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1

Freitag, 24. Februar 2012, 21:20

Wie kann man Modellbausätze realistisch beschädigen?

Hi Leute,
ich wollte mal fragen wie man Modellbausätzen realistisch aussehende Rostlöcher und Beulen verpassen kann.
MfG Lukas :wink: :wink: :wink:

Beiträge: 395

Realname: Uwe

Wohnort: Rhein.-Berg.-Kreis

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2

Freitag, 24. Februar 2012, 22:27

Gewiß! Es geht eigentlich alles.

So z.B.
Die Teile sind aus dünnem Alublech (z.B. Senftuben) gefertigt und anschließend an- und eingepaßt.
Da ist der Fantasie keine Grenze gesetzt.

in diesem Sinne erstmal
Uwe
"Wir leben alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben Horizont."
>Konrad Adenauer< :ok:

3

Samstag, 25. Februar 2012, 08:44

Sieht echt geil aus, was du da aus einem Bausatz gezaubert hast :sabber: :sabber:
MfG Lukas :wink: :wink: :wink:

Beiträge: 2 787

Realname: Clemens

Wohnort: Thüringen

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4

Samstag, 25. Februar 2012, 09:20

Rost kann man gut machen, indem man an Stellen, die schnell großflächig rosten, wie Radhäuser oder Türen, mit dem Dremel von hinten so viel Material weg nimmt, dass das Plastik ganz dünn ist und an einigen Stellen verschwindet. Dann in Rost-Farbe lackieren und vielleicht mit Pigmenten behandeln.
Sieht meist verdammt echt aus, richtig zerfressen.

Ich hab auch mal ein Tutorial dazu im Internet gesehen, mal schauen ob ich das noch finde, dann poste ich es hier mal.
The "Earth" without "Art" is just "Eh".

5

Samstag, 25. Februar 2012, 10:25

Ein Dremel is doch so ne art Schleifgerät in Stiftform?
Und wo kann man Pigmente kriegen?
:doof:
MfG Lukas :wink: :wink: :wink:

Beiträge: 4 154

Realname: Daniel

Wohnort: Traun, Österreich

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6

Samstag, 25. Februar 2012, 12:00

Hi.

Wie wäre es ausnahmsweise mal damit -> Klick

MfG
Daniel
ALFA ROMEO - Geschmack macht einsam!


7

Samstag, 25. Februar 2012, 18:37

Wie wäre es ausnahmsweise mal damit


^^

Einfache Beulen kriegt man ganz gut hin, wenn man Alufolie zerknüllt und in das aufgeweichte Plastik drückt. Aber Vorsicht mit dem Abstand zur Flamme, lieber ganz langsam mit großem Abstand und Geduld, sonst sieht es nicht aus wie ne Beule, sondern eben wie verzogenes Plastik, das zu heiß geworden ist ;)

Löcher würde ich auch mit dem Dremel machen oder, wenn es richtig ausgefranst aussehen soll, mit einem heißen Nagel porkeln. Besonders realistisch sieht es dann aus, wenn du erst Rostfarbe um das Loch aufträgst. Dann mit Flüssigmaske einen unregelmäßigen, schmalen Rand abdecken. Dann Grundierung drauf, Maske abrubbeln, und erneut Maske auftragen, diesmal so, dass der Rost komplett und etwas von der Grundierung abgedeckt wird, dann Lack drauf und Maske wieder runter. Theoretisch kannst du die erste Maske auf drauf lassen, aber so hast du mehr Kontrolle und kannst ggf den ersten Schritt nochmal nacharbeiten.

Es gibt auch richtigen Rost: die erste Komponente ist ein Brei aus Eisenstaub, die zweite Komponente ein Oxydationsmittel und die dritte Komponente ein Fixiermittel (nicht unbedingt nötig), mit dem man den Prozess abbrechen kann und die Fläche versiegelt. Kriegst du bei vielen Händlern hier im Board und natürlich auch in anderen, gut sortierten Fachgeschäften und Online-Shops. Das blüht richtig aus und sieht wirklich realistisch aus, eignet sich aber eher für Auspuffanlagen, Fahrgestell usw. Ist für den normalerweise auftretenden Rost an Beulen echt zu heftig. Wenn es allerdings eine richtige Grotte werden soll, könnte man es mal am inneren Rand des Lochs dünn aufgetragen ausprobieren.

Pigmente bekommst du fast überall, wo du auch Modellbaufarben bekommst. Auch im Kunstbedarf, ob Fachgeschäft oder Kaufhaus ist hier egal, bekommst du Pigmente. Allerdings ist die Auswahl überwältigend. Wenn du nicht genau weißt, was man wofür nehmen sollte, um es realistisch aussehen zu lassen, und du vielleicht nicht auf jeden Cent schauen musst: alle Modellbaufarben-Hersteller bieten auch Sets (üblicherweise als Weathering-Sets bezeichnet) an, die sie entsprechend benennen: Mud & Rust, Snow & Dust usw.

Wenn du finanziell nicht ganz so gut darstehst, bietet sich ein gutes Pastellkreiden-Set an. Man muss aber sagen, dass der Preis proportional zum Pigmentgehalt und Lichtechtheit steigt, also nicht zuuuu sehr sparen. Trotzdem sparst du gewaltig, denn mit 12 oder 24 Kreiden-Sets erschlägst du so ziemlich alles, was du jemals darstellen willst. Und einzeln gibt es sie auch. Du schabst dann einfach die benötigte Menge mit dem Bastelmesser ab und trägst sie vorsichtig mit einem buschigen Pinsel auf.

Das Verfahren kannst du übrigens auch für echten Rost anwenden: einfach mit der Drahtbürste abschrubben und anschließend mit einer abgelaufenen Bankkarte auf hartem, aber glatten Untergrund in kreisenden Bewegungen zu feinem Staub zerreiben. Matten Lack in Rostfarbe auftragen und sofort drüber streuen, ggf in mehreren Schichten (immer erst trocknen lassen), dann aber ungleichmäßig, also nicht immer die gleiche Fläche bestreichen, damit die "Wulst" ungleichmäßig hoch wird, wie es ja am real gerosteten Fahrzeug auch zu sehen ist.

Das ist jetzt sozusagen die Essenz von dem, was du auch selbst hättest suchen können. Aber so seid ihr jungen Leute der Konsumgesellschaft ja heute :P
lieben Gruß
Frank

8

Samstag, 25. Februar 2012, 19:58

Danke, dass du dir so viel Mühe gemacht hast und den Text verfasst hast. :respekt:
Das mit dem Suchen hat bei mir nicht so ganz geklappt, hab haufenweise Berichte über Trockenmaltechnik und Sachen mit Airbrush gefunden, mehr aber leider nicht. Deshalb hab ich mich auch an euch gewendet
MfG Lukas :wink: :wink: :wink:

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