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31

Samstag, 23. Mai 2020, 10:50

Hallo Dennis,

ja, Du hast recht! Man muss schon ein wenig "bekloppt" sein um sich so ein Projekt ans Bein zu binden. Aber andererseits, warum nicht?
Etwas aus einem Bausatz heraus zu bauen macht auch Spaß, vor allem wenn das Modell eine absolute Neuheit ist bzw. war,
wie der EAGLE von Trumpeter den man für zahlreiche Umbauten nutzen kann, auch wenn wie in meinem Fall, ich dass Fahrgestell für
ein Rosenbauer-Fahrzeug verwende.
Hätte die Firma mir eine exakte Fahrgestell-Zeichnung zugesandt, dann wäre es auch ein Commander-Chassis geworden.
An dieser Stelle mal einige Bilder vom Eagle, als ich ihn im Jahr 2009 zusammengebaut hatte. Mir ist als erstes aufgefallen,
dass Trunpeter nicht alle Bauteile die ebenfalls hätten verchromt sein müssen, auch verchromt hatte.
Diese wurden von mir dann ausgeschnitten und nachverchromt. Auf dem Foto könnt ihr die Teile sehen um welche es sich handelte,
schwarze Pfeile. Nach der Lackierung und Anbringung der Abziehbilder, wurde dann alles was glänzt angebaut.













Obwohl es ALF nicht mehr gibt, sind in den USA noch zahlreiche Fahrzeuge vom Typ EAGLE bei den Feuerwehren im Einsatz.
Und wer von euch wissen möchte, wie die Schläuche entstanden sind, der schaue bitte unter diesem Link nach:

http://www.truckin24.de/03c1989d69109f30…db91028114.html

Na dann, frohes Gucken!

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32

Sonntag, 24. Mai 2020, 11:21



Foto: Rosenbauer

Weiter geht es am Pumpengehäuse. Rechts und links davon befindet sich jeweils eine Schlauchwanne die man auch betreten kann.





Zuerst habe ich dafür die eigentlichen Behälter gefertigt, d.h. die Außenseiten wie auf dem Originalfoto zu sehen aus Riffelblechplatten,
diese sind mit der einzehigen Struktur gut 1,5 mm dick.



An den Behälterrahmen wurden dann jeweils 4 mm breite Streifen aus Riffelblech aufgeklebt. Etwa 4 mm überstehend und an den Enden
einen etwa 45 Grad Winkel eingearbeitet. Hier schließen sich dann die kleinen Teile an, die rechts und links am Behälter angebracht werden,
siehe Originalfoto.



Am unteren Behälter schon zu sehen, wurden zwei Halterungen eingeklebt, mit diesen werden die Behälter am Pumpengehäuse befestigt.
Aus einem feinen Siebgeflecht habe ich dann den Boden für die Wannen ausgeschnitten.





Sie passen exakt in den Behälter, fallen aber durch. Deshalb befinden sich am Boden kleine Profile in Form von Winkel mit einer Seitenlänge von jeweils 1 mm.



Auf diesem Foto sind die Ränder der Profile noch etwas zu sehen, darauf liegen die Feingitter.



Später wenn die Schläuche darin liegen, werden diese durch Gurte gehalten und dafür habe ich die vier Gurtschlaufen schon eingearbeitet.
Bestehen aus 0,5 mm dickem Messingdraht.



Beide Wannen werden ebenfalls vollverchromt und rechts und links am Pumpengehäuse angebracht.

33

Sonntag, 24. Mai 2020, 11:56

Moin
Ich bin noch nicht so lange hier im Forum und kenne deine früheren Arbeiten leider nicht. Von dem was du hier zeigst bin ich aber richtig begeistert. Ich habe auch ein Fahrerhaus selbst gebaut aus Polystyrol, einen MAN F2000 im Maßstab 1:13. Dafür habe ich quasi jedes Teil eines Revell Bausatzes vergrößert. Hier bin ich aber auch fasziniert von der Baugeschwindigkeit.
Eine Frage hätte ich noch. Du schreibst ja oft davon das einige Teile verchromt werden. Wie machst du das? Nur mit Farbe oder richtig so, wie auch die Teile in den ganzen Bausätzen verchromt werden.?

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34

Sonntag, 24. Mai 2020, 12:24

Hallo Michael,
freut mich von Dir hören bzw. zu lesen. Das habe ich früher auch mal gemacht als ich noch vorhatte, meine Modelle mit einer Fernsteuerung auszustatten. Bin aber schnell wieder davon abgekommen. Zu groß und zu teuer. Was das Verchromen angeht, so gebe ich die Teile an einen Betrieb ab, der sich mit Oberflächenveredelung befasst. In jeder größeren Stadt gibt es solche Betriebe. Findet man im Internet oder im guten alten Branchenbuch, falls es dieses noch gibt. Wie Du weist, hatte ich bei Revell gearbeitet und konnte meine Teile über deren Firma mit verchromen lassen. Heute macht Revell das im Ausland.
Am besten Du fragst mal nach. Die sagen Dir auch, wie Du deine Teile vorbereiten must, denn es dürfen keine Hohlräume vorhanden sein, denn die Verchromung geschieht heute im Vakuum-Verfahren, früher waren es die Tauchbäder. Dadurch traten aber oft die berühmten Nasen an den Spritzlingen auf und meistens genau an den Stellen, die man später am Modell sieht. Heute alles Geschichte. Was die Kosten angeht, so halten sich diese im Rahmen. Ich zahle gut 20,00 Euro in deren Kaffeekasse. Okay, ich tauche dort auch nur ein oder zweimal im Jahr auf, denn mehr schaffe ich nicht. Auch muss ich warten, denn ich kann nicht mitten im Produktionsprozess meine Teile darin einbringen.
Mit keiner Farbe bekommst Du auch nur annähernd ein Chrombild hin. Weder mit Silber noch mit Alclad. Für allerfeinste Details verwende ich die Metal-Bare Folie. Schau Dir die Bilder von meinem American LaFrance Modell an, dort siehst Du die Folie an den Türscharnieren. Angedrückt, festgerieben und überstehendes Material mit einem Skalpell abgeschnitten. Hoffe ich konnte Dir helfen.

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35

Montag, 25. Mai 2020, 11:49



Eine Etage höher, oben auf dem Pumpengehäuse muss auch noch einiges aufgebaut werden. Und zwar neben der Deckgun,
also dem Monitor oder auch Löschkanone genannt, befindet sich dort noch ein 6 KW Hydraulik-Generator der Firma Harrison.
Auf deren Website habe ich eine Zeichnung gefunden und diese auf den Maßstab 1/25th verkleinert und ausgedruckt.
Hier der Blick auf das Gehäuse von Engine 34.



Foto: Harrison

So sieht der Generator aus. Die offenen Seiten sind mit einer feinen Gitterstruktur versehen worden. Sie dienen der Luftansaugung
und Kühlung des Generators. Das Innenleben habe ich nur wage angedeutet.



Grafik: Harrison

Hier mal eine Grafik der Anlage.



Zuerst habe ich die vier Seitenteile ausgeschnitten.



Drei davon mit Öffnungen. Diese werden später mit feinen Gittern wieder verschlossen.



Die Wandstärke des Gehäuses besteht aus 0,5 mm starkem Polystyrol, damit erreiche ich, dass die feine Gitterstruktur ganz dicht am Gehäuse liegt.
Damit das Ganze auch stabil ist, werden die Seitenteile mit Profilen gehalten.



Das zusammengebaute Gehäuse mit Abdeckplatte, welche ebenfalls einen runden Ausschnitt besitzt.
Rechts ein weiteres Bauteil das Anschlüsse und Armaturen besitzt, siehe oben.



Das Gehäuse um 180 Grad gedreht.



Hier seht ihr alle Teile die später nach der Lackierung zu einem Ganzen zusammengesetzt werden. Die drei Gitter für die geraden Seitenteile,
das runde Gitter für oben und das kleine Bauteil rechts wird nach der Lackierung an das Gehäuse rechts angeklebt. Vorher muss ich noch
feine Details anbringen, Ventile, Manometer usw. Damit das Gehäuse nicht so leer wirkt, habe ich einen Druckbehälter auf die Bodenplatte geklebt.
Zu sehen ist davon im eingebauten Zustand so gut wie nichts.





Hier nur zur Probe einmal zusammengesteckt.

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36

Dienstag, 26. Mai 2020, 19:43



Vom Pumpengehäuse bin ich nun mal eben runter zum Frontbumper gesprungen und habe die beiden Staukästen fertiggestellt.
Auf dem Originalfoto oben könnt ihr diese gut sehen. Sie bestehen aus 0,5 mm Polystyrol was die Seitenwände angeht.
Und damit das gesamte filigrane Konstrukt auch hält, habe ich kleine Winkel mit eingearbeitet. So kann ich diese Bauteile etwas
fester anfassen, wenn ich sie glattschleife.



Die Bodenflächen bestehen aus 1 mm Polystyrol.



Oben auf die schmalen 0,5 mm dicken Profile werden noch Rundstäbe mit einem Durchmesser von 1,2 mm aufgeklebt.
Mit Blick auf das Originalfoto oben könnt ihr sehen wie es fertig aussieht. Die Rundungen dienen dem Schutz der Feuerwehrleute
und dem Material welches in den Kästen verstaut wird. Ohne Schutzkanten könnte man sich an den scharfkantigen Alu-Blechen verletzen.



Die Kästen sind eingeklebt und schauen oberhalb der Riffelblechplatte gut 2 mm heraus. Darauf befinden sich die Rundstäbe.



Und so sieht das das Ganze fertig aus. Nach der Verchromung wahrscheinlich noch besser.

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37

Dienstag, 26. Mai 2020, 22:22

Hallo Klaus,

ja, genauso hatte ich das gemeint, "bekloppt" im Sinne von "positiv ver-rückt"!! Sich etwas in den Kopf zu setzen und beharrlich das zu verfolgen, egal ob an einem Stück, oder auch mit Unterbrechungen …

Du hast da ein echt geiles Projekt, ich verstehe die Hintergründe nicht komplett, da ich mich mit Feuerwehren in den USA (und Deutschland ;)) nicht wirklich auskenne …

Aber deine Akribie, die Liebe zum Detail, die Recherche und das Umsetzen der "echten Vorlage", Chapeau! :ok:

Ich habe so etwas bisher noch nicht in Betracht gezogen, einen Bausatz wesentlich umzugestalten, aber durch deinen Bericht bin ich auf eine Idee gekommen, aus einem auf dem Dachboden vorhandenen Bausatz etwas Neues zu machen, ...

Aber erstmal vorhandene Projekte "abschließen" ;);)

Gruß Dennis
Man kann alt werden, wie ne Kuh, man lernt immer noch dazu :thumbsup:

Dennis aus der Nähe von Nürnberg

Aktuelle Projekte:
Im Bau: MAN TGX D38, evtl. im Lions500-Look, mit Belechtung&Sound
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38

Mittwoch, 27. Mai 2020, 11:38

Hallo Dennis,

habe schon verstanden wie Du es meintest. Ja, bekloppt, denn NORMAL kann doch jeder oder zumindest einige.
Es ist doch so, man (Mann) sieht etwas und denkt: Das wäre etwas für meine Sammlung sieht doch klasse aus.
Gibt es aber nicht zu kaufen oder zumindest stark verändert. Meine Leidenschaft für amerikanische Feuerwehrfahrzeuge
wurde regelrecht entfacht, als ich in den 1970er Jahre den Film - Flammendes Inferno - mit Steve Mc Queen und anderen gesehen hatte.
In dem Film waren Fahrzeuge von American LaFrance zu sehen und zwar die von der Feuerwehr San Francisco.



Hier mal ein Bild von den Fahrzeugen, die ich dann später nachgebaut habe. Sind oben auf den Fotos von damals auch zu sehen.
Im Laufe der Jahre ist meine Begeisterung für die Fire Apparatus drüben beinahe zur Sucht geworden.
Ich habe alles gesammelt was ich bekommen konnte, habe sämtliche Firmen in den USA angeschrieben und das ohne Internet und E-Mail.
Ich besitze heute die Original-Prospekte von American LaFrance aus den 1970/80er Jahren und auch von anderen Herstellern.
Ein guten Kontakt hatte ich zu Oshkosh und den besten Kontakt zur Firma American LaFrance.

Ein anderes Beispiel für den Bau eines Modells welches es bis zu einer bestimmten Zeit nicht gab, war der Peterbilt Fire Truck von Revell.
Auf der Titelseite eines der ersten Ausgaben vom Feuerwehr-Magazin sah ich das Foto eines Peterbilt 359 in der Ausführung als Feuerwehrfahrzeug.
So etwas hatte ich bis dato noch nie gesehen. An der Tür konnte ich den Namen des Fire Department lesen und so schrieb ich auf gut Glück
an die Feuerwehr von Burnsville im US. Bundesstaat Minnesota. Dessen Chef Brian Holzer, sandte mir darauf hin Wochen später 24 Fotos
einschließlich der Negative und auch noch eine Original-Zeichnung von seinem Peterbilt Fire Truck. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.
Revell hatte zu dieser Zeit genau solch einen Peterbilt als Sattelzugmaschine im Programm, es war der mit der Art. Nr. 07410, werde ich nie vergessen,
weil aus diesem Bausatz später noch weitere Modelle entstanden sind, als ich dann bei Revell Mitarbeiter wurde.



Bei dem Modell auf diesem Foto handelt es sich um das Modell, welches ich in einem Zeitraum von 18 Monaten gebaut hatte.



Habe dann mit Hilfe der Originalfotos eine Fahrzeughalle gebaut und mein Modell davor fotografiert.



Im Sommer 1987 erschien dann in der Ausgabe 6/87 des Modell Magazins bei dem ich Jahrelang freier Mitarbeiter war, ein 6-seitiger Artikel über das Original-
Fahrzeug und die Geschichte über den Bau meines Modells. Ende 1989 kontaktierte mich die Firma Revell aufgrund des Artikels und kaufte mir mein Modell
für eine hohe Summe ab. Ein Jahr später wurde ich Mitarbeiter des Modellherstellers und durfte meinen Prototypen oder Handmuster als Bausatz entwickeln.
Der Bausatz ist wohl vielen bekannt.

Über all die Jahre hat mich dieses Thema nie mehr losgelassen. Nur in der Phase als ich Bücher über Abschleppwagen geschrieben hatte, wurde es etwas ruhiger
was das Bauen von Modellen anging. Nun bin ich aber wieder im Thema.

Hier der Link zum vollständigen Bericht im Modell Magazin: http://www.truckin24.de/03c1989d69109cc0…d6a13f672d.html

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39

Freitag, 29. Mai 2020, 18:23



So, vorne ist so gut wie alles „fertig“. Ab nach hinten zum Feuerwehraufbau. Dieser ist die nächste große Baustelle von Engine 34.
Alles wieder nach der Zeichnung und den Fotos die ich habe. Begonnen habe ich mit der linken Seite des Aufbaus.
Hier die Haupträgerplatte auf der die Türen aufgeklebt werden. Vier Türen unten und drei Klappen die sich beim Original nach oben öffnen lassen.



Alle Türen und Klappen haben eine Bohrung mit einem Durchmesser von 6 mm bekommen. Darin werden später die verchromten Türgriffe
(D-Ring) eingesetzt. Wer den Bausatz des Peterbilt Fire Truck kennt, der weiß was ich meine. Wichtig bei dieser Arbeit ist,
dass die Spaltmaße stimmen, nicht zu groß und nicht zu klein. Etwa 0,3 bis 0,5 mm, da diese Lücken später noch mit Grundierung,
Farbe und Klarlack gefüllt werden, sollten die Spalten danach auch noch zu sehen sein.



Es folgt der Abschluss an der Heckseite. Mit einem Winkelprofil gestützt wird es sauber angebracht.



Das gleiche wird auch vorne durchgeführt.



Und auch die Oberseite des Aufbaus wird mit einer Platte geschlossen.



Es folgt die Rückwand, auf die das gesamte Seitenteil aufgeklebt wird. Sie ist länger und höher. Warum, dass werdet ihr später noch sehen.



Zwecks höherer Stabilität und Halt, wurden noch zwei senkrechte Profile eingeklebt. Ebenfalls im Radausschnitt eine Platte mit einem Durchmesser,
der 0,5 mm kleiner ist als der äußere Radausschnitt. Hier wird später ein Profil eingesetzt, welches den Radkasten schließt.



Auf diesem Foto könnt ihr sehen was ich meinte. Der Aufbau für die linke Seite ist komplett geschlossen. Nun wird dieser noch leicht verschliffen,
damit sich alle Seiten auf einer Höhe befinden. Darüber die Rückwand auf der sich einige Locations befinden,
welche den passgenauen Sitz des unteren Bauteils garantieren.



Seitenteil umdrehen. Ankleben.



Fertig.



Oben auf den Aufbau wird noch ein Kasten montiert und ans Heck kommt noch die bei amerikanischen Feuerwehrfahrzeugen
typische Trittplatte oder auch engl. Beavertail genannt. Darauf stehen die Feuerwehrleute, wenn z.B. eine Wasserleitung verlegt wird.
Anders als hier bei uns, liegen die Schläuche flach übereinander und sind nicht aufgerollt.
In Videos aus Amerika kann man sich anschauen wie es drüben gemacht wird.



So sieht die Innen- bzw.- Rückseite des Aufbaus der linken Fahrzeugseite aus.



Und zur Probe einmal ans Modell herangestellt.



Foto: Rosenbauer

Hier könnt ihr sehen, wie Engine 34 auf der linken Seite aussieht.

40

Freitag, 29. Mai 2020, 18:49

verdammt Klaus du bist Verrück. das sieht bis jetzt verdammt gut aus. Jedes Teil was du aus Sheet zauberst sieht TOP aus. Das kann nur was ganz großes werden.

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41

Freitag, 29. Mai 2020, 19:24

Hallo Klaus,

lese absolut interessiert von Anfang an mit. Mein absoluter Respekt was Du hier ablieferst und zeigst.

Vielleicht magst Du ja an manchen Stellen ein paar Details verraten, wie z.B. Du die Teile so exakt und sauber geschnitten bekommst, welche Materialstärken Du an welchen Stellen verwendest, wie Du Rundungen an Stoßstangen und Radkästen so sauber rund gebogen bekommst...
Probiere mich hier und da auch mit kleineren Umbauten, Ende aber regelmäßig im spachteln und schleifen. Schnitte werden nicht immer gerade, insbesondere bei z.B. 1mm Sheet ist die Schnittkante nicht immer rechtwinklig.

Fänds cool und würde mich freuen, wenn Du uns teilhaben lassen würdest. Denke, das wird auch andere interessieren.

Werd Deinen Bericht auf jeden Fall aufmerksam weiter verfolgen. Komm aus dem Staunen nicht mehr raus.

Viele Grüße

Patrick
Du kannst dein Leben nicht verlängern und du kannst es auch nicht verbreitern. Aber du kannst es vertiefen.
Gorch Fock (deutscher Schriftsteller)

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42

Freitag, 29. Mai 2020, 20:13

Hallo Patrick,

danke für deine positiven Anmerkungen über den Bau meines Modells. Gerne werde ich mehr ins Detail gehen und Werkzeuge wie auch das Material
zeigen, wie auch meine Arbeitsweise erklären. Habe es bisher vermieden, damit es nicht so Oberlehrerhaft rüberkommt. Aber ich muss dazu sagen,
dass ich in Sachen Modellbau auch mal ganz, ganz klein angefangen habe. 1964 mit einem Flugzeugmodell von Revell für 2,95 DM, gekauft bei Brauns in
Bielefeld. Während meiner Bundeswehrzeit von 1971 bis 1979 waren es überwiegend Miliärbausätze und zwar quer Beet, Hubschrauber und Panzer.
Erst wie oben schon beschrieben mit dem Film - Flammendes Inferno - kam die Wende. Ich hatte mir im Laufe der Jahre eine Menge bei anderen Modellbauern
abgeguckt und da waren sagenhafte Arbeiten dabei.
Allein die Schritte weg vom anmalen der Modelle mit Pinsel und Farbdose, hin zu Spraydosen/Flaschen bis zur Königsdiziplin das Arbeiten mit Airbrush, war schon gewaltig und
ging sehr oft in die Hose, was dann dazu führte, dass ich erstmal kein Lust mehr hatte. Aber, wenn man so wie ich einen Narren an Dingen gefressen hatte,
wie die amerikanschen Feuerwehrfahrzeuge und Abschleppwagen, dann kommt man irgendwann wieder zurück. Meine Zeit bei Revell hat dieses noch unterstützt.

Und schon geht's weiter. Danke und bis bald.


Hallo Stefan,

naja, ich gebe mir Mühe! :ok: Freut mich das es Dir gefällt. Ist doch nur Plastik.... :D

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43

Samstag, 30. Mai 2020, 00:04

Hallo Klaus,

deine Worte machen mich traurig …

Zitat

Habe es bisher vermieden, damit es nicht so Oberlehrerhaft rüberkommt.


Wo sind wir denn hier?! Muss man die eigenen Fähigkeiten und den Spaß an dem, was wir als Modellbauer/innen kreieren, verstecken/zurückhalten sollten/müssen, weil sich jemand davon pikiert fühlt?
Da sollte sich derjenige/diejenige doch mal selbst hinterfragen, ob er den Sinn eines solchen Forums verstanden hat!!!

Geht es denn darum, wer was "besser" kann, als ein anderer? Gewiss nicht!!! Also bitte deswegen nicht zurückhalten, wer mault, hat das Entscheidende nicht begriffen und soll sich schleichen!

Jeder fängt, wie Du es beschrieben hast, klein an, meine ersten Modelle vielen schon beim Angucken auseinander, weil ich mir das Stück für Stück selbst erlernt habe, was ich heute "kann" …
Und dabei geht es mir nicht um ein "perfektes" Modell, Dio, Base … was auch immer … Sondern um die Freude daran, dass ich was eigenes "geschaffen" habe, bzw. einen kleinen Schritt weiter gekommen bin …
Also kann man doch nur von den Erfahrungen und Fähigkeiten der Anderen hier profitieren!!!

Entschuldige, aber es regt mich echt auf, dass es zu viele "Gleichgesinnte" gibt, die Hobby als Wettbewerb sehen …

Aber jetzt zum "inhaltlichen" …

Ich baue auch, wenn auch vornehmlich im Bereich meiner Funktionsmodelle in 1/14,5, Dinge wie Innenausbau, ähnlich wie Du, mir selbst aus Polystyrol-Platten von 0,5 - 5,0 mm Dicke …

Gerade für die dünneren Platten verwende ich ein Geodreieck und einen handelsüblichen Cutter … was meistens fast gerade ist, aber dann doch oft nicht ganz ;) ;)

Daher interessiert es mich auch brennend, wie Du das so genau hinbekommst, also raus damit :wink:

Gruß Dennis
Man kann alt werden, wie ne Kuh, man lernt immer noch dazu :thumbsup:

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44

Samstag, 30. Mai 2020, 09:21

Hallo Klaus, hallo Dennis,

ich Teile die Einstellung, dass man voneinander lernen kann und sollte und finds absolut gut :ok:

Nüchtern betrachtet gibts natürlich immer jemanden, der was besser kann, aber gerade hier kann man voneinander lernen, für sich weiter kommen.
Nur wissen wie etwas funktioniert heißt noch lange nicht, das man das dann auch so umgesetzt bekommt. Aber es erspart einem durchaus Anfängerfehler und Rückschläge die manchmal den Spaß trüben.

Natürlich können solche Erläuterungen auch den Umfang eines Bauberichtes sprengen. Hier wäre es ggf eine Idee, unter der Kategorie "Arbeitstechniken" einen eigenen Bericht "Arbeitstechniken Scratchbau" zu öffnen. Dann findet mans auch wieder. Nur mal so ne Idee :?:

Ansonsten find ich das klasse und "Wahnsinn" was hier überall entsteht und freue mich für jeden einzelnen. Es zeigt mir persönlich dass vieles geht und spornt mich an, Dinge zu lernen und bin dankbar für jeden Tip und Erläuterungen.
Also, nicht zurück halten und weiter so... :ok:

Freue mich auf den weiteren Bericht. Finds absolut klasse und genial.

Liebe Grüße

Patrick
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45

Samstag, 30. Mai 2020, 11:52

Hallo ihr beiden,

danke für eure Statements! Diese teile ich mit euch und werde dementsprechend meine Arbeit am Modell fortführen, einigermaßen verständlich zeigen und erklären.
Spezielle Techniken, wenn es solche überhaupt gibt, werde ich ebenfalls zeigen. Auch das Thema Material und Werkzeuge spreche ich an. Gerade Stücke aus einer
Platte Polystyrol herauszuschneiden ist keine Wissenschaft für sich, aber es kommt schon auf gewisse Parameter an und wenn man diese einhält, dann klappt es auch mit
dem Bau von Scratch-Modellen.

Ich wünsche euch allen schöne Pfingsten und frohes Schaffen an euren Projekten, ganz gleich was ihr baut. Und hier im Forum gibt es reichlich davon zu sehen.

Viele Grüße aus OWL sendet euch

Klaus

46

Montag, 1. Juni 2020, 14:29

Hallo Klaus,

Also ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus! Einfach nur perfekt wie Du das machst :ok:

Apropos habe ich aus genau dem selben Grund wie Du ebenfalls angefangen eigene Modelle zu bauen.
Das was ich haben will, gibt es einfach nicht :will:
Über den, damals aktuellen FORD Crown Vic des NYPD und LAPD, von Auto Art bin ich wieder auf die US Einsatzfahrzeuge gekommen. Bis dahin gab es ja überhaupt kein aktuelles US Einsatzfahrzeug, weder Die Cast noch Plastik Modell, soweit ich mich erinnern kann!
Einfach nur den Streifenwagen zu haben fand ich etwas langweilig, weshalb ich zunächst auf die Suche nach weiteren Fahrzeugen wie Ambulanzen und Feuerwehrfahrzeugen gegangen bin.
Aber wie Du ja selbst weißt, gab und gibts davon allerdings sehr wenige bzw. gar keine :thumbdown:
Vor allem die aktuelleren Versionen, und davon auch die eher unauffälligen „Arbeitstiere“, wie die sog. „Support units“ und/oder Ambulanzen basierend auf den Ford F Super Duty, Dodge RAM Oder Chevy dually haben es mir angetan :love:
Klar die großen Rescues und Trucks sind der Hammer, aber auch die kleinen Begleitfahrzeuge gehören da halt einfach dazu :D

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47

Montag, 1. Juni 2020, 17:11

Hallo Philippe,

freut mich, dass Dir mein Baubericht gefällt. Ja, wie Du suche auch ich noch nach einem geeigneten PKW, den ich zu einem
Polizei bzw. Feuerwehrwagen umbauen kann. Sollte aber zur Epoche passen. Schwierig!
Auch die Zahl der wirklich brauchbaren Pick ups hält sich in Grenzen. Letzte Woche konnte ich einen bei ebay ergattern.
Einen Ford F-350 der Firma Meng aus China. Dieser Bausatz ist mittlerweile schon einige Jahre alt und total an mir vorbei-
gegangen.
Nach Engine 34 wird dieser Bausatz mein nächstes Modell werden, mal eine Nummer kleiner. Ich hatte in den 1980er Jahren
schon mal einen Mini-Pumper auf der Basis eines Pick up gebaut.



Ford F-350 der Firma Meng aus China. Toller Bausatz und für viele Umbauten geeignet. Gehört mit zu den am meisten
verwendeten Fahrgestellen für Rettungswagen, Ambulancen, Attack-Pumper usw.



Foto: Danko

Von der Firma Danko erhielt ich bereits Fotos und eine Zeichnung. Bei diesem Modell baue ich nur das Fahrgestell samt
Kabine zusammen und anstatt der Ladefläche, setze ich den Feuerwehraufbau drauf. Sämtliche AZB lasse ich anfertigen.
Aber das wird noch eine Weile dauern, erst muss ich Engine 34 fertigstellen.

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48

Dienstag, 2. Juni 2020, 16:39



Weiter geht es auf der rechten Seite. Gleiche Prozedur, nur alles etwas kleiner.



Wie links hat die rechte Seite auch Staukästen mit Türen, gehalten von der hohen Zwischenwand und an deren Rückseite
ebenfalls einen Staukasten angebracht wird, damit wird Tiefe vermittelt, denn beim Original-Fahrzeug befindet sich darin ja
allerlei Gerät. Solch einen Kasten habe ich natürlich auf der linken Seite ebenfalls noch angebracht. Ist auf den kommenden
Fotos gut zu sehen.



Beide Seiten des Aufbaus werden ausgerichtet und auf exakte Winkel geprüft.



Beide Seiten wurden dann vorne und hinten mit 1mm PS-Platten (Polystyrol) verbunden. Hier die Rückseite.



Die hohen Zwischenwände aus 1 mm PS erhielten ganz oben am Rand noch eine Verstärkung aus 1,5 mm starkem Profil.
Darüber dann Abschlussleisten aus 3 mm breiten und 0,5 mm dickem PS. Ansicht vorne.



Der Grundkörper ist fertig. Hier vorne.



Ansicht von hinten. Als nächstes wird eine Trennwand und Boden eingebaut, die den Wassertank vom Schlauchbett trennt.



Dies ist die Bodenplatte auf der sich später sämtliche Schläuche befinden. Die Halterungen (0,3 mm Schlitze) für die Trennbleche
sind auch schon eingearbeitet. Habe ich von der Bodenplatte aus dem Trumpeter-Bausatz herausgeschnitten und aufgeklebt.



Damit der Aufbau auch exakt auf den Fahrzeugrahmen passt, habe ich Längs- und Querträger eingebaut und mit kleinen Winkeln
die Einbauposition festgelegt. So kann ich Zwecks weiterarbeiten den Aufbau immer wieder herunternehmen und aufsetzen.



Nächste Passprobe.

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49

Gestern, 14:13

Hallo Klaus,

ich beobachte deinen Baubericht schon recht lang. Es ist sehr interessant, was du so vom Bau zeigst. Auch die Informationen zu deiner Person bzw. zu dem was du beruflich speziell im Modellbau getan hast, sind sehr interessant!

Die Fortschritte sehen super aus! Auch die Geschwindigkeit, mit der du baust ist beeindruckend!

Vielleicht habe ich die Antwort auf meine Frage überlesen. Wie fertigst du die Einzelteile für dein Modell an? Nur mit Bleistift, Lineal und Skalpel?

Gruß und bleib gesund.

Paul
"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." (Henry Ford)
__________________________________________________________________________
Meine bisherigen und aktuellen Arbeiten findet Ihr HIER.

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50

Gestern, 19:19

Hallo Paul,

ja, vielen Dank das auch Dir mein Projekt gefällt. Jeder hat irgendetwas was ihn antreibt, ob Modelleisenbahn,
RC-Modelle, Flugzeuge, Militär oder was auch immer. Es macht einfach nur Spaß, entspannt und bringt gute Laune.
Mich interessiert auch, wie der eine oder andere zum Modellbau gekommen ist, ist schon interessant.
Und hier im Forum gibt es reichlich zu sehen und zu lesen, wobei ich festgestellt habe,
das in einigen Beiträgen keine Bilder mehr vorhanden sind.
Denn die Hochzeit dessen was wir hier allesamt noch machen ist vorbei. Die besten Jahre waren die 1970er bis 1990er Jahre,
da waren Firmen wie AMT/Matchbox, Ertl, Tamiya, Revell und einige andere so richtig aktiv.
Allein bei Revell gab es von Mitte der 1980er bis Mitte der 1990er Jahre eine wahre Flut an LKW- Feuerwehr- und Truckbausätzen.
Andere Firma kamen später noch hinzu, so etwa Trumpeter & Co.
Was die Fertigung meiner Bauteile angeht, so bereite ich in den nächsten Tagen einmal etwas vor und werde es hier zeigen.
Ist eigentlich kein Hexenwerk, aber es kommt schon auf ein paar Dinge an die notwendig sind, um ein einigermaßen gutes Modell
zu bauen und das beginnt bei vielen Modellbauern in der Regel mit einem Bausatz.
Was ich hier mache ist nur möglich, weil ich unbedingt etwas bauen wollte, was es nicht zu kaufen gibt bzw. gab.
Also, entweder ich nehme die Herausforderung an oder lasse es sein.
Okay, ich habe auch ein spezielles Interessensgebiet wie andere auch. Wer Militärmodelle baut, kauft sich eher selten einen Feuerwehr-Bausatz.
Was ich den letzten 40 Jahren erlebt habe, damit könnte ich ein Buch füllen, wozu auch reichlich Fehlschläge gehörten.

Und genau diese sorgen dafür, dass man immer besser wird, so nach dem Motto: "Kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinbekomme."

Wie heißt es so schön: In einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist. Also, ran ans Projekt. :)

Viele Grüße vom "Basteltisch" sendet Dir

Klaus

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