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Sonntag, 5. Mai 2019, 21:24

Schlachtschiff Richelieu von Trumpeter in 1:350

Mahlzeit allerseits!


Quelle: Wikipedia gemeinfrei

Nachzügler des internationalen Schlachtschiffbaus..

Die Richelieu-Klasse war die letzte französische Schlachtschiffklasse. Begonnen wurden die Schiffe kurz vor dem zweiten Weltkrieg, Richelieu wurde noch im Krieg fertiggestellt, Jean Bart erst danach
Schon im ersten Weltkrieg hatte Frankreich geplant, Schlachtschiffe mit vier Geschützen in einem Turm zu bauen, woraus aber aus verschiedenen Gründen nichts wurde. Kein Bedarf, keine Zeit, vor allem kein Geld.
In den zwanziger Jahren baute Großbritannien dann die Schlachtschiffe der Nelson-Klasse, bei denen die gesamte Hauptartillerie auf dem Vorschiff konzentriert war, in drei Drillingstürmen. Beide Konzepte verfolgten das Ziel, den zu umpanzernden lebenswichtigen Raum, die Zitadelle, möglichst klein und damit leicht zu halten.
In den frühen dreissiger Jahren baute dann auch Frankreich neue Schlachtschiffe, die Dunkerque-Klasse. Diese kombinierten die beiden Konzepte und hatten auf dem Vorschiff zwei Vierlingstürme zu 33 cm. Ein erfolgreiches Konzept, zwar keine Hauptbewaffnung nach hinten, dafür deckte die gesamte schwere Artillerie einen Dreiviertelkreis nach vorn ab.
Italien, im Mittelmeer Frankreichs Hauptrivale, übertrumpfte diese Schiffe dann aber mit der Littorio-Klasse, so dass Frankreich wieder nachlegen musste, mit der Richelieu-Klasse. Das war praktisch eine vergrößerte Dunkerque-Klasse mit 38 cm Geschützen, die den italienischen Schiffen und auch der deutschen Bismarck-Klasse durchaus ebenbürtig waren, zumindest auf dem Papier. Ausprobiert wurde das nie...

1940, als deutsche Truppen Frankreich überrannten, war die Richelieu fast fertig, hatte schon erste Probefahrten absolviert, war aber noch nicht einsatzbereit und hätte auch nichts ausrichten können. So entkam sie knapp nach Dakar, Senegal, Westafrika, damals französische Kolonie, womit ein elendiges Hickhack um das Schiff begann. Die Vichy-Franzosen wollten es behalten, die Briten und später die USA wollten es haben, wollten aber vor allem verhindern, dass die Deutschen es bekommen. Eine Übernahme der französischen Flotte hätte die schweren Einheiten der Kriegsmarine praktisch verdoppelt, und die Briten waren wild entschlossen, das zu verhindern, auch mit Gewalt. Wozu es dann auch kam...eine chaotische Geschichte, die die Franzosen den Briten bis heute übel nehmen.
Dakar war dabei eher Nebenschauplatz, aber auch hier gab es neben gütlichen Überredungsversuchen auch Angriffe. Richelieu ging zuerst nach einem Lufttorpedotreffer im Hafen auf Grund, konnte aber gehoben und provisorisch repariert werden. Einige Monate danach versuchte ein britischer Flottenverband es vergeblich mit Artilleriefeuer, wobei es im zweiten Turm der Richelieu wegen fehlerhafter Munition einen Rohrkrepierer gab, der ein Geschütz völlig zerstörte. Aber das Schiff schwamm noch, und die Besatzung tat ihr möglichstes, um es einsatzbereit zu machen. Wobei die schweren Schäden in Dakar nicht repariert werden konnten, sehr wohl aber in New York...Ende 1942 gingen die französischen Truppen in Afrika zu den Aliierten über, womit das Tauziehen um die Richelieu beendet war.
Es folgte ein längerer Aufenthalt in New York, wo das Schiff umfassend repariert und modernisiert wurde. Die leichte Flak wurde durch amerikanische Modelle ersetzt und dabei verstärkt, dazu kamen diverse Radar- Feuerleit- und Funkgeräte. Dafür fielen Bordflugzeuge und Katapulte weg, auf dem nun freien Achterdeck wurden weitere Flakgeschütze aufgestellt.
Ja, und dann ging es, mit einiger Verspätung, für die das Schiff nichts konnte, tatsächlich in den Krieg...Anfang 1944 ein kurzes Gastspiel im Atlantik, danach Verlegung in den indischen Ozean und Pazifik und gemeinsamer Einsatz mit der Royal Navy. Es gab viele Einsätze, allerdings eher einseitige Sachen, also Küstenbeschiessungen.
Und dann war der Krieg zuende...nur nicht für Frankreich, das in Vietnam versuchte, seine Kolonialherrschaft wieder zu etablieren und damit gleich in den nächsten aussichtslosen Konflikt schlitterte. Die Richelieu war ja sowieso gerade in der Gegend, konnte aber in einem Guerilliakrieg an Land nun wirklich nichts ausrichten und wurde nach kurzem Einsatz nach Frankreich zurückverlegt.

Eine richtige Verwendung gab es dafür eigentlich nicht mehr, trotzdem wurde das Schiff einsatzbereit gehalten, das Schwesterschiff Jean Bart wurde überhaupt erst 1955 endgültig fertiggestellt, als es schon lange nicht mehr gebraucht wurde. Richelieu wurde 1958 stationäres Schulschiff, 1967 ausgemustert und 1968 verschrottet. Ironischerweise in Italien.

Das Modell



Ein Wüstenschiff und ein wüstes Schiff..

Der Trumpeterbausatz datiert von 2007, sozusagen aus des Künstlers mittlerer Schaffensperiode. Das bedeutet, dass er nicht mehr diesen bei Trumpeter immer sehr spachtelintensiven in der Wasserlinie geteilten Rumpf hat, ein echter Pluspunkt, aber sonst von eher ..räusper, nun ja.. von eher rustikaler Machart ist. Der Bauzustand ist Ende 1943, also mit amerikanischen Flakgeschützen und einem sehr interessanten und herausfordernden Tarnanstrich.
Dazu kommt ein Ätzteilsatz von Flyhawk, und auch der ist ein eher unausgereiftes Frühwerk. Die Anleitung ist, soviel ist jetzt schon klar, eine Katastrophe, bei vielen Teilen habe ich noch nicht die geringste Ahnung, was sie darstellen und wohin sie gehören. Und auch die Flakgeschütze sind nicht so toll, wie man das von späteren Flyhawk-Sätzen gewohnt ist, zwar sicher besser als die Bausatzteile, aber lange noch nicht gut. Und extra zu kaufende Zubehörteile gehen ganz schön ins Geld..na ja, mal sehen. Soweit bin ich noch lange nicht.



Speedunboxing: Der Farbplan taugt nur als Wandschmuck, hat nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem Original.



Für ein Modell dieser Größe recht überschaubare Teilezahl.



Der Flyhawksatz.



Insgesamt 11 Ätzplatinen, dazu Rohre für die schwere und die mittlere Artillerie. Rohre für die schwere Flak fehlen, habe ich aber im Fundus.



Los geht's mit dem Rumpf. Heftige Grate an der Längsnaht, sind aber gut zu verschleifen, keine störenden Details...
Im Hintergrund kleiner Zwischendurchbau, Flower Class Korvette von Mirage.



Klüsen sind angegossen und haben immerhin ein angedeutetes Loch, das ich aufbohre und, mangels 1 mm Rundfeile oder -fräser, mit dem Bohrer aufraspele. Echte Blödmannsarbeit, bevor es ans aufbohren der Bullaugen geht, echte Blödmannsgehilfenarbeit..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

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2

Sonntag, 5. Mai 2019, 22:11

Bonjour Jochen
La Richelieu ... tres bien!
Das Schiff hat eine interessante Vergangenheit.
Ich habe schon mal gebuzzert und freu mich schon auf deine Künste
„Vorhang auf“ ... a bientot
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

3

Montag, 6. Mai 2019, 08:25

Servus Jochen!
Ich schau zu!
Hofi

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Wohnort: Oldenburg

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4

Montag, 6. Mai 2019, 13:05

Hallo Jochen,
da bin ich auch wieder mit dabei. Auf den Franzosen bin ich echt gespannt.

Gruß
Henning
Im Bau: Flottentorpedoboot T 23 - Maßstab 1:75

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Realname: Rainer

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5

Montag, 6. Mai 2019, 14:12

:wink: Ich bin auch dabei!
1. Ich stehe total auf alte Bausätze
2. Ich mag generell Schiffe aus Frankreich
3. Könnern schaut man gerne zu und lernt
Gruß Rainer

Im Bau-Papegojan von Shipyard 1:72
Im Bau Heller Soleil Royal
Im Bau Imai Napoleon

Im Bau Diorama ^Das geheime Labor^

6

Montag, 6. Mai 2019, 16:01

Dann werde ich dem Kardinal auch mal die Ehre erweisen und seiner Fertigstellung beiwohnen.
Gruß, Olaf

Im Bau Zerstörer Mölders 1:100 scratch
Abgewrackt Zerstörer Z-17 1:350
Fertig: Hachette U96 1:48, Academy Graf Spee 1:350, VIIc 1:350

7

Montag, 6. Mai 2019, 17:16

Mahlzeit allerseits!

Freut mich, dass der kriegerische Kirchenfürst auf so breites Interesse trifft.
Bei mir war es ja gewissermassen eine Proporzentscheidung, ein Schlachtschiff, weil diese den größten Teil meiner ungebauten Modelle ausmachen, und ein Franzose, weil die bei den fertigen Modellen schwer unterrepräsentiert sind. Bislang wird die Trikolore nur von der Surcouf vertreten, was aber auch am Angebot der Hersteller liegt. Lange waren Richelieu und Surcouf die einzigen Franzosen überhaupt in diesem Maßstab..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

8

Montag, 6. Mai 2019, 17:37

Dann ist ja die "alte" Garde fast wieder beisammen.
Hab`s zwar nicht so mit den Franzosen, aber interessant ist der Pott allemal :ok:
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

9

Montag, 6. Mai 2019, 17:51

Hallo Jochen
Danke für die Geschichtslektion!
Bin gespannt dabei.
Gruß Ronald

10

Montag, 6. Mai 2019, 18:17

Gude Jochen,

cool, die Richelieu. Da quetsch ich mich doch auch noch unter die Zuschauer...macht doch mal Platz hier...uff...ächz...
Bisher kenn ich das Teil nur virtuell aus World of Warships...Futter für meine H-Klasse... 8)

Gruß,
Björn
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11

Dienstag, 7. Mai 2019, 06:43

Hi Jochen
Macht mal ein bisschen Platz Leute...ich möchte auch noch dazwischen. :ok:

Na da schaue ich doch wieder zu....Klasse :thumbsup: :thumbsup:

12

Donnerstag, 9. Mai 2019, 12:51

Moin zusammen

nicht drängeln Leute ich brauche auch noch etwas Platz :huh:

13

Freitag, 10. Mai 2019, 00:22

Bin schon sehr gespannt wie deine Interpretation und Ausführung der Tarnung aussehen wird. Habe schon mehrere verschiedene Varianten und Lösungen gesehen.
Im Bau:

1:350 Tamiya King George V + PE + Holzdeck
1:350 Tamiya Musashi + BigEd + Holzdeck
1:350 Tamiya Kagero + PE (fertig)
1:350 Revell Type VII C Uboot (fertig)
1:350 Trumpeter JMSDF DDG-177 Atago (fertig)
1:350 Academy Tirpitz + PE + Holzdeck + Metallrohre
1:50 Revell Langboot (fertig)

14

Sonntag, 12. Mai 2019, 20:25

Richelieu - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Festmachklüsen und Bullaugen (266 Stück..) sind aufgebohrt, weiter ging es mit Gemetzel am Rumpf:



Die, typisch Trumpeter, stark übertriebene Heckankerklüse. In Wirklichkeit war sie praktisch bündig. Also weg damit...



..ebenso die an die Decks angespritzten Ankerketten.



Klüsen geöffnet, am Bug sinngemäß.



Die Wellenböcke waren echt grobe Klötze, viel Schleifarbeit.



Sonst ist die Gegend aber gut gemacht.



Habe lange gerätselt und probiert, bis ich eine als stimmig empfundene Farbkombination gefunden habe, auch weil ich für die schwierige Tarnung möglichst nur Farben eines Herstellers bzw. gleicher Art verwenden wollte. Nun ist alles von Tamiya, die verarbeite ich sowieso gern. Grundfarbe ist XF-19 Sky Grey, die dunklen Flächen werden XF-24 Dark Grey und die Decks XF-53 Neutral Grey.



Wo das helle Grau schonmal in der Pistole war, auch gleich die Rohre gefärbt...die Oberseiten der dicken Rohre werden dann noch in Decksfarbe gespritzt.



Weil ich mir noch uneins bin, was ich mit der leichten Flak mache, habe ich von beiden Typen schonmal je eine gebaut. Erst Plastik, als abschreckendes Beispiel, und dann aus den Flyhawk-Ätzteilen.



Viel besser detailiert, ja, aber...



..eben auch flach. Der Satz stammt aus einer Zeit, als Flyhawk noch keine Resinteile verwendet hat, inzwischen sind sie weiter.



Besser, aber noch nicht richtig gut...



..wie auch die 20mm Oerlikon, die immerhin die Form des Originals sehr gut wiedergibt. Jedenfalls von der Seite.
Einige Ideen, wie ich den Teilen aufhelfen kann, habe ich schon, wir werden sehen.



Exkurs beendet, weiter mit dem Rumpf. Gerade Kanten und weiche Übergänge, Flecken, Wolken, der Tarnanstrich hat es in sich. Natürlich sind beide Seiten verschieden, und zu allem Überfluss wurde der Anstrich irgendwann Ende 1943 nochmal geändert, einige dunkle Flächen wurden größer. Nun gibt es nicht wirklich viele Fotos mit diesem Anstrich, die meisten dazu in sehr bescheidener Qualität, und bei digital nachbearbeiteten, die so im Netz kursieren, wurde offenbar auch einiges verschlimmbessert.
Kurz gesagt: Ohne Anspruch auf historische Genauigkeit.



Aktueller Zwischenstand, jetzt werden noch falsche Bugwellen gepinselt und ein paar kleinere Flecken und Wolken angebracht..



..bevor es dann nach unten weitergeht. Der recht breite schwarze Wasserpass hat eine ungleichmäßig verlaufende Oberkante, sieht etwa so aus, als ob ein Kind sie freihand gepinselt hätte..
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-Otto von Bismarck

15

Montag, 13. Mai 2019, 07:43

Moin Jochen,

Ich schleiche mich mal ganz leise in deinen Baubericht, setze mich in die hinterste Ecke und schaue dir ganz still, beim Bauen zu.
Die Tarnbemalung am Rumpf hat es wirklich in sich, aber soweit ist das doch schon sehr gut gelöst,von dir :ok: und ich bin gespannt darauf, zu sehen, was du mit der leichten Flak machen wirst.


LG Bernd
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man Müde wird. :wink:

Was es sonst noch von mir gibt, findet ihr << Hier >>

16

Montag, 13. Mai 2019, 07:56

Servus!

Bin schon auf den fertigen Rumpf gespannt, schaut bis jetzt super aus!

Hofi

17

Montag, 13. Mai 2019, 08:01

Kleiner aber nicht unwichtiger Hinweiß , Das Vorderdeck hat Trumpeter Spiegelverkehrt gegossen das Heist die Ankerwinschen sind Verkehrt angeordnet ,
Gruß Peter

Nur weil Ich graue Haare habe bin Ich nicht Weise .

18

Montag, 13. Mai 2019, 11:03

Dank euch!

Peter, vielen Dank für den Hinweis, kam genau zur richtigen Zeit. Typischer Trumpeterfehler, so doof, da muss man erstmal drauf kommen..
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-Otto von Bismarck

19

Montag, 13. Mai 2019, 18:23

Über die Vorteile eines asymetrischen Tarnanstriches:
Nach dem Hinweis von Peter habe ich mir nochmal meine Bildquellen genau angeschaut. Es gibt da ein im Netz recht verbreitetes Foto, Ansicht von vorn über das Deck, genau der richtige Bereich, alles deutlich zu erkennen. Nach diesem Foto hat Trumpeter alles richtig gemacht, ich wollte schon aufatmen, als mir auffiel, dass ein Tarnfleck auf der Backbordseite des vorderen Turmes hier auf der Steuerbordseite erscheint. Das Foto ist spiegelverkehrt...
Na ja, jetzt ist wenigstens klar, wie Trumpeter zu diesem Fehler gekommen ist.
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20

Montag, 13. Mai 2019, 19:58

Servus Jochen
Bei der Flak- Auswahl würde ich mich auch schwer tun... rein aus Ätzis wäre es mir auch zu flach.. ein Mix wäre wohl das Beste :roll:
Gespiegeltes Deck? Kann nicht wahr sein ...
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
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Im Bau: U-505 Revell 1:72

21

Montag, 13. Mai 2019, 20:05

Hallo Jochen,

ich bin voll bei Gustav.
Deinen Tarnanstrich hast Du genial umgesetzt.
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Ray

22

Montag, 13. Mai 2019, 20:17

Gude Jochen,

uff, da hast du dich bei der Bemalung aber so richtig ausgetobt.
Und der Rest - na ja, sauber wie von dir gewohnt, halt...

Zumindest die Läufe der Flak könnte man doch ganz gut mit Weißleim aufdicken, oder?

Gruß,
Björn
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Realname: Knut

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23

Montag, 13. Mai 2019, 22:22

Vielleicht die flachen Rohre abknipsen und Federdrahtstahl als Rohrersatz verwenden? Bei den 40mm Kanonen könnte man eventuell noch über die Plasterohre vom Bausatz nachdenken aber bei den 20 mm Kanonen geht das gar nicht mehr.

Weiß aber nicht ob das eine gute Idee ist :D .

Gruß Knut

24

Freitag, 17. Mai 2019, 15:55

Richelieu - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Wenn man, wie ich, auf ordentliches Arbeiten geeicht ist, fällt es nicht leicht, etwas nicht perfektes perfekt hinzubekommen..



..wie hier die ungleichmäßige Oberkante des Wasserpasses. Wird, per Trockenmaltechnik, auch noch etwas feiner ausgefranselt..



..aber zuerst wird der Rumpf auf den Ständer montiert. Im weiteren Bauverlauf erspare ich dem Lack damit einige Tausend Berührungen.

Plan B für die 40mm-Bofors:



Resin/Pe-Teile von Larsenal. Einige davon habe ich im Fundus, aber nicht genug. Habe 5, brauche 14. Ein Sixpack davon kostet 10 Euro, habe in den sauren Apfel gebissen und noch zwei davon bestellt. Es gibt auch noch feinere von verschiedenen Herstellern, aber die werden dann ganz unbezahlbar, und damit kann dann wiederum das restliche Modell nicht mithalten.



Hier sieht man dann auch, warum ich die Plastikrohre des Bausatzes nicht nehmen wollte..



Etwas besser sind die Oerlikons, die sehen sogar richtig gut aus, wenn man nur den platten Sockel durch einen Zahnstocher ersetzt.



Das spiegelverkehrte Vordeck.



Die Abdeckungen über den Kettenkasteneinläufen vor den Winden sind nicht nur falsch positioniert, die Form stimmt auch nicht. Also zuerst ein Polyprofil 3x1mm entsprechend beschliffen.



Die äußeren Winden können bleiben, die mittlere muss aber versetzt bzw. neu gemacht werden. Alle Jahre wieder hätte ich ja gern eine Drehbank, aber für diese seltenen Fälle kann man sich auch so behelfen.



Wer findet den Quarkbecher?

Um keinen Nervenzusammenbruch zu riskieren, baue ich die leicht Flak nicht am Stück, sondern zu Beginn jeder Bastelsession..



..je eine Bofors (solange der Vorrat reicht, kann dauern, bis Nachschub kommt) und zwei Oerlikon.



Only 44 more to go!
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-Otto von Bismarck

25

Samstag, 18. Mai 2019, 07:28

Moin Jochen,

Eine teure, aber wohl auch die bessere Lösung, für die Leichte Flak, sind die neuen Teile aus Resin, oder ist das 3D Druck? Die sehen wirklich gut aus, für den Maßstab.

An der gemalten „falschen“ Bugwelle, würde ich gar nicht mehr viel machen, evtl. noch etwas weiter zum „falschen“ Bug hin, aber sonst finde ich, das es schon eine gelungene Malerei ist. :ok:


LG Bernd
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26

Sonntag, 2. Juni 2019, 16:52

Richelieu - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Saisonal bedingt kommt der Modellbau derzeit etwas zu kurz, das geht aber anscheinend nicht nur mir so..

Wie ich es mir vorgenommen hatte, baue ich zu Beginn jeder Bastelsession erstmal zwei Oerlikons, aktuell fertig sind 16 von 50. Es wird..

Und weiter mit Rumpf und den Decks:



Mit viel Fantasie kann man diese Struktur am Rand für die Ankerspiere halten, die 5 Kreise sollen dann wohl aufgeschossene Strickleitern darstellen...na ja...weg damit!
Spiere wird nachher durch Messingdraht dargestellt.



Achterdeck eingeklebt, passgenau geht anders..



Am Bug genauso.



Spachtelei ist leider unumgänglich.



Auch die Schottwand Hauptdeck/Achterdeck erfordert einiges an Nacharbeit.



Das ganze Schiff hat 12 von diesen großen Schwimmkörben, die als Bausatzteile nur im Halbrelief dargestellt sind, dafür aber teilweise angespritzt, teilweise mit Zapfen eingesetzt, so dass man nicht ohne Sägeeinsatz oder Spachtelei auskommt. :motz:
Nicht so schlecht sind die Plastiktüren, aber geätzte sehen doch besser aus.



So nämlich.

Die Ankerklüsen will ich durchgehen offen gestalten, mit entsprechend an den Ketten befestigten, kompletten Ankern.



Ketten aus dem Fundus, sind die Standardbeigaben von Artwox-Holzdecks, die hier einmal zufällig die richtige Größe haben und erstmal brüniert wurden. Von den geätzten Ankern verwende ich nur den Stock..



..der Rest ist viel zu platt.



Aus zwei mach eins!
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-Otto von Bismarck

27

Sonntag, 2. Juni 2019, 18:09

Servus Jochen!

Schön geworden! Wenn ich mir das anschaue, bin ich froh, momentan bei 1/100 gelandet zu sein!

Hofi

28

Montag, 3. Juni 2019, 19:37

Hallo Jochen,

mit der Kombination aus Zukaufteil und Originalbausatzelement ist Dir der perfekte Anker gelungen. :ok:
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

29

Sonntag, 23. Juni 2019, 16:12

Richelieu - Zwischenstand

Mahlzeit allerseits!

Geht langsam, aber geht...



Wenig elegant, aber wirksam: Fugendichtmasse als Klüsenfutter.



Durch die Klüsen den gesamten Bug aufgefüllt..



..und sofort mittels Zahnstocher freigepult.



Die geätzten Rahmen haben ein Stück Gräting, das aber m.E. am falschen Ende sitzt, so würde die Kette über die Gräting laufen, was diese sicher nicht lange mitmachen würde.



So rum erscheint mir sinnvoller.



Hauptgeschütztürme. Die nach unten offenen Entfernungsmesser sind aufgefüllt, auch sonst ging nichts ohne Spachtel.



Die riesengroßen Rohrhosen sind ziemlich lieblos gemacht, wie frei über einem Gerüst hängender Stoff sieht das jedenfalls nicht aus. Noch dazu alle gleich.



Eine einzelne Lage eines Kosmetiktuches erst auf der Oberseite..



..dann an den Seiten entlang der Hinterkante..



..und dann in der Kehlung verklebt. Ich habe dazu Sekundenkleber genommen, zum andrücken habe ich einen ölgetränkten Zahnstocher verwendet, ging tatsächlich wie gewünscht. Ab diesem Punkt habe ich dann mit Weißleim weitergemacht.



Die einzelnen Stadien.



Jetzt noch das Plastikrohr durch ein Drehteil ersetzen, dann steht lackieren der Türme und Zusammenbau an.



Das ist der aktuelle Stand der leichten Flak, 12 von 14 Bofors und 28 von 50 Oerlikon.



Und der Rumpf mit lose aufgelegten Türmen. Als nächstes ist so einiges an den Decks zu verfeinern, bevor sie lackiert werden können.
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-Otto von Bismarck

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30

Sonntag, 23. Juni 2019, 16:46

Hi Jochen
Ich hatte echt ebend schon angst....was machter denn nun mit der Mumpespritze. Schwitz......
Gute Idee. :ok: :ok: :ok:

Das mit den Rohrhosen ist auch eine super Idee...das werde ich mir für meine Arizona mal ausleihen/mopsen. :trost: :thumbsup:
Klasse wie Du das wieder alles gemacht hast. :sabber: :thumbsup:

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