.

Ich habe nach langer Meditation nun doch beschlossen auch die langen Bronzeneuner auf das Oberdeck zu stellen, vorne als Jagdkanonen, so wie das immer beschrieben wird. Dazu muss ich natürlich (grmmlbrmml) die Ankerbalken wieder abbauen und nach hinten versetzen und kann nur beten, dass ich da nicht mit den Fockmastrüsten ins Gehege komme. Und dass mir jetzt keiner wegen der Farbe der Dinger kommt, denn:
Sturm in der Antarktis (Desolation Island), Ullstein Maritim Taschenbuch, S. 214:
"Hier standen nämlich Jacks eigene Neunpfünder aus Bronze, die gewöhnlich im Bug und auf dem Heck festgezurrt waren. Die schönen, leichten Kanonen stammten aus der Kriegsbeute von Mauritius, und er hatte sie sorgfältig ausbohren lassen, damit er englische Neunpfundkugeln für sie verwenden konnte. Außerdem hatte er dafür gesorgt, daß sie in einem matten Schokoladenbraun angestrichen wurden. Er wollte damit das unaufhörliche Messingputzen verhindern, das auf einem Kriegsschiff so viel
wertvolle Zeit beanspruchte - Zeit, die sinnvoller genutzt werden konnte. Aber diese menschliche und vernünftige Tat wurde von einem tiefsitzenden Marineinstinkt sabotiert: Killick und seine Gehilfen nahmen ein paar Stellen um den Verschluss und das Zündloch herum, an denen die Farbe abgeblättert war, zum Vorwand und dehnten die Fläche sichtbaren Metalls nach und nach so weit aus, dass die Kanonen nun von der Mündung bis zum Auge glänzten."
Und es sieht halt einfach net aus ...

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64

Sonntag, 25. August 2013, 04:11

Moment mal!
Soll das etwa heißen, dass ein paar Crewmen die Farbe vom Rohr runter poliert und somit dafür gesorgt haben, dass sie sich noch mehr Arbeit aufhalsen? :verrückt:

Und warum sollte es nicht auch Kanonen in den denkbarsten Farben gegeben haben?
Auf hoher See kriegt doch ohnehin nur die Mannschaft mit, was die da machen.
Und so schnell kriegen die doch keinen Besuch von wem Ranghöheren, oder?
Also oblag es wohl dem Kapitän, ob so etwas durchgeführt wurde oder nicht, oder sehe ich das falsch?
Außerdem ist die Idee auch so weit plausibel.
Ein Anstrich ist ja ein Korrosionsschutz und ist doch einem ständigen Putzen vorzuziehen, oder?
Und sich braun hinzumischen dürfte ja auch so gut wie von selbst umzusetzen sein, dass habe ich schon als Kind bei meinem Tuschkasten lernen dürfen. ;)

Gruß, Matze

65

Sonntag, 25. August 2013, 10:00

Nicht vergessen: Meine "Surprise" ist die aus O´Brians Romanen und daher eigentlich genauso wenig ein reales historisches Schiff wie deine "Black Pearl".
Und Killick, der Kapitänssteward, ist ein ziemlich bescheuerter Typ mit einem Polierfimmel. Auch die schönen Silberteller von Captain Aubrey wurden von ihm auf Papierblattdicke gebracht.
Die herrliche Beschreibung leicht verschrobener Persönlichkeiten ist übrigens eins der Dinge, die mir bei O´Brian am besten gefallen und das für mich seine Bücher weit über Bolitho/Hornblower etc. Heldenverehrung hinaushebt. Gerade das irrationale Verhalten ist es ja was Menschen ausmacht. Soll es auch im realen Leben geben. Ich hab zum Beispiel tatsächlich von Leuten gehört, die hunderte von Stunden nix Besseres zu tun haben, als Miniaturen von völlig veralteten Geräten, Maschinen und Fahrzeugen zu bauen, obwohl ihnen das überhaupt nix nutzt ...

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66

Sonntag, 25. August 2013, 11:21

:abhau: :abhau: :abhau:

Herrlich!!!

Ja, die guten alten Zwangsneurosen erklären da natürlich alles. ;)
Die Frage dürfte dann jetzt aber sein: Schokoladenbraun oder feinstpoliertes Messing?
um gerade den sympathischen Charakter dieser verschrobenen Gesellen hervorzuheben, würde ich an Deiner Stelle ja eher zu Messing tendieren.
Du könntest jedoch an solchen Stellen wie den Schildzapfen, oder anderen schwerer zugänglichen Stellen etwas von diesem Schokoladenbraun andeuten, um diese Stelle im Buch zu würdigen.

Das klingt ja alles sehr spannend und amüsant, was Du da ließt.
Da "der Seewolf" mir auch schon Freude bereitete und "Johnny got his gun" (Johnny zieht in den Krieg) sich leider nun auch dem Ende neigt, könntest Du mir doch vielleicht ein oder zwei Buchtipps geben. ;)
Gerade wie diese Bücher von O'Brian (bei diesem Namen muss ich immer sofort an den Transporterchief der Enterprise D denken ^^) heißen, die klingen wirklich interessant. :)

Gruß, Matze

PS:

Ich habe auch von Typen gehört die das gleiche machen, wie die Typen, von denen Du hörtest, aber bei denen gibt es den ganzen Krempel nicht mal!
Die orientieren sich dann an Geschichten!
Und bei ganz verrückten Typen ist es dann noch so, dass der Krempel nicht mal veraltet ist. Die orientieren sich dann an Geschichten, die auf einer wissenschaftlich basierenden Phantasiezukunft beruhen...
Verrückt! :verrückt:

67

Sonntag, 25. August 2013, 12:02

Wirklich völlig bescheuert! Komplett irre! (schnell den Naboo Fighter versteck).

Also die gesamte Buchreihe über Lucky Jack Aubrey von Patrick O´Brian kann ich nur wärmstens empfehlen. 20 Bände hat er geschafft, bevor er 2000 das Zeitliche segnete. Von mir aus könnten s auch doppelt so viel sein.
Ansonsten habe ich gerade "The Republic of Pirates. Being the true and surprising story of th Caribbean Pirates and the man who brought them down." Von Colin Woodard angefangen. Harcourt, 2007. Kein wirkliches Geschichtsbuch, sondern Geschichte nach Fakten von einem Journalisten nacherzählt. Bis jetzt ganz nett.
Eine unkommentierte Zusammenstellung von zeitnahen Berichten über Piraten von Drake bis Aaron Smith: "The Mammoth Book of Pirates" Jon E. Lewis (ed.), Carroll & Graf 2006.
Wenns nur Unterhaltung, ohne historischen Anspruch sein soll: George MacDonald Fraser: "The Pyrates." Ziemlich over the Top und genüßlich jedes Klischee ausbadend.

O´Brian ist mein Favorit, da er historisch genauer als mancher Historiker ist (alle Seegefechte die er beschreibt haben tatsächlich stattgefunden, sind nach offiziellen Dokumenten rekonstruiert, nur die Personen ändert er) und gleichzeitig bietet er beste Unterhaltung auf literarischem Niveau.

Viel Spass!

68

Sonntag, 25. August 2013, 22:45

Endlich kein Urlaub mit all dem schrecklichen Relaxen mehr, nun kann ich mir wieder die Nerven mit Teilchen im Millimeterbereich zerrütten. Aber nicht nur der Urlaub war schuld daran, dass ich mit der Surprise kaum weiter gekommen bin, sondern ich musste
auch modellbauerisch fremdgehen. Der Schreibtisch meines Neunjährigen schaut nämlich grad so aus:

Das hat man nun davon, dass man Rollenvorbild ist.
...
das arme Kind!

Und ich musste sanft, pädagogisch, behutsam und einfühlend erklären warum denn Spachteln und Schleifen und saubere Bemalung ("Zefix! Jetzt klecker doch nicht dauernd!!! Ja kannst du denn überhaupt nicht ..." Ton aus!) einem Modell zum Vorteil gereichen.
Und dann hat die Verwandtschaft im Urlaub auch nix besseres zu tun, als dem Sprössling das da zu schenken:

und ich krieg nen Pullover ... gmmlbrmml
Aber wenn das so weiter geht, dann kauf ich mir, äh, natürlich dem Sohn, doch noch ne Airbrush, nur aus pädagogischen Gründen natürlich.

Aber trotz alledem, so ein kleines bisschen ging doch: hier sieht man, na ist doch klar, die Windpropfen für die Mündungen der 16 Karronaden und zwei Kanonen.

Da O´Brian die Gesichtsfarbe eines Offiziers der Seesoldaten als "rot wie ein Mündungpfropfen" beschreibt, gibt es hier nun wirklich keine Diskussion über die Farbwahl.

Die nunmehrige Endversion der Blöcke:

von denen auch wenigstens schon genug für die Stücke auf der Back hergestellt wurden.

Der Herr im Vordergrund schaut entsetzt auf die Vorgängervarianten.

Die Geschütze sind nun auch schon an Deck montiert, wo es so langsam eng wird. Wie erwähnt habe ich die Ankerbalken doch nach hinten versetzt um den beiden Jagdkanonen ein besseres Schussfeld nach vorne zu geben. Sie erglänzen, wie oben besprochen, in schönem warmem Bronzeton, dank der Polierbesessenheit des alten Griesgrams Killick
Und mit dem ganzen Gewirr aus Takeln und Blöcken wird es nun wirklich knapp mit der Fußfreiheit.

Das Wort "nervenzerfetzend" wird von mir nun auch wirklich verstanden, seit ich dies miesepopligen kleinen Häkchen in die Augbolzen gepfriemelt habe, ohne dieselben öfter als unbedingt nötig abzureisen. Und das ist nur das Vorschiff, weiter hinten stehen noch viel mehr von den Teilen. Seufz. Aber jetzt muss ich erst mal die Takel zu schönen Buchten aufschießen und das wird auch die reine Freude.

69

Montag, 26. August 2013, 10:40

Tipp: die Taue separat aufrollen und über ein abgeschnittenes Ende des Takels kleben. Spart Nerven.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

70

Dienstag, 27. August 2013, 10:45

Tipp: die Taue separat aufrollen und über ein abgeschnittenes Ende des Takels kleben. Spart Nerven.
Schmidt

und das sachste mir jetzt ...

71

Dienstag, 27. August 2013, 10:50

... würd´ sonst ja nur halb so viel Spaß machen ...

...hihihihihi...

XXXDAn
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

72

Dienstag, 27. August 2013, 10:53

Mittlerweile ist aus dem schon öfter gezeigten Mr. Maßstab

der Ordinary Seaman Scale geworden.

Trotz der, im Laufe langer Jahre im Dienst auf des Königs Schiffen, ergrauten Haare nie weiter befördert worden. Ja ja, der Suff, der Suff ...
Kann man aber auch verstehen: der Arme hadert mit seinem Schicksal, da ich ihn nicht nur seiner Boybuildermuskeln, sondern auch des Großteils seiner Kopfbehaarung beraubt habe.

Aus diesem heroisch vorwärts stürmenden Enterer,

wurde Bosuns Mate Spankman.

Hier sind die beiden in eine Diskussion über korrekt aufgeschossene Taue verwickelt, wobei Mr. Spankman mit dem in der Marine beliebten pädagogischen Hilfsmittel des Rohrstocks seine Argumente unterstreicht.
Es hat doch hoffentlich keiner gedacht ich wäre für diese Wuhling verantwortlich?!?

73

Dienstag, 27. August 2013, 10:58

....und sogar die knie sind durchgescheuert!!!! sehr schön!!!!! wie wollen ja nicht unnötig irgendwelche
segelschiffromantik aufkommen lassen!
LG der roland

74

Dienstag, 27. August 2013, 12:00

Hübsche Kerlchen hast du da :-)

Hast du über ein dezentes Washing mit Dunkestbraun/Schwarz nachgedacht? Gibt Tiefe und nimmt sie noch weiter weg vom Plastik-Touch.

Gruß, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

75

Dienstag, 27. August 2013, 12:47

Hast du über ein dezentes Washing mit Dunkestbraun/Schwarz nachgedacht? Gibt Tiefe und nimmt sie noch weiter weg vom Plastik-Touch.

Hätt ich sicher ... stundenlang ... wenn ich jemals was davon gehört hätte.
Aber heißen Dank für den Tipp.
Wie geht das? Einfach mit sehr stark verdünnter Farbe? Löst sich dadurch nicht die Bemalung? Die Herrschaften im Unterdeck habe ich mit etwas Zaponlack zum Schwitzen gebracht. Das hat die stumpfe Farbe etwas verbessert, aber zufrieden bin ich damit noch nicht so recht.

Und nochmals an Allerseits Danke für Zuspruch, Tipps und nette Worte.

76

Mittwoch, 28. August 2013, 15:47

Der Knabe hier hat mich mit seinem Gequengel ja schon lange genervt

Also ab ins Orlop, wo ihm Dr. Maturin auf den zusammengelaschten Seekisten zuerst die Knie verbiegt und dann (muhaha) mit der Knochensäge die Arme am Schultergelenk abtrennt.

Aber obwohl die Geschichte dass Dr. Maturin auf der Sophie das Gehirn des Stückmeisters entnommen, zurechtgebogen und dann wieder eingesetzt habe, doch übertrieben ist, so ist für ihn das Annähen von neuen Armen doch geradezu ein Klacks und
schon darf der genesene Seemann (seine Farbe ist nun auch gesünder) die Bachbordjagdkanone polieren.

Nun hat auch keiner mehr Grund sich über die Farbe derselben zu beschweren.

... und ich hab jetzt überhaupt keinen Grund mehr, mich vor der Takelung der restlichen Stücke zu drücken.

77

Mittwoch, 28. August 2013, 16:02

Dr. Maturin

Da freu ich mich doch schon auf Captain Aubrey ;)

LG :wink:
Marcel

78

Dienstag, 19. November 2013, 19:19

"In der Kuhl gab es keine Stückpfortendeckel"

Wisst ihr eigentlich wie viel menschliches Elend und Verzweiflung so ein Satz auslösen kann???

Na ja, wenn nichtihr, wer sollte es dann wissen?

Ich melde mich hier nur mal wieder, um zu zeigen, dass ich immer noch nicht kapituliert habe. Die letzten Monate waren modellbauerisch aber nur eine Folge von Frustrationen.
Egal was ich versuchte: Geschütztakelung, Finknetze, Beiboote und was alles noch, es ging gnadenlos in die Hose. Und dann noch das da oben ...
Ich bin in mich gegangen und habe tief drinnen nach Gründen geforscht. Und die wären:

1. Mangelnde Zeit
2. Mangelnde Sorgfalt
3. Mangelnde Geduld
4. Mangelnde Recherche
5. Schlechtes oder nicht vorhandenes Werkzeug
6. SchlechtesMaterial

Hmm ... Meister, ich bin unwürdig!

Also an Punkt 1 kann ich kaum was ändern. Die Punkte 2-4 sind natürlich fluchwürdige Kardinalsünden. Ich streue Schleifstaub auf mein Haupt und werde ganz fest versuchen mich zu bessern. Die Punkte 5. und 6. liegen an zu wenig Ahnung und einem knappen
Budget. Immerhin habe ich ein paar kleine Bohrer und zwei vernünftige Zangen abgezwackt. Für nen Bohrständer muss ich auf den Weihnachtsmann hoffen.
Ansonsten habe ich sämtliche Geschütze, Figuren und das unbrauchbare Takelgewirr vom Deck geräumt. Die Balken über der Kuhl kamen auch wieder weg, genau wie alles was da drinne sonst aufgebaut war. Sechs Stückpfortendeckel entfernt und Stückpforten
geschnitten. Nächste Arbeiten: zuerst mal GENAU gucken wie denn diese Trempelrahmen aussehen sollen, dann welche anfertigen und anbringen. Kanonenlafetten aufhübschen, denn durch die offenen Stückpforten hat man ja wunderschöne Einblicke. Ordentlich takeln und einbauen. Dann für oben 12 neue Karronadenlafetten bauen, ebenfalls takeln und einbauen.
Mit meinen kleinen Blöcken war ich eh nie wirklich zufrieden. Ich habe versucht sie weiter zu
verkleinern und auch sonst zu verbessern.


Dabei wurde mir dann endlich klar, dass die Größe ja weniger von dem Holzstückchen, als von dem Haken etc. bestimmt wird. Also Neuversuch mit oben erwähnten Bohrern und
Zangen. Siehe da, es ist möglich deutlich bessere einfache und doppelte Blöcke herzustellen, sogar mit kleineren aus Draht gebogenen Haken (Ätzteile liegen leider außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten).


Hier noch mal mit den vorherigen, zu sehr vereinfachten "EinGroßesLochstattZwei-Blöcken" als Vergleich.


Und das Ganze mal mit neuem Takelgarn zusammengefügt. Ich hoffe, dass die Richtung jetzt stimmt und dass einer meiner anderen Charakterfehler, die Sturheit, die beiden unter 2. und 3. aufgelisteten etwas ausgleichen kann.

... Ich lass mich doch von ein paar Stücken Holz nicht zur Aufgabe zwingen!!!!!!!!!!!
»DerDa« hat folgendes Bild angehängt:
  • Compressed_0251.jpg

79

Montag, 16. Dezember 2013, 09:25

So, das hat wehgetan! Richtig körperlich wehgetan.
Aber es ging wohl kein Weg drum herum. Ein Bild des Gemetzels, inzwischen ist das Schanzkleid völlig weg und auch der Heckspiegel. Die Stückpfortendeckel auch, denn die werden jetzt korrekt zweiteilig. Aber dafür sieht einiges auch schon wieder ordentlicher aus und kann hoffentlich besser neu gemacht werden.

Nun habe ich noch eine Frafe an die Gemeinde: In den Büchern von "H.M.S. Surprise" bis "Letter of Marque" ("Sieg der Freibeuter") habe ich jetzt immer wieder gelesen, dass die Surprise unter Captain Aubrey eine weiße Bordwand hatte. Das widerspricht den Illustrationen von G. Hunt, der sie immer im klassischen Biene Maja Design, also ockergelb, darstellt. Jetzt ist mir natürlich schon klar, dass es sich bei meiner Surprise um einfiktive Schif handelt, das es so ja nie in Wirklichkeit gegeben hat. Meine erste Instanz sollte natürlich O´Brin sein, daher tendiere ich zu einer (gebrochen) weißen Farbe. Wenn ich das so mache, wie ist das dann mit der Farbe des Schanzkleides innen? Die Conny und die United States haben diese dann ja auch in weiß, und das käme mir nur logisch vor. Was aber pasiert dann mit der Farbe der Karronadenschlitten oben an Deck. Gelb oder weiß?
Jetzt, durch den Rückbau, ist die Gelegenheit das zu ändern, aber ich möchte es wirklich nicht noch mal versauen. Für Meinungen und Kommentare wäre ich sehr dankbar.

80

Dienstag, 17. Dezember 2013, 16:21

In den Büchern von "H.M.S. Surprise" bis "Letter of Marque" ("Sieg der Freibeuter") habe ich jetzt immer wieder gelesen, dass die Surprise unter Captain Aubrey eine weiße Bordwand hatte.

Hallo DuDa :wink:
Ist in den Büchern evtl. die Innenseite gemeint? Dann könnte Außen ja trotzdem Biene Maja sein. Muß aber gestehen, daß ich weder die Bücher kenne, noch groß Ahnung von der Materie habe. War nur so´n Gedanke. :doof:
by the way: Geiler Scheiß, den du hier fabrizierst! Großes Lob auch für deinen Mut, so viel wieder abzureißen. Dafür wird es nachher sicher umso schöner. [woistderschulterklopfsmiley?]
Herzliche Grüße aus W bei B am R
Artikel 3: Et hät noch emmer joot jejange.
(„Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.
Situationsabhängig auch: Wir wissen es ist Murks, aber es wird schon gut gehen.

81

Dienstag, 17. Dezember 2013, 17:26

Hi.
Ich kenne zwar nur die ersten 4 Bücher von OBrian (zu faul zum lesen und auf weitere 16 Hörbücher hoff) aber ich gewann den Eindruck dass unser geliebter Goldilocks die Schiffe des öftern in schwarz/gelb oder schwarz/grau übernommen und in schwarz/weiß umgestrichen hat.
Kann aber getäuscht haben...

Frank

82

Dienstag, 17. Dezember 2013, 22:47

Hallo und vielen Dank für die Kommentare und an Smutje für das Schulterklopfen. Ich kann´s echt gebrauchen gerade. Ich denke zwischendurch immer wieder, dass das Projekt für meine Kenntnisse und Fähigkeiten ein paar Nummern zu groß ist. Aber wenn ich mir andererseits überlege, was ich seit Baubeginn alles dazugelernt habe, dann hat es sich doch allemal gelohnt, und darum mach ich auch weiter, komme was da wolle.
@ Frank Ja, genau das wird im Falle der Surprise bechrieben: als Lucky Jack sie zum erstenmal übernimmt, lässt er unterwegs in Brasilien den überdimensionierten Großmast einsetzen und die Bordwand weiß streichen. Auch in späteren Bänden wird das immer wieer so nebenbei erwähnt, z. B. im "Triumph der Freibeuter", als die weiße Bordwand mit blau gestrichenem Segeltuch abgedeckt wird, um die Spartan zu täuschen. Es geht also definitiv mindestens um die Außenwand. Was ich seltsam finde, dass diese weiße Bordwand meist mit Aubreys Verehrung für Nelson erklärt wird und als "Nelson Checker" bezeichnet wird. Aber das war doch eigentlich unsere übliche Wespe Maja in gelb/schwarz, oder hab ich da was verpasst?
Ich steh jetzt also vor der Entscheidung weiß oder gelb für außen, bevor ich die neuen Stückpfortendeckel anbringe (... na ja, vielleicht bekommt die Säge auchvorne noch was zu tun, wenn ich mich traue). Dann steh ich aber völlig auf dem Schlauch, was die Bordwand innen angeht: auch weiß? Klingt gut, aber wie sehen dann die Karronadenschlitten aus. Da gab es zuvor eine interessante Diskussion bei der herauskam, dass die britischen wohl ocker, die amerikanischen rot waren und so ab 1815 auch schwarze aufkamen. Irgendwie wird mir das langsam zu bunt ...
Auf den herrlichen Buchillustrationen von Geoffrey Hunt ist dann wieder alles im gewohnten gelb/schwarz, was auch der Grund ist, dass ich das am Anfang so gemacht habe. Erst beim Nachlesen ist mir dann der Unterschied aufgefallen. Wenn keine Erleuchtung kommt, dann muss ich´s halt auswürfeln mit dem Würfelmuster.

83

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 11:20

wow sehr mutig das klasse schiff noch einmal auseinander zu nehmen! :respekt:
sehr gespannt auf deine umbauten! :ok:

wirst du den bug auch noch einmal überarbeiten?
der war ja bei der unite/surprise runder und geschlossen? fand den von titto sehr schön umgesetzt und da ist mir das aufgefallen im vergleich.

zu den farben der surprise in den büchern kann ich grade wenig beisteuern leider, ist schon eine weile her das ich die laß.
nur weiß als nelsonchecker? das scheint mir in der übersetzung zu hinken, wie du selber schon sagtest

ich muss mal im buch nachschlagen, vielleicht habe ich am WE dazu etwas zeit :) würde mich interessieren!!
Viele Grüße :ahoi:
markus
(der Captain)

84

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 11:35

Schön, deiner Entwicklung zuzuschauen!

Das mit Rückbau und neu bauen, da kann ich dich beruhigen, das wird sich später einmal ...

...auch nicht mehr ändern ...

... woher ich das weiß ?!?

:-)

Wichtig ist, dran bleiben, selber Freude finden und Neues ausprobieren aber dabei stetig weiter machen.

Lieber Gruß, und wenn die 20 jh Geländerstützen durch was Geeigneteres ersetzt werden können, dann bin ich´s sehr zufrieden ;-)

Alles Gute, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



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85

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 14:02

Nochmals Danke für Zuspruch und so.

@ Captain
Jaja der Bug. Da ist halt das Problem, dass im Baukasten ein Schiff ist, das auf jeden Fall nicht die Surprise ist und das hab ich zu spät bemerkt. Ich hab deswege schon eingemale die Hände zu Säge und Feile ausgestreckt, aber ich weiß einfah noch nicht, wie ich dann wieder einigermaßen saubere Anpassungen hinbekommen soll, wenn ich da Löcher mache. Ich gehe in mich über Weihnachten.

@ dafi "Lieber Gruß, und wenn die 20 jh Geländerstützen durch was Geeigneteres ersetzt werden können, dann bin ich´s sehr zufrieden ;-)"

Na die sind auch schon längst weg :)

86

Donnerstag, 19. Dezember 2013, 10:31

Also, nun hab ich mich doch getraut. Sogar mein Scheißerle musste seinen Platz räumen, aber wenn er von dem Leistensüppchen kostet, das ich gekocht hab, dann sitzt er bald wieder da vorne.
Mehr abrunden kann ich nicht, ohne größere strukturellen Schaden anzurichten, aber zumindest sind die häßlichen Geheimratsecken verschwunden. Am Schiff. Wenn die frischgebogenen Leisten getrocknet sind wird das dann zugemacht.

Inzwischen haben auch die langen Neuner neue Lafetten erhalten, sowie ein Zündloch und jetzt lohnt sich das auch, die zu polieren. Die Lafetten der 12 Pfünder für das Hauptdeck sind überarbeitet, so dass sie eingesetzt werden können, sobald die Grobarbeiten fertig sind und neue Lafetten für 18- resp. 32 Pfünder Karronaden sind in Arbeit, damit ich auch was zu tun habe, während anderswo der Leim trocknet.

87

Donnerstag, 19. Dezember 2013, 10:42

Süüüüüüüüß :-)

XXXDAn
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
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88

Freitag, 20. Dezember 2013, 20:46

Ich hoffe Du brünierst die Rohre noch. In messing geht bei der tollen Belmalung gar nicht.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

89

Samstag, 21. Dezember 2013, 10:22

Wenn es sich um ein reales Schiff handeln würde hast du natürlich völlig recht. Aber da es die Surprise aus den Büchern ist, müssen die Neuner so bleiben (siehe Post 63).
Mesing wäre heller und gelber,ich finde eigentlich dass ich den warmen Zinnbronzeton einigermaßen hinbekomme habe.

90

Sonntag, 22. Dezember 2013, 12:44

Ich bin auch für dunkler.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

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