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1

Freitag, 6. August 2021, 09:29

Revell Samba T1, verrostet

Hallo Lackschnüffler,

ich möchte mich jetzt mal revanchieren, für all die guten Bauberichte, Tipps und Erfahrungen die ich hier schon bekommen habe.
dazu nehme ich euch mit in meinen Hobbyraum im UG -->Meine "mancave" :lol:
Ok, was steht an :
Ich will den T1 Samba von Revell in 1:24 mal bauen, aber verrostet. die ganzen mir bekannten Lackiertechniken, salt-chipping, Pigment, Rost und wash mal ausprobieren.
Ein großes Experimentierfeld für mich.

Das ist mein 2ter "Rosty" und meine Motivation dabei : Rostiges Auto = doppelter Bauspaß.
Ich hoffe, daß das Projekt klappt, mir viele über die Schulter schauen, sich inspirieren lassen, so wie ich mich hier im Forum anfixen lasse.



Nehmt Euch einen Stuhl, Getränke und ich fange mal an

Als erstes hab ich den Unterboden kpl. montiert und mit Valejo-Air grundiert und mit verschiedenen Rosttönen gebrusht.
Hier wollte ich erstmal sehen, wie die Rosttöne so rüberkommen.



Da das Modell mal in einer kleinen Vitrine stehen soll, kann ich am Unterboden experimentieren und meine Erfahrung oben an sichtbaren Teilen dann anwenden.

Dann habe ich mir Gedanken gemacht wo so ein Bus durchrostet, wo sammelt sich evtl. Wasser in den Hohlräumen oder wo sind Unfallschäden entstanden.
Nach dem dremeln gabs dann kein zurück mehr. der Kunststoff ist ausgefräst und jetzt muss es ein "rosty" werden.



so long
Wolle

2

Freitag, 6. August 2021, 09:50

..ok, das mit den Bildern hochladen muss ich heute Nachmittag mal in Ruhe probieren.
So in der Vesperpause "ma 'gschwind eben machen" war nix

Sssssooorrry

Holt Euch noch was zu knabbern, wir starten den Film eben etwas später

so long
Wolle

Beiträge: 36

Realname: Vojislav

Wohnort: München

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3

Samstag, 7. August 2021, 09:19

Hallo Wolle, hab sowas noch nie gemacht, bin gerne dabei und lasse mich inspirieren.

Gruß Vojislav

4

Samstag, 7. August 2021, 17:16

Hi Wolle :wink: ,

habe das Rosenheimer Herbstfestbier und die Knabberbrezel schon hier stehen :abhau:

Bin dabei :ok: zumal ich ja auch gerade meinen Brezel- Käfer zum Teil verroste :rolleyes:

Der Unterboden erscheint mir eher etwas kupfern, als Rost, oder sieht das am Bild nur so aus?

Sonst ist der Anfang schon mal sehr interessant :five:
Viele Grüße :wink:
Michi
https://www.michis-modellbau.de

5

Samstag, 7. August 2021, 22:06

Hi Michi,
schön dass Du in der ersten Reihe sitzt und das ganze mitverfolgst.
In der Tata, am Unterboden ist nur mal die Base aufgetragen. Noch zu hell......
Aber das wird - hoffentlich

6

Samstag, 7. August 2021, 22:25

Ein Hallo an alle Lackschnüffler,bei diesem besch... verregneten, Sauwetter kann man, äh Mann, ja nur in den Bastelkeller. :lol:
Ich jedenfalls habe mich heute mit den Reifen vom Rusty-Samba beschäftigt.
Das Bussle steht auf platten Reifen, und ich zeige Euch , wie ich es gemacht habe.


Step1 : Das untere Stück vom Gummi abschneiden. Reifen an der Lauffläche mit groben Schleifmittel so richtig runterratzen. Der
Wagen ist ja schließlich schon einige 1000 Meilen auf den Gummies gelaufen





Dann habe ich mit 2 Komponenten Epoxy-Knete ein Würstle (Worschd / Wurst) geformt und um den Reifen gelegt. Andrücken und modelieren.


Zuerst hab ich alles mit Mattschwarz gebrusht.


Anschließend von dunkelrichtung hell (bis weiß) mit der Gun aufgetragen.

wash dran und mit Trockenmaltechnik noch Highlights gesetzt.

Hm, bei den Makrobildern sieht das jetzt ziemlich mies aus, was ich da heute gepuzzlt habe.... :nixweis:

Ab morgen gibts nur noch unscharfe, kleinformatige Bilder :baeh:

so long
Wolle

7

Samstag, 7. August 2021, 23:41

Darf ich Dir ein anderes Herrangehen für verschlissene Reifen empfehlen?
Meiner Erfahrung nach bekommt man das ganz gut hin, indem man den Reifen mittels langer Schraube, Mutter und 2 Unterlegscheiben im Akkuschrauber oder der Bohrmaschine einspannt. So kann man den Reifen auf groben und später feinem Schmirgel gut runter schrubben.
Dadurch ist die Oberfläche gleichmäßig abgenutzt und man beugt den Bremsplatteneffekt vor, wie bei Deinen Reifen rundherum zu sehen.
MfG Lukas :wink: :wink: :wink:

8

Sonntag, 8. August 2021, 08:49

Der Tipp ist Klasse

Ich bin mit dem Ergebnis auch nicht soooo glücklich, die Lauffläche der Reifen ist in der Tat sehr ausgesagt.
Hoffentlich kann ich das dann im Diorama mit Gebüsch und Laub etwas kaschieren.

Wolle

9

Sonntag, 8. August 2021, 20:20

Hallo Lackschnüffler in der ersten Reihe,
ich habe die Reifen umgearbeitet. Warum ?Naja, weil sie ja nicht sehr rund abgeschliffen waren. Ich war auch unzufrieden.

Auf die Bohrmaschine konnte ich sie ja nicht nehmen, denn ich hab ja schon den platten Reifen drangepappt. Aber ich habe die Mantelfläche nochmals überarbeitet. Ich finde, jetzt siehts besser aus:


Natürlich hab ich auch am Aufbau weitergemacht. Teile anpassen, verschleifen und zusammenbauen.


Das war eine einfache Übung und geht zügig voran.


Das Dach habe ich nur zur Anprobe drauf, ich habe mit vorgenommen, alles noch von oben montieren zu können und habe es daher nicht verklebt - noch nicht.

Dann habe ich alles in Rostgrundtönen gebrusht. Hier würde ich beim nächsten mal fleckiger arbeiten, also möglichst nicht Monochrom.


Dan zum ersten mal in meinem Leben die "Salt-Chipping-Method" oder "Salzbrezelmethode" angewendet.
Dazu habe ich grobes, körniges Salz in der Mühle zerstoßen um verschiedene Körnungen hinzubekommen.

Dann werden die Stellen, die rostig bleiben sollen mit Wasser eingepinselt und das Salz aufgesträut. Ich war mutig, einfach mal drauf. Mal sehen wie es wird.

Jetzt gut trocknen mit dem Fön oder einer Wärmelampe (hab ich behauptet, ich sei ein geduldiger Modellbauer ??)

Anschließend kommt der Decklack drauf. Hier zuerst weiß. Und den Samba unterhalb der "Zierleiste" in Pastellblau.


Eine Tür ist schon Ersatzteil, und die bekam eine andere Farbe.
Nach dem trocknen ( ja, Wärmelampe geht schneller) wird das Salz mit einer ollen Zahnbürste abgeschrubt.


Ehrlich : Der Effekt ist verblüffend. Ich bin begeistert.. :D




Das ist doch schon mal eine gute Ausgangsbasis für mich um mit dem "verrosten" zu beginnen.





Dazu nächstes mal mehr.

Nachtrag:Hier mal ein Bild vom Rohbau-Motörchen. Leider siht man davon nachher so gut wie nix - vielleicht gestalte ich das Modell mit offener Motorhaube ?


so long

Wolle
* PS : Mein erster Bericht hier im Forum, aber das Formatieren von Text und richtiges Einbetten von Bildern ist schon eine Herausforderung.... :bang:

Oder stell ich mich nur doof an ?

10

Mittwoch, 11. August 2021, 19:37

Hallo an alle Lackschnüffler,

ich habe weitergebaut.
Die Karo wurde entsalzt und weiter mit Airbrush, Pigment und Pinsel (nur tupfen) bearbeitet


An sehr rostigen Stellen habe ich ganz feinen Sand mit dünnflüssigem Kleber aufgetragen und entsprechend eingefärbt

Die vorderen Scheinwerfer konnte einer gebrauchen und fehlen deshalb. Die Kabelstränge hängen heraus.



Dann hab ich mich an die Sitze gemacht.

Polster ausgeschnitten, Ecken gebrochen und aus den Spritzlingstäbchen und Feuerzeug ganz dünne Drähte gezogen.
Die hab ich von unten eingeklebt.

Dann ein Taschentuch (ohne Prägungen) in Schichten zerlegen. Oft sind die Tatü`s mehrlagig. In einem Weißleim-Wassergemisch getränkt und mit dem Pinsel auf die Sitzfläche trapiert. Einschneiden und rissig machen.


Ach ja, dann gut trocknen lassen. Das Taschentuch wird dann Pergamentartig und lässt sich gut mit einem Skalpell bearbeiten. Ich habe dann grau gebrusht, sowie die ganzen alterungsspuren mit Airbrush, und Pigment aufgetragen. Das sichtbare Drahtgeflecht natrürlich rostig

Bei den vorderen Sitzen hab ich das Drahtgeflecht aus einem alten Küchensieb genommen. Einfach aus purer neugier, wie da das Ergebnis dann wird.
Der Rest, sprich Taschentuch einweichen und belegen bleibt das gleiche.

Ich finde die Variante schöner, da das Drahtgeflecht filigraner ist. Leider (noch) kein Bild von den fertigen Vordersitzen.




so long
Wolle

11

Mittwoch, 11. August 2021, 19:57

Moin....uihh, das sieht klasse aus, die Roststellen und alles andere kommt echt gut rüber...
Ja die Salztechnik is echt klasse, habe ich bei meinen auch angewendet aber deins sieht bedeutend besser aus :ok:







Bin gespannt wie der später aussieht :smilie:

Schöne Grüße Alex :wink:

12

Donnerstag, 12. August 2021, 09:09

Moin Alex,


Dein Rost sieht doch gut aus! Was stört dich daran ?
Einzig die blitzeblanken Felgen stechen arg hervor ;)




LG
Wolle

13

Dienstag, 17. August 2021, 20:18

Hallo zusammen,

ich hab mich mal mit den Scheiben beschäftigt.Bei 2 Stück habe ich die Isolation von einem 1mm Draht abgeschnitten und der Länge halbiert.
Diese "Halbschale" hab ich dann als Fenstergummi um die Scheibe geklebt.

Auserdem wollte ich auch gebrochene Scheiben darstellen. Die eine ist ganz gut gelungen, der gerade Bruch kommt nicht so gut....Alle Scheiben hab ich vorher mit 2000er Schleifvlies mattiert.
Bei der Frontscheibe hab ich zuerst ein Stück Tesa in Form vom Wischfeld aufgeklebt.
Damit hab ich die unterschiedliche Optik/mattierung dieser Scheibe hinbekommen

Hier die Bilder dazu :


14

Dienstag, 17. August 2021, 20:26

Und heute noch einen 2ten Teil:
Eine der seitlichen Türen wollte ich zeigen, als wäre die ganze Innenverkleidung rausgerissen.

Dazu hab ich die Türe innen freigeschliffen, ordentlich Durchrostung reingefräst und dann aus einer dünnen Platte einen Rahmen geschnitten





rost mit der airbrush drauf und wieder mit Salzkrümel arbeiten




Fast fertig, aber eine gute Ausgangsbasis zum weiteren "altern"

Bis zum nächsten mal
so long
Wolle

15

Samstag, 11. September 2021, 08:50

Guten Morgen zusammen,
weiter geht es mit ein paar Bildern und dem Abschluß meines Projektes.

Nebenbei hab ich auch eine Platte für meinen Samba gebaut, auf dem ich den Wagen Präsentieren werde.



Und nach der ENdmontage sieht der Bus nun so aus:






Ich hoffe der Wagen gefällt Euch :-)Ich bin mit dem Endergebniss sehr zufrieden. Natürlich würde ich das ein oder andere (vor allem die Reifen) beim nxt mal anders bauen...
Aber als nächstes widme ich mal wieder einem "hochglanzlackiert Showcar"
so long
Wolle

16

Samstag, 11. September 2021, 09:29

Der arme Samba, der hat es hinter sich :heul: . Der Bau deiner Rostschüssel finde ich aber gelungen, Wolle :thumbup: .

Klar, ein paar Sachen könnte man anders gestalten, zum Beispiel das halb zerbrochene Fenster, meiner Meinung nach wären da nur Reste vom Glas sinnvoller, oder das fehlende Stoffdach, das könnte man auch gut als Fetzen herabhängend als letzem Rest davon darstellen. Die Reifen, die dir nicht so gefallen, die fallen auf dem kleinen Dio gar nicht so sehr auf weil sie ja zum Großteil verdeckt sind :)

Bernd

17

Sonntag, 26. September 2021, 08:04

Moin Wolle

Schade . Leider habe ich deinen BB verpasst . Ja so habe ich auch mal angefangen. Dein kleines Dio ist sehr schön geworden , fürs erste mal eine tolle Arbeit . :thumbsup: :thumbsup:
Bin gespant auf weiteres ^^


Heiko
Eine kleine Weisheit fürs Leben

--Pople niemals in der Nase wenn Du über Kopfsteinpflaster fährst --

18

Montag, 27. September 2021, 08:07

Moin Heiko,

danke für die Blumen :-)

Das war jetzt meine 2te Rostlaube und es macht jedes Mal unheimlich Spaß anders als nach Bauplan zu bauen.
Ich hab da noch einen Alfa Giulietta, der steht aber nur auf einem grauen Untergrund (Hinterhofgaragenboden)




LG
Wolle

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19

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 17:05

Hallo Wolle,

ich finde das Ergebnis wirklich super. :ok:
Hab mich selbst noch nie an Rost versucht und bin echt beeindruckt wie authentisch das ganze aussehen kann.

Auch wenn ich neu im Forum bin würde ich mir direkt eine kleine Anmerkung erlauben zu:

[...] Natürlich würde ich das ein oder andere (vor allem die Reifen) beim nxt mal anders bauen... [ ]


Ich würde dir für die nächsten platten Reifen eine andere Optik empfehlen.
Entlang der Lauffläche liegen in den Reifen stabile Drahtgeflechte, die sogenannte Karkasse. Diese würde sich auch bei recht hochwandigen Reifen nur leicht in Laufrichtung ausbeulen und nicht so eine starke Wulst bilden wie du sie dargestellt hast.
Normalerweise würde sich die Felge auf die Karkasse ablegen, so wie es bei dir auch der Fall ist....aber sich die Karkasse in ihrer Form kaum verändern.
Was bedeutet der Reifen würde oben eigentlich etwas schmaler werden weil die Karkasse ihn quasi in das Radhaus drückt und sich somit die Reifenflanken "in die Länge ziehen"....
und unten würden sich die Reifenflanken quasi zusammenfalten und somit links und rechts neben dem Reifen ablegen.
Den oberen Part kann man gewiss ignorieren aber unten würde das bedeuten vor und hinter dem Reifen nur eine ganz ganz leichte Ausbeulung aber dafür links und rechts genau die hälfte der "platten" Reifenhöhe, dann sollte das ganze gleich realistischer aussehen.

Viele Grüße
Hendrik :wink:

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20

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 21:09

Abend Wolle :wink:

Find ich gut gelungen . Und mit den Stahlfelgen siehts um Welten besser aus . :ok:

Gruß Fredl

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