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1

Dienstag, 13. Februar 2024, 14:34

Robin Remorqueur DR 400/180 im Maßstab 1:32 - Eigenbau

Hallo zusammen!
Endlich finde ich nach Jahren der Abstinenz wieder ein bisschen Zeit mich dem Modellbau zu widmen. Ich habe zwar noch einige Bausätze eingelagert, aber da ich schon seit Jahren (man könnte mittlerweile sogar fast Jahrzehnte sagen) den Wunsch hege, ein Modell des wohl am weit verbreitetsten Schleppflugzeug, der „Remo“ zu besitzen, und leider bisher noch keiner der namhaften Hersteller von Plastikmodellen auf die Idee gekommen, ein solches Modell auf den Markt zu bringen, will ich sie mir Scratch bauen.


Lediglich 2 oder 3 kleinere Hersteller konnte ich ausfindig machen, allerdings sind mir die Preise dafür dann doch etwas zu hoch. Zudem gibt’s offenbar nur ein Modell in meinem Wunschmaßstab 1:32 von AeroZinc, und die als "Regent". Ich will aber unsere Vereinsmaschine nachbauen, und die ist eine DR 400/180 mit dem vollverglasten Cockpit.




Meine ersten Planungen zu diesem Projekt gehen bestimmt gut 20 Jahre zurück, zwischendurch habe ich mal eine Holzrohling geschnitzt, aber sehr schnell wieder verworfen, da nicht annähernd detailgetreu.


Da für mich der Scratch-Bau absolutes Neuland ist, hoffe ich sehr, die Motivation aufrecht zu erhalten. Obs am Ende ein einigermaßen vorzeigbares Modell oder ein Modellwrack wird, wird die Zeit zeigen. Geht bitte auch mal von einem Langzeitprojekt und unregelmäßigen Updates aus.
Und natürlich bin ich auch über Tipps dankbar, ich denke hier gibt’s doch den ein oder anderen, der schon mehr Erfahrung im Scratch-Bau hat. In diesem Sinne: Let´s build!



Basis wird eine klassische 3-Seiten-Ansicht sein. Details von der Remo hole ich mir direkt vor Ort am Flugplatz. Begonnen habe ich mit der Internetsuche nach brauchbaren 3-Seiten-Ansichten, was schon etwas herausfordernd war, letztendlich bin ich aber fündig geworden. Dann die Originalmaße genommen, auf 1:32 runter gerechnet, die Bilder passend skaliert und ausgedruckt.




Beginnen werde ich mit den Tragflächen. Da diese bespannt sind, sollte man am Schluss auch die Rippen sehen. Im Internet bin ich auf verschiedenste Lösungsansätze gestoßen, wie bespannte Tragflächen am besten darstellen kann.
Die einfachste ist wohl, einen Holzkern zu schleifen, dann Streifen aufkleben,
genau dort wo die Rippen sind und mit Plastiksheet zu überkleben.




So ähnlich sollte es mal aussehen









Dann lass ich das ganze mal trocknen...
Bis bald!

2

Dienstag, 13. Februar 2024, 18:33

Hallo Michael!

Schönes Projekt :thumbsup:

In 1:32 ist diese Maschine nicht wirklich groß.
Aber was hältst Du denn davon, die Origianle Struktur tatsächlich so nachzubauen, als würdest Du ein flugfähiges Modellflugzeug bauen?
Bespannen könntest Du es mit Japanpapier. Also klassischer Flugmodellbau mit Holmen, Spanten und Rippen (aus Plastik oder Holz).
Wie möchtest Du die Haube nachbauen?
Schöne Grüße,
Simon

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3

Mittwoch, 14. Februar 2024, 06:44

Hi Simon,

Der 1:32er Maßstab hat den Hintergrund, dass ich noch eine ASK 21 und einen Duo daheim liegen habe, auch beides Flugzeuge die ich im Verein habe und damit irgendwann mal eine F-Schlepp Szene nachstellen will.

Die Idee mit dem Rippenbau hatte ich gestern auch, nachdem mein erster Versuch voll in die Hose gegangen ist. Der Weichmacher im Kleber (Ich hab den Contacta von Revell genommen) hat mir alles versaut. :bang:
Ich hab frustriert alles runter gerissen und vergessen Bilder von dem Malheur zu machen. Abgesehen davon war der Effekt mit den sichtbaren Rippen nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Da ich etwas Zeit hatte, hab ich mich gleich daran gemacht, Rippen auszuschneiden. Der Plan ist, wie du vorgeschlagen hast, die Rippenkonstruktion nachzubauen und dann zu bespannen. Ich dachte allerdings an 0,25mm Plastiksheet Von Japanpapier hab ich noch nie was gehört, danke für den Tipp, werde ich mal recherchieren.

Aktuell hab ich nur Sheet in 0,25mm und 0,4mm daheim. Das 0,4 Sheet ist etwas zu labbrig, also hab ich das doppelt genommen, ausgeschnitten und ein Loch für den Gießast-Holm reingebohrt.


Erstmal eine stabile Schablone gemacht


Erste Rippe ist fertig





Loses Zusammenstecken der Rippen auf den Holm. Sieht vielversprechend aus. Jetzt warte ich aber auf den Tamiya Cement-Kleber. Den hab ich mal bestellt, scheint für derartige Projekte wohl besser geeignet weil nicht so viel Weichmacher drin ist, was ich so gelesen habe. Und gleich noch Evergreen-Bögen in verschiedenen Stärken in den Warenkorb gelegt, man weiß ja nie was man noch so brauchen kann...





Mit der Haube hab ich mich gedanklich noch nicht wirklich auseinandergesetzt, denke aber es wird auf ein Tiefziehen hinauslaufen.

Ehrlich gesagt, hab ich noch nicht wirklich einen Plan, in welcher Reihenfolge ich die Remo baue. Denke aber erst die Flügel (vermeintlich am leichtesten), dann Rumpf, dann Cockpit und zum Schluss die Haube.

4

Mittwoch, 14. Februar 2024, 07:52

Guten Morgen!

Ich denke, damit hast Du mehr Erfolg.
Wenn Du eine Nasen- und Endleiste hinzufügst, bekommst Du mehr Stabilität.
Kennst Du den Aufbau von RC-Modellen?
Ich würde es, in dem Fall dieses Vorbilds, genau so aufbauen.
Allerdings nur, wenn man Wert darauf legt, dass mann die Rippen und den Einfall der Bespannung zwischen den Rippen sieht.
Ansonsten könnte man es auch mit weniger Aufwand bauen.
Ja, die ASK 21, auf der habe ich auch das Fliegen gelernt :thumbsup:
Habe ich auch noch als Revell-Bausatz hier...
Schöne Grüße,
Simon

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5

Freitag, 16. Februar 2024, 08:10

Und weiter gehts mit den Tragflächen. Erstmal habe ich die Nasenleiste aus Balsaholzstücken zwischen den Rippen ergänzt, dann verspachtelt und verschliffen. Die Endleiste ist ja fast auf der kompletten Länge die Landeklappe, die soll dann aus Vollmaterial entstehen. An der Endleiste habe ich Plastikstücke eingeklebt.








Die linke Fläche ist schon soweit fertig geschliffen, bei der rechten fehlt noch spachteln und schleifen.
Und voraussichtlich werde ich erstmal den einfachen Weg wählen und diese Konstruktion mit 0,25 mm Sheet "bespannen".


Was mir gerade noch etwas Kopfzerbrechen bereitet ist, wie ich mit diesem Verfahren die Knickflügel hin bekomme. Mit Holm ist das schon eine schöne Fummelei.

Und jetzt freu ich mich aufs Wochenende, da habe ich endlich mal etwas mehr Zeit und hoffe am Montag ein etwas größeres Update geben zu können.

6

Montag, 19. Februar 2024, 05:52

Hallo Mike Fox
Tolles Projekt hast du da angefangen. ich denke schon länger über eine Bölkow 207 im gleichen Maßstab nach, hab aber irgendwie noch etwas Scheu davor zumal man über die Remo viel mehr Informationen bekommt. Ich bleib auf jeden Fall mal dabei und schau dir über die Schulter. Die Bespannung würde ich mit Japanpapier oder einer Bespannfolie (Oratec oder ähnliches) machen. .

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Montag, 19. Februar 2024, 07:20

Dankeschön! Ja, ich hab mich auch sehr lange gedrückt. Aber wer sich auf Modellversium auf die Gallerie von John Haas anschaut, sieht was im Scratchmodellbau alles möglich ist. Letztlich war das auch mit eine meiner Motivationen zu sagen, ich schaff das auch.
Aber überschätze das Internet nicht. Auch für die Remo sind die wirklich wichtigen Details im Internet nicht zu finden. Da ist es wirklich von Nutzen, wenn man ein Original besichtigen kann. Kommt natürlich auf den eigenen Anspruch an, wie genau man das Modell bauen will.
Letztlich wird keiner mit Winkelmesser und Messschieber kommen und schauen, wie genau man das Modell gebaut hat.

Jetzt zu meinem Baufortschritt: Leider wurde mir ein ganz dicker Strich durch meine Wochenendpläne gemacht und nur dank einer Nachtschicht am Freitag bin ich etwas vorangekommen.

Ich habe mich bei den Tragflächen dazu entschieden, diese mit Plastiksheet und nicht wie von euch vorgeschlagen mit Japanpapier zu überziehen. Zum einen kostet das ja auch ein paar Euro, vor allem weil ich ja nur ein recht kleines Stück brauche, zum anderen war ich mir wegen dem nachfolgenden Teilehandling unsicher, dass ich das nicht irgendwie wieder kaputt mach.

Also hab ich 0,25mm Sheet zugeschnitten und um die Rippen gewickelt.





Und wie soll es auch anders sein. Der gewünschte Effekt blieb aus. Man sieht zwar ganz leicht die Rippen durch, aber im Vergleich zum Original ist es doch Welten entfernt. Sehr ärgerlich!
Da muss ich erstmal ein paar Nächte drüber schlafen, wie ich damit weiter mache, deshalb leg sie erstmal auf Seite.

Damit ich aber trotzdem noch einen Ansatz von Erfolgserlebnis in dem Projekt habe, hab ich mit dem Rumpf angefangen. Von
einem anderen Projekt habe ich noch die Bodenplatte vom VW-T2 übrig. Die habe
ich kurzerhand zersägt, um die Basis für das Cockpit zu bekommen.






Dann ging es an den Aufbau des Hecks. Die „Rückwand“ vom
Cockpit habe ich im passenden Winkel angeklebt und von der Draufsicht die nach
hinten spitz zulaufende Kontur auf ein Plastiksheet übertragen und an der
Cockpitbasis angeklebt. Mein Plan ist, eine Unterkonstruktion aufzubauen um die dann zu beplanken.







Zum Schluss kamen noch die Cockpitwände und das Brandschott zum Motor hinzu.




Das soll es erstmal gewesen sein. Bis bald!




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Montag, 19. Februar 2024, 08:12

Noch ein kleiner Nachtrag, eine halteprobe für das Seitenleitwerk. An dieser Stelle passt das auch mit dem Plastiksheet, da im Original das Seitenleitwerk auch beplankt ist.
Wie auf dem vorletzten Bild vom vorherigen Post zu erkenn ist, habe ich als Formgeber eine Spante am unteren Bereich des Seitenleitwerk angeklebt. Das lose Hinhalten von dem Sheet zeigt schon, dass sich das schön herumlegt.



Eins kann ich euch jetzt schon sagen: Was an diesem Projekt wirklich die meiste Zeit kostet, ist das sorgfältige überlegen der nächsten Bauschritte. Vor allem das Vordenken, was noch alles zu wo hinkommt und was man vielleicht beachten muss, bevor man was hin klebt.

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9

Mittwoch, 21. Februar 2024, 07:11

Heute gibt´s nur ein Mini-Update über das Höhenruder. Eigentlich sieht es simpel aus, in Summe stecken aber trotzdem gut 1 1/2 Std Arbeit drin.
Zuerst hab ich drei 1mm Plastikplatten übereinander geklebt, dann zugeschnitten und geschliffen. Erst mit 80er Körnung, dann 120er und zum Schluss mit 180er Schleifpapier.





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Donnerstag, 22. Februar 2024, 11:27

Weiter geht’s mit der Beplankung vom Seitenruder. Oben an der Spitze von der Finne fehlt ein Stück, Da hab ich nicht richtig aufgepasst und hab´s einfach zu spät gemerkt. Damit ich nicht nochmal entplanken muss und möglicherweise mehr kaputt mache, hab ich
das bisschen mit Spachtel aufgefüllt und verschliffen. Im Nachhinein sieht man es auch auf dem Bild weiter oben wo ich das Sheet probehalber hingehalten habe, aber in dem Moment des ankleben ist es mir nicht wirklich aufgefallen.




Als nächstes hab ich den Rumpfrücken beblankt. Zuerst habe
ich mir eine Schablone aus Papier gebaut, um die Kontur um das Seitenruder
herum mit abzudecken. Dies habe ich dann auf ein weiteres Stück Papier
übertragen und gespiegelt. Zum Schluss dann auf 0,25 mm Sheet übertragen und
ausgeschnitten. Hier mal die einzelnen Arbeitsgänge:


1. Mit Papierschnipseln habe ich die Kontur der zu beplankenden Fläche am Rumpf dargestellt.



2. Wurde diese Kontur dann auf ein neues Blatt Papier übertragen, gefaltet (dadurch gespiegelt) und ausgeschnitten und dann auf 0,25mm Plastiksheet übertragen.



Dann hab ich das Sheet erst oben am Rumpfrücken angeklebt...





...von unten dem Rumpf geschlossen...



... und die linke Seite angeklebt...



...und ein letzter Blick von der rechten Seite in den Rumpf, zum Glück kein Werkzeug vergessen...




...und das Endergebnis nach dem Entfernen der ganzen Überstände

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11

Mittwoch, 28. Februar 2024, 10:19

Zur Abwechslung mach ich mich jetzt mal über die Nase bzw. die Form für die Urform für die Cowling. Ein Motornachbau ist nicht geplant. Deshalb bau ich erstmal eine Urform aus Vollmaterial um es dann tiefzuziehen. Aber auch das ist für mich absolutes Neuland. Ich habe darüber zwar schon einiges im Internet gelesen und in der Theorie ist das offenbar auch echt easy, aber ich glaub in der Praxis wird es den ein oder anderen Fehlversuch geben.

Für die Urform hab ich aus Plastiksheet eine Grundkonstruktion gebaut um zumindest schon mal die Form einigermaßen vor Augen zu haben.








Danach hab ich die Bereiche zwischen diesen Spanten mit Balsaholz gefüllt, verschliffen
und verspachtelt. Um die Rundung in der Mitte nachzubilden habe ich ein rundes Reststück und ein Stück Gießast eingebaut.




Zum Schluss dann noch vorne die Öffnung eingefräst.




Und eine Passprobe am Rumpf. Was noch fehlt ist die Hutze unten an der Cowling, da bin ich noch am Überlegen, das Teil mit an die Urform zu modellieren oder als eigenes Bauteil zu erstellen um es dann anzukleben.



Zum Vergleich das Original - passt einigermaßen, denke ich.





12

Donnerstag, 29. Februar 2024, 12:21

Toll was du hier bisher ablieferst! Hab ebenfalls noch eine ASK21 in 1/32 hier liegen und dachte an ein ähnliches Diorama, deshalb bin ich natürlich umso gespannter, wie es hier weitergeht :)
VG
Wolfgang

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13

Donnerstag, 7. März 2024, 14:28

Danke für die Motivation! Auch wenn´s grad etwas schleppend vorangeht, ans Aufgeben hab ich noch nicht gedacht.

Leider hat die Zeit nur für einen Versuchsaufbau gereicht. Ganz nach dem Motto "Trial and Error" habe ich mich nach langem Überlegen dazu entschlossen, die Tragflächen doch noch mal neu zu machen. Die Idee: Wie beim ersten Versuch einen Kern aus Balsaholz schleifen, dann aus 0,25mm Sheet die Struktur, wie man sie auf der Draufsicht sieht, ausschneiden, aufkleben und dann mit Butterbrotpapier „bespannen“. Ein erster Versuch mit einem Probestück sieht vielversprechend aus. Lackiert hab ich dieses Versuchsteil
mit der Spraydose. Abgesehen von der Qualität der Lackschicht ist das Ergebnis eigentlich ganz ok, auch wenn es auf dem Foto nicht so gut rüberkommt.




Meine Hoffnung liegt auf dem Wochenende, dass ich da mal wieder etwas voran komme.

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14

Donnerstag, 21. März 2024, 11:43

Endlich kann ich mal wieder einen Fortschritt vermelden!
Wie geplant habe ich beide Flügel aus Balsaholz geschliffen. Ich will natürlich möglichst nahe an das Original kommen. Nachdem also die grobe Form mit 60er Schleifpapier sehr zügig herausgearbeitet war, endete es dann einer nicht enden wollenden Schleiforgie mit 180er Schleifpapier, ständigem kontrollieren mit Winkel und Haarlineal, nachmessen, wieder vorsichtig schleifen. In Summe war ich bestimmt gut 6-7 Stunden dran gesessen. Dafür hat es gleich beim ersten Versuch geklappt.










Als nächstes geht’s an die „Beplankung“ oder wie auch immer man dazu sagen will. Von der Draufsicht des Ausdrucks hab ich mit Butterbrotpapier die Rippen übertragen, dieses dann auf zwei 0,25 mm Plastiksheet fixiert.



Da es jetzt erstmal in den wohlverdienten Osterurlaub geht, wird es ein bisschen dauern bis zum nächsten Update.

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15

Mittwoch, 3. April 2024, 06:31

Mit einem Mini-Update melde ich mich zurück.

Das Querruder ist ausgeschnitten und aufgeklebt. Der Rest folgt hoffentlich in Kürze.





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16

Freitag, 19. April 2024, 13:48

Endlich habe ich genug Material für ein weiteres Update zusammen. Die Oberseiten der Tragflächen sind beplankt.



Beide Tragflächen sollen durch den Rumpf über zwei Holme verbunden werden. Dafür hab ich zwei Streichhölzer genommen. Ich habe jeweils gaaaanz vorsichtig zwei Löcher in die
Tragflächen gebohrt, die Streichhölzer abgelängt und zusammengesteckt.
Die beiden Holme wurden dann auf die Rumpfunterseite
geklebt.









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17

Freitag, 19. April 2024, 13:53

Und noch ein kleiner Ausblick auf die nächste Baustelle: Das Fahrwerk. Die Radschuhe sollen aus Vollmaterial entstehen. Dazu habe ich grob 1 mm Sheet zurechtgeschnitten. Mehr dazu im nächsten Update...


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18

Donnerstag, 25. April 2024, 14:05

Wie angekündigt gehts mit den Fahrwerken weiter. Im Modell hat ein Radschuh eine Breite von ca. 8mm. Also habe ich pro Fahrwerk 8x 1mm Sheet grob in Form geschnitten. Danach wurden 4 Platten verklebt und dort eine Aussparung für das Rad herausgefräst. Die Räder stammen übrigens vom A380. Haben genau die passende Größe.







Dann wurde alles zusammengeklebt und die Schleiforgie ging los. Man glaubt es nicht, aber pro Fahrwerk hab ich fast 3 Stunden geschliffen bis alles gepasst hat.







Wenn ich ehrlich bin, so ganz gefällt mir vor allem die Verkleidung von der Fahrwerkstrebe (Also das Ding oberhalb vom Radschuh) noch nicht. Während der Bearbeitung war es als Halterung aber sehr hilfreich. Vielleicht trenne ich die nochmal ab und mach sie neu. Die Radschuhe an sich finde ich dagegen schon gelungen.
Was noch fehlt, ist der Trennschlitz und ein paar kleine Details an der Außenseite.


Zum Vergleich mal die originalen Radschuhe:









19

Donnerstag, 25. April 2024, 15:42

Schöne Fortschritte!

Die Radverkleidung hast Du ganz gut getroffen.
Was hältst Du davon, das Holz der Tragflächen zwischen den Rippen und auch zwischen der Querruderstruktur auszusparen?
Schöne Grüße,
Simon

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20

Freitag, 3. Mai 2024, 13:05

Danke! Mit dem Gedanken hab ich auch schon gespielt. Das Problem ist, dass die dargestellten Rippen sehr dünn sind (ca 1mm). Den Holzkern der Tragfläche habe ich aber so gefertigt, dass die Maserung vom Holz in Längsrichtung gehen. Daher müsste ich quer zur Faserrichtung arbeiten und das könnte vermutlich sehr leicht zum Bruch führen.

Leider stockt der Bau zur Zeit etwas - liegt wohl am beginnenden Frühling / Sommer.
Aktuell habe ich wieder etwas am Rumpf gearbeitet und am Heck die Abdeckung für den Rumpf-Seitenleitwerk-Übergang angefertigt. Eigentlich ist das ein Teil, da es aber in sich mehrfach gekrümmt ist, versuche ich mein Glück auf mehreren Etappen mit Kleben und Spachteln. Zuerst seitlich ankleben und wenn das getrocknet ist, vorne um die Nasenleiste herumziehen und dann die Lücken verspachteln. Mal schauen, ob mein Plan aufgeht...





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21

Montag, 6. Mai 2024, 14:27

...und ich denke, der Plan ist aufgegangen. Der Vorgang war, wie ich es mir gedacht habe. Über dem Rumpfrücken und an der Nasenleiste vom Seitenleitwerk hab ich ca 1 mm breite Streifen zur Mitte hin geklebt, den Rest mit Spachtelmasse verfüllt und verschliffen. Ein bisschen dünner muss ich es noch schleifen, zumindest an den Kanten.



Und (mal wieder) im Vergleich das Original.


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22

Donnerstag, 16. Mai 2024, 13:03

Um die Unterseite der Tragflächen nachzubilden bin ich einen anderen Weg als auf der Oberseite gegangen: Ich habe mich dazu entschieden, meine Papierschablone auszuschneiden. Aufgeklebt hab ich den Zuschnitt dann mit Holzleim. Im Nachhinein war diese Variante die einfachere Lösung gewesen. Geht wesentlich schneller beim Ausschneiden und aufkleben und ist noch etwas dünner als das Plastiksheet. Die Oberseite musste ich nämlich dünner schleifen, da es sonst optisch überhaupt nicht stimmig war. Die entstandenen Kanten an der Flügelvorderkante habe ich verspachtelt und verschliffen - und leider vergessen davon Bilder zu machen. Da ich aber nur die linke Tragfläche gemacht habe, hole ich das nach, wenn ich die rechte Fläche mache.




Danach habe ich wie bereits früher geschrieben den Flügel mit Butterbrotpapier überzogen. Zuerst habe ich die Oberseite mit Holzleim bestrichen, dann das Papier darübergelegt und die Falten ausgestrichen. Danach kam die Unterseite dran.






Auch das Querruder hab ich bespannt.


23

Samstag, 18. Mai 2024, 18:17

Hallo Michael,

bei deinem Baubericht bleibe ich immer wieder hängen. Das ist sehr schöner Modellbau was du hier zeigst. An sich ist dies ja eine Möglichkeit, Modell zu bauen, die es nicht als Modell gibt. Ich beschäftige mich zwar mit 3D-Druck und zwangläufig mit CAD Programmen aber das Modell in 3D zu konstruieren ist ganz schön umfangreich, aber auch machbar. Mit der Variante wie du sie hier zeigst hat man schnellere erfolge. Mach weiter so.

Du fragtest in meinem Baubericht nach einem "Lycoming" Motor. Meinst du den O-360 oder den XR-7755?


Den O-360 gibt es als 3D Modell und ist sogar druckbar. So bin ich an einige Motoren gekommen, die ich gern drucken möchte. Da es auch der Cessna Motor ist, wäre er für mich ebenfalls interessant.


So, nun warte ich wieder wie es hier weiter geht. Der bau des Rumpfes wird spannend.


Bis später


Daniel

24

Sonntag, 19. Mai 2024, 00:10

Spannend, das mit dem Butterbrotpapier :thumbup:
Wirst Du noch Spannlack zum spannen verwenden?
Wobei: Spannlack könnte evtl.den Kunststoff angreifen.
Schöne Grüße,
Simon

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25

Montag, 3. Juni 2024, 10:17

Danke für die Motivation, Daniel. Aktuell stehen noch andere Projekte daheim an, da finde ich leider wenig Zeit, aber ich geb nicht auf! Unsere Vereinsmaschine hat den O-360. Also vielleicht wäre das doch eine Überlegung, den einzubauen. Ggfs. würde ich also nochmal auf dich zukommen. Kommt auch drauf an, wie sie dann letztlich dasteht, sprich ob und wieviel Gewicht ich vorne reinpacken muss.

Über die Lackierung habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht wirklich viel Gedanken gemacht, bis auf den einen Versuch mit der Sprühdose. Das werde ich einfach mal ausprobieren müssen.

Immerhin habe ich trotz Pfingsturlaub es noch geschafft, den Rumpf weiter zu beplanken. Die rechte Rumpfhälfte ist erst angeklebt und trocknet, auf der linken Seite ist der Übergang schon verspachtelt aber noch nicht verschliffen.





Und noch eine kurze Passprobe mit Tragflächen. Und ein Fahrwerk habe ich mal provisorisch montiert.





Was beim Rumpf sich aber als Problem herauskristallisiert: Ich befürchte, dass ich einen Fehler gemacht habe mit der Verwendung von dem 0,25 mm Sheet zum beplanken. Durch das ständige Handling, schleifen usw. sind im Laufe der Zeit immer mehr Stellen aufgetaucht, die ich nachbessern musste. Sieht man auf dem ersten Bild am linken Bildrand am besten. Aber ich bleibe mal vorsichtig optimistisch...

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26

Montag, 3. Juni 2024, 20:29

Hallo Michael,

ich würde wahrscheinlich Plastiksheetreste in Modellkleber auflösen und den Brei als Spachtelmasse verwenden. Das nehme ich lieber als Spachtel weil die Verbindung denn Bomben äh garantiert Schleiffest wird.

Viele Grüße
Knut

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27

Dienstag, 4. Juni 2024, 08:13

Hi Knut,
danke für den Tipp, das hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm gehabt, aber klar, macht Sinn! Werde ich bei Gelegenheit mal versuchen.

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28

Montag, 8. Juli 2024, 13:36

Endlich habe ich es nach langer Zeit mal wieder in den Bastelkeller geschafft. Weitergemacht habe ich mit dem Tiefziehrohling für die Haube. Aufgebaut habe ich sie nach dem gleichen Prinzip wie die Cowling. Aus Sheet die Form der Kontur, die Lücken mit Balsaholz gefüllt, verschliffen, gespachtelt und den letzten Feinschliff gegeben.









Tja, und was soll ich sagen, bei der Passprobe ist mir ein ganz grober Fehler aufgefallen. Das Brandschott ist viel zu niedrig angeklebt worden. Wie das genau passieren konnte, ist mir unerklärlich. Ich habe mir aus Papier die Seitenansicht entsprechend ausgeschnitten und aufs Modell geklebt, da sieht man es am besten:







Da bleibt nur die grobe Methode mit der Säge.



Jetzt passt zumindest der Tiefziehrohling...



Mal schauen, wie ich das wieder halbwegs hinbekomme. Als nächstes hab ich geplant, mich mal ans Tiefziehen zu wagen, davon bald mehr...

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