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301

Sonntag, 15. November 2020, 15:09

Dachte ich mir doch :D

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302

Sonntag, 15. November 2020, 16:49

HMMMM :whistling:
meinst Du nicht, daß Du eine Übersetzung von ~ 1:4 (8000/ 32000) mit nur drei Zahnrädern hinbekommst? Du bräuchtest nur eine Achse, auf der das Kegelrad direkt drauf sitzt. Das ergäbe weniger Reibung und weniger Fehlermöglichkeiten. Und noch was: der Plastikstreifen sollte da wieder raus , der schmilzt sonst vor ich hin und verklebt Dir alles wenn das Getriebe warm wird, (und das wir es sicher); nimm besser einen aus Metall. ;)
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303

Sonntag, 15. November 2020, 20:30

Hallo Hans- Jürgen :wink:
schön, dass Du reinschaust. Die Anordnung mit den vier Zahnrädern habe ich aus zwei Gründen gewählt -
1. Die Achsen des Motorritzels und des Kegelrades liegen nicht auf einer Eben (das Kegelrad liegt ca. 3mm höher) - die gewählte Anordnung soll das ausgleichen helfen.
2. Ich wollte durch die Verwendung von 4 Zahnrädern erreichen, dass die Drehrichtung des Motors mit der Drehrichtung des Kegelrades übereinstimmt -deshalb das vierte Zahnrad - und mit den Zahnrädern, die ich zur Verfügung habe, bekomme ich nur mit drei Zahnrädern die Untersetzung nicht hin, weil die Unterschiede in den Zähnezahlen nicht groß genug sind.

Was die Fehlerquelle angeht hast Du natürlich recht - ich hoffe, dass ich es dennoch hinbekomme. Ich behalte mir Deine Einwände natürlich im Hinterkopf - bevor ich das Getriebe verbaue, wird ohnehin noch "trocken" - also ohne Belastung getestet. Durch die Anordnung mit den "Regalbrettern" habe ich ja auch jederzeit die Möglichkeit die Zahnräder und deren Anordnung zu tauschen - das einzige was da fix ist, sind ja das Differential und die Position des Motorritzels.
Zu der von Dir vorgeschlagenen Anordnung habe ich allerdings noch eine Frage
sehe ich das Richtig, dass Du das so gedacht hast:
Motorritzel = Zahnrad 1
ein Zahnrad auf der Welle des Kegelrades = Zahnrad 2
Kegelrad = Zahnrad 3?

Zum Plastikstreifen - ehrlich gesagt habe ich den Umstand, dass Temperatur ein Thema sein könnte beim Getriebe bisher noch gar nicht in Betracht gezogen :huh: - aber natürlich ein guter Einwand -wird auch entsprechend geändert. :)
Dank Dir für die Anregungen :hand:
GLG Martin

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304

Sonntag, 15. November 2020, 21:30

Hi ,
ja genau, so habe ich das gemeint mit den Drei Zahrädern ,das Motrorritzel treibt direkt die Achse mit dem Kegelrad an. Zahnräder in allen Variationen bekommst Du doch für ein paar Cent zu kaufen z.B. Motorritzel 12 Zähne, zweites dann soviele Zähne, daß hinten rauskommt was Du brauchst.
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305

Montag, 16. November 2020, 10:37

Hallo Hans-Jürgen, :wink:
jetzt weiss ich was Du meinst - diese Lösung hatte ich auch ursprünglich favorisiert - mein Problem dabei allerdings:
Ich muss zwischen Motorritzel und Kegelrad einiges an Strecke überwinden - siehe Grafik:

ist das Gute an solch einem Scratchbau nicht, dass man Probleme zu lösen hat, die man sich selbst einbrockt?
Versetzen des Differentials, um den Abstand zu verringern ist auch keine Delux- Lösung, da sonst der Radstand nicht stimmt.
Im Notfall könnte es unumgänglich werden auf diese Lösung zurückzugreifen. So lange allerdings keine absolute Notwendigkeit besteht, werde ich zunächst die etwas komplexere Variante versuchen.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank für Deine Zahl- und Hilfreichen Tipps. :hand:
GLG Martin
P.S. Sobald ich die Aussparungen für die Zahnräder gefräst habe (es also ausgehöhlt ist) mache ich eine Stellprobe mit Bildern, dann wird die ganze Sache etwas klarer, denke ich.

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306

Freitag, 20. November 2020, 15:31

Hallo Zusammen :wink: ,
wie bereits angekündigt, gibt´s heute ein kleines Update der Stellprobe des Getriebes - aber: first things first - erstmal der Weg dahin...
Zuerst wurden mithilfe der Schablonen die Positionen der Bohrungen bestimmt - also zuerst die des Motorritzels und dann die des ersten Zahnrades. Anschließend wurde gebohrt und zur Probe mal lose das Motorritzel und das erste Getriebezahnrad auf passende Wellen gesteckt und lose aufgesetzt:

Mit dieser Passprobe konnte die Lager der Bohrlöcher zueinander überprüft werden. Ergebnis:
Das funzt so
Aber
und das ist in dem Falle ein großes Aber - wer genau hinschaut erkennt evtl. dass die Zahngeometrie zwischen dem Motorritzel (12Zähne) und dem ersten Getriebezahnrad (18Zähne) nicht ganz passt.
Um ein mögliches Durchrutschen der Zahnräder unter Belastung, aber auch nach den Hinweisen von Hans-Jürgen , habe ich mich dazu entschlossen mir ein anderes Motorritzel auszusuchen.
Zwar bleibe ich derzeit noch bei der angedachten Auslegung mit Vier Zahnrädern und zwei Wellen -allerdings sind unnötige Kompromisse, die so halbwegs funktionieren an dieser Stelle unangebracht.
Bis die neuen Zahnräder ausgesucht, bestellt und geliefert waren, habe ich in der Zwischenzeit in jedem Fall nötige Arbeiten erledigt.
Das war als erstes das Getriebegehäuse auf ein Breite von 34mm bringen - der Grund hierfür - 34mm lassen sich einfach besser durch zwei Teilen - wenn man andauernd irgendwas berechnen muss, und die Lage von Bohrungen usw. bestimmen muss, ist es einfach von Vorteil, wenn man bei der Zweiteilung gerade Maße bekommt.
Also wurde das Getriebegehäuse auf Breite 34mm gefräst:

Danach wurde das Getriebegehäuse "ausgehöhlt" also auf einer Breite von 26mm zwischen der Getrieberückwand, die den Abschluss zum Motor bildet und der Einfassung des Differentials ausgefräst:

und das auf ein Tiefe von 15mm:

Als nächstes wurde das erste "Regalbrett" gefertigt. Dieses Blech wird die Kugellager des Kegelrades und der Getriebeachse aufnehmen.
Also wurde zuerst das Blech ausgefräst:

auf jeder Seite ein Stufe gefräst, die der Breite der zuvor gefrästen Aussparung im Getriebegehäuse entspricht:

Danach wurde eine Nut ins Getriebegehäuse gefräst, in die dieses "Regalbrett" eingeschoben werden kann:

und aus einer anderen Perspektive:

Anschließend wurden die Bohrungen für das Motorritzel und die Getriebewelle gesetzt - wobei eigentlich nur die Bohrung für die Getriebewelle neu bestimmt werden musste - wegen das anderen Durchmessers des Motorritzels.
Motorritzel alt: 12 Zähne - 7mm Durchmesser. Motorritzel neu: 13 Zähne 9,5mm Durchmesser. Die errechnete Endgeschwindigkeit ändert sich dabei von 102km/h auf 110km/h - damit bin ich auch näher an den Originalwerten bei dem Maßstab.
Anstatt beim Original 320 km/h bei Motorritzel 1 bin ich jetzt bei einer Originalgeschwindigkeit von 350 km/h - das entspricht eher den Werten des Ferrari von 1994.
Jetzt endlich mal das Bild dazu:

Da die Welle des Kegelrades einen Durchmesser von 4mm hat, und damit größer ist als die 3,2mm Innendurchmesser der Zahnräder, musste das Zahnrad am Kegelrad entsprechend aufgebohrt werden:

Eigentlich hätte ich hier mit mehr Problemen gerechnet, was das Treffen des Mittelpunktes und die Materialbeschaffenheit des Zahnrades angeht , war aber letzten Endes vollkommen unproblematisch. :D
Anschließend wurde mithilfe der Schablonen die Bohrpunkte im "Regalbrett" bestimmt und gesetzt:

Dann wurden die Kanten dieses Bleches entsprechend der Rundungen in der Aussparung des Getriebegehäuses zurechtgefeilt:

von unten etwas besser zu sehen:

Auf dem nächsten Bild habe ich den Radius im Getriebegehäuse zur besseren Veranschaulichung markiert:

Dann wurde die Aussparung des Getriebegehäuses noch auf die veränderte Zahnradpositionierung angepasst und bei der Gelegenheit auch die Aussparung für das Kegelrad gefeilt:

und von Oben:

Dann gab´s die erste Passprobe des "Regalbrettes" im Getriebegehäuse:

und von der Motorseite aus gesehen:

Schließlich wurden die Wellen und die Zahnräder eingesetzt:

und nochmal von der Seite:

Ein erster Funktionstest per Hand lief auch schon vielversprechend, wenn auch nicht Problemlos.
Grundsätzlich läuft alles, auch scheinen die Abstände der Wellen zueinander zu stimmen.
Problem 1: Es funktioniert nur Reibungslos, wenn die Achsen absolut exakt ausgerichtet sind - das sollte bei der Getriebewelle und auch der Motorwelle kein Problem darstellen - Da der Motor ja später fest eingebaut wird und die Getriebewelle zwei Aufnahmelager hat, also dadurch ausgerichtet ist. (Die Welle, an der zum Test das Motorritzel angebaut wurde, hat doch ziemlich gewackelt - aber dieses Problem sollte mit dem Motor nicht auftreten)
Anders gestaltet es sich mit dem Kegelrad - offenbar war diese Bohrung ein wenig zu groß bemessen (theoretisch 4mm Welle und 4mm Bohrung =wackelt nichts). Dieses Problem sollte durch den Einbau eines Kugellagers, dass mittels Presspassung im "Regalbrett" liegt ausgemerzt sein. Andernfalls könnte es nötig sein, auch diese Welle doppelt zu lagern - dafür müsste noch ein Brett eingesetzt werden und das Motorritzel sowie das dazugehörige Zahnrad weiter in Richtung Motor wandern - mal schauen wie sich das lösen lässt.
Problem 2: Nach ungefähr einer dreiviertel Umdrehung des Kegelrades neigt die ganze Konstruktion dazu zu blockieren - ob das an einigen groben Kratzern in der bisher nur behelfsmäßig eingebauten Getriebewelle liegt, muss ich noch herausfinden.

Meine Hoffnung ist, dass sich die gerade beschriebenen Probleme durch den Einbau von Kugellagern und der endgültigen Getriebewelle lösen lassen. Ansatzpunkte gibt´s einige - ab jetzt heisst es testen, testen, testen.
Ich werde euch auf dem laufenden halten.
Wie immer: über Anmerkungen, Tipps, Kritik usw. freue ich mich.
Bleibt gespannt.
GLG Martin :wink:

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307

Freitag, 20. November 2020, 22:34

Hi
die von Dir genannten Umdrehungen machen meiner Ansicht nach zwingend die Verwendung von Kugellagern auf allen Achsen erforderlich sonst frißt sich alles aufgrund der entstehenden Reibung fest. Denk doch noch mal über meinen Vorschlag nach. ^^
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308

Samstag, 21. November 2020, 16:13

Hallo Hans Jürgen, :wink:
was die Verwendung von Kugellagern angeht bin ich ganz bei Dir - ohne wird bei den Umlaufgeschwindigkeiten keinesfalls zuverlässig funktionieren. :(
Was Deinen Vorschlag hinsichtlich der Anordnung angeht - der ist natürlich im Hinterkopf, wäre auch meiner Ansicht nach die Deluxlösung, allerdings müsste ich dann entweder den Radstand, oder aber die von den Abmessungen her kleine Getriebekonzeption opfern - in jedem Fall wäre ich von den Abmessungen her nicht so nah am Original, wie ich gerne wäre, denn Aufgrund der Gegebenen Position des Motors und des Diffs, ist es leider mit anderen Zahnrädern alleine nicht getan. (Abstand der Achsen zueinander...)
GLG Martin :wink:

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309

Samstag, 21. November 2020, 17:55

Besser ein Kompromiss als ein "kolbenfresser" ;)
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310

Samstag, 9. Januar 2021, 15:15

Hallo Martin,
lange nichts mehr von Dir gehört...gelesen...

Was macht Dein Scratchbau...hast Du inzwischen Fortschritte machen können?

Gruß
René
Zur Zeit im Bau :

Ecto-1 , VW Samba Bully , Ferrari 312T4

Danach folgen: Millennium Falcon , VW Beetle ; Manta A GT/E , K.I.T.T

Ford Mustang Eleanor , Starsky & Hutch Ford Gran Torino ,Bugatti Vayron 16.4 Super Sport , alle bestellt :D :D

Warten auf :kaffee:

Vorbestellt 300 SLR "Uhlenhaut" https://www.lemke-legrand.com/LEGRAND+Me…up-+1-8+kit.htm

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311

Dienstag, 26. Januar 2021, 22:42

Was lange währt wird endlich gut... ^^

Hallo ihr da draußen :wink:

Nach einer gefühlten Ewigkeit kann ich vermelden, dass es mal wieder etwas zu vermelden gibt :D und ich darüber hinaus auch nicht ganz untätig gewesen bin - aber firt things first:
Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr habt die vergangenen Wochen gut überstanden.
@Hans- Jürgen - da hast Du natürlich recht - lieber etwas vom Original abgehen, als die Funktionalität riskieren.
@René - Ja, inzwischen konnte ich tatsächlich einige Fortschritte erzielen, aber dazu gleich mehr.

@all - an alle diejenigen, die sich darüber gewundert haben, warum hier seit Wochen nix passiert - unser Haushalt hat Zuwachs bekommen... Nachdem ich meine Prüfungen erfolgreich hinter mich gebracht habe, hat sich meine Frau dazu entschlossen, mich auf eine fahrlässig Einlassung festzunageln (dazu kam natürlich die freie Interpretation ihrerseits).
Den dazu gehörigen Dialog möchte ich euch auch nicht vorenthalten, dient er doch evtl. dazu ein kurzes Grinsen ins Gesicht zu bekommen - ist ja derzeit auch einiges Wert.

Frau: Wenn Du Deine Prüfungen rum hast, möchte ich was felliges haben (also ein Haustier).
Ich: Ja, allerhöchstens nach den Prüfungen, davor habe ich eh weder Zeit noch Nerv dazu.
Frau: Ich hätte gerne einen Wuffi, oder eine Mietzekatze.
Ich: Für einen Hund haben wir auch danach keine Zeit - Du arbeitest voll und ich gehe dann ins Referendariat.

- einige Monate später, ungefähr eine Woche nach den Prüfungen -

Frau: Freut mich total, dass Du deine Prüfungen gut überstanden hast.
Ich: Ja, mich auch, war schon anstrengend. Bin auch auch froh, dass es vorbei ist.
Frau: Dann bekomme ich jetzt eine Katze.
Ich: Hä?
Frau: Na Du hast gesagt, dass wir eine Katze bekommen, wenn Deine Prüfungen vorbei sind.


Nach einigen Besuchen in Tierheimen und der Hoffnung, dass sie eventuell doch nicht darauf besteht, hat mich dann Mitte November doch das Schicksal ereilt..
Ich Präsentiere Nami - unsere (zu diesem Zeitpunkt) noch ganz kleine (4Monate alt) Miezekatze:


Und nach knapp zwei Monaten kann ich dazu einiges sagen:
1. Ich liebe diese kleine Katze - Ist sozusagen eine totale Catmance. :love:
2. Wer behauptet Katzen sind pflegeleicht und brauchen keine Aufmerksamkeit lügt. Das mag bei alten Katern vielleicht stimmen, aber so eine kleine ist recht Arbeitsintensiv...

Wie ihr sicher inzwischen auch rausgelesen habt, hat inzwischen auch mein Referendariat begonnen, was leider Gottes auch wenig Zeit für anders lässt. Diese zwei Sachverhalte sind letztlich auch die beiden Hauptgründe weshalb hier nichts passiert ist in den vergangenen Wochen. Ich hoffe ihr verzeiht. ;(

Das soll es jetzt aber mit Offtopic gewesen sein für heute.

Der letzte Baustand war ja das Getriebegehäuse inklusive eines Regalbrettes - zunächst noch ohne Kugellager, um die Abstände und die Anordnung der Zahnräder ermitteln zu können und vorab zu testen.
So sah das Getriebegehäuse zu dem Zeitpunkt aus:

Die Ergebnisse dieser Versuchsreihe waren nicht vollkommen zufriedenstellend. Zwar funktioniert die Anordnung, jedoch läuft alles ein wenig schwergängig :!!
Also habe ich im nächsten Schritt versucht zuerst den Lauf des Kegelrades zu verbessern - dafür ist allerdings eine zweite Führung notwendig, wie die ersten Versuche gezeigt haben.
Deshalb habe ich der Tiefe der Zahnräder entsprechend eine Nut in das Getriebegehäuse gefräst und ein zweites Brett gefertigt, um eine bessere Führung des Kegelrades zu erreichen:

Wie unschwer zu erkennen ist, musste an der Rückwand des Getriebegehäuses dementsprechend zusätzlich Platz geschaffen werden, um die restlichen Zahnräder unterzubringen:

Der so geschaffene Platz war ausreichend und es wurde ein erneuter Testlauf gestartet. Dieser hat zwei Erkenntnisse gebracht:
1. Die Übertragung zwischen Kegelrad und erstem Zahnrad an der Hauptwelle funktioniert tadellos.
2. Das ursprünglich angedachte Motorritzel war ja bereits ausgetauscht worden, aufgrund der unterschiedlichen Zahnbeschaffenheit der Zähne - Nebeneffekt dabei: Es hätte jetzt auch wegen der unterschiedlichen Einbautiefe auch gar nicht mehr gepasst. Ein Problem stellte aber noch die Übertragung zwischen Motorritzel und zweitem Zahnrad auf der Hauptwelle dar und das hatte zwei Grunde. Erstens konnte sich die Motorwelle immer wieder verschieben, weil die Verbindung zwischen Motor und Getriebe noch nicht fixiert war und zweitens fluchtete die Bohrung in Getrieberückwand für die Aufnahme der Hauptwelle offenbar um ein winziges Stückchen noch nicht perfekt.

Ich habe die Gelegenheit auch dazu genutzt die Regalbretter mit den Kugellagerbetten auszustatten - habe ich im Zuge dessen aber auch dazu entschieden diese neu zu fertigen und einige Ungenauigkeiten zu beseitigen.
Inzwischen hatte ich nämlich auch eine Fehlerquelle in der Fertigung dieser Regalbrette ausgemacht - die genau winklige Ausrichtung des Fräskopfes.
Also war der nächste Schritt die genaue Ausrichtung.
Dafür habe ich meinen Teileapparat auf den Koordinatentisch der Fräse montiert und eine Stahlwelle dort eingespannt:

Anhand dieser Welle konnte ich dann den Fräskopf winklig ausrichten, indem ich diese Welle dann in das Futter des Fräsers mit entsprechendem Durchmesser montiert habe.
Das Ergebnis war ein präzise winklig ausgerichteter Fräskopf und somit eine höhere Präzision in der Fertigung.

Dann habe ich die beiden Bretter erneut ausgefräst:

abgelängt und die Stirnflächen winklig gefräst:

Immer wieder nachgemessen:


Im nächsten Schritt habe ich die beiden Brettchen mit einer Nut versehen - diesmal allerdings nicht mit einer Nut auf der Unterseite :

sondern diesmal habe ich zwei die Brettchen mit jeweils einer Nut unten und ober versehen:

Danach wurden die Bohrungen für die Kugellager gesetzt - bzw. gefräst. Zuerst mittig mit dem Durchmesser 6mm - für das 7mm Kugellager des Kegelrades.

Anschließend wurde diese Bohrung auf eine Tiefe von 2,5 mm auf 7mm aufgeweitet und im gleichen Arbeitsschritt eine Bohrung mit 7mm Durchmesser in einem Abstand von 9,5mm gesetzt, die dann auch auf einer Tiefe von 2,5mm, bzw. 4mm auf 8mm aufgeweitet wurde. Hier das Ergebnis:
Zuerst das dem Differential zugewandte Brettchen:

Und nochmal mit eingebauten Kugellagern:

Und hier das andere Brettchen:

Und auch hier nochmal mit eingebauten Kugellagern:

Diese Anordnung wurde erneut getestet:
Zuerst ohne Differential:

Und dann mit Differential:

Das Ergebnis dieser Testreihe - die Übertragung gelang eindeutig besser und reibungsarmer, allerdings konnten die oben genannten Schwierigkeiten noch nicht vollständig gelöst werden. Bei genauerer Betrachtung hat sich auch herausgestellt, dass die Bohrung im Getriebe für die Motorwelle um 0.05mm zu weit entfernt von der Hauptwelle entfernt ausgeführt war, wodurch ein gelegentliches Durchrutschen der Zahnräder bei Belastung zumindest nicht ausgeschlossen werden konnte.
Inzwischen wurden auch die nachbestellten Kugellager geliefert und es konnte weiter gehen.
Als nächstes habe ich mich der Verbindung zwischen Motor und Getriebe gewidmet.
Dafür habe ich ein Stück Blech mit Stärke 4mm ausgewählt , auf 40mm abgelängt und eine Aussparung für das Getriebe hineingefräst:

Danach wurde in die Rückwand des Getriebegehäuses eine Bohrung mit Durchmesser 7mm gefräst und dann auf 8mm ausgeweitet - also erneut eine Kugellagerbettung:

Das Bild ist leider erst später entstanden- und zwar nach einer ersten Passprobe, die böse Oberfläche ist Kleberesten geschuldet.
Hier das Ganze mit eingebautem Kugellager:


... geht gleich weiter - hab nur die Bilderanzahl voll :D

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312

Dienstag, 26. Januar 2021, 23:43

Und weiter geht´s ...
Anschließend wurde dieses Befestigungsblech auf das Rückwand des Getriebegehäuses geklebt:

und nochmal von Oben:

kurzer Nachtrag - habe gerade noch ein besseres Bild von der Getrieberückwand gefunden inklusve Bohrungen:

Dann wurden die Bohrungen für das Kugellager und die Motorwelle gesetzt:

und danach die Bohrungen für die Verbindung von Getriebe und Getriebehalterungsblech;

Als nächstes bin ich der Motorhalterung bzw. der Motorattrappe zu leibe gerückt. Als erstes mussten nämlich die Bohrlöcher für die Befestigung des E-Motors gesenkt werden:

Anschließend wurde die Position der Schrauben, welche das Getriebegehäuse mit dem Befestigungsblech verbinden auf die Motorhalterung übertragen:

Dann ausgefräst:

In der Folge habe ich dann das Befestigungsblech für das Getriebe an selbigem montiert:

Und die Bohrlöcher für die Befestigung des Getriebes an der Motorbefestigung übertragen und ausgeführt und schließlich ebenfalls montiert:

Anschließend habe die Löcher durch die Brettchen und das Getriebegehäuse gebohrt, damit die Brettchen mit Schrauben ordentlich fixiert werden können:

Wie man sehen kann mit 0,8 mm kein leichtes Unterfangen, ohne dass einem die Bohrer abbrechen und irgendwo im Werkstück stecken bleiben - der Verschleiß war doch enorm...

Ich habe mich schließlich dazu entschlossen die selben schwarzen Inbusschrauben hierfür zu verwenden mit denen ich auch die Getriebebefestigung ausgeführt hatte.
Vom abschließenden erfolgreichen Test habe ich ein Video erstellt - hier der Link dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=kL0jD25EohQ&feature=youtu.be

Zu dem Video gibt es noch zwei Anmerkungen zu machen:
1. Es wirkt so als würde sich der Motor am Anfang etwas schwer tun - ist auch so - bei dem Test war das Ensemble Motor und Getriebe nur zusammengesteckt, nicht geschraubt - also sind leichtere Ungenauigkeiten möglich. Auf dem Video ist nicht der erste Test zu sehen und auch nicht der letzte seitdem, es läuft deutlich reibungsloser.
2. Als Schwachpunt hat sie die Verbindung zwischen den Zahnrädern und den Wellen erwiesen - hier habe ich bereits nachgearbeitet und die Wellen angefräst, um den Madenschrauben in den Zahnrädern mehr Halt zu bieten - sollte das nicht reichen, kann ich als nächstes auch versuchen die Wellen mit Löchern bzw. wenn nötig sogar Gewinden auszustatten - hier ist also noch Luft nach oben.

Dennoch lautet mein Fazit.
Läuft :D
Soviel von mir dazu - wie immer hoffe ich euch ein wenig unterhalten zu haben.
Für Kommentare, Anmerkungen , Kritik usw. bin ich wie immer dankbar.
Bleibt Gesund - ich wünsche euch eine gute Nacht. :wink:

LG euer Martin

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313

Mittwoch, 27. Januar 2021, 07:37

Guten Morgen,
erstmal herzlichen Gückwunsch zur Katze (Baustelle Nummer 3 :D)
das Getriebe wird immer ausgefeilter und ich hoffe daß es auch die Belastungen aushält , das Video funzt übrigens nicht , ist als "privat" gekennzeichnet

beste Grüße
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314

Mittwoch, 27. Januar 2021, 08:38

Vielen Dank Hans -Jürgen für den Hinweis - hoffe es funktioniert jetzt.

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315

Mittwoch, 27. Januar 2021, 10:02

Jetzt geht es, und man sieht es dreht sich :D
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316

Mittwoch, 27. Januar 2021, 15:46

Hallo Martin,

willkommen back und Glückwunsch zum Fellbaby.

Zitat

Wie man sehen kann mit 0,8 mm kein leichtes Unterfangen, ohne dass einem die Bohrer abbrechen und irgendwo im Werkstück stecken bleiben - der Verschleiß war doch enorm.
Das kann ich mir vorstellen. Bei meiner Nautilus haben bisher 14 Stück 0,8er Bohrer das Zeitliche gesegnet.
Und ich habe nur 0,3 mm- Alublech und Holz gebohrt.

"Alles, was ein Mensch sich heute vorstellen kann, werden andere Menschen einst verwirklichen." - Jules Verne


Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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317

Mittwoch, 27. Januar 2021, 19:35

-- wobei es enorme Unterschiede bei der Qualität der Bohrer gibt. Ich habe mal Chinaware bestellt, die hat zwar wenig gekostet , war aber völlig ungeeignet, der Bohrer brach sofort schon bei geringer Belastung - Never ever-
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318

Mittwoch, 27. Januar 2021, 20:03

Dem kann ich nur zustimmen - hatte zwar die Bohrer von Proxxon aber ich glaube da gibt´s doch noch besseres - leiser kann ich mich im Moment nicht bei meinem ortsansässigen Händler eindecken ;( Zudem passen die Bohrer mit normalem Schaft nicht in die Fräse , da brauche ich mindestens 2,3mm Schaftdurchmesser... :bang:

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Donnerstag, 28. Januar 2021, 07:50

Moin Martin,

Ich kann dir zwar bei deinem RC Ferrari nicht helfen, aber das Getriebe ist klasse und läuft auch schon sehr schön, bin gespannt wie es später mal mit der Karrosseri aussehen wird. D.H., ich gucke hier immer mal wieder rein. :grins:


LG Bernd
Leben beginnt dort, wo die Zeit egal ist! :wink:

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320

Donnerstag, 28. Januar 2021, 10:15

Hallo Bernd :wink:
das freut mich natürlich :D

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