Sie sind nicht angemeldet.

1

Dienstag, 18. Juni 2019, 17:29

1:400 Titanic LED Limited Premium Edition (und ein Vergleich mit Revell)

Bausatzvorstellung: R.M.S. TITANIC PREMIUM EDITION with LED


Der Karton kommt in edlen Seidenmattweiß mit eingepresster Goldschrift als Umverpakung








Innen ein Schuber, der der eigentliche Karton für das Modell ist, inkl. Seriennummer der Limited Edition.








Modell: R.M.S. TITANIC PREMIUM EDITION with LED
Hersteller: Academy
Modellnr.: 14226
Masstab:(/b) 1:400
[b]Teile:
Viele
Spritzlinge: In passenden Farben gegossen, Schwarz, Braun, Weiß, Gold, Klarsicht, zusätzlich Ätzteile und Holzdeck
Preis:150-300€ (limited Edition!)
Herstellungsjahr: 2019, Modellguss von 2012
Verfügbarkeit: Sehr gut
Besonderheiten: Inkl. Fotoätz, Metallmasten, Ankerketten, Echt-Holzdeck, Faden, Handbohrer und LED (ohne Löten, mit Touchbutton zum anschalten)



























Kleiner Kartonaufsteller mit Modellbezeichnung






Fazit:
Ich kenne bisher fast nur Revell, und das wird sich definitiv ändern. Die Details sind sehr gut ausgearbeitet, inkl. Nieten, wenn auch ich hier sagen kann, dass es nicht 100%ig dem Original entspricht.
Die Anleitung ist übersichtlich und für dieses Modell überarbeitet worden. Die kleinen Details sind durchaus auch ohne Ätzteile brauchbar, die Reling hat auf den ersten Blick keinerleih Mackel und ist schon verdammt fein, außer, dass sie wie so viele nur außen 3 dimensional ist, in der Innenseite flach. Meckern auf hohen Niveau! Natürlich wird es mit Ätzteilen am Ende schöner, aber im Vergleich zu Revell ist das tatsächlich auch in Plastik ne Reling

Wie im Beitrag weiter unten zu sehen, sind die Ätzteile denen von Eduard deutlich überlegen. Dennoch ist Eduard zu gebrauchen, da den Ätzteilen extra Fenster zur Detailierung/Korrektur beiliegen.

Das Holzdeck ist sehr schön, da mir aber auch das Holzdeck von Flyhawk vorliegt, muss ich aber sagen, dass die Farbgebung mir persönlich von FH besser gefällt. Vergleich weiter unten. Im Detailgrad konnte ich keinen Unterschied feststellen.
Die bereits in passender Farbe gespritzen Teile, bzw. der lackierte Rumpf, ist nice to have, aber sollte definitiv nochmal Lack bekommen. Dennoch sehr hilfreich, alleine weil man sich die ein oder andere Farbschicht extra spart, bei Revell als Beispiel muss man teilweise schwarzes Plastik weiß bekommen, das mit einer Schicht Airbrush nicht machbar ist (oder?)
Auch ist das Rot zum Schwarz nicht so schön getrennt, das bekommt man deutlich besser hin. Ebenso hat sich ein roter Fleck am Heck verirrt wo er nicht sein sollte. Der einzige echte Fehler den ich entdecken konnte.

Die Masten liegen als Metallteile zusätzlich vor. Ich habe hier für meine andere Revell-Titanic (Aufgegeben) bereits Masten im gleichen Maßstab besorgt, die sind in diesem Fall sogar noch feiner und nicht mehrgeteilt, also an einen Stück. Ich werde entscheiden welche besser/stimmiger aussehen wenn es so weit ist.

Die LED Beleuchtung ist relativ simpel, mehrere LED Streifen die reingeklebt werden, verbunden am Ende mit dem Batteriefach welches im Sockel PLatz findet. Ich mach mir jetzt schon sorgen um die Masten beim Batteriewechsel.
Was mich überrascht hat, ist der Anschalter, das funktioniert über Touch! Hier zu sehen:
https://youtu.be/2TAjF7uf0Js
Auch geben die LED ein schönes weiß, nciht dieses Ekel blau-kalt-weiß. Wär auch extrem unpassend vom Zeitraum. Dem Modell liegen auch Klarsichtteile bei, welche natürlich mit der LED Beleuchtung nochmal ein plus Ergeben. Ich vermute es wird auch nicht sehr schwer sein, die Beleuchtung durch eigene Dioden zu ergänzen, um z.B. eine Bescheinwerferung der Schornsteine zu ermöglichen.

Die Rettungsboote sind einzeln vorhanden und mehrteilig, was natürlich schöner bedeutet, aber auch viel mehr gefummel mit der Takelung. Aber zum Glück hatte die Titanic ja davon nicht allzu viele :rolleyes:
Die Fenster im Rumpf sind bereits durchlöchert, da ist keine Bohrarbeit nötig. Lediglich bei den oberen Decks sind die Löcher selber zu machen.
Ein Faden liegt bei, aber ich denke für teile der Takelung ist er doch zu dick, Gummifaden sollte man zusätzlich nehmen.
Was ich bereits im Vorfeld gelesen habe, mich aber dennoch sehr erstaunt: Bei den oberen Innenbereichen sind Deckpläne eingezeichnet mit Bezeichnung der Räume. Für die Superbauer, die eine Inneneinrichtung machen wollen ist also auch gesorgt (Ich wäre nicht mal auf die Idee gekommen, muss ich zugeben :wacko: )

Ich selber habe für das Modell 150€ bezahlt, habe es aber sonst nur deutlich teurer gefunden, in der Preisgegend um die 250€. Wie ich das sehe, ist es auch die 250 wert, biliger natürlich immer besser :ok:Beim Kauf wusste ich übrigens nichts von der limitierten Auflage.
Und ganz klar, das Modell ist dem veralteten Spitzguss von Revell (1999?) extrem überlegen.

Zum Baubericht: Klick mich!
Zur Bildergalerie: Wird folgen....

2

Dienstag, 18. Juni 2019, 18:05

Hier der Vergleich mit den Eduardteilen, oben Eduard, unten Academy:

Man sieht, dass die von Academy deutlich filligarner sind





Auch das Detail der Relings ist super, man sieht auch deutlich die angedeuteten Gatter



Dennoch ist Eduard wie in der Vorstellung erwähnt brauchbar, diese Ersatz-Fenster sind bei Academy nicht vorhanden



Hier der erwähnte Farbunterschied des Holzdecks, Flyhawk (links) zu Academy:



Flyhawk sieht für mich realer aus, weil bleicher. Entscheide aber das beim bauen was ich nehme.

Hier ein paar Detailaufnahmen, die zeigen, dass selber malen definitiv der Weg ist. Und dass manche Löcher selber zu machen sind













Beim letzten sind aber wieder gut die Nieten zu sehen, welche doch das i Tüpelfchen ausmachen beim Detail, wie auch bei diesen hier




3

Dienstag, 18. Juni 2019, 18:05

Hier noch der versprochen Vergleich mit der 1:400 Titanic von Revell:

























Die Holzmaserung ist bei Revell nicht vorhanden. Bei Reling, Kranteil und Leiter sieht man, dass Academy das deutlich feiner hinbekommt mit kaum Fehlguss, beim Kran hat Revell nichtmal Löcher zwischen den Streben. Der Kran von Academy ist beinahe dem Ätzkran von Eduard ebenwürdig.
Die Türen im Rumpf haben Scharniere, und Nieten sind bei Revell schlicht garkeine vorhanden. Die Leitern zu den Ausgucken sind ebenso recht mager bei Revell.
Hab aber tatsächlich einen Punkt bisher gefunden, den Revell besser macht:
Bei Revell ist da ein Zapfen und das kann nur richtig rein. Bei Academy ist das etwas Raten anhand Originalbilder und passgenauigkeit.
Und noch zwei Dinge vermisse ich bei Academy, evtl. auch nur nicht aufn ersten Blick gesehen





Die Wasserstandmarkierungen sind zumindest auf dem Modell aber vorhanden, als Detail! Sieht man beim Ruder und hier:
Die Ruder unterscheiden sich übrigens, sind bei Academy detailierter, aber dafür ist keine Funktion vorhanden, es ist starr. Kein Minuspunkt für mich.

Beiträge: 288

Realname: Rainer

Wohnort: nähe München

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 19. Juni 2019, 19:57

Glückwunsch zu diesem Bausatz, hätte ich selbst gerne.
Schöne Vorstellung
Gruß Rainer

Im Bau-Papegojan von Shipyard 1:72
Im Bau Heller Soleil Royal
Im Bau Imai Napoleon

Im Bau Diorama ^Das geheime Labor^

5

Donnerstag, 20. Juni 2019, 02:39

Vielen Dank :)

Habe heute den Bau begonnen und werde die Vorstellung anhand meiner Erkenntnisse noch wieter vervollständigen, z.B. dass die LED einen Touch-Anschalter haben, nicht irgendeinen mechanischen Schalter. Sehr edel gemacht.

Werbung