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Airbrush & Kompressor: Kompressor selber bauen (KEIN Scherz)

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  • »offroady« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 126

Realname: Axel

Wohnort: Oberhausen Rhld.

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1

Donnerstag, 21. April 2011, 12:51

Kompressor selber bauen (KEIN Scherz)

Hallo Freunde des leisen Brushens,

ein Kumpel hat mir heute diesen LINK zur Bauanleitung für einen Kompressor zum (fast) Nulltarif gegeben. Ein weiterer Bekannter hat dieses Ding gebaut und ist begeistert. Er hat den Kühlschrankmotor noch in ein schallgedämmtes Gehäuse gebaut und kann nun auch nachts neben der schlafenden Gattin brushen (wer`s braucht :S ). Die Anlage ist zwar relativ groß im Vergleich zu gekauften Kompressoren, die Vorteile machen diesen Makel aber wieder wett. Schaut einfach mal rein!!

Schöne Ostertage wünscht Euch
Axel :wink:
Man kann nicht alles haben, wo sollte man auch hin damit?? :nixweis:

2

Donnerstag, 21. April 2011, 13:52

Meinen Kompressor habe ich auf die selbe Art und Weise gebaut. Der funktioniert hervorragend und ist von Hause aus nicht laut, wie ein Kühlschrank halt.

Zum Nulltarif ist allerdings absoluter Müll, das geht nicht wirklich. Man braucht einen Druckschalter und einen Druckminderer und die sind beide nicht sonderlich günstig. Ausserdem benötigt man entweder eine Verrohrung oder Schläuche und Kupplungen um alles miteinander zu verbinden. Alles in allem hat mich mein Eigenbaukompressor etwa 50€ gekostet, allerdings hatte ich die Verrohrungen umsonst bekommen. Man sollte auch darauf hinweisen, dass es aus sicherheitstechnischer Sicht nciht ganz ungefährlich ist mit sowas zu hantieren, da einem Durckluftbehältnisse durchaus auch um die Ohren fliegen können. Wer also zwei linke Hände und keine Ahnung von sowas hat sollte es lieber sein lassen und sich lieber einen Kompressor kaufen.



Gruß



Tobias

Beiträge: 2 494

Realname: Johannes

Wohnort: Gastarbeiter im Bajuwarischen Königsreich

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3

Donnerstag, 21. April 2011, 13:54

Hi Axel,

natürlich funktioniert das. Ist aber auch ein alter Hut.
Ich hatte mal einen Airbrush-Kompressor der Firma Schneider für damals ca. 900 DM, der genau so einen Kompressor aus der Großserie verwendete. Dieser befand sich auf einem kleinen 10-Liter-Tank. Das Ganze hatte dann noch einen gescheiten Henkel zum Tragen. Der nette Vorteil von Kühlschrankkompressoren liegt halt in der Dauerbetriebsfestigkeit und dem geringen Geräuschpegel.

Das große "ABER" für all die, die nun Freudeschreiend loswerkeln wollen:
Kühlschränke gehören seit Jahren zum Sondermüll. Ein Öffnen des Kühlkreises, was bei Ausbau des Kompressors nötig ist, setzt die Flüssigkeit frei - gibt Ärger. Spätestens bei der Entsorgung.
Als Nächstes gilt zu beachten, dass die Kompressoren mit 230 V laufen, also mit Netzspannung. Rein formal darf der Laie daran nicht rumfriemeln.
Das Killerkriterium liegt aber erfahrungsgemäß in der Beschaffung aller Kleinteile und den dann erforderlichen Anpassungen, vor allem um das erste Fitting sauber an die gekappte Kompressor-Druckleitung zu bekommen.

Rechnet man mal 100 Euro für einen wirklich prima Modellbaukompressor von Güde, zieht 40 Euro für benötigte Kleinteile ab, dann bleiben 60 Euro Marge übrig.
Das Suchen und Beschaffen aller Komponenten und der schlussendliche Zusammenbau verschlingen schnell mal 12 Stunden Arbeitszeit. Bedeutet: man schafft für 5 Euro pro Stunde und liegt damit unter dem gesetzlichen Mindestlohn.

Lange Rede kurzer Sinn: Weder aus Kostengründen, noch unter Bewertung des erzielbaren Packagings ist so was sinnvoll. Es ist lediglich eine nette Freakerei.

Gruß,
Johannes

Kammerfeger

unregistriert

4

Donnerstag, 21. April 2011, 14:03

hi, nach dem mein erstes Beitrag dazu leider als Error endete ( mehr Besucher als erlaubt ) , hehehe

kann mich Jo nur vollstens anschliessen.

Ist eine ( übrigens wie hunderte andere auch) nette Anleitung, für jemanden, der die Teile alle zu Hause rumliegen hat.

Druckminderer, Wasserabscheider, Rückschlagventile, Druckwächter gehen ganz schön ins Geld.
Dann sollte man noch bissl fachchineschich aus Elektro- und Sanitär-Bereich verstehen.
Das ganz dann noch dicht bekommen ( man bedenke die selbst kleinen Undichtigkeiten bei der Brush alleine).

Und ehrlich die Sache mit der Einstellung von Anlauf und Abschaltdruck-Druck.... na viel Spass damit.

Ergo -> gebe ich lieber 100,- aus und erspar mir damit 1. ne Bombe zu bauen, 2. Ärger und Verdruss zu vermeiden , um 3. dann doch wieder nen "ordentliches" Teil zu besorgen.

5

Donnerstag, 21. April 2011, 14:22

Schließ mich da Kammerfeger an und weise ausrücklich darauf hin, dass man "Inhalte" von Feuerlöschern ordnugnsgemäß entsorgen muss und dass das gute Teil letztendlich mit Öl läuft und das Ganze regelmäßig (oft) gewartet werden muss.

Wer keine Ahnung hat, sollte sich nicht einbilden, auf Grund der Beschreibung plötzlich Ahnung zu haben. :thumbdown:

Liebe Grüße
Dieter
Mann kann über alles reden - nur nicht mit jeder 8o
... einfach tief Luft holen...

6

Donnerstag, 21. April 2011, 14:39

Immer diese Bedenkenträgerei hier. Wer meint, sich einen Kompressor selbst bauen zu wollen, soll das doch tun.

Im übrigen ist das Ergebnis deutlich leistungsfähiger als ein EUR 100 Güdekompressor und kann locker mit einem guten Werther-Kompressor mithalten. Und die kosten ab EUR 250 aufwärts.

Schönes Osterfest!

Carsten

Beiträge: 2 494

Realname: Johannes

Wohnort: Gastarbeiter im Bajuwarischen Königsreich

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7

Donnerstag, 21. April 2011, 14:52

Immer diese Bedenkenträgerei hier. Wer meint, sich einen Kompressor selbst bauen zu wollen, soll das doch tun.


Hi Carsten,

ich glaube zu erkennen, was Du gerne sagen möchtest. Dennoch sei die Äußerung gestattet: Es geht nicht um Bedenkenträgerei oder Miesmuffelei, sondern um das Mitteilen von Erfahrungswerten zum Wohle anderer Forenmitglieder.

Viel wichtiger jedoch, auch wenn das jetzt für Dich schrecklich spießig klingen mag:
Mit Erhalt eines Gesellen- oder Facharbeiterbriefs übernimmt man eine juristische Verantwortung in seinem Fachgebiet. Soll heißen: wenn ein gelernter Elektriker sieht, wie eine unqualifizierte Person sich an elektrischen Anlagen zu schaffen macht, oder wenn er Sicherheitsanforderungen nicht entsprechende Instalationen erkennt, so muss er einschreiten. Unterlässt er dieses, so handelt er grob fahrlässig und kann juristisch bis hin zu Knast zur Rechenschaft gezogen werden.
Vergleichbares gibt es bei Ärzten (unterlassene Hilfeleistung) und nach meiner Kenntnis z. B. bei Installateuren und KFZ-Mechanikern.

Leider erläutert das Leben, dass es eine überraschend hohe Zahl von Naivlingen gibt, die sich durchaus leichtherzig mal an einem 10-Bar-Bömbchen mit Netzspannung versuchen würden.
In meinen Augen ist es eine Frage von Verantwortungsbewusstsein, diese zumindest auf die Gefahren hinzuweisen.
Ansonsten bräuchten wir ein Forum für die gefährlichsten Pleiten und Pannen, in dem man sich dann ob der Verletzungen Einzelner und der entstandenen Schäden ergötzen kann.


In Sachen Leistungsfähigkeit:
Ein Kompressorsystem wird über diverse Parameter charakterisiert, in der Hauptsache über Maximaldruck, Fluß, Regelgüte und Lautstärke. Somit kann man einen Vergleich traumhaft versachlichen. Ein Kühlschrankkompressor mit der etwa achtfachen Größe eines kleinen Güde-Motors und womöglich einem riesigen externen Drucktank sollte tunlichst höhere Leistungsdaten zeigen. Wofür der Modellbauer mit seiner 0,3 mm Düse diese freilich braucht, sei mal dahingestellt.

Gruß,
Johannes

8

Donnerstag, 21. April 2011, 17:00

Na, wie gut, dass ich Kaufmann bin, da gibt es so eine Form der "Verantwortung" nicht. Zumal mir bislang nur die Arten Handlungsverantwortung, Ergebnisverantwortung und Führungsverantwortung (zumindest im juristischen Sinne) bekannt waren... ;)

Aber was soll denn passieren? Ein Naivling bekommt die Anlage ohnehin nicht so dicht, als das sich ein gefährlich hoher Druck aufbauen könnte. Und im Zeitlalter der FI-Schalter hat auch die Netzspannung ihren Schrecken verloren.

Ich bin weiterhin der Meinung, dass jeder selbst wissen muss, was er sich zutrauen kann oder nicht. Und wer sich zutraut, einen Kompressor zu bauen, der soll das auch tun. Und muss dann auch nicht ständig Acrylfarben durch viel zu kleine Düsen quälen :whistling:

Kammerfeger

unregistriert

9

Freitag, 22. April 2011, 02:03

@yello-mellow

keine Frage , wer sowas bauen möchte soll es tun.....

Für mich ergibt sich aus der Anleitung ohnehin eine "versteckte Werbung" eines Lieferanten von Zubehörteilen. (siehe Tabelle) die "billigen" Teile besorgt man sich selbst auf dem Schrottplatz für´n Bier.
Und für die Zubehörteile (Ventile, Schläuche, Druckminerer, etc....) gibts dann eh ne Bestellnummer auf der Liste. (kosten dann wohl mehr als ein "Appel und ein Ei") ;)

Möchte mich auch hier gar nicht über Verantwortung oder gar Haftungsfragen äussern, wenngleich ich mich damit seit über 20 Jahren beruflich beschäftige. ABER dennoch sollte eine gewisse Warnung damit verbunden sein, um vielleicht oder gerade unseren "jüngeren, nicht so finanziell gestärkten" Modellbaukollegen bewusst zu machen, dass eine Gefährdung von Gesundheit und Leben durch solche Anleitungen nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten.

und nun wünsche ich verletzungsfreie, erholsame Osterfeiertage

10

Samstag, 23. April 2011, 17:51

Mal zu den Bedenken: Wenn man sich den Kompressor vom Schrott holt, ist das FCKW längst fachgerecht entsorgt. Und neuere Modelle sind ohnehin FCKW frei. Einen Pulverfeuerlöscher kann man problemlos in die Mülltonne sprühen. Man sollte nicht unbedingt gute Klamotten an haben und einen einfachen Staubfilter, den man beim Bruschen ohnehin braucht, aufsetzen. Und man ganz ehrlich: Hole ich einen Elektriker, wenn ich mir eine neue Lampe bei Ikea gekauft habe? Mehr Elektoarbeit, als ein dummes Kabel anschließen ist ja nicht nötig. Wenn es nicht sowieso schon an der Pumpe befestigt ist...

Dies ist ein Modellbauforum, kein Bastel-für-den-Kindergarten-Forum. Ich denke, den meisten hier kann man zutrauen, dass sie die "Gefahren" eisnchätzen können, zumal darauf im Text auch sehr deutlich hingewiesen wird.

Spießer :D
lieben Gruß
Frank

Beiträge: 2 494

Realname: Johannes

Wohnort: Gastarbeiter im Bajuwarischen Königsreich

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11

Samstag, 23. April 2011, 18:32

So, liebe Leute, jetzt habt Ihr mich so weit! Dies ist das erste Mal nach beinahe 1000 Postings, dass ich so richtig wuschig werde.

So nicht!

Netzspannung, Hochdruckhydraulik, Hochdruckpneumatik und Gas sind allesamt Felder, in denen man als Autodidakt nichts verloren hat.
Nicht umsonst definiert der Gesetzgeber den feinen Unterschied zwischen Netzspannung und Niederspannung und erklärt saftige Strafen im Fall von Vergehen.

Erklärt doch bitte mal Eure lakse Vorstellung der Mutter meines Nachbarn aus Jugendtagen, der mit 17 Jahren bei der Lehrabschlussprüfungsvorbereitung am Strom "kleben blieb". Bis heute ist er noch immer tot.

Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass Ihr nicht ganz Herr Eurer Sinne wart, als Ihr diesen Senf zum Besten gabt.
Schaue ich mir das Statement zum FI-Schutzschalter an, dann sieht man ja direkt, auf welchem Kompetenzniveau eindeutig gefährliche Aussagen basieren:
Erstens ist ein FI-Schutzschalter keine Lebensversicherung, sondern er misst einen Fehlerstrom zwischen Phase und Erde und löst bei Überschreiten eine definierten Wertes aus.
Damit dies funktioniert, ist eine korrekte Installation und eine ausreichende Erdung erforderlich. In jedem Fall bekommt der Fehlerverursacher als Brücke zwischen Phase und Erde, dennoch saftig einen "geschossen".
Zweitens gibt es kaum ein Prozent an Haushalten, die den FI außerhalb von Feuchträumen einsetzen. In Werkstätten beispielsweise kommen FI's aufgrund der Maschinen-Fehlerströme nahezu nie zum Einsatz.
Drittens funktioniert ein FI in zahlreichen Installationen, beispielsweise bei klassischer Nullung, überhaupt nicht.

Wenn schon keine Ahnung, dann wenigstens Klappe halten! Sagte auch schon Anke Engelke.

Ihr Nasen: Dies ist ein öffentliches Forum, in dem zahllose Ahnungslose Rat suchen um sich nach diesem Rat zu richten. Darunter nachweislich auch sehr junge Jugendliche.
Und Ihr meint diesen Leuten wider besseren Wissen erzählen zu müssen, dass sie mit Netzspannung und Druckanlagen "basteln" sollen???!!!
So etwas nenne ich schlichtweg gigantisch unverantwortlich.
Mich, als jemanden der einfach nur freundlich empfiehlt die Finger davon zu lassen, beschimft Ihr als "Bedenkenträger". Das ist pure Ignoranz!

Natürlich steht jedem Einzelnen frei sich in der von ihm gewünschten Weise das Leben zu nehmen. In wieweit das, je nach Familienstand, einer Verantwortungwahrung gegenüber Frau und Kindern entspricht, sei mal dahingestellt.
Aber Newbies ohne nachweisliche Qualifikation in einer öffentlichen Plattform zu empfehlen, sich unausgebildet an lebensgefährliche Techniken zu begeben, grenzt für mich schon an kriminelles Verhalten.

In jedem Fall blleibt es dabei:
Weder an Netzspannung, noch an Druckanlagen, hat ein Autodidakt ungeachtet aller Träume zum Bau seines Wunschkompressors etwas verloren!
Wenn er dies dennoch für unbedingt erforderlich erachtet, so tut er es, nachdem er an dieser Stelle in einer seriösen und verantwortlich operierenden Plattform ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass es a) für ihn verboten und b) zumindest für ihn selber lebensgefährlich ist!

Gute Besserung,
Johannes

12

Samstag, 23. April 2011, 19:38

Ooooooch :trost:
Johannes! So kennen wir dich ja gar nicht! :huh:
Hast du denn du denn die Anleitung schon mal gelesen? Und in Physik aufgepasst?
Also erstens, wie schon gesagt, ist das Netzkabel wahrscheinlich schon dran, zumindest ist das bei unserem Kühlschrank so und bei allen, die ich je gesehen habe. Da muss niemand irgendwo dran rum schrauben. Und wenn doch, muss er exakt das Gleiche tun, was er tun muss, um eine Deckenlampe von Ikea anzuschrauben. Mit dem Unterschied, dass dabei jemand versehentlich den Schalter betätigen könnte und die Lampe nicht geerdet, das Ganze also deutlich gefährlicher ist. Und zweitens steht in der Anleitung ein Test, den man mit der Druckanlage machen soll, bevor es weiter geht, nämlich den Feuerlöscher mit Wasser füllen und mit 10 bar belasten. Durch das Wasser macht einmal Puff und das war's. Nix mit Bombe oder so.
lieben Gruß
Frank

13

Samstag, 23. April 2011, 22:27

...also, ich finde die Kompressor Bastelanleitung gar nicht
so schlecht. Motor habe ich schon. Mein alter Kühlschrank war sowieso fällig
und wird darum etwas früher ausrangiert. War gerade in der Garage und habe
schon mal ein paar Teile zusammengesucht. Übrigens muss es nicht immer ein
Feuerlöscher sein. Ein alter 5 Liter Benzinkanister tut es auch. Ich spritze
ohnehin nicht mehr als mit 2 bar. Außerdem hat es den Vorteil, dass man
anstelle der teuren Messingmuffen auch einen alten Gartenschlauch als Druckschlauch
nehmen kann. Macht die ganze Anlage ungemein leicht, transportabler und das
Überdruckventil aus der alten Dampfmaschine tut’s dann auch. Klingeldraht und
ein paar Schalter aus einem stummen Radio kosten nichts. Das Druckmanometer
habe ich von einer alten Fahrradfußpumpe und geht bis 4 bar, wenn man sich
darauf verlassen kann. Einen Druckminderer brauch die Konstruktion nicht, da mit
einem Nähmaschinenfußschalter zum Anblasen individuell gesteuert wird. Das TÜV
Siegel hab ich aus dem Schaltkasten im Keller abgezogen und schon mal auf den
Drucktank (Kanister) geklebt. Das wird ein echt klasse Profi Gerät.

Beiträge: 2 494

Realname: Johannes

Wohnort: Gastarbeiter im Bajuwarischen Königsreich

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14

Samstag, 23. April 2011, 23:00

@ Günter (mikro),

als großer Fan subtilen Humors sowie von Süffisanz und Zynismus muss ich Dir bescheinigen: Klasse Statement!
Da könnte unser Martin (Speichenradfreak) hier direkt den passenden Catoon zu zeichnen.
So ein bisschen im Stile Daniel Düsentrieb fürs gemeine Volk...

Gruß,
Johannes

15

Sonntag, 24. April 2011, 02:11

:D :ok:
Du hast ja mit deinem Statement auch grundsätzlich Recht, Johannes.
Aber hey, man, hier ist ein Modellbauforum. Denkst du nicht, dass die meisten hier sich ihrer handwerklichen Fähigkeiten bewusst sind? Und die, die sich das noch nicht sind, weil sie gerade im Alter von 13 Jahren ihr erstes Modell bauen, die haben das jetzt mitgekriegt.

Wäre der Thread geplanter verlaufen, etwa weil du den jetzt gestartet hättest, so mit dem Gedankengang "hmm, wenn man da was falsch macht, kann das aber echt böse enden, aber eigentlich kann man das auch gut hin kriegen, wenn man sich ohnehin jedes Wochenende im Baumarkt noch viel schlimmere Sachen kauft, um viel gefährlichere Dinge damit zusammen zu schrauben, gar ganze Häuser selbst baut und jede Steckdose mit eigenen Händen nicht nur eingeputzt, sondern auch gelegt hat", dann stünde der jetzt angepinnt oben in diesem Forum (was ich übrigens eine gute Idee fände, @Admins: wir suchen hier einfach mal alle zusammen besonders gute Threads für die immer wieder kehrenden Standardfragen zusammen, ihr eröffnet einen Thread mit den Links dazu und pinnt den als erste Nachricht im entsprechenden Unterforum).

Für manche Leute ist es einfach ein Unterschied, ob der Kompressor 40 oder 140 Euro kostet, ein gewaltiger sogar. Und was ne Arbeitsstunde wert ist, ist denen sogar völlig schnurz, die haben nämlich keine. Da sollten wir ach so begnadeten Studierten vielleicht mal von unserem Rößlein steigen zwischendurch, finde ich. Und du eigentlich auch, du hast nur nicht gleich dran gedacht. Finde ich übrigens nicht schlimm, passiert mir und 1000 Anderen ebenfalls und anders rum ist es genauso, denn es gibt natürlich auch nicht-im-Rentenalter-Modellbauer, die jede Woche ein Wahnsinns Modell abliefern und über Leute wie mich den Kopf schütteln, die nie was fertig kriegen und dafür auch noch ein Jahr brauchen.

Also lies die Anleitung doch einfach nochmal mit dem Bleistift in der Hand, streich die heiklen Punkte an und schreib drum rum ne Anleitung, die seine Schwächen ausbügeln können. :prost:
lieben Gruß
Frank

hasi

Moderator

Beiträge: 2 166

Realname: Denny

Wohnort: München

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16

Sonntag, 24. April 2011, 02:50

Gugug!

Von mir aus soll jeder seinen Kompressor selber bauen, wenn er sich das zutraut! Ich komm auch bestimmt die Einzelteile von Kompressor und Erbauer einsammeln.... versprochen! Für sowas is die Feuerwehr ja da, is auch ma ne Abwechslung zu grillfettmitwasserablöschundinstichflammeverbrennenden Hobby-Chefköchen. :D

Ne mal im Ernst, sorry, aber sowas gehört in die Hände von Fachleuten, ich puhle mir ja auch nicht die Backenzähne mit meinem Dremel raus, wenn sie mir wehtun oder? Auch nicht wenn dazu ne Anleitung im Netz zu finden ist, EGAL was der Zahnarztbesuch kosten wird! :lol:

Cute and cuddly, boys!!!

17

Sonntag, 24. April 2011, 07:52

Warum die Aufregung?

Der Handel hat doch längst das Potenzial möglicher Mehreinnahmen erkannt und ein Kombi-Gerät im Angebot, das den Bedürfnissen des Hobby-Airbrush-Künstlers mit schmalem Budget entgegen kommt ...

... Getränkekühlschrank mit umschaltbarem Druckluftanschluss, da wir ja entweder brushen, oder :saufen:

(Die gezeigten Getränke und der Pistolenhalter sind allerdings im Preis nicht enthalten)
Mann kann über alles reden - nur nicht mit jeder 8o
... einfach tief Luft holen...

18

Sonntag, 24. April 2011, 09:25

ich puhle mir ja auch nicht die Backenzähne mit meinem Dremel raus

Du nicht und ich auch nicht, aber es soll auch Leute ohne Dremel geben, die ähnliches mit einer handelsüblichen Kombizange tun müssen, die sie auch noch irgendwo geklaut haben, weil sie an unserem sozialen Netz vorbei fallen. Das sind dann die, um die wir am Bahnhof immer Nase rümpfend einen großen Bogen machen. Nur die werden kaum hier im Forum mitlesen, also wollen wir es mal nicht übertreiben. Obwohl auch hier Leute schon auf ähnliche Gedanken gekommen sind.

Der Vergleich hinkt dennoch, mein Verweis auf Heimwerker aber keineswegs. Oder wer kauft Gasleitungen und Lötlampen bei Hornbach? Etwa der Installateur aus dem Gewerbegebiet? Was suchen dort Stromzähler? Warum findet man bei Obi Schaltkästen? Oder Kalksandstein-Stürze und Presslufthämmer im Bauhaus? Haben die alle eine Statiker-Ausbildung, die ihr Wohnzimmer vergrößern? Man findet sicher auch noch andere Spezies hier, wo manch einer die Hände über dem Kopf zusammen schlagen wird. Wir können ja mal im Autoforum nachfragen, wie viele Nicht-Fachleute dort schon an ihrem Auto, mit dem man vorzüglich in Fußgängergruppen rasen kann, herumgebastelt haben, etwa am Fahrwerk o.ä. Selbst ich wechsle ja meine Bremsklötze selbst. Jeder Fachmann weiß doch, dass es Dinge in seinem Bereich gibt, die eigentlich kinderleicht sind, wenn man nur weiß, wie und was man nicht falsch machen darf. Ob theoretisch lebensgefährlich oder nicht, sei mal dahin gestellt.
lieben Gruß
Frank

Kammerfeger

unregistriert

19

Sonntag, 24. April 2011, 12:09

Hi, interessant wie da "drumherum" geredet wird, wenn man einen Einwand gegen ein "Billig-Angebot" postet.

Neben den bereits mehrfach erwähnten Risken, welche nacheinander mit der "GÜNSTIGEN'" Anschaffung weggeredet werden wollen:

Habe mir die arbeit angetan, mal die ERsatz-Teilliste des Anbierters in BARGELD um zu wandeln.

Diese laut Autor vernachlässigbaren "Kleinteile" ergeben in Summe € 191,98 bzw. 195,77 bei 2 Meter Druck-Schlauch. zuzüglich Versand versteht sich.

Also sind wir bei rund € 200,- !!! Wieviel kostet in D derzeit ein Bier? ( das käme noch hinzu)

Nebenbei bietet genau dieser Page-Betreiber ( https://www.h-haider.de/ ) einen fertigen Kompressor ( 5726 ) um grad mal € 160,- ( mit Tank und 23 L/Min)

noch Fragen????

20

Sonntag, 24. April 2011, 13:00

Na, die Mühe hab ich mir nun nicht gemacht, denn ich gehe davon aus, dass das Ding nur von jemandem gebaut wird, wenn es deutlich billiger ist. So wird in der Schreberhütte meines Vaters mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jedes einzelne Müffchen vorhanden sein (allerdings wahrscheinlich auch diverse funktionsfähige Krompressoren, auch wenn er gar nicht weiß, was er damit machen soll).

Mag sein, dass das ein irre geschickter Schachzug dieses Shops ist und reihenweise Leute gar nicht merken, dass sie für 190 Euro Kleinteile da bestellen :verrückt:

Ähhh... wie auch immer: du meinst, so ein Ding ließe sich gar nicht für 40 Euro bauen? Die wollen nur ihren Kompressor verkaufen und zeigen den so, was für ein Aufwand ein Kompressor ist? Weiß nicht, aber egal: Wenn das für 40 Euro geht, sehe ich angesichts meiner Heimwerker- und Autoschrauberbeispiele bei weitem weniger Risiken für Kopf und Kragen und deshalb rede ich gegen die Bedenken von Johannes, nicht gegen den Sinn des Ganzen im Allgemeinen.
lieben Gruß
Frank

Beiträge: 2 494

Realname: Johannes

Wohnort: Gastarbeiter im Bajuwarischen Königsreich

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21

Sonntag, 24. April 2011, 14:19

Pathetik

Zum Osterfeste einmal ein paar ernste, beinahe pathetisch klingende Gedanken:

Fukushima jüngst erwies sich als das unweigerliche Resultat, wenn menschliche bornierte Arroganz gepaart mit grenzenloser Selbstüberschätzung bekannte und nachgewiesene Restrisiken einer spezifischen Technologie ignoriert.
Geschichtlich findet sich Vergleichbares beim Turmbau zu Babel, oder bei den Flugversuchen von Ikarus.

Gleiches sieht ein jeder alljährlich am Neujahrstag beim Gang durch die Notaufnahmen deutscher Hospitäler. Offenbar ist doch ein erschreckend großer Anteil Leute nicht fähig, verantwortlich mit im Handel käuflichen Feuerwerkskörpern umzugehen und die Warnhinweise der Beipackzettel zu beachten.
Und was ist mit den etlichen tausend Verkehrstoten alljährlich? Streicht man mal die passiv Geschädigten, dann besteht der gesamte Rest aus mündigen Bürgern, die entweder schlichtweg nicht über die Fähigkeit verfügen das technische Gerät in den gegebenen physikalischen Grenzen zu bewegen, oder alternativ nicht im Stande sind mit der Komplexität moderner Verkehrssituationen umzugehen.

So - und dieser Klientel ratet Ihr nun im Selbstversuch Erstversuche an Technologien durchzuführen, die im Fehlerfall zu Todefolge führen???
Im Bereich sicherheitskritischer Systementwicklungen gemäß Safety Integrity Level (SIL) entspricht dieses übrigens der Stufe SIL 2: Im Fehlerfall en Todesopfer. SIL 1 bedeutet Verletzte, Kernkaftwerke müssen SIL 4 erfüllen (sehr viele Tote im Fehlerfall). Die Luftfahrt liegt bei SIL 3.

Die blinde Verherlichung von Technologie begleitet von der Ignoranz gegenüber spezifischen Gefanhren dominierte die westliche Welt im letzten Jahrhundert. Wir beginnen glücklicherweise dazuzulernen. Dafür zeigen jetzt, nicht untypisch für aufwärtstrebende Wachstumsmärkte, asiatischee Länder ein zu uns in der Vergangenheit vergleichbares Verhalten.

Was hier so abstrakt anmutet, ist im Großen exakt das Gleiche, wie in diesem Thread im Kleinen beschrieben. Gegen mangelnde Fachkenntnis gibt es Ausbildung, Ratschläge Hilfestellung. Gegen Ignoranz hingegen ist man stets machtlos.

Mir ist absolut bewusst, dass einige Kommentare sehr leichtfertig dahingesagt waren. Das stoische Beharren auf dem Unfug gibt mir freilich zu denken. Und die netten Versuche aus dem Grundkurs Rethorik I bewirken bei mir lediglich ein Schmunzeln. Wenn Euch bewusst wäre, wem Ihr da jüngst Bedenkenträgerei oder Nicht-aufpassen im Physikunterricht bescheinigt, so müsstet Ihr bestimmt schallend lachen.

Zur Erinnerung:
Posting 1: Eine ganz freundliche Erklärung, dass aus der Kosten-/Nutzenbetrachtung heraus der Eingebau eine Kompressors lediglich als Freak-Ativität in Frage kommt. Begleitend mit dem Warnhinweis zu offensichtlichen Gefahren.
Posting 2: Die noch immer freundliche Erläuterung der Gefahren mit Aufzeigen der Aspekte Gesatz und Verantwortung.
Posting 3: Kragen geplatzt - aufgrund anhaltender Ignoranz.
So etwas nennt man gemeinhin auch einen Eskalationspfad.

Es zeugt es von Charakterstärke auch einfach mal zuzugeben "sorry - I fucked it up". Eine kurze Einsicht "stimmt - ich kann nicht hier in einer öffentlichen Plattform Privatleuten ohne jeden erkennbaren Qualifikationsnachweis raten ihre Bastelversuche an Netzspannungführenden Systemen mit bis zu 10 Bar Druckanalgen zu unternehmen."

In diesem Sinne frohe Ostern,
Johannes

22

Sonntag, 24. April 2011, 15:11

Es zeugt es von Charakterstärke auch einfach mal zuzugeben

Da hast du Recht, vielleicht lerne ich das ja auch noch ;)
Aber dein Vergleich mit dem Silvesterknaller ist genau das, was ich meine: es ist absurd, jedem Silvesterpartygänger eine pyrotechnische Ausbildung abzuverlangen, nur weil sich jedes Jahr damit eine handvoll Idioten live auf YouTube damit ihr nicht vorhandenes Gehirn wegballern. Diese Clientel holt sich den Darwin Award von ganz alleine, ob mit oder ohne diese Anleitung.
lieben Gruß
Frank

23

Sonntag, 24. April 2011, 16:46

Übrigens, man sollte in dem Kompressor besser zwei Motoren einbauen. Im Dauerbetrieb wird einer alleine nämlich ganz schön heiß. Außerdem
hat man, was die Luftmenge betrifft, noch was in Reserve. So lässt sich auch mit großer Düse spritzen ohne das die Anlage in die Knie geht.

Eine andere sinnvolle Möglichkeit ist auch den Arbeitsdruck auf
ca. 4 bar zu beschränken. Mehr als 2 bar Spritzdruck braucht man in der Airbrushtechnik ohnehin selten, wenn
überhaupt. Allerdings sollte der Lufttank etwas größer sein, um die dann
fehlenden Reserven zu kompensieren. Es reicht also, wenn der Motor/Motoren bei min 2,5 bar wieder anspringen.

24

Sonntag, 24. April 2011, 18:36

Boah, hier fühlt sich ja jemand mächtig auf den Schlips getreten. Anders kann ich mir eine derartige Entgleisung nicht erklären. Und wer andere Menschen hier in diesem Forum als "Nasen" und "nicht im Besitz ihrer Sinne"bezeichnet, sollte mal überlegen, wer hier Stärke zeigen und sich entschuldigen sollte.

Ich stehe weiterhin zu meinen Aussagen.

Beiträge: 3 435

Realname: Daniel

Wohnort: Traun, Österreich

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25

Sonntag, 24. April 2011, 20:15

Hallo zusammen.

Ist ja mal wieder ein unterhaltsamer Thread entstanden :baeh:

Abgesehen davon, dass ich in Anbetracht der Teile zusammen tragerei, des herumbastelns und der dann doch noch relativ hohen Kosten, den Eigenbau für ziemlichen Quatsch halte, bekommt man auf Ebay Kompressoren für € 150,- und ich lackiere nun schon seit drei Jahren mit soeinem und bin immer noch zufrieden.

Nebenbei finde ich es etwas seltsam, wenn hier so gegen jemanden gewettert wird, der Bedenken äußert.
Kann die Argumente von Johannes nur unterschreiben, auch wenn er in seinen Ausführungen vom Worst-Case ausgeht, so reicht es auch wenn man sich mit einer herumfliegenden Verschraubung z.B. seines Auges entledigt.

Zitat

Dies ist ein Modellbauforum, kein Bastel-für-den-Kindergarten-Forum.


Nur hat Plastikmodellbau mit nicht viel mit wirklichem handwerklichem Geschick oder technischem Verständnis zu tun :hey:

Zitat

Ich denke, den meisten hier kann man zutrauen, dass sie die "Gefahren" eisnchätzen können, zumal darauf im Text auch sehr deutlich hingewiesen wird.


Wenn jeder Gefahren einschätzen könnte und sich ihrer bewußt wäre, dann würde sich auch niemand mit 150 Sachen auf einer nassen Landstraße in einen Baum einbauen, oder sich mit Silvesterkrachern von seinen Fingern befreien.
Ist aber leider nicht so.

Grüße
Daniel
ALFA ROMEO - Geschmack macht einsam!


26

Montag, 25. April 2011, 10:01

Hallo Leute

Ich bin ja normalerweise nicht der Typ, der in solchen Sachen seinen Senf dazugibt, aber hierzu möchte ich einige Worte beisteuern.
Ich möchte weder den Befürwortern noch den Abrednern in den Rücken fallen.
Grundsätzlich ist es möglich, sich um wenig Geld einen Kompressor selbst herzustellen.
Grundsätzlich ist es auch möglich, sich seine private Bombe zu bauen.
Ausschlaggebend ist die Eigenverantwortung des Einzelnen. Mit einer Einstellung "wird schon irgendwie funktionieren" ist man meiner Meinung nach auf dem Verliererpfad.
Wenn man über ein gewisses Maß an Grundwissen verfügt und alle Eventualitäten in Erwägung zieht, was geschehen könnte, wird auch ein respektables Resultat die Folge sein.
Ich nehme nicht an, daß sich Modellbauer, die oob bauen und sich kaum an die Bemalung derselben wagen, sich hinsetzen werden und einen Kompressor zusammenstoppeln. Denke ich zumindest.
Ich möchte auf jeden Fall Johannes beipflichten, daß Leute, die nicht über das Grundprinzip oder die Folgen bescheid wissen, die Finger von solchen Dingen lassen sollten.
Andererseits hat auch Hati nicht unrecht, und ein geübter, verantwortungbewußter Bastler bekommt das ohne Probleme hin.
Fairerweise möchte ich erwähnen, das ich - in meiner 23jährigen Zeit als Notarztsanitäter der Wiener Berufsrettung - mit allen Arten der menschlichen Dummheit konfrontiert wurde.
Ihr glaubt nicht, wie dumm manche Leute sein können.
Zum Anderen habe ich mir ein Auto selbst gebaut. Das Teil wurde abgenommen und zum Verkehr zugelassen. Obwohl mein erlernter Beruf Bürokaufmann war.
Also wenn jemand über genügend Verantwortungsbewußtsein verfügt - JA
Wenn man sich nicht sicher ist - FINGER WEG

liebe Grüsse
Günther
You never know where the edge is............`til you step over

27

Montag, 25. April 2011, 10:37

Da merkt man, wie Facebook-verseucht man denn schon ist. Denn ich habe gerade bei Günthers Beitrag den "gefällt mir" Button klicken wollen ^^

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28

Montag, 25. April 2011, 11:32

Hallo zusammen,

jetzt noch einmal ganz sachlich, mit dem Ziel ein bisschen die Grundlagen zum Verständnis im Umgang mit riskanten Technologien zu vermitteln:

Der Begriff "Risiko" ist das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und resultierendem Schaden.
Nochmals mit Verweis auf Fukushima: Die in Kernkraftwerken applizierten Entwicklungsprozesse zielen auf eine Sicherheit von zehn hoch minus zwölf (1x10E-12). Bedeutet: Ein Schaden nach 1000 Milliarden Betriebsstunden. Auch wenn dies verflixt selten vorkommt - dummerweise führt der Schadensfall zu immensen Auswirkungen. Und damit ist, wie wir jüngst lernen mussten, das Risiko doch nicht lapidar.

Übertragen auf das Thema Eigenbaukompressor:
Ein Fehler führt im besten Fall dazu, dass der Betreiber ordentlich einen "geschossen" bekommt. Im schlimmsten Fall endet der Fehler mit dem Tod, da es sich nunmal um Netzspannung handelt.
Schaue ich mir nun an, wie vielen Leuten im Forum ich per PN ein bisschen half, um eine kleine LED mit Vorwiderstand und einem Schalter nebst Batterie ans Laufen zu bekommen, so reden wir offensichtlich in der Breite nicht von versierten Elektrotechnikern. Durchdenke ich die erforderlichen Verdrahtungsarbeiten, so ist rasch klar, dass der Kompressorbauuer zunächst einmal den Kompressor vom Kühlschrank-Thermostaten trennen muss und anschließend zumindest eine Verdrahtung von Motor, evtl. Kondensator, Schalter und Anschlussleitung hinbekomen muss.
Überlege ich mir ferner, wer sich die Mühe macht um mit stundenlanger Bauteilsuche und Frickelei sich auf Basis eines Kühlschrankkompressors einen Airbrush-Kompressor aufzubauen, so ende ich zwangsläufig mit der Gruppe mittelloser Jugendlicher. Jeder mit einem halbwegs akzeptablem Einkommen wird sich solche Qualen nicht antun, sondern ein kostenoptimiertes Gerät aus industrieller Großserienfertigung erwerben, welches klein und leicht baut und spezifisch auf die Bedürfnisse des Modellbauers zugeschnitten ist.
Nimmt man diese Überlegungen zusammen, so wird klar, dass die vermutliche Interessengruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht über sonderlich viel Know How im Umgang mit Elektrik, geschweige denn Netzspannung verfügt.
Also: Hohe Wahrscheinlichkeit unzureichender Fachkompetenz mal ziemlich grauselige Fehlerauswirkungen gleich beträchtliches Risiko. Das ist nackte Logik in Verbindung mit stochastischen Bewertungen.
Ich wage mal zu vermuten, dass die Wenigsten selbst die absoluten Basics kennen, wie beispielsweise die Pflicht den Schutzleiteranschluss grundsätzlich länger auszuführen, so dass bei Kabelabriß die Erdverbindung am längsten Bestand hat.

Sicherlich gilt (siehe Günther) stets die Wichtigkeit der Eigenverantwortung.
Dummerweise gibt es aber auch eine Legislative, die zum Wohle der Gesellschaft bestimmte Dinge regelt und bei Vergehen gar unter Strafe stellt.
Kein Laie ist befugt ein Gassystem in Betrieb zu nehmen. Ich kann meine gesamte Hausinstallation selber tätigen - am Ende braucht es einen authorisierten Fachmann, der sie mir abnimmt. Dabei führt er unter anderem eine Druckprüfung durch.
Auch eine Elektroinstallation verlangt die formale Abnahme.

Mir geht es in keiner Weise darum den Einzelnen zu bevormunden. Ich denke es kam klar rüber, dass ich als Ratschlag aussprach sich der Risiken beim unqualifizierten Umgang mit Netzspannung und Drucksystemen im Klaren zu sein.
Was mir freilich Angst und Schrecken bereitet, sind Aussagen wie von Dir, Carsten: "Und im Zeitlalter der FI-Schalter hat auch die Netzspannung ihren Schrecken verloren."
Das ist zunächst einmal sachlich völlig falsch und in direkter Konsequenz der Appell eine lebensgefährliche Technologie maßlos zu unterschätzen.

Da mir nunmal das Wohl meiner Mitmenschen im Allgemeinen und das der Forenmitglieder hier im Speziellen am Herzen liegt, erlaube ich mich in sehr freundlicher Form auf Gefahr und Wirkung hinzuweisen.
Kommt man mir dann mit der Mischform geballlter Ahnungslosigkeit und ignoranter "lass sie doch machen"-Einstellung, dann erdreiste ich mich sogar einmal zu erwähnen, dass dies arg deplaziert ist.

Der Sinn eines Forums wie dem hiesigen ist nunmal auch der, Interessierten ein Erfahrungspotenzial weiterzugeben. Auf dass diese davon lernen und die Wiederholung möglicher Fehler vermeiden können.
Ganz bestimmt ist es nicht Zielsetzung, junge unerfahrene Menschen dazu zu motivieren sich in Feldern zu betätigen, in denen ihnen wie zuvor erläutert mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Schaden entstehen kann. Für so etwas gibts Jackass und Youtube - aber aus meiner Sicht nicht das Wettringer-Modellbauforum.

In genau der gleichen Weise wird in anderen Threads z. B. drauf hingewiesen, dass massives Inhalieren von Carbonstaub zu onkolischen Erkrankungen führen kann.
Ich selber bin noch immer dankbar, als mich im Alter von 16 Jahren der Schrottplatzbesitzer beim Ausbau von Frontfedern warnte, dass diese einen locker das Augenlicht kosten können und ich doch besser gescheite Federspanner verwenden solle. Zumindest ich bin recht froh, dass mir damals keiner sagte: "ach mal ruhig mal - das muss jeder selber wissen, was er sich zutraut".

Cheerio,
Johannes

hasi

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29

Montag, 25. April 2011, 15:48

Boah, hier fühlt sich ja jemand mächtig auf den Schlips getreten. Anders kann ich mir eine derartige Entgleisung nicht erklären.

(..)

Ich stehe weiterhin zu meinen Aussagen.


Du bist doch selbst schon lange hier im Forum, daher frage mich, wieso du diesen (sachlichen!) Thread hier als entgleisend empfindest, bei all dem Mist den wir über die Jahre hier schon erlebt haben! Und ma ehrlich, da war echt schon ein Haufen geistiger Abgrund dabei, gepaart mit niedrigstem Niveau!

Deine Aussagen macht dir jedenfalls keiner streitig, wie ich finde! Und Nasen ist doch nun auch kein Schimpfwort, sondern fast schon liebevoll anstupsend!?! :ok:

Ich persönlich bin jedenfalls felsenfest davon überzeugt, dass mein verfluchter Piepser mich nachts wesentlich weniger nerven würde, wenn so manch einer sich das, was Johannes hier schreibt mal gut durchlesen und zu Herzen nehmen würde, gleichzeitig ist es aber ein Fakt, dass ein "Bauplan" wie dieser auch ohne Verlinkung in einem Forum sowohl fähige Nachbauer finden wird (für die das gedacht ist!!!) als auch selbstüberschätzende Jungs und Mädels, die sich damit ins Nirvana befördern (könnten).

Aber wie gesagt, jeder so wie er möchte, ich betone da nochmals: Nur machen, wenn man auch was davon versteht, und zur Not halt machen lassen! Für eine Wasseraufbereitungsanlage in einem Afrikanischem Dorf würde man ja gerne noch heroisch sein Leben riskieren, aber nicht für einen Modellbaukompressor, oder?

Lirumlarumlöffelstiel

Cute and cuddly, boys!!!

30

Dienstag, 26. April 2011, 14:28

So, Dann geb ich auch noch meinen Senf dazu

Wer so ein Ding baut (spreche aus Erfahrung) braucht schon gewisse Erfahrung im Maschinenbau. Die Anschlüsse für die Luft druckdicht verlöten kann man nicht mit nem Lötkolben und etwas Bastlerlötzinn. Ein Überdruckventil sollte am Speicherkessel sein. Dazu muss in den Kessel ein Loch gebohrt werden und eine entsprechende Verschraubung geschweisst werden. Wer von euch hat denn ein MIG-MAG Schweißgerät mit dem passend legierten Draht? Oder gar ein WIG Schweißgerät? Dazu noch eine entsprechende Prüfung.

Was glaubt ihr macht eine Schraube welche mit 10 Bar abgefeuert wird? Da ist eine 9mm Pistolenkugel auch nicht schlimmer!

Ausserdem ist so ein Kühlschrankkompressor gar nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt so wie hier geschrieben wurde. Der Kühlschrankkompressor läuft meist nur wenige Minuten. Ausnahme istdann wenn der Schrank abgetaut wurde und neu kühlen muss. Macht ihr das täglich?



Was die elektrische Seite betifft so ist auch Vorsicht angesagt. Ein FI Schutzschalter schützt nicht wenn man einfach nur mal an die Phase kommt. Und wer mal von einen geladenen Startkondensator eine gefunkt bekommen hat der vergisst das meist nicht!

Gruss Holger
Es ist demütigend für die menschliche Vernunft , dass sie in ihrem reinen Gebrauch nichts ausrichtet, und sogar noch einer Disziplin bedarf, um ihre Ausschweifungen zu bändigen, und die Blendwerke, die ihr daherkommen, zu verhüten.

Immanuel Kant

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