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Realname: Olaf

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31

Samstag, 30. November 2019, 07:11


Beim Kramen in den Kleinteilen ist mir immer wieder ein winzig kleines, rundes Teil mit Schlitz aufgefallen, das einfach zu nix passen wollte. Heute hat mir mal mein Weibi über die Schulter geschaut, und die meinte, das sei ein Schlüsselloch. Nee, viel zu klein! Doch! Das Schloss vom Tankdeckel! So sieht das standardmäßig aus - nur angedeutet.

Und so mit klitzkleinem Schloss. Niedlich.



Hi

Was sollte es denn sonst sein.... Mensch.... :kaffee:

Aber den Tankdeckel kann man öffen, oder?
Auf dem zweiten Bild sieht es so aus als ob das zulackiert ist.

Skorpi1211

32

Samstag, 30. November 2019, 08:38

Nee, kann man nicht. Der ist fest im Druckgussteil, die Fuge zur Karosserie nur gusstechnisch angedeutet. Den müsste ich aussägen und dann noch innen eine Schwenkmimik erfinden. Da ist aber gar kein Platz. Mal sehen, ob mir noch was einfällt.

Beiträge: 331

Realname: Olaf

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33

Samstag, 30. November 2019, 14:36

Also..... ich will ja jetzt nicht angeben.... oder so....... :pfeif:

Aber mein F40 Spyder hat zu öffnende Tankdeckel links wie rechts, und er ist im Maßstab 1/18....... :rolleyes: ;)

Werde aber nie nie versuchen sie zu öffnen, viel zu viel Angst das das bricht.... :tanz:

Skorpi1211

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Realname: Jay

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34

Freitag, 6. Dezember 2019, 20:41

Muss sagen, bin beeindruckt von der detailtreue des Pocher Bausatzes und was du noch rausholst. Da bleibe ich mal dran, weiter so :ok:

Lg. Jay

35

Samstag, 7. Dezember 2019, 12:43

Unter Polsterern

Aber mein F40 Spyder hat zu öffnende Tankdeckel links wie rechts, und er ist im Maßstab 1/18.......


Tja, Skorpi, Glückwunsch zu dieser Masse Tankdeckel. Der TR hat ja nur einen, und der sitzt in der Heckklappe. Der eigentliche Tank(schraub)verschluss sitzt bündig dahinter und schwenkt nicht mit hoch. Da passt in geschlossenem Zustand kein Haar dazwischen, auch kein Schwenkmechanismus. Außer vielleicht, man verzichtet auf den Tankanschluss im geöffneten Zustand der Heckklappe. Wie man's macht, es ist eben irgendwann dann doch ein Modell.



*Jay. Danke für den Zuspruch. Die Detailtreue von Pocher selbst ist allerdings nicht sooo überragend. Vieles ist nur angedeutet und muss mit Hilfe von Transkits (hab ja glücklicherweise welche) herausgeholt werden.

Ganz ohne Transkit geht aber die Lederausstattung. Heutiges Kapitel: Sitze.



Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen, die man so im Net sieht, habe ich die Sitze nicht mit vielen zusammengesetzten Lederstücken gepolstert, sondern jedes Original-Pocherteil mit immer nur einem Stück Leder. Das ging sehr gut, weil das Lammnappaleder äußerst elastisch ist. Verklebt wurde alles wieder mit "Schuh + Leder", sodass ich bis zum Schluss korrigieren konnte.

Wo das nicht funktioniert hat war an der Sitzfläche die Oberschenkelauflage. Da gab es zu viele kleine Ecken und Kanten, um die man das Leder nicht hätte drapieren können. Ich hab also diese Auflage ausgesägt und als eigenes Bauteil behandelt. Dabei kam meine gute alte Laubsäge wieder zu Ehren.



Im Ergebnis sieht dieses Detail dann tatsächlich "beweglich" aus.



Die "Nähte" in den Sitzen ließen sich ganz leicht machen, indem ich zuerst nur diese Nähte im Spritzteil mit Kleber eingestrichen habe und dort das Leder mit dem 2 mm-Splinttreiber angedrückt habe. Dann saß das da schon mal bombenfest. Und erst danach die Flächen weitergeklebt, und ganz zum Schluss die Rundungen und Ecken.



In die Kopfstütze gehört eigentlich in die Mitte ein kleines Cavallino, dazu ist mir bislang noch nichts eingefallen. Ich hab aber schon mal die entsprechende Vertiefung vorgesehen. Werd mal sehen, ob ich sowas in 1:12 oder so finde.


Beiträge: 331

Realname: Olaf

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36

Sonntag, 8. Dezember 2019, 12:13

Sehr schön geworden mit den Sitzen... :ok:

Ja, d<as mit dem Tankdeckel ist so eine Sache.
Bei deinem ist es wirklich tricky...

Skorpi1211

37

Dienstag, 10. Dezember 2019, 15:02

Wieder Kleinkram

Diesmal gings um die Sicherheitsgurte. Die Gurtbeschläge von Pocher sind ja viel zu klobig, und auch deren Gurte sind aus einem extrem steifen Material. Also habe ich erst mal alles Fotogeätzte, was irgendwie nach Gurtbefestigung aussah, schwarz lackiert. Damit das Zeug nicht von der Airbrush-Pistole weggepustet wird wurde es einfach auf Tesafilm gebappt.



Bei der "Anprobe" hatte dann nur ein Set die richtige Größe, aber immerhin. Dann die Frage der Gurte. Mir fiel sofort Geschenkbändchen ein, nur die gibt es in allen Farben außer schwarz. Die Lösung hatte Schwiegertochtern, eine begeisterte Hobbyschneiderin: Saumband! Gab's dann im Nähladen sogar in der richtigen Breite. Ich bin begeistert.



Jetzt war es Zeit mal für eine erste Passprobe in der Karosserie. Alles passt, aber die Innenverkleidungsteile, an denen die Gurte hängen, sehen von außen unmöglich aus.



Beim unverändeten Original-Modell fällt das gar nicht so auf, aber mit Lederbezug - unmöglich. Also gab es erst mal einiges an Spachtelarbeit, und dann nochmal Leder drauf. Aha, jetzt sieht das aus.



Dann noch ein bisschen Komplettierung hinten: die Gepäckgurte angebracht und die Taschen für Bedienungsanleitung und Serviceheft aufgeklebt.


38

Samstag, 14. Dezember 2019, 10:35

Jetzt mal einige Abwechslung. Am alten Modell zeigte sich, dass die "Gasfedern" der Motorhaube zu weich sind und sich verbiegen. Außerdem sind sie zu klobig. Also: Neubau aus Alurohren. Hier Alt gegen Neu.



Und weil da schon mal schwarz lackiert wurde, hab ich auch gleich das Lüftungsgitter für die Innenraumlüftung aus Blech fertig gespritzt.



Das sieht schon mal anders aus als das angedeutete Gitter vom Original-Bausatz. Kann man richtig schön durchgucken.

Nächste Baustelle: Armaturentafel. Zunächst erst mal alles matt-schwarz lackiert, damit später an Fehlstellen nichts durchschimmert. Dann die Haube über den Instrumenten mit Leder bezogen.



Vor dem weiteren Beledern mussten erst mal die angedeuteten Seitenlüfter abgefräst werden.



Sonst würde an der Stelle das Leder bündig drüberlaufen, und die später aufzubringenden neuen Lüfterklappen aus Ätzteilen würden quasi obendrauf liegen. Da musste also erst mal eine Mulde geschaffen werden, in die die dann reinpassen. Die angedeutete seitliche Dauerlüftung hab ich "echt" ausgebohrt.


39

Samstag, 14. Dezember 2019, 17:14

Innenkomplettierung

Um das Armaturenbrett fertig mit Leder zu beziehen, habe ich ein größeres Stück erst mal in den vorderen Lüftungsschlitzen festgeklebt. Die habe ich vorher mit Fräser ein bisschen in der Breite erweitert, damit hinterher alles (Lüftergitter + Leder) da noch reinpasst.



Von da aus dann Abschnitt für Abschnitt nach hinten unten gearbeitet und dabei mit der Rasierklinge die Ausschnitte gemacht. Von vorne sieht das dann so aus



und von hinten so





Scheibenlüftung, Seitenfensterlüftung und Zentrallüftungsgitter sind aus einer Fotoätzplatte, wo PCM draufsteht - wer immer das sein mag. Im Netz hab ich die nicht gefunden.

Die Mittelkonsole ist auch fertig, auch mit Teilen von PCM. Der Deckel für das Ablagefach ist einfach ein Stück Pappe mit Leder bezogen. Die Original Pocher-Regler für die Klimaanlage habe ich mit Klarlack überzogen - sieht besser aus. Und die kleinen Drucktasten sind Köpfe von Mikroschrauben, Schlitz zugespachtelt.




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Realname: Olaf

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40

Samstag, 14. Dezember 2019, 18:39



Scheibenlüftung, Seitenfensterlüftung und Zentrallüftungsgitter sind aus einer Fotoätzplatte, wo PCM draufsteht - wer immer das sein mag. Im Netz hab ich die nicht gefunden.




Also PCM war in den 90er und auch anfang 2000 ein Transkit Hersteller, ähnlich Robustelli.

Ansonsten.... Armaturenbrett ist der Hammer... :ok:

Skorpi1211

41

Samstag, 14. Dezember 2019, 18:46

Danke Olaf! Ich glaube, in diesem Forum bin ich bei "Lebenslanges Lernen". Hatte ich also was richtig Antiquarisches in meiner Transkitkiste aus Finnland. Ist ja ne echte Wundertüte.

42

Samstag, 21. Dezember 2019, 13:57

Luftwege

In der Motorhaube sitzen ja beim Tetarossa großflächig Lüftergitter. Die sind nicht für die Kühlluftzufuhr, sondern für die Abfuhr. Die schönen kleinen, schräggestellten Lamellen erfüllen dabei tatsächlich die Funktion eines Spoilers - sagen Ferrari-Bücher. Das Original Pocher-Teil gibt diese Details ziemlich sparsam wieder.



In meiner "finnischen Kiste" waren auch Platinen mit hierzu passenden Teilen. Stand AMG drauf. Zusammenbauen ließen die sich recht einfach, die Montagelöcher passten aber nicht ganz und mussten erweitert werden. Äußerst fummelig war es, alle Lamellen um 30° hochzubiegen ohne sie kaputt zu machen. Geschafft!









Durch diese Gitter wird man wahrscheinlich später auch bei geschlossener Haube den Motor sehen können. Bin gespannt.

Beiträge: 331

Realname: Olaf

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43

Sonntag, 22. Dezember 2019, 09:33

Sehr schönes Detail..

Und wenn man es auch nicht sieht, bei mir ist es so... ich weiß es.... das genügt mir...
Und wenn das Leute zu besuch sind, und ich sage, der F40 in 1/18 hat innenbelüftete geschlitz und gelochte Scheibenbremsen und der Zentralverschluss funktioniert auch... sehe ich nur große Augen und leere Gedanken.
Oder, sie denken, spinnt der, :verrückt:

Für mich das beste Lob.... :baeh: :abhau:

Skorpi1211

44

Sonntag, 22. Dezember 2019, 18:56

Firewall

Es geht weiter hinten am Auto. Bevor der Motor eingebaut werden kann, muss erst mal das Brandschutzschott mit all seinen installationen fertig sein. Dabei fiel auf, dass Pocher die Ölkühler nahezu quer zur Fahrtrichtung gestaltet hat. In Wirklichkeit stehen die aber schräg. Außerdem habe ich in der "großen Kiste" Teilchen, die aussehen wie Ventilatorräder und Schutzgitter. Von der Größe her passen die also kommen die hier rein. Dazu werden erst mal die angedeuteten Ventilatoren ausgefräst, um richtige Löcher zu machen. Danach die obere Platte aufgesägt und an der festen Seite hochgeklappt - etwa 30°.



Die breiten Spalten mit einfacher fester Pappe verschlossen und gespachtelt.



Von der Rückseite ein kleines Gitter angebracht, was den eigentlichen Ölkühler darstellt.



Und zum Schluss die Ventilatoren reingesetzt, nachdem alles mattschwarz lackiert war.


45

Samstag, 28. Dezember 2019, 18:27

Rätselhaft

Die ganze Zeit habe ich immer beim Betrachten der Platinen aus dem Transkit gerätselt, was das wohl sein könnte:



Irgendeine Anleitung war ja in dieser Krimskramskiste nicht dabei, und irgendein Pocher-Teil, was diesem hier ähnlich sehen könnte, gibt es auch nicht. Zwei Stück davon vorhanden. Irgendwas am Motor? An den Kühlern?

Gestern kam die Erleuchtung:



Das ist die Abdeckung der Hinterkante der Türen! Die ist nämlich im Original-Bausatz nur andeutungsweise ausgebildet, wie man hier sieht:



Also, mit Blechabdeckung wirkt das schon wirklichkeitsnäher. Und weil ich bei den Türen war fiel schließlich die Entscheidung: Ich werde das mit der Karosserie vom Targa fertigstellen (der hat andere Türen als das Coupe). Also alles umgebaut und die neuen Fenster zugeschnitten. Beifahrer hat dann das Fenster etwas hochgekurbelt, der Fahrer ganz unten. So soll es sein.




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Realname: Jay

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46

Sonntag, 29. Dezember 2019, 16:44

Hallo Mathias :wink:
Deine Fortschritte sind mehr als gut, finde das Armatourenbrett sehr gut gelungen und auch die Gitter der Motorhaube sehen Toll aus. :ok:

Lg. Jay

47

Dienstag, 31. Dezember 2019, 13:25

Jetzt wird's eng

Selten so viele Passproben gemacht. Vom Bausatz her steht der Motor des Testarossa ja mutterseelenallein im Maschinenraum, flankiert von zwei alleine stehenden Kühlern. In Wahrheit sind da Massen von Rohren und Schläuchen für Kühlwasser, Öl, Klimaanlage. Aber: Kein Platz! Und noch schlimmer: Es gibt überhaupt keine Hinweise, wie da was wo hinkommt, nur ein paar Rohre verschiedenen Kalibers.

Also fange ich erst mal mit dem Einfachsten an, die Kühler. Schön lackiert, Ventilatoren rein, Schutzgitter drauf. So. Innen oben geht der Kühlkreislauf ab, also da kleine Stutzen aus Alurohr eingeklebt. Die eigentlichen Leitungen gehen nach innen und vorne gebogen ab, verbunden mit Schlauchstücken. Das sah dann erst mal so aus:



Schlauchschellen sind von Autograph. Passen sehr schön. Wenn man sich Fotos von echten TR ansieht fällt aber auf, dass die Kühlwasserrohre sehr dick sind. Im Vergleich mit anderen Strukturen müssten das über 3 cm Durchmesser sein. Also muss hier ein 4 mm-Rohr rein, was sich dann aber schon schwer biegen lässt. Ein kleines Lötlämpchen half.
Jetzt ging das los mit Passproben. Immer klemmte irgendwas. Mal verbog sich der Hilfsrahmen in der Karosserie, mal ließ sich das Feuerschott nicht bündig einsetzen, mal geriet die Lichtmaschine unter Druck. Das Problem war, dass die Verbindungsschläuche zu steif waren. Wo gibt's weichere? Im Modellbauladen nicht, aber in der Krabbelkiste beim HiFi-Händler, nämlich alte Fernbedienungskabel von einem Tonbandgerät. Idealer Durchmesser. Und jetzt biegt sich das richtig und passt.







Aber nicht zu früh freuen, hier muss noch mehr rein. Das kleine Mittelstück ist z.B. der Abgang der Kühlwasserleitung zum Motor.

Nebenbei habe ich jetzt auch die richtigen kleinen Kavallinos für die Kopfstützen gefunden.


48

Dienstag, 31. Dezember 2019, 13:34

Das sieht doch insgesamt sehr gut aus :ok: verfolge regelmäßig Deine Fortschritte und bin immer wieder begeistert :respekt:
Grüße aus der Hauptstadt
Peter

Zuletzt fertig geworden: Ferrari 360 Modena; Ferrari F430 SpiderFerrari 360 Spider & aktueller Baubericht

49

Dienstag, 31. Dezember 2019, 16:43

Noch kleiner Nachtrag : Die Kühler sind ja im Pocher - Bausatz in Silber gehalten. Fotos vom Original zeigen aber eine dunklere Farbe. Ich habe Chromsilber und Schwarz zu gleichen Teilen gemischt. Das Ergebnis kommt dem Original recht nahe.

50

Freitag, 3. Januar 2020, 10:24

Finish an den Türen

Durch die Änderung des Seitenfenster-Layouts (Kleines festes Trapezfenster statt durchgehender Scheibe) fiel jetzt auf, dass der Knopf zur Türverriegelung viel zu klobig war. (Siehe Beitrag #30). Ich hab dann mal den Maßstab nachgerechnet, und demzufolge entsprach der verwendete Nagel einem Stiftdurchmesser des Originals von 1,8 cm. Sowas gibt's ja nun mal nicht, und deswegen musste da ein dünneres Nägelchen rein. Auch aufgefallen ist, dass die bisherige Auflage der Türfüllung aus einem Tremonia-Blechteil irgendwie nicht wirklichkeitsnah wirkte. Und da es auch TR's gibt ohne diese Auflage, habe ich den ganzen oberen Teil der Türen nochmal neu gemacht. War gerade noch genug Leder da. Jetzt gefällt es mir besser.



Und dann war da noch in der kürzlich gefundenen hinteren Abdeckung der Türen dieses winzige Loch ganz unten. Wofür ist das denn? Ein einziges Bild vom Original im Netz habe ich dann gefunden: Da sitzt ein rotes Lämpchen drin, das bei geöffneter Tür brennt. Wie mache ich ein rotes Lämpchen? Von den rot-transparenten Pocher Teilen (Rücklichter und so) ein Stück Anguss vom Spritzling genommen, in die Bohrmaschine gespannt und mit viel Geduld, viel Licht und Lupenbrille die Feile drangehalten. Zum Schluss noch feinstes Sandpapier und Politur. Passt.



Jetzt sind die Türen fertig und kommen ins Endmontage-Regal.

51

Samstag, 11. Januar 2020, 16:37

Ölkreislauf

Endlich habe ich das richtige Material für die Ölleitungen vom Motor zum Reservoir, von dort zum Kühler, wieder zum Motor, gefunden: Antennenkabel, abgemantelt. Die Abschirmung bringt es ziemlich gut. Allerdings war die strahlend silberhell, deswegen nochmal lackiert mit Metallic Graphit. Das passt. Die Affenschaukel ist übrigens notwendig, um um das ganze Keilriehmen- und Zahnriemengedöns um die Lichtmaschine herum rumzukommen.





Die Leitungen zur Ölwanne, die jetzt hier dran sind, werden die bisher montierten aus Beitrag#16 ersetzen. Diese Drähte waren viel zu steif, um vorbildähnlich verlegt zu werden. Waren wohl eher symbolisch gemeint.

In der Originalplatte von Pocher, die die Brandschutzwand sein soll, habe ich einige Änderungen vorgenommen. Nur der oberste, mit Alufolie verkleidete Teil grenzt nämlich wirklich an den Fahrgastraum. Was darunter ist, sind die beiden Tanks. Die sind jetzt Alu lackiert. Und dazwischen ist im Original eine Große Lücke für Heizungsschläuche, Kabel u.ä. Die habe ich ausgesägt. Da kommt noch was rein.

52

Samstag, 11. Januar 2020, 18:55

Klimaanlage

Und wo ich schon beim Lackieren war, gleich mal den vorderen Stoßfänger in Hochglanz schwarz lackiert und den Unterboden des vorderen Bodenblechs in Matt. Dort sitzt auch der Lufteinlass für den Wärmetauscher der Klimaanlage, bei Pocher einfach angedeutet durch ein Feld mit Streckmetallstruktur im Spritzgussteil. Das könnte man entsprechend lackieren. Ich habe es aber abgeschliffen und ersatzweise ein Alugitter aus Streckmetall reingesetzt.



Ganz ausschneiden kann man dieses Trapez nicht (was natürlich schöner wäre), aber darunter sitzt eine der Schraubverbindungen dieser Stoßfängereinheit. Schade.

53

Mittwoch, 15. Januar 2020, 20:55

Erzwungener Durchblick

An meinem bisherigen Serienmodell war die Karosse hinter dem Heckgrill massiv gegossen. Das Grillgitter war durch ein Abziehbildchen mehr schlecht als recht symbolisiert.



Dass man nicht durchsehen konnte war eher nicht schlimm, weil der Serienmotor nicht sonderlich attraktiv ist. Jetzt ist das aber ein Schmuckmotörchen, der nicht verborgen bleiben soll. Also: Statik mal durch den Kopf gehen lassen - ja, das müsste gehen. Und dann mit der Dremel und der Trennscheibe alles Überflüssige aus dem Heck rausgeschnitten. Grausig staubig, laut, meine Frau raufte sich die Haare ("Du machst alles kaputt!"), aber es wurde doch was draus. Offenheit ist auch für ein Modellauto eine gute Eigenschaft.



Und mit Außengrill und Grillgitter provisorisch montiert sieht das doch schon ganz anders aus.



Natürlich muss ich da noch lackieren, aber so bleibt's.

54

Freitag, 17. Januar 2020, 12:40

Frontberichterstattung und Bruch

Allmählich beginnt der Zusammenbau der einzelnen Komponenten. Natürlich zäume ich das Pferd von vorne auf. Die Modifikationen sind hier: Statt schwarzem Abziehbild hinter dem Lufteinlassgrill die Fläche matt schwarz lackiert, und dann aus der Transkit-Grabbelkiste das passende Gitter davorgesetzt. Macht sich besser.



Die alten Gläser von Blinker und Nebelscheinwerfer waren völlig verhunzt durch Kleber, aber ich habe ja neue vom Spenderauto - und die passen nicht. Wie man sie auch einsetzt, sie gehen nicht rein. Allmählich dämmert's mir: Das war beim ersten mal genauso und alle Pins sind abgebrochen. Daher der Kleber. Also jetzt erst mal alle Löcher ausfeilen, ein bisschen an der Unterkante des Blinkers abtragen - und jetzt passt es. Vorgesehen ist hinter den Gläsern ein silbergraues Abziehbildchen, um den Hintergrund ein bisschen aufzuhellen. Aber ich habe ja die kleine Kiste, und da sind Metallplättchen in passender Form drin, hochglanzpoliert. Das ist besser. Leider passen dort die Löcher nicht zum Serienteil, und am inneren Ende sind beide gut 1 mm zu kurz. Alternative? Alufolie, glänzende Seite. Das funktioniert gut.

Nächste Baustelle: Der bei diesem Modell frei stehende Rahmen der Windschutzscheibe. Der ist zweiteilig, einmal die tragende Unterkonstruktion in elastischem Schwarz, darüber als "Blechabdeckung" eine gelbe Blende. Und die ist über die Jahre so spröde geworden, dass sie sich beim ersten Anfassen in Einzelteile zerlegt hat. Da hab ich keine andere Möglichkeit gesehen, als die Teile in den Träger zu kleben, sonst hätten die nie die ursprüngliche Form gekriegt.





Danach gibt es aber wegen der Klebstoffüberstände noch eine Menge bildhauerische Aufgaben und Spachteln und Lackieren. Mal sehen, wie das Ergebnis wird.

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Realname: Olaf

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55

Samstag, 18. Januar 2020, 07:37


Danach gibt es aber wegen der Klebstoffüberstände noch eine Menge bildhauerische Aufgaben und Spachteln und Lackieren. Mal sehen, wie das Ergebnis wird.


Denke, das bekommst du hin.
Du hast ja schon ganz andere Wunder an dem Auto vollzogen.. ;)

Skorpi1211

56

Samstag, 18. Januar 2020, 20:10

Targa-Spezialitäten

Die Targa-Karosserie hat ja ein spezielles Dach. Da gehört eine Dichtung für das herausnehmbare Dach hin - die sitzt am festen Teil. Was hier klebt ist die Dichtung des Schraubdeckels eines Wasserfilters.



Das hat ein Profil wie der Schlüssel eines Schrankes. Und die platte Seite kann man wunderbar verkleben und dann noch "übertapezieren. Das erfolgt von unten mit dem Dachhimmel. Ist eine 1 mm Schaumstoffplatte.


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Realname: Jay

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57

Dienstag, 21. Januar 2020, 00:33

Hallo Mathias :wink:
Erstaunlich welchen Detailgrad du an dem Ferrari umsetzt :ok: Tolle Idee mit dem Gitter anstatt der Aufkleber... Ist ja schon fast Mode bei allen echten neueren Autos die Gitter nur Optisch anzudeuten :(

58

Dienstag, 21. Januar 2020, 17:21

Trial and error

Für die Rahmen der hinteren Seitenfenster hatte ich aus dem Transkit geätzte Blechteile - sehr schön dünn. Aber bei der Anprobe zeigte sich, dass die eben doch nicht sehr realistisch wirken. Die Plastikteile aus dem alten Pochersatz sehen da deutlich besser aus, erst recht, wenn sie seidenmatt lackiert sind. Aber die Original-Scheiben hab ich durch Acetatfolie ersetzt. Tja, und dann sah das von innen völlig bescheiden aus. Da muss Leder auf die Holme.

Der erste Versuch mit vier zusammengesetzten Stücken ging kläglich schief.



Viel genauer ging es dann mit einem großen Stück Leder, aus dessen Mitte die Öffnung für die Scheibe nach Schablone rausgeschnitten wurde. Ging ganz gut nach Anheften des Leders mittels Kleber (ging hinterher gut wieder ab).



Und dann den Lappen innen an den Rahmen geklebt:



Der Keder hinten vor der Heckscheibe ist ein überflüssiges Original-Zündkabel von Pocher (da hab ich mir ja rote gemacht.)

59

Mittwoch, 22. Januar 2020, 20:35

Details

Außen an der Karosserie muss ja auch einiges gemacht werden. Hier im Forum hatte ich mal gelesen, dass man Decals nicht klar lackieren soll, um sie zu schützen, sondern einen Tropfen 2 K-Kleber draufmachen. Hab ich an dem kleinen Pferdchen für die Kofferraumhaube ausprobiert. Das funktioniert erstklassig und erzeugt einen leichten Vergrößerungsglaseffekt. Danke für den Tipp.



Und dann habe ich noch ein kleines Zubehörteil zugeliefert bekommen, weil der Wagen ja jetzt von Turin an einen Zweitbesitzer in Deutschland verkauft wurde :D



Eine liebevoll von meiner Frau maßstabgerecht behäkelte Klopapierrolle für die Hutablage.

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