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4 411

Samstag, 3. April 2021, 15:07

DAnke Peter :-)

Gebranntes Kind und Feuer, also weiterhin brav probepassen ...



Jetzt mit allen Teilen, also auch Ätzstützen für die Absturzsicherung.



Danach mit Papierstreifen Mitte und linke und rechte Kante bestimmen ...



... Teile altern und das Süll einkleben.



Merken, das die Treppe wegen des Falzes nicht mehr von oben durch passt und sie deswegen mittels Faden von unten hochgezogen werden muss ...



... Klappen eingesetzt ...



... Faden mit chirurgischer Präzision gezogen und pfertsch die offene Version :-)



Danach die Klappen geschlossen, die Stützen entnommen und die Spillspaken eingesetzt.



Hier das Ganze dann endlich mal wieder mit dem Maßstabs-Ü-Ei.



Und in der Übersicht :-)



Frohe Ostern, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

4 412

Samstag, 3. April 2021, 18:06

Verschließbare Klappen .. entnehmbare Stützen ... in DEM Maßstab ! Highlight des Tages
Aber zu Ostern nur ein Überraschungs-Ei ... das geht ja gar nicht ... will bunt ! ... und nen Hasen mit Glöckchen ! gerne auch biped ...
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

4 413

Samstag, 3. April 2021, 19:21

Schließe mich an! Wahnsinnig beeindruckende Detailfülle. Wenn’s fertig ist, müsste so ein Werk eigentlich der Allgemeinheit in einem Museum zur Verfügung gestellt werden :D .

4 414

Mittwoch, 7. April 2021, 18:13

Moin Daniel! Mein Anliegen liegt in deinem BB zwar schon 26 Seiten zurück. Aber magst du mir vielleicht mitteilen, welchen Werkstoff du mit Poly meinst, den du als Abstandshalter für deine Nietenrollerkonstruktion genutzt hast?

4 415

Mittwoch, 7. April 2021, 20:07

Polysterol :-)

Auch als ABS im Handel, oder sonst jedes Material in der richtigen Dicke.

Herzlicher Gruß, DAniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



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4 416

Mittwoch, 14. April 2021, 15:26

Mal wieder die typische dafinistische Baustellenverlagerung. Da ich weiß, dass ich den Heckspiegel nochmals benötige, hab ich mich auch da an ein Thema gewagt, dass ich bei der Schaffung des letzten nur durch geschickte Farbgebung lösen konnte.

Doch der Reihe nach. Hier die Teile des Bausatzes, so wie sie aus ihrem Karton gefallen sind.



Zuerst der beherzte Schnitt um den unteren Teil abzutrennen, die erleichtert später die Montage immens.



Dann die Namenskartusche rausgefeilt und mit passendem Schleifklötzchen geebnet. Die Plankenstruktur ging dabei auch den Weg in den Plankenstrukturhimmel.



Danach einen Schnitt zwischen den Profilen oberhalb der Pilaster ...



... und einen unterhalb.



Dann mit dem Stechbeitel die alten Pilaster entsorgt.



Danach noch die obere Abschlussleiste seitlich ...



... und von unten so tief eingeschnitten, dass sie am Stück rauskam.



Und alles noch gut mit den kleinen Feilen und den passenden Schleifklötzchen geglättet :-)



Und dann *tata-tusch* die neuen Pilaster aus dem Hut gezaubert :-)







Und eingesetzt.



Passt :-)



Auch die Seitengalerien hab ich neu pilastert. Hier der Vergleich mit den Originalen des Bausatzes.







Und die Teile sind so fein, dass ich erst im Supermakro gesehen habe, dass den Pilatstern während der ersten Anpassung ihre Voluten etwas nach oben gerutscht sind, bzw. die oberen Voluten beim Einkürzen nicht mit runtergewandert sind ...





Also nochmals an den Rechner, bei allen 6 Teilen Voluten schieben und neu drucken ...

So als kleines Schmankerl noch folgendes Bild. Ich wollte wissen, ob sich dieses Resin wie das Gussresin unter Wärme formen lässt. Und ich war überrascht, kurz in heißes Wasser getaucht und man kann in die Pilasterleiter fast nen Knoten reinmachen. Ehrlich – ich schwör!



Hintergrund zu der Aktion ist auch, dass die Bausatzteile langsam in die Jahre kommen und im Bereich der Pilaster einige Sinkstellen habe, die nur sehr schwer auszubügeln sind. Aber zugegeben, schicker aussehen tut es auch. Ich freue mich schon auf die Bemalung.

So soll´s dann werden.



Ok, und Drucker läuft bereits, aktuelle Bilder demnächst.

XXXDAn
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



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4 417

Mittwoch, 14. April 2021, 15:56

Moin,

da gab es mal eine Weinbrand-Werbung im TV: Riesig werden die Unterschiede nicht sein, aber fein!

Awesome! :love: :love:

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

4 418

Mittwoch, 14. April 2021, 20:27

Wie beim echten Schiff.
Ständige Ausbesserungs- und Renovierungsarbeiten.

Immer den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
gerecht werdend.

"Alles, was ein Mensch sich heute vorstellen kann, werden andere Menschen einst verwirklichen." - Jules Verne


Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

4 419

Freitag, 16. April 2021, 12:25

Ich hab gar nicht richtig mitbekommen, dass du jetzt 3-D-druckst. Ließen sich die Pilaster auch für das kleinere Airfixmodell produzieren? Ich könnte mir da eine noch größere Aufwertung der entsprechenden Bauteile vorstellen.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

4 420

Freitag, 16. April 2021, 12:27

Muss man mal prüfen, könnte aber gehen :-)

Evtl muss man ein bisschen vermitteln.

XXXDAn
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4 421

Dienstag, 11. Mai 2021, 17:27

Hat natürlich in den Fingern gekitzelt und war schon überfällig, aber endlich konnte ich etwas Farbe an die Pilaster klatschen :-)

Erst etwas Ocker, dann ein bisschen stark verdünnte Tusche für die Tiefen und finalemente etwas Weiß drübergebrushed für die Höhen, Und dann das Ganze auf schwarzen Grund - oh wie geil :-)







Das ist der zu vergleichende Bereich.

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4 422

Dienstag, 18. Mai 2021, 21:18

Die Tage hab ich mal wieder einige Geschütze gebastelt, 2 horizontale, zwei gezurrte und einmal mit Ätzteilen unbemalt und eine alte bemalt aber ohne Ätzies.



Dann kamen einige Schiffszimmermänner vorbei und haben ein Behelfsdeck im Bereich des hinteren Spiulls eingebaut. Die Kalfatererer kamen auch gleich und ham ne Riesensauerei gemacht, mit ihrem Werg und Teer ...



Die Flüche der Seeleute, die das Deck wieder freischruppen durften erspare ich euch, die waren fürchterlich, aber danach sah das Ganze wieder passabel aus.



Hier der von den Spillspaken überdeckte Bereich.





Und hier kommen die Geschütze ins Spiel: Die sind in ihrer Normalposition den Spaken halt einfach im Weg. Doch längs an der Bordwand sieht das schon viel spillbenutzerfreundlicher aus.

Hier in der verzurrten Position mit oben stehender Mündung ohne Stuhl und Richtkeil.



Hier mit dem Rohr in der Horizontalen, Stuhl und Richtkeil eingesetzt.



Und hier zur Kontrolle: Auch in ausgeranntem Zustand reicht es nicht für einen anständigen Spakenradius.



Es bleibt spannend :-)

XXXDAn
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4 423

Mittwoch, 19. Mai 2021, 01:34

Dann kamen einige Schiffszimmermänner vorbei und haben ein Behelfsdeck im Bereich des hinteren Spiulls eingebaut. Die Kalfatererer kamen auch gleich und ham ne Riesensauerei gemacht, mit ihrem Werg und Teer ...


Tolle Arbeit dafi!
Womit wurde gekalfatert?

4 424

Mittwoch, 19. Mai 2021, 01:40

Und wenn wir gleich schonmal dabei sind, auch bei dir mal die Frage, obgleich die Gefahr besteht dass bereits gefragt wurde:

Womit fotografierst du? Welche Blende, Hersteller etc.?

Viele Grüße,
Chris

4 425

Mittwoch, 19. Mai 2021, 09:39

Dann kamen einige Schiffszimmermänner vorbei und haben ein Behelfsdeck im Bereich des hinteren Spiulls eingebaut. Die Kalfatererer kamen auch gleich und ham ne Riesensauerei gemacht, mit ihrem Werg und Teer ...


Tolle Arbeit dafi!
Womit wurde gekalfatert?


Danke, schau mal die Beiträge um den 26.03.2011 an :-)

Kamera ist eine Canon 5D mit verschiedenen Objektiven und Zwischenringen, je nach Bedarf. Und manchmal ein iPhone.

Lieber Gruß, XXXDAn
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4 426

Mittwoch, 19. Mai 2021, 21:48

Schön detailreich bei dir alles und absolut akkurat verarbeitet. Jeder kleine Fleck wird genutzt. Ist ja fast ein Platzmanagment wie auf einem UBoot erforderlich ;)

PS: Die kräftigen Farben deiner Heckgalerie und der Kontrast von ockerfarbenen Pilastern auf schwarzem Hintergrund sind ein richtiger Augenschmaus :respekt:

4 427

Mittwoch, 19. Mai 2021, 21:55

Danke, yupp der Vergleich U-Boot ist recht passend. Da mussten auf engstem Raum Zeugs für 800+ Männer fü mehrere Monate gestaut werden. Trinken, Essen, Waffen und Gebrauchsgüter ...

XXXDAn
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4 428

Mittwoch, 19. Mai 2021, 22:29

Ich sehe an dem Tag so einen seltsamen halbrunden Ausschnitt. Sollte das ein Hinweis auf ein Konzept späterer Ein- oder Durchsicht sein?
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

4 429

Donnerstag, 20. Mai 2021, 08:30

pssssssssssst! Biste wohl stille ;-)

XXXDAn
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4 430

Montag, 24. Mai 2021, 16:13

Wenn man das Originalmodell vor Augen hat wird einem erst klar wieviel superfeine Detailarbeit in jedem der Geschütze steckt !

------

Weiß nicht ob es paßt ... anläßlich der langen Spaken und des knappen Bewegungsraumes um die Kanonen mußte ich sofort wieder dran denken.
Bei kleineren Kapstans mit relativ kurzen Spaken kann das Holz noch relativ gut mit den auftretenden Kräften fertig werden .

Was aber passiert bei diesen sehr langen Spaken, die ja aus Gewichts- und damit Beweglichkeitsgründen nicht übermäßig dick werden dürfen ... dann aber aufgrund ihrer Länge bei den auftretenden Kräften brechen könnten ?

In diesem Zusammenhang hatte ich schon vor Jahren im RMG diese Darstellung gefunden, die laut Bildbeschreibung zu Schulungszwecken erstellt worden sein könnte, auf ca. 1790 datiert wird und somit hinsichtlich der Epoche paßt:



https://collections.rmg.co.uk/collection…cts/154967.html

( Abgesehen von der leicht naiven Malerei ) zeigt insbesondere die Darstellung des Kapstans mit den an den Spitzen verbundenen Spaken eine sehr effektive Möglichkeit diesen möglichen Bruch wirksam zu vermeiden, weil sich durch die Verbindung die Spaken so gar nicht weit biegen können ... sinngemäß ähnlich ja auch an Windmühlen, Wasserrädern und ähnlichen Konstrukten verwendet.

Interessant die hohe Anzahl an Menschen, die für diese Aufgabe erforderlich waren ... alleine rund ums Kapstan zwischen 80 und 90 ... um das Ankerkabel aufzuwickeln weitere 50 ... rund um die anderen Tätigkeiten vermutlich nochmals dieselbe Menge ... ein bemerkenswert hoher Anteil der Schiffsbesatzung !
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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4 431

Montag, 24. Mai 2021, 16:53

( Abgesehen von der leicht naiven Malerei ) zeigt insbesondere die Darstellung des Kapstans mit den an den Spitzen verbundenen Spaken eine sehr effektive Möglichkeit diesen möglichen Bruch wirksam zu vermeiden, weil sich durch die Verbindung die Spaken so gar nicht weit biegen können ... sinngemäß ähnlich ja auch an Windmühlen, Wasserrädern und ähnlichen Konstrukten verwendet.

Interessant die hohe Anzahl an Menschen, die für diese Aufgabe erforderlich waren ... alleine rund ums Kapstan zwischen 80 und 90 ... um das Ankerkabel aufzuwickeln weitere 50 ... rund um die anderen Tätigkeiten vermutlich nochmals dieselbe Menge ... ein bemerkenswert hoher Anteil der Schiffsbesatzung !



Das war tatsächlich was, was ich auch lange bemerkenswert fand, bis ich selber mit der Seefahrt angefangen habe. Heute hat man, bspw. bei den Festmachern, natürlich Winden. Aber diese Festmacher müssen erstmal ordentlich an Deck aufgeschossen werden. Und die modernen Festmacherleinen sind ja dank moderner Kunstfasertechnologie nur einen Bruchteil so dick wie die damaligen. [geschweige dass ein Ankerkabel gegenüber nem Festmacher an sich aufgrund der Beanspruchung nochmal um einiges dicker ist.] Aber selbst diese modernen, "dünnen" (immer noch armdick) Leinen sind so dermassen schwer durch dass Wasser was sie aufsaugen, dass wenn du direkt morgens um 0800 bspw. auf der Back beim Ablegen warst, du direkt erstmal dich komplett umziehen konntest und deine Klamotten komplett auswringen konntest. Und wie gesagt: Heute kann man mit Winden eine Grossteil der Arbeit erledigen.

Aber diese Zeichnung ist extrem interessant. Vorallem diese Leinen um die Spaken.

Viele Grüsse,
Chris

4 432

Montag, 24. Mai 2021, 17:52

Hallo Dafi
Nach langem erfurchtsvollem betrachten deines Bauberichts(ich denke da gibt es weltweit nichts vergleichbares), traue ich mich erststmals auch hier etwas zu posten
:respekt: hoch :respekt:hoch :respekt: und auch eine Frage zu den Pilastern zu stellen
Du beschreibtst dass die weissen Tiefeneffekte / Alterungen mit der Brush gemacht wurden. Wie kann das gehen ohne zu zaubern, die kleinen Flecken und Kanten sind so fragil. dass ichs einfach nicht kapiere wie?
Liebe Grüße
Robert

4 433

Dienstag, 1. Juni 2021, 17:07

Hallo rosinini, zeige ich in Kürze gerne noch mal eingehender. Ein weicher Pinsel macht da nicht viel kaputt, Die Tinte für die Tiefe wird ja mit viel Wasser aufgetragen und zieht sich in die Kanten, und das weiße Trockenmalen/brushen wird ja auch ohne Druck gemacht. Und die Teile sind sowieso angenehm Kantenstabil :-)

Lieber Gruß, schön dass du dich getraut hast, Daniel
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4 434

Dienstag, 1. Juni 2021, 17:34

Danke für das Bild Markus. In diesem Bild ist noch viel mehr zu entdecken. Ich hatte es auch schon früher mal vorgestellt, als ich mich über die Längenangaben zu den Spaken in der modernen Literatur gewundert habe. Der oder das Swifter (?) ist eigentlich gut bekannt, unbekannter sind die Rollen unter den Deckenbalken zum zurückführen des Kablaars. Findet sich ja auch in meinem Schiffchen wieder. Plastik: To HMS Victory (Heller) and beyond

Auch die Frage wie viele Mann dort eigentlich hinpassen hat es beantwortet, denn in der modernen Literatur stehen da viel mehr, was aber etwas Probleme gibt. Insofern half das Bild, sich da ranzutasten. Plastik: To HMS Victory (Heller) and beyond

Die Spaken selber sind aber schon sehr solide und gar nicht Leichtbau, es waren ja genug Mann da, die sie bewegen konnten. Und das Swifter kann hier sowieso nur unterstützen. Wenn alles an diesem seidenen Faden hinge wäre es wahrscheinlich im wahrsten Sinne tödlich ...

Ich denke mal, die Abläufe waren schon gut durchdacht und allgemein verbreitet, aber wie Vieles eben nicht schriftlich als Verfahrensanweisung niedergelegt. Einiges erschließt sich aus Begleitinfos. So wurden die Ankerkabel immer auf der der im Einsatz verwendeten Ankerklüse gegenüberliegenden Schiffsseite gestaut, einfach weil sie so steif und störrisch waren und sonst nicht um die Ecke nach unten kamen. Deswegen die enorme Menge an Männern, die das nasse steife Kabel möglichst platzsparend bunkern mussten. ein Höllenjob, nass, kalt und dunkel da unten. Vom olfaktorischen mal ganz zu schweigen ...

Zurück ins Mitteldeck. Wenn man das Ganze einmal bemannt anschaut zeigt sich gleich, wie eng es innen und außen zugeht.





Von oben gesehen wird klar, dass hier auch das von manchen vermutete Wegtauchen unter dem Swifter und zurücklaufen etwas schwierig wird und die anderen schnell aus dem Rhythmus bringen könnte. Wenn während des Spakensteckens der Rest der Crew die Geschütze umhebelt - es müssen ja die Leute auch beschäftigt bleiben -, ist ein flüssiger Arbeitsablauf beim Drehen garantiert. Ich spreche hier nicht von Arbeitssicherheit sondern von einem reibungslosen (Dreh-)Ablauf :-)



Der Swifter wurde durch eine Kerbe am Ende der Spaken geführt. ob da nur je ein Knoten davor oder danach befand oder ob er zum Beispiel durch einen halben Schlag gesichert war finde ich auch noch raus.

Interessant auch in der flachen Einstellung. Über die Geschütze hüpfen war da auch nicht drin, der Deckenbalken war nur wenige Zentimeter über den Köpfen, und die äußeren Seeleute müssen wahrscheinlich sowieso mit den hängenden Knien aufpassen müssen ...





Es bleibt spannend :-)

XXXDAn
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4 435

Dienstag, 1. Juni 2021, 17:51

PS, kleiner Nachtrag, hier sieht man es schön was ich meine, bei 0:15 - Bei Decksbalken würde man dann ein rhythmisches "Klock" hören, wenn hartes Holz (Seemannsdickschädel) auf hartes Holz (Decksbalken) stößt ...

https://www.britishpathe.com/video/jill-afloat

Einfach herrlich zu sehen.

Und für die Marineoffiziere in den Booten endlich mal ne Möglichkeit, ungestraft unter Röcke schauen zu dürfen, wenn die Mädels da oben so auf der Spiere ...

XXXDAn
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4 436

Sonntag, 6. Juni 2021, 21:57

Wow, was für eine Fülle weiterer Infos Du aus diesem Bild noch rausgezogen hast. Da merkt man erst wie tief Du in der Materie steckst.

Gleich wieder wunderbar und sehr überzeugend im Modell umgesetzt ... so in der dritten Dimension merkt man erst wie eng das gewesen sein muß.
Das konnte die alte Graphik gar nicht vermitteln.

Bis zu der historischen Graphik dachte ich, das das mit dem umlaufenden Tau eine Anwendung des 18. oder 19. Jahrhunderts bei großen Kapstans gewesen sei.
Im Gegensatz zu Dir war mir das in der Form neu.
Das nachfolgende Photo der Royal Navy beweist auch seine Existenz/Anwendung im 20. Jahrhundert.


https://www.howitworksdaily.com/nautical-capstans-explained/

Auch über dem großen Teich ist diese Technik bei der USS Constitution auch noch im 20. Jahrhundert dokumentiert.
Ein Stück weit Klettern ist da aber schon angesagt.


https://www.pinterest.de/pin/539165386608988621/

Im obigen Bild schuften die noch kräftig ... hier ist es wohl mehr Show ...


https://www.digitalcommonwealth.org/sear…ealth:5q47rs78f
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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4 437

Montag, 7. Juni 2021, 08:01

Im obigen Bild schuften die noch kräftig ... hier ist es wohl mehr Show ...


Wahrscheinlich beides Show, auch oben kein Seil um die Trommel :-)

XXXDAn
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4 438

Montag, 7. Juni 2021, 08:55

Seil ? Trommel ? ... Deck ? :nixweis:
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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