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  • »UmbraFabula« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 85

Realname: Manfred

Wohnort: Norddeutsche Tiefebene

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1

Freitag, 19. Juli 2019, 01:49

Gibt es eigentlich eine Art Ranking bei den Modellbaufirmen

Ich weiß es ist eine komische Frage und ich weiß auch nicht ob man so eine Frage pauschal beantworten kann.

Es gibt ja nun Hersteller wie Sand am Meer und einige sind vielleicht etwas besser wie andere.Ich persönlich bin zum Beispiel kein Fan von Revell. Die Bausätze sind oft einfach nicht passgenau und oft "schwach" oder gar "falsch" detailiert.
Wenn ich da an meinen 300 SLR, oder den T3 Camper denke,- ich denke viel schlimmer geht nimmer.
Das schlimmste an der Geschichte ist aber,- das ich mir trotzdem immer wieder Revellmodelle kaufe, um mich dann hinterher zu ärgern. So nach dem Motto, "Ich habs ja gewußt!"
Die Bausätze von Eduard, Tamiya und Hasegawa gefallen mir hingegen, in der Regel immer sehr gut. Da finde ich nicht oft etwas zum aussetzen.

Wobei, ich habe gerade so auf Revell geschimpft, aber mein absoluter NO GO Favoriet ist Zhengdefu. Da hab ich einen Flugzeugträger in 1:800. Den werde ich wohl mit Heißklebepistole, Akkuschrauber und Spax bauen müssen.Aber jetzt noch mal zum Grund meiner Frage.

Gibt es bei den Herstellern Firmen die zur Oberklasse gehören und andere die eher Grund zur Klage bieten?Also mein Ranking wäre:

Sehr gut - Tamiya, Eduard und Hasegawa
Durchaus brauchbar - Airfix, HobbyBoss, Italerie,Zevzda
Eher weniger gut, bis gar nicht gut - Revell, Academy, Zhengdefu
Trumpeter,Special Hobby und Meng Models kann ich nicht beurteilen, da mir da keine Bausätze vorliegen.Mir geht es beim Ranking nicht um den Preis,- weil teuer muss nicht immer gut, oder günstig nicht immer schlecht sein.
Es geht mir rein um die Passgenauigkeit,die Detailierung und wie sauber die Sätze gegoßen sind.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir euere Erfahrungen mitteilt.
Dann bekomme ich vielleicht einen besseren Überblick über die Qualität der Firmen und zahle unter Umständen nicht so viel Lehrgeld.
Klar ist auch, das ich nur einen Bruchteil der Modellbaufirmen aufgelistet habe. Ich habe mich an meinem Vorratslager orientiert.


Ihr dürfte die Liste gerne mit weiteren Firmen ergänzen.Übrigens, bevor gleich der Spruch kommt, "Wir sind doch Modellbauer, da gehört spachteln dazu!"

Ja spachteln und schleifen gehört zu jedem Modell.Aber wenn ich mir für teures Geld einen Bausatz kaufe, dann finde ich es blöd wenn ich auch noch für 20 € Spachtel investieren muss.
Gut war jetzt überzogen, aber ich finde ab einer gewissen Preisgrenze kann man solide Arbeit, bzw. ein solides Modell erwarten.

Warum ich bei dem Thema so fuchsig bin?Ganz einfach,- als junger Bursche waren meine ersten beiden Modelle ein PKW und ein Düsenjäger von Revell.
Das passte vorne und hinten nicht,- heute weiß ich das der Fehler vom Werk kommt, - damals hab ich den Fehler allerdings bei mir gesucht und mir den Kopf zerbrochen warum das nicht passt.
War übrigens in den 80/90´ger Jahren. Da war noch nicht viel mit Internet und Forenaustausch. Da hat jeder "seinen" Kampf allein in seinem Kämmerlein ausgefochten.
Und wie gesagt, mich haben diese beiden Modelle echt schwer mitgenommen. Ich hab den ganzen Mist in die Tonne gehauen, weil ich echt dachte, du bist zu blöd für das Hobby. Du kannst nicht einmal zwei Autohälten gerade zusammenkleben. Da war das Thema Modellbau ein paar Jahre für mich ein rotes Tuch.
Umso mehr freue ich mich heute, das ich es später,- mit Internet und Forenhilfe - noch einmal versucht habe.

2

Freitag, 19. Juli 2019, 17:14

Die führenden Hersteller im Militär Bereich dürften RFM, Takom und Dragon sein. Wobei bei allen Recherche notwendig ist.

3

Freitag, 19. Juli 2019, 17:21

Ich weiß gar nicht ob man die jeweiligen Hersteller pauschal bewerten kann.

Bspw. bei Italeri, genauer gesagt den LKWs. Im Großen und Ganzen sind die alle gut bis sehr gut, aber dann gibts auch wieder paar Ausnahmen.
Oder PKWs von Revell. Da gibts einige schwarze Schafe, aber manche sind auch nicht schlecht.

Aber Tamiya sehe ich defintiv auch ganz oben (bei den PKWs). Fujimi gefällt mir auch ziemlich gut.

4

Freitag, 19. Juli 2019, 21:19

Ich denke auch, dass jeder Hersteller sowohl Perlen als auch schwarze Schafe im Programm hat(te), auch wenn Die Qualität im Durchschnitt bei manchen sicher höher ist als bei anderen.

Aber ich gehe an die Bausatzauswahl anders ran. Es ist ja - abgesehen von ein paar sehr beliebten Klassikern - nicht so oft der Fall, dass das gleiche Vorbild von mehreren Herstellern als Bausatz angeboten wird. Ich gehe also eher danach, was ich bauen möchte als nach dem Hersteller. Oder anderes gesagt: Ich würde keinen Bausatz kaufen, nur weil er vom Hersteller XYZ ist. Oder einen nicht kaufen, nur weil er von Hersteller ABC ist, obwohl ich genau das Auto/Flugzeug/Schiff etc. gerne bauen will.

Dass sich in meiner Sammlung hauptsächlich Fujimi, AMT und Revell USA finden liegt jedenfalls nicht daran, dass ich diese Hersteller besonders hoch achte, sondern einfach daran, dass sie meine Interessen am besten abdecken.
Gruß,
Matthias

Beiträge: 165

Realname: Roger

Wohnort: Gelsenkirchen

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5

Samstag, 20. Juli 2019, 03:33

Moin
Mit deiner Aussage das die Frage nicht Pauschal zu beandworten ist liegst du Richtig. Eine grobe Begutachtung ist sicherlich möglich. Zu beachten, meiner Meinung nach, ist sicherlich ob es sich um einen Neuen, Alten, Wieder auferlegten oder durch Formentausch herrausgebrachten Modellbausatz handelt.
Egal ob jetzt Schortrun oder Klasschischer Plastikguß. Frühere Bausätze ,die bei erscheinen als Gut zu betrachten waren,sind nach Jahrzehnten des gebrauches der Formen sicherlich nicht besser geworden. Gurken sind auch Heute noch Gurken.
Für mich sind, allgemein gesehen, alle Neu Veröffentlichten Modelle sicherlich besser als Alte. Auf den Guß gesehen. Passgenauigkeit oder Originalität ist was anderes.
Für den Rest halte ich es wie mattg.

Gruß Roger

6

Samstag, 20. Juli 2019, 08:21

Moin Manfred,

Ich sehe das im Großen und Ganzen, auch so wie meine Vorschreiber, ein wirkliches Ranking gibt es da einfach nicht. Alle Hersteller haben da ihre guten und schlechten Seiten.
Ok, ich Beurteile das nun auch aus meiner Sicht, von den Trucks her und da bin ich so einiges gewöhnt, gerade wenn ich an die alten AMT, AMT/Ertl und AMT/Matchbox Bausätze denke... wobei Ertl, als es noch alleine war, wieder eine ganz andere Sache ist.
Aber gerade in dem Bereich amerikanischer Lkw, bin ich auf das angewiesen was es gibt und neues ist in den letzten Jahren da auch nicht dazu gekommen, mal abgesehen von den Kleinserien Herstellen, die aber dann auch im Geldbeutel gut zuschlagen.
Somit habe ich dann auch mit dem Um- bzw. Selbstbau angefangen, um für mich das zu realisieren, was es sonst nicht gibt.


LG Bernd
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man Müde wird. :wink:

Was es sonst noch von mir gibt, findet ihr << Hier >>

7

Samstag, 20. Juli 2019, 14:07

Hallo !
Neuauflagen und Formentausch ist (mindestens bei den 1:72 Flugzeugen) eine Welt für sich. Hab bei kleinen ( ?) Firmen exotische DECALS oder Zugaben gefunden .
Danke an die Leute die die Historie der Bausätze erhellen , und auseinanderklabüsern was mit den Teilen noch machbar ist ! (Abseits der Bauanleitung )
Gruß Ronald

8

Samstag, 20. Juli 2019, 16:29

Mahlzeit!

Etwas aus dem Nähkästchen des 350er graue Flotte Fachidioten:
Für alle Hersteller gilt: Je neuer, je besser. Während das Urgestein Tamiya seine immer schon sehr hohe Qualität zuletzt noch etwas steigern konnte, haben sich neuere Anbieter wie Trumpeter, Academy und Hobby Boss deutlich verbessert, von kaum baubaren Gurken hin zu wirklich schönen Bausätzen.
Dann gibt es aber auch herstellerspezifische Schwächen, Trumpeter baut gern grobe sachliche Fehler wie gespiegelte Decks oder falsche Grundrisse ein, dafür nervt an den eigentlich sehr guten Dragon-Bausätzen die unübersichtliche, wenig aussagekräftige und von Fehlern strotzende Bauanleitung.
Insgesamt gibt es aber kaum Vorbilder, die bei mehreren Herstellern im Angebot sind, man muss also nehmen, was kommt..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

9

Donnerstag, 1. August 2019, 05:59

Academy und Revell auf einer Stufe mit Zhengdefu zu stellen ist schon hart.

Academy ist bis auf ein paar Ausnahmen wie z.B. die Bf-109 in 1:72 wirklich super. Oftmals wurden ältere Hasegawa Kits kopiert, diese haben dann allerdings versenkte Gravuren (z.B. A-10 in 1:72)

Revell hat immer wieder mal uralte Gurken im Programm, da lohnt sich ein Blick auf die Timeline auf Scalemates. Andererseits haben sie auch wirklich tolle Bausätze zu einem guten Preis auf den Markt gebracht.

Dragon ist meines Erachtens einfach nur noch überteuert, hat dazu oft noch Fehlerhafte Bauanleitungen und Paßprobleme.

Hobbyboss ist z.B. mit der neuen A-4 Skyhawk in 1:72 preislich in Regionen, da erscheinen Fujimi und Hasegawa als Schnäppchen. Dazu kommen wie bei Trumpeter oftmals noch Fehler, die man eher als grobe Schnitzer bezeichnen kann.

Ganz schlimm sind Nakotne, Aeroplast und Mastercraft/Mistercraft.
Bei Mastermistercraft gehen die Bf-109 und Fw-190 noch, die F-16 und MiG-29 sind dagegen richtig übel. Man bekommt im Grunde einen netten Decalbogen mit Plastikmüll als Beigabe.

Italeri würde ich wie Revell einschätzen. Der einzige Unterschied ist, daß Italeri in den 1970-80ern für damalige Verhältnisse schöne Bausätze rausgebracht hat, sich in den 1990-2000ern aber nicht wirklich weiter entwickelt hat. Inzwischen finden sich viele ESCI Bausätze in Italeri Schachteln, diese waren in den 1980ern Top.

Um Enttäuschungen vorzubeugen lohnt es sich auf alle Fälle, sich vorher im Internet zu informieren.

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