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151

Freitag, 6. März 2020, 10:49

Ich muss mich den Vorrednern anschließen. Die Dimensionen der Planken erscheinen mir unstimmig, und die Fugen sind ohne jeden Zweifel zu breit. Gelegentlich habe ich sogar gehört, es habe auf modernen Schiffen gar keine Kalfaterung gegeben, da die Planken ja nicht zum arbeitenden Rumpfverband gehörten, sondern nur eine auf das Stahldeck aufgebrachte Parkettauflage waren. Im Bild unten ein Deck aus selbstgeschnittenem 2 Millimeter breiten Spitzahornfurnier mit einer für das Furnier üblichen Dicke von 0,6 Millimeter. Die Kanten der einzelnen Planken sind lediglich mit einem weichen Bleistift etwas eingedunkelt. Zur Verlegung habe ich vorher auf das Deck ein möglichst exaktes Rastermuster mit Bleistift aufgetragen.



Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

152

Freitag, 6. März 2020, 13:24

Ist das Ergbnis schon verbaut? Ich hoffe das es sich immer noch um ein Testobjekt handelt.

Ich möchte noch einmal ein paar Worte niederschreiben und bitte gleich vorweg es als konstruktive Kritik zu verstehen.

Holger, für eine Kalfaterung ist kaum eine spezielle handwerkliche Fähigkeit notwendig, alles was du benötigst ist ein wenig Geduld, die (technische) Präzision ergibt sich eigentlich aus den Holzleisten selber, sofern sie auf Passung verklebt werden, denn Sie haben irgendwie alle dieselben Abmessungen. Das sollte die wenigsten Schwierigkeiten bereiten.

Nun musst du nur noch den nächsten Arbeitsschritt und die Herangewehensweise ändern. Ursache ist derzeit zwei Arbeitschritte mit einmal zu realisieren, die Verlegung des Decks bei gleichzeitiger Kalfaterung. Im Original, wird erst das Deck verlegt, dann wird kalfatert. Im Modellbau ist es i.d.R. nur umgekeht, erst Kalfaterung dann die Verlegung der Planken. Es bleiben in jedem Fall zwei unabhängige Arbeitsschritte.

Durch die Masse und das größflächige Abdecken mit dem eingefärbtem Kleber, hast du zwangsläufig keine Kontrolle, ob die Leisten passend verlegt wurden, es ermöglicht dir kaum Korrekturen.

Das Ergebnis bei den einzelnen Leisten ist jetzt natürlich richtig gut, denn es ist nichts mehr ins Holz eingezogen. Da mit hast du schon mal das Gefühl bekommen, wie ein Material auf bestimmte Sachen reagiert. Das kannst du durchaus weiterverwenden. Klammere einfach ein paar Leisten zu einem Paket zusammen, streiche dann eine Seite mit deiner Paste ein, jedoch moderat. Lass es trocken, dann erst verklebe die Leisten. Du wirst sehen, dass du das auch recht problemlos hinkriegen wirst.

Andere Alternativen der Kollegen, wie Bleistift etc. sind ebenso eine gute Alternative.
Andreas

aktuell im Trockendock: Rumpfbeplankung bei der Fregatte Berlin

153

Freitag, 6. März 2020, 19:02

Nochmal meine Gedanken zur Kalfaterung: Jetzt mal unabhängig von der Unregelmäßigkeit der Verlegung trägt die aktuelle Kalfaterung bei der Plankendicke viel zu sehr auf, das dürfte ja in dem Maßstab eigentlich nur ein Hauch von Linie sein - weniger ist hier sicher mehr wie man ja auch auf den Vorbildfotos sehen kann. Du hast ja die Bleistiftvariante getestet - hast Du evtl. ein Bild davon? Würde mich mal interessieren wie das wirkt.

PS: Ein weicher Bleistift (B) ist schwärzer als ein harter H Stift - der wird heller. Ich würde mal irgendwas zwischen 4B bis 7B versuchen.

Jan

154

Freitag, 6. März 2020, 21:43

Hallo euch allen heute Abend,

vielen Dank euch allen für die konstruktive Kritik.
Betrachte ich aber nicht als solche, denn mich freut eure aufrichtige Unterstützung bei diesem , für mich, Megaprojekt.
Insbesondere haben mich die Beiträge von Schmidt und Andreas um einiges weitergebracht. Aber auch Ray und Hans-Juergen haben dankeswerterweise ihren berechtigten Einwand eingebracht.

Zu den weiteren Erläuterungen möchte ich noch einmal den Snapshot aus dem Film der LLoyd Werft von 1989 einfügen.
Dabei wurden die ursprünglichen Decks der France zerstört.

Dieses zeigt das hochreißen der Decksplanken mit einem Gabelstapler vom Deck, wie ich es auch selbst erlebt habe.








Der Hinweis von Schmidt ob der Verlegung und Versiegelung der Planken auf Stahldecks war schon sehr aufschlußreich.
Das Deck ist nach wie vor ein Testdeck und noch nicht verklebt.
Denn als weitsichtiger und so glaube ich, erfahrener Ingenieur, habe ich mit Einwänden gerechnet.
Aber nicht mit dieser freundlichen Resonanz.
Mir hat das Deck in Wahrheit auch nicht gefallen.
Warum?
Zunächst einmal entspricht es nicht dem Maßstab 1:200.
Die Decksplanken sind 2,00 mm breit und sollten Maßstabsgerecht höchstens 1,25 mm sein.
Diese waren nicht verfügbar.
Und dennoch habe mich entschieden, wohlwissend um diesen Umstand, diesen einem Testlauf zu unterziehen.
Ich dachte , diese optische Veränderung würde sich nicht bemerkbar machen.
An euren Antworten läßt sich aber erkennen, das nicht nur die Breite, sondern auch das Verhältnis zur Länge nicht stimmig ist.
Auch Richtig!

Matthias hat für mich eine Längenvorgabe gegeben, die ich auch als realistisch einschätzen würde
6000,00 mm .

Noch einmal ein Bild der SS France aus der Vergangenheit.



Aus den Plänen geht hervor das die Plankenlänge im Modell 23,00 mm lang sind.
Das wären 4600,00 im Original.
Das wäre noch anzunehmen,sofern die Plankenbreite 1,25 mm entspricht.
Dann wäre das Verhältnis auch wieder gegeben.
Zum Kalfatern.

Die von mir gewählte Kalfaterung ist in diesem Maßstab kaum umzusetzen.
Und was auf dem Snapshot zu sehen ist, dürfte auch keine wirkliche Kalfaterung sein, sieht eher wie Silikon aus, oder?
Auf dem Promenadendeck und ein Deck höher wird es noch einmal komplizierter, da dort die Decks sternförmig verlaufen.
Also, um detailgetreu weiter arbeiten zu können, benötige ich zunächst einmal

Buche, oder andere Leisten in der Stärke von 1,25mm. Woher bestellen?

Dazu ist mir auch aufgefallen, das die 2,00 mm Leisten nicht den Maßen entsprachen und teilweise dünner waren.
Daher erklärt sich auch zum Teil der Versatz beim verlegen.
Bis ich zu einer Lösung gekommen, werde ich das Deck zurückstellen.
Im Heckbereich gibt es noch jede Menge zu tun.
Und ehrlich gesagt, ich würde mich jedes mal Ärgern, wenn ich das so einbauen würde.
Vielen, vielen Dank euch allen

und schönen Abend.
L.G
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

155

Samstag, 7. März 2020, 09:08

Hallo und eben guten Morgen,
so nun habe ich Holzleisten 1,25 X 0,6 mm gefunden.

Bleibt nur noch Art des Holzes.
Da bin ich noch nicht ganz schlau.
Auf den Bildern schwer zu erkennen.
Buche, Birne, Nussbaum, oder ähnliches.

Kam das Holz aus den französischen Kolonien 1960 ?



Noch einmal ein altes Bild






Immerhin war es ja ein Staatsschiff .Ich denke mal, die werden damals keine ( wie Heute ) keine Kosten gescheut haben.
Ich vertraue mal auch auf eure Meinung.
Dann kann ich das Deck neu beginnen. 4.0 Update.
L.G an alle
Holger
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156

Samstag, 7. März 2020, 11:55

Unser Teakholztisch sah nach ein paar Jahren genauso aus. Weichhözer wie Birne und Nusbaum wurden sicher nicht verwendet ... ;) Bank und Reling sehen aus wie mit Schooner Lack lackiertes Teakholz. also ich würde Teak nehmen wenn möglich und selbiges vielleicht sogar unbehandelt lassen.

157

Samstag, 7. März 2020, 11:57

Moin Holger,

die ursprüngliche Holzart ist doch fast egal weil dein Modellholz, bedingt durch den Maßstab, in jedem Fall eine feinere Maserung aufweisen muß.
Anhand eines Bildes ist es ebenfalls nur schwer einzuschätzen weil feuchtes oder nasses Holz extrem die Farbe wechselt.

Nimm einfach ein Holz feiner Maserung ... mit der Birne warst du auf einem guten Weg.

Auf dem letzten Bild kannst Du auch sehen, daß eine außen liegende Planke/Leibholz ( ? ) verwendet wurde ...
gäbe auch bei dir ein nettes Detail.

Auf jedem Photo der France ist eigentlich nur die Längsstruktur der Planken zu erkennen .... obendrein eher wenig markant getrennt.
Die Stöße sind im Grunde fast gar nicht erkennbar.

Wie wäre es also komplette Leisten eng an eng in Längsrichtung zu verlegen um dieses Bild wiederzugeben.
Dann hast Du da schon eine saubere Wiedergabe der dieser Längs-Struktur.
Vielleicht hilft es alternierend Holzleisten aus der gleichen Lieferung, aber mit mit leicht unterschiedlicher Farbe/Struktur, zu verlegen.

Die Stöße könntest du nach sorgfältiger Planung und vorherigem Markieren mit Bleistift mit einem scharfen Bastelmesser nur einritzen.
Mach dir aber vorher einen Papierplan und definiere auf diesem wo die Plankenstöße am sinnvollsten liegen.

Da die Planken in diesem Fall ja nicht auf Balken zu liegen kommen, wo sie vernagelt wurden und die Struktur verstärkt haben, sondern auf Stahl befestigt wurden ..
ist hier also auf ein möglichst schönes, dekoratives Bild zu achten.

Direkt vor aufgehenden Bauteilen oder Öffnungen ist es wenig wahrscheinlich, daß dort die Planke gestoßen war sondern vermutlich ein durchgehendes Stück verwendet wurde.
Da hast du nur einen Versuch ... aber das wird dann sehr sauber aussehen.

Für ein paar Ideen dazu schau die die folgenden Tutorials durch ... jeweils ein Teil der Information trifft auch bei deinem Modell zu:

https://www.minisail.ch/de/werkkunde/deck.pdf
https://www.modellskipper.de/Tipps/Bepla…Holzdecks/Index
https://docplayer.org/69912341-Modellbau…ft-07-2000.html

Viel Spaß
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

158

Samstag, 7. März 2020, 17:31


Bleibt nur noch Art des Holzes.
Buche, Birne, Nussbaum, oder ähnliches.
Kam das Holz aus den französischen Kolonien 1960 ?


i.d.R. wird ja Teak fürs Decks verwendet. Teakholz stammt aus Burma, Indien, Thailand, Indonesien, Java, Malaysia, Borneo, Philippinen, tropisches Afrika und in Zentralamerika. Frankreich hatte viele Kolonien in Nord-/Zentralafrfika - im Übrigen deshalb gibt es in Frankreich auch viele dunkelhäutige Menschen, u.a. ein Erbe der Kolonien. Möglicherweise könnte dann dieses Holz auch daher gekommen sein.

Es wurde schon erwähnt, du brauchst für deinen Maßstab Holz mit feiner Maserung, deshalb fallen Teak und Nussbaum raus.

Buche ist sehr hart und man schleift sich den Wolf.

Birne oder Ahorn sind gute Kandidaten, Birne ist härter als Ahorn und hat eine ganz feine Maserung, eine sehr edles Holz, recht rötliches Finsih , wird gern für Aufbauten genommen.



Ahorn wird gern genommen, kann aber je nach Schnitt eine recht unruhige Maserung haben, kuckst du_



Auch Linde könnte eine Alternative sein, ist nicht ganz so hart:

Andreas

aktuell im Trockendock: Rumpfbeplankung bei der Fregatte Berlin

159

Montag, 9. März 2020, 21:47

Hallo und guten Abend allen Modellbauern und Zusehern.
Lieben Dank an Markus, Andreas und na klar auch Hans Juergen.
Den Stoff Markus, den du mir in den Links überlassen hast, ist sehr interessant, wie auch die Ausführungen dazu.

Das nenn ich mal fachliche Beratung, wie auch die von Andreas mit seinen außergewöhnlich schönen Bildern.
Andere müssen dafür was bezahlen.
Nun, zur Sache .
Ich habe mich an den , für mich plausiblen Vorschlag, von Markus gehalten und 1,25 X 0,6 mm Birne entschieden.
Entscheidend dafür ist die sichtbare Maserung, die in diesem Maßstab klar nicht zu grob sein sollte.
Hatte ich vorher gar nicht so überlegt.
Zu der von Markus vorgeschlagenen Leibung als Abschlußkante im Deck werde einen Versuch machen.
Entscheidend ist, ob ich den Biegeradius auch so hinbekomme.
Denn ich muß das Material nicht rund biegen, sondern Quer.
Ich habe natürlich auch einen Biegekolben und andere Instrumente zum biegen.
Sofern dann das Material auch bei mir ankommt.
Da mein Holzhändler bei e-bay ( Holzkami) bis zum 15. 3 Urlaub macht, rechne ich nicht vor dem 20.3 mit dem Material.
Aber dann gehts los.


Und immer weiter im geschehen.



Ein schönes Bild der SS France.
Während Mitschiffs der Rumpf Konkav zuläuft, ist das Schanzkleid im Heckbereich konvex ablaufend.
Ziel meine weiteren Aktivität war, dieses Ablaufen aus Holz zu formen und dann weiter mit den Radien zu versehen.

Was daraus bisher geworden ist?






Schwer zusehen ist auf diesem Bild die Neigung der Schanz nach außen. Hier schon etwas besser.
Auch habe ich das verworfene Deck mal eingelegt.







Aber auch auf dem nächsten Bild ist klar erkennbar, das die Plankengröße völlig überdimensioniert ist.
Und ja , klar hast Du Recht gehabt Hans-Juergen.
Zu überprüfen war in diesem Zusammenhang auch die Distanzhöhe zwischen dem Achter und Promenadendeck.
Bisher alles stimmig.

Ich hab das alles mal lose zusammengelegt.



Gut zu sehen ist auch die Abschlußkante wie im Original. Zu sehen im vorigen Beitrag.

Das Deck wurde in den Rumpf eingelassen.
Auf der Abschlußkante wird später dann die Reling aufgesetzt.

So soll das später mal aussehen, nur mit anderen Planken.









Als nächstes Formschleifen, Radien herstellen, Ausschneiden. Spachteln, Schleifen, den Heckbereich laminieren und und und.

Aber schon einmal zu Probe und der Maße wegen.
Die Galeriefenster vom Promenadendeck.











So, das wars erst einmal für Heute und euch allen einen schönen Abend.
L.G
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

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160

Montag, 9. März 2020, 22:25

recht kompliziertes Gefüge. wird schon werden :ahoi:

161

Sonntag, 15. März 2020, 23:32

Hallo und guten Abend allen Freunden des Modellbaus,
da die Umstände mich veranlaßt haben die Werkstatt meines Sohnes für die nächsten zwei Wochen nicht zu besuchen, fange ich in meiner,
etwas kleineren zuhause bei mir mit einem Nebenprojekt an.

Die grundsätzliche Aufgabe, die ich mir gestellt habe war, einen Schiffsständer zu entwickeln, der der SS France in all ihrer Schönheit
auch gerecht wird.
Daher habe ich mich dazu entschlossen zwei Ständer zu bauen.
Einen für den Transport und einen für mein Wohnzimmerfenster mit den Maßen 2000 mm breite und 400 mm tiefe, in der die France ihr Zuhause finden soll.
Eine Werft kennt keine Dimensionen, keine Maßstäbe.
Überdimensionale Lasten werden bewegt, riesige Sektionen verbaut aber auch M4 Schrauben eingesetzt.
Mein Leben auf mind. 600 Schiffen, Bohrinseln, Versorgern und vieles mehr haben mir, auch auf den Werften der Welt, so manchesmal den Atem
geraubt ob ihrer Größe und der Präzision im Bau.
Kurz ein Beispiel.
Im Auftrag einer Reederei habe ich vor einigen Jahren bei Mitsubishi Heavy Industries in Japan einen 110000 PS Motor auf dem Prüfstand getestet.
Dimensionen, die man sich nur vorstellen kann, wenn man dabei war.
All das hat mich dazu bewegt, etwas besonderes zu schaffen.

Die Helling, auf der die SS France gebaut wurde.

Hier kann ich vom Maßstab HO Spur N und Z alles einsetzen ohne den Maßstab für das Schiff zu verlieren.


Mal ein Bild























oder mal ohne Schiff











Also wird dieser Helgen nachgebaut, auch wenn es ein bißchen mehr Zeit braucht.

Dazu habe ich zunächst einmal einen Doppellenker Kran in Ho, also 1:87 gekauft. Dieser wird so umgebaut, das er dem Original


am Helgen so nah wie möglich kommt.













Die Maßstäbe lassen sich gut vereinbaren.



Die Ausgangsposition



und schon einmal auf dem Tisch.
Es sind erhebliche Umbauten notwendig, aber das Grundgerüst ist in der Sache stimmig.



Noch einmal und zuletzt zwei Bilder vom Grundgerüst.













und von der Seite














Und so soll das alles mal aussehen.

Hab jetzt den nächsten Monat wegen der Umstände mehr Zeit ( Schuldienst)und kann mich daher dieser Aufgabe mehr widmen.








Bin mal gespannt was dabei herauskommt?

In diesem Sinne, euch allen allen einen schönen Abend und ich wünsche euch
allerbeste Gesundheit.
Liebe Grüsse
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

162

Montag, 16. März 2020, 06:13

Hallo Holger
Sehr interessanter Nebenschauplatz . 8o Die Wenigsten haben einschlägige Wefterfahrung .
Viele kleine Leitern und Geländer anpassen usw. :pinch:
Mit etwas Glück gibt es feingliedrige Brückenpfeiler in Stahl ( um auf die passende Höhe zu kommen ).
Gruß Ronald

163

Dienstag, 17. März 2020, 22:57

Hallo und gesunden Abend euch allen,
wie ich bereits im letzten Beitrag schrieb ist es in dieser Zeit mein Ziel , in den nächsten Wochen den Helgen der SS France
nachzubauen. Vielleicht ein bißchen Abwechslung für uns alle.

Der Doppellenker Kran, den ich nun baue , ist im übrigen eine Deutsche Erfindung aus Eberswalde, die 1932 patentiert wurde.
Der Vorteil diese Bauart ist die die gleichbleibende Höhe der Lasten im Bewegungszustand.
Ein Vorteil auch in der Koppelung von zwei Kranen, die gemeinsam eine schwere Last transportieren.
Deswegen auch damalig gerne auf Werften eingesetzt.
Es gab zu damaliger Zeit sicher auch schon Bockkräne, die aber keine Lasten in der Größenordnung von 400 bis 600 t transportieren konnten.
Die A.G Weser in Bremen hatten Europas modernste
Bockkräne in Betrieb, die diese Lasten bewältigten.
Leider auch an die Wand gefahren.
Wie überhaupt die Deutsche, geniale Schiffbauindustrie!

Nun zur Sache.
Die grundlegenden Fragen zur Herstellung des Doppellenkers im Kontext zum Gesamtbild der SS France sind folgende:
- Die France ist im Maßstab 1:200 zu bauen.
Frage an mich:
Welchen Maßstab kann ich für den Helgen und der Umgebung im Bau des Schiffes verwenden?
Zunächst einmal alle, die optisch für die Größenverhältnisse einer Werft nicht überdimensoniert sind.
Da wären
1:87 HO
1: 160 N
1:220 Z
Spur Z ist nach meiner Prüfung mit gekauften Waggons ein zu kleiner Maßstab.
Er kommt nicht infrage, da der Betrachter kaum einen Eindruck der Größenverhältnisse bekommt.
Spur H0 ist für Großgeräte, wie zum Beispiel den Kränen durchaus geeignet.
Also habe ich mich für 1:87 bei den Kränen und 1:160 bei den den Fahrzeugen, Lokomotiven usw. geeinigt

Auf einer Werft läßt sich das machen.

Da ich den Helgen nebst Kränen nur nach Fotos baue , kommen folgende Fragen in Betracht.
-Die gesamthöhe der Kräne, die die France überragen müssen.
-Die Durchfahrtshöhe der Transportmittel zb. Lokomotiven, Lkws , Personen und mehr im Gesamtbild zum Helgen und des Schiffes.
- Die Wahl und Durchmesser der konstruktionsdingten Träger und Versteifungen.

- Der zur Verfügung stehende Platz und der Abstand zum Schiff.
-Die Fahrbahnbreite für Kran und Transportfahrzeuge.
-Welche Möglichket habe ich, möglicherweise versteckte Kompromiße einzugehen, ohne das Gesamtbild zu verfärben?
Nun ja , und vieles mehr.

Ich hab dann mal angefangen, den Doppellenker von Kibri in 1:87 zu zerlegen und neu aufzubauen.

Darauf wurde ein neuer Grundrahmen mit den Fahrbahnmaßen von 65 mm hergestellt , die in etwa dem Maßstab der
der Originalfahrspur entspricht.







Desweiteren habe ich aus meinen Fundus aus dem Lager eine Menge Doppel T Träger rausgekramt und diese benutzt um eine


Grundlage für die erste Motorplattform herzustellen





















Zudem habe ich der Plattform eine Maschinenluke zugebillig, die es im Original wohl so nicht gab.

Weitere Versteifungen wurden eingesetzt und immer wieder die Verhältnismäßigkeit überprüft.










Am Schluß des heutigen Tages sah das dann so aus












Hier für euch noch einmal der Vergleich.



Links ist der Kran zu sehen, an dem ich gerade arbeite.
Gut die Fahrspur und die Größenverhältnisse.
Leider gibt es keine Konstruktionspläne und ich arbeite auf Sicht.
Aber wird schon, wie Hans- Juergen zu sagen pflegt.
In diesem Sinne, euch allen beste Gesundheit,
und bis bald
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

164

Dienstag, 17. März 2020, 23:52

Hallo noch einmal,
und was ich noch sagen wollte.
MORGEN gehts weiter.
L.G.
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

165

Mittwoch, 18. März 2020, 06:20

Hallo
Neben Bausätzen für Stahlbrücken (in den Modellbahngrößen) gibt es auch welche für Hochspannungsmasten . Eventuell ist ein Buch über (Stahl-)Brücken hilfreich . :wink:
Gruß Ronald

166

Mittwoch, 18. März 2020, 12:15

Schau mal ob du hier vielleicht noch das eine oder andere sinnvolle Detail finden kannst.
https://www.hardconn.de/hafenkrane.htm
Vieles wiederholt sich ja doch in der einen oder anderen Art und Weise

Schau auch weiter unten im Bereich Ardelt oder Krupp-Ardelt und so

Vielleicht kennt der Webseitenbetreiber ja auch Quellen wo man Teile von Konstruktionszeichnungen bekommen könnte ?
Eine kleine freundliche Anfrage kann manchmal unerwartete Türen öffnen
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

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167

Sonntag, 22. März 2020, 14:24

Hallo und ich hoffe aufrichtig für euch alle, bei bester Gesundheit zu sein an diesem schönen Sonntag.
Die Erkenntnisse der letzten Tage waren unverrückbar.

Ein Sekundenkleber hält sein Versprechen und klebt in Sekunden alles.
Vor allem meine Fingerkuppen aber nicht das was er kleben sollte.
Ein Mysterium?
Aber auch der Sekundentod eines Sekundenklebers ist schnell erreicht.
Man überfährt diese kleine Tube Elend einfach mit dem Bürostuhl.War aber keine Absicht.
Hat mir aber auch nicht Leid getan. :!!

Sollte ein Scherz sein.
Zur Sache.
Vielen Dank Markus und Ronald für eure aufschlußreichen Beiträge.
Insbesondere der Link auf die Kranseite, den ich mir ausführlich angesehen habe.
Die vier Doppellenker Kräne am Helgen der SS France waren dann doch wohl etwas besonderes.
Um nicht zu sagen Giganten am Ende der Fünfziger Jahre.

Hier mal der Größenvergleich.



Mit dem Kran bin ich weitergekommen.
Zunächst einmal hier zum Vergleich ein Bild aus alten Tagen.

Mehr als Bilder stehen mir im Moment selbst nicht zur Verfügung.








Also habe ich zunächst einmal den Unterwagen nebst Zwischenboden weitergebaut und bin mit dem Stahlgerüst
bis zur Drehplattform weitergekommen.



Es gibt also keine Zeichnungen hinsichtlich der Aufbauhöhe oder Größenverhältnisse.
Ziel ist es dennoch eine Kran zu bauen, der den Höhen und Ausladungsvergleich zum Original nicht scheut.
Das bedeutet vor allem laufendes Abgleichen mit dem Konstruktionsplan der France in 1:200, dem Kran in 1:87 sowie
das einbinden der Ausrüstung und Fahrzeugen/ Personen in 1:160.

Ein Spagat!








Nach Fertigstellung des Unterwagens muß dieser aber,um weiterzubauen, zunächst einmal gebrusht werden.
Das geschieht mit einem hellen Blau. Die Kräne besaßen hellblauen Korrosionsschutz und die Kontergewichte waren Gelb.
Aus damaliger Zeit gibt es einige wenige Farbfotos hierzu.

Deswegen habe ich den Zwischenboden schon einmal mit einem Lukenschutz versehen und einige Kisten aufgestellt.



Diese Seite des Stahlgerüstes bleibt bis nach der Lackierung in den nächsten Tagen offen, um noch den Zwischenboden bemalen zu
können.

Da der Kran komplett beleuchtet werden sollen, also auch Aufgänge, Maschinenhaus , Ausleger usw, wurden dann schon
einmal die ersten Durchbrüche geschaffen, um Kabel unterzubringen.


Hier schon einmal ein bißchen beleuchtet um Jupp ,dem Helgenmeister ,heimzuleuchten.
Daneben zu sehen ist der ersten Durchbruch in Form einer Niete um Steigleitungen zu verlegen.







Knotenbleche und weiter Versteifungen wurden angebracht, möglichst in Relation zum Original.

Alles wir nicht möglich sein, aber so gut wie möglich.







Klar habe ich auch eine Bank dazugestellt für die Treffen der Antialkoholiker einer Werft aus den sechziger Jahren.

Man kennt Sie ja , die Schlingel. Auf der ganzen Welt gleich.



Auch mal von der Seite.














Oder so einmal.





Geputzt und beschliffen muß auch noch, wie zu sehen ist.







Dann hat der Werftmeister mal seinem persönlichen Lakaien( hatte jeder Meister erster Güte, meist mußte ein äußerst folgsamer
Lehrling dran glauben. Mach mal dies, hol mal den Kompassschlüssel zum einstellen, mach mal jenes, aber Fix.) mal die Höhe vor Augen geführt.

Natürlich noch ohne Geländer.






Da auch vorgesehen ist, den Kran drehbar und das Heben und Senken des Auslegers darzustellen, habe ich schon einmal

zwei Micro Getriebemotoren mit U/ 30 min rausgezaubert. Vielleicht noch ein bißchen schnell.
Spannend wird das schon weil der Drehkranz von außen angetrieben und über einen großen Zahnkranz umgesetz wird.

Den Micromotor kann ich nicht mittig plazieren, da dort der noch zu installierende Kaiserturm im Wege ist.

Kann man eigentlich auf Bild zwei ganz gut sehen

Von dieser Plattform wird mittig der Kaiserturm gebaut, während außen der Drehkranz über die außenliegende Gondel angetrieben wird.
Und das erfordert einen riesen Zahnkranz.
Hab noch keine Idee. Eigentlich wie immer.





So, das wars für heute.
Sieht nicht großartig aus .
Aber ich werd immer besser.
Gut das es Modellbau gibt!
Wünsche euch noch einen schönen Sonntag
Und bis dahin
L.G
Holger
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168

Sonntag, 22. März 2020, 16:11

Hallo Holger,
schöne Ansichten..... und wie geht es mit der Hauptbaustelle weiter? :huh:

169

Sonntag, 22. März 2020, 18:43

Hallo und guten Abend.
Hallo Hans Juergen.
Aus aktuellem Grund, der nicht schwer nachvollziehbar ist, habe ich die Baustelle in meiner ersten Werkstatt vorübergehend

geschlossen.
Diese ist angegliedert an die Werkstatt meines Sohnes und etwa 8 Km entfernt.
Das wird solange so sein, wie die Umstände es erfordern.
Bei mir in meiner Wohnung habe ich schon länger meine zweite, kleine Werkstatt, in der der ich ein Schiff in Größe der SS France

aber nicht bauen kann.
Daher beschäftige ich mich solange mit der Peripherie des Schiffes, eben auch dem Kran, der genug Zeit und Geduld verschlingt,
wie das eigentliche Schiff.
Ich verliere das Große und Ganze ja dabei nicht aus den Augen.

Lieben Gruß
Holger ;)
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170

Sonntag, 22. März 2020, 18:52

Ach so , das erklärt es ; bleib fit Eremit ;)

171

Sonntag, 22. März 2020, 19:01

Hei,
wünsche ich auch dir und uns allen von ganzem Herzen.
Machs gut.
Lieben Gruß
Holger :five:
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172

Mittwoch, 25. März 2020, 18:07

Hallo Holger.

Interessantes Nebenprojekt allemal, und besser die Auszeit für eine Erweiterung des großen Ganzen genutzt als Däumchen gedreht :ok:


Gruß,
Christian

173

Mittwoch, 25. März 2020, 22:17

Hallo liebe Freunde des Modellbaus und guten Abend,
wie ich bereits nebenher erwähnte, will ich den Helgen der SS France zum Schiff bauen.
Es soll die gesamte Kulisse dann noch einmal aufwerten.
Dazu baue ich jetzt diesen außergewöhnlichen Kran.
Dieser wurde wahrscheinlich Anfang 1950 aufgestellt, da zu diesem Zeitpunkt auch schon die Pläne der France in den
Schubläden existierten. Was fehlte zu damaliger Zeit war die Finanzierung und Unterstützung durch den Staat Frankreich.
Dies änderte sich aber schnell als Außenpolitische und militärische Niederlagen in den Kolonien und Weltweit dazu führten,
das in Frankreich die Unterstützung der Regierung unter Charles de Gaulle etwa 1958 in der Bevölkerung rapide sank.
Wohl auschlaggebend war die Beendigung des Algerienkrieges , der unter großen Verlusten des französischen Militärs geführt wurde.
Es mußte also etwas her, was das französische Nationalgefühl wieder ins Lot brachte.
Eben die SS France.

Und Zupp war diese Unterstützung in höhe von damalig sagenhaften 80 Mill. US Dollar da.
Ich weiß nicht genau, aber ich glaube, der Dollar stand damals so bei 5 Mark, was dann immerhin 400Mill. Mark
gewesen wären.
Eine damals stolze Summe. Na ja, hat der Steuerzahler gerichtet.
Hat sich was verändert in den letzten 60 Jahren?

So, nun zur Sache.

Der Kran am Helgen der France war damals Stand der Technik.
Und wenn ich mir technische Einzelheiten und Bilder von heutigen Kränen dazu anschaue, hat die Welt der Kräne ( Krane)
hinsichtlich der Lastaufnahme und der mobilität sowie des Einsatzes von Schweißungen und Legierungen des Materials einen
epochalen Sprung gemacht.
Im übrigen muß dazu erwähnt werden, das die France das erste Passagierschiff weltweit war, das vollständig in Sektionsbauweise
und ebenso komplett geschweißt wurde.

Zur Einführung in dieses, sehr komplexen Themas ,bringe ich einmal ein Bild mit einigen Zahlen und Erklärungen ins


Bauprogramm.








- 1 Der Drehkranz des Kranes, der den äußeren Aufbau über die Gondel 2 und einem riesigen Zahnkranz in der Drehbewegung um den Kaiserturm herum antreibt. Dieser Kaiserturm ist statisch und dient der Stabilität der weiteren Aufbauten.
Er dreht sich also nicht.
- 2 Die Antriebsgondel mit dem Getriebe für den Drehkranz.Da der Kran ja auch drehbar werden soll, kann man an dieser Stelle keinen Micro- Motor unterbringen, es sei denn, man verfügt über einen Zahnkranz mit entsprechendem Durchmesser des gesamten Drehkranzes.
Hab ich aber nicht, also mußte eine andere Lösung her.


-3 Der feststehende Kaiserturm, um den sich der gesamte, weitere Aufbau, des Kranes herum dreht.

-4 Die Drehbewegung des um sich selbst drehen äußeren Gerüstes, das auch das Maschinenhaus mit bewegt.

-5 Das auf dem äußeren Gerüst stehende Maschinenhaus.



-6 Und das im Maschinenhaus liegende Königslager, das die Drehbewegung und den feststehenden Kaiserturm verbindet.


Zunächst einmal habe ich mir für den Drehkranz eine Hilfsfkonstruktion gebaut, auf der der imaginäre Drehkranz laufen soll.







Diese ist im Durchmesser etwas kleiner als der Drehkranz, damit man ihn nicht sieht.
Der Vorteil war, das ich aus dem Bausatz des ursprünglichen Doppellenkers eine Plattform demontiert habe und zentrisch als
Plattform auf dem Fahrschlitten aufbaute.
So habe ich für den Aufsatz der Hilfskonstruktion auch ein perfektes, radiales , Maß.
Als nächstes wurde der innere Führungsring angebracht, der mit der Hilfskonstruktion fest verklebt wird.








Danach und nach messen der Höhen, Größen und Seitenverhältnisse und dem Vergleich mit den Bildern des Originals wurde die Auslegung
des Drehkranzes bestimmt und die Spur im Radius angefertigt.






Dieser Ring läuft nun ohne Probleme um den inneren herum.Natürlich mußte er, nach Vergleich mit dem Original gedoppelt werden.






Auf diesem äußeren Kranz findet etwas später dann das Gerüst für das Maschinenhaus platz.


So sieht das nach der Doppelung aus.










Weitere innenverstärkungen wurde gefertigt, um mehr Stabilität in der Drehbewegung zu gewährleisten.
Aber auch um später die Knaggen aufzusetzen, damit der Aufbau nicht kippen kann.



Die außenstehenden TT Träger dienen der Hilfskonstruktion der Getriebegondel und der Kontergewichte.

Das sind also diese Teile im einzelnen.






Nun läuft der außen liegende Drehkranz wie geschmiert um den inneren herum.






So, also wohin mit dem Antrieb?

Ich habe mich entschlossen diesen im Königslager oberhalb des des Kaisergerüstes unterzubringen um den äußeren Drehkranz
über das Maschinenhaus anzutreiben.
Diese Micro Motoren haben eine kräftige Übersetzung und werden das Gewicht schon packen.
Allerdings brauchte ich dazu eine Aufnahme für den Motor und gleichzeitig einen Winkel für die anzubringenden TT Träger.
Und da fiel mir beim Suchen eine kleine Eisschale für den Gefrierschrank auf.

Diese hatte den gewünschten Anstellwinkel und auch die innengröße um den Motor aufzunehmen.




Darauf wurden schon eimal die Fundamentstreben für den Kaiserturm angebaut und dieser lose aufgesetzt.







So sieht das im Moment aus.




Und noch ein letztes von unten.







Das wars für heute.
Ich wünsche euch allen beste Gesundheit und
bis demnächst.
Lieben Gruß
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

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Realname: Hans Juergen

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174

Mittwoch, 25. März 2020, 22:26

da hat sich der Konstrukteur wohl am Eiffelturm orieniert , schickes Fachwerk :ok:

175

Mittwoch, 25. März 2020, 23:08

Hallo Hans Juergen,
wenn ich mal die Perfektion erreiche wie du, wäre ich schon zufrieden.
Besonders liebe ich bei dir, deine unglaublich schöne Art Details zu schaffen.
Das ist das was es später ausmacht, sein Modell voller Stolz zu betrachten.

Bin immer gern auf deiner Seite.
Aber schon ganz richtig.
Hab mir mal den Eiffelturm angesehen und finde schon, das du recht haben könntest.
Lieben Gruß aus Bremen
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

176

Freitag, 3. April 2020, 21:49

Hallo euch allen und guten Abend,
der einzige Lichtblick in diesen Tagen ist es Modelle zu bauen.
Daher möchte es einmal zum Anlaß nehmen euch allen meinen Respekt für eure wunderschönen Modelle, den tollen
Bauberichten und das einfach nur Dabeisein auszusprechen.
Ich bin ja nun kein Modellbauer erster Güte, aber ich bin zufrieden mit den Ergebnissen meiner Arbeit.
Daher grüße ich heute einmal die, die in erster Linie zusehen, aber bestimmt auch schöne Modelle aller Art zuhause bauen.
Mögen diese Tage an uns allen ungeschoren vorübergehen.

Aber zur Sache.

Eins ist klar.
Der Kran am Helgen der SS France hat es in sich.
Es ist wie fahren ohne Führerschein bei Nacht mit 140 Klamotten, mitten im Wald, bei schwerem Nebel und ohne Brille.
Also alles nach den Infos, die ich über diesen Kran erhalten konnte.
Aber es geht weiter.

Zunächst einmal wurde der Micromotor für den Antrieb des äußeren Drehkranzes zentrisch im imaginären
Königslager eingebracht, damit zu keinem unrunden Lauf im Betrieb kommt.



Dabei fiel mir auf das der rechte Hauptträger leicht durchgebogen war und unter Spannung stand.
Dies wurde sofort korrigiert.

Danach wurde am Kaiserturm weitergearbeitet.






Nach fertigstellung unter berücksichtigung aller möglichen Maße und Vergleiche mit den Fotos wurde als allernächstes
zuerst einmal eine Grundierung mit meiner Gocheer Airbrush Pistole aufgetragen.
Wollte doch einmal sehen, wie sich mein neuerwerb zum günstigen Preis macht.

Und ich bin begeistert.






Nachher sah das dann so aus.












Da ja der Bausatz des Doppellenkers von Faller bei diesem Umbau auf einen Kran von 1957 eine wichtige Rolle spielt,
war es wesentlich, der gesamten Konstruktion des Originalkrans zu folgen mit dem nächsten Ziel, eine vernünftige
Proportion vom Original zum Bausatz herzustellen.Wesentlich dabei war der Verschluß des Kaiserturm und das vorherige brushen der Endfarbe.

In diesem Fall Himmelblau.







Ede und Franz hatten schon mal den Auftrag, das Geländer wieder zu richten, das ein schusseliger Modellbauerzerdeppert hatte.












Der Kaiserturm etwas später.

Schön zu sehen der untere Drehkranz.










Weiter gings mit der herstellung der Maschinenplattform.
Diese treibt das gesamte Außengerüst des Kranes an für die Drehung um den Kaiserturm.
Dazu habe ich zunächst einmal die obere Drehplattform, die auf dem Königslager aufliegt unter berücksichtigung der

Außenmaße des Kaiserturms aus diesen, zum Teil zum Bausatz 1:87 gehörenden Teilen hergestellt.











Das nächste Bild zeigt einmal schon die feststehende Drehplattform , die oben auf dem Königslager verklebt wird.

Aber erst später, wenn ich sicher bin das alle Maße und Proportionen stimmen.












Weiter wurde die obere Maschinenplattform mit den veränderten Maßen angezeichnet um dem Original gerecht zu werden.












So sieht das ganze dann, lose aufgelegt, von unten aus. Die Maschinenplattform dreht sich nun auf dem

Drehteller am Königslager.








Hier liegt schon einmal das 1:87 Maschinenhaus auf, das ich nun auf die Originalgröße des Modells umbauen werde.










Und zuletzt noch ein Bild von der Ansicht von weitem.

Aber nicht so auf den Werktisch achten.







Vielen Dank für heute, bleibt Gesund,und bis demnächst.
L.G
Holger
Modelle bauen muß man, Leben aber nicht ! Frei verändert nach Charles Darwin ;)

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177

Samstag, 4. April 2020, 08:27

Das sieht doch richtig gut aus; Und dann hast Du auch noch die schöne Schebekke von Heller auf dem Bautisch. :thumbsup: Renovierung oder Neuaufbau?

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