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Mittwoch, 17. April 2019, 14:49

Zitat

(Verständnisfrage: billiger Kompressor wird schnell kaputt oder hat der auch noch andere Nachteile?).
Diese einfachen Billig-Dinger (kosten ca. 30-40€) sind meist Membran-Kompressoren. Das heißt, der Luftdruck wird über eine Gummi-Membran aufgebaut. Die gehen gern mal kaputt, Gummi verschleißt halt ... .
Dann gibt es noch die etwas teureren Kolben-Kompressoren (kosten um die 20€ mehr), hier wird der Luftdruck eben wie der Name sagt über einen Kolben erzeugt. Das ist schon einmal besser. Ansonsten hat man auch hier die gleichen Nachteile wie beim Membran-Kompressor. Die Luft kommt durch die Membran- bzw. Kolbenbewegung "puffernd", was nicht optimal ist. Denn für die Airbrush wollen wir einen gleichmäßigen Luftstrom.

Und schließlich gibt es die wartungsfreien Kolben-Kompressoren mit Drucklufttank. Diese Geräte haben eine Abschalt-Automatik. Das heißt, sie pumpen den Drucklufttank bis auf 6 Bar voll und schalten dann ab. Fällt der Luftdruck im Drucktank unter einen Schwellenwert (liegt bei 4,5 Bar, wenn ich mich richtig entsinne) dann springt der Kompressor allein wieder an und pumpt wieder auf 6 Bar hoch. Das macht der Kompressor so lang, bis du ihn wieder ausschaltest.
Am Drucktank ist ein sogenannter Kondenswasserabscheider mit integriertem Manometer angeschraubt. Oben auf dem Kondenswasserabscheider sitzt der Druckluftregler. Auf dem Manometer kann man den eingestellten Luftdruck ablesen. Der Kondenswasserabscheider filtert Wasser heraus, was beim "zusammen pressen" der Luft entsteht. Wie Panzerschubser schon schrieb ; Kondenswasser lässt die Airbrush spucken und versaut den Lack. Der Kondenswasserabscheider verhindert das. Am Kondenswasserabscheider wird schließlich der Luftschlauch angeschlossen.
Der Drucklufttank hat also zwei Vorteile ; erstens läuft so der Kompressor nicht ständig. Und zweitens kommt die Luft aus dem Drucktank gleichmäßig, also ohne das "Puffern" wie beim Kompressor ohne Drucktank.

Wie bei allem Anderen auch, gibt es vernünftiges Gerät zu einem vernünftigen Preis und auch "Oberklasse"-Geräte zu entsprechenden Preisen ... die aber auch nix Anders können.
Der AS-186 ist solch ein vernünftiges Arbeitsgerät. Mein Link führt bereits zum aktuell günstigsten Anbieter eines AS-186, je nach Händler werden dafür nämlich auch schon mal bis zu 120€ aufgerufen. ;)

Nebenbei ; ich habe das Modell AS-189. Einziger Unterschied zum AS-186 ist ein doppelter Kippschalter über den man alternativ auch 6 Bar Dauerdruck geben kann ... falls man mal an Auto oder Motorrad die Reifen aufpumpen will. :D
Hätte Gott gewollt das ich Grünzeug fresse, wär' ich ein Kaninchen!

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32

Mittwoch, 17. April 2019, 21:39

Xander,

das mit den langsamen Fortschritten kenne ich auch. Ich habe auch 2 kleine Kinder (sind jetzt schon ein bisschen Größer wie deine) und manchmal kommt man zu gar nichts. Für einen Panzer plane ich mindestens ein halbes Jahr ein, wenn denn noch eine größere Menge Fotoätzteile dazu kommt kann es schon mal ein Jahr dauern.

Ein Vorteil hat das langsame Bauen aber - man muss ich weniger Gedanken um den Platz für die Modelle machen.

Gruß Knut

P.S. Denn AS-186 habe ich auch, der macht seit Jahren klaglos seinen Dienst bei mir.

33

Donnerstag, 18. April 2019, 09:46

Ich habe den AS-196 und kann den wirklich empfehlen. Er läuft super leise und immer nur kurz, da er die doppelte Verdichterleitung hat. Meine Kleine schläft auf dem gleichen Stockwerk und man hört nichts in ihrem Zimmer. Und so toll ist die Schalldämmung in unserem Haus nicht. Und auch einen selbst stört das Geräusch nicht. Man kann sich normal dabei unterhalten und bekommt nicht jedes Mal einen Herzinfarkt, wenn der Kompressor anläuft. Das passiert sonst immer dann, wenn man gerade etwas extrem feines brusht und es dann vor Schreck komplett verreißt. :D
Edit: Hier noch ein Link zum Gerät: https://www.wiltec.de/airbrush-kompresso…tautomatik.html

34

Donnerstag, 18. April 2019, 11:21

Moin und Willkommen im Forum!

Immer schön, wenn so mancher wieder zu diesem Hobby findet und dich scheint es voll infiziert zu haben. Kann mich den Aussagen der anderen Mitglieder nur anschließen... erst mal Pinseln oder mit Sprühdose, dann Airbrush holen. Bei der Pistole günstig anfangen, beim Kompressor kann ich auch den bereits empfohlenen Wiltec wärmstens ans Herz legen. Dieser leistet auch mir gute Dienste.

So, schaue mir das ganze hier auch mal an. Bin zwar kein Panzerbauer, jedoch immer schön, etwas neues zu sehen und vielleicht hier und dort mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Viel Erfolg!
Beste Grüße aus Varel!



"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert" - Albert Einstein
"Ich bin so klug... K - L - U - K" - Homer Simpson

35

Montag, 29. April 2019, 07:36

Guten Morgen!

Danke für all die Tipps! Ja, ich hab es nicht ausgehalten und mir einen Airbrushkompressor mit günstiger Brush bestellt (das, was von euch empfohlen wurde). Sollte diese oder nächste Woche ankommen, ich werde berichten. Für die Grundierung hab ich mir jedoch eine Dose schwarzen Spray aus dem Baumark geholt. Mit der Airbrush werde ich mal ein paar Joghurtbecher lackieren und nicht gleich den Sherman verunstalten... Meine Frau schmollte zwar ein wenig weil noch mehr Gerümpel herum steht, als ich ihr aber erklärt habe, dass man damit auch Nägel und Dekosachen lackieren kann, war sie wieder etwas versöhnlicher... :bussi: :D :D

Zum Sherman: Steffen war so lieb und hat mir einen ganzen Satz Ersatzwerkzeug für den Bausatz geschickt, DAFÜR NOCHMAL ein RIESEN DANKE! :respekt:

Der Bau geht nun weiter (wenn auch nur langsam). Die obere Wanne hab ich nun soweit fertig. So sieht es derzeit aus:











Eine Frage hab ich noch. Jetzt hab ich den Turm zusammengebaut. Da entsteht hinten eine hässliche Naht. Die wird wahrscheinlich historisch nicht dagewesen sein. Wie krieg ich das weg? Spachteln? Schleifen? Da ruiniere ich doch auch die Gussstruktur, oder?



lg



Xander

36

Montag, 29. April 2019, 09:07

Komisch, das gleiche Argument hab ich meiner Frau auch vor gelegt. :-)
Beste Grüße aus Varel!



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37

Montag, 29. April 2019, 13:49

Schön, dass die Bordwerkzeuge wohlbehalten angekommen sind. Dann lief ja alles glatt. :ok:

Diese Naht da hinten am Turm kannst du ganz genau so lassen. TAMIYA hat die Turmhälfte absichtlich genau an dieser Stelle gewählt. Dort war am Original nämlich eine Gußnaht. Beim Original bestand die Gußform aus zwei Hälften, welcher sich genau dort trafen.
Bei meinen Sherman betone ich diese Gußnaht gern mit heiß gezogenem Gußast.




Streng genommen ist diese Gußnaht mit heiß gezogenem Gußast zwar eine Ticken zu promiment betont. Aber das gibt ein zusätzliches Detail, was "Leben" ins Modell bringt. ^^

Und falls du dich fragst, warum ich da an der rechten Turmseite ein halbrundes Stück Plastik-Karte aufgeklebt und mit Spachtelmasse verblendet habe :


Bildadresse : usarmymodels.com


Das ist der sogenannte 'turret cheek'. Ursprünglich hatten die Sherman eine M34 Rohrwiege im Turminneren. Die wurde recht bald durch die massivere M34A1 Rohrwiege ersetzt. Und damit diese größere Rohrwiege in den Turm passte, wurde bei nachfolgend neu produzierten Türmen da vorn rechts einfach etwas ausgewölbt ; das ist der 'turret cheek'.
Leider haben TAMIYA, DRAGON, ITALERI und ACADEMY eben diese Auswölbung bei ihren Bausätzen vergessen. So dass man da (wer es wie ich genau nimmt) diesen 'turret cheek' ergänzen muss.

In ältere Türme ohne ' turret cheek' wurde die massivere M34A1 Rohrwiege auch eingebaut. Bei diesen Türmen wurde dann von innen an dieser Stelle die Panzerung ausgefräst, um Platz für die M34A1 Rohrwiege zu schaffen. Das schwächte die Turmpanzerung natürlich enorm. Also wurde von außen eine gewölbte Platte aufgeschweißt, um die geschwächte Panzerung wieder zu verstärken. Siehe Bild.


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38

Dienstag, 30. April 2019, 07:44

Danke wiedermal für die fundierte Antwort! Du bist ja echt ein totaler Sherman Experte. :respekt:

Dann lasse ich den Turm so und verschleife da nichts. Gut dass ich gefragt habe...

Aber die Turmwange müsste ich damit es halbwegs korrekt ist, ja auch nachbauen. Hm... Ich hab ein Stück Plastikkarte mitbestellt bei meiner Großbestellung, ob ich das aber sauber verschliffen bekomme ?(

Ah ja, noch eine Detailfrage. In der Bauanleitung kann man zwischen "alter" und "neuer" Turmluke wählen. Was war da der Unterschied und welche passt besser zu meinem Modell? Besser gefallen täte mir die neue Version. Ich hab nämlich auch noch Decals für das Modell gefunden (nach gefühlt ewiger Suche, es gibt wohl für alle Sherman Varianten und Subvarianten Decals, nur für den Standard M4A3 nichts...)

Und zwar diese hier. Überlege schon, auf den Bestellbutton zu drücken :D , bin aber noch unsicher.(ich weiß, Decals sind nicht unbedingt notwendig, da ich aber noch kaum Alterungstechniken drauf habe, habe ich Angst, dass das Modell sonst ziemlich langweilig wird so ganz nackig)

Da würde doch nur das unterste Fahrzeug in Frage kommen. Also Version D mit der neuen Turmluke. Aber Version C sieht auch passend aus. Wo ist da der Unterschied? Alte Turmluke? Steht aber nur M4 und nicht M4A3? Bin etws verwirrt und will keine falschen Decals anbringen.

39

Dienstag, 30. April 2019, 11:48

Da ich ja ein paar mehr Sherman gebaut habe und noch bauen werde, habe ich mir ein 10mm Locheisen bestellt : KLICK MICH
Habe mittlerweile eine ganze Auswahl an solchen Locheisen. Meine bessere Hälfte nutzt die auch für ihre Bastelarbeiten ... haben wir beide was davon. :D

Mit dem 10mm Locheisen stanzt man aus 1mm dicker Plastik-Karte eine Scheibe aus, welche man einfach mit dem Messer halbiert. Diese halbe Scheibe klebt man an die entsprechende Stelle am Turm und verblendet das mit Spachtelmasse. Am Besten in zwei/drei Schichten arbeiten und dazwischen jeweils einen Tag aushärten lassen. Ansonsten braucht der Spachtel ewig zum aushärten und kann sogar beim Trocken reissen.
Dann erst mit der groben Seite der Nagelfeile in Form schleifen, danach Feinschliff mit der feinen Seite der Nagelfeile (zwischendurch immer mal Schleifstaub aus der Nagelfeile ausklopfen). Zum Schluss noch die komplette verschliffene Stelle dünn mit TAMIYA extra thin Kleber einpinseln und aushärten lassen. Der TAMIYA extra thin löst das leicht an und schafft wieder eine feine Gußstuktur auf der Oberfläche.

Als Spachtelmasse kann man den REVELL Plasto verwenden. Für so grobe Sachen geht das gut und man bekommt den überall zu kaufen. Ansonsten verwende ich gern den HUMBROL Model Filler, der ist feinkörniger und trocknet in der Tube nicht so schnell ein. Im Grunde kann man den über Jahre verwenden, wenn man den Verschluss der Tube sauber hält und immer gut zudreht. Viele andere Modellbauspachtel haben den Nachteil, dass sie trotz achtsamer Verwendung nach dem ersten Öffnen relativ schnell austrocknen und so nur noch für die Mülltonne taugen.

Ach ja. Ein kleiner Hammer macht sich gut. Also nicht mit dem großen Fäustel auf das Locheisen hämmern. Und leg ein Stück Holz unter, sonst stanzt du Muster in den Tisch. Auf Baumärkten wo auch Holzzuschnitt angeboten wird, geben die oft Reststücke von Brettern oder Leisten gratis ab. Einfach mal den Mitarbeiter im Holzzuschnitt fragen. Für die ist das Abfall und sie werfen es 'eh weg.

Thema Kommandanten-Kuppel

Da gibt es grob die 'split hatch cupola' und die 'vision cupola'.
Die 'split hatch cupola' hat zwei halbrunde Luken. Von ihr gibt es 5 verschiedene Varianten. Im Grunde nur eine Evolution durch ständige Verbesserungen im Detail. Das fällt aber nur dem kundigen Auge auf.
Die 'split hatch cupola' hatten in einer der beiden halbrunden Luken einen ausfahrbaren und drehbaren Winkelspiegel, über den der Kommandant das Gefechtsfeld beobachten konnte. Optimal war das nicht. da der Kommandant so nur ein eingeschränktes Sichtfeld hatte.
Daher entwickelte man eine ganz neue Kuppel. Die ab Januar 1944 verfügbare 'vision cupola' war höher und hatte ringsum Panzerglaseinsätze mit denen der Kommandant das Gefechtsfeld überschauen konnte. Von der 'vision cupola' gab es zwei Versionen, zunächst noch ohne Haken zum Arretieren der geöffneten Luke, später dann mit Haken.


vision cupola noch ohne Haken, so wie sie im TAMIYA Bausatz beiliegt.
Bildquelle : the.shadock.free.fr

Decal Bogen von STAR DECALS



Option A sind zwei späte M4 Sherman mit 105mm Haubitze im Turm, gebaut nur bei Chrysler. (die späten M4 wurden alle ausschließlich nur mit der 105mm Haubitze gebaut)
Diese Sherman waren der Infanterie unterstellt und dienten zu deren Unterstützung.


Option B ist ein M4 Sherman mit 'composite hull', ebenfall snur bei Chrysler gebaut.
Die Besonderheit ist hier, dass der vordere Teil der Oberwanne ein angeschweißtes Gussteil ist.


Option C sind zwei frühe M4 Sherman noch mit kleinen Fahrer/Funker- Luken in vorstehenden Erkern.
Welcher der 4 Herstellerwerke des frühen M4 Sherman ist hier nicht erkennbar.


Option D ist ein M3A4 75(W) gebaut nur bei Fisher Body.
Dies ist die einzige Decal Option welche von diesem Bogen für dich in Frage kommt.


Ganz kurzer erläuternder Abriss zu Sherman

Es gab beim Sherman die Baureihen M4, M4A1, M4A2, M4A3, M4A4, M4A5 (für Sherman aus kanadischer Produktion, eine reine Akten-Bezeichnung) und M4A6.
Maßgebender Unterschied dieser Baureihen war die Motorisierung. Jede Baureihe hatte einen anderen Motor, welcher durch Größe und Einbau der Zusatzaggregate wie Kühler usw. ein anderes Motordeck und ein anderes Heck verursachte.
Lediglich M4 und M4A1 besaßen den gleichen Antrieb, hier war der Unterschied nur die Wanne ... aus Panzerplatten zusammen geschweißt beim M4 und gegossene Oberwann beim M4A1.

Der Grund für die verschiedenen Motoren war simpel. Die USA wollte so schnell wie möglich so viel Sherman wie möglich produzieren und beauftragte damit ein Dutzend verschiedene Werke. Und um genug Motoren bauen zu können, wurden alles an kurzfristig verfügbaren und geeigneten Motoren-Typen eingebaut. Im M4 und M4A1 saß ein Flugzeug-Sternmotor. M4A2 hatten einen Diesel-Motor eingebaut. Im M4A3 saß ein Reihenzylinder-Motor von Ford. Und der M4A4 besaß einen aus 5 Einzelmotoren zusammen gekoppelten Chrysler-Motor. Im seltenen und nicht mehr zum Einsatz gekommenen M4A6 saß ein neu entwickelter Vielstoff-Motor.

Das zur Grobeinteilung. Dazu kommen noch typische Eigenheiten der jeweiligen Herstellerwerke und Weiterentwicklungen. Aber das hier darzulegen würde bei Weitem den Rahmen sprengen.
Nur so viel ; dein TAMIYA Bausatz ist ein M4A3 75(W) aus der Produktion von Fisher Body. In diesem Zusammenhang : vorn an den Triebrädern bitte nur die Standard-Zahnkränze verbauen. Fisher Body verwendete nur diesen Typ Zahnkränze. Siehe Bild.
Das müssten die TAMIYA Teile A6 und A14 sein. D7 und D13 sind hier falsch, diese Zahnkränze verbaute nur allein Chrysler. Jedoch baute Chrysler keine M4A3 75(W). Dort baute man nur M4 und M4A3 mit 105mm Haubitze sowie den M4A3 76(W). Die 5 oder die 6 in der Typenbezeichnung macht einen Unterschied, die M4A3 76(W) trugen einen größeren Turm mit einer längeren und stärkeren 76mm Kanone. ;)

Bildquelle : the.shadock.free.fr
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40

Donnerstag, 2. Mai 2019, 09:07

Und wieder ein großes DANKE für die fundierte und professionelle Antwort!

Locheisen hab ich sogar noch wo in der Werkstatt liegen. Da sollte auch ein 10er dabei sein. Ich glaub ich werde das mit der Turmwange einfach versuchen. Wie ich sehe verblendet du das mit der Spachtelmasse relativ großzügig. Der Winkel ist also ziemlich flach, richtig? Die Revell und die Tamiya Spachtel hab ich da.

Also passende Decals finden für genau diesen Bausatz ist wohl die Nadel im Heuhaufen. Ich hab den StarDecal Satz jetzt bestellt, eben für Version D. Ist diese Variante von Fisher Body mit der 75 mm Kanone denn so selten? Und warum hat Tamiya dann genau diesen Panzer als Vorbild genommen?

Zahnkränze hab ich die richtigen verbaut :D :ok:

Mal nur so nebenbei: macht einen so viel Wissen nicht ganz irre im Modellbau? Man kennt doch dann alle Schwächen und Ungenauigkeiten all der Bausätze. Da genügt doch kaum einer den eingenen Ansprüchen, oder?

41

Freitag, 3. Mai 2019, 00:43

Beim verblenden der aufgeklebten Halbscheibe folgt man der Wölbung der Turmseite. dadurch wird der verspachtelte Bereich so groß. Mit Farbe darüber soll die aufgedickte Stelle eigentlich nur unten an der Kante erkennbar sein. Ansonsten soll die Turmseite "wie aus einem Guss" wirken.
Hier mal ein sehr später M4A1 Sherman mit nachgebildetem 'turret cheek.' Die grüne nicht deckende Farbe dient nur zur Kontrolle, ob das so homogen wirkt, wie gewünscht. Und wie man sieht, erkennt man den 'turret cheek wirklich nur unten an der Kante. ;)



Noch mal ein Bild, wo man den 'turret cheek gut erkennen kann. Er geht nicht bis ganz zur Turmunterkante herunter, sondern nur bis 2,3mm (Augenmass) oberhalb der Turmunterkante. Ganz so wie beim Original. Das hat den Grund, dass der 'turret cheek nicht mit dem Turmfugenschutz (ein gepanzerter Kragen auf dem Wannendach um den Turm herum, um die Fuge zwischen Turm und Wannendach vor Geschossen zu schützen) kollidiert. Das kann man auch auf dem oberen Bild erkennen.




Den M4A3 75(W) von Fisher Body gab es sogar recht häufig im europäischen und pazifischen Kriegsschauplatz. Die US Marines haben ihre Panzer gern mit Eigennamen, Comicfiguren oder Pin-Up Girls bemalt. Das ist besonders auffällig, so dass TAMIYA für diese Vorbilder Decal Optionen in den Karton packt.

HeHe. Manchmal wünscht man sich tatsächlich die Zeiten vor dem Internet und vor leicht verfügbarer Fachliteratur zurück, als man noch ahnungslos blind drauf los baute. :D
Mit dem Wissen, welches man heute hat ... es gibt kaum einen Bausatz,der nicht in irgendeiner Form korrigiert werden muss. Oft beschränkt sich das - Gott sei Dank- aber nur auf Fehler im Bauplan und der Bausatz selbst ist in Ordnung. Mit Fachwissen bewaffnet geht man da halt nur anders vor, als der Bauplan vorgibt.
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42

Montag, 27. Mai 2019, 15:30

Heia
Hab Still mitgelesen. Gehts weiter??

43

Freitag, 26. Juli 2019, 14:55

Wieder da!

Hallo zusammen!

Erstmal möchte ich mich für die laaaaange Pause ohne Rückmeldung entschuldigen. Ich war leider gesundheitlich ziemlich bedient. Hatte einen Radunfall. Eine Wespe flog mir beim Bergabfahren unter den Radhelm worauf ich in Panik über eine Böschunge stürzt bin. Dabei hab ich mir Elle und Speiche an der rechten Hand gebrochen und das Daumenwurzelgelenk der linken. Sonst Gott sei Dank nur Prellungen und Abschürfungen. Nach einem gefühlt ewigen Krankenstand und einer OP sowie einer mühsamen Reha bin ich jetzt wieder halbwegs (!) fit, hab aber immer noch Schmerzen wenn ich den Daumen länger belaste. Und ehrlich gesagt, es macht mich wahnsinnig. Ich habe jetzt echt riesen Respekt vor jedem, der chronisch krank ist.

An Modellbau war dabei nicht zu denken bzw hab ich den Sherman auch komplett vergessen gehabt. Es ist daher seit dem letzten Post auch nichts passiert.

Beim Aufräumen bin ich nun auf den Bausatz gestoßen, der still und leise gut verräumt in seiner Schachtel gewartet hat. Jetzt möchte ich gerne wieder "wiedereinsteigen". :)
Als ersten Schritt werde ich jetzt die turret cheek nachbilden versuchen. Fotos kommen dann!
lg

Xander
p.s. ich hab einen nagelneuen und unbenutzten Airbrushkompressor zuhause stehen sowie ein Airbrushstet. Jetzt wird es wohl echt langsam Zeit, das Ding mal auszuprobieren... :roll:

44

Freitag, 26. Juli 2019, 17:33

Autsch ;( Das kann ich nachempfinden ;(

Vor 2 Jahren hatte ich einen Auffahrunfall mit dem Motorrad auf der Autobahn...gar nicht schön, aber ziemlich glimpflich ausgegangen.Trotzdem ein Jahr später noch ne kleine Hand-OP.

Ich kann Dich durchaus verstehen, daß hier vorerst Pause ist. Kurier Dich erstmal richtig aus ;)

Obwohl ich gesundheitlich voll "modellbaufähig" bin, hat sich bei mir seit Monaten nix getan. Naja, das Lager ist ein klein wenig voller geworden :abhau:
Nervt mich zwar auch, wenn ich täglich meine Baustellen sehe, aber momentan ist einfach zu wenig Zeit dafür.
Also, nix überstürzen, geht schon irgendwann weiter ;)

Wünsche Dir weiterhin Gute Besserung :ok:
Ob groß, ob klein, ob arm, ob reich. Vor einem Lauf sind alle gleich :pinch:

Im Bau: Jagdtiger

Fertig: Dragon: SU 76i in 1:35
Maßstab 1:35 Tiger I Lenino Snegiri

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45

Samstag, 27. Juli 2019, 10:33

Moin
Grundsätzlich sind Modellbau Pausen nicht zu Entschuldigen :du: :baeh: :baeh: :baeh: :baeh: :baeh: . Ne im Ernst. Gesundheit geht vor. Gute Besserung erstmal. Bin jetzt nicht Krank ,doch Modellbau liegt auch bei mir flach. Zu Warm(Heiß) im Dachboden. Da flutschen die Teile vom Schweiß ins Nirgendwo. Freu mich schon das es weiter geht.

Gr.Roger

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46

Samstag, 27. Juli 2019, 15:45

Schön das es bald mit dem Bau weitergeht, pausen müssen sein, baue selbst nur recht selten.
Bin froh wen ich mal Zeit dafür habe.
Schöne Grüße aus Berlin
Vorsicht ist besser als Nachsicht.

47

Dienstag, 10. September 2019, 22:45

Es geht weiter

Guten Abend zusammen!


Nach viel zu langer Pause und Verletzung (die mir noch immer zu Schaffen macht, dreh schon langsam durch) hab ich es nun endlich geschafft, an meinem Modell weiterzubauen. Meine Frau hat schon dauern rumgenörgelt, dass ich das angefangen habe und jetzt nicht fertig mache. Tja, jetzt geht es weiter.
Ich habe den Turm nun mit einer Wange versehen wie empfohlen. Aus 1 mm starkem Styrol mit Locheisen ausgestanzt und angeklebt. Das ganze dan verspachtelt und glatt gestrichen.

So sah das mal aus:





48

Dienstag, 10. September 2019, 22:55

Das war der Stand auf dem es jetzt eine Weile hing. Und HEUTE habe ich zum ersten Mal meine Airbrush ausprobiert.


Zum Test habe ich das Modell mal grundiert - in Schwarz. Hab das mal wo auf youtube gesehen, dass man Schwarz grundiert, keine Ahnung warum. Also hab ich mir diese schwarze Grundierung von Vallejo gekauft und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Einzig meine Turmwanne sieht kacke aus (wie ich vermutet habe). Obwohl ich alles wie blöde verspachtelt habe und nach gefühltem tausendmal Schleifen alles glatt wie ein Babypopo war, sieht man nun den Styrolausschnitt.

Hier mal Bilder:






Was meint ihr generell zur Lackierung? Passt das so für einen ersten Versuch? Und was hab ich beim Spachteln falsch gemacht?

Schöne Grüße und ich freu mich schon auf die grüne Hauptlackierung! :D
P.S. die Stellen wo das Fahrwerk angeklebt wird, hab ich abgeklept, damit nachher noch der Kleber hält. Wann werden denn die Gondeln am sinnvollsten angebracht? Nach dem Hauptlack oder kann ich die jetzt schon festkleben?

49

Mittwoch, 11. September 2019, 00:10

Und was hab ich beim Spachteln falsch gemacht?
Gespachtelt hast du richtig, nur mangels Erfahrung falsch verschliffen. ;)
Die Spachtelmasse wird beim verschleifen leichter und schneller abgetragen als das Plastik. Das muss man erst einmal wissen. Wenn du also grob in Form geschliffen hast, dann nur noch ganz sanft ohne wirklichen Druck glätten. Immer wieder Schleifstaub weg pusten und mit dem Finger prüfen, ob man schon zu viel weg geschliffen hat. Ist dem so, dann ist es auch kein Beinbruch. Einfach die entsprechende Stelle noch einmal ganz dünn nachspachteln, über Nacht aushärten lassen und dann ganz sanft überschleifen - das Schleifmedium quasi ohne Druck über die Oberfläche gleiten lassen. Wenn es sich mit der Fingerspitze glatt anfühlt, aufhören. Wir wollen nur glätten und eine homogene Oberfläche erzeugen, nicht auf Teufel komm raus Material abtragen.

Tatsächlich sehen die meißten Modellbauer erst nach Auftrag der Grundierung, ob sie richtig verschliffen haben. Auch dazu dient eine Grundierung ; Kontrolle der Schleifstellen. :ok:
Ansonsten hast du den 'turret cheek' schön verblendet. Die harte Kante einfach noch einmal mit wenig Spachtel verblenden und wie beschrieben ganz sanft überschleifen.

Die Grundierung macht auch einen guten Eindruck. Soweit alles richtig und nichts falsch gemacht. :)

Warum nun schwarz grundieren ? Manche Modellbauer nutzen das gleich als Schattierung. Indem die Deckfarbe an bestimmten Stellen dünner aufgetragen wird, wirkt sie dort dunkler. Man hast so gleich einen ersten Alterungseffekt.
Anders herum funktioniert das auch mit weißer Grundierung. Da wirkt die Deckfarbe dann bei dünnerem Auftrag heller und man hat den Effekt von ausgeblichener Farbe.
Das sollte man auch wieder erst an einem Testobjekt üben, bevor man es am Modell umsetzt. ;)

Die Laufrollenwagen laß noch ab. Erst nach der kompletten Lackierung es Modelles empfiehlt es sich diese anzukleben. So kommst du noch überall gut heran. :thumbsup:
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Beiträge: 266

Realname: Chris Frankenstein

Wohnort: Berlin

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50

Mittwoch, 11. September 2019, 05:01

Sieht doch ganz gut aus bisher, weiter so.
Schöne Grüße aus Berlin
Vorsicht ist besser als Nachsicht.

51

Mittwoch, 11. September 2019, 20:22

Abend!


Vielen Dank für die rasche und kompetente Hilfe - und das nachdem ich so lange Pause gemacht habe! :respekt:
Der Tipp mit dem Schleifen ist Gold wert, da geht mir jetzt ein Licht auf! Ich dachte schon ich bin zu blöd zum Spachteln. Hab jetzt den Lack an der Stelle abgeschliffen (hält wie der Teufel das Zeugs) und nochmal fein drüber gespachtelt. Jetzt werde ich das nochmal verschleifen (zärtlich) und hoffen, dass das dann passt.

Warum man schwarz grundiert, ist mir jetzt auch klar. So kann ich also unter dem Panzer das Schwarz etwas durchscheinen lassen und es sieht aus, als wäre es dunkler, richtig?


Mit diesen Licht- und Schatteneffekten würde ich mich gerne Spielen, mal sehen ob ich das wo üben kann.
Meine nächste große Frage ist, wie lackiere ich am besten die Ketten? Rostfarig, silber, schwarz?

52

Mittwoch, 11. September 2019, 23:28

Du hättest nicht extra die Farbe abschleifen müssen. Man hätte auch gleich überspachteln können. ;)

Richtig, Wenn man in mehreren dünnen Schichten lackiert, kann man die Deckkraft steuern. Dazu muss die Farbe gut verdünnt sein und man geht nur lasierend drüber. Das macht man so oft, bis der gewünschte Effekt erreicht ist.

Für die Ketten gibt es viele verschiedene Vorgehensweisen. Da hat jeder so seine eigene Methode.
Ich persönlich halte es simpel und mag meine Panzerketten werksneu ; Schwarz seidenmatt grundieren, mit Gunze Aqueous Hobby Color H462 Schwarzbraun drüber nebeln und dann mit Graphit die erhabenen Stellen einreiben, bis ein metallischer Schimmer entsteht. Das reicht. Silber oder Metallfarben sind zu intensiv.

* eine Bezugsquelle für Gunze H462 : https://www.dersockelshop.de/farben-/h46…bby_gsh462.html
Graphitpulver kann man sehr günstig im Baumarkt kaufen, Oder aber man nimmt einen harten Bleistift und behandelt damit reibend die blanken Metallstellen. Eine Bleistiftmine ist auch nix anderes als Graphit.

Bei Sherman Ketten mit Gummiblöcken werden diese in Seidenmatt Anthrazit lackiert, die Stellen mit Bodenkontakt werden Matt Schwarz um den Gummiabrieb darzustellen. Die Gummibandagen der Laufrollen werden ebenso behandelt.
Dein TAMIYA Sherman Modell hat Metallketten, damit entfällt hier die Gummidarstellung.
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53

Donnerstag, 12. September 2019, 22:51

So, Spachtelmasse ist jetzt trocken, morgen nochmal verschleifen und dann geht es ab ans Lackieren. Darauf freu ich mich schon am meisten.





Ich hab mir dieses Farbsetz gekauft (in der Hoffung, dass ich das mit den hell/dunkel Effekten irgendwann mal beherrsche):https://www.migjimenez.com/en/modulation…ation-set-.html
Mein Plan: ich gehe jetzt mal mit der Dark Base Farbe über alles drüber, so dass der ganze Panzer dunkelgrün ist. Wenn ich das erledigt habe, werde ich bis auf die Unterseite und ein paar verwinkelte Stellen sowie die Räder alles mit der Base Farbe drüber gehen. Dann die Oberseite mit der Lightbase und am Ende noch Akzente setzen mit der Highlight.
Sollte es dann kacke aussehen, lackiere ich einfach alles mit der Base wieder über und lasse es so. :baeh:

54

Freitag, 13. September 2019, 12:31

Nur der Vollständigkeit wegen ; einen kleinen Fehler hast du gemacht. Du hast den 'turret cheek bis zur Turmunterkante herunter gezogen. Tatsächlich sollte er am Modell aber ca. 2mm oberhalb der Turmunterkante aufhören. Siehe Bild.

Je nachdem, welches Stahlgusswerk den Turm gegossen hat, gab es zwei Varianten bei der Unterkante des 'turret cheek'. Entweder eine scharfe Kante oder eine abgeschrägte Kante. Nachfolgendes Bild zeigt die abgeschrägte Kante - siehe rote Markierung.
Mit abgeschrägter Kante ist auch die häufigere Variante.
Bildquelle : the.shadock.free.fr

Mit der scharfen Kanten unten am 'turret cheek' kenne ich die Turm zumeißt nur an M4 'Composite Hull' Sherman - siehe dieses Bild :
Bildquelle : the.shadock.free.fr


Und bevor die Frage kommt, was ein M4 'Composite Hull' ist ... die wurden exklusiv nur bei Chrysler und bei ALCO gebaut. Diese Sherman haben eine aus Panzerplatten zusammen geschweißte Oberwanne, wobei jedoch als Besonderheit der vordere Teil der Oberwanne ein angeschweißtes Gußteil ist.
Die Briten nannten diesen Sherman Typ auch M4 'Hybrid Hull'.
ALCO gebaute M4 'Composite Hull' unterschieden sich in kleinen Details von denen aus dem Chrysler Werk. Aber das würde hier schon wieder zu weit ins Detail gehen. Mehr dazu gern, falls du mal so einen bauen möchtest (gibt es von DRAGON als Bausatz).

Bildquelle : the.shadock.free.fr
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55

Freitag, 13. September 2019, 16:40

Du machst mich noch fertig... :D Mal im Ernst, VIELEN DANK! Woher hast Du all das Wissen über den Sherman? Du könntest ja fast ein Buch über dieses Baumuster schreiben. :respekt:

Ich habe jetzt entsprechend deines Tipps die Unterseite nochmal abgefeilt und drüber lackiert. Heute nachmittags hatte ich Zeit, meine Frau und die Kinder haben einen Ausflug gemacht und ich durfte den ganzen Tag daheim bleiben und mit meinem Modell "spielen" (ich hoffe, der abfällige Ton den meine Frau für mein Hobby übrig hat kommt da irgendwie rüber :baeh: )

Jedenfalls hab ich mich heute den ganzen Nachmittag mit dem Farbset und der Airbrush gespielt. So sieht der Panzer jetzt nach meiner Sprühorgie aus:









56

Freitag, 13. September 2019, 16:43

Was meint ihr dazu? Kann man das für den ersten Versuch so lassen oder sieht es kacke aus? Auf den Fotos kommen manche Stellen fast schwarz rüber, sind sie aber in der Realität nicht, auf den Bildern wirkt der Kontrast deutlich stärker als er tatsächlich ist.
Nun aber mein nächstes Dilemma. Er ist jetzt lackiert, WIE geht es jetzt weiter?

Beiträge: 355

Realname: Knut

Wohnort: im Sachsenland

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57

Samstag, 14. September 2019, 19:04

Kacke sieht deine Lackierung garantiert nicht aus und die Farbmodulation hast du schon mal ganz gut hinbekommen. Die ganz großen freien Flächen (z.B. die Rumpfseiten) würde ich vielleicht in der Mitte nochmal ein wenig aufhellen.

Vom weiteren Vorgehen würde ich jetzt ein wenig filtern (als ganz stark verdünnte Farbe stellenweise auftragen), dann die Farbabnutzungen/Lackabplatzer darstellen (Stichwort Schwammmethode). Wobei diese Reihenfolge jetzt nicht so wichtig ist, da ja der Filter sowie nicht deckend ist.

Theoretisch könntest du dann auch beginnen die Ausrüstung zu bemalen um hinterher alles mit (glänzenden) Klarlack zu versiegeln (die Decals als Zwischenschritt noch aufbringen (also Klarlack - Decal - Klarlack)) und dann die Ölfarben raus zuholen.

Gruß Knut

58

Sonntag, 15. September 2019, 11:04

Die Lackierung sieht doch gar nicht mal so übel aus...gut gemacht :ok:

Ich weiß ja nicht, wie weit Du mit Abnutzungen gehen willst.

Ich würde jetzt einen grünen oder braunen Filter drüber legen. Ich verwende immer die fertig gemischten Töpfchen, kannst Du natürlich auch selbst mischen. Anschließend die Abplatzer und Kratzer malen.

Hier mal ein Video:


https://www.youtube.com/watch?v=eKq1TBl9ExwDanach

Klarlack, Decals, Klarlack. Dann kommen die Ölfarben ins Spiel.
Ob groß, ob klein, ob arm, ob reich. Vor einem Lauf sind alle gleich :pinch:

Im Bau: Jagdtiger

Fertig: Dragon: SU 76i in 1:35
Maßstab 1:35 Tiger I Lenino Snegiri

59

Montag, 16. September 2019, 12:53

Moin,

Ich finde viele Wege führen nach Rom, es gibt verschiedene Techniken und Verfahren zum Altern in unterschiedlichen Reihenfolgen.

hier mal ein Link von AK Interactive Channel, da wird ein Sherman Turm von Anfang Grundierung bis zum Schluss behandelt, ganz gut gemacht und einer der vielen Wege...

https://www.youtube.com/watch?v=yMRtyEpjrEs


Meiner wäre folgender,

nach deiner Lackierung , da ich viel mit Colormodulation versuche

-erhabene Stellen aufhellen, das die Kiste mehr Volumen bekommt,
-Zubehör wie Werkzeug etc bemalen
-dann Chipping per Pinsel und Schwamm(weniger ist manchmal mehr) erst sehr helle Grundfarbe und dann das blanke Metall da ist Chipping Color von MIG klasse
-evtl mit Filter arbeiten
-mit Klarlack die Kiste versiegeln
-pinwash für mehr Details
-Dann geht es mit Regenschlieren weiter (ist es verschiedene Mittel)
-Wichtig nach jeden Schritten ist, gut trocknen lassen
-Verschmutzung mit Pigmenten + was der Markt alles hergibt, je nachdem was dein Modell aussagen soll


Auch noch eine Gute Reihe zur Zeit auf Youtube

How to von Night Shift, gerade mit dem Chipping und den Ketten gut erklärt

https://www.youtube.com/watch?v=1fXGHx3yZcU

Dann wünsche ich noch gutes Gelingen, ich bleibe dabei.
:wink:

60

Montag, 16. September 2019, 14:23

Danke für Eure Hilfe und die youtube Videos, es ist schon irre, was die mit den Modellen machen! Großen Respekt.



Ich habe mir jetzt von MIG einen Filter, eine Wash sowie etwas Streaking Grime bzw. Rainmark Effects und ein paar Pigmente gekauft.

Mir ist die Kiste in der Tat noch ein wenig zu dunkel, werde die Lackierung wohl noch etwas aufhellen, danke nochmal für die Tipps!

Mit der Alterung hätte ich mich bei dem Modell noch nobel zurück gehalten, ist ja immerhin erst der Anfang. Bei den Shermans sehe ich Chipping und Lackabplatzer eher selten, kann es sein, dass die Fahrzeuge einfach guten Lack hatten oder einfach nicht lange im Einsatz standen?

Was ich noch nicht weiß: zuerst Werkzeuge und Räder bemalen und dann Filter drüber oder zuerst Filter und dann Kleinteile bemalen?

Mein Plan wäre jetzt folgender:

Nochmal mit der Brush ran und etwas aufhellen, dann etwas mit dem Pinsel Details aufhellen.


  • Kleinteile und Werkzeug bemalen, Räder bemalen und Gondeln ankleben
  • Filter
  • Klarlack glänzend
  • Decals
  • Klarlack glänzend
  • Wash und Rainmarks/Grime
  • Klarlack matt
  • Pigmente



Würde das so laufen oder würdet ihr da was anders machen bzw. hab ich irgendwo einen Denkfehler drin?

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