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  • »Abeleard« ist der Autor dieses Themas

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Realname: Martin

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331

Sonntag, 11. April 2021, 20:48

:lol:
Gewachsen ist die Mieze seit dem Foto kaum - ist immer noch so putzig. :love:

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Realname: Martin

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332

Dienstag, 4. Mai 2021, 18:25

Hallo Zusammen :wink:
nach einigen Wochen Funkstille und kleineren Katzenexkursen, geht´s hier jetzt auch wieder weiter.
Es stand für mich die weitere Bearbeitung des Getriebegehäuses auf dem Plan.
Vom nächsten Bauabschnitt habe ich leider keine Bilde -dafür aber vom Ergebnis.
Gefertigt wurde die Aufnahme des Heckflügelbefestigung. Zuerst wurden das Getriebegehäuse in der Breite zurecht gefräst, dann wurde zweimal die Nut gefräst, in die später die Heckflügelhalterung eingeführt wird, und zum Schluss wurde dann das überschüssige Material zwischen den Nuten harausgefräst.
Hier jetzt das Ergebnis - der Deckel des Getriebegehäuses mit der Aufnahme der Heckflügelbefestigung:
Von Oben:

Dann von Hinten- also in Blickrichtung Motor:

schräg von Hinten/Oben:

Von der Seite:

und von Unten:

Danach wurde das Getriebe wieder provisorisch zusammengebaut (Allerdings ohne Differential) und die Bohrungen für die Antriebswellen gesetzt, bzw. die vorhandenen Bohrungen erweitert.
Die Bohrungen wurden auf 10 mm mit dem Fräser aufgeweitet:

Ich habe hier den Fräser benutzt um die Bohrungen aufzuweiten, damit ich die Tiefe der Löcher exakt kontrollieren konnte. Dies ist deshalb wichtig, damit im Getriebe ein kleiner Steg übrig bleibt, der das Differential seitlich stabilisert.
Zur Veranschaulichung habe ich mal in das Getriebe hinein fotografiert, damit diese Stege zu sehen sind:

und von der Seite:

Und nochmal die Getriebeunterseite:

Anschließend wurden die Bohrungen auf 11mm Durchmesser aufgeweitet - hier war Fingerspitzengefühl verlangt, damit ich die dünnen Stege (0,2mm) nicht versehentlich durchbohre - ist mir aber, glaube ich, ganz gut gelungen:

und die andere Seite wurde natürlich entsprechend behandelt:

Dann ging´s an die Stellproben. Zuerst habe ich das Differential eingebaut und überprüft, ob die Position der Bohrungen stimmt:

Dann habe ich die Hülsen an das Differential angebaut, die die Antriebsknochen aufnehmen und überprüft, ob der Lauf des Differentials gegeben ist:

Dann wurden beide Antriebsknochen eingebaut und erneut die Passung überprüft:
Zuerst die linke Seite:

Und dann die rechte Seite:

Dann habe ich die Räder anmontiert - also die Achsen auf die Antriebsknochen gesteckt, um die Spurbreite zu überprüfen und einfach mal zu sehen wie es denn aussieht:

Und das Getriebe habe ich bei der Gelegenheit auch ausgerichtet und nochmal alles kurz so positioniert, wie es in etwa später auch verbaut wird.
Hier von Oben:

und nochmal aus ähnlicher Perspektive - auf diesem Bild sieht man allerdings den Abstand zwischen Rad und Unterboden ganz gut:

Es sollte soweit alles funktionieren - Die Spurweite stimmt: ziemlich genau 200mm. Die Abstände zwischen Rad und Unterboden stimmen und wenn das Getriebe soweit fertig ist, sollte auch die Bodenfreiheit möglich sein, die angedacht ist.
Damit wären wir auch schon beim nächsten Thema, welches ansteht: Die Befestigungspunkte der Radaufhängung.
Davon werde ich bei Gelegenheit berichten - ein bisschen was auszutüfteln ist in dem Bereich noch, aber das seid ihr hier ja inzwischen gewöhnt ;)
Ich hoffe es hat euch gefallen bis hierhin und ich konnte euch ein wenig unterhalten.
Wie immer: Kommentare, Anmerkungen, Tipps, Kritik und Fragen sind herzlich willkommen.
Bis bald
LG Martin :wink:

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Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

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333

Dienstag, 4. Mai 2021, 21:25

das hast du wieder gut hin bekommen. :ok:
im Bau : RC: HMY Britannia 1893



In der Galerie : Cant. Z. 501 " Gabbiano"

334

Dienstag, 4. Mai 2021, 21:35

Stabil und passgenau - so muss das :love:

"Alles, was ein Mensch sich heute vorstellen kann, werden andere Menschen einst verwirklichen." - Jules Verne


Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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Realname: Martin

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335

Dienstag, 4. Mai 2021, 22:52

Hallo Hans-Jürgen, Hallo Ray, :wink:
vielen Dank für die Blumen - da werd´ ich ja richtig rot :rot:

Beiträge: 2 618

Realname: Gustav Stefan

Wohnort: Groß Enzersdorf, Österreich

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336

Mittwoch, 5. Mai 2021, 06:59

Servus Martin :hand:
Jetzt habe ich dein Langzeitprojekt entdeckt und mich durch die Jahre gescrolled :pc:
Ein aufwendiger Eigenbau mit modellbautechnischer Evolution deiner Fertigkeiten. :respekt:
Hier schnappe ich mir jetzt auch einen Stuhl und bin gespannt wie es weitergeht
Gruß Gustav
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

Beiträge: 6 804

Realname: Bernd

Wohnort: Wetter/Hessen

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337

Mittwoch, 5. Mai 2021, 08:44

Moin Martin,

Klasse Lösung und tolle Ausführung, so wie man das von dir gewohnt ist und auch immer gut zu wissen, wenn alles funktioniert.
Und ja, mir gefällt deine Arbeit und auch dein Bericht, immer besser. :ok:


LG Bernd
Leben beginnt dort, wo die Zeit egal ist! :wink:

Was es sonst noch von mir gibt, findet ihr << Hier >>

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Beiträge: 789

Realname: Martin

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338

Mittwoch, 5. Mai 2021, 11:01

Hallo Gustav, :wink:
willkommen an Bord, freut mich immer sehr, wenn mal jemand neues auch aus ganz anderen Bereichen hier reinschaut! :grins: .
Hallo Bernd, freut mich sehr, wenn dir Bericht und Bau immer besser gefallen - ich geb mir Mühe und bleib dran. :)

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Realname: Martin

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339

Freitag, 14. Mai 2021, 14:42

Hallo Zusammen :wink:
es geht mal wieder weiter- wenn auch nur in kleinen Schritten:
Nachdem das Getriebegehäuse jetzt im Grundaufbau soweit steht, geht es jetzt darum die Anlenkungspunkte für die Radaufhängung zu finden, bzw. zu bauen.
Dafür habe zuerst die schwierigsten Bauteile gefertigt, nämlich die unteren Querlenker. Das Problem an diesen Bauteilen ist die Position: Sie müssen möglichst tief verbaut werden, allerdings bleibt vor allem am hinteren Ende des Getriebes dafür wenig Platz. Ich habe versucht das mal zu illustrieren:

Eine Schwierigkeit war natürlich die Position an sich - allerdings dar kleinere Problem, ich konnte da mit Bildern als Vorlage arbeiten.
Deshalb waren auch die Abmessungen kein Problem - ich hatte diese Querlenker bereits gefertigt - mich jetzt allerdings dazu entschlossen sie neu zu bauen.
Dafür habe ich zuerst die Außenform aus 4mm starkem CFK- Blech herausgeschnitten:

und die Kanten in Form gebracht:

Auf dem Bild sind auch die Kugelkopfpfannen zu sehen, die in den Querlenkern verbaut werden sollen.
Danach wurden die Aussparungen vorbereitet, in denen die Kugelkopfpfannen versenkt werden sollen. Zudem wurden auch 1,6mm Löcher in die Querlenker gebohrt, durch die mit Hilfe einer M2 Schraube, die Kugelkopfpfannen fixiert werden.

Anschließend wurde das Innere der Querlenker ausgefräst und die Gewinde für die M2 Befestigungsschraube geschnitten:

Und natürlich wurden die Aussparungen für die Kugelkopfpfannen erweitert:

Die restlichen Arbeiten bestehen aus dem Anpassen der Kugelkopfpfannen in die Querlenker und die Montage der Kugelköpfe.
Die nächste Schwierigkeit war die Befestigung der Querlenker am Getriebe - eine Plastikkugelkopfpfanne einbauen ging nicht, weil dafür einfach nicht genug Platz zur Verfügung steht.
Alternative: Einfach eine Kugelkopfpfanne selbst bauen. Das Problem ist nämlich die Ausrichtung der Verschraubung diese Pfannen. Die Plastikteile erlauben einen Einbau, bei dem die Verschraubungen um 90 Grad verdreht sind:

Mit den Roten Pfeilen sind jeweils die Verschraubungen gekennzeichnet.
Was ich allerdings benötige ist eine Ausrichtung der Verschraubungen auf einer Achse:

Also habe ich mich einfach mal daran gemacht mir eine solche Kugelkopfpfanne selbst zu bauen:
1. Versuch Stahl:
Erster Schritt - Ein Rundeisen Plandrehen und auf etwa 5mm Länge auf Durchmesser 1,6 mm für ein Gewinde drehen:

Dann wurde der Rest des Rundstabes auf 4,5 mm Durchmesser gedreht:

und auf Gesamtlänge 10mm abgestochen:

Und dann wurde das Gewinde in den dünneren Teil hineingeschnitten:

Gut bis hierhin: Festigkeit top- Problem: Der Stahl hat meinen Kugelfräser ruiniert und es war kaum möglich überhaupt die Hohlkugel ins Material zu bekommen.
Deshalb:
2. Versuch Aluminium:
Zuerst wurde wieder ein kleinerer Durchmesser fürs Gewinde und ein etwas dickerer für die Hohlkugel gefräst und dann abgestochen:

als nächstes habe ich dann versucht mit der Fräse die Hohlkugeln zu fertigen. Die Überlegung dabei- Wenn ich die Bauteile in den Teileapparat spanne, kann ich die Hohlkugeln auf Maß fertigen, weil ich die Bauteile bequem und genau verschieben kann. Eine Schwierigkeit, die ich nämlich noch zu lösen hatte: Durchmesser Fräser: 3mm Durchmesser Kugelkopf: 3,4mm
Also erster Versuch mit der Fräse:

Das hat nur so halbwegs geklappt, da ich (aus Faulheit) den Steg, der beim Abstechen entstanden ist stehen gelassen hatte. Zudem ist die Fräse von der Leistung her an die Grenzen gekommen...
Also habe als nächstes den Steg abgeknipst:

und dann abgedreht:

Nachdem ich das Bauteil schon einmal in der Drehbank hatte und die deutlich mehr Leistung hat, als die Fräse habe ich dann diesen Weg eingeschlagen. Also den Fräser in den Reitstock gespannt und losgelegt:

Und siehe da - es hat ganz gut funktioniert:

Das Aufweiten der Hohlkugel auf Maß, habe ich dann mit dem Dremel ausgeführt - hier ist das Ergebnis:

Und en detail beide Kugelkopfpfannen, mit Gewinde und einem montierten Kugelkopf, der zur Veranschaulichung der Funktion verdreht ist:

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig unterhalten und interessieren.
Als nächstes steht die Fertigung der Kugelkopfpfannen am Getriebegehäuse und die Anpassung der Querlenker auf dem Plan.
Wie immer: Über Kommentare, Tipps, Anmerkungen usw. freue ich mich sehr.
LG Martin :wink:

Beiträge: 3 247

Realname: Hans Juergen

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340

Freitag, 14. Mai 2021, 21:36

Präzise Arbeit , schaut gut aus .
im Bau : RC: HMY Britannia 1893



In der Galerie : Cant. Z. 501 " Gabbiano"

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341

Samstag, 15. Mai 2021, 22:22

Dank Dir Hans-Jürgen - das soll es auch ;)

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342

Donnerstag, 27. Mai 2021, 14:20

Hallo Zusammen, :wink:
es geht mal wieder weiter, auch wenn ich nichts spektakuläres zu bieten habe - es wurde nämlich an der hinteren Radaufhängung weiter gearbeitet.
Ich habe mich dazu entschieden, den Testlauf mit den selbst gebauten Kugelkopfpfannen auszuweiten und diese für die komplette Radaufhängung zu verwenden.
Deshalb wurde zunächst einmal ein Rundstab auf die erforderlichen 5mm Außendurchmesser mit dem Schruppmeißel auf Maß gebracht:

danach wurde ein Gewindezapfen mit 1,55 mm Durchmesser und 4,5mm Länge gedreht:

und abgestochen: - das ganze dann insgesamt acht mal - wobei zwei dieser Bauteile am Gewindezapfen angeschrägt wurden, die übrigen wurden im rechten Winkel ausgeführt:

Danach wurde jedes Bauteil einzeln nochmal plan gedreht:

Wie ich dann die Kugelpfannen mit Hilfe der Drehmaschine gefertigt habe, habe ich ja bereits gezeigt - die Bilder spare ich mir also :D
Die Erweiterung der Kugelpfannen habe ich dann allerdings ein klein wenig anders als bisher gefertigt. Habe ich diesen Arbeitsschritt, bei dem ersten Testlauf mit Dremel und Augenmaß durchgeführt, wurde es jetzt etwas professioneller:
Ich habe die mit der Drehmaschine bearbeiteten Kugelkopfpfannen-Rohlinge aus der Drehmaschine befreit und in den Teileapparat der Fräse eingespannt:

Die Überlegung dahinter: Wenn ich das Bauteil ein wenig verschiebe und anschließend im Teileapparat drehe, sollte ich die vorgefertigte Kugel auf das erforderliche Maß ausweiten können- präzise und vor allem gleichmäßig.
Also gesagt getan:
1. Bauteil zentrisch einspannen - zuvor musste natürlich der Teileapparat auf die Fräse ausgerichtet werden.

Danach den Koordinatentisch um das gewünschte Maß verschieben - in dem Fall waren es 0,4mm - also sollte die Kugelkopfpfanne um 0,8mm ausgeweitet werden.

Und danach dann Fräsen und das Backenfutter des Teileapparats vorsichtig drehen:

Und dann natürlich langsam die Kugelform herausarbeiten - also im oberen Bereich der Kugelkopfpfanne wurde der Durchmesser verringert:

Danach wurde das Gewinde in den Gewindezapfen geschnitten:

Das Bild mit dem fertigen Gewinde spare ich mir - es ist auf den Fotos nämlich leider ganz schlecht zu erkennen - da hat meine Kamera ihre Grenzen...
Als nächstes wurden dann die Befestigungspunkte der Radaufhängung am Getriebe festgelegt - der erste Punkt war recht schnell gefunden - so weit in Richtung Fahrzeugheck und so tief wie möglich:

Dann wurden die Kugelköpfe montiert:

Danach habe ich die Querlenker vorbereitet - zuerst habe ich natürlich die Bohrungen gesetzt, um Kugelköpfe einsetzen zu können:

danach kamen Bohrung und Gewinde für die Kugelkopfpfannen dran:

Dann konnte ich die Querlenker am hinteren Befestigungspunkt provisorisch einbauen und die bereits verbauten Kugelköpfe wie einen Zirkel zum Anzeichnen verwenden - dann blieb nur noch die Bestimmung des Bohrpunktes durch das Festlegen der Höhe :

Danach habe ich dann noch die Kugelköpfe in Richtung Radträger an die Querlenker angepasst:
Dafür musste zunächst die dafür vorgesehene Bohrung etwas aufgeweitet werden:

Dann hab ich die Fassungen der Kugelköpfe ein wenig abgeschliffen:

und eingebaut:

Und zum Abschluss habe ich die Querlenker zum Test provisorisch eingebaut:

und nochmal im Detail:

Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob ich das so belasse - die alternative wäre auf die zugekauften Kugelkopfpfannen aus Plastik zurück zu greifen - denn wenn man genau hinschaut ergibt sich ein Problem mit dieser Konstruktion- die Querlenker werden im Moment zu breit, da die Befestigung jeweils ca 4 mm aufträgt. Eine Lösungsmöglichkeit wäre es natürlich die Querlenker entsprechend zu kürzen - letzten Endes kein Problem - oder eben nochmal an den Befestigungen zu arbeiten.
Was denkt ihr darüber?
ich hoffe es hat euch bis hierhin gefallen - war nix spektakulär neues - aber auch so etwas kostet Zeit...
Wie immer:
Kommentare, Tipps, Kritik und Fragen - immer gerne
GLG Martin :wink:

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