Sie sind nicht angemeldet.

  • »Christian M.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 126

Realname: Christian Mandelartz

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

31

Sonntag, 10. November 2019, 21:34

Hallo Christian
Ah , eine deutsche "Beuteküche" :P Hatte da letztens eine sowjetische gefunden ( H0 Modell aus der Ukraine) , im Orginal auch mit Pferdebespannung möglich. Hatte aber noch nie etwas von K-Model in der Hand. Wenn's interessiert :
mal unter KP-41 oder KP-42 suchen , in 1:35 gibt es die 42iger auch mit Pferdebespannung.
Gruß Ronald
Hi,

danke für die Info ... werde ich mal gucken für zukünftige Projekte. Aber ich glaube die lasse ich jetzt hier mal so :)

  • »Christian M.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 126

Realname: Christian Mandelartz

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

32

Sonntag, 10. November 2019, 21:34

​Hallo ...


Heute mal der Jagdpanzer IV (70) A im Istzustand nach dem Wochenende ...
Man war das eine Arbeit! Das Modell ist ja aus Resin und ich muss sagen, so gut die PE Teile von Hauler in 1/87 sind, zumindest bei dem Modell war es kein Gießmeister, der das hier machte. Nein, die Qualität ist gut, aber schon lange nicht mehr so intensiv mit der Proxon überflüssiges Resin geschliffen wie hier. Beispielsweise war unten drunter der komplette Wannenboden mit einer gut 1 mm dicken Platte die weg muss.
Egal ... ich musste mit Plastiksheet erheblich Detaillierungen ergänzen, einschließlich der runden Luke, welche ich aufbohrte um zumindest eine Luke auf zu haben.
Die Stangen von den (fehlenden) Schürzen wird hinten noch gekürzt, ist zu lang ... aber da muss erstmal der Kleber trocken sein.


Hier die Bilder ...











​​​


​​​

33

Montag, 11. November 2019, 05:15

Hallo Christian
Harte,aber gelungene , Arbeit am Jagdpanzer ! :respekt: Die Tragekonstruktion sieht sehr nach hartem Puzzle aus.
Wobei, die Schürzen (Seitenbleche) die ideale Beute wären ,um Löcher in den Ruinen zu verschließen. :)
Gruß Ronald

  • »Christian M.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 126

Realname: Christian Mandelartz

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

34

Montag, 11. November 2019, 09:53

Ja ... mit den Schürzen ist es so, dass die aus Maschendraht waren. Irgendwer hat im H0 Bereich Maschendrahtzaun ... Noch, Busch ... keine Ahnung ohne nachzusehen ... vielleicht taugt der ja was um den für die Schürzen zu nehmen. ;)

  • »Christian M.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 126

Realname: Christian Mandelartz

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

35

Montag, 11. November 2019, 09:53

​Moin ...
da ich heute Morgen irgendwie viel zu früh aus dem Bett gefallen war, habe ich direkt mal die rotbraune Basisfarbe aufgetragen. Wie (fast) immer Lackierung mit Revell Aqua, hier Ziegelrot mit etwas Lederbraun gemischt, was dann die richtige Farbe für die Grundierungsfarbe ergibt... wie man sieht, ist die noch ganz frisch drauf und noch gar nicht wirklich trocken auf den Bildern.
Gegen Kriegsende wurden viele Fahrzeuge, Panzer, Halbketten, LKW ... so belassen und bekamen nur etwas Sandgelb und / oder Grün drauf - fertig... einige gingen sogar komplett so in dem rotbraun direkt zur Front.
Hierbei handelt es sich ja um die Alkett Version des Jagdpanzer IV ... also produziert von der Altmärkischen Kettenfabrik in Berlin Borsigwalde im "Frühjahr 1945" wo die Rote Armee nur noch gut rund 100 km oder so weit weg war. Entsprechend kommt dann eine dieser improvisierten Tarnungen ... bin mich noch zwischen 2 bildlich belegten Variante am entscheiden.


​​









​​​

  • »Christian M.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 126

Realname: Christian Mandelartz

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

36

Montag, 11. November 2019, 16:30

​Vielleicht noch mal ein kleiner "Exkurs" hinsichtlich Jagdpanzer IV ...


Ein großes Problem bei der deutschen Panzertruppe war die große Typenvielfalt bei den Basisfahrzeugen, die bei den Alliierten so nicht vorhanden war .... Deutschland hatte hier 8 Basisfahrzeuge bei Kriegsbeginn bis zum Ende, die fast alle bis Kriegsende blieben ...
Gegen Kriegsende lichtete sich das Ganze etwas und als Kampfpanzer dienten noch immer 4 Typen: Panzer IV, Panther und Tiger I und Tiger II ... aber auch zum Beispiel das Fahrgestell des Panzer III blieb weiter in Produktion für das Stug III und das Fahrgestell der Panzer 38(t) als Basis für den Jagdpanzer 38(t)"Hetzer". Zwar gab es immer wieder Standardisierungsansätze und einige Modelle wurden zumindest als Kampfpanzer eingestellt, aber oft blieb die Basis bis Kriegsende weiter in Produktion, beispielsweise der Panzer III, dessen Basis für das Sturmgeschütz III weitergebaut wurde oder der Panzer 38(t) als bei Skoda in Tschechien als Basis für den kleinen Jagdpanzer Hetzer. .


Die erste Version des Jagdpanzer IV hatte noch dieselbe 7,5 cm L/48 Kanone wie der Panzer IV, allerdings wurde hier durch die Truppe schnell die serienmäßig angebrachte Mündungsbremse vorne entfernt. Grund war der, dass dadurch zwar der Rückstoß gemindert wurde, aber es wegen der im Vergleich zum Kampfpanzer IV tiefer sitzenden Kanone bei trockenem Wetter eine so erhebliche Staubentwicklung vor dem Panzer gab, welche die Schussverfolgung hinsichtlich Treffer oder deneben unmöglich machte und auch sonst nicht nur die Sicht nahm, sondern den Panzer und seine Position dem Feind verriet. Auch war die Kanone hier nur noch begrenzt schwenkbar in der Wanne fest montiert und nicht in einem 360° drehbaren Turm, was den Faktor Rückstoßminderung vernachlässigbar werden lies. Die Hersteller nahmen diese Truppenänderung gerne auf, denn die aufwendig herzustellende Mündungsbremse direkt entfallen zu lassen, reduziert Kosten und Produktionszeit usw.


Anfang 1944 entschied man sich dann, die bessere 7,5 cm L/70 Kanone des Panther einzubauen, ebenso erhöhte sich schon im Mai 1944 die Frontpanzerung allgemein auf 80 mm, was aber einige Korrekturen und Modifikationen erforderte, alleine schon, weil diese Kanone deutlich schwerer war. Ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen, verzögerte sich dadurch der Produktionsbeginn.
An sich sollte der Panzer IV komplett durch das Sturmgeschütz IV und den neuen Jagdpanzer IV ersetzt werden, wobei dann in einem Rutsch auch das Sturmgeschütz III mit ersetzt werden sollte... denn beim Sturmgeschütz IV wurde im Prinzip einfach mit ein paar Anpassungen der vordere Teil Sturmgeschütz III Aufbau auf die Wanne des Panzer IV gesetzt. Beim Jagdpanzer IV (kurzes wie auch langes Rohr) ist es ähnlich, wobei allerdings hier auch der vordere Teil des Aufbaus des Panzer IV entfiel und durch den neuen Aufbau mit den abgeschrägten Seiten ersetzt wurde... das Heckteil mit der Motorabdeckung blieb weitestgehend unverändert.


Damit es einen reibungslosen Übergang gibt war folgendes ab August 1944 geplant:
1.) Alkett in Berlin entwickelt und baut den Aufbau für den Jagdpanzer IV, schickt diesen zu Vomag in Plauen. Ferner stellt Alkett schrittweise von Sturmgeschütz III auf Sturmgeschütz IV Gesamtproduktion um... auch unter vorrangiger, nur zu Alkett zurückgeschickter Panzer IV der Truppe.
2.) Vomag stellt zukünftig auf Jagdpanzer IV um, einschließlich Chassis als alleiniger Hersteller
3.) der bislang größte Panzer IV Hersteller, das Nibelungen Werk in Sankt Valentin / Österreich, stellt schrittweise die Panzer IV Produktion ein und baut zukünftig Panther und Tiger II / Jagdtiger.


Soviel zur Planung ... nun zur Realität:
Da die Produktion bei Vomag schleppend anlief, schickte Alkett fertige Jagdpanzer IV Aufbauten auch zum Nibelungen Werk nach Österreich, welche diese dann der Einfachheit halber wie von Alkett auch entwickelt, direkt auf den normalen Panzer IV gesetzt wurden ... sprich es wurde nur das vordere Turmdach mit dem Loch für den Turmdrehkranz und die Luken vorne entfernt und dann der Jagdpanzer IV Aufbau drauf geschweißt - fertig. Dadurch war das Fahrzeug natürlich deutlich höher als der eigentliche Jagdpanzer IV von Vomag
Diese Version, welche in Österreich montiert wurde, nannte sich dann Jagdpanzer IV (70) A ... A wie Konstruktion Alkett und wurde gemeinhin als Zwischenlösung bezeichnet.
Laut Quellen wurden hier bis März 1945 insgesamt 278 Stück gefertigt ... nur in Österreich. Nun aber die Wahrheit ... denn je weiter der Krieg ging, je mehr tagsüber alles was sich auf deutschen Straßen und Schienen bewegte durch die alliierten Luftwaffen angegriffen wurde und je näher die Front heranrückte, desto unrealistischer wurde dieses Konzept Panzerteile quer durch Deutschland und auch noch bis nach Österreich zur Fertigung zu transportieren.
Die Folge daraus war zum einen, dass das Nibelungen Werk bis März 1945 auch weiterhin den normalen Panzer IV Ausf. J herstellte ... vor allem aber, dass auch Alkett selber Jagdpanzer IV (70) A produzierte.... vor allem auf Basis von Fahrgestellen die eigentlich Stug IV werden sollten, aber auch viele auf Basis von zur Werksinstandsetzung von an der Front beschädigter Panzer IV ... was erstaunlicher Weise viele Fahrzeuge umfasste, die ihren Weg zurück fanden ... und je näher die Ostfront heranrückte, desto mehr wurden das!


Fazit:
Zu den offiziell und angeblich nur in Österreich hergestellten 278 Stück stellt sich die Frage, ob wirklich nur Österreich. Ebenfalls ist die Zahl 278 fragwürdig, denn es gibt 3 oder 4 Fotos vom Alkett Werk wo definitiv neben Stug IV und Stug Aufbauten auch halbfertige (ohne Kanone) und fertig aussehende Jagdpanzer IV (70) A stehen ... vermutlich auf Basis von zurückgeschickten Panzer IV der Truppe hergestellt und diese waren kaum dokumentiert von wegen Fahrgestellnummer etc.


3 Jagdpanzer IV Versionen...


Jagdpnazer IV (48 ) mit der L/48 Kanone des Panzer IV - ca. 770 Stück im Jahre 1944 hergestellt
Jagdpanzer IV (70) A mit der langen L/70 Kanone, Version Alkett ... offiziel 278 Stück + ? hergestellt in Österreich und bei Alkett in Berlin
Jagdpanzer IV (70) V mit der L/70 Kanone, Version Vomag ... ca. 930 Stück hergestellt bei Vomag in Plauen

37

Montag, 11. November 2019, 18:34

Hallo Christian
Aufschlusreich die Info zu Alkett und dem Jagdpanzer IV im allgemeinen.
Schürzen aus Moschendrod ,schonmal gehört. ;) Mit dem Zeug kann man ja höchstens Streuner aus dem Haus halten.
Hunde und Katzen wurden zu der Zeit aber seltener . :pfeif:
Zur Beschaffung ( von M ) fallen mir Teesieb,Siebfilter oder Fliegengitter ein, je nach Quelle oder Vorlieben.
Gruß Ronald

  • »Christian M.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 126

Realname: Christian Mandelartz

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

38

Gestern, 08:56

Hallo Christian
Aufschlusreich die Info zu Alkett und dem Jagdpanzer IV im allgemeinen.
Schürzen aus Moschendrod ,schonmal gehört. ;) Mit dem Zeug kann man ja höchstens Streuner aus dem Haus halten.
Hunde und Katzen wurden zu der Zeit aber seltener . :pfeif:
Zur Beschaffung ( von M ) fallen mir Teesieb,Siebfilter oder Fliegengitter ein, je nach Quelle oder Vorlieben.
Gruß Ronald
Hallo Ronald,

Klar ... wer aus meiner Generation kennt das nicht mit dem "Moschendrahtzaun" ... :lol:


Was die Schürzen an sich angeht, so sollten die generell zum Schutz gegen Panzerbüchsen, Panzerfäuste, Dingen wie dem britischen PIAD und dergleichen. Sie sollten die Geschosse dieser Waffen vor der eigentlichen Panzerung zur Explosion bringen ... was, wie man später herausfand, auch mit einfachem Maschendraht funktioniert.


Unter anderem habe ich das gefunden:


https://www.busch-model.info/000001020.3?c=13210



  • »Christian M.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 126

Realname: Christian Mandelartz

Wohnort: Köln

  • Nachricht senden

39

Gestern, 12:41

​Gestern Abend habe ich mich dann mal um das Tarnkleid und die weitere Bemalung gekümmert...
Ausnahmesweise diesmal KEINE der Farben von Revell dafür verwendet. Das Beige ist diesmal eine Mischung von Tamiya Buff mit etwas Dungelgelb drin ... denn mein Revell Aqua "Beige" hatte ich nicht richtig verschlossen beim letzten Mal und jetzt ist es ausgetrocknet. Kacke ... muss ich wieder neu Beige kaufen und dann den passenden Farbton vormischen usw.
Beim Grün habe ich einfach mal was von Valejo probiert, was das passende deutsche grün sein soll. Na ja ... mag für 1/35 passen ... keine Ahnung, kann ich für den Maßstab nicht beurteilen ... aber für 1/87 passt es nicht wirklich. Also hatte ich es noch entsprechend "modifiziert", dass es passt. Zum Glück hatte ich mir ja so ein paar Basisfarben von Valejo für Versuchszwecke mal gekauft und auch wenn ich es sehr selten benutze, so hatte ich hier alles notwendige dann vorrätig um es "passend" zu machen.
Danach kam dann schon mal die erste "Lage" verdünnte Ölfarben zum Einsatz ... aber wie man sieht, ist das Fahrzeug noch lange nicht fertig.


So richtig unschlüssig bin ich mir, wo ich dem Teil das "tödliche Einschussloch" verpassen soll. Frontal auf dem Aufbau ist recht unwahrscheinlich ... bei der Schräge sowieso, aber selbst beim senkrechten Teil wo die Fahrersichtklappe ist, ist es unwahrscheinlich, dass da etwas tödlich trifft. An den Seiten oben beim hohen Aufbau schon sehr realistisch und wahrscheinlich, aber da passt es nicht wirklich von der Dioramaszenerie her. Zurzeit denke ich ernsthaft über die Bugfront nach, denn so nen russisches 85mm Geschoss oder gar 122mm geht da schon durch .... und dann muss der Jagdpanzer auch nicht direkt total zerstört sein etc. weil dahinter ja dann Getriebe und "Antriebsübertragungskram" zu den Antriebsrädern links und rechts verlaufen. Wenn die Sachen hinter der Bugfront nach einem Durchschuss im Eimer sind, bewegt sich der Jagdpanzer auch nicht mehr ohne gleich aussehen zu müssen als ob der durch den Fleischwolf gedreht wurde... ​​​


Hier mal 3 Bilder vom Istzustand


​​






​​​



Wie gesagt ... noch viel zu tun ... und mal gucken wo das Einschussloch hinkommt. ;)​​​

Werbung