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Wettringer

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Donnerstag, 22. Juli 2021, 12:17

Opel Ascona 400 Rallye Schweden 1980 Kulläng- Berglund

Hallo zusammen,

hier kann ich euch das Modell eines sehr frühen Opel Ascona 400 in Rallyeausführung vorstellen. Es handelt sich um eine 1zu24er Verkleinerung des Fahrzeugs, mit dem das Gespann Anders Kulläng und Bruno Berglund im Jahre 1980 die Rallye Schweden gewonnen hat. Am 15. bis 17. Februar bestritten sie die Wertungsläufe der Rallye auf insgesamt 1450 Kilometern und konnten schließlich den Sieg einfahren. Es war nach Platz 4 bei der Rallye Monte Carlo erst der zweite Einsatz dieses Ascona 400 und zeigte damit das sehr hohe Potential.

Das Modell stammt von Hachette und ist in Italien in der Sammelserie „WRC Collection“ am 10.07.21 erschienen.

Beginnen wir auch hier mit einem Blick auf das Cover des Magazins – auf Italienisch.



So verpackt wurde der 400er geliefert



Der Blisterverpackung entledigt steht der Ascona nun auf der uns bekannten Grundplatte vor uns. Wie von der Opel Sammlung auch gewohnt ist die Platte ebenfalls sauber beschriftet. Bereits jetzt bin ich von dem Modell mehr als begeistert. Nun aber schnell zum Walkaround!



Die gewohnte Frontansicht aller Opel Ascona 400. Spoilerstoßstange mit den unteren Lufteinlässen sowie den Aussparungen für die Scheinwerferreinigungsanlage. Diese war bei allen „echten“ 400ern vorhanden. So auch bei diesem. Weiterhin wurde neben der Beschriftung und dem gelben Dekor das Nummernschild original wiedergegeben. Gleiches gilt für die abgedeckten Zusatzscheinwerfer mit der originalen Beschriftung.



Neben dem Aufkleber mit der Startnummer 7 finden wir die beiden Haubensicherungen und die obligatorischen Dreiecke zur Motorentlüftung. Weiterhin die ebenfalls serienmäßigen schwarzen Windsplits auf der Kotflügelkante.



Auf dem Dach ist das ebenfalls gewohnte großflächige Opelzeichen zu finden, dieses Mal allerdings in Gelb. Weiterhin die im Mittelpunkt des Blitzes angebrachte Funkantenne.



Aus dieser Sicht fallen sofort die großen aufgesetzten Verbreiterungen ins Auge. In diesem sehr frühen Stadium sind die noch rund ausgeführt. Bereits bei den nächsten Einsätzen gab es die gewohnt eckige Bauform mit durchgängigem Seitenschweller.



Trotz der großen Verbreiterungen hat unser Modell schmale Räder verbaut. Zunächst verwunderlich, aber da es sich um die Wiedergabe des bei der Winterrallye eingesetzten Fahrzeugs handelt ist dieses stimmig. Die grob profilierten Reifen passen dazu.



Durch die Seitenfenster kann man den Überrollkäfig erkennen, ebenso auch die Schalensitze.



Sämtliche Dekore wie auch Sponsorenaufkleber sind vorhanden. Auch der 400er-Schriftzug auf dem vorderen Kotflügel. Außerdem finden wir den Notausschalter unterhalb der Windschutzscheibe. Alls da!



Der Ascona wirkt etwas hochbeinig. Das ist auch korrekt wieder gegeben. Bei Rallyefahrzeugen völlig normal.



Wie alle Ascona 400 hat dieser auch die zweifarbig lackierten hinteren Stoßstangen aus Kunststoff. Weiterhin den großen Heckspoiler in Wagenfarbe.



In der direkten Ansicht und der starken Vergrößerung fällt das Heck qualitativ gegenüber dem Rest des Modells etwas ab. Als Erstes fehlt mir die Abgrenzung des aufgeschraubten Heckspoilers.
Weiterhin sind die Rückleuchten nicht exakt angebracht. Gleiches gilt für das Nummernschild. Die Rückleuchten weisen wieder die unschönen Befestigungspunkte auf, welche man leider sofort sieht. Das können die Jungs und Mädels von Hachette besser, wie sie uns schon bewiesen haben! Schade.



Auf dem Kofferraumdeckel finden wir wieder den großen gelben Aufkleber der Schwedenrallye mit der Nummer 7. Außerdem noch die leider „nur“ aufgedruckte Öffnung für die Außenbetankung.



Hier sieht man es: Dieser 400er hat keine seitliche Tankklappe. Das wurde auch korrekt umgesetzt.



Ein Blick durch die Scheibe der Beifahrertür lässt die Innenausstattung zumindest erahnen. Da sich die Türen bei diesem Modell nicht öffnen lassen, muss uns das zu diesem Zeitpunkt erst einmal reichen.



Jetzt noch ein paar Bilder der sauber und präzise ausgefertigten Bedruckung.







Fazit: Ich hatte etwas gezögert, ob ich mir das Modell über Ebay in Italien kaufen soll oder nicht. Der Hauptgrund war der Gesamtpreis inkl. Versand von ca. 50 Euro. Ich muss aber sagen, ja es war richtig! Zumal es sich hier um die Ausführung mit den runden Verbreiterungen handelt, welche mir bis dahin nicht bekannt war. Hachette hat das Siegerauto der Schwedenrallye 1980 meiner Meinung nach hervorragend umgesetzt. Mit den 2-3 Schwächen kann ich ohne Probleme leben. Der Ascona reiht sich somit ohne Abstriche in meine sich aufbauende Opelsammlung ein. Noch einmal: Ich bin begeistert – sowohl vom Original als auch vom Modell!

Gruß Stefan

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Donnerstag, 22. Juli 2021, 12:24

Hallo zusammen,

die Suche nach dem Modellvorbild war nicht ganz einfach, daher habe ich mir gedacht euch hier ein Paar Bilder einzustellen. Mehr habe ich leider nicht finden können. 1981 gab es ja noch kein Internet usw., daher wundert mich das auch nicht sehr.

Auf den Bildern kann man aber eindeutig erkennen, wie akribisch das Vorbild auf den Maßstab 1:24 verkleinert wurde!















Außerdem bin ich auf einen sehr interessanten Artikel gestoßen, der die Story zum Vorbildfahrzeug sehr gut wiedergibt.


Zitat

Debüt bei der Rallye Monte Carlo 1980
Während das Rallye-Duo Jochi Kleint/Gunter Wanger im Jahre 1979 die Rallye-Europameisterschaft noch auf einem für die Gruppe 2 vorbereiteten Opel Ascona B bestritt und am Ende gewann, werkelte man in der Rüsselsheimer Sportabteilung bereits an der Entwicklung eines Gruppe 4-Autos, das der um die Rallye-WM-Krone kämpfenden Konkurrenz gewachsen sein sollte. Demzufolge stellte die Opel-Entwicklungsmannschaft um Erich Koch 1979 den Ascona 400 vor, der in der kommenden Saison bei der Rallye Monte Carlo sein Debüt gab. Die zur Homologation erforderlichen 400 Einheiten wurden im Verlauf des Jahres 1979 im belgischen Antwerpen gebaut.

Das Opel-Team um Erich Koch
Angeführt wurde das Opel-Team von Tony Fall und Jochen Berger, der 1974 an der Seite Walter Röhrls auf Opel Ascona A Rallye-Europameister wurde. Die technische Entwicklungsverantwortung lag zu diesem Zeitpunkt beim bereits eingangs erwähnten Erich Koch, der in den beiden Ingenieuren Goldstein und Meuer zwei fabelhafte Assistenten gefunden hatte.
Bis zur Mitte des Jahres 1981 standen dem Team zwei Weltklassefahrer zur Verfügung: Jochi Kleint, Jahrgang 1948 und seit 1974 Rallye-Profi und der Schwede Anders Kulläng, Jahrgang 1943, der seit 1962 aktiv war und mehrfacher schwedischer Rallyemeister wurde. Ihnen zur Seite standen als Copiloten der Student des Maschinenbaus, Gunter Wanger sowie der königlich-schwedische Postbeamte Bruno Berglund.

Erster Gesamtsieg bereits beim zweiten Einsatz
Schon von der ersten Rallye an, der damals noch schneereichen Monte ´80, erwies sich der 400 als absolut konkurrenzfähig und hinterließ mit den beiden Werksfahrern Kulläng und Kleint auf den Plätzen vier und acht im Gesamtklassement einen bleibenden Eindruck. So ließ der erste Gesamtsieg auch nicht lange auf sich warten: Bereits bei der folgenden Schweden-Rallye fuhren Kulläng/Berglund die „Familienlimousine“ auf Platz 1.

Dabei entsprang der Schweden-Einsatz des Ascona 400 eher einer Privatinitiative des Schweden, der sein Monte-Carlo-Auto von Opel nur geliehen bekam, es aber selbst, mit Hilfe von Opel Schweden, einsetzte.
Ein neuer Motor, Getriebe und eine Hinterachse wurden aus Deutschland geliefert, die notwendigen Reifen besorgte sich Kulläng selbst. Dann machte er sich daran, bei ausgiebigen Tests die für die schwedischen Verhältnisse erforderliche Fahrwerksabstimmung herauszufinden.

Quelle: https://www.adac.de/infotestrat/oldtimer…pel-ascona.aspx


Gruß Stefan

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