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61

Freitag, 6. März 2026, 21:40

Hallo Freunde,

heute legen wir los und beginnen damit, mit Figuren zu arbeiten. Ein großes Thema! Eigentlich war es der Hauptgrund, mit diesem Projekt zu starten, um die Skulpturen zu schaffen.

Heute ist nur ein einfacher, jedoch prinzipieller Schritt. Die Kolonnen zwischen Balkon 1 und 2.

Zunächst einige allgemeine Überlegungen.

Tony Devroude äußert in seinem Artikel die Meinung, dass LeBrun die Form der Kolonnen nicht zufällig gewählt hat. Er weist auf andere Werke von Le Brun hin, die ähnliche Elemente enthalten. Angeblich gab es einen Tisch von Le Brun mit einem ähnlich aussehenden Gestell.
Der kleine Ludwig XIV. hat es oft gesehen und diese Elemente müssten positive Erinnerungen an die Kindheit ansprechen. Ich habe eine Darstellung gefunden, die aber eigentlich etwas später entstanden ist und nur ein Nachbau des Originals sein sollte. Der Artikel ist hier zu sehen.



Meiner ingenieurischen Meinung nach dient die besondere Form der Kolonnen einem technischen Zweck. Sie dient dazu, die komplexe Verschiebung der Verbindungspunkte geschickt zu kaschieren.
Und das alles mit Beibehaltung der charakteristischen Linien.



Eine detaillierte Darstellung ist hier zu sehen.




Ich habe acht verschiedene Knabengesichter mit originalem Haarschnitt vorbereitet. Mit den Haaren hat es gedauert, bis ich etwas Ähnliches erreicht habe.




Ein direkter Vergleich mit Zeichnungen von Le Brun wird immer allgemeiner und zeigt eher die Ähnlichkeiten als eine exakte Übereinstimmung.




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62

Freitag, 6. März 2026, 23:08

Ein direkter Vergleich mit Zeichnungen von Le Brun wird immer allgemeiner und zeigt eher die Ähnlichkeiten als eine exakte Übereinstimmung.

Trotzdem wieder absolut genial :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Einfach mal machen! Könnte ja gut werden.


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63

Samstag, 7. März 2026, 13:07

@AlexTD
Modellierst Du mit der von dir angesprochenen 3D Brille?
Und wenn ja, welches Modell verwendest Du?
Grüsse von Harald

64

Sonntag, 8. März 2026, 11:11

Hallo Matthias, danke sehr! Es ist einfach so. Ich wurde bei der Gestaltung von Skulpturen immer freier. Das werden wir bald sehen! :wink:

Hallo Harald, ich nutze Pico 4 mit Kabelverbindung, das funktioniert für meine Zwecke ausreichend gut.
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65

Dienstag, 10. März 2026, 16:33

Hallo Freunde,
ich bin leicht angeschlagen (Grippe), weshalb ich das Thema „Figuren” in kleinere Abschnitte unterteilen werde.

Heute geht es über die Menschliche Figur selbst.Wenn ich mir am Anfang dieses Projekts über die besonderen Schwierigkeiten Gedanken gemacht habe, dann dachte ich vor allem an Figuren. Eine realistische Figur zu skulpturieren, ist eine besonders schwere Aufgabe. Zumindest denke ich das. Da muss man es wirklich studiert haben. Diese Videos im Internet, in denen von Grund auf eine Figur erstellt wird, fand ich immer toll und beeindruckend. Von einem Schiffsmodellbauer kann man nicht erwarten, dass er so etwas beherrscht. Es sei denn, er ist ein studierter Künstler oder Bildhauer-Naturtalent. Ich bin weder das eine noch das andere, deswegen habe ich auf Technologieentwicklung gesetzt.

Zufällig habe ich ein Programm namens „Poser” entdeckt. Damit kann man menschliche Figuren in verschiedene Posen positionieren. Anwendung: Werbung, Gaming usw. Es gibt zahlreiche mathematische Modelle für Körper, Haare und Kleidung. Aktuell ist dieses Programm unter dem Namen „DAZ Studio” bekannt. Es ist kostenlos und steht allen zur Verfügung!

Alles ist an die existierenden Modelle in diesem Programm anpassbar. Hier ist die Figur von Dauphin selbst als Beispiel.

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66

Donnerstag, 12. März 2026, 20:49

Es gab jedoch eine weitere Schwierigkeit. Stoff. Oder, wie es richtig zu bezeichnen ist, die Drapierung. Am Anfang habe ich das nicht bedacht und gedacht, es könnte nicht zu schwer sein. Voller Irrtum! Es ist noch schwieriger als die Figur selbst. Das Problem ist, dass wir Stoffe jeden Tag oft sehen und eine natürliche Erkennungsfähigkeit dafür besitzen, ob etwas „natürlich” aussieht oder „stimmt was nicht”.


Natürlich habe ich Fachbücher angeschaut und versucht, es nachzumachen. Ich glaube, das war mein erster Versuch. Tja, es könnte nur besser werden. Alles war kurz vor dem Scheitern.

Nach einigem Hin und Her, vor allem zahlreichen Übungsvideos auf YouTube, habe ich folgende Vorgehensweise angewendet. Ich habe eine Modellierpuppe gekauft. Eine ganz große, etwa 60 cm groß. Ich habe verschiedene Stoffe besorgt und sie in die gewünschte Form gewickelt. So arbeiten echte Bildhauer mit lebenden Modellen oder Übungsobjekten.



Und dann noch ein kleiner Schritt: Ich habe sie in 3D gescannt.

Die Verbindung von Figur und Stoff-Scan ist eine technische Sache. Es ging erstaunlich leicht.




PS. Mir ist aufgefallen, dass die Falten auf den Bildern leicht unterschiedlich sind. Das liegt daran, dass ich mehrere Versuche durchgeführt habe und die passenden Bilder nicht mehr zusammenfinde. Das heißt, es geht darum, ein Prinzip zu demonstrieren. Die genaue Technik könnte man sich bei Skulpturgruppen anschauen.
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67

Donnerstag, 12. März 2026, 21:50

Sehr geil!

XXXDAn
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

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Realname: Matthias

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68

Donnerstag, 12. März 2026, 23:51


Hammer :sabber:

das Einzige wo ich eine kleine Anmerkung wage: Dein Dauphin könnte im Vergleich zum Original noch das eine oder andere "Fettpölsterchen" mehr vertragen, was eher den üblichen Darstellungen von damals entspricht.

Einfach mal machen! Könnte ja gut werden.


Fertig:
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Im Bau:
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69

Montag, 16. März 2026, 07:38

Ich finde nicht nur das Projekt an sich faszinierend, sondern auch jeden einzelnen Schritte, mit dem du traditionelle Techniken der Kunst und des Modellbaus in die Welt digitaler Gestaltung überführst. Die Arbeit mit Künstlerpuppen und Stoff ist geradezu bezaubernd!
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

70

Montag, 16. März 2026, 09:40

Moin!

Ich kann Schmidt nur zustimmen.

Mann sieht ja jetzt auch immer öfter Holz-Baukästen von Segelschiffen wo 3D gedruckte Galionsfiguren u.a. Dekoration beiliegen. Das wertet die Modelle ungemein auf.

71

Montag, 16. März 2026, 14:56

Danke für euer Interesse und die lobenden Worte!


Herr Schmidt hat es richtig erkannt. Digitalisierung ist der Schlüssel. Sie ermöglicht es uns, Dinge zu realisieren, die früher nur absolute Fachleute konnten.


Damit die Drapierung ähnlich wie im Original aussieht, habe ich drei verschiedene „Abschnitte” vorbereitet. Bei genauer Betrachtung sind die Teile an der linken Hand, auf dem Schoß und auf der rechten Seite erkennbar. Die Verbindung ist durch Skulpting entstanden.



Ich finde einfach nie die passenden Bilder! Während der Vorbereitung lief ich die ganze Zeit herum und korrigierte die einzelnen Falten. Es ist möglich, dass ich die finalen Versionen nicht abfotografiert habe. Bitte versucht nicht exakte Übereinstimmung zu finden. Dass sind nur Demonstratoren.


Interessant ist, dass ich den Wappenmantel ohne Scan-Digitalisierung, quasi per Hand, modelliert habe. Ich habe es zuerst so versucht, um den Modellierungsaufwand zu schätzen.


Die Version der Eckknoten ist schon veraltet und kann außer Acht gelassen werden. Das habe ich im Programm Gravity Sketch gemacht.


Auch die Positionierung für das gesamte Figurenprogramm habe ich dort vorgenommen. Das Programm richtet sich an die Automobilindustrie und verfügt über anpassbare Menschenfiguren.
das Einzige wo ich eine kleine Anmerkung wage: Dein Dauphin könnte im Vergleich zum Original noch das eine oder andere "Fettpölsterchen" mehr vertragen, was eher den üblichen Darstellungen von damals entspricht.
@Leimprinz: Leider war es am Anfang nicht so einfach. Die Kenntnisse kommen nach und nach. Ich wollte unbedingt, dass es allgemein klappt, und habe solche „Kleinigkeiten” ignoriert. Falls es beim gedruckten Modell auffällig wird, werden wir es nacharbeiten. Danke, Matthias!
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72

Donnerstag, 26. März 2026, 22:21

Hallo Freunde,

heute möchte ich euch kurz die Ergebnisse der letzten paar Wochen zeigen. Das Projekt entwickelt sich in verschiedene Richtungen. Eine davon ist die Vorbereitung eines Testausschnitts. Ich brauche ihn, um diverse Erfahrungen zu sammeln. Dazu gehören der Umgang mit dem neuen Drucker, die Auswahl des passenden Resins, die Zerteilung und die Verbindungen der einzelnen Teile usw. Um einen Eindruck zu bekommen, hier ein paar Bilder des Ausschnitts:







Die Zerteilung in Einzelelemente ist keine triviale Frage. Wie schon besprochen, müssen die Verbindungslinien kaschiert oder nachbearbeitet werden. Das ist die erste Variante der Zerteilung, die nicht so gut funktioniert hat. Deswegen habe ich einige Teile schon in Variante 2 dazu gedruckt.




Traditionell folgt zum Schluss ein Vergleich mit der Zeichnung von Le Brun, diesmal so, wie es für das Modell vorgesehen ist.

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Realname: Johann

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73

Freitag, 27. März 2026, 10:28

Was du hier zeigst, Alexander,
ist in jeder Hinsicht beeindruckend. Man sieht sehr deutlich, dass das digitale Modellieren dieser Ornamente weit mehr ist als reine Technik. Es verlangt ein künstlerisches Verständnis, das in gewisser Hinsicht dem klassischen Bildhauerhandwerk ähnelt. Der Begriff ‚Kunst‘ wird sich in Zukunft ohnehin stärker auf die digitale Welt ausdehnen – und Arbeiten wie diese zeigen sehr schön, warum.
Trotzdem bleibt für mich klar: Wenn man ein Modellsegelschiff aus traditionellen Materialien baut, ist das handwerkliche Schaffen durch nichts zu ersetzen – das Haptische, der Duft von Holz, das Takeln und der Umgang mit Tauwerk. Eine Takelage zu drucken wird wohl auch künftig kaum möglich sein.
Gerade dieser Kontrast macht die Verbindung beider Welten so spannend.

74

Freitag, 27. März 2026, 12:27

Hallo Johann,

danke für die Äußerung deiner Gedanken. Du hast bei mir eine Lawine eigener Überlegungen ausgelöst. Modellbau ist eine Tätigkeit bzw. ein Hobby mit sehr vielen Facetten. Vor allem trifft es den Schiffsmodellbau, weil solche Objekte auch im echten Leben ähnliche Charakteristika haben. Da sind wir uns bestimmt alle grundsätzlich einig. Ich möchte mich aber nur zu zwei der von dir angesprochenen wesentlichen Aspekte äußern.

Der von dir angesprochene künstlerische Teil wird meiner Meinung nach durch technologische Entwicklung zugänglicher werden. Dadurch wird er hoffentlich öfter zu sehen sein. Und da bin ich mit dir komplett einverstanden. Aber die Anzahl der Interessenten an diesem besonderen Teil der klassischen Bildhauerei bzw. Malerei bei der Schiffsmodellierung wird sich, denke ich, nicht großartig ändern.

Ein anderer Aspekt, den du angesprochen hast, war für mich immer total heilig: die Technik (Konstruktionselemente, Steuerungssysteme usw.). Das Extrem an dieser Stelle ist, was du machst (in Bezug auf die Takelage definitiv): möglichst identisch nachbauen. Mein Beitrag bzw. Testversuch war an dieser Stelle „Le Requin”. Aber es war nichts anderes als eine Beschleunigung der Realisierung und Verlagerung der Schwerpunkte. Meiner Meinung nach wird der 3D-Druck Holzkonstruktionen nie ersetzen können und auf jeden Fall nicht die Takelagearbeiten verändern.

In diesem Sinne werde ich die aktuelle Situation, die durch die fortschreitende Digitalisierung geprägt ist, eher nicht als Kontrast, sondern als Erweiterung in der Modellbauwelt bezeichnen. Neue Werkzeuge bieten neue Möglichkeiten, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Meiner Meinung nach wird es im Schiffsmodellbau erst einmal keine revolutionäre oder prinzipielle Veränderung geben. Der Modellbauer als Mensch verändert sich dadurch nämlich gar nicht. Das ist aber schon eher eine philosophische Diskussion.
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75

Samstag, 28. März 2026, 15:33

Ich könnte mir vorstellen, dass in unserem Metier, dem Schiffsmodellbau, der Umstand, dass wir „dasselbe“ Material verwenden wie die Erbauer der Vorbilder, zu einer besonderen Verbindung zwischen Mensch und Gegenstand geführt hat. Man spürt ja oft eine regelrechte Verehrung bestimmter Holzarten und einen beinahe ritualisierten Umgang damit. Alte Holzmodelle wie das der Prince in London oder der Soleil Royal in Paris werden wie Schmuckstücke oder Kunstwerke angesehen und geradezu als eine bloß verkleinerte Erscheinungsform des Originals betrachtet.
Man wird verstehen, dass ich das, seitdem ich überwiegend mit Kunstharz und Polystyrol arbeite, etwas leidenschaftsloser sehe. Ich generiere ein Bild des Originals, die Qualität der Mittel bewerte ich danach, welche Ähnlichkeit sie herstellen lassen, nicht ob sie materialiter identisch sind. Wenn ein Maler Blut malen will, nimmt er dazu nicht Blut, sondern rote Farbe, die womöglich aus toten Läusen gewonnen wird.
Natürlich geht es mir auch so, dass ich angesichts dieser Nachbildung von Originalvorbildern in der digitalen Welt so etwas denke wie: Wo bleibt denn da das Handwerk? Aber letzten Endes denke ich solche technischen Veränderungen vom Ergebnis her. Alex ist offenbar drauf und dran, eine dreidimensionale Nachbildung der DR zu schaffen, wie es sie bislang noch nicht gegeben hat und wie sie ohne die digitale Technik womöglich gar nicht zu erstellen wäre, erst recht nicht in reproduzierbare Form. Ich bin weiterhin sehr gespannt auf die Fortschritte hier!
Schmidt
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Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

76

Samstag, 28. März 2026, 21:35

Vor knapp zehn Jahren habe ich eine Diskussion in einem anderen Forum geführt. Damals war ich ein ambitionierter Darsteller der klassischen Modellbauweise mit Holz und Lack, der auf totale Detailtreue achtete. Mein Gegner war ein berühmter Modellbauer mit professionellem künstlerischem Hintergrund. Er hat die Form des Schiffskörpers für künstlerische Effekte verändert. Ich hielt das für „heresie” und nahm alle quasi-wissenschaftlichen Argumente mit Reynolds-Zahlen auseinander. Es ist interessant zu sehen, wie sich die Modellbauweisen weiterentwickeln.
Das war ein kleiner Off-Topic-Einschub. Verzeihung.

Ich möchte gern kurz den aktuellen Forschungsstand zu den Materialien zeigen.


Nach dem Hinweis von Schmidt zur Mischung von Grundfarben (siehe Post #) habe ich Resin von Alegoo in den Farben Weiß, Vanilla und Gelb geholt (passt für neue Drucker – tja, ich habe mir einen neuen Drucker zugelegt). Hier ist eine Reihe von Mischungen aus Weiß und Vanilla in 10-prozentigen Stufen zu sehen:

Dazu habe ich diese Varianten durch Anmischen von Gelb vorbereitet.


Ich möchte vorwegschicken, dass mir sehr bewusst war, dass die Fotos extrem von Beleuchtung, Kamera usw. abhängig sind. Bitte betrachtet sie eher als Dokumentation und nichts anderes.

Kein Vergleich mit Fotos aus dem Internet hat mich zufrieden gemacht. Deswegen bin ich ins Museum gegangen, um einen Vergleich mit realen Elfenbeinkunstwerken zu ziehen. Eine große Sammlung gibt es im Herzog Anton Ulrich Museum. Hier ist eines der Hauptobjekte – Die vier Jahreszeiten:

Die Vier Jahreszeiten, Balthasar Permoser, 1695
© Herzog Anton Ulrich-Museum, Claus Cordes


Und so sieht es in der Realität aus, aufgenommen mit meinem Handy:


Ich bin jetzt überzeugt, dass man als Laie keine vernünftige Farbübermittlung schaffen kann. Ich definitiv nicht. Aber ein direkter Vergleich ist möglich. Hier ist ein Vergleich für 1–3 Mischungen:





Ich kann nicht alle Exponate vergleichen. Das liegt daran, dass die Beleuchtung im Museum oft so organisiert ist, dass es einfach nicht möglich ist.
Hier hat es noch funktioniert.



Mein persönliches Fazit: Es gibt viele Farben und Farbtöne. Manche sind mehr weiß, manche weniger. Ich werde mich gern an den Werken von Balthasar Permoser orientieren. Er stammt aus der gleichen Zeitperiode.
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77

Donnerstag, 2. April 2026, 10:18

Zitat

Es gibt viele Farben und Farbtöne. Manche sind mehr weiß, manche weniger.

Mit Klarlack kann man ja farblich noch ein wenig nachsteuern. Klarlack ist ja nicht gänzlich farblos.

Die fast weißen Figuren sind schön, vielleicht zu maklellos. Eine gewisse Patina erhöht manchmal den Reiz.

78

Donnerstag, 2. April 2026, 19:45

Hallo Ingo,

es kommt noch die Washing für Details vor, was den Gesamteindruck stark beeinflusst. Es ist momentan noch nichts entschieden. Es wird noch experimentiert.


Heute möchte ich euch gerne die gesamte Dauphin-Gruppe zeigen.






Meine Cheruben unterscheiden sich körperlich leicht von denen von Le Brun. An dieser Stelle bin ich nicht bis ins letzte Detail gegangen. Ich dachte, dass die Figuren im Modell relativ klein werden.


Ein direkter Vergleich mit der Zeichnung ist an dieser Stelle auch wie zuvor vom Betrachtungswinkel sehr abhängig.




Der Detaillierungsgrad kann man aus dieser Darstellung entnehmen. Hier ist er schon niedrig, jedoch immer noch ein bisschen übertrieben. Man kann es ruhig für den Druck vergröbern.
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79

Donnerstag, 2. April 2026, 20:02

Prächtige Figuren!

Sagt Jörg der kein Ingo ist aber einen kennt, der aber nicht Holger sein möchte. :D

Gruß

Jöörg

80

Donnerstag, 2. April 2026, 21:06

Stimmt... :pinch: , ich grüße dich, Jörg! :hand:


Ich habe in der Eile falsch hingeschaut – das war deine Antwort auf Ingos Hinweis, oder so ähnlich. Sei nicht böse, aber bitte erweitere dein Profil. Ich möchte keine Verwechslungen mehr. :hand:
Alexander
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81

Donnerstag, 2. April 2026, 21:20

Diese sehr schönen detaillierten Teile sind schon großartig.
Aber ist das eigentlich Modellbau oder Computerprogramierung ?
.
.
Ich habe stets mehrere Modelle im Bau, oft gibt es längere Pausen. Aktuell im Bau, bzw. in den letzten Monaten immer mal etwas dran gemacht: die hier gezeigten Modelle im Thread "Querbeet". --- Ansonsten viel Gartenarbeit beim Erstellen eines neuen Gartens auf einem komplett runtergekommenen Geröll- und Müll-Grundstückes. usw .

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