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Donnerstag, 18. Oktober 2012, 14:56

VK 4502 (P) Ausf. A 1:35

Hi,
ein weiteres kleines Bastelprojekt von mir: Der VK 45.02(P) in der Ausführung A (Turm Vorne).
Da ich immernoch auf die Teile für meinen E-100 (Baubericht ) warte, dachte ich mir die letzten freien Tage für die Geschwister der VK4502 Konzepte zu nutzen. Geplant ist eine Lackierung in Grau (als Generalprobe für den E-100).

Zum Bausatz:
Mein Händler um die Ecke hatte die günsten Bausätze von HobbyBoss (Nr. 82444) auf lager, also nicht lange überlegt und gekauft. Der Bausatz verfügt über einen detailierten Innenausbau des Henschel Turms - diesen werde ich allerdings nicht umsetzen.
Man merkt sehr schnell den Unterschied zu Trumpeter und Dragon Spritzlingen; Bereits beim Säubern der Wanne fliegen mehr Späne als bei anderen Herstellern über das ganze Projekt. Einen etwas faden Beigeschmack gibt es als Antwort auf die Frage Weshalb der Turm bis aufs kleinste Instrument innen wiedergegeben wird - aber außen große Flächen extrem arm an Details bleiben. Wobei man sich allerdings vor Augen halten muss, dass es einen solchen Turm in der Preisklasse sonst nicht gibt! Mir persönlich hätte ein ausgewogeneres Verhältnis Innen/Außen allerdings besser gefallen.

Nun zum Bau:
Eigentlich gibt es nicht allzuviel zu erwähnen, man wird lediglich durch das Säubern gebremst. Auffällig am Fahrwerk war, dass dieses nicht für die Verwendung von Einzelgliedketten durchdacht ist. Die Antriebsräder musste ich mit ,,Patafix" vorläufig am Modell anbringen, da sie sich sonst nicht mehr entfernen lassen.

Das Leid mit den Ketten:
Ich dachte ich traue meinen Augen nicht: Pro Kette 110 Glieder a sechs mal schneiden und entgraten = 1320 mal schneiden und 220 mal entgraten a 10 sec Zeit pro Glied = 4,5 Stunden - ohne mich! :du: Also kurzerhand die Ketten in die Tonne gekloppt und Dragon MagicTracks aus dem Elefant Bausatz genommen.(Letzerer bekommt eh Zinnketten.) Damit war die Sache in einer halben Stunde erledigt.
Nachtrag:
Ich habe die Ketten aus dem HobbyBoss Bausatz mit den Ferdinand-Ketten verglichen: Die HobbyBoss ketten sind identisch mit den Elefant-Ketten. Der Elefant (Mai 1943) ist bekanntlich eine Weiterentwicklung des Ferdinand(Ende 1942) und zeitlich später als der VK (Ende 1942) anzusiedeln, insofern haben die VK4502-Bausätze die falschen Ketten dabei. :thumbdown: Ich habe den Fehler zu spät bemerkt und jetzt ebenfalls die Falschen drauf...


Hier nun der fertige Rohbau.
Das Vorgehen ,,alle Teile anbringen - dann lackieren" hatte sich beim Bau meines Hetzers (Baubericht ) bewährt und wurde auch hier wieder angewendet. Es sollte allerdings klar sein, dass die Ketten separat behandet werden erst nach dem Washing wieder drauf kommen.


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Focus auf Technik und Entwickung von Kettenfahrzeugen der Wehrmacht.

2

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 16:18

Zur Lackierung:
Zunächt hat das ganze Modell eine Grundierung in Schwarzgrau (Mr Hobby) H401 bekommen, dann kamen die Ketten wieder ab. Hier ein Foto mit den Patafix Resten.

Anschließend habe ich das Modell mit Feld Grau H32 überlackert - später helle Stellen mehr, dunkle weniger.
Damit ist der Grundanstrich fertig.

Die Schwierigkeit bei einem grauen Anstrich ist das Spiel mit dem Licht und dessen Wirkung darzustellen. So habe ich Folgenden versucht mit jeder Grauschicht einen Übergang von dunkel nach hell zu schaffen.
Die erste Lage war dabei Seegrau Dunkel H331 welche ich an den Rändern abschwächte.

Darauf dann wieder etwas dünner Zementgrau H455 nur an den hellen Stellen.

Abschließend einige herabene Stellen ganz leicht mit Gersten Grau H334 hervorgehoben.


Da das Fahrwerk nicht dran war konnte ich den Schritt nicht ganz abschießen, wahrscheinlich muss ich einige Stellen an der Unterwanne später noch etwas nacharbeiten. Die Unterwanne blieb übrigens Feld Grau.
Die Lackierung wäre damit fürs erste geschafft, es folgte eine Klarlackschicht an den Turmflanken um die Oberfläche für die Decials vorzubereiten.
Jetzt ging es an die Grundfarben der Details und abschleißend an die Decials (auf dem Foto unten war das Wasser noch nicht getrocknet)


Um den Kontrast etwas zu herhöhen ein Foto im nicht künstlich beleuchteten Raum

Als letzten Schritt kam noch eine Schicht Klarlack auf das Modell um es für die Alterung vorzubereiten und zu schützen.

Es würde mich freuen wenn ein erfahrener Modellbauer etwas zu meinem Vorgehen sagen könnte, leider habe ich keine ,,So Gehts"-Anleitung dazu gefunden. :|
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Donnerstag, 18. Oktober 2012, 19:38

Hi,

gute Arbeit bis jetzt. Zu dem Finish kann man pauschal so nichts sagen. Welchen Look willst du denn für deinen Panzer?

4

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 20:07

Die Kiste soll nicht ganz ,,wie neu" aussehen, aber auch nicht wie ,,durchs Land geschwommen" Irgendwas dazwischen. Ich finden zu diesen Konzeptfahrzeugen passt eher ein Look der Richtung ,,getestet, gereinigt, befingert, halbes Jahr eingelagert..."
Ich hatte jetzt vor ein dünnes schwarzes Washing aufzubringen und anschließend ,,Micro"-Chipping um etwas Leben und Tiefe rein zu bekommen.

Danke übrigens für die Tipps mit den Ketten - funktioniert super.
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5

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 22:19

Als Zwischenschritt vor der Alterung waren die Ketten an der Reihe.
Die Laufrollen wurden ebenfalls Feld Grau grundiert und erhielten eine Aufhellung mit Zementgrau. Die Lauffläche habe ich stahlfarben nachgezogen.

Die eigentlichen Ketten habe ich schwarz grundiert und mit versucht verdünnter Rostfarbe einen Wash zu improvisieren. Abschließend wurde stahlfarben trockengebürstet.

Es folgte die Montage der Laufrollen und Kette am Modell.


Jezt zu Alterung:
Ich habe das Modell mit stark verdünnter schwarzer Ölfarbe gewaschen und versucht dabei möglichst viele kleine Krümel zu erzeugen, was den leeren Flächen mehr Textur verleiht.





Mit dem Ergebnis bin ich fürs erste zufrieden. Morgen kommt noch das Chipping und die Pikmente zum Einsatz, dann ist das Modell fertig.
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6

Freitag, 19. Oktober 2012, 13:45

Fertig....





Als nächstes bastle ich eine vernünftige Modellfoto-Ecke :bang:
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Freitag, 19. Oktober 2012, 19:59

gefällt mir sehr gut, auch das washing mit schwarz hätt ich auch so gemacht. Als letzten Schliff würde ich noch ganz wenig Rost-Pigmente auf den geraden Flächen verreiben, das gibt dem Panzer noch einen metalleren Look. Ausserdem könntest du noch mit ein wenig sehr hellem grau die kanten trockenpinseln, gibt nen plastischeren Look.Hab allerdings keinen Schimmer wie man die Base dazu gestalten sollte, evtl nur einen verdreckten Betonboden mit ein paar Ziegeln aussenrum. Würde auch noch das Personal dazusetzen, da gibts einige Figurensätze zB von miniart die dazu passen würden. :thumbup:

8

Freitag, 19. Oktober 2012, 20:27

Hi,
die Flächen sind bereits mit Pikmenten gerostet worden, allerdings gibt meine Fotoausrütsung die Darstellung nicht her, wie geschrieben das wird meine nächste Baustelle (Tageslichtlampen und Fotopappe). Ich hatte verschiedene Farbtöne mit einem Borstenpinsel ins Material einmassiert, zu viel Rost sieht sonst wieder nach ,,30 Jahre rumgestanden" aus...
Trockenbürsten ist eine gute Idee, das werde ich nachholen.

Die Base muss noch etwas warten, ich habe vor ein Regalbrett (ca. 1,2 Meter) in einen industriellen Hinterhof im Ende der 30iger Style zu gestalten um die bestehenden und kommenden vier oder fünf Konzeptfahrzeuge dort einzulagern. Spontan fallen mir dazu Texturmatten (z.B Kopfsteinflaster und Ziegelsteinmauerwerk) aus dem Bahnmodellbau und Gebäuteteile aus dem Warhammer 40k-Universum ein. Da kann ich sicherlich etwas stimmiges bauen. Figuren werden wohl zur Stimmung einer Abstellecke eher weniger passen, da es eher in Richtung ,,keine Verwendung aber zu schade zum verschrotten" gehen wird.
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9

Freitag, 19. Oktober 2012, 20:42

Das hört sich nach viel Arbeit an, bin mal gespannt. Aus Platzmange halt ich mich eher an eine kleine Base, nur etwas grösser als das Modell.Das mit dem Zubehör aus dem Modellbahnhandel ist eine Alternative. Aber vorsicht beim Massstab, ich kenn des nur von meinen 1:72 Modellen da ist das Modellbahnzubehör nämlich in 1:87. Keine Ahnung wie es sich in der nächstgrösseren Kategorie verhält.

10

Donnerstag, 15. November 2012, 02:33

Der Aufwand hält sich eigentlich in Grenzen, da wir einige 40k Gelände und Gebäuteteile in CAD übertragen haben und diese via Lego-Technik CNC Fräse replizieren können, da Skalliere ich einfach wie ich 's brauch :pc: Nunja mein Platzmangel hat mich genau auf die Idee mit den Regalbrettern gebracht. Eins für jeden Themen/Projektbereich, abschließend eine Klarsichthaube drüber und fertig: einmaliger Aufwand, einmalige Kosten, kompakt, transportfähig und staubfrei :thumbsup: - leider zum Nachteil der Individualität. So bewahre seit Jahren meine Tabletop Figuren während der Sommerpause auf.

Hier noch ein Foto der Ausführung B die analog gebaut wurde und keinen extra Baubericht verdient.

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