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61

Dienstag, 3. September 2019, 14:20

Servus Jochen!

Wunderschöne Detailarbeit! Die Brücke ist super!

Hofi

62

Donnerstag, 5. September 2019, 20:33

Richelieu - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Zur Erholung von der Ätzteilorgie Brückenturm habe ich auch mal wieder etwas Plastik zusammengebaut.
Die Sekundärartillerie, drei Drillingstürme 152mm auf dem Heck.



Zuerst alles Plastik zusammengesucht, die Rohre selbst werden durch Messingdrehteile (Flyhawk) ersetzt.



So ist das vorgesehen...



..gefällt mir aber nicht, weil man wegen fehlender Schartenblenden ins Turminnere sehen kann.



Weil ich auf Höhenverstellbarkeit der Rohre keinen Wert lege, habe ich die Scharten mit Sheet verkleidet, in das ich auch gleich 0,6mm-Löcher für die Rohre gebohrt habe. Eigentlich waren die Blenden walzenförmig, aber sooo genau bin ich dann doch nicht.. Hauptsache, man sieht nicht in den leeren Turm.



Die fertigen Türme an Ort und Stelle.

Und die letzten fehlenden Geschütze: Sechs mal Zwillingsflak 100mm.



Dafür enthält der Flyhawk-Satz leider keine Rohre, diese sind dann also von Master.



Die Hinterkanten der Schutzschilde habe ich dünner geschnitzt (unten rechts), dass die Kanonen insgesamt eher sparsam detailiert sind, fällt nachher nicht mehr auf, weil die offene Rückseite zu den Decksaufbauten zeigt.



Alle Kanonen auf einen Blick: 8 x 380mm, 9 x 152mm, 12 x 100mm, 56 x 40mm und 50 x 20mm.

In Trockenpausen auch immer mal was am Brückenturm gemacht:



Die Unterseiten der oberen Decks, hier waren einige Auswerfermarken zu verspachteln. Bei zweien sind auch schon die Stützwinkel entfernt, die durch Ätzis ersetzt werden.



Nicht viel übrig geblieben vom originalen Plastik...siehe drittletztes Bild des vorherigen Posts. Bin jedenfalls froh, mit diesen gewölbten Windschützern fertig zu sein.



Mal den Rohbau in die Höhe gestapelt. Auf dem obersten Entfernungsmesser saß ganz zu Anfang noch einmal ein baugleiches Gerät als Reserve, das wurde aber wegen Unsinnigkeit schon nach den ersten Probefahrten wieder abgebaut.



Das ist selbiger E-Messer aus der Nähe (noch unbearbeitet!). Der kleine Prömpel oben drauf ist nicht etwa ein Blaulicht, sondern ein amerikanisches SF-1 Radar, das 1943 montiert wurde. 1944 wurde das auf den gepanzerten Kommandostand versetzt, an dieser Stelle wurde dann ein kleiner Mast mit einem interessanten, aus britischen und amerikanischen Geräten gemischten Radargeweih errichtet. Das würde ich auch gern so darstellen, die Teile dafür sind im Flyhawk-Satz auch enthalten, das Problem mit dem Umbau: Ich weiß nicht genau, wann die Änderung erfolgte. Und diesen spektakulären Tarnanstrich, für den ich mich entschieden habe (und den zu ändern keine Option ist), trug das Schiff nur etwa 8 Monate. Ich habe etliche Fotos, die das Schiff mit der neuen Radarausstattung und dem langweiligen Nachfolgeanstrich zeigen, so hatte ich den bösen (und naheliegenden) Verdacht, dass Umbau und Umlackierung gleichzeitig stattfanden. Aber dann habe ich tatsächlich ein einziges Bild gefunden, in schlechter Qualität und aus ungünstiger Perspektive zwar, aber immerhin mit altem Anstrich und neuem Radar, eindeutig zu erkennen. Juhuuuu!!!



Also Radom abgesägt und auf Flyhawk-Sockel gesetzt..



..und an die neue Position verbracht.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

63

Donnerstag, 5. September 2019, 20:55

Hallo Jochen, Hammerdetails, sehr beeindruckend.
LG Frank

64

Donnerstag, 5. September 2019, 21:20

Alles super.
Der Austausch der zu dicken Originalflakrohre hat sich gelohnt.

Der Entfernungsmesser (Bild 11) dagegen ließe sich vielleicht noch etwas profilieren.
Zu einfach für Deine hammerstark profilierten Details. (meine Meinung)
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

65

Donnerstag, 5. September 2019, 21:32

Dank Euch!

Ja, Ray, stimmt. Die sind noch etwas nackt, wofür der Ätzteilsatz und die Kramkiste aber auch noch Abhilfe schaffen. Nur die Ausleger selber bleiben so, aber deren Proportionen sind ganz ok.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

66

Freitag, 6. September 2019, 06:52

Moin Jochen,

Hammer Detailarbeiten, das haut einen einfach aus den Socken, wirklich klasse was du hier machst, alleine die Artillerie ist schon eine Augenweide.


LG Bernd
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man Müde wird. :wink:

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67

Sonntag, 8. September 2019, 10:03

Jochen, Du lässt ganz schön nach. Vier Monate und immer noch nicht fertig. :D

Spaß beiseite, sehr schöne Arbeit, wie immer. ;)
Gruß, Olaf

Im Bau Zerstörer Mölders 1:100 scratch
Abgewrackt Zerstörer Z-17 1:350
Fertig: Hachette U96 1:48, Academy Graf Spee 1:350, VIIc 1:350

68

Dienstag, 10. September 2019, 19:11

Richelieu - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Ja, Olaf, mir kommt das auch schon sehr lang vor...aber ist ja kein Leistungssport.

Tatsächlich steckt im Brückenturm bisher auch die meiste Arbeit, aber es wird.



Absturzsicherungen der Treppenschächte. Habe ich mir, mangels Referenzen, so ausgedacht.



Meine bekannte Neigung zur Zweckentfremdung von Leitern: Belegstellen für Signalflaggenleinen, werden über die unteren Brückendecks verteilt. Oben werden die Leinen nicht, wie gewohnt, an Rahen oder Auslegern befestigt, sondern an einem um den Turm gespanntem Seil.



An der Vorderseite läuft dieses Seil über zwei kleine Ausleger, für die es Ätzteile gibt. Weil ich das aber mit leichter Spannung montieren will, werden die noch mit 0,3mm Stahldraht verstärkt.



So nämlich..



und dann so. Ist nicht ganz originalgetreu, aber stabil genug.



Zwischendurch noch den eher konventionellen Windabweiser des obersten Decks zusammengefummelt, nach den Teilen für die unteren Decks harmlos...



Und wieder ein Griff in den Teilefundus: Halbierte Relingstützen werden als obere Blöcke für die Signalleinen zweckentfremdet.



Als Tragseil dient Nylonfaden von 0,15mm, nicht elastisch.



Ein Faden und 15 Blöcke. Die Flaggenleinen selber werden nach dem Zusammensetzen der beiden großen Baugruppen gespannt.



Reichlich Stützwinkel an der Unterseite. Das ist, wie Vorbildfotos zeigen, immer noch vereinfacht, aber so schon fummelig genug.



Und einige Details aus der Kramkiste, der Bausatz zeigt hier nur ein blankes Deck. Für das oberste Deck sehr mager, man blickt direkt darauf.



Haarige Sache...ist Elastikfaden 0,02mm. Da das Zeug sehr eigenwillig ist und sich gern einrollt, habe ich die Spitze mit Serkundenkleber gehärtet, ist sonst kaum möglich, das durch die winzigen Löcher durchzufädeln.



Und so sieht das fertig aus...von den fünf Belegstellen sind jetzt zwei fertig getakelt. Reine Nervensache...
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-Otto von Bismarck

Beiträge: 103

Realname: Christian

Wohnort: Kevelaer

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69

Mittwoch, 11. September 2019, 00:04

Alter ist das winzig...du kommst noch ohne Elektronenmikro aus?

Respekt vor dieser Fingerfertigkeit und Detailarbeit. Bin schon aufs fertige Modell gespannt :smilie:

70

Mittwoch, 11. September 2019, 07:24

Alter ist das winzig...
Groß kann ja jeder :abhau: :abhau:

Spaß beiseite, was Jochen hier seit Jahren zeigt ist ganz großes Kino im kleinen Maßstab...
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


71

Mittwoch, 11. September 2019, 11:51

Mahlzeit die Herrschaften!

Ja, mein Mikroskop und ich... dafür kann ich aber am Schreibtisch bauen und brauche keine Fabrikhalle...
Ernsthaft reicht mir eine Billiglesebrille (noch..), die ja eigentlich auch nur eine doppelte Lupe ist. Versuche mit Kopflupe oder beleuchteter Tischlupe brachten keine guten Resultate, das stört mich mehr, als es nützt. Und durch das eingeschränkte Sichtfeld besteht immer die Gefahr, dass man woanders was abreißt, ist nicht gerade entspannend..

Kleiner Maßstab ist übrigens relativ, die Schiffsmodelle meiner Kindheit waren Airfix 1:600, da waren solche Details natürlich nicht denkbar. Andererseits habe ich neulich Bilder einer scratch gebauten Nagato in 1:700 gesehen, da bin ich froh, wenn ich meine Hasegawa 1:350 so hinbekomme.
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-Otto von Bismarck

72

Mittwoch, 11. September 2019, 14:03

Servus Jochen!

Großartig! Schaut super aus!

Hofi

73

Samstag, 14. September 2019, 19:35

Richelieu - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!



Signalleinen fertig getakelt, davor meine wichtigsten Werkzeuge dafür. Neben Pinzette und diversen verbogenen Stecknadeln eine Nadel mit angeklebtem Haar zur zielgenauen Sekundenkleberverteilung und, ganz wichtig, ein Zahnstocher mit erst angeschrägter und dann gespaltener Spitze, um den Faden in kleinste Ecken zu bekommen.



Aufbauten zusammengestellt, auf dem Deck dazwischen stehen bald die Beiboote. Plastiklagerböcke habe ich schon vor Monaten abgesägt, dass der Bau schon recht lange dauert, merke ich daran, dass ich mich an sowas kaum noch erinnern kann. Und dabei bin ich erst 51...



Diese drei Barkassen bilden die untere Ebene. Eine davon, die des Kommandanten, unterscheidet sich etwas von den anderen, hat eine etwas größere Kabine mit großem Schiffsnamensschild ober drauf.



Vom Oberteil wird nur das Deck selber verwendet und die kleinen angespritzten Lüfter, die erst aufgebohrt werden, 0,7mm, und dann vorsichtig abgesägt.



Mal wieder Messingoregami für Fortgeschrittene.



Fenster werden noch mit Kristal Klear verglast. Der Bausatzfarbplan sieht hier unter der Wasserlinie Schwarz vor, konnte ich aber auf Fotos nicht so sehen (wäre auch das erste mal, dass der Farbplan stimmt...). Auf Fotos scheinen sie einheitlich hellgrau, ob die Decks dunkler waren, kann ich nicht sicher erkennen. Habe mich aber so entschieden, sieht besser aus. Künstlerische Freiheit und so... am Modell ist sowieso einiges improvisiert, einiges nicht ganz richtig und einiges schlicht geraten. Ein 100% historisch korrekter Nachbau wäre ein Vollscratch nach jahrzehntelanger Recherche... Das trifft natürlich auf fast jedes Modell zu, dieser Bausatz ist da aber schon speziell.




Das sind die neuen Lager der Barkassen..



..probeweise bestückt. Natürlich liegen die Boote nicht überall satt auf, bei 8 Lagerpunkten pro Boot ein Ding der Unmöglichkeit. Das fällt aber nicht auf.



Darüber kommt eine zweite Etage, auf der zwei sehr große offene Motorboote und darin noch zwei kleine Ruderboote lagern.
Ein Plastikteil wird durch 11 Ätzteile ersetzt.



So soll das montiert werden..



..wird es aber nicht. Mit den vereinfachten Booten auf vereinfachten Lagern hätte das haarscharf gepasst, so fehlen einige mm. Also muss das ganze Ding ein Deck höher wandern, habe leider keine Fotos, wo man das eindeutig sehen kann. Na ja, wird schon werden..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
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-Otto von Bismarck

74

Sonntag, 15. September 2019, 08:22

Moin Jochen,

Da wird mir ja schon alleine beim zugucken schlecht ;( selbst bei meinem „Bomber“ sind die Teile nicht so klein.
Wahrlich eine klasse Arbeit die du da wieder hinlegst, alleine die Leine zum verzurren der Signalleinen, ist schon eine Augenweide, vom Rest mal ganz zu schweigen, also meinen allergrößten Respekt, vor dieser Fummelei.


LG Bernd
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man Müde wird. :wink:

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75

Sonntag, 15. September 2019, 11:16

Wenn ich Deine Werkzeuge sehe, wird mir schwindelig :cracy: :D

Mit den Halterungen für die Beiboote wirst Du garantiert eine ansehnliche Lösung finden. Hast doch bestimmt noch 150 Ätzteile dafür im Fundus ;) :abhau:
Ob groß, ob klein, ob arm, ob reich. Vor einem Lauf sind alle gleich :pinch:

Im Bau: Jagdtiger

Fertig: Dragon: SU 76i in 1:35
Maßstab 1:35 Tiger I Lenino Snegiri

76

Sonntag, 15. September 2019, 15:29

Phantastische Feinstarbeit ! Bei deinen Werkzeugen wirds mir auch schwindelig.

Wenn ich das mit diesem Photo der Richilieu 1943 vergleiche dann hast du nicht viele Optionen die Beiboote weiter nach oben zu verlegen


https://www.naval-encyclopedia.com/wp-co…aft-Closeup.jpg
Das Bild kann man übrigens ganz gut vergrößern um den entsprechenden Ausschnitt näher zu betrachten.

Kommt übrigens von dieser Website:
https://www.naval-encyclopedia.com/ww2/F…ss-battleships/

Die asymmetrischen Abstände der Lagerstruktur für die Ruderboote dürften sich an den Vertiefungen im Aufbau der mittleren Barkasse orientieren um dort so tief wie möglich zu bleiben.
Ich könnte mir vorstellen, daß es noch eine Möglichkeit wäre den zwischen den Beibooten verlaufenden Steg aus Lochblech/Gitterblechstruktur ein wenig nach oben zu verlegen um für die darunter liegenden Dachaufbauten der mittleren Barkasse Platz zu schaffen ...

So, wie das dunkle Bauteil aussieht könnte es durchaus auch oben auf der mittleren Ätzteilstruktur aufliegen ... wäre auch statisch sinnvoll es oben auf der Tragstruktur aufzulegen ... da ist ja durchaus noch Platz um in der Höhe zu variieren ... und in welche Höhe das genau gehört läßt sich ohne originale Konstruktionszeichnung eh nicht sagen ... sieht fürs Auge jedenfall richtig aus.

statt flach also mehr so eine Art Brücken-Struktur ... schau mal auf die Skizze wie ich das meine:


Mit den Dachaufbauten wirds wahrscheinlich dennoch recht eng ...
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

77

Sonntag, 15. September 2019, 20:12

Dank Euch!

Markus, ich danke für deine Mühen und den Link, die Seite kannte ich noch gar nicht. Das Foto allerdings schon, ist eine meiner Hauptreferenzen. Stammt aus einer von einem wohl aus einem Wasserflugzeug aufgenommen Serie, die das Schiff von allen Seiten zeigt, vermutlich während der ersten Probefahrten nach dem Refit im Oktober 1943. Ist darauf gut zu erkennen, dass die von Trumpeter vorgesehene Höhe des Bootslagers richtig ist, aber auch nach deinem Vorschlag wäre die fehlende Höhe höchstens zu einem Drittel ausgeglichen. Nicht nur sind die unteren Lagerböcke der Barkassen zu hoch, auch die Barkassenrümpfe selber sind zu hoch, was vorher nur durch die praktisch fehlenden Aufbauten ausgeglichen wurde. Um das abzustellen, müsste ich die Lager und die Barkassen stark modifizieren oder gleich scratchen, was mir einfach zu aufwändig ist. Wohl oder übel werden die oberen Boote ein Deck höher wandern, ist, wie gesagt, nicht der einzige Kompromiss am Modell.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

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