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Sonntag, 27. Oktober 2019, 18:32

BB-63 Missouri von Tamiya, 1:350

Mahlzeit allerseits!


Quelle: Wikipedia gemeinfrei


Ein ganz berühmtes Schiff..


Die Iowa-Klasse (BB-61 bis BB-66) war die letzte von den USA gebaute Schlachtschiffklasse. Geplant und begonnen wurden sechs Einheiten, von denen aber nur vier fertiggestellt und in Dienst genommen wurden, der Bau der letzten beiden wurde gestoppt, als klar wurde, dass sie zu spät kommen würden, um noch eine nennenswerte Rolle im Krieg zu spielen. Die geplante noch größere Nachfolgeklasse, die Montana-Klasse, wurde deshalb gar nicht erst begonnen.
So wurden BB-64 Wisconsin und, kurz danach, BB-63 Missouri die letzten in Dienst gestellten US-Schlachschiffe.

Während die früheren US-Schlachtschiffe zwar sehr gut geschützt, aber dafür auch sehr langsam waren (ca. 21 kn), waren die in den 30er Jahren entworfenen Schiffe dann wesentlich schneller, über 27 kn, aber dafür auch schwächer geschützt, vor allem gegen Torpedos. Die Iowas sollten, bei sonst gleicher Kampfkraft, dann noch einmal sehr viel schneller werden, um gemeinsam mit Flugzeugträgern operieren zu können. Tatsächlich schafften sie dann 33 Knoten und waren damit die schnellsten je gebauten Schlachtschiffe. Dazu war es nötig, die Antriebsleistung von 130 000 Ps der Vorgängerklasse auf 212 000 Ps zu steigern, und weil man den dazu nötigen Platz nicht durch einen breiteren Rumpf schaffen konnte, die Schiffe hätten dann nicht mehr durch den Panama-Kanal gepasst, musste der Rumpf entsprechend länger werden, gegenüber den sehr kompakten South-Dakotas ganze 60 Meter. Trotzdem waren in den Schleusen des Panamakanals zu jeder Seite nur 30 cm Platz...

Die Schiffe waren gut gelungen, galten als zuverlässig und seetüchtig, mussten ihre Kampfkraft aber nie gegen andere Schiffe beweisen. Die Missouri nahm an den Schlachten um Iwo Jima und Okinawa teil, wo sie gelegentlich Küstenbefestigungen beschoss, vor allem aber Eskorte für Flugzeugträger fuhr. In Bedrängnis geriet sie dabei nicht, zwei Kamikaze-Treffer verliefen sehr glimpflich.
Danach war sie Teil der Flottenverbände, die in Sichtweite der japanischen Küste herumkurvten und alles kurz und klein schossen, etwas, das wenige Jahre davor absolut undenkbar gewesen wäre...
Am 2. September kapitulierte Japan, die Zeremonie fand auf dem Deck der Missouri in der Bucht von Tokio statt. Erstmal Urlaub machen... nee, zuerst musste alles, was schwimmen konnte, die über den ganzen Pazifik verstreuten US-Soldaten einsammeln, auch die Missouri. Und kurz darauf, nach dem zur Beendigung aller Kriege geführten Weltkrieg, war schon wieder Krieg, in Korea nämlich. Amphibische Kriegführung war ja noch gut eingeübt, und die Schlachtschiffe leisteten dabei wirksame Feuerunterstützung.
Dann aber, 1955, wurden die Schiffe zur Reserve versetzt und eingemottet, der Unterhalt war selbst für die USA zu teuer. Und in Reserve wären sie geblieben, wenn nicht in den 80er Jahren Präsident Reagan die Idee gehabt hätte, die UdSSR wirtschaftlich tot zu rüsten, was ja letztlich funktioniert hat. Dazu wurden auch die Iowas umfangreich modernisiert und reaktiviert. Die Schiffe waren ja eigentlich noch recht neu, waren ja die meiste Zeit eingemottet gewesen, und so war die Substanz noch sehr gut. Trotzdem wurden die Antriebsanlagen komplett erneuert, dazu die Bewaffnung modernisiert. Von den Kanonen blieben nur die Hauptgeschütze 9x406mm und ein Teil der 127mm-Mehrzwechgeschütze, anstelle der zahlreichen Flakgeschütze kamen Starter für Tomahawk-Marschflugkörper und Harpoon-Schiffsabwehrraketen an Bord. Interessanterweise gelang es jedoch nicht, moderne Luftabwehrraketen zu installieren, weil die Erschütterungen beim abfeuern der Hauptgeschütze so stark waren, dass sie die Feuerleitradargeräte zerstört hätten.
1991 nahmen Missouri und Wisconsin am Golfkrieg teil, wo sie aber gemessen am Aufwand wenig bewirkten. Missouri wurde 1992 endgültig außer Dienst gestellt und liegt heute als Museumsschiff in Pearl Harbour, in unmittelbarer Nähe des Wracks der Arizona.

Das Modell

Normalerweise baue ich ja eher solche Schiffe, die wenig bekannt oder als Modell unterrepräsentiert sind, aber keine Regel ohne Ausnahme...
In meinem Hausmaßstab 1:350 ist es aktuell aber gar nicht so einfach, eine Missouri im Urzustand zu bauen. Aktuell auf dem Markt ist nur die modernisierte Version von Tamiya, dazu las ich von verschiedenen projektierten Kleinserienbausätzen, die aber für mich den Kostenrahmen sprengen würden. Erste Wahl ist der alte Bausatz von Tamiya, der 1985 erschien und 2005 wieder aufgelegt wurde. Nun habe ich glücklicherweise rund einen Kubikmeter ungebauter Modelle im Lager, so dass ich ohne Zeitdruck auf ein realistisches Angebot beim Auktionshaus mit den bunten Buchstaben warten konnte..





Der Bausatz ist trotz seines hohen Alters recht gut detailiert und macht qualitativ einen sehr guten Eindruck. Tamiya eben.



Dazu kommt der passende Ätzteilsatz von Eduard. Den Flugzeugkran habe ich schon vor langer Zeit mal als Testobjekt gebaut.



Und Geschützrohre von RB, 9x406mm und 20x127mm.

Weiterhin vorhanden ist ein Echtholzdeck von Artwox in Blau, welches ich aber wohl nicht verwenden werde. Ich müsste es nämlich teilweise oder auch ganz lackieren, und damit ist dann der Witz weg.

Apropos vorhanden:



Vor langer Zeit mal für ganz kleines Geld ersteigert (Paketporto war teurer..). Der Bausatz war mal bei Revell im Vertrieb, ist aber ursprünglich von Otaki. Zwei Jahre älter als der von Tamiya..





..aber dazwischen liegen Welten. Den werde ich niemals bauen.


Tamiya gibt zwei Farbvorschläge an, das Schema 22 von 1945, Rumpfseiten in Navy Blue 5-NB, alle vertikalen Flächen oberhalb tiefstem Punkt des Hauptdecks in Haze Gray 5-H, Decks in Deck Blue 20-B, oder das ursprüngliche Schema 32, Muster 22D von 1944. Dreifarbtarnung in Light Gray 5-L, Ocean Gray 5-O und Schwarz BL, Decks in Ocean Gray 5-O und Deck Blue 20-B. Ist sicher schwieriger umzusetzen, sieht aber viel interessanter aus und ist auch ausreichend dokumentiert. So werde ich es also machen!

Jetzt habe ich hier also einen Haufen Teile liegen und mache mir erst mal Gedanken über die Reihenfolge. Sonst beginne ich ja mit der ungeliebten Blödmannsgehilfenarbeit Bullaugen aufbohren, hier gibt es aber keine. Alsdann..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

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Realname: Markus

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2

Sonntag, 27. Oktober 2019, 19:03

Hi Jochen
Klasse...bin dabei und nehme mir den ersten Stuhl. :prost: :ok:
Viel Spaß beim frickeln. :grins:

3

Sonntag, 27. Oktober 2019, 19:18

...und ich hock mich gleich daneben.
Immer noch eins meiner Lieblingsschiffe bei World of Warships ;-)

Frohes Bauen!
Björn
Im Bau: Royal Louis; Fletcher-Klasse (Platinum Edition); Jeep Willys

Fertig: Lamborghini Countach (Abo); La Montanes; Astrolabe; Bounty; Lanz-Bulldog D8506 (Abo); Bismarck (Platinum Edition)

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Realname: Christian

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4

Sonntag, 27. Oktober 2019, 21:14

Servus, ich zieh mir auch mal nen Stuhl ran und schaue zu. Grade auch weil Missouri. Tolle Einleitung hierzu übrigens :D

Das geht ja bei dir echt Schlag auf Schlag, da kommt bestimmt fix eine ansehnliche Flotte beisammen :ok:


Viel Spaß beim Bau,
Christian

5

Sonntag, 27. Oktober 2019, 21:41

Es geht wieder los, und ich bin dabei!
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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Realname: Bernd

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6

Montag, 28. Oktober 2019, 06:41

Moin Jochen,

Nun aber schnell noch an Bord springen, bevor du ab (los) legst, das verspricht wieder interessant zu werden.


LG Bernd
Leben beginnt dort, wo die Zeit egal ist! :wink:

Was es sonst noch von mir gibt, findet ihr << Hier >>

7

Montag, 28. Oktober 2019, 15:04

Servus!

Ich schau Dir zu!

Hofi

8

Samstag, 16. November 2019, 16:12

Mahlzeit allerseits!

Die untere Hälfte ist baulich fast fertig...



Zwischen den markanten Kielhacken waren kleine Sinkstellen zu verspachteln. Bislang der einzige Gussfehler am ganzen Bausatz..



Da ich schon Pampe angemischt hatte, auch gleich im Bereich der äußeren Wellendurchführungen Material zugefügt...



..weil ich nämlich diese Wellengondeln abschleife..



..und durch diese zurechtgedremelten Schaschlikspiesse ersetze.



Hier sieht man den Grund, warum dieser Bau so langsam gestartet ist: Inzwischen hat der "kleine Zwischendurchbau" HMS Anchusa es ins Regal und in die Bildergalerie geschafft, war aber für so wenig Schiff viel Arbeit.



So habe ich mir das gedacht: Die originalen Wellenlöcher (Modell war ursprünglich für Motorisierung gedacht) auf 3mm, also Schaschlikspiessdicke, aufgeweitet, ein Messingröhrchen von 2mm als eigentliche Welle zugeschnitten und die Wellenböcke passend aufgeweitet.



Die inneren Propeller sollten stumpf auf die Kielhacken aufgeklebt werden, habe aber auch da Löcher gebohrt und Wellenstummel eingesetzt, um die Propeller präzise ausrichten zu können. Wie man sieht, zeigen sie nämlich leicht nach außen.



Für die Ruder müssen Öffnungen freigelegt werden.



Laut Anleitung Langlöcher von 1,5mm, habe aber am Ruder nur 1,3mm gemessen und entsprechend gebohrt. Zur Belohnung waren die Ruder auch sofort perfekt ausgerichtet.



Damit ist das Unterwasserschiff bis auf die Propeller selber erstmal fertig.



Weiter mit der Einpassung des dreiteiligen Hauptdecks, dessen Außenteile auch schon verklebt wurden.



Passt super, nach einkleben ist kaum eine Naht zu erkennen. Und das bei einem alten Bausatz aus vor-CAD/CNC-Zeiten, also mit von Menschenhand gebauten Gussformen, sowas nötigt mir großen Respekt ab.



Einzig der Spalt zwischen mittlerem und achterem Deckteil wird etwas Retusche erfordern, da sie aber präzise auf gleicher Höhe liegen, ist das kein großes Problem. Am Mittelteil werden jetzt zuerst die Atztekentreppen (oder waren es Inkas?) entfernt und später durch Ätzteile ersetzt. Die Aufbauseiten werden komplett mit Ätzteilen verkleidet, bin sehr gespannt, wie das funktioniert.



Und erst einmal alles, was von oben sichtbar ist, in Tamiya XF-17 Sea Blue gebrusht.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
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-Otto von Bismarck

Beiträge: 931

Realname: Markus

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9

Sonntag, 17. November 2019, 10:14

Hi Jochen
Klasse.....vorallem die Rayische Mischbauweise (Schaschlikspieße) :ok: :ok:

Bin weiter gespannt. :kaffee:

10

Sonntag, 17. November 2019, 20:09

Moin,

gewohnt sauber umgesetzt...

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


11

Montag, 18. November 2019, 08:52

Servus!
Da kann ich nur beipflichten, schön gebaut!
Hofi

12

Montag, 18. November 2019, 15:58

Moin Jochen

bin mal wieder zu spät . Setze mich dazu und schau dir wie immer begeistert über die Schulter

Heiko

Beiträge: 119

Realname: Michael

Wohnort: Frankfurt am Main

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13

Montag, 18. November 2019, 16:23

Sehr schön :)
Da werde ich auch Platz nehmen, und dir gern zusehen! Schönes Schiff und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Neu auf dem Gebiet des Holzmodells
Im Bau: 3D Druck Kutter

Beiträge: 255

Realname: Christian

Wohnort: Kevelaer

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14

Dienstag, 19. November 2019, 19:31

Schöne Fortschritte. Die Schaschlikgondeln sind defintiv besser als die aus dem Bausatz :ok:

15

Mittwoch, 20. November 2019, 11:13

Dank euch für Lob und Interesse!
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-Otto von Bismarck

16

Dienstag, 3. Dezember 2019, 19:50

Missouri - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Mal wieder Zeit für ein Update, geht derzeit auf mehreren Baustellen parallel: Rumpflackierung, leichte Flak und Zusammenbau des Aufbaus.

Das Deck ist teilweise in die Tarnung mit einbezogen, bei amerikanischen Schiffen sehr ungewöhnlich. Sollte wohl aus der Luft eine andere Bewegungsrichtung vortäuschen.





Das Deck Blue abgeklebt..



..und Deck und Rumpfseiten in Ocean Gray lackiert. Als nächstes kommen ein paar helle Flächen in Light Gray und dann die dunklen Flächen und der Wasserpass in Schwarz.
Da herrscht wohl einige Verwirrung, ob die dunklen Tarnflächen schwarz oder grau gestrichen waren, bei Modellen sieht man beides, Tamiya gibt einen selbst zu mischenden Grauton an, die US-Navy-Vorschrift sagt aber eindeutig schwarz. Auf vielen Fotos ist das auch gut zu sehen, also mache ich es auch so. Wobei ich schon Sorge habe, dass der harte Kontrast das Gesamtbild so weit dominieren könnte, dass man keine Einzelheiten mehr wahrnimmt, wir werden sehen..


Leichte Flak, 20 Vierlinge 40mm Bofors und 49 einzelne 20mm Oerlikon.

Der 40mm Vierling:



Das sind die originalen Bausatzteile. Gar nicht so schlecht..



..vor allem im Vergleich mit den rund 20 Jahre jüngeren Teilen der Trumpeter-Richelieu.



So sehen die Teile aus dem Eduard-Ätzteilsatz aus, unter Verwendung der Tamiya-Rohre.



Resinteile sind hier sicher besser, gehen mir aber zu sehr ins Geld. Habe etwas rumprobiert, wie da mehr Volumen reinzubekommen wäre..



..und bin auf die verblüffend einfache Lösung gekommen, den Sockel mit einer ausgestanzten Scheibe aus 1mm-Polystyrol zu erhöhen.



Großkampftag für die Lochzange..


20mm Oerlikon:



Auch gar nicht mal schlecht, die Tamiya-Teile. Gefallen mir besser als..



..die Version von Eduard. Die ist zwar filigraner, aber eben auch flach, vor allem detailärmer. Und sie hat den falschen Sockel, dieses Dreibein gab es auch, war aber die transportable Version, die vor allem auf Frachtern eingesetzt wurde. Auf der Missouri war der massive Sockel verbaut, wie ihn Tamiya zeigt. Bei der Richelieu habe ich dafür Zahnstocher verwendet.




Hier nehme ich das Geschütz von Tamiya mit Schutzschild von Eduard.


Decksaufbau



Der große Decksaufbau hat völlig glatte Seiten, siehe vorheriger Post, die meist auch glatt bleiben sollen. Nur hinten sollen die großen, gut sichtbaren Flächen hiermit verkleidet werden.



Für die übrigen Seiten bietet der Eduard-Satz detailierte Verkleidungen..



..die ich zuerst im Tarnmuster gestrichen habe. Sehr hilfreich war dabei die Tatsache, dass es jede Menge Fotos des Anstriches im Internet gibt.



Zuerst das untere Deck verkleidet..



..und die Flakbalkone angeklebt. Schade, dass man von vielen Details nachher nicht mehr viel sehen wird, aber da sind wir ja Kummer gewohnt..
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Beiträge: 202

Realname: Christian Mandelartz

Wohnort: Köln

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18

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 14:03

Servus Jochen!

Sauber gebaut, die Lackierung ist super gelungen, bin schon gespannt, wie der Rumpf mit eingebauten Deck aussieht!

Hofi

19

Dienstag, 17. Dezember 2019, 20:00

Missouri - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Rumpflackierung abgeschlossen.
Bei der Lackierung des Decks in Ocean Gray 5-O habe ich ja gleich die Rumpfseiten in dieser Farbe mitgespritzt. Von den drei Tönen der Tarnung ist das der mittlere, weiter geht es mit den helleren Flächen in Light Gray 5-L.



Zur Orientierung beim abkleben das zentrale Decksteil mit Aufbauten wieder lose eingelegt.



Und alles hellgrau gemacht. Bei der Gelegenheit, reinigungsfaul wie ich nun mal bin, auch gleich einen Teil der leichten Flak mitlackiert. Normalerweise waren bei den US-Schiffen in Mehrfarbtarnung die Flakgeschütze in einem einheitlichen, meist dem mittleren Grauton. Bei den Iowas und einigen anderen Schiffen, die ab Werft solche Tarnungen hatten, waren die einzelnen Geschütze aber tatsächlich im Ton ihrer Umgebung gehalten. Daher also 9 Bofors-Vierlinge in 5-L, 7 in 5-O und 4 in BL, 20er ähnlich.



Den umlaufenden schwarzen Wasserpass und die schwarzen Tarnflächen habe ich in einem Arbeitsgang gemacht, also zuerst die Oberkante des Wasserpasses um den ganzen Rumpf herum abgeklebt, die Tarnflächen wurden danach vorsichtig freigeschnitten. Auf einigen Bildern zu erkennen sind haarfein angespritzte Hilfslinien für die Wasserlinie, sehr nützlich und so unauffällig, dass sie beim fertig lackierten Rumpf nicht mehr zu sehen sind.



Festlegung der Farbgrenzen durch direkten Bildvergleich. Der Tamiya-Farbplan weicht da in einigen Punkten leicht von der Realität ab, aber bei weitem nicht so stark wie die Realität vom offiziellen Navy-Farbplan..
Künstlerische Freiheit auch beim Original. Vorschrift war nämlich, es nicht allzu genau zu nehmen, abgemessen wurde mit Schritten.



Fehlt noch das Antifoulingred. Tamiya gibt da den Hauston XF-9 Hull Red an, der, wie ich inzwischen weiß, eigentlich zu dunkel ist. Ich bleibe aber dabei, denn alle meine US-Schiffe sind so. Über Wasser ist meine US-Navy ja ziemlich bunt, unter Wasser dafür einheitlich.



Gefällt mir ganz gut.


Zu Risiken und Nebenwirkungen:

Ich habe die Angewohnheit, sofort nach dem lackieren zu entkleben, damit sich keine erhöhten Farbränder entlang der Klebekanten bilden können.



Beim hantieren mit meterlangen farbtriefenden Klebestreifen kann da schon mal was daneben gehen...



Ist aber kein Drama, kleine Pinselretuschen habe ich bis zum fertigen Modell immer etliche. Ich pinsele da immer in senkrechter Arbeitsrichtung und erkläre eventuelle Unebenheiten zu Ablaufspuren...



An diesem Punkt gilt es dann, das ganze Ding erstmal grifffest zu kriegen. Dafür nehme ich, faul und geizig, billigen Dosenklarlack aus dem Baumarkt. Allerdings nur welchen, dessen Verträglichkeit mit den Farben ich vorher getestet habe.




Zwischendurch immer mal ein paar Aufbauteile zusammengesetzt.



Das ganze Gebirge mal lose zusammengestellt, die Tarnung wird noch ein Spass…



Nicht glücklich bin ich mit den Brückenfenstern. Ich würde sie gern öffnen, allerdings ist das Material dahinter sehr massiv, das würde darauf hinauslaufen, die ganze Sektion zu scratchen. Würde ich sogar machen, wenn mir die Ätztechnik zu Gebote stünde... tut sie aber nicht. Freihand kriege ich dieses Fest der Rechtwinkligkeit nicht mit der nötigen Exaktheit geschnitzt. Ich werde wohl auf Plan B zurückgreifen und das farblich machen. Sehr gut hat mir gefallen, wie Ray das an den Zeppelin-Barkassen gemacht hat, mit Bleistift nämlich. Wie gut, dass man nicht auf jede Idee selber kommen muss..
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-Otto von Bismarck

20

Mittwoch, 18. Dezember 2019, 19:10

Hallo Jochen,

Zitat

wie Ray das an den Zeppelin-Barkassen gemacht hat, mit Bleistift nämlich.
warum nicht. Probieren geht über studieren.

Deine Lackierarbeiten sehen übrigens wieder sehr gut aus. :ok:
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

21

Donnerstag, 19. Dezember 2019, 08:34

Servus Jochen!

Schaut toll aus, vor allem die Lackierung ist fein geworden!

Was hältst Du davon, die Fenster der Brücke zuzuschneiden und einzukleben?

Hofi

Beiträge: 217

Realname: Michael

Wohnort: Meerbusch

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22

Donnerstag, 19. Dezember 2019, 09:16

Sehr geil, auch die beste Lackierung für die Missouri :ok:
Grüße
Micha

Beiträge: 255

Realname: Christian

Wohnort: Kevelaer

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23

Donnerstag, 19. Dezember 2019, 11:24

Die Lackierung ist sehr gut gelungen, gefällt mir. Schöne und vor allem zügige Fortschritte.. :D

24

Donnerstag, 19. Dezember 2019, 20:12

Moin Jochen

mal wieder absolut beeindruckend wirklich absolut beeindruckend das ganze .Klasse Malerarbeiten ^^ :thumbsup:

:respekt:



Heiko

Beiträge: 2 740

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

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25

Freitag, 20. Dezember 2019, 14:10

Noch ein Missourianer :D

Sieht schon ziemlich gut aus

Zitat


Beiträge: 370

Realname: Harald

Wohnort: Herne (Wanne-Eickel)

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26

Samstag, 28. Dezember 2019, 20:17

Hallo Jochen,

was für ein Riesenpott!

Die Lackierung ist wirklich kompliziert... und sauber umgesetzt!!

Besten Gruß

Harald

27

Dienstag, 31. Dezember 2019, 15:46

Missouri - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Es geht seinen Gang, auch wenn die Reihenfolge chaotisch erscheint...



Aufbau, aber nur die größeren Teile..



Mal zusammengestellt, vorn die Flakstände auf dem Hauptdeck.



Diese sind teilweise in das Deck eingelassen, was mir natürlich Sorgen wegen der Passgenauigkeit gemacht hat..



..aber unnötig, Tamiya eben. Auch das gnadenlose Macro zeigt keine Spalten. Dafür aber wie immer viele kleine Ungenauigkeiten am Lack, die ich gewohnheitsmäßig nebenbei ausbügele.



Und immer wieder zusammengestellt, um den Verlauf der Tarnung festzulegen, und wieder auseinandergenommen, um die Flächen auszumalen, ein echter Zeitfresser.



Hier noch mal zur Verdeutlichung, warum ich die Brückenfenster nicht geöffnet habe: Dahinter ist sehr viel Material...
Außerdem springt bei einer solchen gleichmäßigen Rechtwinkligkeitsorgie jede Abweichung, auch im Bereich eines Zehntel Millimeters, sofort brutal ins Auge (mir jedenfalls), da war mir der Spatz in der Hand einfach lieber als die Taube auf dem Dach. Ich habe die Fenster also mit stark verdünntem Glanzlack auslaufen lassen, vielleicht spiele ich da auch noch etwas mit blauen Lichtpunkten, mal sehen.

Nebenher immer etwas Kleinzeug gebaut (die leichte Flak ist fertig..),..




..hier der Flugzeugkran. Den hatte ich schon vor Jahren versuchsweise gebaut, jetzt aber nochmal neu verklebt, man lernt ja doch was dazu. Das originale Plastikteil ist ein Stück zu groß, bislang aber der einzige Bausatzfehler, der mir aufgefallen ist.



Flugzeugkatapult Tamiya.



Flugzeugkatapult Eduard.



Reine Nervensache, vor allem das Hauptteil sechs mal rechtwinklig zu biegen, ohne Biegevorrichtung ein Geduldspiel.



Den Spalt unter der Flakstellung wollte ich erst glattspachteln, mir fiel aber auf, dass da im Original ein deutlicher Wulst zu sehen ist.



Also habe ich mich von Truckoldie Bernd und seinen Gussastkunststücken inspirieren lassen. Eigentlich hätte auch noch ein Wulst um die Mittelklüse gehört, das war mir aber zu fummelig.



Ankerketten abgeschabt, Klüsen und Kettenkästen aufgebohrt.



Und Ketten aus dem Fundus eingesetzt. Ketten und auch Anker sind bei diesen Schiffen recht zierlich.



Die Klauen der Stopperketten sind mir wohl etwas zu klotzig geraten, waren in Wirklichkeit aber auch sehr wuchtig. Bleibt so.



Noch etwas Kleinzeug von Eduard..



..und Stützbleche für den Wellenbrecher.



Der Wellenbrecher selber müsste eigentlich nach vorn überwölbt sein, so eine Rundung in drei Ebenen ist aber mit meinen Mitteln nicht darstellbar. Auch nicht mit denen von Tamiya oder Eduard..



Und noch diverse Klüsen, Luken und Lüfter angebracht. Damit ist das Vordeck erstmal fertig.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und ein gutes Jahr 2020!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

28

Dienstag, 31. Dezember 2019, 16:38

Mit klasse Aussichten ins neue Jahr!
Ich wünsche Dir was...!
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

29

Dienstag, 31. Dezember 2019, 17:22

Einfach toll, und das in dem Maßstab... :respekt:
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Beiträge: 310

Realname: Peter

Wohnort: Königswinter

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30

Dienstag, 31. Dezember 2019, 18:07

Nabend Jochen,

ein tolles Schiff und modellbautechnisch super umgesetzt.
Aber (einer muss ja immer mäkeln), kann es sein, dass die Ankerkette etwas zu überdimensioniert ist!?

Gruß und Guten Rutsch Peter

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