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Mittwoch, 19. Februar 2020, 13:33

Die "Preussen" von Heller und der Heller- Laisz- Clan (mit Klonen)- ein Vergleich

Bausatzvorstellung











Modell: Preussen /Cap Horn und Pamir/ Passat
Hersteller: Heller; Vertreiber von Cap Horn, Pamir und Passat: Glow2B

Masstab: 1:150

Preis: Zwischen 50 und 120 EUR
Herstellungsjahr: wohl in den 70ern
[b]Verfügbarkeit:
ja, im Handel - auf Angebote achten!
Besonderheiten: Modelle mit sehr hoher Qualitätsbreite



Die Bausätze der entsprechenden Schiffe sind eigentlich weit bekannt - aber sie werfen auch Fragen auf - nicht nur im Hinblick auf die Qualität. Ich kenne eine Zahl Modellbauer, die sich einmal mit den Schiffen befasst haben, aber ich kenne sehr viele, die das Projekt dann abbrachen, weil...

Und dabei gibt es hier im Forum dann sogar ein RC-Modell der Preußen - und es gibt eine ganze Zahl Survivor dieser Schiffe: die Padua (Kruzenshtern) gar unter Segel, die Peking und die Passat noch recht in der Nähe, Und es gäbe noch entfernte Verwandte wie die Pommern und die Viking...





Das Bild zeigt die zwei Rümpfe der vier erhältlichen Modelle. Das ist schon mal interessant im Hinblick auf die Größenverhältnisse -wer mal die großen Viermaster live erlebte, der kann so ein Bild von der Größe der Preussen bekommen.

Identisch sind:
Der Rumpf der Preussen und der - erfundenen - Cap Horn, die als 5-Mast-Bark unter französischer Flagge segelt. Das ist zwar Bluff, könnte aber auch zum freien Gestalten einladen.

Der Rumpf der Pamir und der Passat. Und das ist gar nicht schön. Denn das waren zwei SEHR unterschiedliche Schiffe. Auch rein äusserlich. Zum Beispiel die Ankerklüsen. Die sind bei der Passat mal so anders, dass eine Umbaumaßnahme sein sollte,,,,


Was ich im Folgenden zeigen will, ist auch, wo sich die beiden Bausätze ergänzen - und wo welche Qualiäten sind - und wo welche Stressoren liegen.
Was ich mir wünsche: Dass wir hier eine Laisz- Doku der Schiffe erstellen -mit Tipps und Ideen, wie man die bauen kann.

Dazu stelle ich Aufnahmen ein, die etwas zu den Schiffen zeigen.

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Mittwoch, 19. Februar 2020, 15:03

Das Boxenluder

Die ärgerlichste Überraschung ist der Rumpf der Preussen, respektive die Box.
Es ist kaum möglich, die beiden Rümpfe wieder nach dem Auspacken in die Box zu bekommen. Sie hat die selbe Größe wie die der Passat/Pamir.

Wer die Wahl hat, sollte schauen, dass er eine Version bekommt, die größer verpackt ist. Glow2b vertreibt derzeit nur die Cap Horn (und NICHT die Preussen, die gibt es nur als Heller-Rest).









Ein Zusammenfügung der beiden Rumpfhälften ist ein Act. Auch der Bug ist leicht verformt und die Klebeflächen sind schmal -und teilweise nicht plan.


Ersatzteile von Heller sind -aus meiner Sicht - schwer zu bekommen; mails gingen bislang ohne Ergebnisse raus.
Glow2b hat einen Kundenservice mit Formularen, doch auch da warte ich noch auf eine Antwort.
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Mittwoch, 19. Februar 2020, 15:14

Pamir und Passat Rumpf

Der Klonrumpf der Pamir /Passat kommt makelos und passperfekt aus der Box:



Und noch einmal der Größenvergleich:






Beide Rümpfe tragen die selbe Handschrift: Das Überwasserschiff ist klar -und vielleicht sogar zu stark akzentuiert und klar sind die Details graviert. Öffnungen für Taue und Takelage sind außen sauber dargestellt, auf der Innenseite ist das aber schwächer. Dort sind alle Schanzkleidstützen als "Dreiecke" ausgeführt. Und die Klüsen für die Festmacher sind "flach".

Live ein Eindruck, wie diese Schiffe auf See aussahen, hier die "Kruzenshtern", deren Rumpf und einige Teile noch relativ orginal sind -wie die Winden, Ankergear, Rahen...

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4

Samstag, 22. Februar 2020, 09:15

Hallo.
Du tust mir doch bestimmt den Gefallen die Verdrängung der Pamir/Passat mal auszuwiegen, bitte?
Könnte ja sein ich bastel auch mal wieder ;-)
mfG
Frank

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Samstag, 22. Februar 2020, 13:34

Toll... Danke .. so gefallen mir Bausatzvorstellungen.

Besonders gut ist es wenn Du auf die Unterschiede hinweist und zeigst wie es richtig aussehen sollte.
Ich nehme an Du wirst das noch mehr ausbauen.

Es zeigt auch schön das für Heller so typische Kitrecycling um Formen mehrfach zu verwenden.... zuweilen zu phantasievoll .

Offensichtlich tolle Kits. Vor dieser Mega-Takelage habe ich aber einen solchen Respekt, daß ich bisher keine gekauft habe.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

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Dienstag, 25. Februar 2020, 10:56

Die Teile - weiß

Die Preussen kommt traditionell in in mehreren Farben gespritzen Rahmen. Das macht heute kaum mehr Sinn.

1. in 2 Rumpfhälften - wie oben in Gesamtbildern gezeigt.

2. Einem weißen Rahmen mit Reelingen und anderem Gut:



Die Reelinge sind komplexer als bei den Pamir-Klonen, aber etwas zu üppig. Bei den Pamir- Klonen sind die Reelings ohne Züge.



Eines DER Spaßverderber bei ALLEN 4 Modellen sind die Nagelbänke - und sicher einer DER Gründe für viel Bauabbrüche, denn die Nägel sind einfach zu kurz.
Und bei DER Dichte und Zahl und der extremen Enge -
vor allem auf der Seite der Laufgänge, die alle vier Modelle haben - ist ein Belegen nicht möglich.
Und am Ende sehen die kurzen Belegnägel halt auch schlecht aus.








Dem Rumpf widme ich mich ausführlicher.

Hier möchte ich nur mal ein Beispiel einstellen:
Die Preussen hat eine typische Farbgebung unten rot, in Wasserlinienhöhe breit weiß und sonst ist die schwarz.
Die Gravierung umfasst den schwarzen und weißen Bereich - mit einer feinen Trennline, die korrekt die Farbfelder trennt.
Doch der rote Bereich ist ohne jede Gravur. Die Gravuren der Verzierungen an Bug und Heck sind für mich okay.

Ich zeige die noch mi Detail

Wer genau schaut, sieht in den Platten die feine Linie für den "weißen" Gang.

Worte zum Vergleich der Modelle:

Im Vergleich dazu hat die "Pamir" (Passat) nur die schwarze und eine rote Zone graviert. Das ist sachlich auch richtig, denn in der Zeit nach dem Umbau mit den Deckshäusern zeigen sie Photos ohne den heute auch bei der Passat gezeigten weißen Streifen.
Da muss man dann auch sehen, dass die Passat heute auch nicht 1:1 der segelnden Passat entspricht, so sind dort heute die Lüfter auf den Deckshäuser etwa nur halbhoch.

Wer also diese Schiffe baut, kann also wählen, ob er die Passat / Pamir mit oder ohne Streifen baut. Doch... hier gilt, dass die Gravur NUR bis zu der "roten" Wasserlinie geht.
Das sieht eben nicht gut aus.
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Dienstag, 25. Februar 2020, 11:15

Heller Preussen Spritzlinge Schwarz und Beilagen

Ein kleiner Rahmen umfasst die schmucklose, typische Basis des Ständers und das bei Heller typische "Wantengerät".
Ich hatte noch nie Freude mit dem.




Die mitgelieferten "Schnüre" wurden auch für das auf der Box gezeigte Modell verwendet. Sie sind wesentlich zu schwer -und weiß.



Die zwei Kettenstücke für die Ankerketten:



Flaggen und Decals:


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8

Dienstag, 25. Februar 2020, 12:30

Heller Preussen Spritzlinge Braun

Der Rest der Spritzlinge der Preussen kommt in "sandbraun":

Ein Rahmen umfasst die sehr schön herausgearbeiteten Decks:


Im Unterschied zu den Pamir-Klonen sind hier die Decks mit Plankenstößen graviert. Die Plankung wechselt einfach. Einen Wassergang oder eine Fischung gibt es nicht.

Ein Vorteil sind bei der Preußen die herausgearbeiteten Luken; sie erlauben Eingriffe in den Raum. Die Lukendeckel sind fein graviert.

Das Backdeck im Detail



Ein Teil des Vorschiffs mit Luk
Bei der Peussen haben die Masten eine Fischung am Mast; hier als Ring sichtbar.


Ein Rahmen umfasst Schotten und Laufgänge etc.



Vier identische Rahmen bringen die 4 gleichen Masten, der achterste Mast ist leicht anders. Außerdem Ausrüstungsteile etc.



Die riesigen Salinge und Teile des Deckhauses, es wirkt schwächer. als bei der "Pamir",
die Gangspille tragen alle Spaken - was beim Takeln stört und nicht üblich ist - und wer es genau nimmt, muss die Gangspille hier umbauen.
Bei der Pamir sind die Gangspille frei, die Spaken sind dort korrekt gestaut.



Die Löscheimer auf dem Aufbau sind hier fest auf das Deck des Aufbaus gespritzt:



Die Schotten sind relativ schwach graviert. Bei der "Pamir" sind die Türen z.B. etwas stärker betont.



Zu bedenken- und hier zu sehen: Die Preussen wird OHNE Blöcke etc. geliefert; die Marsen und Salinge tragen aber Löcher für das Anschlagen des Gutes.




Die typischen Fallwinschen:



Und mal im Orginal:










Bei der Pamir/Passat sind die vergleichbar, die nötigen Handräder sind auch hier dabei; hier sieht man bei den Winschen einen Satz der Achsen.
Auf der Schmalseite ist sogar die Struktur der Bremse sichtbar- hier mal das Orginal:




Die Bilder sind von mir. Auf der Kruzenshtern sind diese Winschen noch im Orginal.



Auffallend für mich: Sinkstellen in den Rahen:





(Wird logischerweise fortgesetzt...)

Und den Rumpf der Pamir wiege ich aus - der trägt aber - da bin ich sicher - eine RC- Anlage UND bietet eine Schraube.
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Dienstag, 25. Februar 2020, 15:41

Pamir und Passat Schwarze Spritzlinge

Die "schwarzen" Teile der Pamir / Passat beinhalten auch Teile, die wesentlch bei der Preussen fehlen.

Dort gibt es KEINE Wantenspanner!
Und...
Keine Blöcke!

Jetzt kann man überlegen, ob die bei der Pamir mitgelieferten Blöcke auch taugen - sie haben zwar verschiedene Formen, die ich zeigen werde , doch gibt es sie nur in einer Größe.
Aber man braucht da eine sehr große Anzahl dieser Teile.
Und die Wantenspanner sind schlicht ein Muss.

Die Rümpfe beschreibe ich im Detail später.




Beim Heck sieht man die Gravur der Platten und die Linie für den roten Unterwasseranstrich



Die Rahmen bieten viele Ausrüstungsteile und Blöcke



und zuletzt gibt es die Wantenmaschine und die Sockelplatte


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Dienstag, 25. Februar 2020, 15:45

Das macht die Pamir zur Pamir -nach Heller.

Dieser eine Rahmen mit Sonderteilen macht die Pamir zu "dem" Schiff.
Die Passat hat vor dem Mitteldeck ein kleines "Vordeck". Das ist dann im Bausatz der Passat enthalten-


Nun... das waren real doch sehr unterschiedliche Schiffe.

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Mittwoch, 26. Februar 2020, 11:14

Gewogen und für gut befunden

Für den einen oder anderen dürfte wichtig sein, was denn so ein Schiff trägt:


Die Pamir / Passat
wiegt leer - nur der Rumpf - bei 232 Gramm. Voll bis zur Wasserlinie ist sie mit 1003 Gramm. Sie trägt 770 Gramm.

Die Preussen
wiegt leer - nur der Rumpf - bei 308 Gramm. Voll bis zur Wasserlinie ist sie mit 1620 Gramm. Sie trägt 1312 Gramm.








Noch was zum Größenverhältnis: Die Passat könnte in der Preussen "schwimmen"....



Und noch eins aus der Realität:



Bei dem schönen Bild seht Ihr ein orginales Spill, die reale Beplankung und die Margins um die Einbauten. Dahinter eine der freistehenden Nagelbänke - und drunter - und wichtig:
Die Fußleiste für die unteren Blöcke. Das ist ein wichtiges Feature bei diesen Schiffen. Denn viele Taue werden über Blöcke an der Leiste geholt.
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Mittwoch, 26. Februar 2020, 12:26

Heller Pamir Passat Braune Spritzlinge

1. Dreimal ist dieser Rahmen mit den Masten dabei:



2. Zweimal ist dieser Rahmen mit den Booten dabei:



3. Der Besan und diverses Gut:



4. Boote und Fittings:



5. Die Decks:






Details:

Das Kartenhaus ist im Vergleich zur Preussen schön ausgeformt:



Etwas ärgerlich:

Die Beplankung der Deckshäuser ist anders als die des Decks. So kommen die Plankenstöße etc. nicht so zur Geltung.



Die obskuren Nagelbänke - mit den zu kurzen Belegnägeln, ebenso schlecht wie bei der Preussen:











Die Fallwinden - wie bei der Preussen recht exakt- und die Trommeln der doch sehr schwachen Brasswinden.
Die Gehäuse sind dort nur halb so hoch wie in echt.



Hier seht Ihr die Brasswinden real:



Die Luken sind im Grund fein graviert, sie tragen aber Sicherungsbalken, die schon als zu massiv kritisiert wurden. Ihr sehr auch hier an einem der "Niedergangskappen" an der Seite überraschende Sinkstellen



Mars und Saling



Poop und Vorschiff:

Zu erkennen: Hier sind die Planken durchgängig; das könnte man aber abändern. Bei der Preussen haben die Planken zwar Längen, doch wechseln die "direkt".
Bei der "Kruzenshtern" wiederholt sich der Wechsel mit jeder 6. Planke.





direkt verglichen mit der Preussen:



Bei der Preußen liegen die Ankerklüsen auf Decksniveau, bei der Pamir liegen sie höher.
Man sieht die Plankenstöße, die Lukenformung und die Mastfischung bei der Preussen.




Die Ankerklüsen bei der Passat sind absolut anders, die achtere liegt DIAGONAL über der vorderen und berührt fast die Linie der GalionsDeko!
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Mittwoch, 26. Februar 2020, 12:38

Heller Pamir und Passat Weißer Spritzling

Der weiße Spritzling trägt die Reelingsteile.

So einfach sind die nicht zu ersetzen, da die Rhytmen stimmen müssen. Und auf den Deckshäusern und um die Niedergänge achtern am Mitteldeck sind oft komplexe Strukturen. Drum gibt's hier - im Vergleich zur Preussen - auch deutlich mehr Reelingsteile-




Die Preussen dazu:



Hier sind viele andere Teile weiß gespritzt.

Die Reeling der Laufgänge bei der Preussen (siehe Teile unten im Rahmen) war durch einen Seillauf gebildet.
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Mittwoch, 26. Februar 2020, 12:46

Heller Pamir Passat Decals und Zubehör

Die Decals sind einfach, die Ketten scheinen passend (real müssten das Stegketten sein...), doch die Schnüre sind eben Schnüre und für mich so wertlos wie die bei der Preussen.






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Mittwoch, 26. Februar 2020, 16:24

What the Heck and what the Deck! Vergleiche und Informationen:

Unter dem Aspekt des Vergleichs zwischen der Pamir/Passat und der Preussen sind einmal Größen- und Layout-Vergleiche interessant. Die beiden Backdecks sind in etwa gleich groß, die Decks der Insel sind auch sehr ähnlich, doch das Poop-Deck des Viermasters ist weit größer als das der Preussen.
Dazu müsst Ihr wissen, dass wir die Pamir, die Passat und die Peking nicht im Urzustand kennen. Die Poop wurde in den 20er-Jahren verlängert. Die Peking, die nun (May 2020) nach Hamburg kommt, zeigt den Zustand eben NACH dem Umbau 1927.

Beim Vergleich Pamir und Passat sehen wie eine interessante Technik der Klon-Bildung: Wie wird nach Heller aus einer Pamir eine Passat?
Man muss die Pamir / Passat schon genau anschauen, dass man bei der Vorbereitung die "kleinen" Unterschiede sieht. Oben ist der Rahmen gezeigt, der die wenigen unterschiedlichen Teile bietet.

Backdecks:

Pamir/Passat und Preussen:




Mitteldecks:

Pamir/Passat und Preussen:

Bedenkt: Bei der Pamir / Passat sind die Wantenspanner mitgeliefert, bei der Preussen fehlen die.
Dort werden "Seilschleifen" vorgeschlagen, an denen dann die Wanten etc. festgemacht werden.


Wer das also ändern will, hat da umzuarbeiten.

Man sieht auch: Die Pamir / Passat hat einen angedeuteten Wassergang.



Mitteldeck Pamir Passat RÜCKSEITE!





Wer die beiden Versionen bauen will, muss die Öffnung für die Teile zuvor aufbohren. Ich kenne Leute, die das übersahen.




Poopdecks:
Pamir/Passat und Preussen: Bedenkt- s.O. , dass das Poopdeck der Pamir / Passat UND der Peking in den 20ern verlängert wurde - und dass DER Zustand des Modelles und der Schiffe im Bereich der Poop eben den Zustand zeigen.



Poopdeck Pamir Passat RÜCKSEITE!



Ganz achtern in der Totale OBEN sieht man noch eine Bohrung für die Passat




Die beiden tieferen Decks behandle ich gesondert.
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Donnerstag, 27. Februar 2020, 12:20

What the Deck! Vergleiche und Informationen 2

Der Vergleich der 3 höheren Decks zeigte eine Reihe großer Ähnlichkeiten im Aufbau - mit Ausnahme des überraschend großen Poop-Decks, das bei der Pamir/ Passat wesentlich länger war.

Vielleicht lohnt es sich auch einmal die Besatzungszahlen zu vergegenwärtigen:

Die riesige Preussen, 1902 als Meilenstein gebaut, fuhr mit geplanten 46 Mann Besatzung.
Die Pamir, gezielt 1905 auf Funktion gebaut, fuhr mit mit 28-33 Mann Besatzung, als Schulschiff mit 86 Personen.
Die Passat wurde NACH dem Unfall der Preussen 1911 gebaut, mit 25-35 Mann

Werften:
Preussen: Joh. C, Tecklenburg. Geestmünde
Passat: Blohm und Voss, Hamburg
Pamir: Blohm und Voss, Hamburg
PEKING: War ein ECHTES Schwesterschiff der Passat



Daten:............Preussen..................Pamir...................Passat
Lüa:..................147 m.....................114,5 m.............. 115 m
Lpp:...................96 m ......................94,5 m...............96 m
Breite:................16 m...................... 14,1 m...............14,4 m
Tiefgang;..............8,26 m.....................7,26 m...............7,24 m

Verdrängung:..11150 t......................6350 t................6280 t
Vermessung:.....5081 BRT..................3020 BRT..............3091 BRT
Segelfläche:......6806 m2/47..............3600 m2/32 (34)...4100 m2/34

Im Vergleich hier zeigen sich doch einige Unterschiede zwischen der Pamir (16 kn) - und der um einige Jahre jüngeren Passat (17,4 kn)

Eine Liste der Daten der größten Segler findet sich hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_…chiffe_der_Welt

Ein Vergleich der Decks der "Preussen" mit den Decks der Pamir/Passat zeigt wiederum überraschende Ähnlichkeiten im Layout -abgesehen von der Länge.

Luken, Winschen und die Capstans sind sehr ähnlich platziert; die Preussen ist nur um den einen Mast gestreckter.

Da die Preussen bei Heller ausgeformte Luken hat- und die Pamir/ Passat nicht, dafür aber dort immer auch die Felder der kleinen Deckshäuser auf dem Deck sichtbar sind,
wirkt das vielleicht nicht so, aber ich habe mal die Parallelen markiert.







Der Kreuzmast der Pamir/Passat steht auf der - wie oben sichtbar - längeren Poop.


Auch hier sichtbar: Die durchgehenden Planken bei der Pamir/Passat und der Wassergang und dagegen die Plankenstöße 1/1 bei der Preussen.
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Donnerstag, 27. Februar 2020, 12:45

Reale Schwesterschiffe Passat und Peking

Wenn jemand diese Seiten liest, vielleicht steigt ja die Lust, so ein Schiff zu bauen?

Dann verweise ich schon mal auf die nahende Chance, ein REALES Schwesterschiff der Passat zu sehen, die Peking.
Die wird im Mai 2020 in Hamburg präsentiert. Da gibt es derzeit schon schöne Berichte und Bilder in den Medien.

https://www.hamburg.de/sehenswuerdigkeiten/4650790/peking/

https://peking-freunde.de/

Man bedenke nur die kleinen Unterschiede wie die Ankerklüsen, die im Gegensatz zur Heller Pamir/Passat DIAGONAL stehen - nur bei der Pamir waren die wie bei Heller gezeigt.

Und -für Traditionalisten UND Modellbauer VORTEILHAFT:
Das Schiff hat nicht die später auf der Pamir und Passat gebauten Laufbrücken und Deckshäuser.
Das ist von Vorteil, denn man kommt um Lichtjahre leichter an die Belegstellen.
Und man bekommt einen Eindruck von den Schiffen im Orginalzustand; die Restauration war m.E. gut recherchiert.

Schaut Euch die Bildergalerie der Freunde der Peking an!
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Mittwoch, 4. März 2020, 11:09

Service Ersatzteile oder Nachbestellung

Glow2B und Heller reagieren etwas befremdlich auf Reklamationen oder Bestellungen: Ich bekam keine Eingangsbestätigung meiner Reklamation zum Rumpf und zur Nachbestellung von Beiden.

Doch gestern kam dann der komplette Rumpf. Er war nun richtig verpackt, doch an den Ruderscharnieren fehlte eins an einem Rumpf - und die Rümpfe sahen aus wie "Lagerleichen".
Aber immerhin bekommt man noch einen Rumpf für dieses Schiff nach.
Die "Preussen" ist NUR ein Heller-Schiff- kauft man es dort, kann man Heller direkt anschreiben -was ich tat.
Aber ich schrieb auch Glow2B an und bekam vor dort den Rumpf.
,Glow2B vertreibt nur die - fiktive - Cap Horn.
Doch der Rumpf ist absolut baugleich mit dem der "Preussen", wenn also jemand für Umbauten etc. einen Ersatz braucht, kann man sich direkt an Glow2B wenden, dort gibt es das traditionelle Ersatzteilformular.
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Donnerstag, 5. März 2020, 09:48

Moin Aubrey/Bibi

Vielen Dank für den interessanten Vergleich der Bausätze. Da werden Jugenderinnerungen wach. Auf der Passat habe ich nämlich eine gewisse Zeit verbringen dürfen. Das war damals in den frühen 1980er Jahren im Rahmen eines gemischten Segelkurses des Deutsch-Französischen Jugendwerkes.
Wir haben damals in den originalen (recht kurzen) Kojen unter der Back geschlafen. Essen gab es unterhalb der Wasserlinie im Schiffsbauch. Interessant waren dann die Maschinengeräusche der passierenden Schiffe. Und wer abends nicht rechtzeitig wieder an Bord war, dem wurde die Gangway vor der Nase hochgezogen :baeh: :D War ne schöne Zeit! :ok:

Ich hatte aus dieser Erinnerung heraus auch immer mal vor die Passat zu bauen. Aber die Takelage..... :S

Ein älterer Bekannter wäre in seinen jungen Jahren um ein Haar bei der letzten Fahrt der Pamir an Bord gewesen.......Wie das Schicksal so will. So hat er später geheiratet, Kinder und Enkelkinder gekriegt.


Im Bau:
80-Kanonen Linienschiff Bucentaure 1:150
74-Kanonen Linienschiff Redoutable 1:150

20

Freitag, 6. März 2020, 14:08

Hallo Aubrey/Bibi,

auch von mir ein klares "Super Bausatz Vorstellung" :ok: .

Klasse, wie du das aufbaust - auch der Vergleich der Bausätze.

Ich habe mich ja immer davor gesträubt, nach der Preussen auch noch die Pamir oder Passat von Heller zu kaufen.

Ich habe mir immer gesagt, die sind ja praktisch identisch - nur ein bischen kürzer als die Preussen...
Bei deinem ganzen Engagement hier fängt es mächtig an, in meinen Finger zu kribbeln... und meine Preussen auch endlich mal fertig zu bauen.


Die steht seit Jahren auf dem Schrank - Rumpf mit Decks ist soweit fertig... :whistling:

Christian
:ahoi: :ahoi: :ahoi: :ahoi:

Im Bau:Le Glorieux 1:150

auf Werft (in Wartestellung) die Preussen 1:150

21

Montag, 9. März 2020, 00:29

Die Wracks von Heller....

Ihr habt Recht.

Und darin liegt der Sinn dieser Reihe.

Wie viele fangen diese Schiffe an.
Und dann kommen die Trapps: Die vagen Baupläne, die Fehler bei den Belegnägeln, die technischen Probleme wie die des Zugs auf den langen Nagelbänken und die krassen Schwächen bei den Takelplänen... Da verliert man in der Regel einfach den Drive. Und hier sollte man VOR dem Bau wissen, was da so kommt.

Und auf der anderen Seite: Diese Schiffe waren wichtig in unserer Geschichte. Es gibt noch welche. Und.... schön sind sie dazu.

Drum schreibe ich. Auch als Werbung für den Bau der Schiffe. Aber auch... um den einen oder anderen anzuregen, mal REAL so ein Schiff zu fahren. Denn dann versteht man auch gleich mehr WARUM ein Rigg SO ist, für WAS man die Teile braucht....


Liebe Grüße

Bibi
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22

Dienstag, 10. März 2020, 09:58

Zitat

Und auf der anderen Seite: Diese Schiffe waren wichtig in unserer Geschichte. Es gibt noch welche. Und.... schön sind sie dazu.
Wie wahr, allerdings, mit Kanonen an Bord würden wir sicher auch mehr Modelle davon sehen. Ich gestehe, hier nehme ich mich ausdrücklich nicht aus. Ne "echte" SMS Seeadler mit Kanonen und einem Seeteufel an Bord das wäre die Würze, der Mehrwert, der mein Geldbeutel öffnen würde. Und elegant ist die ex Pass of Balmaha auch.


Im Bau:
80-Kanonen Linienschiff Bucentaure 1:150
74-Kanonen Linienschiff Redoutable 1:150

23

Donnerstag, 12. März 2020, 19:54

Was für ein Schiff stellt der Heller-Viermaster dar? PAMIR ODER PASSAT?

Sires, nun habe ich mehrere zig Zeichnungen gecheckt und Bücher gekauft und angeschaut.

Und komme zu dem Entschluss, dass das von Heller gelieferte Modell der PAMIR näherkommt, als der PASSAT. Das Backdeck ist einer der wirklich wenigen Merkmale, wo man das messen kann.
Denn bei der Passat war das Backdeck vorne breiter als bei der Pamir und das Layout war geringfügig anders, aber eben anders.
Bei der PAMIR und den Hellermodell ist die Kongruenz bei 100% - und das will was heißen bei Heller und dem Alter des Modelles.




Es gibt im Übrigen noch einen Unterschied zwischen beiden Schiffen, den Heller tatsächlich berücksichtigt hat: Das Ankerlager.
Bei der Pamir lagen die Anker auf der Back an Deck - jedenfalls zeigen das die Photos, die ich habe.
Bei der PASSAT liefert Heller zwei andere Ankerlager, wie sie auch in Travemünde auf der PASSAT sichtbar sind.


Bei dem achteren Deck entspricht das Layout - hier wiederum die Poller auch der Pamir, der Schwung des Hecks passt zur Pamir, er ist etwas leichter als bei der Passat...

Doch zählt man die Bullaugen unter dem Mitteldeck... da stimmt das nicht; die Pamir hatte - jedenfalls auf den Photos - 11.
Und die passen nicht ganz mit dem Heller-Teil. Aber die Bullaugen lassen sich leicht ändern, falls es jemand ganz genau machen will.
Da rate ich zu den von mir vorgestellten Büchern mit den sehr klaren Photos.

Und - wer weinen will... der schaut auf die Bugzier. Die hat mit der Realität bei beiden Schiffen nicht viel zu tun. Aber das ist im Grund ein kleines Problem.



Und wegen den Kanonen... also beide Schiffe kommen mit EINER Kanone. Aber sonst sind die halt nüchtern und schön. In den nächsten Tagen mache ich weiter mit den Bausätzen.

Ach ja: Das Poopdeck der PAMIR /PASSAT entspricht der Nachkriegszeit; 1927 sah das noch ganz anders aus. Nach der Verlängerung 1927 war das Poopdeck mit ganz anderen Aufbauten ausgestattet. Drum ist DER SATZ so irreführend.

Poopdecks:
Pamir/Passat und Preussen: Bedenkt- s.O. , dass das Poopdeck der Pamir / Passat UND der Peking in den 20ern verlängert wurde - und dass DER Zustand des Modelles und der Schiffe im Bereich der Poop eben den Zustand zeigen.



Yours
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24

Freitag, 13. März 2020, 11:16

Alle meine Farben -oder "What the Hell-er!"

Die Boxen kommen heute, wie schon gezeigt, mit schönen großen Modellbildern im Farbe. Wer die Box genau anschaut, findet dort auch sehr ausführlich die notwendigen Farben...

Nur.

Offensichtlich wurden die aktuellen Baupläne etwas überarbeitet; sie bekamen neue Titelblätter. Sonst hat sich über die Jahre wenig geändert. Außer bei den Farbvorschlägen.
Aber das wurde überhaupt nicht konsequent gemacht, so dass die Farbhinweise AUSSEN auf der Schachtel, die Photos selbst und die Farbhinweise im Bauplan so gar nicht passen - und der Modellbauer eine herbe Aufgabe hat.


Denn auch in der Realität haben sich die Bemalungen geändert. Nur die grobe Außenfarbe blieb, bei der Pamir - so sieht es für mich aus - war sogar für eine Zeit auch der weiße Streifen an der Seite nicht mehr da. Die Mastfarben wechselten; zur Zeit des Untergangs der Pamir waren wohl die Masten dunkelbraun....

In der Bauanleitung der PAMIR spielen die außen vorgeschlagenen Farben GAR KEINE ROLLE mehr. Bemalhinweise sind bei der - sehr guten - Generalansicht angebracht, aber sonst findet sich nur an extrem wenigen Stellen ein Hinweis. Aber diese Farbvorschläge passen wohl auf Großsegler im Allgemeinen gut (ich hatte mein erstes Modell der PASSAT genau nach den Farbvorschlägen angemalt -und es sah gut aus. Aber... mit den Farben der PASSAT hat das wenig zu tun.



Das Modell zeigt aber von diesen Farben nicht viel:










Und nun der Farbplan des Modells - absolut anders:





Es gibt aber z.B. keinen Hinweis auf die Dekoration am Bug. Die entspricht ja zwar nun nicht der Realität, aber wer sie farbig will, würde sich über Vorschläge bestimmt freuen. Für die PASSAT und die PEKING gibt es immerhin gute Farbbilder.

Bei der PREUSSEN sieht das ganz anders aus. Dort gibt es das Farbmuster NUR Außen auf der Box - sonst NIE MEHR (!) Dafür sind aber an jedem Teil kleine Nummern angebracht, die den Farbton benennen. Aber eine Legende gibt es nirgendwo im Plan.
Dafür ist die Generalansicht absolut mager - und es gibt nur EINE Detailzeichung








Und das Modell:






Bei der PASSAT war einmal ein Farbplan beigelegt, der dem der PAMIR entsprach, aber ich meine, dass der letzte, den ich in der Hand hatte, die Farben nahe am Schiff in Travemünde hatte. Das würde ich auch als Referenz empfehlen.

WELCHE FARBEN ALSO?

Bei der PREUSSEN - und "alten" Versionen der PAMIR, PASSAT oder PEKING ist zu bedenken, dass anfangs die Schotten braun gestrichen waren - in Holzoptik. Das sollte man beachten. Auch das Kesselhaus auf der PREUSSEN war mitnichten WEISS!
Es ist immer dunkel gestrichen.
Das "Braun" hielt sich auch bei dem einen oder anderen Schiff im Bereich des Schanzkleides des Mitteldecks.
d
Für die Winden und Poller kann man das Grün der Passat in Travemünde verwenden; Gondesen zeigt Seite 41 und 42 Farbbeispiele der PANGANI, wo die Schotten und Paneele Sandfarben waren und die Türrahmen etc. Holzbraun.
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25

Samstag, 14. März 2020, 19:06

Pläne PAMIR und PREUSSEN Generalansichten

Die Pläne von Heller sind sehr komplex. Der Text ist auf Französisch, auf einem Beiblatt sind die Texte übersetzt. Seit meiner Jugend hat sich an den Plänen nichts geändert.
Im Plan für die Preussen sind die Farben der Teile mit Nummern markiert.



Die Wantenspanner - wichtige Details - werden bei der Preussen NUR mit Schnurschleifen gemacht!





Am Mitteldeck seht Ihr die noch einmal die Wantenspanner mit einer Schnurschleife








Die PREUSSEN hat ein wichtiges Detail, das der PAMIR und der PASSAT fehlt: Die Stangen, an denen die Blöcke unter den Belegbänken geführt werden. Nun gibt es im Bausatz der PREUSSEN keine Blöcke,

wohl aber auf der PAMIR und PASSAT... das ist mal unlogisch. Wenn aber jemand Wert auf ein genaues Modell legt, sind diese Beschläge wichtig.-+



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Donnerstag, 19. März 2020, 12:45

Die PASSAT/PEKING - und etwas Glück beim Heller- Lotto

Aufgrund von Vergleichen von Berichten zum Modell entschied ich mich noch zum Kauf des Modells der PASSAT. Und da ich die Widersprüche in den Berichten vor allem in der Farbgebung sah - und die nicht durch meinen Uraltplan der PASSAT gedeckt war - der war identisch mit dem der PAMIR - bestelte ich das aktuelllste Modell von Glow2B.

Das Dekor der Frontseite der Box ist seit Beginn das Selbe. Doch auf der Rückseite hat Heller nun schöne Modellphotos aufgedruckt. Die aber zeigen - warum auch immer? - exakt DEN Farbvorschlag des obigen PAMIR- Bausatzes (Ohne weißen Wasserpass).

Doch innen - auf dem Plan - und im Farbschema auf der Box sind die Bemalungshinweise SEHR detailliert und im Hinblick auf die PASSAT in Travemünde recht korrekt.

Das Modell kommt auch der PASSAT in Travemünde OPTISCH nahe:

Das Kartenhaus zeigt die "restaurierte" Form ohne Vorbau - leider hatte die PASSAT zu der Fahrenszeit des Darstellungszustandes in Travemünde eben gerade den Vorbau -und die hatte die kleine erhöhte Plattfom vorne am Deck der Mittelinsel, wie sie beide bei der PAMIR mitgeliefert werden.

Diese Details sind bei einer Auswertung der Bilder von Böttcher absolut eindeutig zu erkennen.

Wer also ein LAEISZ- Schiff wie die PAMIR oder PASSAT farbgenau bauen will, sollte den aktuellen Plan der PASSAT haben - die Farbbilder von Böttcher (der zeigt, dass die Boote der PASSAT damals wie die der PAMIR holzbraun waren, mit roter Unterwasserfarbe und dünnem Wasserpass in weiß und eben nicht in Weiß wie in Travemünde....) und so was wie einen guten Takelplan.

Und wer eine "PASSAT" baut, sollte bedenken, dass.... zumindest die Ankerklüsen angepasst werden. Denn die sind eben dort - und auch bei der PEKING "diagonal".

Für "Nietenzähler" sind die Modelle ohnehin nichts.

Aber man muss dann schon wissen, WAS in jeder Box so drin ist, da PAMIR und PASSAT viele Überraschungen bieten.

SO zeigt Heller die PASSAT:



Der Bug - natürlich ohne gemaltes oder anderes Bugdekor....





Und man sieht auch die grottige Reeling:



Die Farbauswahl, die dann aber auch im Bauplan erscheint:



Ein Beispiel - Vergleiche mit oben dem Plan der PAMIR - hier mit genauen Farbangaben.



Der Farbplan der Boote- der aber eben für "heute" passt:



Als Beispiel: Ankerwinsch



Und die Sonderteile.


Beachtenswert: Heller liefert für die PASSAT den Ladebaum am Besan. Die PAMIR hatte auch einen, aber am Kreuzmast. Der ist aber dort nicht dabei. Man könnte aber DEN umbauen...




Doch wer weiß, wenn er eine Passat, Pamir oder Preussen kauft, welcher Plan da beiliegt.... das ist Lotto. Wie auch diese Zusatzteile.

Wobei Heller korrekt unterscheidet - die Pamir ist auf der Poop nur mit einem Spill ausgestattet, die Passat mit 2. Aber nach solchen korrekten Dingen kann man suchen.

Ich würde, wenn niemand etwas anderes vorschlägt, in den folgenden Beiträgen etwas über die "Takelpläne" der PREUSSEN, PAMIR, PEKING und PASSAT zeigen und sagen.
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Donnerstag, 19. März 2020, 20:41

Stehendes Gut des Bugsprits und die Vorstage

Die Takelpläne von Heller sind einfach eine Zumutung.

Es gibt keine einzige Darstellung des gesamten stehenden Gutes, und das was es gibt, ist auf mehrere Blätter planlos verteilt. Und zum einen gibt es nicht nur KEINE Detailzeichnung, zum Anderen fehlen ganze Bereiche.

Drum gehe ich da mal Schritt für Schritt durch:

Die PREUSSEN

Der Bugsprit der PREUSSEN beginnt mit dem Beschlag des Vorstengestags. Dies ist doppelt und geht bei der PREUSSEN über diesen Beschlag, der eine SCHEIBE andeutet, auf den seitigen Punkt rechts davor.
Dort wäre ein Auge, an dem das Vorstengestag mit einer Spannschraube festgemacht wäre. (Da das Stag doppelt ist, ist das beidseitig.)

Das Vorstengestag geht bbd von dem Auge über die Scheibe. Dann geht es zur Vorsaling, wo es über eine größere Klampe (eine Hornklampe, die hier 3 solcher Taue aufnimmt) wieder nach unten zu den Beschlägen stbd geht, und dort mit einer Spannschraube festgesetzt wird.

Das Vorstengestag ist aus Stahl, gekleidet ist es nur von den Spannschrauben über die Scheibe bis einen Meter über der Spiere, wo ein weißes Bändsel die beiden Parte zusammenführt. Oben ist es um den Mast gekleidet, etwa 1 Meter vor dem Mast werden die zwei Stahltaue mit einem Bändsel zusammengefasst; das ist etwa 50 cm breit.
Der gesamte Bereich ist gekleidet, also vom Beginn der Bändselung um den Mast und retour.

Dann sieht man oben das Auge, wo der Innenklüverstag mit einer Spannschraube festgesetzt würde- und rechts davon

Einen starken Ring. Unten endet an ihm das stählerne Wasserstag - mit einer Spannschraube. Seitlich sind an ihm die in Spannschrauben endenden "paarigen" Bugspritgeien angesetzt (Damit sind das 4, 2 bbd und 2 stbd) Die Bugspritgeien sind gekleidet.
Oben wäre im Beschlag eine Scheibe, durch den der Innenklüverstag geführt wird. Der ist wie der Vorstengestag von der Spannschraube über die Scheibe bis einen Meter über der Spiere gekleidet. Oben geht er in einem Auge über dem Vorstengestag durch die Hornklampe.
Vorne unten trägt der Ring den Stampfstock.


Dann sieht man oben das Auge, wo der Aussenklüverstag mit einer Spannschraube festgesetzt würde (* und dort wären bbd und stbd noch je ein Auge für den Vorbramstag und den Vorroyalstag) und rechts davon

Einen kleinen Ring, durch den der Aussenklüverstag über eine Scheibe geführt wird (weiter wie beim Innenklüverstag) und rechts davon

Einen größeren Ring, der oben die Scheibe für den Vorbramstag führt, stbd und bbd sind mit Spannschrauben die Klüvergeien angesetzt, die wie die anderen Geien komplett gekleidet sind, unten ist das Auge für die Spannschraube des stählernen äusseren Wasserstages, der über den Stampfstock zum Bug führt.
Der Vorbramstag wird bbd am 4. Beschlag (wo auch der Aussenküverstag endet, mit einer Spannschraube festgesetzt.

Ganz rechts ist nur noch der kleine Ring mit der Scheibe für das Vorroyalstag. Das wird auch am 4. Beschlag - aber stbd festgemacht




Bei Heller gibt es im Plan keine Infos über die Wasserstage, die Geien sind E1, E3 und E2.
Heller zeigt ein Netz. Das ist korrekt, nur sollte es diagonal sein und sehr passend unter dem Bugsprit liegen. Die Wasserstage laufen UNTER dem Netz.



Die Vorstage werden bei Heller nur in einer Zeichnung mit den Stagsegeln gezeigt. WARNUNG: Die Zeichnung der Stagenden an der Bramsaling ist FALSCH! Sie gehen HINTER der Stenge -wie oben beschrieben und unten im Plan der SCHWESTERN gezeigt, durch die Hornklampe!



Der Fockstag ist dem Vorstengestag vergleichbar. Er ist doppelt, beginnt bbd hinter der Back mit einer Spannschraube, geht über der Mars über eine Hornklampe zurück und ist wie das Vorstengestag gebändselt und gekleidet.



Die SCHWESTERN sind SEHR ähnlich geriggt, nur haben sie als UNTERSCHIED am Ring des Außenklüverstages bbd und stbd je eine "Außenklüver-Gei"



Bei den "Augen" zum Festsetzen der Stage ist der Bugsprit der SCHWESTERN viel schwächer geformt. UNTERSCHIED IM RIGG: Vorbramstag und Vorroyalstag gehen hier durch Scheiben an einem Beschlag.



EIN WICHTIGER UNTERSCHIED: Der Vorstengestag ist identisch mit dem der PREUSSEN. Doch hier werden die Enden ACHTERLICH der Umlenkscheiben an Spannschrauben direkt beim Bugsprit an der Back festgesetzt

Heller hat keine Bezeichnungen oder Nummern für die Geien. Aber die Führung der Stage durch die Hornklampen ist hier etwas besser dargestellt, als bei der Preussen.




Für das Netz gilt das Selbe wie oben.





Noch mal kurz: Alle Stage sind blanker Stahldraht, gekleidet nur an den Spieren; Wasserstage sind massiv Stahl, Geien sind komplett gekleidet.


Aus der Praxis zwei Bilder, die etwas von dem Besprochenen in der Realität zeigen:


Hier die Kruzenshtern:

Man sieht das Vorstengestag - wie bei der Preussen - nach der Scheibe nach vorne getakelt, die Spannschrauben der Stage und die Geien.



Und hier einmal den vordersten Beschlag für den Stag (die Scheibe) und den Ansatz der Geien (der Taue, die links und rechts wie Backstage den Bugsprit stützen).



Die rostigen Ringe sind die Lögel, wo man, wenn gewollt, ein Stagsegel anschlagen kann.

Und in Fahrt und Vollzeug sieht das so aus! (Es gibt kaum etwas Schöneres!)

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Freitag, 20. März 2020, 11:46

Backstage Stage und Wanten PREUSSEN und SCHWESTERN

Das stehende Gut dieser Schiffe war stark standardisiert, man kann sich durchaus einen Mast und die Belegung als Muster nehmen- abgesehen vom achtersten Mast, der bei der PREUSSEN ja voll getakelt war - dort sind dann auch die Brassen ein Thema,
und bei den SCHWESTERN, die dort nur die Gaffelsegel führten.

A. Wanten:

Die Unterwanten der PREUSSEN waren ausgewoben, bei den SCHWESTERN waren Latten aufgesetzt.
Über den Spannschrauben verläuft eine Leitleiste für das laufende Gut.
Die Spannschrauben der Wanten waren mit einer durchgängigen Stahlleiste oben verbunden, was das Verdrehen der Spannschrauben verhindert und in dem Fall das Aufentern erleichert.
Die Spannschrauben der Backstage waren in Gruppen oben mit Stahlleisten verbunden.

Alle Unterwanten hatten Querleinen in etwa 1,5 - 2 Meter Abstand im oberen Bereich übereinander (Schwichtungsleinen) Das nur als Information; wer da genaues wissen will, sollte mich fragen.

Alle Püttingseisen sind aus Stahl, alle Wanten sind mit Spannschrauben steifgesetzt.

Im Royalbereich läuft ein Jakobsleiter hinter dem Mast. Das zeigt weder der Plan der PREUSSEN, noch der SCHWESTERN

B. Stage:

Alle Unter- und Stengestage laufen von schweren Beschlägen an Deck doppelt, gehen über eine Hornklampe überhalb Mars, respektive Saling zurück. Sie sind aus Stahl und um den Mast und am Deck bei den Beschlägen gekleidet.
Sie sind oben am Mast und unten an den Beschlägen mit Bändseln (am Topp ein Meter vor der Stenge, in etwa 50 cm Breite), an Deck etwa 1,5 m über den Beschlägen gefasst. Ab dort endet auch die Kleidung. Weder bei der PREUSSEN noch bei den SCHWESTERN sind die Beschläge dargestellt. Nur die Ringe an Deck sind gegeben. Die Stage sind in den Länge blanker Stahl.

Wie die Stage am Mast befestigt sind, ist in den Zeichnungen nicht gegeben.

Alle Stage oberhalb sind mit Spannschrauben festgesetzt, gehen hinter den Stengen hoch bis zum Ansatzpunkt, wo sie über die oben vorgestellte Scheibe zum Top gehen. Sie sind oben mit Augen um den Top gelegt, die dort ebenso gekleidet sind wie die alle Stage. An den Scheiben sind alle Stage gekleidet, ansonsten blanker Stahl.

Bei der PREUSSEN finden sich die Stage auf Seite 17 mit den Stagsegeln, die Backstage/Pardunen auf Seite 14.
Bei den SCHWESTERN finden sich die Stage mit den Brassen, Toppnanten und Fallen auf einer Seite,9 und die Backstage/Pardunen auf Seite 11.

1. Der Plan der PREUSSEN:

Stage:



Backstag, Wanten etc:



Stage für einen Mast:




Backstage für einen Mast:




2. Die SCHWESTERN:

Stage



Backstage:




Wenn es jemand genau nimmt, dann sollte er für jeden Stag solche Wantenspanner haben, wie sie bei den "SCHWESTERN" für die Wanten inbegriffen sind. Das wären bei den SCHWESTERN schon über 30, ohne die für die Top, Bram- und Oberbramwanten... (12 für die großen Masten...)



Bei den Wanten sind hier die Bramwanten (die "obersten") korrekt ausgewoben.

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29

Mittwoch, 25. März 2020, 11:51

Masten, Stengen und Rahen

Gestern befasste ich mich eigentlich mit den Fallen... aber da fielen mir wieder einmal die Unterschiede zwischen dem Modell der PREUSSEN und denen der SCHWESTERN auf, dass ich Euch das zeigen will - denn Ihr sollt entscheiden können, OB ihr so was anfangt, und WAS da auf Euch zukommt.

Denn die Masten waren technisch sehr ähnlich, wenn auch die PREUSSEN um Einiges höher und größer war.


Ein Bild zeigt beide Masten im direkten Vergleich - und die Schwäche der Masten der PREUSSEN. Die Teile sich schon überarbeitet; da wird erhebliche Schnitz- und Angleicharbeit anfallen.
Die Masten sind zwar auch kürzer, weil die Mastfüße der PREUSSEN viel höher stehen, als die realistischen Mastfüße der SCHWESTERN, aber der ganze Mast wirkt "schwächer".

Links jeweils PREUSSEN, rechts SCHWESTERN



Bei den SCHWESTERN kommt noch ein Mastband in den Keep mit Augen.
Krass ist, dass der Bugsprit der SCHWESTERN im Design genau umgekehrt war! Dort war die PREUSSEN besser. Und noch so ein Detail: Die Untermasten der SCHWESTERN WIRKEN klarer - und bei der Preussen muss man wirklich dort, unter der Mars SCHNITZEN.

Aber real gemessen sind die Abstände der Mastbacken oben an der Mars bei der PREUSSEN absolut korrekt, auch wenn man da richtig "baschteln" muss, und bei den SCHWESTERN stehen die Mastbacken doch sehr "eingezogen".



Die Marsen -oben die SCHWESTERN, unten die PREUSSEN zeigen die beiden Konzepte: Bei der PREUSSEN gibt es KEINE Blöcke, also braucht es "Öffnungen" für die Taue, die Knoten....
Bei den SCHWESTERN gibt es Blöcke und auch - teilweise - Augen für die Blöcke.

Nur, wenn jemand so ein Schiff voll takeln will - mit all den Goordingen etc.... also DIE ALLE oberhalb müssen durch Leitöffnungen in den Marsen. Just to make You understand. Da wirds eng. Das große innere, viereckige Loch im Mars bbd uns stbd nennt man Soldatengatt. Da gehen die Wanten durch. Dann käme ein Brett mit kleinen Bohrungen zur Führung des "kleinen Gutes". Da kommt eine ganze Zahl an Goordingen etc. runter. Die äußere Öffnung der Preussen war aber nicht dafür gedacht. Da käme das Gut dann in Konflikt mit den Pütingswanten etc.

Im Plan gibt es bei der PREUSSEN zwar für jede Öffung an den Marser und jedes Tau einen Namen in Form eines Codes. Aber da würde ich nicht zu viel drauf geben...
Fallen, Toppanten... da sind so krasse Fehler, dass ich mich gar nicht auf den Plan einlassen würde.




Bei den Stengen setzt sich das DEUTLICHST fort.

Die Stengen der SCHWESTERN sind klar detailliert.

Die Hornklampen für die Stage, die Scheiben für die Fallen, die Führungen für die Gleitracks: Das ist alles perfekt.



Die Stengen der PREUSSEN haben das alles nur "angedeutet" und die Stage, die an den Stengen enden ( im Grund nur die 2 Klüverstage am Fockmast und die Royals) enden an "Nasen"....


Links PREUSSEN, rechts SCHWESTERN




Und hier seht Ihr auch die Mastbacken der "PREUSSEN".... m.a.p.t!

Und die zwei Salinge mal im Vergleich.




Damit das Bild volllständig wird, zeige ich die Rahen:

Die Rahen der SCHWESTERN in vielem korrekt - wie Racks und Form, aber mit etwas plumpen Jackstag- Trägern vor der Rah und OHNE die Jackstage AUF der Rah.







Und dagegen die Rahen der PREUSSEN mit Racks aus der Phantasie, Jackstagen auf der Rah - und SEHR DÜNN!




Das mag dem Maßstab geschuldet sein, aber da ich jede Schraube dieser Teile schon sah und "in der Hand" hatte, spricht mich die Ausarbeitung bei den SCHWESTERN eher an. Und - bedenkt; Heller verwendet jetzt für die Modelle einen Kunststoff, der weich ist wie Butter.
Das hat mit dem alten, schwarzen Kunststoff von einst nichts mehr zu tun. Und die "Senkstellen".... M.a.p.t! (Ein abgekürzter, französischer Matrosenfluch)

Das sollte man wissen.
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30

Mittwoch, 25. März 2020, 13:17

Kaufberatung

Das beste Modell, das Ihr aus den Heller-Schiffen bauen könnt, ist die

1. PAMIR.
Zustand um den Untergang.
Mit - oder ohne Segel (die mitgelieferten Kunststoffsegel liefern wenigstens gute Formvorlagen)

2. PASSAT.
Zustand in Travemünde.
Aufgabe: Ankerklüsen und Kürzung der Lüfter auf den Deckshäusern um die Hälfte und Verzicht auf die Ladebäume.
Die wurden schon VOR dem Untergang der PAMIR auf der PASSAT geändert.
Aber eine PASSAT aus der Zeit der PAMIR bräuchte das verlängerte Kartenhaus, das in der Zeit baugleich auf der PAMIR gefahren wurde - und das liefert Heller nur bei der PAMIR

Und da die Form des Schiffes eher der PAMIR entspicht... bleibt die PAMIR No. 1.

3. PAMIR, PASSAT UND PEKING zur Bauzeit und nach dem Umbau 1927.
Man müsste bei der Form 1927 die Deckshäuser weglassen (großer Vorteil beim Takeln) und die Kartenhäuser wären kurz und einfach wie in Travemünde. Und einmal die Poop anschauen; die hatte etwas andere Aufbauten, aber nichts was man nicht schnell ändern könnte.
Die Decks lassen sich, da Heller sehr vorsichtig war, nachgravieren,

Die Urversion kommt der Poop der PREUSSEN sehr nahe, die Länge war vergleichbar und das Dach des Notruders ist ebenso übertragbar.
Da müsste das Poopdeck gekürzt - und das Achterdeck verlängert werden. Aber das geht.
Für die Winschen sollte man mal bei der PREUSSEN schauen. Denn die im Bausatz sind die moderneren.


4. PREUSSEN.

Es fehlen schon bei den Schwestern viele Dinge, die es braucht. Aber die PAMIR ist technisch NAHEZU komplett: Die Leitstangen an den Nagelbänken (auf dem Deck) macht jeder mit Links, die Beschläge für die Stage sind easy. Die Reelings.
Technisch fehlen vor allem bei den SCHWESTERN die Scheiben für die Schooten der Untersegel.
Und der Takelplan ist einfach grottig. Aber bei den Buchtipps habe ich ein Buch eingestellt, mit dem ihr als Nichtseeleute das Schiff perfekt riggen und belegen könnt.


Bei der PREUSSEN ist vieles schön. Aber da fehlen die Scheiben der Schooten im Schanzkleid, die gesamte Technik der Brassenführung und die Masten und Rahen...

Die Fallen... keine Blöcke und keine einzige Spannschraube (man kann sich da Ersatz besorgen, aber bei den Blöcken sind das schon Zahlen...)

Ich habe ein Buch zur PREUSSEN vorgeschlagen, das nahezu Pflicht ist - sei es von den Bildern, sei es von dem tollen Text in schöner maritimer Sprache, da sind Pläne drin,

Aber die Challenge ist einfach - im Vergleich zu Modell 1, der PAMIR wirklich größer.

Zwei Vorteile bietet die PREUSSEN: Zum Einen die genannten Eisenstangen auf dem Deck bei den Nagelbänken. UND die Jarvis- Winschen - eine DER Schwächen der SCHWESTERN sind leicht besser.
Wer beide Modelle hat, kann über die Preussen die Beschläge für die SCHWESTERN nachbestellen und umgekehrt.

Als Kauf- und Bauanreiz noch ein paar Bilder; ich hab ein paar Tausend davon...









Die Arbeit im Rigg ist heavy. Man bekommt da durchaus blutige Hände. Und wir nahmen die Segel bei gutem Wetter ab und schlugen sie wieder an. Aber das Großobermarssegel ist so was von heavy...





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