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61

Dienstag, 6. Juli 2021, 14:06

Hallo Fredl,
Lötzinn ist auch eine gute Idee, obgleich es bei 0,4mm etwas zu labil sein könnte. Aluminiumdraht hätte vielleicht die richtige Härte, ließ sich aber nirgendwo auftreiben. Eine Alternative zum Stahldraht wäre aber für zukünftige Projekte sinnvoll.
Beste Grüße
Günter

62

Sonntag, 11. Juli 2021, 17:16

Liebe Klebstoffsüchtige,
weiter geht es mit ein paar An- und Umbauten im Frontbereich.


Die oberen Blechabschlüsse habe eine Abschlussleiste bekommen. Am Original war das Blech vermutlich einfach umgebördelt und bildete den Abschluss an der Kunststoffnase. Auf dem Abschluss war zur Abdichtung ein Moosgummi angebracht, welches ich später an dem Modell, aus Pappe oder Papier, noch anbringen werde.


Auf diesem Bild kann man die Abschlusslippe über den Hydraulikbehältern gut erkennen.


Weiterhin bekamen die Kühlwasserleitungen ein Schutzschild, welches der Bausatz nicht vorgesehen hatte.


Vermutlich sollte das Blech die empfindlichen Leitungen aus Aluminium gegen Steinschlag schützen. Mein Blech ist aus einem 0,3 mm Plastikrest gefertigt und wird später in Wagenfarbe lackiert.


Aufgrund von Platzproblemen musste ich den linken Wasseranschluss am Kühler etwas höher setzen. Das verbliebene Loch habe ich mit einem Stück Evergreen Rundmaterial gestopft und mit einem Instrument die Wabenstruktur nachgearbeitet. Die Aluminiumleitungen sind mit den Kühleranschlüssen ausgerichtet und am Chassis entgültig verklebt worden.


Alle Kühlwasserschläuche, Öl- und Hydraulikleitungen sind einbaufertig und werden bis zur endgültigen Montage gelagert. Damit die gebogenen Formen erhalten bleiben, sind einige Schläuche mit Messingdraht gefüttert.

Einen schönen Sonntag wünscht euch,
Günter

63

Donnerstag, 15. Juli 2021, 15:53

Der Gummitank
Laut Reglement mussten die Benzintanks ab 1961 den Sicherheitsvorschriften im Flugzeugbau entsprechen. Sie waren aus einem gummiartigen Material entwickelt und sollten bei Unfällen ein Aufplatzen verhindern. Der Bausatz hat diesen Gummitank im vorderen Cockpitbereich angedeutet. Da im Original einige Leitungen zwischen Karosserie und Tank geführt sind, musste ich hierfür am Modell Platz schaffen.


So schaut die Bausatzvariante aus.


An der Stelle, wo die Leitungen zwischen Karosserie und Tank verlaufen, habe ich den Gummitank aufgebohrt ...


… und großzügig ausgefräst.


Anschließend habe ich ein dünnes Stück Polystyrol eingeklebt. Zwei Pseudo-Leitungen dienen als Abstandshalter.


Von unten ist ein richtiger Flickkram entstanden. Mit vielen kleinen Reststücken habe ich versucht, das Ganze zu stabilisieren und in Form zu halten.


Nachdem die Klebeorgie gut durchgetrocknet war, habe ich die Ansätze gespachtelt und verschliffen.


Jetzt ist genügend Platz für die Verlegung von Ölleitungen, Kabelsträngen und Benzinleitungen.

Einen schönen Tag
Günter

64

Freitag, 16. Juli 2021, 19:14

Kleines Update
Der Bausatz hat die Lenkstange nicht vorgesehen. Bei mir ist sie aus einem Stück einer 1,2 mm Messingstange und einer Unterlegscheibe nachgebildet. Die richtige Position war schwierig zu finden, da sie genau zwischen Kupplungs- und Bremspedal verläuft und erst später mit der Pedalaufhängung verbaut werden kann.



Bis demnächst
Günter

65

Mittwoch, 21. Juli 2021, 09:16

Es macht immer wieder Spaß, hier reinzugucken :wink:
Grüße aus der Hauptstadt
Peter

Fertig: Ferrari F430 SpiderFerrari 360 Spider250 GT California
Akt. Baubericht

66

Samstag, 24. Juli 2021, 21:44

Hallo Peter,
vielen Dank für Dein Interesse. Es freut mich, dass Dir mein Baubericht gefällt.
Viele Grüß
Günter

67

Samstag, 24. Juli 2021, 21:48

Das Armaturenbrett
Die Qualität des schwarzen Kunststoffes ist etwas zäher und lässt sich deshalb nicht so gut bearbeiten, dafür ist er aber bruchfester. Sämtliche Fahrwerksteile sind aus diesem Kunststoff gespritzt, sowie einige andere Teile, bei dem die Bruchfestigkeit eher eine untergeordnete Rolle spielt. Dazu gehört auch das Armaturenbrett, welches schon aufgrund der vielen untergebrachten Details sehr schlecht zu überarbeiten ist.


Wie immer, habe ich zuerst die Auswurfmarken zugespachtelt.


Das Armaturenbrett sollte an den beiden Zapfen vor dem Gummitank angeklebt werden. Eine Anprobe hat ergeben, dass es dabei geringfügig nach unten geneigt ist. Nach meiner Ansicht sollte es aber etwas nach oben in das Sichtfeld des Fahrers gerichtet sein. Entsprechend ist auch das Lenkrad in gleicher Ausrichtung etwas nach oben geneigt. Die richtige Position habe ich durch die neue Lenkstange und eine eingeklebte Kunststoffhülse vorgegeben. Orientiert habe ich mich dabei an meiner Bildersammlung aus dem Internet.


Das Lenkrad mit der neuen Lenkstange. Diese wird zu einem späteren Zeitpunkt noch auf die richtige Länge gekürzt. Auch hier sind die Auswurfmarken schon mal zugespachtelt.


Das Armaturenbrett habe ich ebenfalls mit einer Hülse versehen. Dadurch steht es mit dem Lenkrad jetzt auf gleicher Ebene. Für die Tiefe habe ich einen Anschlag auf beiden Seiten der Innenverkleidung des Cockpits angeklebt.


Die beiden überflüssigen Klebezapfen können jetzt abgetrennt werden.


Auch mal ein Bild von dem chaotischen Unterbau.


Der Gummitank ist im Original in einer Art Blechwanne eingebettet. Hier die Nachbildung mit ein paar Kunststoffresten.


Die Ecken sind mit Flüssigspachtel abgedeckt und werden nach dem Trocknen verschliffen.

Das war es für heute, bis demnächst,
Günter

68

Montag, 26. Juli 2021, 14:15

Die Chromzierringe
Die Zierringe an den Instrumenten habe ich aus 0,54 und 0,17 mm Edelstahldraht gebogen.


Um die Ringe einwandfrei rund zu bekommen wurden sie um einen Dorn mit entsprechendem Durchmesser gewickelt.


Problem dabei war die Schnittstelle an den die Ringenden geschlossen sind. Beim abknipsen mit der Zange ergaben sich zwei unschöne gequetschte Enden, welche mit einem Zierring als Zierde nichts mehr gemein hatte. Eine gute Lösung war die Zuhilfenahme eines Essstäbchens aus Bambus.


Den Ring mit den überschüssigen Enden habe ich auf das konische Essstäbchen geschoben. Dabei ergab sich eine kleine Überspannung, welche den Ring über seiner Größe etwas aufdehnte.


Mit dem Dremel und einer schmalen Trennscheibe habe ich dann die überschüssigen Enden abgetrennt. Dann wurde der Ring von dem Essstäbchen heruntergeschoben, wobei er sich wieder entspannte und die Schnittflächen weitgehend bündig gegeneinander lagen. Kleinere Korrekturen gab es lediglich noch mit der Flachzange.


Das Resultat der kleinen Bastelei. Die Enden sind durch die Hitze etwas blau angelaufen, was man aber sicher noch wegpolieren kann.


In gleicher Weise bin ich mit den dünneren Ringen für die kleineren Instrumente verfahren.

Mit einem guten Start in die Woche
Günter

69

Montag, 26. Juli 2021, 18:13

Sehr schöne Ergebnisse, Ideen und Lösungen, die Du uns hier wieder mal zeigst :respekt: :dafür:

Ich habe auch schon Ringe mit Edelstahldraht gemacht, die Schnittstelle habe ich verzinnt, dann geschliffen und poliert. ;) Hat funktioniert und es sieht aus wie ein Stück 8)

Macht wieder riesigen Spaß Dir hier zuzuschauen :thumbsup:.

Ich bleib weiter dabei :)
Viele Grüße :wink:
Michi
https://www.michis-modellbau.de

70

Montag, 26. Juli 2021, 18:58

Hallo Michael,
vielen Dank für Dein Lob und auch schön, dass mal einer was sagt.
Die Ringe zu verlöten hatte ich auch schon ausprobiert. Aber an dem Edelstahl will das Lot nicht haften und perlt einfach ab. Die Idee mit der parallelen Schnittstelle ging wider erwarten auch ganz gut. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.
Beste Grüße
Günter

71

Dienstag, 27. Juli 2021, 06:06


... und auch schön, dass mal einer was sagt.

Ich muss zugeben, dass ich von dem was du da machst oft nichts verstehe. Rennwagentechnik ist mir völlig fremd, und wenn man davon nichts versteht, bleiben auch Deine Fotos relativ kryptisch. Aber diese Ringe, die verstehe ich. DIe habe ich auch schon mal versucht, und das Ergebnis war äußerst besch...eiden. Den Ergebnis hingegen ist beeindruckend und begeistert mich restlos! Vielen Dank für den Tipp mit dem Essstäbchen :ok: :ok: :ok:
Aktuell im Bau:
1969 Plymouth Barracuda von MPC
VW Karmann Ghia von Gunze Sangyo
Triumph TR-2 von Gunze Sangyo

Zuletzt gebaut:
Fiat 500 F von Tamiya

72

Dienstag, 27. Juli 2021, 08:55

Moin Günter

und auch schön, dass mal einer was sagt
MEA CULPA...
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich zwar oft bei dir rein schaue, aber noch nie einen Post hinterlassen habe :whistling:

Ich gelobe aber Besserung, da mir sehr gut gefällt was du machst, auch wenn es nicht mein Metier ist. Aber Modellbaukunst hat viele Gesichter ;)

Ingo
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73

Donnerstag, 29. Juli 2021, 07:19

und auch schön, dass mal einer was sagt.

ich habe mich jetzt extra im Forum angemeldet um das mal loszuwerden:
Den Bericht lese ich fleißig mit. Viele Berichte habe ich schon gelesen.
Und das was Du da baust ist ganz großes Kino(!)

Ich sitze in der ersten Reihe, und bin nur noch platt erstaunt, was Du an dem Baukasten noch rausholst
Respekt !

Also Danke für die Mühe, hier einen Bericht zu schreiben, :ok:
danke für die guten Bilder und erklärende Worte :ok:
Weiterhin viel Spaß und Erfolg den Wagen fertig zu bauen..


Thx
Wolle


74

Donnerstag, 29. Juli 2021, 07:27

Ja Günter, du beschwerst dich das hier niemand was sagt….
Traut sich auch keiner bei solch Kunst. Dagegen stinkt man mit seinem eigenen Modell ab.

Ganz ganz ganz große Kunst. Ich lese weiter mit :respekt: :respekt:
Mfg Max

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75

Donnerstag, 29. Juli 2021, 14:22

Hallo Günter

Doch , ich sag was dazu ........ :ok: . Das mit den Essstäbchen ist ne Klasse Idee. Da ist so gut wie jeder Durchmesser dabei was man braucht . :ok:


Warum so selten jemand was schreibt oder es immer die selben sind, wird wohl ein Mysterium bleiben . Vielleicht traut sich keiner . :nixweis:


Gruß Fredl

76

Freitag, 30. Juli 2021, 17:45

Liebe Leute,
was habe ich da nur losgetreten?

Ich muss zugeben, dass ich von dem was du da machst oft nichts verstehe. Rennwagentechnik ist mir völlig fremd, und wenn man davon nichts versteht, bleiben auch Deine Fotos relativ kryptisch. Aber diese Ringe, die verstehe ich. DIe habe ich auch schon mal versucht, und das Ergebnis war äußerst besch...eiden. Den Ergebnis hingegen ist beeindruckend und begeistert mich restlos! Vielen Dank für den Tipp mit dem Essstäbchen

Den Trick mit den Draht-Zierringen habe ich hier im Forum von jemandem abgeschaut. Wer das war, weiß ich nicht mehr. Das eigentliche Problem war es, die Schnittstelle der Ringe sauber hinzubekommen. Dazu habe ich die Bambus-Essstäbchen modifiziert und am Schleifteller konisch geschliffen. Erst dadurch ließ sich der Ring richtig gut festklemmen und die überschüssigen Enden sauber abtrennen. Auch wenn ich es nicht geschrieben habe, war die ganze Aktion doch etwas aufwändiger als gedacht. Es gab nämlich auch viele unbefriedigende Versuche, welche in der Schrottkiste gelandet sind.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich zwar oft bei dir rein schaue, aber noch nie einen Post hinterlassen habe

Mit den Schiffsmodellbauern geht es mir auch nicht besser. Wenn die fachsimpeln, verstehe ich nur Bahnhof, aber ich schaue mir gerne mal die Bilder an. Etwas dazu beitragen könnte ich nicht.

ich habe mich jetzt extra im Forum angemeldet um das mal loszuwerden:
Den Bericht lese ich fleißig mit. Viele Berichte habe ich schon gelesen.
Und das was Du da baust ist ganz großes Kino(!)

Herzlich willkommen im Forum und ich freue mich, dass Du so interessiert meinen Baubericht verfolgst. Danke für Deine lobenden Worte.

Ja Günter, du beschwerst dich das hier niemand was sagt….
Traut sich auch keiner bei solch Kunst. Dagegen stinkt man mit seinem eigenen Modell ab.

Da möchte ich Dir widersprechen. Gerade dein Porsche GT2 ist ein erstklassiges Modell, was ganz schön künstlerisch anduftet und manches stinken lässt: KLICK MICH

Warum so selten jemand was schreibt oder es immer die selben sind, wird wohl ein Mysterium bleiben . Vielleicht traut sich keiner .

Ich weiß auch nicht warum das so ist. Dafür gibt es aber viele stille Mitleser und das ist ja auch ganz nett.

Vielen Dank für Eure Feedbacks.
Derweilen versuche ich mich weiter an den Instrumenten. Der Post ist in Vorbereitung und kommt bald.

Bis später
Günter

77

Freitag, 30. Juli 2021, 18:58

Hallo Günther,

ich oute mich 8)
ich bin auch so ein stiller Mitleser :rolleyes: Und beeindruckt von Deinen Baukünsten und was Du uns hier wieder mal zeigst. Ich habe mir in Ruhe auch Deine anderen Bauberichte angeschaut. :thumbsup: und :respekt: :dafür: .

Man kann sich vieles abschauen für seinen eigenen Modelle und eigene Ideen verwirklichen.

Die Zugriffe auf Deinen Baubericht sagen es ja aus das hier eigentlich viele Mitlesen...

Gruß
René
Zur Zeit im Bau :

Ecto-1 , VW Samba Bully , Millennium Falcon

Danach folgen: VW Beetle ; Manta A GT/E , K.I.T.T

PORSCHE 917KH Steve McQueen , Ford Mustang Eleanor , Starsky & Hutch Ford Gran Torino ,Bugatti Vayron 16.4 Super Sport , R2 D2 , Mazda Cosmo Sport , alle bestellt :D :D

Warten auf :kaffee:

Vorbestellt 300 SLR "Uhlenhaut" https://www.lemke-legrand.com/LEGRAND+Me…up-+1-8+kit.htm

78

Freitag, 30. Juli 2021, 23:45

Hallo Rene,
meinen Dank für Deine lobenden Worte. Auch ich bin ganz gespannt auf den Uhlenhaut Mercedes. Ich hoffe, es gibt von Dir eine Bausatzvorstellung und einen Baubericht.
Viele Grüße
Günter

79

Samstag, 31. Juli 2021, 00:28

Die Instrumente
Zur späten Stunde habe ich noch ein klein wenig an den Instrumenten gearbeitet.


Die Gehäuse-Verlängerung habe ich aus einer Evergreen-Stange abgedreht. Die Löcher in den Instrumenten-Gehäusen sind wirklich schrecklich anzusehen.




Die Gehäuse sind noch zu lang und müssen gekürzt werden.


So in etwa dürfte es die richtige Länge sein. Leider hatte die Evergreen-Stange an der falschen Stelle eine Luftblase. Beim herunterschleifen hatte ich dann ein Loch im linkem Instrument. Die Blase habe ich aufgebohrt und werde sie später mit Rundmaterial verschließen.


Feierabend! Morgen gehts weiter mit der Frickelei.

Ein gutes Nächtle
Günter

80

Samstag, 31. Juli 2021, 17:49

Ich schliesse mich meinen Vorrednern an. Voll und Gams, äh ganz!

81

Sonntag, 1. August 2021, 00:41

Ich schliesse mich meinen Vorrednern an. Voll und Gams, äh ganz!

Danke Thomas !

82

Sonntag, 1. August 2021, 00:46

Heute habe ich dem Armaturenbrett ein paar Details hinzugefügt. Zuvor habe ich aber die ärgerliche Luftblase in dem linken Instrument mit einem Stück Polystyrol gestopft.
Eine genaue Aussage über die Funktion der Regler und Schalter habe ich nichts Eindeutiges finden können. Auch die Anzeige der Instrumente ist teilweise unklar. Die beiden kleinen linken Instrumente messen die Wasser- und Öltemperatur. Bei den rechten wird vermutlich der Öl- und Benzindruck angegeben. Das mittlere Instrument ist unübersehbar der mechanisch angetriebene Drehzahlmesser. Die weiteren Zu- und Ableitungen sowie Kabel in vielfältiger Zahl bedürfen der Interpretation.


Von einer 0,2mm Messingplatte habe ich einen dünnen Streifen mit der Schere abgeschnitten. Das Ganze dann flach gezogen und die Schnittkante mit dem Schleifpapier geglättet.


Das Gehäuse des Drehzahlmessers habe ich mit einem Drahtring etwas breiter gestaltet. Im Original wurde der Drehzahlmesser mit drei verschraubten Klemmen an diesem Absatz an das Armaturenbrett befestigt.


Das Flachband ergibt die Befestigungsbügel. Damit das Messing geschmeidig wird, habe ich es zuvor mit dem Feuerzeug ausgeglüht.


Zur Orientierung der Platzverhältnisse eine Anprobe. Die Anschläge, rechts und links im Cockpit, sind nun auch endgültig verklebt. Das Gehäuse von dem oberen Regler ist etwas verstärkt. An dem Original ist es, gegenüber der Bausatzvariante, wesentlich dicker.


Für zwei Schiebeschalter und einen Kippschalter sind 0,3mm Löcher gebohrt.


Die beiden Schiebeschalter habe ich aus 0,4mm Edelstahldraht und angeklebte Plexiglas-Stücke gefertigt. Im Dremel eingespannt sind die Knöpfe freihand mit einem Skalpell zurechtgedreht worden.


Der Kippschalter ist sündhaft teuer von Top-Studio gekauft worden.


Aber sieht auf dem Armaturenbrett ganz gut aus.


Etwas aufwendiger war der Anschluss für die Welle des Drehzahlmessers. Gefertigt habe ich ihn aus 1,3mm Kupferdraht, einer 1,1 mm Messinghülse welche miteinander verlötet wurden.


In die Messinghülse wird eine 0,8mm Injektionsnadel geschoben und nach Bedarf gekürzt und verklebt.


Das Winkelgetriebe ist passgenau in dem Drehzahlmesser eingesteckt. So lässt sich der Abgangswinkel der Welle noch leicht anpassen.
Ein zweites Winkelgetriebe habe ich noch spiegelverkehrt für den Motor angefertigt. Es wird ebenfalls nur gesteckt, so das man es mit der Welle ausrichten kann.

Das war’s mal wieder,
bis später
Günter

83

Sonntag, 1. August 2021, 06:48

Aber sieht auf dem Armaturenbrett ganz gut aus.

Och jo, kann man lassen ... :baeh:

Mann Mann, Günter, Du schaffst mich. Sieht man diese wunderbare und liebevoll gestaltete Detailierung hinterher eigentlich? Ich meine, wenn ich ich das richtig verstehe baust Du doch gerade die Rückseite des Armaturenbretts, oder?

:respekt: :dafür:
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Realname: Martin

Wohnort: Wiesloch bei Heidelberg

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84

Sonntag, 1. August 2021, 11:03

Hallo Günter,
nach einiger Zeit melde ich mich auch mal wieder... Das Cockpit finde ich ausgesprochen gut gelungen - die Details sind atemberaubend, da kann ich nur staunen und mir was abschauen, macht sehr viel Spaß hier dabei zu sein!
LG Martin

85

Sonntag, 1. August 2021, 18:33

Hallo Ulrich, hallo Martin,
die Rückseite des Armaturenbrettes kann man durch die Plexiglasscheibe sehr gut erkennen, weshalb ich finde, dass der Aufwand gerechtfertigt ist. Bei Dingen die man nicht sieht, mache ich mir diese Mühe nicht. Gerne würde ich hierzu ein Bild des Originals einstellen. Traue mich aber nicht, wegen der Urhebrechtsverletzung, Verzichtserklärungen, Geldforderungen usw. usw..
Danke für die lobenden Worte.
Viele Grüße
Günter

86

Sonntag, 1. August 2021, 22:19

Hochachtung für diese detailgetreue Leistung :respekt: :dafür:

Stelle doch den Link ein, statt des Fotos, damit solltest Du Save sein/bleiben :ok:
Viele Grüße :wink:
Michi
https://www.michis-modellbau.de

87

Sonntag, 1. August 2021, 22:47

Hallo Michael,
an sich eine gute Idee von Dir. Leider habe ich die Bilder auf meinem Rechner abgespeichert und die dazugehörige Adresse aber leider nicht.
Viele Bilder gibt es hier zu sehen:
https://www.roadandtrack.com/motorsports…a-272/?slide=25
Wer Lust hat kann sich mal durchblättern. Das Armaturenbrett ist auch teilweise zu sehen.
Bis demnächst
Günter

88

Sonntag, 1. August 2021, 23:18

Da hast ja noch schön was vor Dir, wenn ich das ansehe :ok:
Viele Grüße :wink:
Michi
https://www.michis-modellbau.de

89

Montag, 2. August 2021, 00:22

Da hast ja noch schön was vor Dir, wenn ich das ansehe

Ach Michi, ich sehe das auch so, viel viel und noch mehr Bastelspass, da braucht es bald wieder ein Doppelherz-Tonikum für die Nerven.

Weiter geht es mit dem Bremsdruckregler
Auf dem Armaturenbrett thront bei manchen Fahrzeugen eine Apparatur, welche ich als einen Bremsdruckregler zwischen den Vorder- und den Hinterräder interpretieren würde. Der Regler ist mit zwei Bremsleitungen verbunden, welche nach vorne und nach hinten verlaufen.


Den Regler ist für den Anschluss der Leitungen mit zwei 0,4er Bohrungen versehen.


Leider habe ich mich bei der Tiefe des Bohrlochs verschätz und durch das ganze Gehäuse gebohrt. Das dritte Loch ist mit einem Stück Plastik verklebt. Wenn es gut durchgetrocknet ist, werde ich es beischleifen.


Das Biegen der Leitungen war dann die reinste Fummelarbeit. Eine Übung in Geduld und Ausdauer.

Eine gute Nacht und einen guten Start in die Woche
Günter

90

Dienstag, 3. August 2021, 00:22

Einer anderen Interpretation bedarf der kleine Drehregler auf der linken Seite des Armaturenbrettes. Hierhin führen zwei Benzinleitungen und eine dritte Leitung, mittels eines T-Stücks, bis zu dem ganz rechten Instrument des Armaturenbrettes. Vermutlich ließ sich hier der Druck der Benzinpumpe variieren. Wie dem auch sei, die Leitungen habe ich so verlegt, wie ich sie anhand meiner Bilder-Recherche vorgefunden habe.


Der Drehregler bekam einen Anschluss mit 0,26mm Stahldraht. Der Einfachheit halber, habe ich die 0,3er Bohrung quer durch den Regler gemacht. Dann den Draht durch die Bohrung geschoben und alles miteinander verklebt.


Der zweite Anschluss wurde ebenfalls mit einem längeren Drahtstück angefertigt.


Anschließend wurde der Überschuss abgetrennt und die Enden etwas zugespitzt.




Das T-Stück ist aus 0,25mm versilbertem Kupferdraht hergestellt. Dafür bedurfte es einige Versuche mit dem Lötkolben. Auch hier sind die Enden etwas konisch angespitzt.


So sieht die endgültige Verlegung der Benzinleitung aus. An den beiden verbliebenen Anschlüssen, werden noch zwei Leitungen angebracht, welche nach hinten zum Motor führen.


Die Leitung ist von Model Factory Hiro. Sie hat einen Innendurchmesser von 0,2mm bei einer Dicke von 0,4mm. Meines Erachtens gibt es nicht vergleichbares in dieser Qualität. Leider hat der Meter Leitung aber auch seinen Preis..

Das war’s für heute, bis später
Günter

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