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1

Freitag, 2. April 2021, 12:56

Erster Versuch mit Zero paints in die Hose gegangen.

Hallo Zusammen,

habe gestern meinen ersten Versuch gestartet mein Modell mit Zero Paints zu lackieren. Leider ist es misslungen.
Zur Vorgeschichte: Ich habe mir vorher einige Berichte hier im Forum durchgelesen und auch paar Videos dazu angeschaut. Das Modell wurde mit 600er Schleifschwamm vorbehandelt und war mit der Fingerprobe auch glatt. Zuerst habe ich mit dem Light Grey Primer das Modell in zwei Schichten, mit jeweils einer Abluftzeit von 5 Minuten dazwischen, grundiert. Hab sie dann über 1 Stunde ruhen lassen, bevor ich die erste Farbe aufgetragen hab. Auch danach waren die Flächen glatt. Weil ich hier im Forum gelesen habe, dass bei gelben Lackierungen es Flecken geben kann, habe ich die Karosse mit Brilliant Silber vor lackiert und nach ca. 10-15 Minuten mit dem gelben Farbauftrag begonnen, der in 3 Schichten, mit jeweils 5 MINUTEN Abluftzeit dazwischen, lackiert wurde. Hab mit einer Harder Steenbeck Evo 0,4er Düse und ca.1 bar Druck lackiert. Leider hat der Lack angefangen sich zu wellen.
Aber seht selbst.



Hab den Lack mit 3000er Schwamm geschliffen um die Wellen besser sehen zu können.
Was habe ich falsch gemacht?

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2

Freitag, 2. April 2021, 13:56

Hallo :wink:

Es sieht aus wie zuviel Farbe und mit der Gun zu nah am Objekt .Bei der 0,4 er kommt schon was raus. Da köntest Du die Farbe weggeblasen haben . So die Wellenbildung.

Was für Gelb von ZP hast du genommen ? Ein Glänzendes ? Wenn ja, würde ich mit einem Gelb Matt vorlackieren.
Man kann auch Weiss Matt auf die Grundierung lackieren oder gleich eine Weisse Grundierung nehmen.
Dann sollte es keine Flecken geben wobei ich bei Gelb nicht das Problem sehe sondern eher bei Silber. Da gibts eine ´´Wolkenbildung´´ bei ungleichmäßigen Farbauftrag.

So machs ich : Ich schleife die Karo vor dem Grundieren Nass mit einem 600 er oder 800 er Schleifpapier. Nach dem Grundieren wieder Nass mit nem 2000er .
Da sieht man dann schon so manchen Lackfehler oder Einschlüsse. Wenns sein muss kann man jetzt nochmal grundieren und wieder schleifen bis die Oberfläche Glatt ist.
Dann kommt der Basislack drauf und wenn es kein Wasserlack ist ,kann man jetzt schon decalieren. Was aber nach dem Klarlacken besser ist um ein Silvern zu vermeiden.
Wenn keine Decals drauf kommen kann der Klarlack als letzte Schicht drauf . Nach ner 1/2 Stunde kann ich dann schon Staubeinschlüsse rausschleifen.
Wenn die Oberfläche dann Ok ist , wird poliert oder noch 1 oder 2 Schichten Klarlack lackiert. Kein muss aber bei Metallic gibts da noch nen schönen Tiefeneffekt . ;)


Ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen.
Gruß Fredl

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3

Freitag, 2. April 2021, 15:24

Hallo Fredl,

Vielen Dank für deine Antwort. Bei dem Lack handelt es sich um Lancia Giallo Ginestra, der matt sein sollte. Klarlack hab ich erst gar nicht probiert, da ich es so nicht lassen möchte.
Ok, ich hab schon mal nicht nassgeschliffen, dadurch sieht man leider auch leicht die Schleifspuren. Werde dann auch an der Einstellschraube der Airbrush die Farbmenge korrigieren.
Kann man da noch was retten, oder sollte ich besser zum Dowanol greifen? Hab damit leider auch keine Erfahrung.


Gruß Vojislav

4

Freitag, 2. April 2021, 19:47

Hallo Vob02,

Klar kann man da noch was Retten. Das was Fredl dir da geschrieben hat ist alles richtig, schleife alle Wolken mit 360 Nassschleifpapier bis du glatte Übergänge hast und fühlst.
Danach schleife die ganze Karo mit 600 Nass durch und zum Schluss das du dir ganz sicher bist, nehme etwas Verdünner mit Rus getränkt reibe die Karo damit komplett ein.
Wenn du das gemacht hast siehst du alle Unebenheiten im geschliffenen Lack. Zum Abschluss die ganze Karo mit 1200 nass durchschleifen, ist die Rußschicht weg hast du eine Aalglatte und einen optimalen
Lackieruntergrund.
Gruß Werner :ok:



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5

Freitag, 2. April 2021, 20:52

Super, danke für eure Tipps!

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6

Freitag, 2. April 2021, 21:02

Fange ich danach mit der Grundierung wieder an oder mit dem Farbauftrag?


Gruß
Vojislav

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7

Freitag, 2. April 2021, 23:36

Hallo Vojislav,

sehr ägerlich, was da passiert ist.

Da an der Tür, da war bestimmt ein Anguss, oder? Ich habe ähnliche Probleme bei einem Hasegawa VW T1, den ich auch mit Produkten von ZeroPaints lackiert habe.

Ich hatte um die Angusspunkte und bei anderen Modellen an Formtrennnähten erhebliche Probleme. Ich bin der Meinung, da das Plastik in solchen Bereichen durch den Spritzgussvorgang andere "Fließrichtungen" hat und vom Modellbauer dann an diesen Stellen angeschliffen wird, kann das Lösemittel, welches in ZP-Produkten vorhanden ist, den Kunststoff angreifen und verformen.

Dafür spricht der T1 und andere meiner Modelle: Beim T1 die Wellenbildung um die Angusspunkte auf dem Dach und an den anderen Modellen, verschliffene Formtrennnähte, die nach der Lackierung mit ZP-Produkten Sinkstellen waren.

Den T1 habe ich mittlerweile das zweite Mal glattgeschliffen. Vor dem zweiten Mal habe ich sogar gespachtelt.


Nun zu deiner Frage:

Fange ich danach mit der Grundierung wieder an oder mit dem Farbauftrag?


Das kommt ganz drauf an. Die Türe und das Dach würde ich glatt schleifen und je nachdem, ob noch Grundierung da ist, oder schon der Kunststoff durch kommt, würde ich grundieren oder eben nicht. Die Türe bzw. das Dach würde ich, sollte an den Stellen der Kunststoff freiliegen, abkleben (z.B. an der Sicken der Tür) und dort einmal das komplette Programm fahren. Also mit Grundierung, mit Basislack und wenn nötig mit Zwischenschliffen.



Ich für meinen Teil werde nur da, wo der Kunststoff durchblitzt vorsichtig und dünn, v.a. mit mehr als genügend Zeit zum Ablüften zwischen den verschiedenen Schichten, grundieren. Anschließend evtl. entstandene Stoßkanten glattschleifen und dann wie die Grundierung den Basislack auftragen.






Wenn du willst, schreib mir ne PN, dann können wir unsere Telefonnummern austauschen und das Thema mal besprechen. Ich finde es sehr kompliziert darüber zu schreiben.

Frohe Ostern und bleibt gesund.

Paul
"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." (Henry Ford)
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Meine bisherigen und aktuellen Arbeiten findet Ihr HIER.

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8

Samstag, 3. April 2021, 10:19

Hallo Paul,
hab dir eine PN geschickt.
Dieser Punkt an der Türe meinst du? Da war kein Anguss, die war vorher spiegelglatt. Zumindest äußerlich.

Gruß
Vojislav

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9

Samstag, 3. April 2021, 21:14

Abend

schleife alle Wolken mit 360 Nassschleifpapier bis du glatte Übergänge hast und fühlst.
Mit dem 360 er vom Werner bin ich nicht so ganz einverstanden . Wäre mir zu grob aber jeder so wie er am besten zurecht kommt. Ich versuche solche Nacharbeiten mit einem 600 oder 800er er zu machen.
Weil wenn da Rundungen, Türgriffe oder dergleichen daneben sind, sind die gleich an oder weggeschliffen.
Bei Unilacken kann sowas relativ gut funktionieren. Bei Metalliclack kannst die Karo neu lackieren. Auch bei dem selben Lack , sieht man das sehr wahrscheinlich.

Bei deiner Karo könntest eine Teillackierung versuchen wie bei 1:1 KFZ . Tür und Dach einzeln wenn abgeklebt. Hab ich auch schon gemacht . Kann nur leider keine Fotos hochladen. ;(
Ich würde es so machen ,wie ich es Dir schon beschrieben habe. :)


Gruß Fredl

10

Sonntag, 4. April 2021, 17:59

Hallo Vojislav :wink: ,

Ich würde es neu machen, da meiner Erfahrung nach das ausgebesserte Ergebnis gut werden kann, aber meist nicht meinen/den Ansprüchen entspricht :roll:

Die anfallende Arbeit mit dem Ausbessern ist eventuell mehr, als mit Dowanol entlacken und wie Fredl beschrieben hat, neu beginnen :)

Allerdings mein Tip, lege die Karosserie nicht in das Dowanol, sondern wie bereits hier im Forum mehrfach beschrieben, wie folgt vorgehen:

1. den Boden des Behälters mit ca. 2 cm Dowanol befüllen
2. die Karosserie erhöht oder auf einem erhöhten Gitter reinstellen, ohne Dowanol Berührung
3. den Behälter gut, aber luftdicht, abdecken und gute 24 Stunden den Dämpfen aussetzen
4. danach kannst mit einem alten Zahnbürstel alles abtragen :) ;)
5. Neu anfangen

Damit gehst Du nicht die Gefahr, dass das Kunststoff spröde und brüchig wird.

Noch ein Tip, ich verwende den Light Grey Primer nicht mehr, sondern den Grey Primer/Microfiller, ZP-3001 oder White ZP-3023 :thumbsup:

Den in 2-3 dünnen Schichten auftragen. (0,4 mm H&S und evtl. etwas verdünnen, aber mit Thinner für Cellulose ZP-5118 )

Der füllt evtl. Unreinheiten gut aus, was der Light Grey Primer nicht macht, und kann dann fein verschliffen werden.
Viele Grüße :wink:
Michi
https://www.michis-modellbau.de

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11

Montag, 5. April 2021, 09:48

Hallo Michi,

ich habs befürchtet. Kann ich das in einer Tupperdose oder einer Hariboschachtel machen? Wird der Kunststoff des Behälters angegriffen? Verdampft das Dowanol auch wenn die Dose luftdicht verschlossen ist oder muss ich die Reste sammeln und entsorgen? Könnte ich das auch auf dem Balkon machen? Muss die Karosserie (außer neuen Schliff) nachbehandelt werden, damit die Farbe wieder hält?

Muss ich mir überlegen wie ich das mache. Danke für deine Tipps!

Gruß Vojislav

12

Montag, 5. April 2021, 10:41

Hi :wink: ,

ich mache das auch nur in so einer billigen Baumarkt „Tupperbox“.

Ich denke wenn Du es lange genug danach offen auf dem Balkon stehen lässt, wird es schon verdunsten, aber ich sammle das in einem Einwegglas und verwende es immer wieder :thumbsup:

Den Dreck der alten Farbe rausfischen und die Flüssigkeit das nächste Mal wieder verwenden, da das Model ja nicht drinliegt, sondern erhöht ist. :thumbup:

Auf dem Balkon sehe ich dafür kein Problem, Box ist ja zu und es stinkt nix.

Ich würde die Karosserie danach schon leicht anschleifen, damit das wieder weitestgehend „jungfräulich“ :abhau: ist.

Na dann viel Glück :ok:
Viele Grüße :wink:
Michi
https://www.michis-modellbau.de

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