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1

Dienstag, 19. März 2013, 22:42

U-Boot 'Skipjack' Klasse der U.S. Navy 1:72

Bausatzvorstellung: U-Boot 'Skipjack' Klasse der U.S. Navy




Modell: U-Boot 'Skipjack' Klasse der U.S. Navy
Hersteller: Revell
Modellnr.: 05119
Masstab: 1:72
Teile: 60
Spritzlinge: 4
Preis: €48,-- bis €69,--
Herstellungsjahr: 2013
Verfügbarkeit: Kommt derzeit in den Handel
Besonderheiten: Kann als Grundlage für ein tauchfähiges RC-Modell dienen.

In einem stabilen Stülpkarton mit 97cm Länge kommt der neue Bausatz von Revell daher. Zunächst vermutet man als Inhalt einen zweiteiligen Rumpf, aber weit gefehlt, die Rumpfhülle besteht aus insgesamt vier Teilen. Daneben sind noch die beiden Turmhälften, Teile für den Modellständer und vier Spritzgussrahmen mit weiteren Teilen, davon einer mit Klarsichtteilen, vorhanden. Weiterhin finden wir noch ein Tütchen mit Metallteilen, einen Bogen mit Wasserschiebebildern und die 12- seitige Bauanleitung.
Revell hat die Decals für alle sechs Einheiten der 'Skipjack' Klasse beigefügt und in der Bauanleitung finden wir auch die Bemalungspläne für alle diese Varianten. Somit können entweder Skipjack, Scamp (1961), Scamp (1966), Scorpion, Sculpin, Shark oder Snook gebaut werden.
Doch nun wollen wir uns erst einmal den Bausatzinhalt ansehen:



Übersicht vom Bausatzinhalt


die beiden unteren Rumpfviertel


die beiden Gegenstücke für die Rumpfoberseite


die beiden Turmhälften


Teile für den Modellständer


neben dem Turmdach sind hier Teile für die Sehrohre, Antennen und das Radar zu finden


der fünfblättrige Schiffspropeller und Teile für die hinteren Tiefenruderflächen


der Rahmen mit Teilen für die Seiten- und vorderen Tiefenruder


die Metall- und Klarsichtteile


der Bogen mit Wasserschiebebildern für sechs Varianten


Die Bauanleitung ist als PDF-Datei im Bauplanarchiv zu finden.



Nun folgen noch ein paar Bilder mit Nahaufnahmen verschiedener Details









Auf dem folgenden Bild ist der einzuge Störfaktor dieses Bausatzes zu sehen - 'Fischhäute', die aber kaum den guten Gesamteindruck trüben.



Und hier noch mal ein Größenvergleich



Fazit: Mit diesem Bausatz hat Revell ganz sicher etwas Besonderes auf den Markt gebracht. Technisch gesehen erwartet den Modellbauer nichts Neues, eben gute Revell Qualität in ordentlicher Ausführung. Über die Vorbildtreue will und kann ich mich hier nicht äussern, da selbst heute ca. 50 Jahre nach Indienststellung des ersten Bootes und mittlerweile Ausmusterung aller Einheiten, nicht allzu viel bekannt ist.

Zum Baubericht: Wird folgen....

Zur Bildergalerie: H I E R
Planung ist die Kunst den Zufall durch einen Irrtum zu ersetzen

2

Mittwoch, 20. März 2013, 19:04

Moin Klaus

Interessanter Bausatz, den Du uns hier zeigst. Mit 106,7 cm nicjht grade klein, jedoch von der Teileanzahl her recht übersichtlich. Die Fischheute an den Rudern sind zwar schnell beseitigt, jedoch meine ich, das sowas bei einem neuen Bausatz nicht sein muß. Wofür sind die Metallteile? Auf Deinen Baubericht bin ich gespannt.

Gruß, Torsten

3

Mittwoch, 20. März 2013, 21:48

das ist doch der MOEBIUS-Kit der irgendwo Ende 2011 oder Anfang 2012 raus kam

Dank Revells reboxing bekommen wir ihn günstiger und ohne weitere Abgaben durch den Import

die Detaillierung empfinde ich als .. hmm ... zurückhaltend ...
gemessen an Maßstab und beeindruckender Größe
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

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4

Mittwoch, 20. März 2013, 22:35

Ja, Moebius, wo Du es schreibst, Markus, da fällt mir der Name wieder ein. Ich meinte, da auch mal etwas gelesen zu haben, aber das war ein Bausatz mit internem RC-Container. Bei der Größe des Modells ja auch durchaus vorstellbar. Dass der Bausatz kein Revell Original ist, war mir eigentlich auch sofort aufgefallen, Teilenummern direkt auf den Gussästen sind garnicht so Revell-like. Du bemängelst die Detailarmut des Modells, aber sei mal ehrlich, was willst Du an einem U-Boot detaillieren - Reeling, Masten, Takelage? Ich finde, gerade diese Detailarmut zeichnet doch ein modernes U-Boot aus. Das Gleiche gilt aber auch für Torstens wenige Teile und dass die Fischhäute ja bei dem, was wir da gerade erfahren haben, möglicherweise aus einer schon etwas älteren Form stammen können.
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5

Donnerstag, 21. März 2013, 11:13

Moin Klaus ... und dank Dir noch für die schöne Bausatzvorstellung !

nochmals zum Kit :

der MOEBIUS-Kit #1400 Skipjack selbst ist mit dem REVELL identisch ... kein Tauchteil drin !
kein Teil mehr ... keines weniger ...
ist ja auch nicht weiter verwunderlich weil Revell ja nur einen anderen Karton drumrum macht ...

hier eine (von vielen) Kitbesprechungen die es im Netz dazu gibt:
https://www.hobbytalk.com/bbs1/showthread.php?t=374050

Ab MOEBIUS oder REVELL gibt es, wie gesagt, keinen RC / Tauchkit ...
aber ein (Moebius-Entwickler/Mitarbeiter ? ? ), Dave Merriman, hat zu diesem Kit das entsprechende RC-Kit entwickelt :
Moebius Skipjack Fittings Kit - R/C Model Submarines

Ein interessanter Artikel zu dessen Entwicklung vom Prototyp bis hin zum käuflichen RC-Kit ist hier:
https://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=1526171

und es ist auch im Netz käuflich ...
https://www.sub-driver.com/moebius-skipj…ings-kit-1.html

und unter anderem in der Bucht zu bekommen:
https://www.ebay.com/itm/Moebius-Skipjac…=item3ccfd6a875
(der Link wird wohl bald nicht mehr taugen)

REVELL weist übrigens auf seiner Website darauf hin, daß es dieses Erweiterungs-Kit gibt ...
aber daß es nicht Teil dieses Bausatzes ist und auch nicht über REVELL zu beziehen ist

Zitat

- R/C tauglich (R/C Einheit ist nicht bei Revell erhältlich)

siehe hier:
https://www.revell.de/index.php?id=210&K…ARTN=05119&sp=1
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Markus

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Donnerstag, 21. März 2013, 11:40

Danke Dir, Markus, für Deine ergänzenden Informationen.
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7

Donnerstag, 21. März 2013, 11:59

Ach so ... und zur Detaillierung ... daß so ein U-Boot je moderner desto mehr Seifenstück ist ...
das ist ja klar ... selbst dieses Ding hier aus den späten 50ern ... es soll ja nichts die Stromlinieneigenschaften beeinflussen ...

Ich hätte mir in diesem großen Maßstab aber bei einem Kit des eingehenden 21. Jahrhunderts schon ein klein wenig mehr Details gewünscht ...
so wie das bei anderen U-Boot-Kits, selbst bei deutlich kleineren Maßstäben, durchaus auch mal vorkommt ...
ich kann vom Detaillierungsgrad keinen wirklich großen Unterschied zu 1/144 oder 350 entdecken ...
und das ist kein Vorwurf an Revell sondern da hat Moebius es sich ein wenig zu einfach gemacht !

1/72er Flugzeuge, Panzer, Autos etc setzen da durchaus die Meßlatte dessen was in Kunststoff schon seit vielen Jahren,
um nicht zu sagen Jahrzehnten, realisierbar ist ... ohne in den Bereich der Ätzteile gehen zu müssen ..

die eine oder andere Luke zu öffnen ? ... vielleicht mal ein Schacht ? .. durchbrochene Gitter .. ? Besatzung ...?

Ich weise da auf U-Boot-Kits aus den späten 50ern oder frühen 60ern hin ...
im Modellbau entwicklungstechnisch also locker um die 50 Jahre her ...
fast schon Steinzeit ... aber die haben sich damals mächtig angestrengt und bis heute die Meßlatte gelegt ...

Beispielsweise die ITC Halibut von 1960 ... und nicht etwa in 1/72 sondern 1/175 !
elektrisch fahren, tauchen, auftauchen. Rakete ...
da möchte ich das Augenmerk nicht auf die Spielfähigkeiten richten sondern auf die möglichen Details bis hin zur Rakete ...
das Ding war schon damals modellbauerisch so anspruchsvoll, daß es nicht unter die Spielzeug-Kategorie fiel
und auch nur von erfahrenen Mellbauern gebaut werden konnte
https://www.oldmodelkits.com/index.php?detail=22782
https://www.ebay.com/itm/Vintage-plastic…=p2047675.l2557

Oder die AURORAs Skipjack ...
und das ebenfalls schon 1959/1960 und im verhältnismäßigen Minimaßstab 1:228/230 !
später von Revell als #05065 wieder aufgelegt:
https://www.oldmodelkits.com/jpegs/Auror…0SkipjackII.JPG
klar hat sie ihre Schwächen und Fehler ...
aber da wurde wenigstens versucht ein wenig Detail rein zu bekommen ...
es gab eine Wartungsluke mit Einblick in den Reaktorraum, zwei Schotten und ein Atomreaktordetail ...
hier das 1970er Deckelbild das durchaus einige Bauphantasie eröffnet
https://www.oldmodelkits.com/index.php?detail=18901

Oder auch REVELLS U-Boot Typ XXI U 2540 #RE 05078
mit Inneneinrichtung ! und das in 1/144 .. also nur halb so groß !

Und ja ... nachdem von einigen Modellen her über fünf (5) ! Jahrzehnte vergangen sind ... und obendrein der Maßstab deutlich größer ist ...
da ist es doch nicht wirklich unverschämt von Seiten der Hersteller ein klein wenig Fortschritt zu erwarten, oder ?
Obendrein angesichts der Tatsache, daß zumindest der unter dem MOEBIUS-Label vertriebene Kit mit locker über 100 Dollars nicht gerade in der Billigstkategorie angesiedelt war und ist ...

Eine mögliche RC-Fähigkeit ist mir durchaus bewußt ...siehe vorheriges Posting ...
das braucht aber höchstens ein Teil der potentiellen Käufer ..
und es ist noch lange keine Ausrede alles nackt zu lassen
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8

Mittwoch, 15. Januar 2020, 20:12

Tachchen,

ich weiß, der Thread hier ist schon was alt ... aber ich habe den Thread leider erst heute entdeckt und fühlte mich irgendwie herausgefordert hier mal eine Lanze für Moebius bezüglich dieses Bausatzes zu brechen.

Zur Historie: Nach dem zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner basierend auf den Erkenntnissen, die sie aus Untersuchungen und "Reverse Engineering" der Typ XXI Boote gewonnen haben, ihre Dieselboote im Zuge des sog. "GUPPY"-Programms (Greater Underwater Propulsive Power Program) von allem "Ballast" befreit, welcher in irgendeiner Form den Widerstand unter Wasser erhöhte oder für Strömungsgeräusche verantwortlich war. Damit wurden Spills, Klampen, etc. einfahrbar gestaltet und Dinge wie Geschütze komplett eliminiert und der Rumpf an sich weitestgehend stromlinienförmig gestaltet. Die später folgenden Boote wie die Nautilus und die Albacore dienten auch als Versuchsplattformen. Einmal für den Kernenergieantrieb und bei der Albacore den Antrieb über nur eine zentrale Schraubenwelle. Bei der Nautilus wurden noch ganz konservativ zwei Schrauben backbord und steuerbord eingebaut, obwohl der Rumpf (man beachte das spindelförmige Heck) grundsätzlich schon für einen Einschraubenantrieb konzipiert worden war. Nach den Erkenntnissen aus diesen beiden Booten folgte die Skipjack-Klasse als logische Konsequenz: Kernenergieantrieb und den Einschraubenantrieb mit einem großen langsam drehenden Propeller. Für die testweise in der Albacore installierte X-Ruder-Konfiguration war man aber noch nicht mutig genug, so erhielten die Skipjacks ganz normale Ruder in Kreuzanordnung. Man hatte bei der Skipjack-Klasse die unteren Öffnungen der Tauchtanks sowie die oberen Ventilöffnungen stark reduziert. Man sah keinen Sinn mehr darin, ein Unterseeboot mit einer Möglichkeit zum schnelleren Abtauchen zu versehen, das sowieso über 90% seiner Dienstzeit getaucht fährt und Tiefenänderungen auch schnell über die Tiefenuder ausführen kann. Daher waren oder sind die Atomzigarren der Amis auch weitestgehend völlig glatt. Das hat sich erst wieder bei der Los-Angeles-Klasse ein wenig geändert, als man einen Teil der Boote mit einer Gummibeschichtung versehen hat, die wie eine Beplankung ausschaut.

Zum Modell: 1998 erhielt ich aus Kanada von der Firma Deep Sea Designs eine Planrolle für ein U-Boot der Skipjack Klasse im Maßstab 1/72. In den USA war dieser Plan als recht authentisch angesehen. Als Moebius dieses Modell entwickelt hat, war David Merriman von Subdriver.com stark in das Design mit involviert. Soweit ich informiert bin, haben sich Greg Sharpe von Deep Sea Designs und David Merriman und Mike Caswell von Subdriver.com auf die gleichen zugänglichen Quellen bezüglich Unterlagen über die Skipjack-Klasse gestützt. Und die sollen recht gut gewesen sein. Als ich die Teile meines Bausatzes auf den Plan von Deep Sea Designs gelegt habe, hat das so ziemlich 1:1 gepasst. Man muss sich halt darüber im Klaren sein: Da gibt es nicht mehr an Details an so einem Rumpf. Bei den russischen Booten in der vergleichbaren Zeit war das noch ganz anders. Aber zur Zeit von Nautilus und Skipjack war man der UDSSR in Bezug auf den U-Boot-Bau auch gut zehn bis zwanzig Jahre voraus. Dieser Vorsprung ist erst in den 80ern und 90ern stark geschrumpft. Dies begann mit dem sog. Toshiba-Kongsberg-Skandal, als diese Firmen "illegalerweise" CNC-Technologie an Russland verkauft haben und die UDSSR in die Lage versetzt haben, Propeller analog zu denen der US-Navy zu fertigen.

Man kann die "Detailarmut" am Rumpf der Moebius/Revell Skipjack mögen oder nicht mögen, aber das kommt schon hin. Und wenn ich "Nichts" in 1/144 oder 1/72 habe, ist das immer noch "Nichts". Man kann hier höchstens noch mit Farben etwas Weathering betreiben um dem Rumpf optisch mehr Abwechslung zu spendieren.

Cheers
Martin
“I’ve seen things you people wouldn’t believe!
Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I’ve seen C-Beams. Sparkling in
the dark near the Tannhauser Gate. All those moments will be lost in time …
like tears in rain … time to die!”

Rutger Hauer alias Roy Batty in “Blade Runner”

9

Sonntag, 19. Januar 2020, 09:47

Schade das Revell so ein Boot nicht mit Inneneinrichtung versieht .Ich weiß Revell hat schonmal ein Atom U-Boot rausgebracht das eine Inneneinrichtung hatte. Aber wie lange ist das jetzt her. Ja, da war ich noch in der Schule 1980 oder so.Lang lang ist es her. Dann gabs die U 47 mit schlechter Inneneinrichtung ein XXI und das wars glaub ich schon. Da ist Trumpeter mit seiner U- 552 schon ein Meilenstein auch wenn da nicht alles stimmt. Aber für den Preis kann man eigentlich nicht meckern.

Schönes Boot übrigens!

Gruß Mirko :ok: :ok: :ok: :ok: :ok:

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