Hallo,
vielen Dank für´s loben, es freut mich immer, wenn andere user Spaß an den Figuren haben.
Den Figurenbau betreibe ich jetzt schon seit gut 25 Jahren, in der Zeit habe ich mir sicherlich auch neue Techniken bei der Verarbeitung der Modelliermassen angeeignet. Das funktionierte nur durch try and error, weil es einfach keine Bücher zu dem Thema gibt. Mittlerweile kann man sich aber im www - und da meist bei youtube - einiges abschauen.
Früher hatte die Bekleidung grundsätzlich meine Fingerabdrücke. Das ist für manche Stoffe auch gar nicht verkehrt, so wird Stoffstruktur suggeriert.
Ein Auftraggeber wollte aber keinerlei Fingerabdrücke auf seiner Figur haben. Ihm habe ich geantwortet, dass selbst bei den alten Meistern die Ölgemälde charakteristische Pinselspuren tragen, es ist ein Erkennungsmerkmal.
Genauso sollen meine Figuren auch Spuren von mir erhalten, ich bin zwar kein Meister, lediglich Hobbybastler, dennoch lege ich Wert auf diese Eigenart meiner Figuren. Irgendwo sind diese Fingerabdrücke immer auf meinen "Männeken" zu finden.
Anders ist es halt bei den "richtigen" Stoffstrukturen, erzeugt werden sie indem ich alte T-Shirt, Frottee oder andere Stoffe direkt auf´s Fimo lege und mit einer Acrylrolle diesen fest ins Fimo presse.
Damit diese Struktur erhalten bleibt, wird das Fimo mit einem scharfen und flexiblen Messer von der Glasplatte gelöst und dann mit spitzen Fingern vooooorsichtig auf der Figur drapiert.
Dabei können auch die großen Falten direkt erzeugt werden, der "Fimostoff" muss halt so gelegt werden. Die kleinen Falten drücke ich später mit einem Stoff umwickelten Modellierstab ins Fimo. Alles eine Sache der Übung

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Gruß
Reinhard