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Beiträge: 687

Realname: Markus

Wohnort: Oldenburger Münsterland

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121

Donnerstag, 2. September 2021, 13:28

Wahnsinn, was der Günter hier wieder zaubert. :love:
Ich liebe deine Bauberichte, weil man dabei so viel lernen kann.
Und ich bewundere alle die, die Geduld aufbringen, selbst die kleinsten Details nachzubilden.
Dafür hätte ich nicht die Geduld und auch nicht mehr die Sehkraft, deshalb bleibe ich im Bereich 1/8 bis 1/18. :whistling:
Obwohl mich beim lesen der BB von Günter immer wieder reizt, es wenigstens mal zu versuchen eines von Günters Modellen nachzubauen. :D
Aber da kann ich nur scheitern. :abhau:
Im Bau:

Star Wars Millenium Falcon 1:43 (DeAgostini) 95% | DeLorean 1:8 (Eaglemoss) 75% | Samba Bulli 1:8 (Altaya) 100%

122

Freitag, 3. September 2021, 22:17

Liebe Leute,
vielen Dank für die belobigenden Worte.
Es ist doch egal in welchem Maßstab man die Modelle baut. Die Hauptsache ist die Freude am Basteln, so wie es jeder gerne mag. Modellbau ist kein Leistungssport.
Viele Grüß
Günter

123

Freitag, 3. September 2021, 23:02

Die Bremsscheiben (Teil1)
Lange habe ich darüber nachgedacht, wie man die Bremsscheiben verbessern könnte. Die Bausatz-Variante ist recht dürftig gestaltet. Eine Lauffläche sucht man vergebens, aber dafür an dieser Stelle einige hässliche Auswurfmarken. Auch ist der Innendurchmesser der Scheibe auf der Innenseite größer als auf der Außenseite. Nachdem ich die Auswurfmarken verspachtelt und verschliffen hatte, dachte ich, die Teile einfach in Silber zu spritzen und nicht weiter zu bearbeiten. Aber wie der Zufall es wollte, sind mir in der Keller-Kramkiste einige Unterlegscheiben aus Stahl in die Hände gefallen. Diese hatten zufälliger Weise den gleichen Durchmesser wie die Bremsscheiben. Natürlich konnte man sie nicht von beiden Seiten auf die Bremsscheiben kleben, dazu waren sie mit 0,5 mm viel zu dick. Da hätte sich mit der Bausatz-Scheibe eine unmögliche Dicke von 2,5 mm ergeben. Mir ist dann die Idee gekommen, die U-Scheiben als Lehre zu benutzen. Wie immer, war das einfach gedacht, aber schlussendlich doch recht aufwendig in der Fertigung.
Meine Vorgehensweise habe ich wie immer dokumentiert. Lediglich den Ausschuss der ganzen Frickelei habe ich unter den Tisch fallen lassen. Es bleibt ein Geheimnis, was ich euch vorenthalte.


Die verspachtelten Auswurfmarken genau auf der Lauffläche der Bremsklötze.


Vor langer Zeit gab es mal PE-Teile, welche aber in ihrer Ausführung unnütz waren. Auch hier waren die Laufflächen unterschiedlich breit ausgeführt. Die restlichen Teile waren ebenfalls nicht der Hit.


Die Unterlegscheiben aus der Kramkiste. Leider waren es nur 6 Stück, gerne hätte ich ein paar mehr gehabt.


Die U-Scheibe habe ich mit Sekundenkleber auf ein Stück 0,1 mm Aluminiumblech geklebt.


Nachdem der Kleber gut durchgetrocknet war, habe ich den Überschuss des Alu-Bleches bis kurz zum Rand mit einer Schere abgeschnitten.


Anschließend wurde mittig ein Loch gebohrt.


Dann habe ich die Ränder mit dem Dremel und einem feinen Schleifgummi bis an die Unterlegscheibe abgeschliffen. Dies ging recht einfach, da das Alu, im Gegensatz zum Stahl, recht weich ist und sich gut abtragen ließ.


Auf diese Weise habe ich für den ersten Durchgang alle 6 Scheiben hergestellt.

124

Freitag, 3. September 2021, 23:10

Die Bremsscheiben (Teil2)


Problem war, die Scheibe halbwegs zentrisch in das Mandrell zu spannen.


Die verwertbare Alu-Fläche kam dabei nach außen ...


… und wurde mit einem groben Schmirgel bei kleiner Drehzahl abgezogen.


Die Innenseite habe ich mit der Fräse herausgeschnitten und anschließend mit dem Schleifgummi bis an die Unterlegscheibe heran geglättet.


Nachdem die ganze Konstruktion für 30 Min. in Aceton gelegen hatte, konnte man die verklebten Scheiben lösen.


Das Ergebnis ist zufriedenstellend, …


… hauchdünn und sehr labil.


Aber jetzt ist erst mal Feierabend.

Bis demnächst
Günter

Beiträge: 1 707

Realname: Mike

Wohnort: Zwischen WÜ und TBB

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125

Samstag, 4. September 2021, 21:19

Hallo Günter!

Auch ich lese die ganze Zeit interessiert mit.
Wie immer kongenial, was du hier zeigst.
Bin schon gespannt, wie später die Bremsleitungen an die Zangen gefriemelt werden.
Sieht man im Automodellbau (bei normal verkleideten Karossen) ja so gut wie nie.
Ich wünsche dir weiter viel Spaß beim bauen und weiter so!

Gruß Mike :prost:

126

Montag, 6. September 2021, 00:27

Hallo Mike,
besten Dank für Dein Kompliment. Über die Bremsleitungen habe ich mir schon einige Gedanken gemacht. Vermutlich werde ich wieder mit dem verzinkten 0,4er Stahldraht arbeiten. Der Draht ist in dem Maßstab ziemlich schwer zu verarbeiten, sieht aber dafür realistisch aus. Ich werde darüber berichten.
Heute habe ich aber erstmal den Bremssattel-Ausschnitt an den Laufflächen fertig gestellt. Um nicht wahllos an der Lauffläche herum zu schnippeln, habe ich mir für die genaue Passung eine Lehre zum Schneiden gebaut.


Zwei Pappstücke habe ich beidseitig an den Bremssattel angelegt und miteinander verklebt.


Der Ausschnitt wurde nun auf ein neues Stück Pappe übertragen.


Der kreisrunde Ausschnitt fixiert die Lauffläche.


Auf der Rückseite kann der Ausschnitt für die Bremszange angezeichnet werden.


Sinnvollerweise legt man den Ausschnitt über evtl. Fehlstellen.


Fertig ausgeschnitten und an dem Bremssattel angelegt.


Gleiches gilt für die Rückseite. Beide Seiten haben jetzt eine identische Bremslauffläche.


Acht Bremslaufflächen, plus einer Reserve für den späteren Zusammenbau.

Einen guten Start in die Woche
Günter

Beiträge: 826

Realname: Martin

Wohnort: Wiesloch bei Heidelberg

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127

Donnerstag, 9. September 2021, 09:30

Hallo Günter,
die Bremsscheiben gefallen mir sehr gut - zwar einiges an Aufwand, aber der hat sich gelohnt. :thumbsup:
LG Martin

128

Donnerstag, 9. September 2021, 19:47

Hallo Martin,
vielen Dank für Dein Lob. Der Aufwand war gewaltig und ich mache es deshalb nicht noch einmal.
Viele Grüße
Günter

129

Samstag, 11. September 2021, 14:11

Die Bremsleitungen
Was der weiche Bindedraht doch hart sein kann. Die richtigen Radien an der richtigen Stelle zu biegen, brauchte es eine Menge Geduld.


Der Anschluss zwischen Bremszange und Bremsschlauch. Die M2-Schraune dient lediglich für den temporären Zusammenhalt der beiden Bausatzteile.


Zwei Paar spiegelverkehrte Bremsleitungen verbinden die beiden Bremssattel.


Zurechtgeschnittene Kupferdrahtisolierungen simulieren die Schraubverbindungen. Wenn man die krummen Hunde aussortiert, bleiben ein paar schöne Exemplare übrig.


Das T-Stück hatte bereits hergestellt und nun mit den Rahmen verklebt.


Bis auf den rechten Anschluss bin ich ganz zufrieden mit der Biegerei.


Damit die Pseudo-Verschraubung auch den nötigen Platz hat, habe ich die S-Biegung noch mal neu gemacht.
Wie immer, werden die Teile für den späteren Zusammenbau sicher gelagert.

Bis später mal
Günter

130

Montag, 13. September 2021, 11:03

Bin Sprachlos

Ganz große klasse, was du da zauberst!
*Maximalerrespektverneigniederknien*


LG
Wolle

131

Mittwoch, 15. September 2021, 00:02

Hallo Wolle,
dass ist ja die maximale Belobigung, vielen Dank dafür.
Viele Grüße
Günter

132

Donnerstag, 16. September 2021, 21:59

Elektrische Ausstattung (Teil 1)
Die Elektrik ist kaum sichtbar hinter den Zündspulen und den Verstrebungen versteckt. Meine Internet-Recherche war deshalb auch weniger ergiebig. Nur ein roter Kühlkörper und einige Kabel schimmerten zwischen den Motorstreben hervor. Den Kühlkörper habe ich nachgebaut, der Rest entspricht einer freien Interpretation der bunten Kabellage. Wie immer habe ich euch den Um- und Anbau mit ein paar Fotos dokumentiert.


Als Erstes habe ich die Strebe für die Zündpulen etwas nach Außen versetzt.


Dazu habe ich einen 0,5 mm Plastikrest auf die schwarze Strebe geklebt.


Dann die schwarze Strebe etwas zurückgeschliffen.


Nun liegen die Zündspulen eben auf der Strebe und können mit einem Schutzblech versehen werden, so wie es am Originalauto auch der Fall ist.


Das Schutzblech habe ich aus 0,1 mm Alublech geschnitten und zurechtgebogen.


Später wird das Schutzblech in Wagenfarbe lackiert werden.


Dann habe ich angefangen, den Kühlkörper auf der gegenüberliegenden Seite zu fertigen. Dazu habe ich zwei ca. 10 cm lange Kunststoffstreifen aufeinander geklebt.


Der Streifen wurde in etwa gleich große Stücke geschnitten

133

Donnerstag, 16. September 2021, 22:04

Elektrische Ausstattung (Teil 2)


Die Stücke wiederum habe ich zu einem Paket zusammengeklebt.


Zwischen den Arbeitsschritten ließ ich den Kleber gut aushärten. Erst danach habe ich mit der weiteren Bearbeitung begonnen. Das Paket habe ich von allen Seiten soweit zurückgeschliffen, bis der kleine Kühlkörper übrig blieb.




Auch wenn man später nicht allzu viel davon sehen wird, ist er doch ein netter Gimmick.


Weiter ging es mit diesem Teil, von dem ich nicht weiß, was es sein könnte. Gefunden habe ich es auf einigen schemenhaften Originalbildern. Vielleicht waren es Relais, oder Widerstände. Jedenfalls sind sie auch der Elektronik zuzuordnen und kommen neben den Kühlkörper hinter den Zündspulen.


Hier mal eine Passprobe. Wie man sieht, läuft die Wasserleitung gerade so eben an dem neuen Schutzblech vorbei.


Die Elektronik-Komponenten auf der Innenseite der Verstrebung.


Die fertige gesamte Einheit mit den Zündspulen. Die Verkabelung folgt später.

Bis später mit Grüßen
Günter

Beiträge: 1 382

Realname: Fredl

Wohnort: München

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USTID: 336/19590

Tel.: 089-7696665

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134

Donnerstag, 16. September 2021, 22:15

Abend Günter

Da guck ich immer wieder gerne mal rein .Gefällt mir :ok:


Sag mal , wieviel ist den da noch Original Bausatzteil ? Da sind sind doch schon mehr Scratchteile als Bausatzteile verbaut . :smilie: Aber mach ruhig weiter ^^ Schau gerne zu .


Gruß Fredl

135

Donnerstag, 16. September 2021, 22:36

Absolut Genial :respekt: :dafür:
Filigranarbeit und Detaillierung pur :ok: :ok: :ok:
Ein Augenschmaus ;)
Viele Grüße :wink:
Michi
https://www.michis-modellbau.de

136

Samstag, 18. September 2021, 00:22

Hallo Fredl, hallo Michi,
vielen Dank für die lobenden Worte. Die alten Bausätze laden geradezu zum Erweitern ein. Mir macht es Spaß, dabei das eine, oder das andere Detail hinzu zu fügen. Im Augenblick bastle ich an einer Strebe herum, die zwar vorhanden war, aber im Bausatz keine Beachtung fand. Beim nächsten Mal werde ich darüber berichten.
Beste Grüße
Günter

137

Samstag, 18. September 2021, 07:39

Ich weiß nicht ob ich es schon mal gesagt habe, aber Du schaffst mich. Was Du da aus Plastik- und Metallresten zauberst ist unbeschreiblich. Ansporn und Messlatte für alle Modellbauer, Frustration für den ein oder anderen. Aber ganz ehrlich, es motiviert ungemein Dir zuzuschauen. Und sich anschließend eigene Gedanken zu machen, wie man den eigenen Hauefn Plastik auf dem Tisch ein wenig ... schöner und akribischer bauen könnte.

Wunderbar!!!
Aktuell im Bau:
1969 Plymouth Barracuda von MPC
VW Karmann Ghia von Gunze Sangyo
Triumph TR-2 von Gunze Sangyo

Zuletzt gebaut:
Fiat 500 F von Tamiya

138

Sonntag, 19. September 2021, 14:19

Hallo Ulrich,
vielen Dank für Deine lobenden Worte. Natürlich ist Modellbau kein Leistungssport. Jeder baut so, wie er es gerne mag und damit zufrieden ist. Das ist das wichtigste. Gerne möchte ich in diesem Zusammenhang mal auf Deinen Fiat verweisen. Der ist aus Lust und Liebe entstanden. Ganz nebenbei zeugt er aber auch von einer tollen Handwerkskunst. Man kann da auch immer voneinander lernen.
Viele Grüße
Günter

139

Sonntag, 19. September 2021, 18:32

Das kleine Streben-Ubgrate
Wie schon angedroht, kommt jetzt eine kleine Strebenerweiterung zwischen Motor und Achsträger. Die Strebe liegt unter den sechs Rohren der Abgasanlage und ist kaum, aber trotzdem sichtbar. Gebaut habe ich sie aus Evergreen Profilleisten und den 0,2 mm dicken Plastik-Deckel eines Coffee-to-go – Bechers.


Ein Teil des recycelten und sehr ergiebigen Coffee-to-go – Bechers.


Die fertige Strebe in Überlänge.


Die Strebe kann ich erst ganz zum Schluss kürzen und einkleben.


Im Augenblick wird die ganze Konstruktion nur mit den Gummibändern zusammengehalten. Endgültig werden die Teile erst nach dem Lackieren zusammengeklebt.

Das war es auch schon, bis später
Günter

140

Samstag, 25. September 2021, 14:13

An dem Auspuff habe ich die Endrohre neu gemacht. Dazu habe ich 2mm Aluröhrchen verwendet.


Der Austausch war gar nicht so schwierig, als wie ich anfangs gedacht hatte.


Zur Ergänzung kam erstmal nur ein Aluröhrchen welches ich gut nach dem verbliebenen Bausatzteil ausrichten konnte.


Um für die Justage genügend Zeit zu haben, verwendete ich einen 2K-Kleber mit etwas längerer Aushärtezeit.


Auch wenn ich das Kunststoffrohr aufgebohrt hätte, sieht das Alurohr dagegen um einiges realistischer als.


Ebenso habe ich die unter dem Motor verlaufenden Endrohre ersetzt.


Die Ansatzstellen wurden mit Tamiya-Putty verspachtelt und geschliffen.


Die einbaufertige Abgasanlage.

Viele Grüße
Günter

141

Heute, 00:49

Weiter geht es mit ein paar kleinen Feinarbeiten.


Das Rückblech hat ein paar ominöse Leitungen, die vermutlich eine Tamiya Erfindung sind und mit dem Original nichts gemein haben. Jedenfalls habe ich sie auf keiner meiner Bilderrecherche ausmachen können, weshalb ich sie weggeschliffen habe.


Die Querstrebe an dem Überrollbügel muss in irgendeiner Form auch eine Leitung sein. Denn in der Mitte ist ein Anschluss für eine Leitung, welche zur Front zum Gummitank führt. Über die genaue Funktion kann man nur mutmaßen. Vielleicht war es eine Tankbelüftung oder ähnliches. Jedenfalls habe ich die Strebe mit einem Anschlussnippel versehen, um daran den Schlauch anzubringen. Dazu musste ich auch das Alublech an entsprechender Stelle etwas ausschleifen, das ist auch auf den Reverenzbildern so zu sehen. Unterhalb des Bleches habe ich zudem den Kunststoff etwas ausgedünnt. Im Original waren hier, zwischen Blech und Rückwand, Leitungen und Kabel durchgeführt, welche weiter unter dem Sitz verlegt waren.


Die Leitung war möglicherweise aus Silikon, oder damit ummantelt, was ich aus der weißen Farbgebung schließe. Bei einigen Fahrzeugen war diese Leitung auch im Motorraum an der Einspritzpumpe zu finden. Ebenfalls kann ich mir aus dem gebogenen Rohr an der Rückwand keinen Reim machen. Da an der rechten Seite ein Fühler angebracht war, habe ich die Vermutung, dass es sich vielleicht um eine Wasserleitung handeln könnte.


Die Zündspulen sind vollkommen falsch angeordnet. Hier werde ich später noch einiges umbauen müssen, da ansonsten der Gaszug nicht passen wird. Aber dazu mache ich mir erst später Gedanken


Für den Fühler hat das Rohr eine 0,4 mm Bohrung bekommen. Später werde ich dazu etwas aus Kupfer basteln.


Die Querstrebe habe ich etwas mit Evergreen verlängert.


Die Klemme für die Verbindungsstangen war ein wenig auf die Querstrebe geschoben und mit einer Inbusschraube festgezogen.


Die Inbusschraube habe ich mit meinen ausgestanzten Knöpfen nachgebildet.

Bis zum nächstenmal
Günter

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