Sie sind nicht angemeldet.

Beiträge: 428

Realname: Olaf

Wohnort: Bietigheim/Karlsruhe

  • Nachricht senden

91

Sonntag, 17. Januar 2021, 19:30

Sehr gute Idee, meine liebe Küstenkrabbe... :ok:

Skorpi1211

92

Donnerstag, 21. Januar 2021, 17:52

So. Damit alles besser werden kann muss man wohl erst mal alles kaputt machen. Der Tommaso kopiert nicht Pocher-Teile in besserer Qualität, sondern führt ganz neue Teile ein. Dazu müssen an den Original-Bauteilen etliche Bereiche abgeschnitten werden. Das sind am Motorblock die gelb markierten Bereiche:



Und an der Rückseite der ganze Schwungradbereich und die hinteren Motorlager:



Nach geduldigen Säge- und Fräsarbeiten sieht das dann so aus (entsetzlich!):





Und an den Zylinderkopfdeckeln hängt auch einiges Imitiertes dran, was abgesägt werden muss. An diese Stelle kommen dann später Resinteile und Photoätzteile aus dem Kit.

Vorher:



und zugeschnitten:



Warum sind die nicht rot? Die gelben hatte ich halt noch, und die werden zum Schluss sowieso lackiert. Keine Angst, dann ist es eine Testa rossa.

Als nächstes werden dann die (neuen) Zylinderköpfe montiert und das (neue) Schwungradgehäuse einschließlich Kurbelwellenabtrieb. Aber erst mal müssen jetzt ganz, ganz viele Löcher gebohrt werden. Das dauert. Und dann noch lackieren. Bis dann.

93

Donnerstag, 28. Januar 2021, 10:14

Rohbau

So, das war mehr Arbeit, als vorher gedacht. Wegen der neuen Teile muss am Original-Motorblock und Getriebe eine Menge angepasst werden. Das hat fast eine halbe Tube Spachtel gekostet. Die Pocher-Teile passen ja generell sehr schlecht zusammen. Wenn das ordentlich aussehen soll, muss man eine Menge Spalten und Stufen ausgleichen.

Der Motorblock hat an der Oberseite genau mittig zwischen den Ansaugrohren einen Sitz für die Flansche der Kühlwasserkrümmer bekommen:



Frontseitig ist ein nur symbolisierter Anbau des Motors entfernt (kommt später "in echt"), die Antriebslager der Nockenwellen (von den Zahnriemenscheiben) sind neu gestaltet und planiert:



Rückseitig am Motorblock ist der gesamte Bereich des Schwungrades und des Anlassers abgetrennt und planiert. Hier auch dieselben Maßnahmen an den Nockenwellenenden, weil da bessere Zündverteiler draufkommen.



Die Zylinderköpfe mit den Ventilsitzen und den Nockenwellen sind völlig neu (Resin aus dem Transkit):



Mit Nockenwellen sieht das dann so aus, vorerst noch mit überlangen Wellen



Die Zylinderkopfdeckel haben Ätzteile aufgeklebt bekommen. Dazu mussten die dortigen Riefen abgeschliffen werden, die man beim Original irgendwie silbrig anmalen musste, was fast immer misslang. Mit den Ätzteilen kann man erst mal alles rot lackieren, und dann vorsichtig die Farbe auf den Längsriefen - und nur da - abtragen. Mal sehen.



Am Getriebe ist der nur stilisierte Ölanschluss abgetrennt und planiert. Da kommt später ein detaillierteres Teil dran.



Und überall sind schon die Symbolschrauben abgetrennt und kleine Löchlein gebohrt für die späteren Echtschrauben, denn jetzt geht's ans Lackieren.

94

Freitag, 29. Januar 2021, 18:25

Kleinteilige Fortschritte

nachdem jetzt alles schön grundiert und lackiert war, ging es los mit der Sklavenarbeit:
  • 48 Ventile
  • 12 Auspufflansche
  • 8 Ansaugluftflansche
  • 16 Klammern für den Getriebeblock
  • 16 Schrauben für zwei Deckel des Differentialgetriebes
  • 18 Schrauben für den Ölwannendeckel

und noch einige einzelne größere.

Der Motorblock sieht jetzt so aus. Unterseite:



Oberseite:



Ventiltassen im Zylinderkopf:



Und das Getriebe von links:



von rechts:



und von unten:



Am Getriebe hat der Tommaso die falschen Schrauben vorgesehen. An den beiden Seiten des Differentialgetriebes hat er dieselbe Schraubengröße geplant wie für den Getriebedeckel rechts. im Original sind die fast doppelt so groß. Ich hab also statt M 0,8 die M 1,0 genommen. Das sieht dann auch optisch besser aus. Und an der Ölwanne hat er M 1,4-Sechskantschrauben geplant. Dort sitzen aber im Original große Inbus-Deckel. Die hab ich mit Inbus-Schrauben in entsprechender Größe simuliert.

Beiträge: 16

Realname: Jochen

Wohnort: Ludwigsburg

  • Nachricht senden

95

Freitag, 29. Januar 2021, 21:44

Hallo Küstenkrabbe,
der Transkit ist ja der Hammer. :ok:

Ich wünschte so etwas in der Art gäbe es auch für die Pocher Klassikmodelle.

Bitte nicht im Fahrzeug verstecken. Zumal du ja schon einen wunderschönen Motor drin hast.
Wünsche dir viel Spaß beim basteln. :wink:

Gruß Jochen
Klar sieht das keiner, aber ich weiß es ;)

Beiträge: 428

Realname: Olaf

Wohnort: Bietigheim/Karlsruhe

  • Nachricht senden

96

Samstag, 30. Januar 2021, 08:04

Grandios!!! :ok:

Wie hast du denn die Ventilschaftdichtung gemacht.... :idee:

Unglaublich toll!!

Weiter so. und ja, der Motor muss auch einen Motorständer... :ok:

Skorpi1211

97

Samstag, 30. Januar 2021, 09:36


Wie hast du denn die Ventilschaftdichtung gemacht....

Das war nicht so schwer. Die Ventile selber sind äußerst präzise Resin-Teile aus dem Transkit. Die sind zwar so geformt wie Ventile, aber eigentlich sind es ja die Stößeltassen, denn der sichtbare Teil liegt ja auf der Nockenwellenseite der Zylinderköpfe. Der Sitz im Zylinderkopf ist genauso konisch wie die Stößel (fälschlicherweise) selber, sodass sich das automatisch zentriert, wenn man die Teile einsetzt.



Eingesetzt habe ich die dann mit Contacta Clear erst mal in einer provisorischen Position. Mit dem Kleber kann man ja lange korrigieren. Und dann die Nockenwelle eingesetzt, die dabei je nach Position der Nocken die Ventile mehr oder weniger weit runtergedrückt hat. Hierdurch haben die jetzt in der Endposition ein unterschiedlich Spaltmaß von ganz offen bis ganz geschlossen.

98

Samstag, 30. Januar 2021, 10:33

Langsam verstehe ich den Mythos um die Pocher kits. Sehe ich das richtig, dass man für ein Modell was nicht mehr hergestellt wird einen 750 Euro Transkit rausbringt?

Grüße
Rob

99

Samstag, 30. Januar 2021, 13:17

Sehe ich das richtig, dass man für ein Modell was nicht mehr hergestellt wird einen 750 Euro Transkit rausbringt?

Ja, davon lebt der. Die neueren Pocher-Rivarossi-Modelle waren ja nicht sehr befriedigend, weil sämtliche Details nur angedeutet waren. Und in die Lücke schieben sich solche Leute. Natürlich geht heute dank 3D-Druvcker alles viel einfacher.

Neben dem Testarossa macht der auch Kits für den F 40 (https://tommasoiuele.wordpress.com/2020/…it-coming-soon/ ) und demnächst für den Porsche 911 (https://tommasoiuele.wordpress.com/2019/10/23/2039/ )

Beiträge: 428

Realname: Olaf

Wohnort: Bietigheim/Karlsruhe

  • Nachricht senden

100

Samstag, 30. Januar 2021, 18:08

Ja, da kann man viel Geld investieren...

Hatte mal einen Autograph F40 Transkit hier liegen, aber wieder verkauft.
Zeitmangel und ich glaube, ich hätte Ihn nicht gebaut bekommen.

Habe aber fast das doppelte dafür bekommen. :wink:

Skorpi1211

101

Mittwoch, 3. Februar 2021, 14:23

Kleine Fortschritte

Die Nockenwellen sind jetzt montiert einschließlich der Nockenwellenlager.



Für die Kupplung sind im Transkit eine Menge Teile verfügbar, die auch alle sehr gut passen. Man kann die Kupplung auch später wieder auseinandernehmen, z.B. für eine Werkstattsituation. Hier sind die einzelnen Komponenten:





Provisorisch im Kupplungsgehäuse montiert sieht das dann so aus:



Das Kupplungsgehäuse muss aber noch umfangreich bearbeitet werden, und außerdem fehlen mir noch 4 kleine Druckfedern am Reibbelag. Erst danach wird endgültig auf Achse montiert.

Der Ölanschluss am Getriebegehäuse, der vom Originalteil abgetrennt war, ist jetzt durch ein Resin-Teil ersetzt:





Als nächstes werden die Zylinderkopfdeckel fertiggemacht, sprich: genügend Platz für die Nockenwellen rausgefräst und lackiert . Bis bald.

102

Freitag, 5. Februar 2021, 19:55

Testa Rossa

Jetzt sind die Zylinderkoppfdeckel fertig. Die Leisten auf den vier Ätzteilen habe ich nach dem Lackieren mit einer Rasierklinge abgezogen und dann mit 270er-Papier geschliffen. Das gibt sehr saubere Kanten. Das Ganze soll ja plangefrästes Aluminium symbolisieren. Dieselbe Aufgabe haben die Ätzteile an den Zündkerzenlöchern. Dort ist das Original-Teil auch plangefräst.



Jetzt geht es an die Nockenwellenantriebe. Wird spannend.

Beiträge: 428

Realname: Olaf

Wohnort: Bietigheim/Karlsruhe

  • Nachricht senden

103

Samstag, 6. Februar 2021, 10:07

]Jetzt geht es an die Nockenwellenantriebe. Wird spannend.



Pass auf das Nockenwellenspiel auf!! das kann zu einem Motorschaden führen, wenns nicht passt.. ;)

Aver du machst das schon.. :ok:

Skorpi1211

104

Samstag, 6. Februar 2021, 10:46

Pass auf das Nockenwellenspiel auf!! das kann zu einem Motorschaden führen, wenns nicht passt.. ;)

Das wird doch beim TR sowieso ständig nachgestellt. Der schafft es sonst gar nicht von Service zu Service. ;)

105

Samstag, 6. Februar 2021, 20:03

Zündanlage Teil 1

Hab doch erst mal hinten weitergemacht. Das ist weniger Arbeit. Auf den Enden der oberen Nockenwellen sitzen jetzt die Zündverteiler. Hier noch ein letzter Blick auf das Verteilerfingerlager, danach kommt der Deckel drauf - leider verklebt, denn sonst hält der nicht, wenn man die Kappen mal abzieht.



Der Verteilerdeckel hat 1 mm-Nieten als Zündkontakte.



Mit Getriebe und Kupplungsgehäuse (vordere Hälfte) + Schwungrad sieht das jetzt so aus. An den Enden der unteren Nockenwellen sitzen kleine Wartungsdeckel aus Ätzteilen.


106

Montag, 8. Februar 2021, 16:58

Weiter geht's vorne mit dem ganzen Gedöns, was da synchronisiert wird. Das Resin-Teil von Tommaso ist enorm detailliert, muss aber an Rändern und in den Löchern kräftig nachgearbeitet werden. Da ist hilfreich, wenn man das Fotoätzteil der Vorderwand gleich aufklebt. Das kann dann als Frässchablone dienen. Danach kommt ein Original Pocher-Teil ins Spiel, der Zahnriemendeckel. An dem sind aber viele Details nur angedeutet und behindern auch die Neumontage. Die müssen also erstmal weg.



Der blaue Pfeil zeigt auf die vollständig entfernte Wand im Kurbelwellenbereich. Bei Pocher wird hier nur von außen die Riemenscheibe aufgesteckt, jetzt müssen da aber alle Riemenscheiben durchpassen, weil man sonst den Deckel nicht wieder abnehmen kann.

Die gelben Pfeile zeigen auf die Löcher, durch die man bei aufgesetztem Deckel die Zahnriemen einstellen kann. Diese Mechanik ist jetzt "in echt" vorhanden und von außen sichtbar, bisher war da nur eine symbolisierte Schraube.

Pink ist ein Bereich des Lichtmaschinenhalters, der ausgefräst werden muss, weil man sonst die Teile nicht bündig zusammenkriegt.

Die beiden hier sollen aufeinanderpassen

und tun's auch:

Jetzt kann - erst mal provisorisch - der Satz Zahn- und Keilriemenscheiben eingesetzt werden:





Und dann noch mit Deckel. Die Zahnriemenscheiben liegen unter dem Deckel, die Keilriemenscheiben davor. Durch die Löcher links und rechts sieht man jetzt die Spannrollen für die Zahnriemen.


107

Dienstag, 9. Februar 2021, 18:45

Ideen machen Arbet

Beim wieder mal Durchsehen der vielen Aufnahmen von Original-Testarossas, die ich habe, ist mir das hier aufgefallen:



Sowas ähnliches hatte ich doch irgendwo auf den Ätzplatinen gesehen - hier! Zwei Stück!

Also, jetzt muss das gute Stück doch auch noch Verteilerfinger bekommen. Erst mal die bereits angeklebten Verteilerdeckel wieder runter - ging gut mit einer Rasierklinge. Dann von der bereits verklebten Grundplatte erst mal wieder den ganzen Kleber runtergemacht, und die dann mit Gun Metal lackiert. Das erhabene Relief anschließend fein abgeschlffen. Und den nötigen Abstand des Verteilerfingers mit Unterlegscheiben eingestellt. Sieht dann so aus:



Jetzt hab ich nur das Problem, dass ich die Verteilerdeckel auf gar keinen Fall wieder aufkleben will. Wär eja schade. Da muss ich mir was einfallen lassen.

Beiträge: 16

Realname: Jochen

Wohnort: Ludwigsburg

  • Nachricht senden

108

Mittwoch, 10. Februar 2021, 09:15

Großen :respekt: , wenn man weiß wie klein dieses Teil ist.
Kennst du Uhu patafix? Das ist eine Klebeknete.
Du könntest mal testen eine "Winzigkeit" davon an 3 Ecken zu befestigen. Danach natürlich anmalen.


Viele Grüße
Jochen
Klar sieht das keiner, aber ich weiß es ;)

109

Mittwoch, 10. Februar 2021, 14:52

Danke, auch für den Tipp. Kannte ich noch nicht und werde ich sicher probieren. Bislang dachte ich eher an kleine Magnete. Das Problem ist, dass über das Ganze ja die Verteilerkappen mit den Zündkabeln gesteckt werden. Was darunter ist darf nicht auseinanderfliegen, wenn man sie abnimmt. Tüfteln ist angesagt. Ab in die Versuchsabteilung!

110

Donnerstag, 11. Februar 2021, 09:45

Fluchtprobleme

Jetzt sind die gedrehten Räder der Riemenantriebe stirnseitig fertig lackiert (im Original sieht es brüniert aus) und provisorisch montiert. Sieht schon ganz gut aus.



Aber es zeigt sich, dass das große Resin-Teil aus dem Kit doch mehr Probleme macht, als anfangs gedacht. Wenn alle Räder an ihrem Platz sind fällt auf, dass sie nicht fluchten.



Die linken (im Bild oberen) Nockenwellenräder und ihre Spannrolle sollten in einer ebene mit der innersten Scheibe des Radsatzes auf der Kurbelwelle liegen, diejenigen von der rechten (unteren) Seite mit der zweiten Scheibe. Man sieht deutlich den Versatz. Da hat der Tommaso wohl ein bisschen zu wenig von der Welle abgedreht, sodass der ganze mittlere Radsatz zu viel Abstand von der Grundplatte hat. Da ich keine Drehbank habe muss ich jetzt wohl den umgekehrten Weg gehen und an der Grundplatte entsprechend ausfräsen, damit das tiefer rutscht. Mal sehen.

111

Montag, 22. Februar 2021, 11:16

Was lange währt ….. oder : Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Hallo, ich bin doch noch da. Musste nur einige Tage in den Keller. Jetzt ist aber die Zeit, darüber zu reden. Es ist eine Geschichte von Theorie und Praxis.

In Beitrag #106 hatte ich das Resinteil aus dem Kit gezeigt und den Originaldeckel von Pocher. Da sah alles noch ganz gut aus.

Tatsache ist aber, dass der Tommaso das Teil wohl nach Zeichnungen von Ferrari gebaut und nicht vollständig an die Gegebenheiten von Pocher angepasst hat. Wenn man die Resin-Platte mit ihren 4 Nockenwellenbohrungen auf die Enden der Nockenwellen steckt, passt alles hervorragend, aber – Die Platte sitzt exzentrisch. Rechts steht sie deutlich weiter über den Zylinderkopf raus als links. Die Nockenwellendurchführungen im 3-D-Drucker-Teil liegen definitiv zu weit links, etwa 2 mm. Außerdem gehen die Zahnriemenrollen über den Rand des Deckels hinaus, wenn man sie unverändert montiert. Das muss also viermal nach rechts aufgefräst werden, bis der Kurbelwellenabtrieb wirklich in die Mitte des Motorblocks gerückt ist.





Nächstes Problem war der vordefinierte Sitz der Spannrollen für die Zahnriemen. Montiert man diese Rollen exakt dort, sitzen sie exzentrisch zu den Löchern im Deckel, was bescheuert aussieht. Also müssen auch diese Bohrungen leicht nach links oben versetzt werden.



Schließlich sind noch alle Ränder des Resin-Teils ziemlich unsauber und müssen nachgearbeitet werden.

Der Original-Deckel von Pocher hat ja viele Dellen, die hab ich gleich im Zuge des Finishs überspachtelt.



Und dann fiel in dem Kit noch dieses Teil auf:

Das ist doch eine Lichtmaschine mit Halter. Und ich hatte mir schon Gedanken gemacht, wie ich die originale Pocher-LiMa auf einen kleinen Lagerungsbock setzen kann, wie im Original. So einfach einseitig fest wie bei Pocher kann man ja keinen Keilriemen spannen. Also wird das Lager der LiMa vom Pocher Spritzteil auch abgeschnitten, und dieses schöne Teil kommt da dran. Das Ergebnis sieht man schon im vorletzten Bild.

112

Montag, 22. Februar 2021, 12:30

... und was daraus geworden ist

Jetzt aber zur Montage: um die jeweiligen Rollen in eine Position zu bringen, in der sie mit den Antriebsscheiben fluchten, habe ich sie mit Unterlegscheiben unterfüttert. Danach laufen die Riemen sauber parallel zum Fundament. Die Riemen sind im Kit übrigens als "Rubber belt" bezeichnet. Gummi ist das aber mit sicherheit nicht. Kein Gummikleber ist in der Lage, dieses Zeugs zu verbinden. Es handelt sich wohl eher um so einen Silikongummi. Das Kleben klappt da schlussendlich durch sorgfältiges Anrauhen und Sekundenkleber.





Schlussendlich diese Gesamtanmutung:





Passt das jetzt alles unter den Deckel? Nein. Was ich ursprünglich innen im Deckel alles rausgefräst hatte, reichte bei Weitem nicht. Im Prinzip muss man innen im Deckel alles entfernen, was irgendwie übersteht. Am besten noch den Deckel selbst etwas dünner fräsen. Wenn das alles getan ist, dann geht er auch wirklich zu.



Damit der Deckel in geschlossenem Zustand auch hält habe ich zwei 1,5 mm - Magnetpärchen eingebaut. Das hält prima und fällt fast nicht auf.



Und wenn der Deckel draufsitzt, können die Riemenscheiben für Lima und Air-Condition-Kompressor montiert werden:




Beiträge: 16

Realname: Jochen

Wohnort: Ludwigsburg

  • Nachricht senden

113

Dienstag, 23. Februar 2021, 08:27

Sehr sehr feine Arbeit :respekt:

Viele Grüße
Jochen
Klar sieht das keiner, aber ich weiß es ;)

114

Dienstag, 2. März 2021, 13:17

Bauabschnittsende

So, jetzt ist auch der Deckel für die Zahnriemenanlage fertig. Da dran sitzen ja oben der Kompressor der Klimaanlage und die Lichtmaschine, die beide über einfache Keilriemen außerhalb des Deckels angetrieben werden.





Von hinten kann man die beiden Aggregate gut erkennen:



Um das fertigzustellen war eine Menge Anpassungsarbeit erforderlich.
  • Die Strebe der Lichtmaschine trägt natürlich ein bisschen auf, und dann geht der Deckel nicht zu. Deren Bett musste also erst mal vertieft werden.
  • Montiert man den AC-Kompressor wie von Pocher vorgesehen, stoßen die hinteren Flansche (die von dem neuen Teil aus dem Kit) gegen die Basis, und der Deckel geht nicht zu. Das Teil muss also gedreht werden, dazu die untere Nut ausfräsen.
  • Die Lima aus dem Kit vom Tommaso besteht zusammen mit deren Halter aus einem Teil. Dabei ist der Winkel so, dass die LiMa frei in den Himmel ragt, was nicht vorbildgerecht ist. Das musste am Gelenk aufgetrennt werden und in einem spitzeren Winkel wieder zusammengeklebt werden. Den ursprünglichen Winkel hatte ich im Rohbau schon mal gezeigt:



  • An dem Resin-Teil der LiMa stand vorne mittig ein 2 mm-Pinnökel vor. Der sollte wohl das Treibrad auf den nötigen Abstand zum Gehäuse bringen, damit der Riemen gerade laufen kann. Nur: Wie kann ich eine 1 mm-Schraube in einen 2 mm-Resin-Stift bringen? Ich hab das Ding abgeschnitten und stattdessen ein solides Stück 4 mm-Kabelisolierung mit Spachtel gefüllt und da aufgeklebt. Und darauf wurde dann das Treibrad montiert.
  • ... und viele, viele Feil- und Schleifarbeiten.

Jetzt fluchten die Riemenscheiben und die Riemen aber. Letztere sind noch provisorisch aus Markierungstape, bis ich geeignete aus Gummi gefunden habe.



Die Dartstellungen, die man bei Ausbauten eines Testarossa oft sieht, auch bei dem Tommaso selbst, sind oft nicht vorbildgerecht. Da wimmelt es von Schrauben an allen 4 Ecken von AC-Kompressor und Lima vorne und hinten. Ich habe im Netz gesehen, dass das keine spezifischen Ferrari-Teile sind, sondern Massenartikel, die in Dutzende verschiedene Autos eingebaut werden. Und je nach Situation werden die Aggregate dann mal mit den einen zwei Löchern befestigt und mal mit den anderen zwei, aber immer nur zwei. Alle übrigen Löcher dienen nur der Universalität der Verwendbarkeit und werden im jeweiligen Einzelfall nicht benutzt. So hab ich das dann auch dargestellt.

Beiträge: 428

Realname: Olaf

Wohnort: Bietigheim/Karlsruhe

  • Nachricht senden

115

Mittwoch, 3. März 2021, 06:52

Super Arbeit!!

:ok: :ok:

Skorpi1211

Werbung