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3 841

Donnerstag, 19. September 2019, 10:12

Moin,

die 2,1 cm sind auf jeden Fall realistisch. Bei uns an Bord (Schnellboot Bundesmarine) hatten wir sogenannte "Kletterretungsnetze" (bei Frau Google gibt es jede Menge Bilder). Die Netze waren auch aus ~1 - 1,5cm Leinen gefertigt. Wenn man jetzt bedenkt, das auf den Webleinen mehr als eine Person stehen kann, vor allem auf dem Bereich über den Stückpforten, machen die 2,1 cm Sinn.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


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3 842

Samstag, 21. September 2019, 20:13

Fortsetzung: Webleinen – Enfléchures
Bevor ich am Modell der La Créole die Wanten anbringe, teste ich erst einmal ein bisschen. Hierzu habe ich mir eine entsprechende Vorrichtung gebastelt.


Das Auge zum Einbinden der Webleinen am vorderen bzw. achteren Want für das Modell mache ich als „Fake-Spleiß“.


Bei meinen ersten Versuchen passen die Abstände der Webleinen noch nicht. Entsprechend den Angaben in der Monographie von J. Bourdriot sollen diese zwischen 35 cm und 37 cm betragen. Laut Marquart dürften 13“ (33 cm) am zweckmäßigsten gewesen sein.




Fortsetzung folgt …
Viele Grüße
Johann

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3 843

Samstag, 21. September 2019, 20:52

Hallo Johann,

wenn Dir auch der Abstand der Webleinen noch nicht optimal erscheint,
der Durchhang derselbigen ist Dir dafür perfekt gelungen. :ok:
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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3 844

Sonntag, 22. September 2019, 14:11

Fortsetzung: Webleinen – Enfléchures
Wie bereits versucht zu beschreiben ist die besondere Schwierigkeit bei den Webleinen das Auge für die hinteren Wanten direkt am Modell herzustellen und dabei auch noch die korrekte Länge zu bekommen.
Mit dem folgenden Bild soll diese Situation näher dargestellt werden.


Wie von Gérard Delacroix in einem anderen Forum bestätigt, hatten die Webeleinen nach 1800 und zur Zeit der La Créole für die Unterwanten ø 21 mm (0,44 mm im M 1:48 ), die Marswanten ø 19 mm (0,40 mm im M 1:48 ) und den Bramwanten ø 17 mm (0,35 mm im M 1:48 ). Ich gehe davon aus, dass er seine diesbezügliche Aussage auf die französische Marine bezogen hat. Die Royalwanten waren in der Regel ohne Webleinen ausgeführt.
Beim letzten Bericht gezeigten Versuch haben die Webleinen einen Durchmesser von 0,35 mm und wurden aus einem japanischen Seidengarn 100/2 2 x 3 geschlagen. Die bei meiner Versuchsanordnung verwendeten Wanttaue entsprechen genau den Unterwanten der La Créole und haben einen Durchmesser ø 1,15 mm (1:48 ).
Mittlerweile ergänzte ich die Versuchsanordnung um zwei Webleinen ø 0,45 mm (jap. Seide 100/2 4 x 3), entsprechend der Angaben der Monographie von J. Boudriot, was also ø 21 mm im Original entsprechen würde.
Dieser Durchmesser erscheint mir auf den ersten Blick dann doch ein bisschen zu mächtig. Vielleicht wäre ø 0,40 mm passender, was im Original 19 mm entspricht. Hierzu werde ich noch einen Versuch machen.


Bis demnächst …
Viele Grüße
Johann

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3 845

Sonntag, 22. September 2019, 14:11

Fortsetzung: Webleinen – Enfléchures

Hier noch ein Bildausschnitt zur Ergänzung:
Viele Grüße
Johann

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3 846

Sonntag, 22. September 2019, 16:20

Hi Johann
finde deine Ausführng der Webleinen wie Immer beeindruckend auf die Gefahr hin das ich mich Wiederhohle.
Weitermachen
Gruß Steffen
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3 847

Sonntag, 22. September 2019, 20:01

Danke Steffen!

Hier noch ein Versuch mit einem dünneren Garn:
Fortsetzung: Webleinen – Enfléchures
Heute habe ich noch Webleinen mit ø 0,40 mm versuchsweise angebracht. Diese werde ich voraussichtlich an den Unterwanten anbringen. Die mit ø 0,35 mm könnten dann für die Marswanten Verwendung finden.




Fortsetzung folgt …
Viele Grüße
Johann

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3 848

Sonntag, 22. September 2019, 20:09

Hallo Johann, Bewundernswert wie immer. Ich würde auch das 0.4mm Tau nehmen.
Lieben Gruß Frank

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3 849

Montag, 23. September 2019, 10:05

Hallo Johann.

Ich würde auch das 0,40 mm Tau nehmen. Finde das passt am besten, so rein vom Gefühl her.

Größten Respekt vor deiner Arbeit und dem Aufwand den du dafür betreibst, angefangen von der Recherche um alles so originalgetreu wie möglich zu machen bis zur tadellosen handwerklichen Ausführung und der tollen Präsentation selbiger hier im Baubericht.
Auch wenn es modelltechnisch nicht meine Epoche ist, schaue ich allein wegen dem "WoW" Effekt immer gerne hier rein :D
Bitte so weitermachen :dafür:


Grüße,
Christian

3 850

Montag, 23. September 2019, 18:51

Moin Johann,

auch ich bin für 0,40mm Wanten. Das sieht für mich am stimmigsten aus.

Ingo
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3 851

Montag, 23. September 2019, 19:46

Hallo Kollegen,

ich bin mir noch nicht sicher.
Auf der einen Seite eine klare Aussage von einem Fachmann. Andererseits sagt auch mir mein Baugefühl, dass es etwa dünner
besser wäre.
Ich lass das einfach noch ein wenig auf mich wirken.

Zur Überbrückung nachfolgender Beitrag … :ok:

Takelgarn
Beim Vorbereiten der Takelage für mein Modell der La Créole und dem anschließenden sammeln von Erfahrungen beim Schlagen von Tauen war mir nicht im Geringsten bewusst, dass ich mal mit einer dermaßen großen Anzahl verschiedenster Taustärken bei einem Modellschiff zu tun haben werde.
Die zwischenzeitlich angelegte „Takelgarn - Musterkarte“ für die Korvette umfasst mittlerweile 14 verschiedene Taustärken und ist sicherlich noch nicht vollständig. Weitere Taustärken (Zwischengrößen/Kabel/Trossen etc.) werden auch mit den fortschreitenden Takelarbeiten erforderlich werden, wie es auch die Monographie von J. Boudriot aufzeigt.


Meine Entscheidung, die Taue mit einer eigenen Reeperbahn herstellen zu können gibt mir die Möglichkeit, die Taue in den verschiedensten Abstufungen und Formen zu schlagen. Insofern kann ich fast jeden Taudurchmesser und Tautyp herstellen und so die Takelage möglichst nah am Original mit all ihren Facetten ausführen.
Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass ich individuell, entsprechend der anstehenden Takelarbeiten, die jeweiligen Taue schlagen kann. Ich muss somit nicht auf Vorrat arbeiten, mit der Gefahr zu wenig oder zu viel Taue herzustellen, sondern kann ganz gezielt vorgehen. Die entsprechenden Garntypen sollten jedoch immer vorrätig sein.
So z. B. kann ich auch beim Durchmesser der Webleinen verschiedenste Optionen wählen.

Bis demnächst …
Viele Grüße
Johann

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3 852

Montag, 23. September 2019, 20:04

Wow, deine Akribie beim Bau deiner Korvette ist einfach nur faszinierend. Die Musterkarte - einfach genial...

Ingo
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3 853

Montag, 23. September 2019, 20:13

HalloJohann,

ich hatte mich nicht getraut, bei soviel 0,40 mm Webleinenkompetenz zu widersprechen.
Etwas filigraner passt immer gut - aber kein Wissen, sondern nur so ein Ästhetik-Gefühl
(der Durchhang kommt besser zur Geltung).

Frage: Gab es vielleicht Beispiele, bei denen sich die Webleinenstärke von unten nach oben verringert hat?
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3 854

Montag, 23. September 2019, 20:31

Hallo Ray,

auf Deine Frage kann ich Folgendes antworten:

Wie in meinem Beitrag #3844 bereits geschrieben:

Wie von Gérard Delacroix in einem anderen Forum bestätigt, hatten die Webeleinen nach 1800 und zur Zeit der La Créole für die Unterwanten ø 21 mm (0,44 mm im M 1:48 ), die Marswanten ø 19 mm (0,40 mm im M 1:48 ) und den Bramwanten ø 17 mm (0,35 mm im M 1:48 ). Ich gehe davon aus, dass er seine diesbezügliche Aussage auf die französische Marine bezogen hat. Die Royalwanten waren in der Regel ohne Webleinen ausgeführt.

Damit der Webleinenstek (Knoten) fest sitzt, muss der Durchmesser der Webleine ein bestimmtes Verhältnis zum Durchmesser des Wants haben.
Ist die Webleine zu dick, zieht sie sich nicht richtig auf dem Want zusammen.
Daraus folgt, dass je dünner die Wanten werden, um so dünner die Webleinen.
Viele Grüße
Johann

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3 855

Montag, 23. September 2019, 21:21

Hallo Johann
Das war Einfach und Einleuchtend ,mit wenigen Worten Erklärt. Muss ich mir Unbedingt Merken .
Gruß Steffen
DAS KANNSTE

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3 856

Dienstag, 24. September 2019, 21:16

Sehr gute Erklärung, einleuchtend :ok: wobei ich es mir nicht zutraue, den Unterschied zwischen z.B 0,4 und 0.44 mm visuell wahrzunehmen

3 857

Donnerstag, 26. September 2019, 16:14

Servus Johann!

Bei Deiner Perfektion wird man den Begriff "Museumsmodell" neu definieren müssen, einfach großartig!

Hofi

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3 858

Samstag, 28. September 2019, 15:27

Bevor ich mit der monotonen Webleinenknüpferei beginne, stelle ich zwischendurch verschiedene, relativ große Schotblöcke
mit Eisenbeschlägen und Haken her, die in Augbolzen auf dem Deck eingehängt waren.
Aber demnächst mehr davon.

Hier ein Bild vom Modell, wie es sich derzeit darstellt:


Fortsetzung folgt ...
Viele Grüße
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3 859

Sonntag, 29. September 2019, 07:46

Umlenkblöcke für die Vormarschoten
Auf dem Pariser Modell der La Créole sind eine Reihe von Blöcken unterschiedlicher Größen mit Beschlägen zu sehen, die vor Belegstellen angeordnet worden sind. In der Monographie zur La Créole von J. Boudriot kann ich keinerlei Hinweise zu diesen Blöcken finden. Wie schon bei der Herstellung der Nagelbänke darauf hingewiesen, bestehen zwischen dem Pariser Modell und den Takelplänen in der Monographie einige Unterschiede, mit denen ich bei den weiteren Takelarbeiten umgehen muss. In diesem Fall habe ich mich entschieden, diese Blöcke für das Modell anzufertigen. In der Folge muss ich noch einige Belegstellen, wie z. B. Klampen ergänzen.
Die Vormarsschoten ø 34 mm wurden über 32,5 cm lange Blöcke mit Eisenbeschlägen, die vor dem Fockmast in Augbolzen eingehängt waren, geführt.
Die Blocklänge beträgt im Maßstab 1:48 rd. 6,8 mm. Die Blockgehäuse stellte ich in bewährter Weise her, und stattet sie mit den Beschlägen aus Messing aus. Die Haken aus Messingfeinguss wurden hart verlötet.




Fortsetzung folgt …
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Sonntag, 29. September 2019, 10:44

weiß nicht ob es schon mal gefragt wurde? Mit welchen Instrumenten bearbeitest Du eigentlich die winzigen Metallfittings? :whistling:

3 861

Sonntag, 29. September 2019, 11:14

Wieder echt starke Stücke!
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Montag, 30. September 2019, 17:49

weiß nicht ob es schon mal gefragt wurde? Mit welchen Instrumenten bearbeitest Du eigentlich die winzigen Metallfittings? :whistling:


Hallo Hans Juergen,

hauptsächlich ich benutze dazu diverse Nadelfeilen, verschiedene Zangen, eine Blechschere und natürlich zum Drehen, z. B. der Scheiben, eine kleine Drehbank.

Um Dir einen Eindruck zu vermitteln habe ich dazu ein Bild gemacht:
Viele Grüße
Johann

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3 863

Montag, 30. September 2019, 21:47

überschaubar, umso mehr Anerkennung einer Metall und Holz - kunst :D

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3 864

Dienstag, 1. Oktober 2019, 19:39

Hallo Kollegen,

hier noch ein Bild zu den Umlenk-Blöcken der Vormarsschoten am Modell (noch nicht richtig belegt):


Fortsetzung folgt ...
Viele Grüße
Johann

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Donnerstag, 3. Oktober 2019, 22:11

Hallo Johann
Wie man auf dem Bild erkennt hast du eine sehr Ordentliche Werkstatt das sieht bei mir nicht lang so aus.
Wie ich auf dem letzten Bild sehen konnte ,liegt im Vordergrund das Ankertau schätz ich mal ,ich denk du hattest mal geschrieben es soll 2,3 oder 2,03mm Durchmesser haben.
Hast du dieses maß errechnet ? Ich war grad dabei meine eigenen Ankertaue zu schlagen und fand dann im Mondfeld sone Faustregel oder Formel wie man dies Berechnen Kann. Das dumme ist nur das ich bei meiner Rechnerei auf einen Durchmesser Von 4,9 mm kam ,was mir doch etwas zu Stramm erscheint. Da unsere Beiden Modelle ja cirka den gleichen Maßstab haben sollten doch die Ankertaue auch in etwa das selbe sein. Hab ich da einen Denk oder Rechenfehler gemacht oder liegt dort der Herr Mondfeld mit seiner Formel Falsch. Vielleicht hast du in dieser Beziehung noch andere Informationen ,deine Meineung dazu würde mich Interessieren .
Bis Denne
Gruß Steffen
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Freitag, 4. Oktober 2019, 09:08

Hallo Steffen,

entsprechend der Formel von Mondfeld komme ich für meine Korvette für das Pflichtankerkabel auf einen Durchmesser von 129 mm,
was im Maßstab 1:48 rd. 2,7 mm bedeutet.
Entsprechend der Monographie von J. Boudriot hat es tatsächlich einen Durchmesser von 107 mm, was im Maßstab 1:48 rd. 2,2 mm entspricht.

Die Formel von Mondfeld ist allgemeingültiger Art, und kann natürlich die zeit- und landesspezifischen Besonderheiten nicht
berücksichtigen.

Die Korvette Astrolabe dürfte eine ähnliche Größe wie die La Creole gehabt haben, möglicherweise ein wenig kleiner. Insofern kann es
nicht sein, dass das Ankerkabel für Dein Modell im Maßstab 1:50 (?) einen Durchmesser von 4,9 mm hat. Das wäre für einen Dreidecker
passend.
Nach dem die Astrolabe meines Wissens so um 1811 gebaut worden ist, wäre meine Empfehlung, dass Du Dich in diesem Fall am Ankerkabel
der La Creole orientierst.
Viele Grüße
Johann

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Freitag, 4. Oktober 2019, 19:05

Hallo Johann
Vielen Dank als erstes für Deine schnelle Antwort ! War Heut den ganzen Tag über irgendwie immer bei der Suche nach meinem Fehler,denn das er bei mir liegen muss war mir klar aber ich wusste nicht wo .
Der Errechnete Durchmesser kam mir schon von Beginn an zu Krass vor,das hätte ja Bedeutet das der Durchmesser im Orginal fast ein Viertel Meter ergeben Hätte.
Hab dann Meinen Fehler gefunden ,der Rechenweg war schon Richtig aber der Ausgangspunkt war falsch. Hatte beim Wiki gelesen das die Breite der Astro 18,48 m Beträgt und das wars auch schon.
Mit dem maßstablinel hab ich die Breite des Rumpfes aus dem Bauplan abgenommen ,Ergebnis 8,48 m. Jaja Wiki ist auch nicht immer Richtig.
Und somit komme ich auf einen Errechneten Durchmesser im Maßstab 1+50 vun 2,3 mm ,das dürfte Passen .
War ne schwere Geburt aber es hat ja dank Unterstützung geklappt.
Bis Denne und Danke nochmal
Gruß Steffen
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Freitag, 4. Oktober 2019, 19:42

Hallo Steffen,

dann bin ich mal auf Dein Ankerkabel gespannt.


Leitblöcke für das Vormarsfall, Außenklüverfall etc.

Weiter geht es mit der Fertigung von Blöcken unterschiedlicher Größe mit Hakenbeschlag. Diese Blöcke waren entlang des Schanzkleides oberhalb des Wassergangs in Augbolzen eingehängt.
Mit einem Feilkloben lassen sich winzige Teile für die Bearbeitung fest einspannen. Auf dem Bild ist ein Haken aus Messingfeinguss zu sehen, dem ich mit einer Nadelfeile den Rest vom Gussast entferne.


Auf dem nächsten Bild wird der Beschlag aus einem Messingätzteil angepasst.


Hier auf dem nächsten Bild sind neben der Ätzplatine die bereits fertiggestellten Blockgehäuse mit den vorbereiteten Beschlagteilen zu sehen. Im Anschluss werden die Haken hart angelötet.


Eine Reihe von Blöcken ist bereits fertiggestellt. Bei den anderen Blöcken müssen noch die Achsen mit den Scheiben eingesetzt werden.


Fortsetzung folgt …
Viele Grüße
Johann

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Freitag, 4. Oktober 2019, 22:51

was benutzt du für einen Lötbrenner und nimmst Du Silberlot? Lötest Du am fertigen Bock ? Wenn ja, wie schützt Du das Holzvor der Hitze ? Sorry wegen der vielen Fragen.

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Samstag, 5. Oktober 2019, 07:07

Hallo Hans Juergen,

ich benutze diesen Lötbrenner von Proxxon und Silberlot in Form einer Paste:


Natürlich werden die Beschläge ohne den Block gelötet.
Es ist nur so, dass ich vor dem Brünieren die Beschläge nochmals auf die Blöcke aufziehe,
um zu sehen ob es auch passt.
Viele Grüße
Johann

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