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Samstag, 27. Dezember 2025, 13:57

Noch ein VII-C in 1:72 von Revell,… es wird länger dauern

Moin zusammen.

Ich habe mich gerade eben hier angemeldet. Dennis, 48 Jahre alt. Als Kind/Jugendlicher, beeinflusst von Büchern und Filmen, habe ich bereits einige Modelle „gebaut“. Also mehr schlecht als recht zusammengeschustert und bemalt. Vorzugsweise dienten diese „Modelle“ als Spielzeuge. Bf-109, FW-190, Spitfire, VII-C, Los-Angeles Klasse,… Typhoon,… so etwas halt.

Vor etlichen Jahren habe ich dann in einem Spielwarengeschäft per Zufall das Revell Boot entdeckt, und spontan mitgenommen. Auf der Suche nach Informationen bin ich dann damals im Internet über einige Bauberichte gestolpert. Ab da wußte ich dann auch von der Existenz von Ätzteilen, Resin-Zurüst- und -Detail-Parts. Angefixt davon habe ich dann damals einige Teile geordert. Mehr dazu später.

Ebenso hatte ich meine Recherche begonnen. Klar ist mir, daß ich ein Boot ohne Netzsäge bauen werde. Ebenso möchte ich die Torpedoklappen geschlossen darstellen.

Welche Baunummer soll es denn nun werden? Ich habe kein richtiges „Lieblings-Boot“. Damals dachte ich, es wäre am besten ein Boot zu bauen, zu welchem ich möglichst viele Fotografien finde. Und auch wenn es „abgelutscht“ ist, lande ich dann doch immer wieder bei der Baunummer 528. Also U-552. Das Maling ist legendär, ebenso der erste Kommandant.

Es gibt Fotos des Bootes mit Netzsäge. Stimmen die Angaben, so war diese jedoch nur bei einer Ausbildungsfahrt montiert, und wurde vor der ersten Feindfahrt dann demontiert. Der Punkt wäre also abgehakt. Ein großes Manko sind die Flutschlitze U-552s, von welchen die Schlitze im Bausatz abweisen. Diese habe ich aber als Ätzteil vorliegen. Wobei mir gerade einfällt,… ich müßte mal checken, ob die originalgetreu sind.

Ich bin aber dankbar für Anregungen, welches Boot sonst noch in Frage käme.

Mangels Platz/Gelegenheit/Muße/Lust und dank genügend anderer Ausreden erfolgte also bisher kein Baubeginn. Nach einem bescheidenen Jahr 2025 habe ich mich an den Bausatz erinnert. Und daran, wie man beim Modellbau in eine andere Welt eintaucht, den Alltag hinter sich läßt. Also los. Eingelesen, wie Ätzteile und Resin verarbeitet und verklebt werden. Vom Weihnachtsgeld habe ich mir eine neue Airbrushpistole und einen Kompressor gegönnt, neuer Kleber und Farben mußten auch her.

Und um mir selbst ein wenig Druck zu machen, möchte ich Euch hier mitnehmen, wie ich mich zum ersten mal „richtig“ mit dem Thema Modellbau beschäftige.

Damit es nicht so dröge ist,…

NACHTRAG: so, endlich die Fotos an Ort und Stelle. Der staubige Karton vom Bausatz sollte zwar an die erste Position,... aber nun gut. Bei der Lektüre fehlt noch ein Exemplar von "Vom Original zum Modell". Keine Ahnung, wo ich das liegen habe.
















Beiträge: 3 502

Realname: Gustav Stefan

Wohnort: Groß Enzersdorf, Österreich

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2

Samstag, 27. Dezember 2025, 14:31

Servus Herbert :hand:
Bei U-Booten bin ich natürlich bei deinem Bau dabei! Egal das wievielte VII er es ist!
Bilder einfügen: Ich schreibe den gesamten Baubericht in Word am Pc. Dort wo ein Bild dazu soll halte ich den Platz mit z.B. “ Bild 1” , Bild 2 usw
Dann kopiere ich den Baubericht und füge ihn auf dem Wettringer Baubericht ein. Dann lade ich die Bilddateien Bild 1, Bild 2, usw einzeln hoch.
Sind alle Bilder Hochgeladen, setze im Baubericht den Cursor dort hin wo das Bild hin soll! in meinem Fall Lösche ich den Hinweis Bild 1 und es bleibt nur mehr der Cursor. Jetzt mit der Maus die hochgeladene Datei mit doppelklick auf das Dateizeichen links von dem roten Kreuz einfügen… so geht das dann immer wieder Schritt für Schritt… Vor dem Absenden kannst Du mit einer Vorschau kontrollieren ob alles am richtigen Platz ist !
Schönes Wochenende…

Gruß Gustav
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

3

Samstag, 27. Dezember 2025, 15:17

Mahlzeit!

Willkommen an Bord! Auch wenn die Latte hier, besonders bei den U-Booten, hoch liegt, so ist doch jeder Neuling willkommen. Fragen werden sicher gern beantwortet. Und das mit den Bildern, na ja, da ist man Kummer gewohnt, geht jedem erstmal so. In deinem Fall ist das Problem die Bildgröße, die Forumsoftware gestattet maximal 1200x1200 Pixel und 500kB. Mehr als ausreichend, aber die Bilder müssen eben verkleinert werden, um nicht nur als Link angezeigt zu werden. Ein Hilfsprogramm dazu findest du hier, jpg compressor.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

4

Samstag, 27. Dezember 2025, 15:29

Dank Euch beiden.

Ah,... die Bildgröße. Ich kannte das aus anderen Foren, daß da direkt beim Upload gemeckert wurde, wenn die Bilder zu groß waren. Und, wie gesagt, eben am iPad.

Ich gucke mal direkt.

5

Samstag, 27. Dezember 2025, 18:15

Moin,

beim Thema U-Boote in 1:72 melde ich mich selbstredend auch an Bord, hab ich doch gerade selber mein drittes in diesem Maßstab auf dem Tisch. An Literatur hast Du ja schon die gängigen Nachschlagewerke parat, wenn Fragen sind, kann ich auch gerne bei mir noch nachsehen.

Zum Thema, welches Boot Du bauen willst, hast Du eigentlich 577 verschiedene Möglichkeiten, wobei fünf Boote nur zwei Bugtorpedorohre und sieben Boote kein Heckrohr hatten (Manche Quellen sprechen von Materialknappheit der damals noch aus Bronze gefertigten Torpedorohre). Vielleicht reizt Dich gerade so ein Exot?

Welches Boot auch immer es wird, ich wünsche Dir viel Spaß und gutes Gelingen :wink:

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


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6

Samstag, 27. Dezember 2025, 20:58

Dank Dir, Ingo.

Ach, wäre ich doch nochmal mit meinem Wissensstand gesegnet, den ich mit 12-14 Jahren hatte. Das Spärliche, was ich damals an Lektüre zum Thema deutscher VII-C Boote hatte, war schon fast archivarisch in meinem Kopf abgespeichert.

Tja,… wie gesagt. Ich hab damals ja schon viel überlegt. DAS Boot fiel direkt raus. Dann hatte ich überlegt, eines der seltenen Boote mit Tarnung zu bauen. Stichwort Exotik. Aber schlußendlich wollte ich dann lieber ein, nicht despektierlich gemeint, 08/15 Boot bauen. Ein normales Arbeitstier, welches zur erfolgreichsten Zeit der deutschen U-Boot-Aktivitäten Dienst tat. Ein „Individuum“, natürlich, was aber in der Masse der Boote nicht sonderlich auffällt. Stellvertretend für alle deutschen U-Boot-Männer. Alles Individuen, von denen einige herausstechen, alle aber schlußendlich in der großen Masse von 40.000 Männern „untergehen“.


Nachtrag:

Ein paar kurze Fragen würde ich hier gerne noch eben stellen, falls das in diesem Bereich nicht verpönt ist. Falls ja, bitte ich um eine kurze Rückmeldung.

Also,… Spachtelmasse werde ich ja definitiv noch brauchen. Früher hatte ich mal Revell Plasto. Einfach, weil es das Einzige war, was es im örtlichen Handel gab. Was empfehlt Ihr denn heutzutage? Desweiteren werde ich mir noch sämtliches Werkzeug neu zulegen müßen. Ich hab ein Messer-Set, einen „Seitenschneider“ von Knipex (klein, bündig schneidend), sowie ein Schlüsselfeilen-Set. Damals habe ich alles mit dem Revell-Werkzeug-Set erledigt. Auch habe ich einen Dremel-Clon von Proxxon. Gekauft, weil dieser eine niedrigere Anfangs-UpM hat, als Dremel.

7

Samstag, 27. Dezember 2025, 22:25

Servus Herbert / Dennis,
Ein paar kurze Fragen würde ich hier gerne noch eben stellen, falls das in diesem Bereich nicht verpönt ist.
einfach mal den Ingo fragen, das Forum lebt vom Austausch ;)
Willkommen und gutes Gelingen!
LG Reinhard
PS: Also, Herbert oder Dennis??

8

Samstag, 27. Dezember 2025, 22:38

Reinhard;

Foren-, oder Spitzname,.. Herbert Keller. Erik Odes Paraderolle in „Der Kommissar“. Im echten Leben Dennis.

9

Samstag, 27. Dezember 2025, 22:47

Also Dennis,
der Ingo kennt sich aus mit Wasser :thumbup: Ich bin nur die Landratte ;) Die Voraussetzungen mit den Zurüstteilen schauen schon mal gut aus!
LG Reinhard

10

Sonntag, 28. Dezember 2025, 06:43

Ahoi, Dennis.

Dann reihe ich mich doch mal hier ein, mit der Bitte an Bord kommen zu dürfen.
Meine Sparte ist mehr der 1:200 Schiffsbau aber da ich noch das Trumpeter U-Boot in 1:48 in meinem Vorrat habe, ist dir auch mein Interesse an deinem Modell gewiss.

Bei Fragen zu Ubooten und dem Schiffsmodelbau an sich, bist du in diesem Forum genau richtig. Aus Erfahrung weiß ich das hier einige Kenner und Könner unterwegs sind.

Scheinbar bist du auch schon ganz gut vorbereitet was Literatur und Zurüstteile angeht. Und denn Rest bekommen wir auch noch hin.

Zu deiner ersten Frage nach dem Spachtel. Flüssiger Spachtel ist recht gut, wie zum Beispiel Mr. Surfacer 1000 . Das ist eine sehr feine Spachtelmasse und geeignet um feinste Ritze und Spalten zu schließen. Es gibt sie in verschiedenen Viskositäten.

Also bei weitern Fragen immer raus damit an die Gemeinschaft.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

11

Sonntag, 28. Dezember 2025, 07:47

Moin Dennis,

und auch von mir herzlich willkommen im Forum.
Schönes Projekt hast du dir ausgesucht. Und auch wenn es nicht das erste VII er ist, so ist doch auch jedes Modell wieder anders.
Daher genauso interessant und spannend wie die anderen vor dir.
Bitte an Bord kommen zu dürfen.


Spachtelmasse... da hat auch jeder so seine Vorlieben. Ich nehme gern die von Valejo, da ich mit der gut klar komme.

Gruß
George

12

Sonntag, 28. Dezember 2025, 10:32

Moin,

einfach mal den Ingo fragen
der Ingo kennt sich aus mit Wasser :thumbup:
Zuviel der Ehre 8)
Nur weil ich zur See gefahren bin und mich seit knapp 40 Jahren mit den dt. U-Booten beschäftige, heißt das nicht, dass ich allwissend bin :lol: Es gibt hier im Forum genügend U-Boot-Experten, um mit Gustav, Mirko, DrSchmidt nur eine Auswahl zu nennen.
Aber um Reinhardt und Jörg zuzustimmen: Das Forum lebt vom Austausch und Fachwissen gibt es auf jeden Fall :five:

Tja,… wie gesagt. Ich hab damals ja schon viel überlegt. DAS Boot fiel direkt raus. Dann hatte ich überlegt, eines der seltenen Boote mit Tarnung zu bauen. Stichwort Exotik. Aber schlußendlich wollte ich dann lieber ein, nicht despektierlich gemeint, 08/15 Boot bauen. Ein normales Arbeitstier, welches zur erfolgreichsten Zeit der deutschen U-Boot-Aktivitäten Dienst tat. Ein „Individuum“, natürlich, was aber in der Masse der Boote nicht sonderlich auffällt. Stellvertretend für alle deutschen U-Boot-Männer. Alles Individuen, von denen einige herausstechen, alle aber schlußendlich in der großen Masse von 40.000 Männern „untergehen“.
Ähnlich habe ich es bei meinen beiden VIIc-Booten gemacht.
U 325, weil es der letzte Verlust eines VIIc/41 und U 93, weil es das erste in Dienst gestellte war.

Thema Spachtelmasse:
Vom Revell-Spachtel nehme ich mittlerweile immer mehr Abstand, da er zum Schrumpfen neigt, wie ich erst kürzlich bei meiner HMCS Thorlock feststellen musste (hier, nach den Figuren). Daraufhin haben mir Matthias und Jochen 2K-Spachtel aus dem KfZ-Bereich empfohlen. Probiert habe ich es aber noch nicht. Für sehr dünne Spalten verwende ich Plastic Putty, bei Oberflächen gerne auch Mr. White Putty

Ach, wäre ich doch nochmal mit meinem Wissensstand gesegnet, den ich mit 12-14 Jahren hatte. Das Spärliche, was ich damals an Lektüre zum Thema deutscher VII-C Boote hatte, war schon fast archivarisch in meinem Kopf abgespeichert.
So geht es mir auch. Mein Interesse für U-Boote begann mit der Erstausstrahlung von "Das Boot" 1985, damals war ich 13. Durch Zufall erfuhr ich, dass ein Nachbar und Vereinskamerad von meinem Vater im Krieg auf U-Booten gedient hat und das große Glück hatte den Sch... zu überleben. Ich habe unzählige Nachmittage bei ihm verbracht und bei Kakao und Keksen seinen Erzählungen gelauscht. Ich durfte mir auch immer drei Bücher seiner gigantischen Bibliothek zum Thema U-Boote ausleihen. Die habe ich dann in Rekordzeit verschlungen, weil ich dann wieder einen Grund für einen Besuch hatte :pfeif:
Wenn ich all die Gespräche aufgezeichnet hätte, auf welch umfangreiches Wissen könnte man heute zurückgreifen ...

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


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13

Sonntag, 28. Dezember 2025, 13:05

Herzlich willkommen! Die Crew ist ja schon fast vollständig versammelt.
Zum Thema Grundausstattung in der Werkstatt: die Firma Proxxon bietet ein Gerät an, mit dem man die Drehzahl des Bohrers noch einmal deutlich herunterregeln kann. Beim Bohren in Plastik ist diese Maßnahme schon beinahe unverzichtbar. Proxxon-28707-micromot-netzgerat-netzteil-ng-2-e-mit-drehzahlregelung

Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

14

Sonntag, 28. Dezember 2025, 16:25

Hallo Herbert,

willkommen im Forum. Da bin ich gespannt was Du alles aus dem Bausatz machst.
Experte bin ich nicht. Da gibt es andere Leute hier im Forum die extrem viel Fachwissen besitzen siehe Gustav. Malte Ingo.
Ich mach mir halt Gedanken wie ich etwas darstellen kann was es als Bausatz nicht gibt siehe wie stelle ich den Kojen Bettbezug her oder gibt es den Stoff sodass ich ihn nur zurechtschneiden muß. Siehe Innentaschen meiner kurzen Hose.
Denn wie bei den Modellbauern hier im Forum stellen meistens die kleinen Details ein Modell lebendiger dar.
So dann wünsch ich Dir hier viel Spaß im Forum.

Gruß Mirko :ok:

15

Sonntag, 28. Dezember 2025, 17:49

Schmidt; heißen Dank. Das kannte ich noch gar nicht. :ok:


Ich habe mir eben einen Handbohrer und ein paar andere Sachen bestellt. Da meine Entscheidung schlußendlich auf U-552 fiel, habe ich mir auch das Buch speziell zu dem Boot gekauft.

16

Donnerstag, 1. Januar 2026, 19:47

So, vorab erstmal allen ein frohes und glückliches neues Jahr. Vor allen Dingen wünsche ich Euch und Euren Liebsten in erster Linie gute Gesundheit.


Da ich noch immer auf das Werkzeug warte, bestanden die letzten Tage abermals „nur“ aus Recherche. Das Exemplar Militär & Geschichte Extra zum Typ VII-C, sowie das Buch zu U-552 kamen gestern nämlich noch an.

Ich habe mich entschieden, das Boot zum Zeitpunkt rund um die 7., 8. Feindfahrt zu bauen. Die Kompaß-Nase war zu dem Zeitpunkt nur auf der Oberseite schwarz angemalt, nicht komplett. Auch habe ich mich davon verabschiedet, es wirklich hundertprozentig originalgetreu hinzubekommen. Zu Farben gibt es zwar Infos, aber was ich nicht wußte ist, daß die Boote nicht nur instand gehalten wurden, sondern wohl auch ab und an komplett neu gestrichen/lackiert wurden. So war U-552 zu einer Feindfahrt deutlich heller lackiert, als zu allen anderen Fahrten. Die Teufel am Turm wurden zum Teil sogar auf See neu nachgemalt/aufgemalt.
Insofern werde ich mir da in punkto Bemalung die Freiheit nehmen, es möglichst nah am Original zu gestalten, aber halt auch in einer (für mich) optisch schönen Ausführung.

Auch habe ich etliche Bauberichte nochmals durchgelesen. Ich war ja schon immer fasziniert von dem Aufwand und Können, der teilweise betrieben wird. Oft fand ich ja die Verwitterungs- und Rostspuren übertrieben. Im Teufelsboot-Buch sind jedoch etliche Originalaufnahmen, die teilweise genauso solche Zustände zeigen. Stand jetzt werde ich versuchen (habe ich ja noch nie gemacht) ein Boot im Einsatzzustand zu zeigen. Aber eher kurz vor einer Feindfahrt, als nach einer solchen.
Auch wenn ich mich ,wie eben erwähnt, davon verabschiedet habe, ein „Museumsboot“ zu bauen,… das Archer-Set mit den Nietenreihen und den Schweißnähten ist sehr reizvoll. Das sieht am Modell schon beeindruckend realistischer aus, als die von Revell abgebildeten Pendants. Mal sehen.

An Spachtelmasse habe ich mir fürs Grobe die von Tamiya und für Feinarbeiten die von Vallejo bestellt. Da ich ja den Anker versetzen „muß“, benötige ich Sheet-Material. Der Begriff war mir neu. Google lieferte die Ergebnisse, ergo werde ich mir da auch etwas bestellen müßen. Der Bausatz ist ja aus Polystyrol, und im örtlichen Baumarkt gibt es keine Platten und dergleichen. Habt Ihr da bevorzugte Bezugsquellen oder Hersteller?

17

Donnerstag, 1. Januar 2026, 23:06

Mahlzeit!

Glückwunsch dazu, dich von dem illusionären Ziel 100% Originalgetreue verabschiedet zu haben. Das ist gar nicht zu schaffen, dazu ist das Objekt zu vielfältig und zu umfangreich. Selbst wenn man die bestmögliche Dokumentation hat, das wäre neben einem Plansatz ein kompletter fotografischer Walkaround um ein bestimmtes Boot an einem bestimmten Tag, bleiben immer Unklarheiten und Unwägbarkeiten, ganz abgesehen davon, dass man in Verkleinerung nicht alles genau maßstäblich darstellen kann. Hier hat jedenfalls keiner den Anspruch, 100% original zu bauen, sondern nur, dem Original möglichst nahe zu kommen und eine historisch plausible Interpretation zu bieten. Das ist schwer genug.

Es gehörte zur nach jeder Feindfahrt nötigen Überholung, das Boot komplett neu zu streichen, einfach weil es nötig war. Ein Boot sah beim Auslaufen immer aus wie neu und beim Einlaufen, na ja, nicht mehr so neu. Eine in der Nähe explodierte Wasserbombe schädigte den Anstrich mehr als ein Monat Salzwasser. Die Optik änderte sich praktisch täglich, und der jeweilige Neuanstrich wurde auch dem Einsatzgebiet der geplanten Feindfahrt angepasst. Im Nordatlantik ist es dunkler als im Mittelmeer..

Plastiksheet bekommst du im Architekturbedarf und auch, allerdings oft teurer, im Modellbauversandhandel. Ich persönlich benutze auch gern Verpackungsmüll, z.B. Joghurtbecher, die sehr dünnes Material haben. Brauchbar ist alles mit der Recyclingkennzeichnung PS oder eben alles, was von Plastikkleber angelöst wird.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

18

Freitag, 2. Januar 2026, 09:34

Moin Dennis,

ich bin da ganz bei Jochen, ein 100 % historisch korrektes Modell wird es nicht geben. Ich selbst baue immer so, wie es damals "hätte sein können" und bin bisher damit ganz gut gefahren.

Sheet und Profile (Evergreen) bestelle ich immer hier (Profile & Platten). Eine günstigere Quelle habe ich noch nicht gefunden.

Ingo
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19

Freitag, 2. Januar 2026, 14:29

Dankeschön Jochen, Dankeschön Ingo.

Welche Stärke sollte man da bei Plattenmaterial ordern?

20

Freitag, 2. Januar 2026, 17:17

Moin,

ich habe immer einen Vorrat an 0.3, 0.5 und 1 mm Platten im Haus. Wenn ich dickeres Material brauche, werden einfach mehrere übereinander geklebt. Für dünneres verwende ich wie Jochen Joghurt- oder Quarkbecher.

Ingo
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21

Sonntag, 4. Januar 2026, 21:22

Ingo,…. Dankeschön. Ich habe mir mal jeweils zwei Platten in den von Dir empfohlenen Stärken bestellt.


Heute war der erste handwerklich aktive Tag. Mehr oder weniger. Die mir zur Verfügung stehende Freizeit war dieses Wochenende leider nicht sehr ausgiebig.

Ich habe beide Rumpfhälften von Spritz-Resten befreit. In meinen Augen keine Arbeit, welche es wert ist, im Bild festgehalten zu werden.

Anschließend habe ich die Seitenansicht mit der Ankerklüse aus dem Plansatz, welcher im Maßstab 1:100 ist, auf den Maßstab von 1:72 hochkopiert. Die Steuerbord-Rumpfhälfte habe ich dann im Bereich der Klüse mit Kreppband abgeklebt. Mehrfach. Weil ich nämlich einige male versucht habe, den passenden Platz für die Klüse auf dem Kreppband einzuzeichnen. Leider war ich nie wirklich zufrieden mit meiner „Arbeit“.
Eventuell werde ich erst die Ätzteile mit den Torpedoklappen einpassen, und danach die Ankerklüse versetzten.

Momentan weiß ich nicht, ob mein Anspruch an mich selbst nicht zu hoch gesetzt ist. Wie gesagt; zu meinen aktivsten Modellbau-Zeiten wäre dieser Bausatz mein heiliger Gral gewesen Dementsprechend gut soll das Ergebnis halt ausfallen.

22

Dienstag, 13. Januar 2026, 15:39

Ich habe ja den Ätzteilsatz von White Ensign Models. In der dazugehörigen Dokumentation zu den Flutschlitzen etc. heißt es zu den Abgasauslässen, daß diese zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Abdeckung versehen wurden. Das dazugehörige Foto ist leider wenig aussagekräftig. Ebenso wie alle Fotos, die ich in meinen Büchern oder im Internet gefunden habe.

Neben U-552 wurde wohl auch U-96 mit diesen Abdeckungen ausgerüstet. Von U-96 habe ich das unten angehängte Foto gefunden.



Hat jemand von Euch eventuell weitere Fotos? Idealerweise vielleicht sogar von U-552? Im Ätzteilsatz sind nämlich genau diese halbrunden Abdeckungen nicht vorhanden, und ich müßte sie selbst anfertigen.

23

Sonntag, 18. Januar 2026, 17:24

Moin Herbert,

sorry für die späte Antwort ...

Ich habe gerade ein bisschen in meinen Büchern geblättert und habe noch ein weiteres Boot der 7. U-Flottille (erkennbar am "schnaubenden Stier" als Flottillenabzeichen am Turm) mit dieser Abdeckung gefunden. Alle anderen Bilder zeigen Boote ohne die Abdeckungen über den Abgasaustritten.

Ingo
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24

Sonntag, 18. Januar 2026, 18:12

Ingo, vielen Dank. Kann man dort die Abdeckung gut erkennen? Falls ja; würdest Du das Foto hier posten, oder mir sagen, in welchem Buch das Foto ist?


Ich hatte Dougie Martindale diesbezüglich angeschrieben. Die Abdeckung wurde vermutlich irgendwann im Laufe des Jahres 1941 angebaut. Die ersten (wenigen) Fotos von U-552 mit den Abdeckungen stammen aus 1942. Ich kenne keinen Baubericht eines Modells, welches diese Abdeckungen abbildet.

Stand jetzt spare ich mir die Entscheidung auf, wie ich die Abgasauslässe gestalten werde.


Heute habe ich die überzähligen und falsch positionierten Flutschlitze mit den ersten zwei Schichten Spachtelmasse gefüllt. Ich habe die von Vallejo benutzt. Ich muß sagen, daß ich äußerst angetan bin davon. Lässt sich beim Auffüllen von Vertiefungen sehr gut einsetzten. Sie trocknet recht schnell, und die Schrumpfung hält sich in Grenzen.

Die zu öffnenden Flutschlitze habe ich von der Rumpfaußenseite her mit einem Handbohrer jeweils an den äußeren Ecken jedes Schlitzes mit einem Loch versehen. Dann habe ich von der Rumpfinnenseite aus mit dem Proxxon und einem Kugelfräser das Material so weit abgetragen, bis die Wandung hinter den Flutschlitzen nur noch hauchdünn war. Diesen Rest habe ich dann von der Außenseite her mit einer Feile nach innen durchgestochen.

Als nächstes werde ich die zu füllenden Schlitze zu Ende verspachteln, und dann bündig schleifen. Danach folgt dann das hinzufügen der fehlenden Flutschlitze. Die jetzt schon geöffneten Flutschlitze werde ich noch besser feinschleifen. Aber für heute ist Feierabend.







25

Sonntag, 18. Januar 2026, 18:27

Moin,

gefunden habe ich das Bild in "U-Boote Eine Bildchronik 1935 - 1945" von Jean-Philippe Dallies-Labordette, Motorbuch Verlag, ISBN 3-613-01899-3



Quelle: siehe Buch oben

Das zweite Bild ist eine Makroaufnahme, sorry für die schlechte Qualität. Besser konnte ich es nicht abfotografieren ...

Ingo
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26

Sonntag, 18. Januar 2026, 21:12

Ingo,… vielen Dank. Mal wieder. :thumbup:

27

Freitag, 23. Januar 2026, 17:35

Ich muß meine Beurteilung der Vallejo-Spachtelmasse ändern. Ich hatte im Laufe der Woche zwei weitere Schichten aufgetragen, um die Schlitze zu füllen. Die Masse ist bis heute nicht wirklich durchgehärtet. Sie trocknet, ja, aber sie bleibt leicht elastisch.
Ich konnte sämtlichen gefüllten Schlitze mit einem Zahnstocher wieder bereinigen.

Sonntag werde ich mit der Tamiya Masse einen neuen Versuch starten.

28

Freitag, 23. Januar 2026, 18:05

Moin,

ahhh, erst jetzt fällt es mir auf ...
Vallejo Putty: Genau das gleiche Problem hatte ich bei meinem U 325 auch (hier). Das Zeug eignet sich gut, um minimale Spalte zu schließen. Man kann es nach dem Antrocknen mit einem feuchten Wattestäbchen in Form bringen / abziehen. Aber um die Flutschlitze zu schließen würde ich entweder Mr. White Putty verwenden (vielleicht vorher ein Sheet einkleben, oder 2K-Spachtelmasse. Selbst habe ich mit 2K noch nicht gearbeitet, aber andere hier (Jochen z.B.) schwören darauf.

Ingo
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29

Freitag, 23. Januar 2026, 20:59

Mahlzeit!
aber andere hier (Jochen z.B.) schwören darauf.

Ganz genau. Ich nutze die Vallejo-Pampe gern, um danit feine Spalten zu füllen, aber für voluminöse Anwendungen 2K-Spachtel aus dem Kfz-Bereich. Man muss das Zeug zwar erst anmischen, was ein gewisser Mehraufwand ist, aber dafür schrumpft es nicht und kann bei jeder Schichtdicke sofort weiter bearbeitet werden. Mit etwas Übung kommt man dann mit einem Arbeitsgang aus, unterm Strich ist es weniger Arbeit als mehrere Arbeitsgänge mit Einkomponentenspachtel.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

30

Freitag, 23. Januar 2026, 21:42

Dankeschön für die Informationen.

Ja, verarbeiten lässt sich das Vallejo Zeug wirklich super. Und nach einer Stunde Trocknungszeit war ich erfreut, wie hart das Zeug da schon war. Klar konnte ich da noch kleine Dellen eindrücken,… aber hey. Ist ja erst eine Stunde her. Daß da schon der Endzustand erreicht war, hätte ich nicht gedacht.

Ich hab jetzt nur das Tamiya Putty hier. Morgen hat mein Sohn ein Fußball-Turnier, also komme ich nicht dazu, etwas anderes zu besorgen. Ich guck also Sonntag mal, was ich da mache.

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1:72, Anfänger, Revell, VII-C

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