Moin
Was für ein Bausatz ist das, von welcher Firma? Und das entscheidende: welcher Maßstab ist das?
Zum Thema Unterschiff als "Babypopo": auch wenn manche das wohl merkwürdig finden, aber das Unterschiff
mußte schon immer so glatt wie möglich sein, sonst hat man zuviel Strömungswiederstand. Das Unterschiff wurde
im 16. Jh. oft mit Dark Stuff oder White Stuff angestrichen, eine Art Anti-Fouling, wenn auch nicht allzu wirksam
(obwohl White Stuff aus Bleiweiß besteht, ultragiftig, nich gut für die armen Bohrwürmer!). Und dann sah das Zeug ("Stuff")
trotzdem immer schmutzig aus, schließlich war das nur um den Schiffsbauch zu schützen.
Der Bewuchs, der nicht zu verhindnern war, mußte regelmäßig abgeschabt oder abgebrannt werden, wenn man das Schiff auf die Seite legt.
Das war auch ein Grund warum diese Schiffe so langsam waren ...
Also kann man in einem Maßstabsmodell ruhig Spachtelzeug nehmen und glattschleifen und anmalen, das sieht dann etwa genau so aus.
Die Planken waren in der Tat nie so lang wie das Schiff, und je mehr sie gebogen werden mußten (dazu wurden sie gekocht!)
umso kürzer mußten sie sein. Doch, das waren Riesennägel die man damals benutzt hat! Heute nimmt man Riesenschrauben dazu,
wenn man eine Replika baut. Dazu hab ich eine DVD von der Götheborg, wo der Bau beschrieben wird.
Und die Nägel wurden so weit versekt, daß man sie mit Holz-"Stöpseln" versiegelt hat. Und darüber kam dann irgendeine Farbe,
um das Holz zu schützen. Die verwittert schnell, und so wird an Bord sehr viel "gemalen"
Hilft das?